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SteformbeS tfocölogiftbcn 51 utiT'u mT*. i1920 an, beit im Reichs tarif bvrgrfcbcnen

Tcr umfangreiche S^off fioimie nich: Issuältifft wer- Teuerungszuschlag zu zahlen und dem Reichs- ben uitb rrfvtbru USeitafrtatung am ;i\;tvn <^g. torif für die Jigarrenhersteilrmg anzuerken>

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vz. Franke nbe rg, 30. JMi. Im Ein- vernehmen mit den Metzgern wurden die Fleischpreise aus 7.50 Ml. für Rind­oder Schaf-, und 5 Mk. für Kalbfleisch für das Pfund herabgesetzt Der Erzeugerlwchstprei« für 1 Liter Vollmilch wurde auf 1.30 Mk. erniedrigt. Als Eierrichtpreis wurde bis zum Herbst ein Preis von 1 Mk. für das Stück für angemessen angesehen.

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Schiedsspruch.

2 Den Arbeitern der Tonwerke Lich und Dampfziegelei Lungen ist mit Wirkung vom 5. Juli 1920 an, der in dem Lohnabkommen zum Reichsarbeitsvertrag für die Industrien der Steine und Erden Deutsch­lands festgesetzte ßolyn zu zahlen. Zur Er­klärung auf den Schiedsspruch iverde den Parteien eine Frist von einer Wvckw gesejtt.

3. Dem Einspruch von 15 Angestellten der Abwickelungsstelle des Inf. Regt. 116 (Res.en gegen die zum 1. August ausgesprochenen Kündigungen urttb statlgegeben die Ange stellten sind weiter zu beschäftigen oder eine .Entschädigung in Höhe eine- Monatsgehalts zu bezahlen. Die Entscheidung ist endgültig Bter weitere Sachen sanden durch Ver­ständigung der Parteien ihre Erledigung.

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vertretertag der evangelischen Theologenschasten.

Gießen, 31. Juli.

Nach bet Andacht, g(Halten von Pros. D. Dr. Gunkel, begannen die Vcr'ha ndlun aen des gestrigen zweiten Tages überT i c

den SamSiag vorgesehene dritte Tagungs- gegenstand crld)igt: Tie wifstnsckastlichr und nnrlschastlickre Nml-age der Thaolvgre> atdicrenden. Ter 1. Berichterstatter Gießen betamdt mehr die Wissenschaft! i che Notlage Ws Mög­lichkeiten der Lelbschilse in Zusammenarbeit mit allen in Betracht kommenden Organisarivneu und .ttörperidKihen fordert er vor allem unter Auswer­tung vorl^tdener ösfenrlicher Einrichtungen ein­stigere Gestaltung der Bcschassung airtiquarich.-r Bücher und Erschlie^mg der Tekanats-, Prxd.ger- seminar-, Lehrer-, Seminar-, InstüutS- und an­derer Bibliotheken.

Tic wirtschaftliche Not belaubtet grell der 2. Berichterstatter Kiel. Tie große Masse der Studierenden sei am schversten von der all­gemeinen Not betvossen, wcil Nebenerwerb zur Ermöglichung des Studiums schwer zu fütbcit sei und durch die doppelte Arbeitsleistung für Stu­dium und Nebenerwerb Gesundheit und Nerven- Iraft oft schü»er gcsdxDigt wurden. Tiefe 9a.it läge von Studierenden alter Fokitllaten SrU beheben, forderte er ivr allem Beseitigung des Zwanges zu nbennästiger Nebenarbeit durch eittlieitlich dnrch- geführte Stttdienbeihilfen und im Skitt rum Aussdreimtng alles entbe'hrlichen und überlebten Stoffes.

Tie Aus spräche beaann mit einem Bericht über die Tätigkeit des Ausschusses für Wirtsch.rsts fragen der d^,rtselten Studcirtenschast auf dem Göt tinget Stu^cirientQg; sie konnte sich dann auf die besonderen Aufgaben ber Tl'eologenselMten zur B<'- ijebung der Notlage beschrün^m. Ter Wirtschafts­ausschuß der deutschen Studentenschaft und der 3hn>cntcntag hat zur Behebung der wisscnsrlnift- lichen und nnrtschrftlichett Notlage der deutjch.'N Studierenden weitg-.chmde gcfeblidv Massnahmen im Rahmen des Ivirtschrftlichen Aufbaues des Ge­samt volles gefordert. Studienhilse, Sclbstl^stene'- rung der Studenten z-u Gunsten mittelloser Kom­militonen, Tarlebenskassen, Kinderzulagen au die Eltern lBeaurtc usw.) von Studierenden, Regelung des Nebenerwerbs, Lernmittellozug, Stud.nlenfp.i sung, Kohlenversorgung ustv. sind verhandel', und sollen hi Zukunft von einem Fachmann für Volks ivvtsclwsl bearbeitet werden. Tcr Ertrag der ivei teren Aussprache ist: Ter Vertretertag stellte sich auf den Boden der Bes lstis.' des Stud?ntentags zu Göttingen über Wirlsch.^f s r?g.n, empfahl allen Fachseliaften, Maßnahmen zu möglichst veitlvser Er­fassung von Büchereien und Nutzbarmachung von Fachbibliotheken und den Beitritt zur Gesellschaft zur Förderung der irutfdjen cvange'lischen Wissen­schaft. Cs soll erstrebt iDerben, daß durch Landes- tirchenöolleiten ähnlich wie burd> die Hessische Lu­therstiftung Studienbeihilsen ermöglicht werden. Bei Gewährung von Studien bei Hilfen sollenKriegs- teilnechner vor NichtkriegAeilnehmcr berücksichtigt werden.

