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Hermann Abendroih.

Zum 60. Geburtstage des Dirigenten. Von Max Menge, Hamburg.

In der Reche der großen Dirigenten unserer Zeft steht Hermann Abendroth, der am 11.In« nuar seinen 60. Geburtstag begeht, mit an beben* tenbfter Stelle. Besitzt doch in ihm die deutsche Mu­sikwelt einen der überragenden Meister schöpfen* scher Dirigierkunst, dessen Bedeutung für die kultu­rellen Faktoren unseres Musiklebens von weit­reichender Auswirkung ist. Denn Abendroths mar­kant profilierte Musikerpersönlichkeit macht ihn zu einem Träger künstlerischen Schaffens, das aus dem Willen zu bezwingender Leistung tiefe Im­pulse empfängt. Und aus der Verwirklichung seines leidenschaftlichen Musikertums, das Erfüllung suchte und diese aufs reichste gefunden hat, bestimmte sich Abendroths Lebensweg. Beweist ja sein künstle­rischer Werdegang die unbeirrbare Herausbildung inneren Musitoermögens, das, zur Vollendung ge­reift, die Klcmgoisionen objektiviert durch die Strahl« kraft erhellender Deutungskunst, welche das innerste Wesen der Tonschöpfungen zu erschließen vermag.

Erfüllt von der Sehnsucht- Musiker zu werden^ konnte ihm die Bestimmung zum Luchhändlerberuf keine Befriedigung gewähren. Schon nach kurzer Lehrzeit wurde der Berufswechsel vorgenommen. Als Schüler von Ludwin Thuille in München» dem geistvollen Komponisten und Harmoniker neu­romantischen Musikideals, wird Abendroth intensiv vertraut mit dem Schaffen und der Tonsprache bei? Meister um bie Jahrhundertwende und empfängt die nachhaltigsten Eindrücke, bie ihm sein Kunst­wollen stählen mit dem Idealismus des Wegberei­ters fruchtbaren Neulandes deutscher Musik.

In Thuille auch den Lehrer findend, der die Hohr Begabung Abendroths rasch zu fördern wußte, konnte er bereits 1903 als Kapellmeister des Münchener Konzertvereins amtieren. In den sechs Jahren sei­ner Tätigkeit als Konzert- und Operndirigent in Lübeck (1905 bis 1911) begann seine große Diri­gierbegabung sich immer erfolgreicher zu entfalten. Stand er hier doch an der Spitze eines Mustk­lebens, das ihm alle Möglichkeiten zu selbständigem Schäften gab. Und als Abendroth 1911 zum Städti» fchen Musikdirektor in Essen ernannt wurde, hatte er bereits eine Meisterschaft erlangt, die ihn als eine der kommenden Größen deutschen Dirigenten« turns kennzeichnetet Don Essen aus ward sein künst­lerischer Ruf im Rheinland ein hochbeachteter. 1915 zum Nachfolger Fritz Steinbachs, des berühm­ten Brahmsinterpreten, in Köln gewählt, hatte Abendroth die Stellung erreicht, von der aus ev in stetig aufsteigender Erfolgslinie zu einem der ersten Meister heranwuchs. Als Leiter der Gürze­nichkonzerte, der Musikalischen Gesellschaft und der Hochschule für Musik ward ihm das Betätigungsfeld zuteil, das der Vielseitigkeit seines reichen Musiker­tums volle Entfaltung sicherte. Hier konnte Abend- roth auch seine hohe Befähigung zum Musikerzieher dokumentieren, denn unter feiner Führung nahm die Hochschule einen Aufschwung, der ihr die unbe­strittene Stellung als bedeutsamste musikalische Bib dungsstätte der Rheinlande gegeben hat.

Durch die 1918 erfolgte Ernennung zum General» Musikdirektor der Stadt Köln und 1919 zum Pro- fessor erhielt Abendroths Wirken auch die staatliche Würdigung. Seine von schöpferischen Intentionen durchgllihte Stabmeisterschaft ließ ihn zu einem der gesuchtesten Gastdirigenten des In- und Aus­landes werden. Mit der 1934 erfolgten Berufung nach Leipzig als Dirigent der weltberühmten G e» wandhauskonzerte ward dem großartigen Ingenium seines Interpretationsaermögens eine. Anerkennung, deren künstlerische Bedeutung darin liegt, daß Abendroth als Nachfolger von N i k i s ch und Furtwängler die Stelle einnehmen kann, die dem Weltruf deutscher Musikaufführungen die geweihte Stätte bedeutet.

