Ausgabe 
6.2.1943
 
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IRatiana" In neuer Fassung.

Die Uraufführung der Neubearbeitung der N i - «l a i OperMariana" durch Willi Hanke grüher am Gießener Stadttheater) und Dr. Max Loy findet in der Staatsoper Berlin, Unter den Laden, unter der Leitung von Staatskapellmeister Mannes Schüler und Oberspielleiter Wolf Völker stell. Die Hauptpartien werden gesungen von Paula Aucher, Franz Völker und Mathieu Ahlersmeyer.

~'v> Eeele, die sich zu höchsten Höhen geschwungen hatte, irofch Ruggero Rugqeri, ein bedeutender Schauspieler, hat " Titelrolle inne.

Bekanntmachung.

Nachtrag zur Satzung über die Erhebung einer Wertzuwachssteuer.

Auf Grund von § 3 der Deutschen Gemeinde- nung und Art. 10 Ziff. 3 der Griten Hess. Der- nung zur Durchführung der Deutschen Ge- indeordnung vom 1. Avril 1935, sowie von Art. 4

Gesetzes zur Abänderung des Fmanzausglerchv- sührungsgesetzes vom 1. dtovember 1938 wrrd den nach Beratung mit den Ratsberren er- rgenen Beschluß des Oberbürgermeisters vom uar 1943 mit Genehmigung des Relchs- alters in Hessen Landesregierung für Stadtkreis Gießen die folgende

. Nachtragssteuerordnung

Klassen.

§ i

Die Absätze 2 und 3 des § 25 der Steuer- Kinung vom 16. März 1939 werden außer Kraft teirtzt.

8 2

Diese Nachtragssteuerordnung tritt mit Wirtting ton 1. Januar 1943 in Kraft. l428C

Gießen, den 28. Januar 1943.

Der Oberbürgermeister.

I. B.: vr. Hill.

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Wilhelm Sülle«, ging auf großflächige WidersMa. Mg des ottontzchen Zeitgeistes aus.

Leonhard Kupfer. Rudolf Herzog f.

Der Schriftsteller Rudolf Herzog ist in Rhein- hreitbach im Alter von 73 Jahren g e stio rben. Herzog, der aus Barmen stammte, war zunächst ßls Journalist in Berlin und Hamburg tätig, be- Iann seine literarische Tätigkeit als Draanatifer und atte jpäter mit seinen Unterhaltungsrmnanen aus­gesprochene, durch hohe Auflagenziffern gekennzeich- pete Publikumserfolge: zu feinen bekanntesten Ro­manen gehörenDie Wiskottens", .Hanseaten,Die ktoltenkamps und ihre Frauen" undDie Buben )er Frau Opterberg".

Professor Dr. Otto Schwell gestorben.

Der Botaniker und Zoologe Professor Dr. Otto ?chmeil ist nach längerer Krankheit an seinem 3. Geburtstage in Heidelberg aestorb en. Am .Februar 1860 in Großkugel (Proo. Sachsen) ge- oren, studierte er Naturwissenschaften in Halle, war ann Volksschullehrer und Gymnasiallehrer, wurde 904 zum Professor ernannt und lebte später als lrivatgelehrter. Er schrieb zunächst über Ruder- ißer, über Pflanzen der Heimat und über die Re- prmbeftrebungen auf dem Gebiete des naturkund- chen Unterrichts. Seine Lehrbücher und Leitfäden er Tier- und Pflanzenkunde erreichten auch im jluSlande sehr hohe Auflagen.

Neuer Intendant in Wiesbaden.

Der Generalintendant der Königsberger Städti- hen Bühnen, Max S p i l k e r, ist von der kom- enden Spielzeit ab als Nachfolger von General- rtenbant v. Schirach zum Intendanten am eutschen Theater Wiesbaden bestimmt worden, lor seiner Berufung nach Königsberg war Spilker, tr als lyrischer Bariton einen Namen hatte, Leiter tr Pfalzoper Kaiserslautern.

vom Theater.

Lucie Höflich inszenierte das SchauspielDas Rinde Herz" von Heinz Becker für eine Gastsviel- rufe. Lucie Höflich spielt in dem Stuck die Äma- Fia.Tanais", ein Schauspiel von Wilhelm Üüller-Scheld, kommt im Hessischen Landes- tieater Darmstadt zur Uraufführung. Hermann vudermannsEhre" kam im Belgrader Künstler- feeater mit großem Erfolge heraus.

