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Spanisches Porzellan.

Von unserem G. B.-Berichterstatter.

(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.)

Madrid, im Mai.

Spanien wird wieder eigenes Porzellan haben, das sich mit den in Deutschland, Frankreich und Dänemark hergestellten Porzellanen messen kann." Mit diesen Worten verabschiedete uns Herr Al­cantara, der Direktor der MadriderNationalen Keramikschule" (Escuela Nacional de Ceramica), nachdem er uns mit der ihm eigenen Liebenswür­digkeit durch alle Abteilungen der von ihm gelei­teten Schule geführt hatte. Eine ganze Geschichte voller Enttäuschungen und Hoffnungen war an uns y^'übergezogen, während wir den Ausführungen des Direktors folgten.

'Die neue Schule, die gleichzeitig Werkstatt und Fabrik ist, soll die verlorengegangene Tradition jener berühmten spanischen Porzellanmanufaktur Del Buen Retiro des 18. Jahrhunderts wieder erstehen lassen. Bis Mitte das 18. Jahrhunderts war in Spanien die Porzellanherstellung unbekannt. Wohl hatten die Mauren ihre Töpsertunst hinter­lassen, die später in Talavera de la Reina und Manises ihre schönsten Blüten treiben sollte, aber alle dort hergestellten Gegenstände bestehen aus Steingut. Erst 1759 ließ König Karl Hl. aus Ita­lien eine ganze Porzellanfabrik mit Material, Oefen und italienischem Personal nach Spanien kommen. Die Fabrik wurde in dem Madrider Retiropark auf­gebaut und das in ihr erzeugte Porzellan nach dem ParkDel Buen Retiro benannt. Die Produktion der königlich soanischen Porzellanmanufaktur war jedoch fast ausschließlich für die Dynastie bestimmt, so daß man heute nur weniae Stücke in Privat- besitz finden kann. In den Museen und Palästen der ehemaligen Könige dagegen sind wertvolle Gegen­stände der Fabrik erhalten. Eines der bekanntesten Werke ist der sogenanntejapanische Salon" in dem Sommerschloß der spanischen Monarchen von Aran­juez, dessen Wände, Decke, Säulen und Leuchtkörper aus Porzellan hergestellt oder mit Porzellay ver­kleidet sind.

Die Fabrik, die mit viel Begeisterung und großen Plänen von König Karl III. aufgebaut worden war,

verfiel rasch nach seinem Tode. Zwar hatte der aus Mallorca gebürtige Keramiker Sureda eine spa­nische Porzellanmasse aus bei Madrid gefundenen Rohstoffen erfunden, um die kostspielige Einfuhr der Masse aus Italien zu ersparen, aber der Ausfall der treibenden Kraft des Schöpfers der Porzellan­manufaktur machte sich immer stärker bemerkbar. Während der französischen Invasion wurde die könig­liche Porzellanmanufaktur zum Teil verbrannt, und am 30. Oktober 1812 vollendete das Spanien ver­bündete England durch seinen General Hill das Zer­störungswerk, um den Absatz des englischen Porzel­lans in Spanien tu sichern. Später wurden von König Ferdinand VII. und der Königin Isabella II. Versuche zur .Wiedererrichtung der Fabrik unter­nommen, die jedoch alle scheiterten.

Im Jahre 1911 machte sich der svänische Schrift­steller und Kunstgewerbler Jacinto Alcantara daran, eine neue PorzellanmanufakturDel Buen Retiro" aus kleinsten Anfängen und eigenen Mitteln erstehen zu lassen. Da er jedoch dauernd unter finanziellen Schwierigkeiten zu leiden hatte und seine Unterstützungsanträge bei offiziellen Stellen immer wieder abgelehnt wurden, kam das Werk nicht über die ersten Anfänge hinaus. Erst als General Primo de Rivera feine Diktatur in Spa­nien antrat, wurde es besser. General Primo de Rivera, auf Alcantara aufmerksam geworden, unter­stützte ihn mit staatlichen Mitteln, so daß eine kleine, aber vollkommene Porzellanfabrit am Nordrande Madrids errichtet werden konnte. Aber auch dies­mal sollte das Unternehmen nicht von Erfolg ge­krönt fein. Nach der Diktatur hörten die staatlichen Subventionen auf, ohne die die Fabrik nicht zur vollen Entfaltung gelangen konnte, und im letzten spanischen Bürgerkrieg wurde die Fabrik von den roten Horden völlig zerstört.

