Spanisches Porzellan.
Von unserem G. B.-Berichterstatter.
(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.)
Madrid, im Mai.
„Spanien wird wieder eigenes Porzellan haben, das sich mit den in Deutschland, Frankreich und Dänemark hergestellten Porzellanen messen kann." Mit diesen Worten verabschiedete uns Herr Alcantara, der Direktor der Madrider „Nationalen Keramikschule" (Escuela Nacional de Ceramica), nachdem er uns mit der ihm eigenen Liebenswürdigkeit durch alle Abteilungen der von ihm geleiteten Schule geführt hatte. Eine ganze Geschichte voller Enttäuschungen und Hoffnungen war an uns y^'übergezogen, während wir den Ausführungen des Direktors folgten.
'Die neue Schule, die gleichzeitig Werkstatt und Fabrik ist, soll die verlorengegangene Tradition jener berühmten spanischen Porzellanmanufaktur „Del Buen Retiro“ des 18. Jahrhunderts wieder erstehen lassen. Bis Mitte das 18. Jahrhunderts war in Spanien die Porzellanherstellung unbekannt. Wohl hatten die Mauren ihre Töpsertunst hinterlassen, die später in Talavera de la Reina und Manises ihre schönsten Blüten treiben sollte, aber alle dort hergestellten Gegenstände bestehen aus Steingut. Erst 1759 ließ König Karl Hl. aus Italien eine ganze Porzellanfabrik mit Material, Oefen und italienischem Personal nach Spanien kommen. Die Fabrik wurde in dem Madrider Retiropark aufgebaut und das in ihr erzeugte Porzellan nach dem Park „Del Buen Retiro“ benannt. Die Produktion der königlich soanischen Porzellanmanufaktur war jedoch fast ausschließlich für die Dynastie bestimmt, so daß man heute nur weniae Stücke in Privat- besitz finden kann. In den Museen und Palästen der ehemaligen Könige dagegen sind wertvolle Gegenstände der Fabrik erhalten. Eines der bekanntesten Werke ist der sogenannte „japanische Salon" in dem Sommerschloß der spanischen Monarchen von Aranjuez, dessen Wände, Decke, Säulen und Leuchtkörper aus Porzellan hergestellt oder mit Porzellay verkleidet sind.
Die Fabrik, die mit viel Begeisterung und großen Plänen von König Karl III. aufgebaut worden war,
verfiel rasch nach seinem Tode. Zwar hatte der aus Mallorca gebürtige Keramiker Sureda eine spanische Porzellanmasse aus bei Madrid gefundenen Rohstoffen erfunden, um die kostspielige Einfuhr der Masse aus Italien zu ersparen, aber der Ausfall der treibenden Kraft des Schöpfers der Porzellanmanufaktur machte sich immer stärker bemerkbar. Während der französischen Invasion wurde die königliche Porzellanmanufaktur zum Teil verbrannt, und am 30. Oktober 1812 vollendete das Spanien verbündete England durch seinen General Hill das Zerstörungswerk, um den Absatz des englischen Porzellans in Spanien tu sichern. Später wurden von König Ferdinand VII. und der Königin Isabella II. Versuche zur .Wiedererrichtung der Fabrik unternommen, die jedoch alle scheiterten.
Im Jahre 1911 machte sich der svänische Schriftsteller und Kunstgewerbler Jacinto Alcantara daran, eine neue Porzellanmanufaktur „Del Buen Retiro" aus kleinsten Anfängen und eigenen Mitteln erstehen zu lassen. Da er jedoch dauernd unter finanziellen Schwierigkeiten zu leiden hatte und seine Unterstützungsanträge bei offiziellen Stellen immer wieder abgelehnt wurden, kam das Werk nicht über die ersten Anfänge hinaus. Erst als General Primo de Rivera feine Diktatur in Spanien antrat, wurde es besser. General Primo de Rivera, auf Alcantara aufmerksam geworden, unterstützte ihn mit staatlichen Mitteln, so daß eine kleine, aber vollkommene Porzellanfabrit am Nordrande Madrids errichtet werden konnte. Aber auch diesmal sollte das Unternehmen nicht von Erfolg gekrönt fein. Nach der Diktatur hörten die staatlichen Subventionen auf, ohne die die Fabrik nicht zur vollen Entfaltung gelangen konnte, und im letzten spanischen Bürgerkrieg wurde die Fabrik von den roten Horden völlig zerstört.
