Erstes Blatt
170. Zahrgang
Schreibens
sich eifert, breit
Die bayerische Gesandtschaft am Vatikan.
Rom, 29. April. (WTB.) Der „Cor- riete D'Jtalia" meldet, daß trotz der Schaffung einer deutschen Botschaft beim Vatikan die bayrische Gesandtschaft nicht aufgehoben worden ist. Ferner fei die Schaffung eines Nuntiats in Berlin vorgesehen.
teilt mit, daß bet nationale Eisenbahnerbund am SarnStag. 1. Mai, in den Generalstreik treten iverde. um die Na tional i s i e r u n g de i Eisenbahnen zu erkämpfen. fei die For berung der gesamten ’DlrbciterbcivefliiTui. Der Au-Z schuß werde dafür sorgen, daß die Versorgung bed Landes gesichert bleibt.
Nole^wechse» wegen Auslieferung deutscher 5chiffe.
Berlin, 29. Llpril. (W)lff.) Die Wieder- gutmachungskommission erhilte auf de am 14. April an sie gerichtete Note der deutschen Regierung folgende Antwort:
Wir haben die Ehre, den Emoiang Ihres
iigcd den nachdrücklichen Beweis von der immer rro(6 verachteten Stellung erbringt »die es in den Lugen jener „Herren" einnimmt."
Wahlkampfmusik, und mehr noch als kTies! In der größten unserer Regierungs- nirteien scheint man sich zurückzusehnen in i?:e Zeit, da noch nicht die Bürde der Ven- rntwortuna für positives Schaffen druckte, da "att dessen die Aufschürung des Klasscnbasses i'.orierte. Man kann im Großen nichts be- Spinnen, und fängt es nun wieder im Kleinen tm. Ter Wetteifer mit den Unabhängigen regt ) ch für die tommenben Wahlen, und der Vorwärts" sucht es der „Freiheit mit .^raftausdrücken gegen die „engstirnige Bür- «rlickikeit" gteidijutiin.
Noch etwas anderes har den Unwillen des Älattes aufgepeitscht.' Der Beschluß der Na- t.onatverfammlnng, die Bezahlung der Streiktage beim Kapp-Putsch von den Arbeitgebern nicht zu forderst. Es ist Lien allenthalben die iNeberzeugung gewacht- Mn, daß der Generalstreik eine zweischneidige
Au» Belgier».
Brüssel, 29 April. (WTB) Die Inhaber der Casas, Dokels und ® ajt m i r t f tf) a f • ten in gtrru, Belgien haben die Schließung ihrer Untemebmungen in Aufsicht gestellt, um eine Auf- .hebung des Älkoholverbotgesetzes pi erzwingen. — Ferner wird berichtet, daß kne Straßenbahner mit dem Streik drohen, um die Verstaatlichung der Straßenbahnen und die Anerkennung des Koalitionsrechtes dutchzusetzen.
Generalstreik
der französischen Eisenbahnarbeiter.
Paris, 30. April. (WTB.) Der leibende Zlusschuß der ConfSderalüm generale du travoille
über den Militarismus er» „der noch heute sich über Gebühr macht". Die Herren Millerand,
’bach
Fempriolw t25
Eplah 6
Der 1 Mai in England.
London, 29. April. (Wolff.) Nach einer Mitteilung des Eisenbahnerverbandes erfolge am 1. Mai keine Arbeitseinstellung. Auch das Personal der Straßenbahnen und der Omnibusse werde an diesem Tage arbeiten.
her BadeM
Der 1. Mai.
