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Montag. N-Zanuar M3

Gietzener Anzeiger

Oer Wehrmachtbericht

er.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt

Schwimmende Oelfelher und brennende Wracks

iiing abzusehen. Ein

Lankern, und zwar aus 16 vollbeladenen Tank­schiffen, bestehender stark gesicherter Geleitzug ver- » . J. i. _ A * X A AM« U > « X* . i M A A X A

tonnen der getroffenen schwerbeladenen Tanker, die

DRV.

10. Jan. bekannt:

feindlichen Kampfgruppe wurden blutig zurückge- wiesen. An der Eismeerfront setzte die Luft­waffe die Zerstörungen wichtiger Anlagen der 2T(ur- manbahn fort. In Luftkämpfen wurden acht feind­liche Flugzeuge ohne eigene Verluste abgeschossen.

In Nordafrika infolge ungünstigen Wetters keine Kampfhandlungen von Bedeutung. Die Luft­waffe bekämpfte Zeltlager und motorisierte Kräfte des Feindes.

Britische Flugzeuge griffen in den späten Abend­stunden westdeutsches Gebiet an. Die Bevölkerung hatte^verluste. hierbei wurden fünf, am Tage an der Kanalküste drei Flugzeuge abgeschossen.

Wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, führte der Ansatz einer deutschen Unterseebootgruppe gegen einen von Trinidad nach Gibraltar lau­fend en Geleitzug zu einem vollen Erfolg. Der stark gesicherte verband bestand ausschlietzlich aus großen Tankern, die Betriebsstoff nach Nordafrika überführen sollten. In hartnäckigen Kämpfen wur­den 13 Tankschiffe mit zusammen 124 000 BRT. versenkt und weitere drei Tanker torpe­diert. Die Geleitzuggruppe wurde völlig ver­nichtet. Der Verlust ihrer Ladung von 174 000 t Betriebsstoff trifft die Kriegführung der Engländer und Amerikaner in Nordafrika schwer.

Der Ministerpräsident der chinesischen National- . regierung Wan^^ivMKL, tSHexl«M.j

vom Sonntag.

Aus dem Führerhauptquarti

ongen Weg noch Westafrika zurückzulegen, um >er feindlichen Astikaftont Oeltreibstoff für die dort > ingefallenen Land-, See- und Luftstreitkräfte zuzu- )r$n.

Nachdem dieser Tonkergeleitzug über zwei Drittel seines Weges vom amerikanischen ium afrikanischen Kontinent auf dem Ozean hinter sich hatte, erfaßte ihn in den Nachmittagsstunden, i 1000 Seemeilen von der afrikanischen Küste entfernt,

zeugen werden, daß Chinas nationale Entwicklung in Zusammenarbeit mit Japan als vollberechtigtes Mitglied des ostasiatischen Großraums günsti­gere Aussichten hat, als bei der Fortsetzung des hoffnungslosen Zwistes durch Tschungking, die nur mit angelsächsischer, bestimmt nicht uneigen­nütziger Hilfe möglich ist.

In diesem Sinne begrüßt die gesamte japa­nische Presse die Kriegserklärung Chinas und die neue Abmachung zwischen Japan und National­china. So betontAsabi" besonders die erneute Stärkung der Kampffront der Achsenmächte und meint zugleich, daß Tschungkings Widerstand gegen Japan seinen Sinn verloren habe. Ministerpräsi­dent T o j o erklärte, Japan habe durch seine Waf­fenerfolge im ersten Kriegsjahr die strategischen Vor­bedingungen für den Endsieg bereits geschaffen. Mit ' dem Ueberfluß an Rohstoffen und den immer enger werdenden Beziehungen zu seinen Verbündeten Mandschukuo, Nationalchina und Thailand in Ost- asien, sowie Deutschland, Italien und den anderen Ländern in Europa, stehe Japan im Begriff, seine großen Offensiven bis zur Niederwerfung Englands und USA. fortzusetzen. Japan, das heute seine Beziehungen zu Nanking auf eine neue freundschaftliche und kameradschaftliche Grund­lage gestellt habe, könne Nationalchina als einem entschlossenen Waffenkameraden die Versicherung geben, daß es mit allen Mitteln den Fortschritt und die Stärkung Chinas fördern werde, um zu dem Wohlergehen des chinesischen Volkes beizutragen.