Ein italienischer Napoleon-Film.

In Italien sind die Arbeiten zu einem Film über Napoleon I. beendet worden, der den Titel trägt: Lapoleon auf Sankt Helena". Er ist von Renato Simoni, Mitglied der Akademie, gestaltet. Fern vom Echo der Schlachten und vom Glanz des jjofes erzählt der Film nur die Tragödie einer

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Wie viele längst vergebene Arzneipackungen kommen manchmal wieder zum Borlchein. Beffer als man weiß, ist oft für den Krankheitsfall geiorgt.

Nun aber, künftig erst die angebrochenen Packungen aul- brauchen, bevor eine neue gekauft wird!

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Wir geben unsere Verlobung bekannt

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Kirchliche Anzeigen.

(G. = Gottesdienst, KG. = Kinder, aottesdienst, HG. = Hauvtgottes* bienst, HG.-Abendrn. -- Haupt« gottesdienst mit Beichte und Abendmahl.)

Gießen. Sonntag, 7. Februar.

Stadtiirchc. 10, Schmidt -11 KG^ Matth.-Gern.; 16, Becker.

Johanneskirche. 10, Liz. Drom­mershausen; 11.15 KG., Luk^ Gemeinde.

Kapelle Alter Friedhof. 10, De­kan Schmidt; 11.15 KG.

Kapelle Wetzlarer Weg. 10>

Schaad; 11.15 KG.

Gietzen-Klein-Linden. 10, Schul­theis; 11.15 KG.

Gießen-Wieseck. 10 G.

Hungen. 10, Schäfer.

Lich. 10: Kahn. Kollekte. 13.30t KG.

Evang.Ltadtmission,Löberstr.l4. Sonntag, 7. 2., 9 Andacht; 13.3Q S.-Sch.; 16 Predigt u. Abendm.

Mittw., 10. 2., 20.15 Bibelstunds^ Freie evang. Gemeinde Gießen, Zu den Mühlen 2. Sonntag, 7. 2., 9.45 Erbauungsstunde; 11 Sonn.« tagschule; 15.30 Gemeindestunde^ Evang. freikirchliche Gemeinde Gießen, Gartenstr. 13 l früher! Baptisten u. B.f.C.). Sonnta« 7. 2., 11.15 KG.r 15.30 G.

Die Jdeedes Reiches steht über allem deut­schen geschichtlichen Denken, so wie das Reich am Anfang der deutschen Geschichte ist. Drei Faktoren bestimmten es raumvolitische Gegegebenheiten, die Reichsidee, die AusbiwunS eines staatlichen Be­wußtseins. Wenn zur Zeit Karls des Großen der Rhein die Lebensachse des Reichsgebietes war, so verschob sich diese im weiteren Verlauf immer mehr nach dem Osten, wohin die Ueberschüsse des Volkes strömten. Dieser Vorgang vollzieht sich in zwei ge­trennten Richtungen gegen Nordosten und gegen Südosten.

So entsteht eine natürliche Dreiteilung des deutschen Raumes: im Westen der Mutterboden der Altstämme und im Kolonialland des Ostens einer­seits Oesterreich und anderseits Preußen. Schon damals im ersten Mittelalter zeichnet sich das ab, was man diezwei Leben" des deutschen Volkes nennen könnte: das eine auf der höherene Ebene der über dem Ganzen stehenden Reichsidee und das andere in der Abgegrenztheit des einzelnen land­schaftlichen Lebensraumes.

Der weitere deutsche Weg ist zunächst der von der Einheit zur Zersplitterung. Im Gegensatz zur westeuropäischen Entwicklung wo nach Ueberwinduna der Gefahr des Feuoalismus Nationalstaaten entziehen zerfällt das Reich im­mer mehr in Territorien.