„Der Mat ist gekommen, dte Bäume -lagen aus." Es wird wenig Mettschen geben, die thm nicht willig seinen Tribut zollen vollen, indem sie hinausblicken in die sonnen- -rolle und blühende Welt. Fast alle unsere Lichter haben dem Lenz ein schönes Wort ge- agt, und wiewohl wir es gegenwärtig nicht so ies empfinden, daß sich „alles, alles wenden" ruß, so schauen wir doch verwundert und gerührt wieder in diese neben uns liegende Welt, t>ie .in wenigen Tagen die lieblichsten Wunder hcrvorzauberte. Und auch nicht ohne innere Teilnahme blickten wir aus diejenigen, die im L. Mai einen Weltfeiertag, einen Tag der Hoffnung auf internationale «Verbrüderung rbliden wollten. Heute hat der Sozialismus vt Führung in unserer Regierung: da bean- pruchte er, daß 'aus dem l. Mai ein allgemeiner Feiertag gemacht würde. Die kompakte bürgerliche Mehrheit hat diesen Wunsch in der Nationalversammlung abgelehnt. Vor einem Jabre hatten Zentrum und Demokraten für ten 1. Mai als einmaligen Feiertag und ?rinnerungstag der Revolution gestimmt. i)eutc traten sie, kühler gestimmt, zurück: mit Ilen anderen bürgerlichen Elementen wollen sie das politische Ideal des internationalen Sozialismus nicht mitfeiern. Das Bürgertum hätte sich ein politisches Armutszeugnis aus- ,stellt, wenn es anders gehandelt hätte. Der i'intoeiy auf konfessionelle Feiertage, die eben- olls allgemeine Geltung erlangt hätten, ist richt stichhaltig. Es ist ein Unterschied, ob uir uns einer alten, aus Mehrheitswillen env- ttnbenen Tradition anbequemen, ober ob wir im heißen Kampf der Gegenwart bie Symbole Mr politischen Gegner uns zu eigen machen. HHr sehen noch, um einen Ausdruck Hebbels gebrauchen, das Pflaster des Staates und xt Gesellschaft aufgerissen, ohne daß geeb-
___________... il zu bestätigen, worin Sie mitteilen, baß bie deutsche Regierung einen weiteten Antrag bei der Wiedergutmachungskommission dahin zu ftcUen beabsichtigt, baß das Verfügungsrecht über eine gewisse Anzahl von Schiff en, die nach den Wiedetguttnachungs- .beftimmungen des Ff.edensvcrtcages adzutie ern rind, Deutschland belasstn bleibt. Zuglciw wird weüeoes Ataterial zur Begründung der Forderung
Au» dem Neiche.
AnfikDlungssragen in Preußen.
Berlin, 29 April. (WB.) Ter preußische Mini erprä'ide.it X und Landwirtsdxcktsminister Braun äußerte sich einem Mitarbeiter b."4 „Berliner Tageblatts"' gegenüber wie folgt: Nach mir zirgegangenen Nachiicl^en be'i.chm sich unter den im Munster-Lager versammeiten Ba.tikum- und Elchh^tdtttuppen zahlreicl)c Manner, tue txe Xlanbe-- knech s.ebens üb rb ü f g, Selm ucht nach preÄich- ivirtschanlicker Betätigung am vigmer Scholle Halen, sich inbeffen in der früher in chnen geweckten Ho fuung auf Ansiedlung bitter enttäuscht fühlen. Ich habe daher den Gedanken aufgeiiommen, diele Männer den Kultivierungsarbeiten out den staatlichen Mooren und den entbehrlich gemordet en TtuppenübungS Lien zuzufü ren und ihnen Aussicht aus Amiedlung auf, di. en vor ihnen kultivierten Flädren und au«' den noch immer in den Länden her Remonteverwalrm g befindlichen, für Remontezweclc aber längft nidtt mehr lenötigten preußischen Staatsdomänen zu eröffnen. Vorbedingung für das Gelingen des Planes ist, daß die Reichsregierung aus den Ktugsbcstän- d^n die noch erwrderlicken Barocken und Geräte sowie dir tlebungspläge und Domänen, um deren verausgab-? zur intensiven laud.oirt chastlichen Nutzung ich mich bereits seit cmem Iachrr erfolglos bemühe, nunmehr sofort frei gibt und das Unternehmen finanziell unterstützt.
Die preußische Besoldungsvorlage.