uchte aus der Karibischen See, dem Oel- neer Amerikas kommend, den rund 4000 Seemeilen

ein deutsches U-Boot. Auf dessen Meldung hin wurde eine Gruppe deutscher U- Boote zum Geleitzugkampf'auf diesen außer­ordentlich wertvollen Konvoi angesetzt und schon in der ersten Nacht in mehreren Angriffen ein Tan- k e r nach dem anderen aus dem Geleitzug her­ausgeschossen. Wo ein Benzintonker getroffen wurde, da lohte eine riesige über viele Stunden brennende Brandfackel hoch, ergoß sich das brennende Oel im feurigen Sprühregen ins Wasser und breitete sich als Brandfläche inmitten der Wasserweiten über viele Seemeilen aus.

Als die Morgendämmerung heraufkroch, da sahen die deutschen Ü-Boote ein grauenvolles Bild der hinter ihnen liegenden Vernichtungsschlacht mit den riesigen Oel selbem und den aus bren­nenden Schiffswracks. Sie sahen die Oel-

ausschließlich aus

Treibstoff für große Lustoffensive vernichtet.

Von Kriegsberichter Schwich.

die Reste des Geleitzuges, die getroffenen, aber noch schwirnrnfähigen Schiffe und einen großen Ma­rinetanker für die Oelversorgung der feindlichen Kriegsschiffe mit Torpedos und mit Artilleriebe­schuß an.

Das Bild dieser Tankergeleitzugschlacht, das sich aus den kurzen hier eingegangenen Funksprüchen formt, ist mit Worten nur schwach nachzuerleben. Wer je die Vernichtung eines solchen Oeltranspor- ters mit jener elementaren Urgewalt sah, dem ist dieses Bild des Grauens bis an .sein Lebensende eingeprägt. Der weiß auch, daß sich da in diesen beiden Tagen südlich der Azoren für Stunden die Hölle aufgetan hat. Was an feindlicher Besatzung auf diesen Tankern gefahren ist, das ist zum größ­ten Teil bei lebendigem Leibe verbrannt. Und jene gewaltige Energie, die in den 174 000 Tonnen Oel enthalten war und die feindliche Kriegsmaschine in Afrika, die Tanks, Autos, Flotten- und Bomben­geschwader treiben sollte, die kann sich nun nicht mehr gegen unsere Front richten.

Wenn man sich ausrechnek, 'daß ein vier­motoriger Langstreckenbomber bei 15stündigem Flug ungefähr 8 Ladelonnen Treibstoff ver­braucht. so könnte mit diesem in den letzten beiden Tagen ins Meer gegossenen und nun ver­brannten Oel eine Lufloffensive von 5 0 0 viermotorigen Langstrecken- bombern über 44 Tage hindurch geführt werden. Allein an diesem einen Beispiel erkennt man wohl das ungeheure Ausmaß des Ver­lustes, den unsere Feinde für ihre Kriegführung in Afrika durch diesen neuen überragenden Er­folg unserer U-Boote erlitten haben.

Unsere U-Boote haben mit dieser Vernichtungs- schlocht zum ersten Male in ihrer Kriegsgeschichte einen ausschließlich aus Tankern be­stehenden Geleitzug völlig vernichtet. Bis heute ver­suchte der Feind seine wertvollsten Schiffe, die Tan­ker, in anderen Geleitzügen mit unterzubringen, um ein möglichst geringes Risiko einzugehen. Wie muß es dem Feind auf den Nägeln gebrannt haben, daß er nun auf Biegen und Brechen ein so kostbares Geleit den gefahrvollen Weg über das Meer fah­ren ließ.