So steht Abendroths außerordentliche Dirigenten­persönlichkeit nunmehr im Zenit deutscher Musik­kultur. In ihm hat sie den Künstler, der aus der

Landbedarf danach ermittelt. Im wesentlichen kann er nur im Osten gefunden werden.

Der Kern des Landvolkes ist das Dollbauerntum Nach den Richtlinien des Reichskommissars für bie Festigung beutschen Volkstums soll es im Altreich wie im neu eingeglieberten Osten etwa 70 bis 75 v. H. der Nutzfläche innehaben. (Ein Dollbauernhof, Vollhufe genannt, wird so groß abgesteckt, daß der Besitz einer kinderreichen Familie bei fleißiger Aroeit die Wohlstandsbildung in jedem Falle ga­rantiert. Die Familie soll imstande sein, den Hof ohne ständiges Gesinde zu bewirtschaften, sobald wenigstens zwei Kinder voll einsatzfähig sind. Weit­gehende Anwendung der Technik in Haus, Hof und Stall und Einsatz von Maschinen auf dem Feld sind dabei selbstverständliche Voraussetzung. Die Größe einer Dollhufe richtet sich nach Bodengüte und Klima. Unter einigermaßen normalen Verhältnissen wird man mit einer Größe von 15 bis 30 Hektar rechnen dürfen Sie sollen, soweit es sich um das Altreich handelt, im allgemeinen durch Zusammen­legung von Kleinbetrieben entstehen, wobei die ein­gangs erwähnten Ausnahmen zu berücksichttgen sind.

Wieviel landwirtschaftliche Siedlungsmöglichkeiten in diesem Ausmaße in den dem Reich neu einge­glieberten Ostgebieten bestehen, ist bisher nicht mit= geteilt worden. Allgemein bekannt ist aber, daß der neue Osten des Reiches im Verhältnis zum Westen, Südwesten und Süden nur dünn besiedelt ist. Das Land dortseldst ist in großem Umfange aufnahme­fähig. Wollte man die Bevölkerungsdichte nur auf 150 pro Quadratkilometer bringen, bann märe ein Zuschuß von 4,5 Millionen Menschen notwendig. Daß dies eine Aufgabe nicht nur der Umsiedlung und Neusiedlung, sondern zugleich ein Nachwuchs­problem ist, bedarf kaum einer näheren Begrün­dung. Die Neuordnung kann aber auch erst nach dem Kriegsende beginnen. Sie wird sich in jedem Falle auf freiwilliger Grundlage vollziehen und sicher einen Zeitraum von 30 Jahren in Anspruch nehmen. Es geht jetzt um bie grundsätzliche Wende der Lage des Bauerntums, nachdem es ein Jahr­hundert lang, ganz abgesehen von den Auswirkun­gen des Raummangels, durch unglückselige wirt­schaftspolitische Maßnahmen der vornationalsozia- Wischen Vergangenheit auf die Schattenseite des Lebens gestellt worden ist. Der Ausgleich ist gerade auch nach den Anstregungen dieses Krieges unum­gänglich geworden.

Das Siedlungswerk hat durch die Erfüllung der Raumwünsche des Volkes im Osten erst seinen tie­feren Sinn erhalten. Zwar ist auch die Neubauern- fieblung durch den Krieg beeinträchtigt worden, ba alle mit der Sicherung der Landesverteidigung nicht unmittelbar zusammenhängenden Aufgaben notwen­digerweise zurückgestellt werden mußten. Abgesehen von der Seßhaftmachung der Umsiedler deutscher Volkszugehörigkeit ist die Neubildung deutschen Bauerntums in den neu eingeglieberten Ostgebieten überhaupt nicht betrieben worden. Immerhin wur­den im Jahre 1941 noch 381 Neubauernhöfe mit einer Gesamtfläche von 9600 Hektar errichtet und an bestehende landwirtschaftliche Kleinbetriebe 6745 Landzulagen mit zusammen 13 300 Hektar ausge­geben. Es wurden aber auch 17 000 Umsiedlerfami- lien auf bäuerlichen Betrieben in den eingeglie­berten Ostgebieten angesetzt, beren Gesamtzahl damit 37 000 erreicht hat.