Erst nach Beendigung des Bürgerkrieges konnte der Sohn Alcantaras das Vermächtnis seines Vaters aufgreifen und mit dem Wiederaufbau der Anlagen beginnen. Mit privaten Spenden, denen bald die Hilte der nationalspanischen Regierung folgen sollte, stellte er die Fabrik im kleinen Rahmen wieder her und begann zu arbeiten, freute sind die Anlagen bereits mit allem Notwendigen versehen, und die Fabrik wird in Kürze ihre ersten Produkte auf den Markt bringen.
Alcantara geht von dem grundsätzlichen Gedanken
Zeigt hat. Es ist charakteristisch, daß Großbritannien nicht die iranische, sondern die irakische Erdölfeuerung zu drosseln gedenkt. Irak liegt dem europäischen Kontinent näher als Iran und ist zudem iwch mit der östlichen Mittelmeerküste durch zwei Rohrleitungen verbunden, die von Kertuk und Mossul nach dem syrischen Hafen Tripolis (Tara- bulus) und dem palästinensischen Hafen Haifa führen. Vor dem Kriege wurde ein sehr beträchtlicher Teil des nach der Mittelmeerküste gepumpten irakischen Erdöls nach südfranzösischen Raffinerien verfrachtet und dort verarbeitet. Diese Möglichkeit sott beseitigt oder doch vermindert werden, indem jetzt die Evbohrung neuer Petroleumsonden auf, Jahre hinaus eingestellt wird.
Selbst wenn man diesen irakischen Vertrag zum Teil als eine kriegsbedingte Maßnahme ansieht, bleibt die Tatsache bestehen, daß Großbritannien wieder einmal die wirtschaftlichen Interessen eines von ihm abhängigen Landes mit Füßen tritt und eine Weiterführung des Wirtschaftskrieges über den Friedensschluß hinaus vorbereitet. Als sich im Jahre 1939 die rumänische Regierung etwas näher mit den ausländischen (britischen, nordamerikanischen usw.) Gesellschaften befaßte, die Konzessionen in den südkarpatiscben Petroleumbezirken erworben hatten, stellte sich heraus, daß für die Erschließung neuer Erdölterrains völlig ungenügende Vorkehrung getroffen worden war. Im gleichen Jahre wurde in Iran eine scharfe Pressevolemik gegen die dortige wichtigste britische Konzessionsgesellschaft für Erdöl, die British Jranian Oil Co., geführt, die gleichfalls nicht ausreichend für neue Petroleumsonden vorgesorgt und damit eine Stagnation in der iranischen Erdölerzeugung hervorgrufen hatte. Damals wurde den Briten vorgeworfen, sie hielten die iranische Produktion nieder, um die Ueberschüsse der in anderen Ländern (Indien, Burma, Nord-Borneo, Nie- derländisch-Jndien, Mexiko, Venezuela usw.) arbeitenden brittschen Erdölunternehmungen nicht zu schmälern. Das jetzige Verhalten der Engländer gegen die irakische Erdölgewinnung liegt chlso völlig in der bisher verfolgten Linie.
Wenn man nach der Ursache fragt, warum die Völker des europäischen Kontinents an der poli- ' tischen und wirtschaftlichen Freundschaft der Engländer jrre geworden sind, so muß man auf diese Symptome der britischen Rohstoffpolitik verweisen. .Für die außenwirtschaftliche Betätigung der Briten war stets und ausschließlich ihr Gewinninteresse ausschlaggebend. Sie kauften dort, wo es im Augenblick vorteilhafter war, und wechs^ten die Lieferanten ohne Rücksicht darauf, ob der bisherige Lieferant dadurch in Verlegenheit geriet. Sie stei- gerien oder drosselten die Produktion, die sie mit chrem Kapital eingeleitet hatten, wie allein ihr Interesse es erheischte, aber nicht wie der Nutzen des betreffenden Landes es wünschenswert erscheinen ließ. Sie haben durch Bedrohung und Bestechung immer wieder in den ausgebeuteten Ländern Persönlichkeiten gefunden, die ihr robustes Auftreten zu bemänteln, zu beschönigen und zu billigen bereit waren.