Erst nach Beendigung des Bürgerkrieges konnte der Sohn Alcantaras das Vermächtnis seines Vaters aufgreifen und mit dem Wiederaufbau der Anlagen beginnen. Mit privaten Spenden, denen bald die Hilte der nationalspanischen Regierung folgen sollte, stellte er die Fabrik im kleinen Rahmen wieder her und begann zu arbeiten, freute sind die Anlagen bereits mit allem Notwendigen versehen, und die Fabrik wird in Kürze ihre ersten Produkte auf den Markt bringen.

Alcantara geht von dem grundsätzlichen Gedanken

Zeigt hat. Es ist charakteristisch, daß Großbritan­nien nicht die iranische, sondern die irakische Erdölfeuerung zu drosseln gedenkt. Irak liegt dem europäischen Kontinent näher als Iran und ist zu­dem iwch mit der östlichen Mittelmeerküste durch zwei Rohrleitungen verbunden, die von Kertuk und Mossul nach dem syrischen Hafen Tripolis (Tara- bulus) und dem palästinensischen Hafen Haifa füh­ren. Vor dem Kriege wurde ein sehr beträchtlicher Teil des nach der Mittelmeerküste gepumpten iraki­schen Erdöls nach südfranzösischen Raffinerien ver­frachtet und dort verarbeitet. Diese Möglichkeit sott beseitigt oder doch vermindert werden, indem jetzt die Evbohrung neuer Petroleumsonden auf, Jahre hinaus eingestellt wird.

Selbst wenn man diesen irakischen Vertrag zum Teil als eine kriegsbedingte Maßnahme ansieht, bleibt die Tatsache bestehen, daß Großbritannien wieder einmal die wirtschaftlichen Interessen eines von ihm abhängigen Landes mit Füßen tritt und eine Weiterführung des Wirtschaftskrieges über den Friedensschluß hinaus vorbereitet. Als sich im Jahre 1939 die rumänische Regierung etwas näher mit den ausländischen (britischen, nordamerikanischen usw.) Gesellschaften befaßte, die Konzessionen in den südkarpatiscben Petroleumbezirken erworben hatten, stellte sich heraus, daß für die Erschließung neuer Erdölterrains völlig ungenügende Vorkehrung ge­troffen worden war. Im gleichen Jahre wurde in Iran eine scharfe Pressevolemik gegen die dortige wichtigste britische Konzessionsgesellschaft für Erdöl, die British Jranian Oil Co., geführt, die gleichfalls nicht ausreichend für neue Petroleumsonden vorge­sorgt und damit eine Stagnation in der iranischen Erdölerzeugung hervorgrufen hatte. Damals wurde den Briten vorgeworfen, sie hielten die iranische Produktion nieder, um die Ueberschüsse der in an­deren Ländern (Indien, Burma, Nord-Borneo, Nie- derländisch-Jndien, Mexiko, Venezuela usw.) arbei­tenden brittschen Erdölunternehmungen nicht zu schmälern. Das jetzige Verhalten der Engländer gegen die irakische Erdölgewinnung liegt chlso völlig in der bisher verfolgten Linie.

Wenn man nach der Ursache fragt, warum die Völker des europäischen Kontinents an der poli- ' tischen und wirtschaftlichen Freundschaft der Eng­länder jrre geworden sind, so muß man auf diese Symptome der britischen Rohstoffpolitik verweisen. .Für die außenwirtschaftliche Betätigung der Briten war stets und ausschließlich ihr Gewinninteresse ausschlaggebend. Sie kauften dort, wo es im Augenblick vorteilhafter war, und wechs^ten die Lieferanten ohne Rücksicht darauf, ob der bisherige Lieferant dadurch in Verlegenheit geriet. Sie stei- gerien oder drosselten die Produktion, die sie mit chrem Kapital eingeleitet hatten, wie allein ihr Interesse es erheischte, aber nicht wie der Nutzen des betreffenden Landes es wünschenswert er­scheinen ließ. Sie haben durch Bedrohung und Be­stechung immer wieder in den ausgebeuteten Län­dern Persönlichkeiten gefunden, die ihr robustes Auftreten zu bemänteln, zu beschönigen und zu billigen bereit waren.