Die Neubauernsiedlung hat sich zwar friegsbe- dingt verlangsamt, aber sie wird, wie wir aus diesenWirtschaft und Statistik" entnommenen Zahlen erkennen, entschlossen weitergeführt. Auch i m Lande Hessen hat die land es kulturelle und fieb- lungspolitische Arbeit trotz bes Krieges nicht geruht. Irn Jahre 1941 wurden immer noch 1720 Hektar Siedlungsland gegen 4343 Hektar in 1940 erworben und bereitgefteUt, allerdings keine Neubauernhöfe unb Siedlungsstellen mehr bezogen, nachdem es im Jahre 1940 noch zwei mit einer Gesamtfläche von 123 Hektar gewesen waren. Don sämtlichen Sied­lungsgebieten des Reiches stand Hessen aber im Jahre 1941 in der Anliegersiedlung bei weitem an der Spitze. Mit 4200 Landzulagen von zusammen 4800 Hektar, was einem Durchschnitt von 1,2 Hektar entspricht, hat es allein fast zwei Drittel aller im Deutschen Reich ausgegebenen Landzulagen und mehr als ein Drittel der gesamten Zulagenfläche auf­zuweisen. Hiermit verzeichnet Hessen das größte Ergebnis der Anliegersiedlung, das bisher hier oder in irgendeinem anderen Siedlungsgebiet als Jahres- ergcbnis auch in den Jahren vor diesem Kriege fest- gestellt wurde.

Das Eichenlaub für tapferen U-Boot-Kommandanten im Mittelmeer-Kampfraum.

Berlin. 9.3an. (DBB.) Der Führer verlieh das Eichenlaub zum Ritterkreuz an fiapilänleuf- nant Friedrich Guggenberger. Kommandant eines Unterseebootes, als 171. Soldaten der deut- scheu Wehrmacht.

Kapitänleutnant Guggenberger stammt aus Mün­chen und ist in Ludwigsburg beheimatet. 1934 trat er in die Kriegsmarine ein, tarn 1940 als Erster Wachoffizier auf ein Unterseeboot unb erhielt spä­ter als Komandant ein eigenes Boot. Im westlichen Mittelmeer versenkte er den britischen Flugzeug­trägerA r k Royal", der mit 22 600 Tonnen Größe, starker Bewaffnung, über 30 Seemeilen Ge­schwindigkeit, mehr als 60 mitgeführten Flugzeugen unb über 1600 Mann Besatzung zu den neuesten Flugzeugträgern der britischen Flotte gehörte. Auf weiteren Unternehmungen versenkte er fünf be^ waffnete Handelsschiffe mit über 30 000 BRT. Am 10. Dezember 1941 wurde er mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Er versenkte in der Folge wiederum Tanker und Frachter mit ninb 30 000 BRT., tor­pedierte einen Kreuzer und einen Zerstörer unb de- schädigte durch Artilleriebeschuß die Elektrizitäts- werke m Jaffa trotz der schwierigen Verhältnisse im Mittelmeer, bei außerordentlich starker Abwehr von See- unb fiuftftreitträften.

Der Wehrmachiberichi vom Gamsiag.

DRV. Aus dem Führerhaupkquartier, S. Jan. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Zwischen Kaukasus und Von. bei Stalingrad und im Dongeblet halten die schweren Kämpfe an. Die erbittert angreifenden Sowjets wurden überall zurückgeschlagen. Die an vielen Stetten sofort zum Gegenstoß antreteaden deutschen Truppen fügten dem Gegner hohe blutige Verluste zu und vernichteten zahlreiches Kriegs­material. Eine eingeschlossene feindliche Kräftegruppe wurde ansgeriebeu. 16 Panzer Wurde» vernichtet.

Die Hoffnungen unserer Feinde werden sich nicht erfüllen.

Oer Gauleiter auf einem Betriebsappell in Darmstadt.