Europa schickt sich an, die britischen Ketten abzuschütteln und eine Arbeitsgemeinschaft aufzubauen, bei der jeder einzelne am Gedeihen seines Kameraden interessiett ist. Die Briten mögen dann sehen, ob sie sonstwo in der Welt — also außerhalb Europas und Ostasiens — Dumme finden, die ihnen die Entwicklung ihrer wirtschaftlichen Reichtümer anoertrauen. Cr.
Größte Betonleistung derOT. Reichsrrrmister Speer meldet dem Führer über den Atlantik-Wall.
...... Im Westen 11. Mai. (DNB.) Der Chef der OT., Reichsminister Speer, erstattete dem Führer Bericht über den Bau des Atlan- tikwalles. Er meldete, daß die vom Führer bei der Planung dieses Festungswerkes befohlene Betonleistung bereits am 1. Mai überschritten werden konnte. Seit Baubeginn wurde von der OT. die monatliche Betonleistung am Atlantik ständig gesteigert. Sie erreichte im März d. I. den höchsten Stand der während des Westwallbaues erzielten monallichen Betonmengen. Der April brachte eine weitere Steigerung dieser Monatsleistung um 30 v. H. und damit 'weit mehr als die einmal erzielte Monatsspitzenleistung des Westwalles. Diese Betonmenge übertrifft die monatliche Durchschnitts- leistung am Westwall um das Dreifache. Dieses stolze Ergebnis ließ sich verwirklichen, obwohl die günstigen Bedingungen des Westwallbaues fehlten. Während der Westwall noch im Frieden be-
Unsere Soldaten als Vorbild nationalsozialistischer Opferbereitfchast.
Eine Erinnerung an Andrees Polarfahrt.
Wie aus Stockholm berichtet wird, sind neue Erinnerungen an den bekannten schwedischen Polarforscher Andree ans Licht gekommen, die für die Vorgeschichte feines Unternehmens von Interesse sind. Der Forscher, der im August 1897 mit zwei Gefährten, Strindberg und Fraenkel, zu einer Ballonfahrt nach dem Nordpol ausstieg und nich. zuruck- kehrte, hatte schon vorher den Plan verfolgt, von Uppsala aus die Polarfahrt anzutreten. Er hatte Stockholm für ungeeignet als Ausgangspunkt gehalten, da er fürchtete, daß ihn von hier aus die Winde über die Ostsee treiben könnten. Daß aus dieser ersten Expedition nichts wurde, daran hatte die Gasgesellschaft von Uppsala Schuld. In einem Brief, der jetzt aufgefunden wurde, schrieb Andröe: „Zu der Ausgabe für das Gas muß ich darauf Hinweisen, daß meine Mittel beschränkt sind, da id) nur 1100 Kronen besitze, während die Ausgaben füc das Gas zweimal soviel betragen würden. Es wäre mir daher lieb, wenn man die Zahlungsbedingungen fo sehr wie möglich erleichtern würde." Die Direktion der Gasgesellschaft von Uppsala antwortete darauf dem „Herrn Oberingenieur des Königlichen Patentamtes S. A. Andröe", daß sie, um das Unternehmen zu fördern, den Gaspreis auf 11 Oere für den Kubikmeter zu Lasten des Forschungsreifenden, zuzüglich der Ausgaben für die Legung der Gasleitungen bis zu dem Ballon, herabgesetzt hätte. Andree war jedoch nicht in der Lage, auf dieses Angebot einzugehen, fo daß fein kühner Plan zunächst ins Wasser siel. G. Kj
auch eine Zusammenkunft mit dem Nordamerika- nifchen General Clark.
Aegyptifche Politiker in Konzentrationslagern.
Ankara, 11. Mai. (Europapreß.) Die Zahl der internierten ägyptischen Politiker be. trägt gegenwärtig 72, wurde von der ägyptischen Regierung mitgeteilt. Außerdem werden in einem Konzentrationslager 2136 Personen aus verschiedenen militärischen und kriminellen Gründen festgehalten.
USA. und Martinique.