Europa schickt sich an, die britischen Ketten abzu­schütteln und eine Arbeitsgemeinschaft aufzubauen, bei der jeder einzelne am Gedeihen seines Kame­raden interessiett ist. Die Briten mögen dann sehen, ob sie sonstwo in der Welt also außer­halb Europas und Ostasiens Dumme finden, die ihnen die Entwicklung ihrer wirtschaftlichen Reich­tümer anoertrauen. Cr.

Größte Betonleistung derOT. Reichsrrrmister Speer meldet dem Führer über den Atlantik-Wall.

...... Im Westen 11. Mai. (DNB.) Der Chef der OT., Reichsminister Speer, erstattete dem Führer Bericht über den Bau des Atlan- tikwalles. Er meldete, daß die vom Führer bei der Planung dieses Festungswerkes befohlene Be­tonleistung bereits am 1. Mai überschritten werden konnte. Seit Baubeginn wurde von der OT. die monatliche Betonleistung am Atlantik ständig gestei­gert. Sie erreichte im März d. I. den höchsten Stand der während des Westwallbaues erzielten monallichen Betonmengen. Der April brachte eine weitere Steigerung dieser Monatsleistung um 30 v. H. und damit 'weit mehr als die einmal er­zielte Monatsspitzenleistung des Westwalles. Diese Betonmenge übertrifft die monatliche Durchschnitts- leistung am Westwall um das Dreifache. Die­ses stolze Ergebnis ließ sich verwirklichen, obwohl die günstigen Bedingungen des Westwallbaues fehl­ten. Während der Westwall noch im Frieden be-

Unsere Soldaten als Vorbild nationalsozialistischer Opferbereitfchast.

Eine Erinnerung an Andrees Polarfahrt.

Wie aus Stockholm berichtet wird, sind neue Er­innerungen an den bekannten schwedischen Polar­forscher Andree ans Licht gekommen, die für die Vorgeschichte feines Unternehmens von Interesse sind. Der Forscher, der im August 1897 mit zwei Gefährten, Strindberg und Fraenkel, zu einer Bal­lonfahrt nach dem Nordpol ausstieg und nich. zuruck- kehrte, hatte schon vorher den Plan verfolgt, von Uppsala aus die Polarfahrt anzutreten. Er hatte Stockholm für ungeeignet als Ausgangspunkt ge­halten, da er fürchtete, daß ihn von hier aus die Winde über die Ostsee treiben könnten. Daß aus dieser ersten Expedition nichts wurde, daran hatte die Gasgesellschaft von Uppsala Schuld. In einem Brief, der jetzt aufgefunden wurde, schrieb Andröe: Zu der Ausgabe für das Gas muß ich darauf Hin­weisen, daß meine Mittel beschränkt sind, da id) nur 1100 Kronen besitze, während die Ausgaben füc das Gas zweimal soviel betragen würden. Es wäre mir daher lieb, wenn man die Zahlungsbedingungen fo sehr wie möglich erleichtern würde." Die Direk­tion der Gasgesellschaft von Uppsala antwortete dar­auf demHerrn Oberingenieur des Königlichen Pa­tentamtes S. A. Andröe", daß sie, um das Unter­nehmen zu fördern, den Gaspreis auf 11 Oere für den Kubikmeter zu Lasten des Forschungsreifenden, zuzüglich der Ausgaben für die Legung der Gas­leitungen bis zu dem Ballon, herabgesetzt hätte. Andree war jedoch nicht in der Lage, auf dieses An­gebot einzugehen, fo daß fein kühner Plan zunächst ins Wasser siel. G. Kj

auch eine Zusammenkunft mit dem Nordamerika- nifchen General Clark.

Aegyptifche Politiker in Konzentrationslagern.

Ankara, 11. Mai. (Europapreß.) Die Zahl der internierten ägyptischen Politiker be. trägt gegenwärtig 72, wurde von der ägyptischen Regierung mitgeteilt. Außerdem werden in einem Konzentrationslager 2136 Personen aus verschiede­nen militärischen und kriminellen Gründen festge­halten.