Gauleiter unb Reichsstatthalter Sprenger sprach zu mehreren tausend Gesolgschaftsmitglieoern eines Darmstädter Betriebes über die Ausgaven der Heimat im jetzigen Kriege. Nach ber Begrüßung durch den Betriebsführer rechnete der Gauleiter mit den Hauptschuldigen ab, bie biefen Krieg bewußt herbeigesührt haben unb deren einziges Sinnen und Trachten es fei, das deutsche Volk restlos auszu­rotten. Ausgehend von der Rede Roosevelts vor dem amerikanischen Kongreß, erinnerte er an die Versprechungen, die dieser größte Kriegshetzer seinem Volke großsprecherisch geqenben habe. Roose­velt und Ehurchill sind durch ihre jüdische Versip­pung die prägnantesten Vertreter des internatio­nalen Judentums, dessen infernalischer Haß gegen alles Deutsche keine Grenzen kennt. Die Vorschläge der Feinde zur Vernichtung des deutschen Volkes, die in dem Plan eines ber engsten Mitarbeiter Roosevelts, des Juden Kaufmann das deutsche Volk zu sterilisieren, ihren sadistischen Höhepunkt fanden, zeigen nur allzu deutlich die wahren Ab­sichten unserer Gegner.

Die Weltgeschichte hätte ihren Sinn verloren, wenn unsere Gegner mit diesen dunklen Machen­schaften zum Ziele kämen. Nur das Gute könne die Welt besseren Zeiten entgegen führen. Dieses Gute stehe auf der Seite ber Achsenmächte, die für eine gerechte Sache kämpfen. In diesem Kampf gehe es

um bie Freiheit unseres Volkes, um das Schicksal jedes einzelnen Deutschen, die Sicherung jedes Ar­beitsplatzes unb um bie Zukunft unserer Nachkom­men. Das Vertrauen des Führers zur deutschen Volksgemeinschaft, die sich in den letzten Kriegsjahren zu einer unzertrennlichen Einheit zusammengefanden habe, sei gerechtfertigt und die beste Garantie für den Sieg, ber uns nicht mehr zu entreißen ist. So habe jeder bie Pflicht, seine ganze Krcrfi einzusetzen zum Wohle des Dolksganzen, um so sein Teil deizutragen zur Ge­staltung einer neuen Wett.

Dann mürbigte ber Gauleiter bie ruhm­reichen Waffentaten unserer Wehr­macht, bie auch in Zukunft überall bort, wo sie auf den Feind treffe, vernichtend zuschlagen werde. Die Aufgabe ber Heimat ist es, bie hierzu nötigen Voraussetzungen, sei es bie Herstellung ber Waften ober die Sicherung ber Ernährung unseres Volkes, zu schaffen. Wenn alle fest Zusammenhalten, so wirb die Hoffnung unserer Feinde, baß bas deutsche Volk einmal zusammenbrechen werde, niemals in Erfül­lung gehen. In diesem Kampf, ber bis zu feinem siegreichen Ende geführt wird, werden die Grund­lagen für bie Gestaltung einer besseren Wett für Jahrtausende sichergestellt, an ber jeder einzelne An­teil haben wird.

Die Partei im Dienste des Sieges

Oer Gauleiter gab dem Führerkorps den Iahreseinfahbefehl.

NSG. Gauleiter und Reichsstatthalter Spren­ger sprach am Sonntagvormittag zu dem zu einem Gau- F»ü hrerappell angetretenen Führerkorps ber Partei, ihrer Gliederungen unb angeschlossenen Verbände des Gaues Hessen-Nassau im Frankfurter Schumann-Theater. Mehr als 3000 Angehörige bgs Führerkorps der Partei waren versammelt, um vorn Gauleiter feine Befehle für bie Arbeit des kommenden Jahres zu erhalten. Der Leiter des Gaupropagandaamtes, Oberbereichs­leiter S t ö h r, meldete dem Gauleiter das Führer- korps und forderte es zu einem Gedenken aller Deutschen auf, die je für bas Reich gefallen sind. In einer Schweigeminute, die von den weihevollen Klängen des Liedes vorn guten Kameraden beglei­tet wurde, grüßte das Fuhrerkorps jene Kamera- den, die ihren Schwur für den Führer und bas Reich mit ber Hingabe ihres Lebens erfüllten.