Unterwegs zum Raub?
Lissabon, 12. Mai. (Europapreß.) Die USA. stehen im Begriff, Martinique und Guadeloupe anzuareifen. Gegen die beiden französische>r Antillen-Inseln haben sich Nordamerikanische Einheiten von der Insel Barbados am südlichen Rande der Karibischen See aus in Bewegung gesetzt, lieber die Stärke der dort eingeschifften Truppen liegen in. St. Pierre auf Martinique keine Berichte vor. Man rechnet aber damit, daß diese Einheiten durch» USA.-Kriegsschiffe unterstützt werden, die seit längerer Zeit die Gewässer um Martinique blockieren. 2n Martinique hat man mit einem solchen nord- amerikanischen Ueberfoll gerechnet, seitdem der USA.-Außenminister Horbell Hüll vor wenigen: Tagen erklärt hatte, in der Streitfrage zwischen der
gönnen, in der Heimat und mit ausschließliöb deutschen Arbeitskräften errichtet wurde, entsteht das Befestigungswerk an der Westküste inmitten eines alle Kräfte beanspruchenden Krieges, im Frontgebiet und unter Einsatz von zahlreichen ausländischen Arbeitern. 'Frontarbeiter und Ingenieure der OT. ermöglichten diesen Erfolg als kameradschaftlich verschworene Gemeinschaft, die damit auch in Zukunft am Atlantik wie an allen anderen Fronten die Bewältigung der gestellten großen Aufgaben verbürgt.
„Ungünstiger als 1912/'
Englische Stimmen zum Kampf auf den Meeren.
Genf, 11. Mai. (DNB.) Wenn man sich jetzt hn Kampfe auf den sieben Weltmeeren einer Lage nähere, die sich mit der vergleichen lasse, in der sich die Anglo-Amerikaner in den letzten Monaten des Jahres 1917 befanden, schreibt die englische Monatsschrift „Contemporary Review", dann dürfe man bei ihrer Beurteilung nicht übersehen, daß die näheren Umstände weitaus ungünstiger seien als 1917. Der Feind befinde sich im Be- sitz einer Kette von Flugzeug- und Flottenstützpunkten, die vom Nordkap bis zu den Pyrenäen reichten, und halte zum Unterschied von damals die gesamte Nordküste des Mittelmeeres fest in seiner Hand. Seine innereuropäische Ernährungswirtschaft, die alle Hilfsquellen dieses Kontinents mobilisierte, schütze ihn auch vor den Auswirkungen der angloamerikanischen Blockade. Von scywerwieaenoen Lebensmittel- oder Rohstoffknappheiten, die schließlich zum Zusammenbruch der Achfennnichte führen könnten, seien keinerlei Anzeichen vorhanden, abgesehen davon, daß die Verbündeten in diesem Kriege mehr Ernährungs- und Rohstoffsorgen hätten als im ersten Weltkriege. Habe damals der ganze Ferne Osten für die Engländer und ihre Verbündeten offen gelegen, so fei er ihnen heute durch die weiten Landgewinne der Japaner verschlossen.
Unterhaus hinter verfchtoffenen Türen.
Stockholm, 11. Mai. (Europapreß.) Das britische Unterhaus hielt am Dienstagoormittag ohne vorherige Ankündigung - eine Geh ei m- fitzung ab. Es heißt, Außenminister Anthony
Der Apparat, der ihr zur Verfügung steht, ist sa fein konstruiert und so gründlich gestaltet, daß jede notwendige Veränderung schnellstens- vorgenommen und auf anderem Wege wieder ausgeglichen werden kann. Wenn nun die Fleischration gekürzt wird, so haben die zuständigen Stellen doch im gleichen Augenblick dgfür Sorge getragen, daß auf dem Fett- und Brotsektor ein Ausgleich geboten werden kaim, der durch die Mehrzuweifunges an Käse und Einmachzucker zeitweilig noch eine besondere Verbesserung findet. Wenn man beispielsweise die Verlagerung nach dem Kaloriengehalt der weggenoni- menen und der neu zur Verteilung gelangenden Lebensmittel bettachtet, so kann man sagen, das; die Ernährung nach der Verlagerung nicht kalorienärmer sein wird. Während auf der einen Seite 600 Kalorien durch die Fleischkürzung weggenoni- men werden, werden zur gleichen Zeit 1100 Kalorien über Brot und Fett gegeben. Dazu kommt noch, daß in diesem Jahre eine viel bessere Versorgung mit Gemüse und Kartoffeln erreicht wer- den konnte, so daß, im ganzen gesehen, die Ernäh- rungslage sich keinesfalls verschlechtert hat.