Im Jahre 1918 gab schon Clemenceau an Wilson seinem Notschrei nach Oel mit folgenden Morten Ausdruck:Ein Tropfen Oel ist uns ein Tropfen Blut wert!" Und nach dem ersten Weltkrieg konnten die Amerikaner ihren Verbündeten vorhalten, daß nur eine Woge von Oel die Alliierten zum Siege

Bauernsiedlung.

Von Karl Albach.

Bauer ist kein Beruf, sondern Haltung. Diese Fest­stellung könnte möglicherweise Mißverständnisse er­wecken. Doch der Führer selbst hat schon 1933 auf dem Bückeberg erklärt: Das deutsche Volk wird ein Bauernvolk sein, ober es wird nicht sein. Da aber bei der Vielgestaltigkeit eines Dolkskörpers nicht jeder einzelne Volksgenosse Kulturarbeit am Boden leisten kann, als gesundes Verhältnis der beruf­lichen Gliederung vielmehr angesehen wird, daß 35 v. H. in der Landwirtschaft, ebensoviele in Hand­werk und Industrie, ferner 15 v. H. in Handel und Verkehr angesetzt sind und die übrigen 15 v. H. sich auf öffentliche Dienste und Sonstiges etwa gleich verteilen, ergibt sich ganz von selbst, daß auch für die Aeußerung des Führers nicht der Beruf, sondern die Einstellung zum Leben, die charakterliche Hal­tung entscheidend ist.

Wir müssen, wie es auch der Begriff Blut und Boden zum Ausdruck bringt, die Arbeit am Boden und damit die des Bauern, der das Nährgut für das gesamte Volk zu schaffen hat, als die wichtigste be­greifen und zugleich wissen, daß allein die Fort­führung der Blutlinien durch kinderreiche Familien den ewigen Bestand des Volkes und des Reiches zu sichern vermögen. Das Bauerntum ist in der Ver­gangenheit vorwiegend Träger dieser Art und Hal­tung gewesen. Pflug und Schwert gehörten von jeher zusammen. Aber es ist naheliegend und dieser Krieg beweist es, daß sich diese Haltung nicht auf das Bauerntum beschränkt, sondern sich auf das gesamte Volk erstreckt.

Wer die Verhältnisse auf dem Lande kennt, weiß sehr wohl, daß es dort nicht minder als in der Stadt erbuntüchtige Familien gibt, die zwangsläufig aus­sterben, und es mag feine Richtigkeit haben, wenn dieser Anteil gelegentlich mit 5 v. H. der bäuerlichen Berufszugehörigen angegeben worden ist. Wir haben aber auch unter dem Landvolk Menschen, die ihre Veranlagung zur gewerblichen Betätigung, also zum Handwerk und zur Industrie drängt, wie ebenso geistige Berufe nicht selten der Arbeit am Boden vorgezogen werden. Diese Menschen auf dem Lande zu fesseln, wäre zwecklos, weil sie dort ohne innere Berufung niemals das Höchste an Leistung voll­bringen würden. Umgekehrt treffen wir auch Men­schen in der Stadt, bei denen das bäuerliche Blut ihrer Vorfahren wieder zum Durchbruch kommt. Sie fühlen sich unglücklich in der Stadt, streben hinaus in Gottes freie Natur, ohne daß sie jedoch bisher ihr Sehnen verwirklichen konnten.

