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Aus dem Reich
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ihre Kampferlebnisse und Erfahrungen berichten und verbrachte mit ihnen einen Stunde in anregendem Gespräch.
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Das Ende des bolschewWschen Vandilentums in Bosnien.
bleibender Leistung und wachsender Zahl der Boote.
Wenn man von Fortentwicklung auf verwandtem Gebiet reden soll: Das von England erfundene und mit allen Mitteln verteidigte Seerecht schweigt :n diesem Kriege, ihm ist der Atem ausgegangen. An seine Stelle trat die deutsche Prisenord- n u n g. Seit dem Jahre 1780 war die britische Praxis von dem klassischen Spruch des Prisengerichts der Admiralität geleitet, der in vielen. Variationen wiederkehrte: „England blockiert alle feindlichen Häfen und nimmt alle feindlichen Güter weg, dank feiner günstigen Lage. Es ist berechtigt, aus dieser Lage Nutzen zu ziehen, denn diese ist ein Geschenk der Vorsehung." Seine Gegner haben sich erlaubt, von Norwegen bis zur Biskaya und Kreta und von Singapur und den Salomonen bis zu den Meuten der Vorsehung nachzuhelfen und den Seekrieg unter ihr Gesetz zu stellen. Das Ergebnis ist eine Erschütterung dieser feindlichen Seeherrschaft, die gebietsweise bis zu ihrer Beseitigung geht. Am Ende dieser Entwicklung steht die Aufhebung ihres Anspruchs auf Universalität, ein Gleichgewicht zur See und eine Dreiteilung zwischen Europa, Amerika und Ostasien, gleich der Verteilung der Groß- wirtschastsräume.
Wenn bei den Formen des Seekrieges i n e u r o- p ä i s ch e n und atlantischen Gewässern eher von einer Fortentwicklung zu sprechen ist und an die Stelle dec Seeschlacht die „G eleitzug-- schlach t" trat, so vollzog sich in O st a s i e n Revolutionäres. Es hatte außerhalb -jeder Erwartung gestanden, daß eine Seemacht ihre Kampfflugzeuge über 6000 km heranführen und damit große Flottenteile vernichten und einen Stützpunkt entwerten konnte, wie die Japaner bei Pearl-Harbour. Bei der Vernichtung der englischen Schlachtschiffe bei Kuantan (10.12.41), bei den Siegen in der Java- See (Ende Februar 1942) stand die Luftwaffe der Marine allein oder in der ersten Linie, heran-
England verlor vom Ausgangsbestcmd seiner ein Drittel der Schlachtschiffe, mehr als die der Kreuzer und Zerstörer, fast 100 v. H. U-Boote, und die USA.-Flotte wurde nach
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riesigen Lücken nicht schließen und n^uß sich ttotz aller Hochstorganisation zwischen Handelsschiffen, Sicherungsfahrzeugen und Kampfschiffen, dazu die dauernden Reparaturen von durchschnittlich — nach nordamerikanischer Angabe — 21/1 Millionen BRT. zersplittern. Das Ergebnis ist der gegenwärtige Engpaß, der weder den geforderten Nachschub für das schwer angeschlagene Sowjetrußland, noch für di« „52 Expeditionen und 225 Äützpunkte Roosevelts, geschweige denn die ausreichende Versorgung Englands oder gar Tschungkings gestattet.
Der Kernpunkt der gesamten Kriegslage verbleibt demnach neben dem siegreichen Widerstand im Osten beim Erfolg und Ausgang unseres zur Totalität gesteigerten Seekriegs gegen die ozeanischen Wege. Selbst der Terror-Luftkrieg gegen Europa, der von den Tankerladungen und Flugzeugttans- porten nach England und Nordafrika abhängt, sowie die Aussichten neuer Invasionen, überhaupt das ganze strategische System unserer Feinde stehen in seinem Zeichen, ganz zu schweigen von den Luftschlössern und Phantasien über Nachkriegsprobleme, die vor der drohenden Wirklichkeit zer- flattern.
Heftige Kämpfe in Tunesien.