Ter Gang der Berbandluug Uxfjt sich daher erst narf) ihrem Abschluß überbL(XTa

Zn einer Abendsitzu ng wurde der für

Der Schlichlungsausschufi der Provinz Lderhcffen. Sitzung vom 28. Juli 1920.

1. Die Firma Th. Köster in Alsfeld verpflichtet, mit Wirkung vom 11. April

Soeben gelangte in den Buchhandel: DievomVerfassersignierte Vor­zugsausgabe, auf bestes weißes Bütten gedruckt, numeriert, in schwarzem Halbfranz,Batikein- bandu.Goldpressung;50Exmpl. Einempfehlenswertes Geschenk

Die Kritik nennt das Buch einen Born der Lebensfreude für reife Menschen".

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Ausstellung Giessen 1914: Goldene Medaille.

Sohn des Kaufmann; Dishelm ^labrrtmi, rtRrrbe mit Wirkung vom 10. April vom Hessischen Lan- de<>perme:ftmKZamt »um Oberlandmesser bei der Feldbnciingung ernannt. Dir Amtsbereich - nungLandmesser" besteht in Preu gen schon feit Jahrzehnten unu wurde neuerdings auch im Hes- rschen Vermessungsdienste eingeführt.

Starkenburg und Rlieinhesfen

sw. Aus der Rheinpf alr, 29. Z^lli. Eine Lohnbewegung ist in der Metallrn buftric ein getreten. Die Arber ter wehren sich aegen den Abbau der Teuerungszulagen. Ist Lu owigshafkn sind burdi den Streik allein 20 Betriebe stillgelegt. Tic Wernpreise haben eine große Verminderung erfahren. Der 19er Weißwein kostet heute 11000 Mk., Rot­wein 87008900 Mk. pro 1200 Liter.

Hessen-Nassau.

() Aus dem Kreise Marburg, 29. Juli. Nfichdem in der letzten Zeit wieder genau wie im vorigen Jahre bei der Obst­ernte, in der Gegend von Caldern mit Schußwaffen versehene Felddiebe sich bemerkbar machten und auch auf die dazu­kommenden Eigentümer Schüsse abgegeben worden waren, fand gestern in Sterzhausen und Goßfelden durch ein Genbarmericausgebot eine unverhoffte Suche nach Waffen statt. Es wurde mehr gefunden, wie erwartet, nämlich außer Waffen und Munition auch noch sonsti­ges wertvolles Heeresgut. Bemerkt fei, daß in den Waldungen jener Gegend auch viel gewil­dert wird. Die nach und nach einlaufenden Feststellungen der durch das kürzliche Unwet­ter heimgesuchten Gemeinden lassen erkennen, daß der entstandene Schaden kaum zu berech­nen ist. In der Gemarkung Dilschhau­sen ist die gesamte Ernte vernichtet. Dasselbe ist von einem etwa 200 Meter brei­ten Streifen zu sagen, der sich bis Michelbach hinzieht. Hunderte vollbehangene Obstbäume sind umgeknickt, und ganz dicke Bäume aus den Wurzeln gerissen. In Michelbach, wo drei Scheunen einstürzten, sind auch noch eine Menge anderer Gebäude schwer beschädigt. Die verschlammten und verwüsteten Felder und Wicsen bieten einen trostlosen Anblick.

fb. Wiesbaden, 29. Juli. Heute wurde im Parl'hotel die fogenannte Bar eröffnet. Der Aufenthalt in diesem Lokal ist Zeitungsanzeigen zufolge nur für solche bereebnet die über die nötigen Moneten verfügen. Der billigste Likör kostet 12,50 Mark, einAmerican Drink" 17,50 Mark. Dre Mischung dieser Drinks ist, nne es heißt, ,.einem der bekanntesten Fachleute der Gegenwart" über­tragen. Wein kann man schon für 36 Mk., Schaum­wein für 96 Mk. erhalt n. Ter Eintritt kostet nur 10 Mk. Ein tadelloser Lunch am Mittag kostet nur 25 Mk., ein Abend.sum 30 Mk.