USA. und Martinique.

Unterwegs zum Raub?

Lissabon, 12. Mai. (Europapreß.) Die USA. stehen im Begriff, Martinique und Guade­loupe anzuareifen. Gegen die beiden französische>r Antillen-Inseln haben sich Nordamerikanische Ein­heiten von der Insel Barbados am südlichen Rande der Karibischen See aus in Bewegung gesetzt, lieber die Stärke der dort eingeschifften Truppen liegen in. St. Pierre auf Martinique keine Berichte vor. Man rechnet aber damit, daß diese Einheiten durch» USA.-Kriegsschiffe unterstützt werden, die seit länge­rer Zeit die Gewässer um Martinique blockieren. 2n Martinique hat man mit einem solchen nord- amerikanischen Ueberfoll gerechnet, seitdem der USA.-Außenminister Horbell Hüll vor wenigen: Tagen erklärt hatte, in der Streitfrage zwischen der

gönnen, in der Heimat und mit ausschließliöb deut­schen Arbeitskräften errichtet wurde, entsteht das Befestigungswerk an der Westküste inmitten eines alle Kräfte beanspruchenden Krieges, im Frontge­biet und unter Einsatz von zahlreichen ausländischen Arbeitern. 'Frontarbeiter und Ingenieure der OT. ermöglichten diesen Erfolg als kameradschaftlich ver­schworene Gemeinschaft, die damit auch in Zukunft am Atlantik wie an allen anderen Fronten die Be­wältigung der gestellten großen Aufgaben verbürgt.

Ungünstiger als 1912/'

Englische Stimmen zum Kampf auf den Meeren.

Genf, 11. Mai. (DNB.) Wenn man sich jetzt hn Kampfe auf den sieben Weltmeeren einer Lage nähere, die sich mit der vergleichen lasse, in der sich die Anglo-Amerikaner in den letzten Monaten des Jahres 1917 befanden, schreibt die englische MonatsschriftContemporary Review", dann dürfe man bei ihrer Beurteilung nicht übersehen, daß die näheren Umstände weitaus ungünstiger seien als 1917. Der Feind befinde sich im Be- sitz einer Kette von Flugzeug- und Flottenstützpunk­ten, die vom Nordkap bis zu den Pyrenäen reichten, und halte zum Unterschied von damals die gesamte Nordküste des Mittelmeeres fest in seiner Hand. Seine innereuropäische Ernährungswirtschaft, die alle Hilfsquellen dieses Kontinents mobilisierte, schütze ihn auch vor den Auswirkungen der anglo­amerikanischen Blockade. Von scywerwieaenoen Lebensmittel- oder Rohstoffknappheiten, die schließ­lich zum Zusammenbruch der Achfennnichte führen könnten, seien keinerlei Anzeichen vorhanden, abge­sehen davon, daß die Verbündeten in diesem Kriege mehr Ernährungs- und Rohstoffsorgen hätten als im ersten Weltkriege. Habe damals der ganze Ferne Osten für die Engländer und ihre Verbündeten offen gelegen, so fei er ihnen heute durch die wei­ten Landgewinne der Japaner verschlossen.

Unterhaus hinter verfchtoffenen Türen.

Stockholm, 11. Mai. (Europapreß.) Das bri­tische Unterhaus hielt am Dienstagoormittag ohne vorherige Ankündigung - eine Geh ei m- fitzung ab. Es heißt, Außenminister Anthony

Der Apparat, der ihr zur Verfügung steht, ist sa fein konstruiert und so gründlich gestaltet, daß jede notwendige Veränderung schnellstens- vorgenommen und auf anderem Wege wieder ausgeglichen werden kann. Wenn nun die Fleischration gekürzt wird, so haben die zuständigen Stellen doch im gleichen Augenblick dgfür Sorge getragen, daß auf dem Fett- und Brotsektor ein Ausgleich geboten werden kaim, der durch die Mehrzuweifunges an Käse und Einmachzucker zeitweilig noch eine besondere Ver­besserung findet. Wenn man beispielsweise die Ver­lagerung nach dem Kaloriengehalt der weggenoni- menen und der neu zur Verteilung gelangenden Lebensmittel bettachtet, so kann man sagen, das; die Ernährung nach der Verlagerung nicht kalorien­ärmer sein wird. Während auf der einen Seite 600 Kalorien durch die Fleischkürzung weggenoni- men werden, werden zur gleichen Zeit 1100 Ka­lorien über Brot und Fett gegeben. Dazu kommt noch, daß in diesem Jahre eine viel bessere Ver­sorgung mit Gemüse und Kartoffeln erreicht wer- den konnte, so daß, im ganzen gesehen, die Ernäh- rungslage sich keinesfalls verschlechtert hat.