Rom, 1.April: (DNB.) Der italienische Wehrmachtbericht vom Donnerstag gibt bekannt: In Tunesien gehen die Kämpfe besonders heftig an den Nord- und Mittelabschnitten der Front weiter. Im Südabschnitt wurden im Verlauf von Bewegungen zur Verkürzung der Frontlinie Gabes und El Hammä geräumt. Sturzkampfbomber griffen feindliche Batterien und Ansammlungen von Panzerwagen an. In Luftkämpfen wurden 11 Flugzeuge durch deutsche Jäger abgeschossen. Ein starker Verband mehrmotoriger Flugzeuge warf Spreng- und Brandbomben auf Cagliari ab, die 60 Tote und 62 Verletzte der Bevölkerung
Liebespaar am Gonntagmorgen.
Von Peter Scher.
sJtein, wahrhaftig — so freudig und hell hatten die beiden jungen Leute noch niemals eine Lerche jubilieren hören!
Es war ganz früh an einem Sonntag, und weit und breit sich man keinen Menschen. Nur eine hübsch getigerte Katze saß regungslos auf der grünen Wiese und belauerte irgend etwas.
In der Ferne sah man einen Turm mit einem Zwiebelknopf, und über die ganze Gegend hin ragte eine uralte Ruine, die vielleicht einmal ein Schloß gewesen war, in den vergißmeinnichtblauen Himmel.
Was die beiden jungen Leute anbelangte, so konnte man im übrigen nur neidvoll seufzen: Ach — s o verliebt zu sein!
Auf einmal erhob sich vor beiden mit surrendem Laut aus einer Ackerfurche eine Lerche und kletterte in den Himmel.
Was war die Folge? Der junge Mann küßte das junge Mädchen, das nun eine Weile träumerisch an ihn gelehnt dastand und vielleicht darüber nachdachte, wie merkwürdig es sei, daß alle Lerchen seit Menschengedenken an ihren bunten Liedern in die Lust klettern.
Aber ... siehe da ... was war das nun wieder? Der junge Mensch, der noch eben voll Feuer seinen Mund auf den des Mädchens gedrückt hatte, schien sich mittlerweile in Gedanken weit entfernt zu haben.
Er sah der Lerche nach, die immer höher stieg und wie unter einer schimmernden Glocke so inbrünstig sang, daß man'das Beben ihres winzigen Körpers zu fühlen meinte.
Dem jungen Mann war — seltsamer Gedanke! — ganz plötzlich so, als ob er selbst sich in der Lerche befinde. Er war vielleicht ein Flieger, dem die Vor- 1 stellung nahelag, daß er aus unendlicher Höhe auf
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sowie schwere Schäden an Gebäuden verursachten. Unsere Jäger schossen drei viermotorige Flugzeug« ab.
Oer Führer überreicht Generaloberst Gariboldi das Ritterkreuz.
DNB. Aus dem Führerhauptquartier, 2. April. (Funkspruch.) Der Führer begrüßte am Donnerstag in seinem Hauptquartier im Beisein des Chefs des Oberkommandos, der Wehrmacht, Generalfeldmarschall Keitel, den Oberbefehlshaber der an der Ostfront eingesetzten italienischen 8. Armee. Dem Generalobersten Gariboldi wurde bei diesem Besuch auch das ihm verliehene Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes vom Führer persönlich überreicht.
Gandhi soll widerrufen.
Bangkok, 1. April. (Europapreß.) Dem Mahatma Gandhi ist es weiterhin streng verboten, den Besuch seiner Freunde im Gefängnis zu empfangen. Der britische Vizekönig, Lord Linlithgow, hat dies Verbot erneut in einem Memorandum ausgesprochen, das er führenden indischen Politikern, die den Mahatma besuchen wollten, zu- schicken ließ. Der Dizekönig erklärte, die britischen Behörden seien zu einer Lockerung der Haftbestimmungen für den Mahatma nur bann bereit, wenn Gandhi die von der Kongreßpartei im August vergangenen Jahres angenommene Entschließung für null und nichtig erkläre. Ferner müsse er die durch
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den japanischen Aufstellungen in summa mehr als halbiert. Der Schiffbau konnte und kann diese
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Beispiel, Vorbild und Rückhalt.