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(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik ste^nden Artikel übernimmt die Redaktion dem

Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

DasStändchen bringen" unserer jun­gen akademischen Mitbürger ortet allmählich zu einer förmlichen Epidemie aus Es gibt Stadt' gegenben, in denen harmlose Sich cif er allnächtlich mehrmals mit derartigen Gunstdi'-.errungen aus meist heileren, wenig taktfesten stehlen beglückt werden. Wenn diese jungen Männer Zeit genug haben, sich bei Tage von ihren nächtlichen Aus flügen und Strapazen zu erholen, n sollen mit Rücksicht auf.Leute, die ^gsüber anstrengende Ar­beiten zu leisten haben und chver Nachtruhe drin- gend bedürfen, die Polizei drei en grober Unfug unterbin den. Bei dem starken Auf­gebot an Schutzleuten, das jetzt nachts durch du Straßen patrouilliert, wäre dies feine Unmög­lichkeit. erb

Len, amtierte al? Gei'Mrr J^i feiner Predigt ^.'ichnett er den Fürsten als einen vornehmen Mann mit gerechtem Sinn, grogec Treue und vordildlich.m Pfliastbewnßt em. Ter Zkirck^nges 'ngperem besclchiß mit tem E^vrWenn ich einmal soll schnoen" den weihevollen Gottes- dienst. Nach ber Einsegnung der Reiche setzte sich ber Leichmmg, wie unsere Stadt einen zweiten solchen feit der Bestattung bes Fürsten Hermann niett mehr gesehen hat, nach der Begräbnisstätte ber Fürstüchm Famili: in Bewcaung. Es nahmen u. a. daran teil sämtliche hiesige Vereine und mehrere auswärtige Kriegervereine, das Musik- forp3 der Gießener Reichswehr, Stadt- und stirchenvorstand, die Geisttichm und Beamten des Solmfer Landes, die Dienerschaft des fürsttich-n Hauses, Oberst!.utnant Baur de Betaz, der mit fivrsrrot Tr. Tiesfenbach und Fvrsttneister iluntze (Hohensolms) die Ordenskissen trug. Ter Leichen­wagen wurde von hiesigen Handwerksmeistern und solmsischen Forstbeamtm begleitet. Unter den mehr als 100 Leidtragenden aus dem Verwandten- und Bekanntenkreise des Fürst!ick;eu Hauses sahen wir u. a. den ehemaligen Großherzvg und feine Gemahlin, viele hessische Standes l-errschasten, Vertreter des Jolwmiiterordens, dem der Fürst angehörte. Auf dem Friedhof wurde Fürst Carl durch Stistspfarrer Schorlemmer neben f- inem vor 2 Jahren auf dem Felde der Ehre gefallenen Sohn, Erbprinz Philihp, bestattet Die GesangvereineMännerquartett" und- cilia" trugen mehrere Chöre vor, während eine Abteilung les Kriegervereins die militä­rischen Ehren erwies. Tem schlichten Sinn des Verstorbenen entsprechend waren die Bei- setzungsfeierlichkeiten einfach und ohne großen Prunk.

+ ß i (b, 30. Juli. Mit dem fürstlick-en Hause ist die ganze Gemeinde von Trauer erfüllt. Tenn unsere Stadt hat mit Fürst Karl einen edlen, vor­nehmen Mann mit gerechtem Sinn und ehrlicher Denkungsart verloren, mit einem Wort einen Fürsten im wahren Sinne des Wortes Vor die Oefsentlichkeit ist der Verstorbene nicht viel ge­treten : es lag das nicht in seinem Wesen; aber im Stillen hat er mit seiner Gemahlin viel Gutes geschaffen nick» manches Werk verborgener Liebe an Armen und Notleidenden getan. Ein gerechter Fürst war er vor allem auch seinen Angestellten und Arbeitern, die alle mit Verehrung zu ihm emporblickten und häufig Gelegenheit hatten, seine besondere Fürsorge zu erfahren. Familienfeste wur­den nicht gefeiert, ohne daß auch der Angestellten und Arbeiter gedacht wurde. Es sei hier nur an die Feier der silbernen Hochzeit im vergangenen Jahre erinnert, wobei allen größere bfeldgeschenke überreicht wurden. Bei solchen Gelegenheiten gin­gen bamt die Stadtarmen auch nie leer aus. Den Fvrdenmgen, die die neue Zeit an die Standes- Herrschaften stellt, ist Fürst Karl in weitgehendstem Maße entgegengekommen. Er hat sich stets be­reit erklärt, in Ruhe und Frieden über all die Fragen zu verhandeln, mit denen an ihn heran- getreten wurde. Als Persönlichkeit und Charakter hatte er keine Feinde, wie dies ia auch das heutige Begräbnis bewies, an dem alle Bevölkerungskreise, einerlei welchen Standes und welcher Partei, ihre Teilnahme bekundeten.

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