Das deutsche Volk kann mit berechtigtem Ver­trauen auf die deutsche Ernährungspolitik blicken. Es darf überzeugt fein, daß die zuständige Stelle, die es bisher noch immer verstanden hat, auch die schwierigsten, durch elementare Naturereignisse aus. gelösten Krisen, wie sie uns die letzten Winter ge­bracht hatten, zu überbrücken, stets in der Lage fewr wird, eine ausreichende Ernährungsbasis und damit die Gesunderhaltung des deutschen Volkes zu sichern. Im übrigen darf nicht vergessen werden, daß die deutsche Ernährungspolitik heute nicht nur für die Ernährung des deutschen Volkes allein zu sorgen hat, sondern daß an ihrer Gestaltung auch mehr oder minder die Ernährung der europäischen Völker hängt. Dieses gewaltige Werk kann nur gewähr­leistet werden, wenn es mit Vorsicht/ Wendigkeit und Verantwortung durchgeführt wird. Im übrigen: ist es ein Beweis für die Stärke unserer Ernoh- rungslage, daß die am schwersten betroffenen Luft- kriegsgebiete auch nach der Fleifchkürzung ihre Fleischzulage behalten und eine besondere Brotzu-. läge bekommen.

NSK. Der gegenwärtige große Lebenskampf ist mehr als jeder andere Krieg zuvor ein Volks­krieg, der von der Kraft und der Leidenschaft aller, von der großen revolutionären Idee des Nationalsozialismus getragen wird. Es ist eine neue Auffassung der nationalen Gemeinschaft, die heute ihre höchste Bewährung findet.

Vorbild in dieser Haltung ist und bleibt für uns alle der deutsche Soldat. Zu jeder Stunde ist er das große Beispiel; sein Denken, Wollen und Handeln ist ganz auf den großen Entzcheidungs- kampf eingestellt. Er kämpft, er darbt, .er leidet, er blutet und stirbt für das größere, von allen Sklavenfesseln erlöste Deutschland:

Aber nicht nur im Einsatz von Blut und Leben, sondern auch in seiner Einstellung zu den großen sozialistischen Forderungen unserer Zeit geht der Frontsoldat beispielhaft voran. Immer wieder be­gegnen wir in den Tageszeitungen den Meldungen, die davon berichten, daß Fronteinheiten unserer Wehrmacht hohe Bettäge für das Kriegswinter­hilfswerk oder das Kriegshllfswerk des Deutschen Roten Kreuzes gespendet haben.

Da lasen wir vor einigen Tagen, daß die U-Pan- zergrenadierbioision LeibstandarteAdolf Hitler" zum Geburtstag des Führers den gewaltigen Be­trag von 2126 512 RM. für das Kriegswmterhilfs- werk gespendet hat. Wir erfuhren von einer Spende der schweren Seestreitkräfte, bei der insgesamt 528 786 RM. für das «Kriegs-WHW. zufammenge- kommen find, wobei auf dem SchlachtschiffDir- pitz" .und dem Schweren KreuzerLützow" jedes Be- fatzungsmitglied über 100 RM. gespendet hat. Von einer Kompanie waren 60 000 ßire? der Wehr- soll) von 40 Tagen, beim Kriegs-WHW. eingegan­gen. Die ^-Panzergrenadieredivision ,T)as Reich" hatte 1527 123 RM. gespendet, die ^Ge­birgsdivisionNord" zur gleichen Zeit etwa 1175 936 RM. Wir hörten ferner von einer Flie- geMoision, bei der 181 435 RM. zusammen gekom­men sind, von einer sudetendeutschen Infanterie­

division im Dften, die 516 955 RM. aufgebracht hat, und wir könnten diese Reihe von Beispielen nach Belieben fortsetzen als ein wahrhaft eindrucksvolles Dokument wahrer Opfergesinnung unserer Front­einheiten.