Reichsorganisationsleiter Dr. Ley besuchte Gebiete des Gaues Westfalen-Süd, darunter Dortmund, Bochum und das Siegerland, um sich in Betrieben von der unverminderten Höchstleistung der Rüstungsfertigung zu überzeugen. Ferner besprach Dr. Ley mit Vertretern der Wirtschaft aktuelle Fragen der Menschenführung, des Leistungseinsatzes sowie einer, weiteren Ausdehnung der Rüstungsproduktion unter Ausnutzung aller Möglichkeiten, die neben der technischen Rationalisierung in der immer stärkeren Aktivierung des Leistungswillens der Schaffenden und in der restlosen Erfassung der vielseitigen Fähigkeiten des deutschen Volkes liegen. In seinen Reden in Siegen, Dortmund und B o- d)um sagte er, jeder Aktivist der Partei hab« bis zum letzten Blockleiter und Jugendführer die Pflicht, durch seine klare politische Haltung und sein persönliches Leben Beispiel und Vorbild und zugleich damit anderen Volksgenossen Rückhalt zu sein. Die Partei kenne keine politischen Pensionäre, sondern nur unermüdlich für die deutsche Sache werbende Streiter. Je härter die Zeit werde, um so fester sei die Haltung der Nation und um so größer werde unser Glaube an Deutschlands Zukunft. Jede Hoffnung des Gegners auf eine innerpolitische Schwä-
die Ereignisse des vorigey Jahres angezettelte Rebellion offen verdammen und sich bereit erklären, der Regierung über sein weiteres Auftreten annehmbare Zusicherungen zu geben.
Hungersnot
im Tfchungking-Ge-iei.
Buenos. Aires, 1. April. (DNB.) lieber die Hungersnot in der teilweise von Tschungking beherrschten chinesischen Provinz H o n a n veröffentlicht die nordamerikanische Wochenschrift „Time" em Telegramm ihres Korrenspondenten. Danach sind in Honan infolge der Mißernten der letzten Jcchre mehr als 5 Millionen Menschen buchstäblich verhungert. Weitere 3 Millionen haben in einem entsetzlichen Leidenszuge die Provinz verlassen, doch sind sie zum grasten Teil auf den Landstroßen elend umgekommen. Die Verhältnisse hätten sich deshalb so zugespitzt, weil die Tschungking-Regie- rung alle Lebensmittel beschlagnahmt hat. Man habe den Bauern nur die Hirseernte lassen wollen, doch sei diese infolge übergroßer Trockenheit völlig äusgesallen. Infolgedessen hätten nur Regierungsbeamte und Soldaten ausreichend zu essen, vor den Augen der verhungernden Bevölkerung feierten Tschungking-Offiziere häufig Bankette, bei denen.den Gästen 15 Gänge vorgesetzt würden. Die amerikanische Hilfe sei völlig unzureichend. So habe man an mehrere tausend Flüchtlinge nur sechs Sack Klei« verteilen können.
SA -Oberführer Sütz gefallen.
J15(5. Bei den schweren Kämpfen im Osten ist am 7. Mürz SA.-Oberführer Süß bei der Abwehr eines bolschewistischen Panzerangriffs gefallen. Ein kämpferisches Leben für Deutschland und für den Führer fand damit seine Erfüllung. SA.-Oberführer Süß führte die Standarten J 33 in Wehlar und J 11 in Marburg. Bon 193$ bis 1940 war er Leiter der Gruppenschule. Dann berief ihn die Oberste SA^Führung in ihren Stab. Die Gruppe Hessen trauert um einen ihrer Besten. Znfanterie-Oivision-Großdeutschland" in der Abwehrschlacht.