Berlin, 29. April. Die Mehrheilsparteien der preußischen Lanbesver- fammlung haben beschlossen, bie Besol- bungsvorlage erst nach Öen Wahlen zu beraten und bafür bis zum 8. Mai ein Nod- gesetz zu verabschieden, das Beamten, Lehrern, Pfarrern und Ruhegehaltsempfängern, sowie ihren Hinterbliebenen einen rechtlichen Anspruch aus die Vorteile des neuen Besolbungs- unb Hinterbliebenengesetzes vom 1. April b. I. an gewährleistet.
Die parlamentarische Lage in Sachsen.
Dresben, 29. April. (WTB.) In einer ««einsamen Sitzung der sozialdemokratischen und der deutsch-demokratischett Fraktion der Volkskammer mürbe heute beschlossen, an der bisherigen Koalition unter voller Wahrung der programmatischen Selbständigkeit bei den Fraktionen festzuhalten und der Kandidatur des früheren Kultusmrnisters Buck als Ministerpräsident zuzustimmen.
Waffenbeschlagnahmungen auf der Insel Rügen.
Berlin, 29. April. (WTB.) Wie bie Abenbblätter melden, konnten zirka 1000 Karabiner, 120 Maschinengewehre und eine Anzahl Armeepistolen und anderes Material auf der Insel Rügen beschlagnahmt werben. Der Führer bes bortigen Lanbschutzes wurde verhaftet, da er bie Massen hat verschieben wollen. Der Lanbschutz wurde ausgelöst.
Foch unb Konsorten werben sich über dieses Zeugnis freuen unb sagen, baß sie babei sein wollten, wenn es gelte, „den Militarismus restlos $u beseitigen unb bis zur Vernichtung zu schlagen". Herr Köster, ber sozialdemokratische Außenminister, ober ber Reichskanzler selbst, ber bemnächst in Spaa zu Konferenzen mit den Häuptern der Entente eintreffen soll, iperben Mühe haben, die Gegner zu überzeugen, daß wirklich kein Militarismus mehr in Deutschland herrscht.
Die Maifeier sollte vorwiegend internationale Bedeutung haben. In diesem Sinne ist sie heule durch keinerlei Fortschritte gerechtfertigt. Der Völkerbunbsgedanke hat im Auslande gar keine Werbungskraft. Der brutale Einmarsch der Franzosen in den Maingau hat erwiesen, das; kein Rechtsgedanke, sondern der Machlwille in ber Welt ausschlag- gebenb ist. Alles was in England, Amerika, Italien und den neutralen Ländern über bie Verkehrtheit ber sranzöfiichen Hanblungsweise vorgebracht worben ist, wurzelt nicht in ber Idee des Rechts, sondern nur in praktischen Erwägungen. Der Konferenzbeschluß von San Remo, einen Vertreter der deutschen Regierung nach Spaa einzulaben, um mit ihm über bie Ausführung bes Friebensvertrages zu verhandeln, ist ebenfalls nur eingegeben von egoistischen Motiven, die völlig außerhalb der pazifistischen Gefühlswelt liegen. Ebenso verhält es sich mit ber heute gemelbeten Annahme eines deutschen Vorschlages durch den Ministerpräiibenlen Millerand, Ausschüsse zu bilden, um den deutsch-franzSsifck-en Hanüels- verkehr bald in bie Wege zu leiten. Millerand sagte, als er ber Kammer davon Mitteilung machte, es werbe nicht an Frankreich liegen, menn bi esc Verhandlungen kein aünfligcS Ergebnis haben sollten. Wir glauoen es wohl: Frankreich hat am Warenaustausch mit Deutschland fein geringes Interesse. Welch eine Ironie des Zeitgeistes ist es nun, baß Herr Wilson ben Franzosen bie Aufnahme von Handelsbeziehungen so lange versagt haben soll, bis ber Maingau von ihnen wieder geräumt worden sei, während die deutsche ^Regierung in ihrer bitteren Zwangslage und dem Gefühl ber Ohnmacht bie wirtscl;aftliche Versöhnung vorschlägt! Welt und Menschen blcibeh bie alten, und ber Fortschritt, Den Wilsons „Völkerbenwkralie" bringen sollte, ist eine heute kaum noch sichtbare oder fühlbare Illusion.