Die großen Spenden der -Panzergrenadier­division LeibstandarteAdolf Hitler" und der PanzergrenadierdioisionDas Reich" sind in diesem Rahmen besonders leuchtende Beispiele n a t i o n a l s o zi alisti s ch er O p f e r g e s i n - n u n g. Sie find aus dem Wehrsold und den Er­sparnissen der Führer und Männer zusammenge- ttagen worden in einer Zeit, in der diese Divisionen der Waffen-im härtesten Kamps um Charkow Sanden, zunächst in eiserner Abwehr und dann beim ngriff und bei der Wiedereroberung dieses wich­tigen Schlüsselpunktes der Südfront. Aus ihrer welt­anschaulichen Einstellung, aus ihrem Denken und Fühlen als überzeugte Nationalsozialisten heraus sind diese Kämpfer für ein größeres Deutschland zu jedem Mehr an Einsatz und Opfer bereit

Diese Manner geben solche Betträge zu den gro­ßen sozialen Werken der Nation aus einem hohen Idealismus heraus: sie wollen ein Beispiel geben, das Beispiel eines wahrhaftigen National­sozialismus, der das Opfer für andere aus Grund­satz bejaht und überall dort die Bereitschaft dazu unter Beweis stellt, wo sie notwendig ist im Kampf der Front ebenso wie im materiellen Opfer.

Diese Haltung unserer Soldaten ist das gilt es angesichts fokher großen Beispiele mit aller Deutlichkeit auszusprechen für die Heimat eine hohe Verpflichtung. Es ist ein. über­aus eindrucksvoller Appell, der aus solchen Bewei­sen der Opferbereitschaft der Front aufklingt. Diese Zeichen enger Verbundenheit unserer Soldaten mtt der großen sozialistischen Aufbau- und Betreuungs­arbeit sind dem ganzen Volke eine so unabdingbare Verpflichtung, daß sie Heimat sich ihrer nicht oft und nicht nachdrücklich genug erinnern kann.

lei Figuren ein beredtes Zeugnis für die Begeiste« rung und den nimmermüden Eifer des Schöpfers und Leiters der Schule ab legen, der nun eine wirt­schaftlich leichtere Zukunft für sein Lebenswerk er­reicht hat. -

Spanien wird wieder nationales- Porzellan, haben, dank der Begeisterungsfähigkeit eines Mcm- nes, der das fehlgeschlagene Bemühen seines Daterr- fortsetzte und das Glück hatte, fein Werk in der neuen nationalsyndikalistischen Epoche SpMwns An­beginnen.

Eden habe in dieser Geheimsitzung über eine An­gelegenheit gesprochen, über die es nach seinen eige­nen Wortennicht ratsam" sei, öffentliche Erklärun­gen abzugeben.

Anglo-amerika«ischeFreiheii" in Tunesien.

Erschießungen. Massenverhaftungen.

Rom, 11.Mai. (Europapreß.) Don den ersten drakonischen Maßnahmen gegen die nationalen Elemente und angesehensten Destur-Führer in Tunesien berichtet die Agentur Radio Mondar am Dienstagnachmittag. Zwölf mohammedanische Patrioten sikld nach dieser Meldung nach einem summarischen Verfahren erschossen worden. Mehrere hundert Anhänger des Destur in Sfax und S o u s a wurden verhaftet und in ein in Süd- tunefien bei Ben Gardane gelegenes Konzen­trationslager übergeführt, also in eine - Ge­gend, die als der dürrste und ungesundeste Teil von Tunesien gilt. Auch aus anderen Staaten wurde eine größere Anzahl tunesischer Patrioten zur In- ternierung nach Ben Gardane auf den Weg gebracht.

Oie Ausnutzung des Raubes.

Unter dem Einflutz der USA."

Lissabon, 12. Mai. (Europapreß.) Die Nord- amerifaner planen, nach Abschluß der Kämpfe in Tunesien in Casablanca eine panafrika­nische Konferenz einzuberufen, auf der die Möglichkeit einer ,Mirtschaftlichen Erschließung" Afrikas unter dem Einfluß der USA. be­handelt werden soll, so verlautet hier in gut unter­richteten politischen Kreisen. Die Tagung soll den Weg für das amerikanische Projekt derVereinig­ten Staaten von Aftika" vorbereiten.