Dom starken Beifall ber Versammelten begrüßt, nahm Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger das Wort. Er dankte den Männern der Partei für ihren Einsatz in ber kämpferischen Arbeit ihrer Aufgabengebiete. Nach einer Wertung dieser Ar­beit, deren Kriegsbezogenheit eindeutig herausgestellt wurde wies er besonders auf bie Schwierigkeiten hin, die sich burch den Frontdienst ber überwiegend größten Zahl bes Führerkorps ber Partei für bie Zurückgebliebenen ergeben habe. Er sprach allen Führern, bie zum größten Teil neben ihrer außer­ordentlichen beruflichen Anstrengung freiwillig und ehrenamtlich das Aufgabengebiet ber Partei be­arbeitet haben, feine volle Anerkennung aus. Das Führerkorps, so erflärte ber Gauleiter, durchlebe in dieser Zeit seine höchsteundbeste Bewah­rung. Schon setzt kann vorausgeschickt fein, daß es diese harte Probe voll und ganz be­standen habe. Das Geheimnis feines Erfolges bestehe immer wieder darin, daß jeder einzelne sich freiwillig als Kämpfer in die Reihen des Führers gestellt habe. Auf dieser Grundlage seien bie Äußerungen der Willenskraft, des Mutes, -ber Treue und der Disziplin, wie sie der Partei in jeder Situation zu eigen sind, Selbstverständlich­keiten,

Die Rede behandelte bann in einem umfassenden Ueberblicf die wichtigsten kriegsbedingten Aufgaben­gebiete der Partei. In einem bie Leistungen wür­digenden Rückblick stellte er bie mit der Partei er­rungenen, für die Dolksführung entscheidenden Er­folge heraus und gab bann mit Befehl und Ratschlag

Lamps- und Nahkampftliegerkräsie griffen in bie Abwehrkämpfe mit (Erfolg ein und zersprengten feindliche Kavallerie- und molorisierle Kolonnen so­wie Bereitstellungen.

Ein eigenes starkes Sloßtruppunternehmen n o r d- wcstlich Liwny rollte die feindliche Stellung in beträchtlicher Breite auf. Zahlreiche Kampfslände wurden zerstört, die Besatzungen vernichtet. Der Stützpunkt Welikije Luki behauptete sich zäh gegen heftige feindliche Angrifte. Unter rücksichts­losem Einsatz von Menschen und unter großem Materialaufwand setzten die Sowjets südöstlich des Ilmensees ihre Angriffe fort. Nach Abschuß von 21 pan z erkämpf wagen blieb der Gegner unter dem vernichtenden Abwehrfeuer liegen. Die Bombardie­rung von Stadt und Hafen Murmansk wurde planmäßig fortgesetzt, wobei ausgedehnle Brände entstanden und ein Handelsschiff schwer beschädigt wurde.

3m gesamten afrikanischen Kampfge­biet wird gestern nur geringe Gefechtstäkigkeit gemeldet. 3n Libyen vernichteten deutsche und ita­lienische Bahkampfverbände der Luftwaffe zahlreiche britische Panzerwagen und Kraftfahrzeuge. Deutsche 36ger schossen über Nordafrika 21, Flakartillerie zwei feindliche Flugzeuge ab.

Britische Flugzeuge griffen in der vergangenen Nacht mehrere Orte in Westdeutschland an. Die Be­völkerung Halle Verluste. Sechs Flugzeuge wurden abgeschossen. Die Tagesangrisfe schneller deutscher Kampfstugzeuge gegen Südenglaud wurden fort­geführt.

LIGA.,Truppen im iranischen Erdölgebiei.