Das deutsche Volk kann mit berechtigtem Vertrauen auf die deutsche Ernährungspolitik blicken. Es darf überzeugt fein, daß die zuständige Stelle, die es bisher noch immer verstanden hat, auch die schwierigsten, durch elementare Naturereignisse aus. gelösten Krisen, wie sie uns die letzten Winter gebracht hatten, zu überbrücken, stets in der Lage fewr wird, eine ausreichende Ernährungsbasis und damit die Gesunderhaltung des deutschen Volkes zu sichern. Im übrigen darf nicht vergessen werden, daß die deutsche Ernährungspolitik heute nicht nur für die Ernährung des deutschen Volkes allein zu sorgen hat, sondern daß an ihrer Gestaltung auch mehr oder minder die Ernährung der europäischen Völker hängt. Dieses gewaltige Werk kann nur gewährleistet werden, wenn es mit Vorsicht/ Wendigkeit und Verantwortung durchgeführt wird. Im übrigen: ist es ein Beweis für die Stärke unserer Ernoh- rungslage, daß die am schwersten betroffenen Luft- kriegsgebiete auch nach der Fleifchkürzung ihre Fleischzulage behalten und eine besondere Brotzu-. läge bekommen.
NSK. Der gegenwärtige große Lebenskampf ist mehr als jeder andere Krieg zuvor ein Volkskrieg, der von der Kraft und der Leidenschaft aller, von der großen revolutionären Idee des Nationalsozialismus getragen wird. Es ist eine neue Auffassung der nationalen Gemeinschaft, die heute ihre höchste Bewährung findet.
Vorbild in dieser Haltung ist und bleibt für uns alle der deutsche Soldat. Zu jeder Stunde ist er das große Beispiel; sein Denken, Wollen und Handeln ist ganz auf den großen Entzcheidungs- kampf eingestellt. Er kämpft, er darbt, .er leidet, er blutet und stirbt für das größere, von allen Sklavenfesseln erlöste Deutschland:
Aber nicht nur im Einsatz von Blut und Leben, sondern auch in seiner Einstellung zu den großen sozialistischen Forderungen unserer Zeit geht der Frontsoldat beispielhaft voran. Immer wieder begegnen wir in den Tageszeitungen den Meldungen, die davon berichten, daß Fronteinheiten unserer Wehrmacht hohe Bettäge für das Kriegswinterhilfswerk oder das Kriegshllfswerk des Deutschen Roten Kreuzes gespendet haben.
Da lasen wir vor einigen Tagen, daß die U-Pan- zergrenadierbioision Leibstandarte „Adolf Hitler" zum Geburtstag des Führers den gewaltigen Betrag von 2126 512 RM. für das Kriegswmterhilfs- werk gespendet hat. Wir erfuhren von einer Spende der schweren Seestreitkräfte, bei der insgesamt 528 786 RM. für das «Kriegs-WHW. zufammenge- kommen find, wobei auf dem Schlachtschiff „Dir- pitz" .und dem Schweren Kreuzer „Lützow" jedes Be- fatzungsmitglied über 100 RM. gespendet hat. — Von einer Kompanie waren 60 000 ßire? der Wehr- soll) von 40 Tagen, beim Kriegs-WHW. eingegangen. — Die ^-Panzergrenadieredivision ,T)as Reich" hatte 1527 123 RM. gespendet, die ^Gebirgsdivision „Nord" zur gleichen Zeit etwa 1175 936 RM. Wir hörten ferner von einer Flie- geMoision, bei der 181 435 RM. zusammen gekommen sind, von einer sudetendeutschen Infanterie
division im Dften, die 516 955 RM. aufgebracht hat, und wir könnten diese Reihe von Beispielen nach Belieben fortsetzen als ein wahrhaft eindrucksvolles Dokument wahrer Opfergesinnung unserer Fronteinheiten.