Berlin, 1. April. (DNB.) Die aus Freiwilligen aller deutschen Gaue bestehende Infanterie-Division „G r o ß d e u t s ch l a n d" hat Unter Führung chres Kommandeurs, Generalleutnant Hörnlein, in achttägigen schweren Angriffskämpfen w e ft l i ch Bjelgorod starke feindliche Kräfte zerschlagen und mehrere Städte erstürmt. Uni ihren Angriff zum Stehen zu bringen, warf der Feind der Division Panzerkräste in Stärke eines Panzerkorps und mehrere Schützendivisionen entgegen, die in dreitägigem erbitterten Ringen ebenfalls schwer angeschlagen wurden. Vom 7. bis 14. März hat die Division vernichtet: 95 Panzer, 259 Geschütze aller Art und an den beiden folgenden Tagen weitere 73 Panzer. Generalleutnant Hörnlein, der während dieser Kämpfe seine Truppen stets in vorderster Linie geführt hat, erhielt, wie bereits gemeldet, das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Er wurde 1893 als Sohn eines Superintendent ten in Bluethen bei Karstedt (Mark Brandenburg) geboren. Nach dem Besuch der Hauptkadettenanstatt ■ trat er 1912 als Fähnrich in das Infanterie-Regiment 140 ein. 1941 wurde er Kommandem des Infanterie-Regiments „Großdeutschland", im Frühjahr 1942 Kommandeur der Infanterie-Division „Großdeutschland" und 1943 Generalleutnant.
Oie Sieqer von Charkow bei Or. Goebbels.
Reichsminister Dr. Goebbels empfing eine Abordnung der ^-Panzer-Grenadierdivisionen Lerb- standarte M „Adolf Hitler", „Reich" und „Totenkopf", die sich bei den Kämpfen im Raum von Charkow und bei der Wiedereroberung von Charkow
linien aufbauten, wurden sie im Sturm bezwungen.
In einem infernalischen Kehraus wurde ihrer Macht jedoch durch deutsche Divisionen, an die sich kroatische und italienische Verbände anschlossen, in diesen Wochen das Rückgrat gebrochen. Schneller, als sie einst gekommen, mußten sie Dörfer und Städte wieder preisgeben, ein Bild der Verwüstung zurücklassend. Die Kirchen waren geschändet, die Glockentürme und Minaretts der Moscheen gesprengt, Schulen und öffentliche Gebäude ausgebrannt. Die Apotheken und Aerztewohnungen waren geplündert, alle Läden ausgeräumt, die Gastwirtschaften wahre Trümmerhaufen, die Kasernen Brutstätten von gangen Heeren von Ungeziefer. Die Bevölkerung, teilweise geflohen, kehrte müde und apathisch zurück. Ihr Hab und Gut war vernichtet, ihre Herden waren geschlachtet, ihre Häuser verkohtt oder eingestügrt.
Jetzt ist es nun Aufgabe der Ziviloer mal tun g des kroatischen Staates, durch geeignete"'Hilfsmittel und durch Einsetzen des Hilfswerkes „Pomoc" dafür zu sorgen, daß sich der Dolksgedanke des jungen Staates endgültig durchsetzen kann. Mit dem Zusammenbruch des Widerstandes der Banden und der Befriedung weiter Gebiete in den kroatischen und bosnischen Gauen des Staates ist der Traum der Alliierte^ ausgeträumt, hier einen Ansatzpunkt für einen neuen Angriff auf Europa von Südosten her, der in den Generalstabsplänen Londons und Washingtons schon immer eine besondere Rolle spielte, zu gewinnen."
gebracht durch Flugzeugträger und gedeckt durch schwere Schiffe, was man als „Kampfgruppen" be-1 zeichnet, etwa im Gegensatz zu den früheren „Geschwadern" gleichartiger Schiffe. In der Korallensee (7./8. Mai 1942) sahen sich die schwimmenden Streitkräfte überhaupt nicht, nur bei den Salomon-Inseln (12.8.42) und vor Batavia griffen Zerstörer und Kreuzer ein, jedesmal allerdings mit starkem Ergebnis. Aehnliches wiederholte sich bei den acht bis neun Gefechten, die seitdem in jenen Gewässern stattfanden.