Daneben ergibt sich freilich auch eine gewisse Aus­gliederung der nationalen Willenseinyeit. Schon im 13. und 14.Jahrhundert bildet sich ein deut­liches Nationalgefübl. Dor allem dort, wo das Deutsche mit dem Fremden in Berührung kam, hat sich das Bewußtsein des eigenen Wertes beson­ders früh ausgebildet. Wir in der Ostmark erlebten dies ja an uns selbst noch vor wenigen Jahren. Und es war darum auch damals kein Zufall, daß sich im Südosten recht bM ein starker deutscher Sinn entwickelt hat und wie wir gerade am Wiener Hof eine Hochblüte deutscher Kultur festztellen kön­nen.

Der Dreißigjährige Krieg brachte den Entzchel- dungskampf zwischen Kaisertum und einzelnen Für­sten. Damals auch wird der deutsche Boden Aus­tragungsort für die machtpolitischen Gegensätze fremder Staaten. Es war dies der Sieg der fran­zösischen Tendenz, um sich dann im Westen Stück um Stück deutschen Dolksbodens zu rauben.

Das Reich war im Westfälischen Frieden macht­los geworden, der Kaiser konnte den Schutz der Grenzen im Ollen und Westen nicht ohne lang­wierige Verhandlungen mit den bewaffneten Reichs­ständen sicherstellen. Das Reich war keine völker­rechtliche Persönlichkeit mehr. Aber bis auf Napo­leon war der Glaube an Kaiserund Reich in den Herzen von vielen lebendige Kraft, der Glaube daran, daß das Reich immer noch das erste au sein berufen sein sollte, war tiefe seelische Bin­dung. In den Augenblicken größter Gefahr hatte das deutsche Volk immer wieder das Bewußtzein,

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4. Februar 1943 _____________________0/23/

daß hier Werte gegeben waren, die das Blutopfer rechtfertigten.

Wenn auch Frankreich in den Raubkriegen unter Ludwig XIV. dies und jenes im Wellen ab riß, das Schlimmste blieb doch verhütet durch Die Zusammen­ballung der zersplitterten deutschen Kräfte. Ebenso im Osten: Die Befreiung Wiens von den Musel­manen im Jahre 1683 war das Werk aller deutschen Stämme. Freilich erlahmt dann und wann wieder der Schutz der Grenzen, es siegen die Einzelinte­ressen über das Gesamtinteresse. Doch ist dies nicht die durchgehende Tatsache. Das Reich bleibt bin­dende se elische Kraft.

Don 1740 an tritt das deutsche Schicksal in eine neue Phase. In Preußen kommt eine einzigartige Persönlichkeit zur Führung, die aus diesem Staate eine europäische Großmacht gestaltet: Friedrich der Große. Diese Entwicklung ist im Gegensatz zum Südosten vor allem durch einzelne große Män­ner angebahnt und weitergetrieben worden. Der deutsche Dualismus, der sich so auskristal­lisiert, hat zunächst zerreißende Wirkung, das Reich konnte das Neben- und Gegeneinanderstehen zweier Großmächte in seinem Raume nicht ertragen. So kommt es auch zu einer stärkeren Ausprägung des österreichischen und preußischen Wesens in dieser Zeit. Dabei ist beiden ihr eigener Wert zuteil Seworden. Im Südosten das musikalische Genie, die ufgeschlossenheit allem Geistigen gegenüber, int Norden der Staatssinn, der Opfersinn.

Dieser deutsche Dualismus erfaßt jedoch nicht das Ganze der Natton und kann die Einheit des Reiches nicht vernichten. Aber es mußte ein ganz großer Anstoß von außen, die Bedrückung des ge­samten deutschen Volkes kommen, um neue Kräfte zu wecken und eine neue Zeit heraufzuführen. Aus der kurzen Zwischenzeit französischer Herrschaft über das deutzche Volk wachsen die Freiheits­kriege, in denen die deutschen Volkselemente aus allen deutschen Einzelstaaten z-usammenwirken. Es ist ein Volkskrieg, den Preußen führt. In diesem Staat erblicken alle den Hort der Nation. Daneben steht der Kabinettskrieg der alten Staaten wie Oesterreichs, der auch entscheidenden Anteil am Zusammenbruch des französischen Kaiserreichs hat.

Der Drang nach einer staatlichen Einheit des deutschen Volkes hat bis etwa 1830 feinen Rückhalt in Oesterreich gesehen, in dem einem Manne wie Kleist die alte Kaiserüberlieferung noch lebendig erschien. Später wiro es aber klar, daß wohl das deutsche Element der Trager dieses Staates ist, während jedoch zahlenmäßig fremdes Volkstum überwiegt. In Preußen aber ist dies nicht der Fall. Es kommt darum schon vor 1848 zu einem Umschwung des ideellen Schwergewichts der Natio­nalidee von Oesterreich nach Preußen.