Die großen Spenden der -Panzergrenadierdivision Leibstandarte „Adolf Hitler" und der Panzergrenadierdioision „Das Reich" sind in diesem Rahmen besonders leuchtende Beispiele n a t i o n a l s o zi alisti s ch er O p f e r g e s i n - n u n g. Sie find aus dem Wehrsold und den Ersparnissen der Führer und Männer zusammenge- ttagen worden in einer Zeit, in der diese Divisionen der Waffen-im härtesten Kamps um Charkow Sanden, zunächst in eiserner Abwehr und dann beim ngriff und bei der Wiedereroberung dieses wichtigen Schlüsselpunktes der Südfront. Aus ihrer weltanschaulichen Einstellung, aus ihrem Denken und Fühlen als überzeugte Nationalsozialisten heraus sind diese Kämpfer für ein größeres Deutschland zu jedem Mehr an Einsatz und Opfer bereit
Diese Manner geben solche Betträge zu den großen sozialen Werken der Nation aus einem hohen Idealismus heraus: sie wollen ein Beispiel geben, das Beispiel eines wahrhaftigen Nationalsozialismus, der das Opfer für andere aus Grundsatz bejaht und überall dort die Bereitschaft dazu unter Beweis stellt, wo sie notwendig ist — im Kampf der Front ebenso wie im materiellen Opfer.
Diese Haltung unserer Soldaten ist — das gilt es angesichts fokher großen Beispiele mit aller Deutlichkeit auszusprechen — für die Heimat eine hohe Verpflichtung. Es ist ein. überaus eindrucksvoller Appell, der aus solchen Beweisen der Opferbereitschaft der Front aufklingt. Diese Zeichen enger Verbundenheit unserer Soldaten mtt der großen sozialistischen Aufbau- und Betreuungsarbeit sind dem ganzen Volke eine so unabdingbare Verpflichtung, daß sie Heimat sich ihrer nicht oft und nicht nachdrücklich genug erinnern kann.
lei Figuren ein beredtes Zeugnis für die Begeiste« rung und den nimmermüden Eifer des Schöpfers und Leiters der Schule ab legen, der nun eine wirtschaftlich leichtere Zukunft für sein Lebenswerk erreicht hat. -
Spanien wird wieder nationales- Porzellan, haben, dank der Begeisterungsfähigkeit eines Mcm- nes, der das fehlgeschlagene Bemühen seines Daterr- fortsetzte und das Glück hatte, fein Werk in der neuen nationalsyndikalistischen Epoche SpMwns Anbeginnen.
Eden habe in dieser Geheimsitzung über eine Angelegenheit gesprochen, über die es nach seinen eigenen Worten „nicht ratsam" sei, öffentliche Erklärungen abzugeben.
Anglo-amerika«ische„Freiheii" in Tunesien.
Erschießungen. — Massenverhaftungen.
Rom, 11.Mai. (Europapreß.) Don den ersten drakonischen Maßnahmen gegen die nationalen Elemente und angesehensten Destur-Führer in Tunesien berichtet die Agentur Radio Mondar am Dienstagnachmittag. Zwölf mohammedanische Patrioten sikld nach dieser Meldung nach einem summarischen Verfahren erschossen worden. Mehrere hundert Anhänger des Destur in Sfax und S o u s a wurden verhaftet und in ein in Süd- tunefien bei Ben Gardane gelegenes Konzentrationslager übergeführt, also in eine - Gegend, die als der dürrste und ungesundeste Teil von Tunesien gilt. Auch aus anderen Staaten wurde eine größere Anzahl tunesischer Patrioten zur In- ternierung nach Ben Gardane auf den Weg gebracht.
Oie Ausnutzung des Raubes.
„Unter dem Einflutz der USA."
Lissabon, 12. Mai. (Europapreß.) Die Nord- amerifaner planen, nach Abschluß der Kämpfe in Tunesien in Casablanca eine panafrikanische Konferenz einzuberufen, auf der die Möglichkeit einer ,Mirtschaftlichen Erschließung" Afrikas unter dem Einfluß der USA. behandelt werden soll, so verlautet hier in gut unterrichteten politischen Kreisen. Die Tagung soll den Weg für das amerikanische Projekt der „Vereinigten Staaten von Aftika" vorbereiten.