Zur Jahreswende erschienen bei unseren Seegegnern Listen der versenkten Kriegsschiffe, vorbehaltlich solcher Verluste, die man verheimlichte, „da der Feind sie vielleicht nicht kannte". Auch diese
sollten sie auch, da sie s o jung sind — daß die Lerche gerade heute so über alle Maßen hinreißend fingen mußte, weil sie beide mit ihrer Verliebtheit allein waren — denn die Katze, wenn auch noch so hübsch getigert, tonnte doch wohl nicht als Augenzeuge in Betracht gezogen werden.
Wer weiß, ob sich die Lerche ihnen jemals wieder so bemerkbar machen wird? Es ist schon viel und ein Geschenk der Götter^ wenn es zwei jungen Menschen überhaupt einmal auf solche Art geschieht.
Hölzerne Anker in unserer Zeit.
Vor kurzem wurde über einen hölzernen Schiffsanker aus Estland berichtet, der vielleicht aus vorgeschichtlicher Zeit stammt. Es wurde angenommen, öafj solche primitiven Anker in unserer Zeit nicht mehr vorkommen. Dr. Walter Carls macht jedoch in der Frankfurter Wochenschrift „Die Umschau" Mitteilungen über hölzerne Schiffsanker, die in Nordwestspanien noch ziemlich verbreitet sind. An der reichgegliederten Westküste der Landschaft Galicien arbeitet eine große Fischereiflotte, die außer größeren Fischdampfern und Motorkuttern auch unzählige kleine Segler und Ruderkähne hat, deren Ausrüstungsstück neben den langen Stellnetzen ein hölzerner Anker ist. Der wenig wohlhabende Kleinfischer, der im Fischfang nur einen Zusatzverdienst gu seiner Arbeit als Bauer findet/muß sparen, und so ersetzt er als erfinderischer und fleißiger Arbeiter den kostspieligen Eisenanker durch einen billigen Holwnker. Der Schaft wird durch zwei mittels dicker Hanfstricke über kreuz zusammengebundenen Rund- stäbe gebildet, während die Arme aus einem einzigen Eichenholzstück herausgearbeitet sind. Der Raum zwischen Armen und beiden Teilschasten nimmt den Schwerkörper aus Granit auf, einen mit Hanfstricken befestigten Steinquader. Ein solcher Anker ist 90 Zentimeter hoch, der Armbalken 55 Zentimeter lang. C. K.
Unter dem Titel „Vergebliche Hosfungen auf Bosnien" schreibt der Kriegsberichter Otto Zo.ttman.n zu dem von bolschewistischer Seite angezettetten Bandenr rieg in den bosnischen Wäldern u. a.:
„In jenem Gebiet des einstigen jugoslawischen Staates, in dem drei Religionen und die Angehörigen verschiedener Völker sich mischen, glaubten die Bolschewisten einen geeigneten Ausgangspunkt zur Entwicklung eines Bandenkrieges auf dem Balkan gefunden zu haben. Mit barbarischem Terror, mit ©reuellügen und Verhetzungen bemächtigten sich bolschewistische Bandengruppen eines Teiles der armen und ärmsten Gebirgsbevölkerung, die sie mit blutigem Terror beherrschten. Diese bolschewistischen Methoden erwiesen sich als Ausbeutungssystem allerübelster Art, bei dem manche Ortschaften Bosniens mehr als 90 v. H. ihres Viehbestandes, dazu alle Vorräte an Lebensmitteln und Textilien verloren, aw denen sich die Bolschewisten gütlich taten.
Solange sich die deutsche Wehrmacht gemeinsam mit den kroatischen und italienischen Verbänden auf die Sicherung der wichtigsten Einrichtungen des Landes beschränkte, erlitten die Banden nur dort empfindliche Schläge, wo einzelne Teile der Truppen der Ordnungsmächte räumlich begrenzte, blitzschnelle Säuberungsaktionen durchführten. Immer, wo sich die Banden zum Kampfe stellten, wurden sie aufgerieben, überall, wo sie feste Devteidigungs-
die bezaubernde Landschaft niedersähe. In diesem Gefühl, das wohl der Musikalität seines Wesens Ausdruck gab, schien seine Seele allmählich, ebenso wie der Vogel, in die Wplken zu' entschweben.