in Aussicht gestellt Dir haben die Ehre, Ihnen in Erinnerung zu bringen, baß nach ber Beratung des bereits vorher übermittenen Memorandums die ReporationskomMission die Verirrter ber beut* fdrn Regierung am 26. März in ber Angelegen' hert hörte, wobei diesen Gelegenheit gegeben wurde, das in bem Memorandum enthaltene Material zu ergänzen
Wir müssen betonen, baß. obwohl jetzt tatet bwi Atonale seit bem Inkrafttreten bes Friedens* Vertrages vcrflolstn sind, noch nicht ein Fahrzeug während dieser Zeil von ber deutschen Regierung obgelicfert wurde, und Ihnen mitteil en, daß es ber RcvarattonSkommisfirm nicht mög-id> ist, ir gendwelckc weiteren Anträge in Erwägung zu ziehen, bis eine zufriedenstellende Menge iomiage tatfäch ich abjelici<rt worben ist. Wir müssen eben so Daran erinnern, baß, wie in bem Schreckten, ber Kommission vom 30. Januar bereits ermähnt wurde, von bem Zeitpunkte ab, wo btc Sd>ijfc nach bem Friedensvertrag hätten abgeliefert fein müfsen, bis au dem Tage ber ttifädüidym Abgabe von ber deutschen Regierung M i e t c z u z a h l c n sein wird.
Hierauf erwiderte die deutsche Regierung:
Die deutsche Regierunff beehrt sich, ben Empfang ber Noten vom 21. Avril zu bestätigen. Sie legt Wert daraus, noch einmal darauf hinzuweiscn, daß deutscherseits sofor: alle Vorbereitungen mit größtem Nachdruck getroffen wurde,., um die Ablieferung ber Schisse e.tt.orcch nd den in London übernommenen Verpflichtungen zu bewirk.n, daß aber bie Ucberführung der abzuliefernden Schiffe nach Firtb of Fotth auf die al'ergrößten Schwierigkeiten stößt. Die deutsche Schiff- sahrtsdelegatiou betonte bereite in London dem Maritime Service gegenüber, daß ihr bie Erfüllung ber Verpflichtung, welche sie übernehmen mußte, praktisch nahezu undurchführbar erscheine, da die Frage der Bebunkerung und Bemannung der Schiffe schwer lösbar sei. Auch der beutfdr Ablieferungskommiss-rr in Hamburg mußte den Tcrtr Lrt ter Al iicrt n, der mit der Ue er mf me ber Sd)ifse betraut ist, auf die Schwierigkeiten täglich Hinweisen. Es ist gleichwohl gelungen, ben Dampfer „Bielefeld" vor zwei Tagen nach Firth of Forth ab gehen zu lassen. Außerdem ist eine größere Anzahl Schiffe feefertig gemacht. Die deutsche Regierung hofft, deren U.bcciührung in den nächsten Tagen bewirken zu fönner.
Tie Reporo:ionc1>'mmis'wu wird hieraus entnehmen, baß es beutscher'eits nicht am guten Willen fehlt, den Verpilfchttingen des Friedensvertrages nach;liklommen, daß aber bas bcutftbc Voll mit Bestimm:heil erwartet, nicht burch bie Wegnahme des letzten Schiffes durch die Rerora- tionsh.>mmis'von wirtfchastlich billig zerrüttet .zu werben. Tie deutsch? Regierung wird fich beelnen, bas in ber Note tvm 14. April in Aussicht gestellte weitere Material zur Begründung ihres Ersuchens um Belassung von Schiffsraum in ben nächsten Tagen der ReprrationSSommiffion zuzuleiten.
Wie wir hören, ist die zweite D-m^chrisi bereits fertiggestellt und wirb in den nächsten Tagen der RcpärationsLrmmisiion übermittelt.
Tie Wiener Studentennnrnhen und die österreichische Rationalversammlu g.