Der französische General Maste, ein Anhänger Giraud s, wurde zum Residenten von Tu­nesien ernannt. Maste setzte sich bereits im Früh­jahr 1942 mit dem damaligen Generalkonsul der Vereinigten Staaten in Algier Murphy in Ver­bindung, um die Landung in Nordafrika vorzu- bereiteten. Im Oktober 1942 hatte Maste in Algier aus, daß dieKeramikschule", aus der später ein­mal die neue Porzellanmanufaktur entstehen soll, sich nach Möglichkeit aus eigenen Mitteln erhalten muß. Mit einer Reihe anderer spanischer Künstler ist er daran gegangen, aus der spanischen Jugend begabte Jungen und Mädel, zumeist Waisen oder Kinder armer Familien, zu sich zu nehmen und sie als Keramiker heranzubilden. Die Kinder werden von ihm unentgeltlich unterrichtet und zum großen Teil auch ernährt und gekleidet. Die auf diese Weise entstehenden Unkosten sollen dadurch gedeckt wer­den, daß dietscuela Nacional de Ceramica neben ihrem Schulcharakter auch den eines kauf­männischen Unternehmens erhält, d. h. sie wird die gelungenen und formvollendeten Gegenstände in größerem Umfang reproduzieren und der spanischen Käuferschaft zum Erwerb anbieten. Der Erlös dieser Produktion wird im wesentlichen die Kosten für die Aufrechterhaltung und den weiteren Ausbau decken.

Bei unserem Gang durch die kleine, aber viel­versprechende Fabrik sahen wir ein Laboratorium, in dem die Mischungen der in den Provinzen Ma­drid, Toledo und Segovia gefundenen Rohstoffe: Kaolin, Quarz, Feldspat usw. ausprobiert und auch die verschiedenen Farben hergestellt werden. Vom Rohmaterial bis zum fertigen Porzellan wird alles in der Schule selbst erzeugt. Bemerkenswert ist es, daß die Fabrik einen deuffchen Brennofen besitzt und auch sonst über manche Einrichtung verfügt, die Alcantara aus Meißen und Böhmen übernommen hat. Ueberrascht haben uns vor allem die hervor­ragenden Leistungen der Anfänger kl assen, die Zei­chen- und Modellierunterricht erhalten, also prak­tisch noch nicht in die Produktion einbezogen wer­den. Es war verblüffend, mit welcher Genauigkeit und Farbechtheit 1213jährige Jungen Bilder und Reliefs auf vorgebrannten Porzellanziegeln kopier­ten, die dann durch ein nochmaliges Brenne- end- gültig fertiggestellt werden. In einer besonderen Modellabteilung entwerfen die nach drei- bis vier- jährigem Studium ausgebildeten Schüler Geschirr und Porzellaiffiguren, für die dann Formen ange­fertigt werden, um die betreffenden Stücke in be­liebiger Anzahl Herstellen zu können.

Mlt berechtigtem Stolz wurde uns als Abschluß der Besichtigung der Ausstellungsraum gezeigt, in dem das in Kürze zum öffentlichen Verkauf ge- langende dünnwandige Porzellangeschirr und vieler--

Für -ie Heimat eine hohe Verpflichtung., J*

gesehen, von der nächsten Zuteilungsperiode ab eine Veränderung der Lebensmittelrationen vorzuneh­men. Es braucht an, sich nicht betont zu werden, daß die Entschlüsse hierzu erst nach reiflicher Er­wägung im Geiste ernster Verantworllichkeit ge­faßt worden sind, und daß auch dafür gesorgt wurde, durch einen Ausgleich das, was auf der einen Seite genommen wirb, auf der anderen Sette durch andere Lebensmtt'tel zu ersetzen.

Die deutsche Ernährungspolitik im Kriege hat sich von jeher durch eine ebenso solide wie elastische Methodik ausgezeichnet. Sie hat sich nie von den: Dingen überraschen lassen, sondern ist stets mit Vorsicht und Gewissenhaftigkeit zu Werke gegangen. Dadurch ist sie Meister jeglicher Sttuation geblieben.

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