Das Mädchen fühlte sich natürlich ein bißchen gekränkt. Aber daß der junge Mann so entrückt und so ganz und gar einem Eindruck hingegeben sein konnte, hätte sie wiederum bis au Tränen entzückt — wenn junge Mädchen von heute so mir nichts dir nichts meinen würden. Fällt ihnen gar nicht ein! Sie betrachtete vielmehr das Gesicht ihres Freundes, das im Schein des Frühlichts jtod) strahlender als sonst die Ergriffenheit seiner Seele widerspiegelte, mit Ruhe und Gelassenheit. Dabei war ihr aber durchaus nicht klar, ob sie über die Dauer der Hin- gebung des jungen Mannes an ein anderes als sie selbst zornig oder erst recht vergnügt sein sollte, was ja auch möglich gewesen wäre, weil es eine Art Steigerung »bedeutet hätte.
Aber im Grunde war das Mädchen doch aus ganzem Herzen froh, daß, er sich ungeachtet seines klaren Sinns für die Dinge der Wirklichkeit so begeistern konnte. Am Ende, wer weiß, gingen sogar beide Empfindungen durcheinander und verstärkten sich dadurch zu der einen, alles andere überwiegenden, von der schon Walther von der Dogelweide sang: „Wie es auch ist / mags immer fein / Er wird doch mein!" x
Da machte zur rechten Zeit die hübsch getigerte Katze auf der grünen Wiese einen so unerwartet drolligen Sprung, daß das Mädchen laut lachen mußte, was den jungen Mann wieder zu sich selbst brachte. Erstaunt und mit einer knabenhaft-männlichen Rührung sah er einen blinkenden Tropfen an ihrex Wimper — es war nur, wenn man so sagen darf, der flüchtige Entwurf zu einer Träne — und im Augenblick umfaßte er ihren nun von Freude leuchtenden, blonden Kops und drückte alle Begeisterung für die Lerchen der ganzen Wett auf 'ihrem Munde aus.
Es ist immer wieder das gleiche Spiel: niemals kommen die jungen Leute dahinter — und wie
chung oder gar einen Zusammenbruch des deutschen Volkes sei diesmal vergeblich. Die Nation stehe hin« ter hem Führer, der am größten sei, wenn es in diesem unerbittlichen Ringen hart auf hart gehe. Der Kampf müsse weitergeführt werden, bis Juda aus gerottet und der Bolschewismus zerschlagen sei.
Aus der Stillegungsaktion kein Preisnachteil für Verbraucher. Anläßlich der Stillegungsaktton im Handel können Betriebszusammenlegungen erfolgen, wobei neue G e me i n s ch a f t s u nt e r- nehmungen entstehen können. Der Reichskommissar für die Preisbildung stellt hierzu fest, daß diesen neuen Gemeinschaftsunternehmen die sog. „Rationierungsgewinne" belassen werden sollen. Durch die Zusammenlegung als kriegsbedingte Maßnahme entsteht je ine gewisse Kostenersparung. Damit kann eine Erhöhung der Gewinnsätze erzielt werden. Das Gemeinschaftsunternehmen braucht jedoch aus diesem Anlaß keine Preissenkung nach § 22 der Kriegswirtschaftsverordnung vorzu- nehmen. Es ift1 anderseits möglich, daß anläßlich einerx allgemeinen Ueberprüfung der Handelsspannen festgestellt wird, daß im einen oder anderen Zweig die Spannen übersetzt sind. In solchen Fällen
werden Kürzungen der Spannen für den gesamten Zweig erfolgen, von denen bann auch die Gemeinschaftsunternehmen grundsätzlich nicht befreit werden können. Selbstverständlich, so stellt der Preiskommisfar fest, dürfen durch solche Zusammen- legungen die Verbraucher preislich nicht benachteiligt werden.'
Kunst und Wissenschaft.
Glückwunsch des Führers für Clemens Krauß.