Wien, 30. April- (WDB.^ In ber „Na* tionalversammlung gelangte gestern bei der Behandlung des Kapitels Unter.ücht die jüngsten Studentenunruhen znr ebraax-. Der jüdisch-nationale Stricker protestierte g gen dao (Serbülten des tstekwrs und der Profl'sioren, die nid>t£ unternommen hätten, um die Jugend zur Ordmnig zu malmen. Ter Kampf gegen die armen verhungerten jübüdien Studenten fei kein Kampf gegen das jübifdic Großkapital. Der Gcoßdeutscbi- Ursren etflärie, bie >1 inibgelnmi ber bcutfd) art- [dxrt Studentenschaft fei keine reaktionäre Demonstration gewesen, fonbern eine Auflehnung segen b.e Inbeiivor'lKrrfchgl in Ce crici b. Ter Retn.er mUmgte in einer Entschließung bx* Femtxillung der Citjubcn von den öfter.eid>. Hock) clmlen mb der B-efchränkung der Zulaßung anderer Juden und Ausländer zu dem Hochichilstudium. Der Groß bcutftbc Pauli klagte über di- Verjudung d r W-e ner Universität. Der Ehristlid» Soziale Kuusckak verlangte die Entfernung der OstjUden aus Oester reid>. Die D.uwnstralwnLn seien ein Ausdruck der Volksseele gegen das sidi ausbreit.nde Judentum. Er verurteilte, daß sich deutsche Studenten zu Ausschreitungen fi .rdfrut l eß n, verlaugte ater von Der Regckrimg die Bevitigiutg der Ur- faa'xm. Ter Sozlald mokrat Herlmmm (öser- veicÄscher Gesandter in Berlin) trat den Ausführungen der Großdoutscheu und des Cbriitlich-So- -ralen entgegen und erllärle bezüglich ber Stu l-entenkrawalle, es könne miter bcn. Zivilisierten fein Zweißl darüber sein, daß das, ivaS geschehen sei, Barbarei sei.
Die freie Aurfprache mit Frankreich.
Berlin, 29. Avrrl. (Wolffs Tie Reichsregierung regte in Paris anläßlich b~r benmäduti* gen Besprechungen über Ein- und Ausfuhrverbote <m, noch eine allgemeine Aussprache über die deutsch-französischen wirtfchaft- lichen Beziehungen zwischen berbonegen» den beidersei igen SadiverstäudiNM ftnitnirben zu lasten. Der wanzösische Ministerpräsid.-nt ging bereitwillig auf den Vorschlag em, indem er betonte, daß auch et auf die Wiedriwumahme dcr wirtschafrlidien Beziehungen zwischen ben beiden £ä :bcm g-roszen Wert lege Ter ZeitvunV der Bespredmngen wird eb'stens festgelegt, cbenio lotlcn die Sachverständigen bild bestimmt wer.en, bie Deutschland zu vertreten haben werden. Tamil ist ein alter Vorschlag der beut eben Regierung xn die Tat umgcsetzl und das Prinzip ber freien Aussprache, wie es fetzt auch für bie Zu ammenckimN in Svaa gen«t bat, für bie schwierigen deut ich* sranzösifcbät Wirtschaf sprobleme verwirklicht. Es ist zu hoffen, baß bie Besetzung des Ma in» g a ii e S rüdg-ingig gemacht fein wird, eh? 1 ich die beU-crfeiligen mhocnden Wirrschafter an cmen Tisch fetzen.
irüsen, ipobci öie 8n I '.Memgclllick zu leiftr I innig emgetretene I t'rch Zu- ober Abgtnz I Nachprüfung beginnr, I chzuwäsen.
erzeichen.