Nachdem sich das Volk durch fein Schwert Neu­land errungen hat, wird insoweit eine grundsätzliche Aenderung gegenüber früher eintreten" Schon sind die Be- und Aussiedlungsmöglichkeiten im Reich weitgehend untersucht und neue Raumordnungs­pläne ausgestellt worden. Im allgemeinen kennt man schon die Zahl der Aussiedler, bei deren Fest­stellung die sog. Arbeiterstellen unter zwei Hektar Land, wie auch die Landarbeiter mit Zwergbesitz, unberücksichtigt geblieben sind, und hat ebenso den

Annahme von Anzeige« für bie Mittaasnummer bis 8'/, Uhr desBormittag- Anzeigen^vreile

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Vernichtender Schlag gegen feindlichen Tankergeleitzug.

1Z4000 Tonnen Oel mit 13 Tankern aus dem Wege nach Afrika durch Ll-Boote versenkt

auf die exterritorialen Rechte für feine Staatsbürger unterscheidet sich sehr wesentlich von den Verspre­chungen, die dem Tschungking-Regime von eng­lischer und nordamerikanischer Seite in der gleichen Frage gemacht wurden. Denn während die Verspre­chungen der Angelsachsen mit Wechseln auf eine höchst unbestimmte Zukunft vergleichbar sind, macht das japanisch-chinesische Abkommen ganze Arbeit und sieht die volle Wiederherstellung der chinesischen Souveränität in den bis­herigen japanischen Konzessionen und die Aufhebung der exterritorialen Rechte für die allernächste Zeit vor. Wenn Japan gleichzeitig verspricht, dem Ueber- gang der internationalen Niederlassun­gen in Schanghai und Amoy und des Ge­sandtschaftsviertels in Peking unter nationalchine­sische Verwaltungen seine Anerkennung zu gewähren, so ist das gleichbedeutend damit, daß sich dieser Uebergang ohne Schwierigkeiten vollziehen kann, da die Niederlassungen sich in Gebieten befinden, die unter japanischem militärischem Schutz stehen.

Die auf Grund der japanisch-chinesischen Ab­machungen für die nahe Zukunft zu erwartende Aufhebung der internationalen Verwaltungen in diesen drei Niederlassungen hat in doppelter Hin­sicht weittragende Bedeutung. Erstens wird damit endgültig die Axt an die wirtschaftliche Machtstel­lung der Angelsachsen in China gelegt, die haupt­sächlich auf der Exterritorialität und den inter­nationalen Niederlassungen besonders der­jenigen in Schanghai beruhte. Wie Ministerprä­sident Tojo erklärte, wird auch ohne Verzug mit der Verfügung über die Vermögenswerte der feind­lichen Untertanen in dem nunmehr unter die Ver­waltungshoheit der Nationalregierung fallenden Ge­biete begonnen werden.

Der große politische Erfolg, den die von Wan- tschingwei geführte Regierung mit der Befreiung china. So betontAsahi" besonders die erneute Machtstellung der Briten und Nordamerikaner durch dieses Abkommen mit Japan errungen hat,. ist ferner auch geeignet, weitreichende Wir­kungen auf di e innerchinesische Lage auszuüben. Wird doch mit der Aufhebung der Ex­territorialität und der Beseitigung der bevorrech­teten Stellung der unter ausländischer Verwaltung stehenden internationalen Niederlassungen und^Kon­zessionen eine der wichtigsten Forderungen Sun- paffens, des Vaters der China-Revolution, er­füllt. Man erhofft wohl nicht zu Unrecht in Tokio, daß immer weitere Kreise Chinas sich auf Grund

Das nationale China ist jetzt in selbstän-1 waltungsrechfe feiner gegenwärtig in China be­igem Entschlüsse an die Seite der Dreier- stehenden Konzessionen der chinesischen Republik , aktm ächte getreten und hat England und den zur ückzu er statten. China übernimmt feiner» ~ ~ "" - m!-f- seits die Verpflichtung, die Lebens- und Arbeits­

bedingungen der dort lebenden Japaner, zumindest im gegenwärtigen Zustand, zu erhalten, ferner das Gebiet der chinesischen Republik japanischen Staats­angehörigen für Wohn- und Arbeitszwecke zu öff­nen. Beide Mächte erklärten ihre unerschütterliche