Dem Generalintendanten der Bayerischen Staatsoper, Generalmusikdirektor Professor Clemens Krauß, wurden zu seinem 50. Geburtstag zahlreiche Ehrungen zuteil. Der Führer ließ ihm durch Gauleiter Giesler ein Handschreiben und sein Bild mit einer persönlichen Widmung überreichen. Mit dem Gauleiter beglückwünschten den Generalintendanten telegraphisch ober brieflich neben vielen führenden Persönlichkeiten des Reiches Reichsminister Dr. Goebbels, Reichsleiter vag Schirach, die Gauleiter Dr. Scheel, Dr. Rainer und Hofer. Als besondere Ehrung der Wiener Philharmoniker, mit denen Clemens Krauß' seit Jahrzehnten aufs engste künstlerisch verbunden ist, empfing er den „Ring der Wiener Philharmoniker".
Hochschulnachrichten.
Der Dekan der medizinischen Fakultät der Universität Kiel und Direktor der Chirurgischen Klinik und Poliklinik, Prof. Dr. A. W. Fischer, hat einen ehrenvollen Ruf auf den chirurgischen Lehrstuhl der Universität Breslau abgelehnt. Professor Fischer war vom 1. Okt. 1933 bis I.April 1938 als Ordinarius und Direktor der Chirurgischen Kliik in Gießen. tätig. — Der Ordinarius für Vor- und Frühge-
selbst besonders ausgezeichnet haben. Der Chef des tt-Führungshauptamtes, ^-Gruppenführer und Generalleutnant der Waffen--^, I ü 11 n e r, auf dessen Einladung die Abordnung in Berlin weilt, meldete dem Minister fünf ^-Führer, unter ihnen den Eichenlaubträger ^-Sturmbannführer Meyer, die Ritterkreuzträger -Sturmbannführer Kraas und ,..IV
^-Sturmbann sichrer Äünsche sowie elf Unterführer 1 ,0 und Männer. Dr. Goebbels ließ sich ausführlich über 1
Hinterm Pflug.
Bon Karl Heinrich Waggerl.
Schön ist die Arbeit beim Pflug. Eines Mor- aens geht der Vater in den Schuppen und zieht seine Röhrensttefel an. Er braucht sie,. um einen festen Stand in der Furche zu haben, ober vielleicht trüge er sie nur, weil auch sein Vater in Stieseln pflügte, er hat es so gelernt.
Der Sohn zieht die Ochsen aus dem Stall und jocht sie auf, sie sind ihre Arbeit gewöhnt, langsam drehen sie sich und steigen in die Stränge und bewegen ihre mächtigen Knochen unter dem Fell. Langsam ist auch ihr Schritt, voll Ruhe und Ge- lassenhett, sie zögen immer so weiter durch alle Zäune bis ans Ende der Welt, wenn nicht der Knabe rücklings vor ihnen herginge. Sein Zuruf hält sie auf, ein Griff an das Horn. Immer kauen sie etwas, grünen Schaum in den blaffen Mäulern, und eine stille Schwermut glänzt aus ihrem Blick, aber sie sind gar nicht traurig, nur unendlich friedfertig und sanft in ihrem Ochsengemüt.
Der Vater drückt die Schar in den festen Wiesengrund, schwarz und saftig öffnet sich die Erde, und es beginnt eine lange Wanderschaft, nicht abenteuerlich in die weite Welt, sondern Schritt um Schritt im engen Geviert des Ackers. Würziger Duft steigt aus den Furchen, es ist ein starker Geruch wie von frischem Brot, von etwas Nahrhaftem, und so ist auch die Erde selbst, locker und krümelig in der Hand.' Bauvögel hüpfen zutraulich um das ' Gespann, und hinterher lockt der Hahn sein gackerndes Volk auf das Feld, er ist nicht wenig stolz darauf, daß er so etwas entdeckt hat, ein gelobtes Land der Regenwürmer und Engerlinge.
Den Tag darauf wird geeggt, und dann ruht der Acker eine Weile, damit ihn der Tau durchfeuchtet, oder ein leichter Regen, ehe der Bauer mit dem Säen beginnt. Zuletzt steckt er einen geweihten Oster- Zweig mitten in das Feld. Er hat fein Brot der Erde anoertraut, nun aber muß man den Hernr bitten, daß er es wunderbar vermehre.