Sofia, 9. Januar. (Europapreß.) Die iranische Hauptstadt Teheran ist nun vollständig von eng­lischen Truppen belegt. In den Sttaßen marschieren bauernd Patrouillen. Die letzten noch von iranischen Truppen besetzten militärischen Einrichtungen wur­den von den Briten übernommen, einige iranische Regimenter entwaffnet. In iranischen Kreisen be- mau, Nordamerikaner hätten sich der

ben Einsatz für bas Aufgabengebiet des neuen Jah­res bekannt. Die vielfältigsten Möglichkeiten, die sich bie Partei in ihren Aemtern, Gliederungen unb angefchlossenen Verbänden geschaffen habe, erfuhren dabei eingehende Behandlung. Der Gauleiter stellte dabei die gefestigte Zusammenarbeit von Partei, Staat unb Wehrmacht heraus. Sie sei entscheidende Voraussetzung für bie erfolg­reiche Aufgodenerfüllung im Dienste für ben Sieg gewesen. In allen Handlungen ber Partei habe ber Gebaute des Führers oberstes Gesetz zu fein. Die Verfassung des nationalsozialistischen. Reiches sei das Programm der NSDAP. Wo aber ein Gesetz sich an diesem Programm stoße, so stellte der Gauleiter unter dem Beifall bes Führerkorps fest, habe nicht bas Programm wohl aber bas Gesetz zu weichen..

Der Gauleiter kennzeichnete in diesem Zusam­menhang die Bedeutung des Aufgabengebietes bes Reichsv erteibigungskommifsars. Er befasse sich mit allen Angelegenheiten, die zur Er­ringung des Sieges beitragen. Seit der Errich­tung des Reichsverteibigungskommisfariats Rhein- Main fei bie Zusammenarbeit der Partei mit ben Behörden eine noch engere unb wirkungsvollere ge­worden. Die weiteren Ausführungen würdigten vor allem die feste, allen Terrorangriffen ber Briten unb allen feindlichen agitatorischen Beeinflussungen widerstehende Haltung ber Bevölkerung bes Rhein- Main-Gebietes.

Der Gauleiter schloß seine Ausführungen, die im­mer wieder vom Beifall des Führerkorps begleitet wurden, mit Worten festester Siegeszuversicht unb dem mahnenden Appell an die Partei, die Siche­rung der Volksgemeinschaft zu jeder Zeit als vor­nehmste Aufgabe anzusehen. In der Erfüllung dieses Befehles werden Front unb Heimat einen Block des Wider st andswillens bilden unb un­überwindbar sein. Wenn ber Führer mit unserer Wehrmacht am Ende unseres Freiheitskampfes das Kampffeld behaupten wird, so soll man berechtigt festste!!en dürfen, daß die Partei mit ihrem Ein­satz die entscheidende Grundlage «dieses Ringens, das nur der deutsche Sieg fein kann, gefchaften hat.

Dem Gau-Führeroppell schloß sich am Nachmittag im Adolf-Hitler-Haus eine Arbeitstagung der Gauamtsleiter, Kreisleiter und Führer der Gliede­rungen an, auf welcher der Gauleiter zu aktuellen oolksfährenden Aufgaben richtungweiseTtde Stellung nahm.

Oelvoräte unb ber Raffinerien sowie ber DelqueÜen im Süden Irans bemächtigt, während die Eng­länder ihre Streitmacht im Norden konzentrieren. Zur Unterstützung ihrer Truppen im Kaukasus haben die Sowjets auch die letzten Regimenter aus Nordiran abgezogen.

Lähmender Wirrwarr in Nordafrika.

Stockholm, 10. Jan. (Europapreß.) Die Nord­amerikaner feien über Nordafrika von einer Enttäuschung in die andere geraten, schreibt ber britischeDaily Heralb". Sie hatten erfahren, daß es dort zahlreiche Gruppen auch noch heute gebe, die zwar für Giraud, aber gegen die Nordamerikaner und wohl für be Gaulle, aber gegen England seien. Den Amerikanern beginne es zu dämmern, wie verzwickt die Verhältnisse seien, die nun von den berufsmäßigen Diplomaten des Staatsdepartements in gewohnt vorsichtiger Weise daneben unter Vermeidung kühner Aktivität gelöst werden sollen.