Der französische General Maste, ein Anhänger Giraud s, wurde zum Residenten von Tunesien ernannt. Maste setzte sich bereits im Frühjahr 1942 mit dem damaligen Generalkonsul der Vereinigten Staaten in Algier Murphy in Verbindung, um die Landung in Nordafrika vorzu- bereiteten. Im Oktober 1942 hatte Maste in Algier aus, daß die „Keramikschule", aus der später einmal die neue Porzellanmanufaktur entstehen soll, sich nach Möglichkeit aus eigenen Mitteln erhalten muß. Mit einer Reihe anderer spanischer Künstler ist er daran gegangen, aus der spanischen Jugend begabte Jungen und Mädel, zumeist Waisen oder Kinder armer Familien, zu sich zu nehmen und sie als Keramiker heranzubilden. Die Kinder werden von ihm unentgeltlich unterrichtet und zum großen Teil auch ernährt und gekleidet. Die auf diese Weise entstehenden Unkosten sollen dadurch gedeckt werden, daß die „tscuela Nacional de Ceramica“ neben ihrem Schulcharakter auch den eines kaufmännischen Unternehmens erhält, d. h. sie wird die gelungenen und formvollendeten Gegenstände in größerem Umfang reproduzieren und der spanischen Käuferschaft zum Erwerb anbieten. Der Erlös dieser Produktion wird im wesentlichen die Kosten für die Aufrechterhaltung und den weiteren Ausbau decken.
Bei unserem Gang durch die kleine, aber vielversprechende Fabrik sahen wir ein Laboratorium, in dem die Mischungen der in den Provinzen Madrid, Toledo und Segovia gefundenen Rohstoffe: Kaolin, Quarz, Feldspat usw. ausprobiert und auch die verschiedenen Farben hergestellt werden. Vom Rohmaterial bis zum fertigen Porzellan wird alles in der Schule selbst erzeugt. Bemerkenswert ist es, daß die Fabrik einen deuffchen Brennofen besitzt und auch sonst über manche Einrichtung verfügt, die Alcantara aus Meißen und Böhmen übernommen hat. Ueberrascht haben uns vor allem die hervorragenden Leistungen der Anfänger kl assen, die Zeichen- und Modellierunterricht erhalten, also praktisch noch nicht in die Produktion einbezogen werden. Es war verblüffend, mit welcher Genauigkeit und Farbechtheit 12—13jährige Jungen Bilder und Reliefs auf vorgebrannten Porzellanziegeln kopierten, die dann durch ein nochmaliges Brenne- end- gültig fertiggestellt werden. In einer besonderen Modellabteilung entwerfen die nach drei- bis vier- jährigem Studium ausgebildeten Schüler Geschirr und Porzellaiffiguren, für die dann Formen angefertigt werden, um die betreffenden Stücke in beliebiger Anzahl Herstellen zu können.
Mlt berechtigtem Stolz wurde uns als Abschluß der Besichtigung der Ausstellungsraum gezeigt, in dem das in Kürze zum öffentlichen Verkauf ge- langende dünnwandige Porzellangeschirr und vieler--
Für -ie Heimat eine hohe Verpflichtung., J*
gesehen, von der nächsten Zuteilungsperiode ab eine Veränderung der Lebensmittelrationen vorzunehmen. Es braucht an, sich nicht betont zu werden, daß die Entschlüsse hierzu erst nach reiflicher Erwägung im Geiste ernster Verantworllichkeit gefaßt worden sind, und daß auch dafür gesorgt wurde, durch einen Ausgleich das, was auf der einen Seite genommen wirb, auf der anderen Sette durch andere Lebensmtt'tel zu ersetzen.
Die deutsche Ernährungspolitik im Kriege hat sich von jeher durch eine ebenso solide wie elastische Methodik ausgezeichnet. Sie hat sich nie von den: Dingen überraschen lassen, sondern ist stets mit Vorsicht und Gewissenhaftigkeit zu Werke gegangen. Dadurch ist sie Meister jeglicher Sttuation geblieben.
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