PK. Hier ist die Befehlsstelle von Abmi- '^al DÖnitz. Was sich in den beiden letzten Tagen I m Atlantik südlich der Azoren in Höhe der kanarischen Inseln als neuer U-Boot-Kamps abge- pielt hat, das ist heute in seiner ungeheuren Aus­wirkung für die Kriegführung auf dem afrikanischen Schlachtfeld noch gar nicht in seiner vollen Auswir-

Ostasiatische Solidarität im Kampf gegen angloamerikanischenFmperialismus

Entschlossenheit, in der Führung des gemeinsamen Krieges gegen die Vereinigten Staaten und das britische Empire auf militärischem, politischem und wirtschaftlichem Gebiet eng zusammen­zuarbeiten. Japan betonte noch einmal seinen Willen, in Ostasien eine neue Ordnung auf der Grundlage der Gerechtigkeit zu schaffen und fo zur Herstellung eines dauerhaften Weltfriedens beizu­tragen.

Stärkung der Kampffront.

Tokio, 9. Jan. (Europapreß.) Die Hauptbedeu­tung der chinesischen Kriegserklärung liegt natur­gemäß nicht in erster Linie auf rein militärischem Gebiet. Eine unmittelbare Gefechtsberührung zwi­schen dem von der Nationalregierung beherrschten Gebiet und den feindlichen Mächten besteht vor­läufig nicht, wenn man von den auf der Tschungking- Seite eingesetzten nordamerikanischen Fliegern ab­sieht. Auch befindet sich die Nanking-Wehrmacht noch im Aufbau (immerhin wird die Zahl der Truppen der Nationalregierung vonAsahi" mit 300 000 Mann beziffert). Die Hauptbedeutung der national- chinesischen Kriegserklärung für die Kriegführung liegt daher für die unmittelbare Zukunft haupt­sächlich auf wirtschaftlichem und poli­tischem Gebiet. Wirtschaftlich ist mit einer noch intensiveren Einspannung der chinesischen Produk­tion sowohl auf landwirtschaftlichem wie auf indu­striellem Gebiet für die Zwecke der nunmehr ge= meinfamen Kriegführung zu rechnen. Politisch hat die Nankinger Kriegserklärung einen großen mo­ralischen Wert, weil sie die Nanking-Regierung über den Rahmen des innerchinesischen Streits heraus­hebt und damit zugleich ganz China eine große positive Aufgabe in dem Kampf gegen den britisch- nordamerikanifchen Imperialismus und beim Auf- bau des ostafiatifchen Raumes zuweist.

Unter diesem Gesichtspunkt sind auch die Zu-

vrShlsche UniverAättönickerei X. Large General-Anzeiger für Gberheffen

geständnisse zu verstehen, welche Japan dem neuen chinesischen Waffengefährten machte. Der ja- , ,

panische Verzicht aus Konzessionen in China und dieser Ergebnisse der Politik Nankings davon über.

t93. Jahrgang Nr. 8

Erictierm inglich, außer Sonntags und feiertags

Beilagen:

Gießener ^amiltenblätter Heimat imBild-DieScholle

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Monatlich .... .RM.1.80 Lustellgebüör .. -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Sernsvrechanschluß 2251 Drahtanichrift *,Anzeiger" Hvsticheck 116*6 ftrankk /M

c. sien.