1848, das tiefe Zäsurjahr, bringt den Versuch, vom Volk aus die deutsche Einheit auf freiheitlicher Grundlage neu zu schaffen. Er mißlang, da die Zer­

schlagung der alten Staatskörper damals eine Un­möglichkeit war. So bildete sich die klein« deutsche Richtung. Es kommt eine Zeit der Experimente: Preußen versucht, einen freiwilligen Anschluß anderer Staaten an sein eigenes Gebiet durchzuführen. Dieser, ebenso wie andere Versuche etwa der einer neuen Mitteleuropaordnung von Wien aus scheiterten aus internationalen Grün­den. Der österreichisch-preußische Gegensatz verschärft sich immer mehr. Nach weiteren vergeblichen Ver­suchen und vorübergeyendem Zusammengehen der beiven Rivalen bringt das Jahr 1866 den Ent­scheidungskampf. In diesem Kampfe wurde nicht bloß Altes zerstört, sondern auch Neues geformt Wohl war es ein Bruderkrieg aber ohne schmerz­liches Werden wird Neues nicht geboren. Adolf Hitler hat in seinem Buche mit der ihm eigenen Intuition erkannt, daß nicht erst 1871, sondern s ch o n d am al s die Grundlagen des neuen Reiches geschaffen wurden. 1866 bedeutet das Ende des alten deutschen Bundes.

Nach Verkündung des Zweiten Kaiser­reiches im Jahre 1871 trennen sich die Wege des österreichischen und des reichsdeutschen Deutschtums. Im neuen Reich blüht die Wirtschaft und das gei­stige Leben, es erringt sich eine immer mächtigere politische Stellung, vergaß dabei freilich oft die außerhalb der Grenzen lebenden Deutschen. Dio Staatlichkeit wird nicht selten über die Dolklichkeit gestellt. In Oesterreich hingegen wird das Leben des vom Kernland getrennten deutschen Elements immer schwerer. Gesinnungskonflikte ergeben sich aus der Anhänglichkeit an den alten Staat, aus dem Bewußtsein, einen Posten halten zu müssen einerseits und aus dem Drang zum Hauptkörper des Volkes anderseits.

Das Anwachsen der drohenden außenpolitiscken Gefahren führte schließlich zur Entladung i m Weltkrieg, der freilich das deutsche Volk wieder in einer Front zusammenschließt. Er bringt das Große mit sich, daß ein neues Einheitsde- wußtsein ins deutsche Volk kommt. Dadurch auch nur war es möglich, daß das Unglück des Zu­sammenbruches überdauert wurde und daß sich neue Kräfte aus dem Innern der Nation aufringen konnten, die erst wirksam wurden, als sie unter der Führung eines einzigen Mannes zusammengefaßt wurden.

Es ist das tief bewegende Erlebnis der jüngsten Zeit, daß der alte groß deutsche Gedanke zum Lebenssieg gelangt ist und die Einheit der Nation wieder hergestellt wurde, stark wie noch nie. Dieses im alten wurzelnde und doch ganz neue Großdeutsche Reich hat nun auch di e Blut­probe wieder überstanden. Nun bewährten sich alle deutschen Stämme auf den Schlachtfeldern vom hohen Norden bis in den tiefen Westen, und ge­rade wir Ostmärker sind besonders stolz auf das Heldentum unserer Soldaten bei Narvik. Blut kittet das jahrtausendalte Reich auf unabsehbare Zeit zu­sammen. Nur eines ist dazu nötig: d i e Liebe zu Volk und Reich, die Hoffnung auf Volk und Reich, der Glaube an Volk und Reich.

Hcmphchrlstleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bei Hauptschristleiters: Ernst Blumschcin. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W- Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thuriot; für Stadt Gienen, Provinz. Wirtschaft und Sport: Emst Blumschein.

Trucl und verlas,: igrühlsche Unwersüätsdrucleret R. Lange K. G. Derlagsletter: Tr.-Ina. Erich Hamann: Anzeigenleiter: Hane Beck.

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