Nach schwedischen Meldungen aus London haben bie norbamerikanischen Zensurbehörden in Nord- afrita nun nach langem Zögern us-amerikanischcn Pressevertretern erlaubt, wenigstens einen Zipfel des über die Entwicklung in Nordafrika gebreiteten dichten Zensurschleiers zu lüften. Aus diesen Dar­stellungen ließe sich entnehmen, daß in Nordafrika alles völlig durcheinanderaehe und dort ein Kampf aller gegen alle ausgebrochen sei, ber bie militärischen Operationen völlig lähmte. Die Enthüllungen hätten bie nordameri­kanische Oeftenllichkeit völlig überrascht. Auch in der englischen Hauptstadt sei die Bestürzung über diesen Blick hinter die Kulisien des Nordafrika-Abenteuers sehr erheblich, zumal die Verhandlungen zwischen de Gaulle unb Giraud nicht vorwärtskommen. Es sei wahrscheinlich, daß bie Alliierten nicht eher an andere Unternehmungen Herangehen könnten, bevor nicht bie Lage in Nordafrika geklärt fei. Alle Forderungen, die in Nordafrika eingetretene Pause durch andere Angriftsunternehmen auszufullen, stießen auf den entschiedenen Widerstand offiziöser Kreise.Economist" schreibt, die Entwicklung in Nordafrika sei ein Schulbeispiel dafür, wie die poli­tische Kriegführung nicht aussehen dürfe. Die ÄnAp'-ANMsmF LäLtev 8M Mert DiWrULtt.

Kriegführung erst spät, von seiner politischey Kriegführung jedoch überhaupt nichts gs* lernt

Oer Tunesien-Feldzug.

Rom, 10. Ian. (Europapreß.) Mit ber BeenVft. gung ber Kämpfe zur Deckung ber Landung unb Kontrolle ber Küstenstraße war derSieg von T-w rnis" eine vollzogene Tatsache, erklärtePopolo bi Roma" in einem Bericht feines tunesischen Korrtz« fponbenten. Der Bericht schildert, wie zunächst di'S Gaulliften in Tunis am offenen Fenster gewartet hätten, um ben Kanonendonner zu hören, ber das Heranrücken ber Anglo-Amerikaner künden sollte^ Diese aber hätten sich unter schweren Verlusten an Menschen unb Material zurückziehen müssen. EH fei gegen sie ein Krieg von höchster Be» w e g l i ch k e i t geführt worden, ein Krieg betf Handstreiche, eine Folge von kraftvoll und geschickß geführten Unternehmungen. Nach ben Erfolgen bei Achse bei Djeb aiba und Tebo urb a gegen bie englischen Panzer und nach den Kämpfen b ei Qu ab na und Depienne gegen bie englisches und nordamerikanischen Fallschirmschützen, feiert durch bie Straßen von Tunis nur anglo-amerika» nische Kriegsfahrzeuge geroltt, die der Feind vert loren habe. Daraufhin hätten die Gaullisten bii Fenster geschlossen. Die Sage in Südtunis wäre durch ben Eilmarsch gelöst worden, ber in dem Augenblick zur Besetzung von Gabes geführt habe, als ber Feind von Gaffa her nur noch Mei Stunden von ber Stadt entfernt gewesen fei Verbände der Achse stellten die Verbindung mit Sfax und Sousa her, wobei sie feindlich? Einsickerungsversuche ausschalteten. Damit fei bet erste Abschnitt des Feldzuges in Tunis beendet.

Oer Verteidiger des Halfaya-Paffes.

Der Kommandeur eines Panzer-Gren ad-i er* Bataillons, Major b. R. Wilhelm Bach, gebürtig aus Steinfurt (Baden) ist am 22. Dezember irt englischer Gefangenschaft gestorbem Drei Tage lang hat er im Juni 1941 als Verteidi» ger bes Halfaya-Posses von allen Derbindungert abgeschnitten seine Stellung nicht mir gegen ein» erhebliche Uebermacht gehalten, sonbem durch kühng Gegenvorstöße dem Feinde schwere Verluste zuge» fügt unb ber Führung wertvolle (Erfunbungsergeb« Nisse geliefert. Am 29. 7.1941 verlieh ihm der Füh« rer das Ritterkreuz. Als Mitte Januar 1913 ber Gegner abermals mit weit überlegenen Kraft ten angriff, gehörte Dach zu den zähen Verteidigern der Stützpunkte im Raum. vom Sollum, bie sich bis zum Letzten zur Wehr setzten unb erst bann dort Widerstand auf gaben, als Munition unb Verpft« gung aufgebraucht waren. Dabei geriet Bach ist englische Gefangenschaft, in ber er nun gestorbest ist. Sein Name wird hri Ssieü MrikukämpleM W pp.rgefle^ bleib»A