Ein bemerkenswertes Ereignis in dieser Politik ist der japanische Verzicht auf alle exterritorialen Rechte und Konzessionen innerhalb der national- Hmesischen Republik. Während Großbritannien und lie Vereinigten Staaten seit über einem Jahr mit iefc Regierung von Tschunking über die Aufgabe ider Beibehaltung ihrer exterritorialen Rechte feil­schen, hat Japan dieser freiwillig entsagt und dem chinesischen Volk eine eindrucksvolle Geste seiner Freundschaft gemacht. Die vollkommene Gleich- lerechtigung zwischen Japanern und Chinesen ist auf tiefe Weife hergestellt, die anglo-amerikamsche Agi- lation von einer Unterdrückung Chinas durch Japan wirkungsvoll widerlegt. Vielleicht öffnen die Er­eignisse, die jetzt Nanking-China als Bundesgenossen cn die Seite der Dreierpattmächte geführt haben, len Tschungking-Chinesen die Augen darüber, wo Ue Interessen Chinas am besten vertreten werden.

Oie Rückgabe der japanischen Konzessionen.

Tokio, 9.Jan. (Europapreß.) Gleichzeitig mit ler schon gemeldeten Kriegserklärung der d)tnefifd)en Nationalregierung in Nanking an die bereinigten Staaten und das britische Empire gab ÜG japanische Regierung ein gemeinsam mit der hinesischen Republik unterzeichnetes Abkommen be- Icrnnt, nach dem sich Japan verpflichtet, die Pep«

Bereinigten Staaten den Krieg erklärt. Dieses Er- lignis ist von einer außerordentlichen politischen Znd moralischen Bedeutung, denn diese Kriegs- i ürflärung des nationalen Chinas ist vor allem Ausdruck des festen Vertrauens der Nanking-Re- (lierung auf den Endsieg der Dreierpattmächte. Nur [Ilie Gewißheit, daß die Dreierpaktmächte den end-

C'ültigen Sieg über England und die USA. erringen oerben, konnte die Nanking-Regierung in diesen Ütieg führen. Die von über 250 Millionen Menschen um dichtesten besiedelten, geographisch und wirt­schaftlich wichtigsten Teile Chinas reihen sich damit | im die Front gegen die anglo-amerikanischen Mächte.

Zum erstenmal seit langem sind Japaner und Chi- r.efen nunmehr in einer Kampfgemeinschaft ver- 1 unben. Daß es bazu kam, ist em stolzer Erfolg let japanischen Politik in China unb ihrer Kon- eption der Wohlstandssphäre eines größeren Ost-

getragen habe. Inzwischen haben sich die Zeiten geändert. Diese Oelwogen von 174 000 Labetonnen Treibstoff errreichte nicht mehr die afrikanische tonnen Der getroffenen fdjmerbelaöenen xanrer. Die Küste, um dort zu einem Siege der Alliierten bei- sich nicht entzündet hatten und aus denen in breitem zutragen. Sie versank und verbrannte schon in der Strom bas bunfle Oel sich ergoß. Unbeirrt burch > Mitte bes Atlantik durch den harten Einsatz un- Zerstorer, Korvetten unb Kanonenboote griffen fieserer U-Boote.

Die Abwehrschlacht im Süden der Ost­front geht in unverminderter Heftigkeit weiter. Alle Angriffe des Feindes wurden abgewiesen, hier- bei und bei Gegenangriffen deutscher Truppen wur­den 26 feindliche Panzer abgeschossen. Jnfanterie- und Panzerverbände warfen den Gegner im Zu­sammenwirken mit starken Fliegerkräften aus zahl­reichen Ortschaften und vernichteten an einer Stelle ein feindliches Regiment. In Stalingrad ört- 'iche Stoßtrupptätiakeil. Jagdflieger schossen ohne eigene Verluste 12 Sowjetflieger ab.

Im mittleren Frontabschnitt stürmten Kampf­gruppen einer Infanteriedivision 75 Kampfanlagen und vernichteten deren starke Besatzungen. Die Be­jahung von Detikije Luki leistete starken feind­lichen Angriffen auch gestern heldenmütigen wider­stand. Erneute Angriffe der Sowjets s ü d ö st l i ch des Ilmensees brachen nach hartnäckigem Ringen unter Verlust von 17 Panzern zusammen. Nächtliche Ausbruchsversuche einer eingeschlossenen