Anmelder bä ber Sin* chligung der enw bereits Heu in hölx der cm- folge der (ingtirclt-iMi t im bollen Schrage w I ilbeten Än i TabäksleuerzM^- I für wyesehenen W ■ tun ber Welle z- ■ feine Airmt unv brr» ■ j Zciäpn banMüW ■ Truck mit lid)/ n ■ nümertden Xabatfüri:". ■ .ngm gemäß § 23 x V ringt; hierbei ivuv » | [le Ceffnuiig^lldkn ifi I > Schnupftabak bedera ■ h nicht mrschristsmar-l | ksteunpslichßgen ■ „.ch'r abgegeben tvmM I ;TbieWn^s| der tabaksteuel I
Jreitag, 30. April
Samstag, 1. Mai
Waffe ist, die man grundsätzlich nicht ge-1 brauchen sollte. Gerade auch dec Verlaus bes | Kapp'chen Aufstanbes hat gezeigt, baß mit ber Parole „Generalstreik" an vielen Orten, namentlich in Mittel- unb Sübbcutschland, nur Schaben angerichtet worben ist, wähconb Kapps unb seiner Genossen Schicksal ohnehin alsbald besiegelt war. Welches Maß an Verantwortungsgefühl ber „Vorwärts" als Organ ber führenden Regierungspartei noch besitzt, beweist, die Tatsache, daß er
Nr. 101
Nr. 192
Der e<ce<wet »Hjeiatr »rscheinl täglich, außer Sonn» unb Feiertags.
vezugrprrtr:
'ifl e n a 11 i <f) Mark 3.60, vierleliöhrlichMark 10 80 .mschUeßlich des ‘SefteR. aelbs, durch bie Post vierteljährlich Mark 9.75 ausschließlich Bestellgeld, ssernsprech -Anichlüsse: mrbieSthriftl-'itung 112; Verlag,Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach. ichten Mnjeigtr Gießen.
poftfcheätonl»:
^renffud a m. U686
Die Botschafterkonferenz in Pari-.
Paris, 29. April. (WTB.) Tie Botschaft e r ko n f ere n z hat heute vormittag unter dem Vorsitz von Jules Cambon eine Sitzung jab» gehalten. Der Obrrkommisfar von Danzig, Sir Reginald Tower, erstattete m ber Sitzung Bericht.
Umcrita und die französtichc Besetzung de- Maingaues.
Berlin, 30. April. Der „Lok.-Anz." will aus zuverläsfiger Quelle melden können, daß Frankreich vor einer ernsten ökonomischen Frage stehe, weil Amerika sich weigert. Handel mit Frankreich zu treiben, bevor nicht Frankfurt a. M. von den Franzosen geräumt sei. (äne Bestätigung dieser Nachruht liegt nicht vor.
Deutsche Zivilisten
bei dcr britischen Besatzung-armee.
A m st e r d a m, 29. Avril. W. lff9 Im eng- lilchen Unterhaus sagte Churchill auf Befragen, mangels technischen Perfvrals würden 2949 beut» [ehe Zivilisten bei ber britischen Bet' a tz u n g s a r m e e, c.b r nicht tu briii chm Sjaubt- quartier ober beim Stabe bmoenbet. Die Zahl würde allmählich vermindert, je nachdem englische Soldaten betrüg bar seien.
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«te Wege daraus geworden wären: wie könnten wir am Maitage politischer Ue'oerzeu- ringskämpfe an Illusionen uns hingeocn! •2u4 ^temben Landern werden» uns wenig ' cuderhände entgegengestreckt; aus der Kon- ^trenz von Sau Remo klingen nicht bie Sphäre ngesänge idealer Mächte tzeraus. Der Sc> mltsmus hat das im Kriege hart getroffene, nterhöhlte Reich umgestürzt, aber draußen, -^ßerhalb unserer Grenzen, hat er wahrlich ftinen Siegeszug gehalten. Darum will bie. Mehrheit unseres Volkes ben 1. Mai s o be- ■rüöen, wie sie es früher getan Hal, mit ermuntertem Aufblick, aber nicht mit allgemeiner Arbeitsruhe, die uns im Hinblick auf die ehir.erc, wirtschaftliche Not nur unheimlich v'trührcn würde. Da les die M e h r h e i t war, d-.e ihren Willen -ausgedrückt hat, sollte bio Lkinderheit sich damit zufrieden geben. Aber e ? üft beinahe ein Wutschrei, der beispielsweise l> trch den „Borwärt s" geht, der alle mmi- Äerielle Haltung und Koalitiousrücksichien vergißt, indem er wieder ganz bie Tonart ber ^orklassischen" Zeit annimnit:
„Tie Vcrärgcrungspolitik, bie seitens tx?r g l-ttgerlichcn Parteien burch die Wlehnung des I jL;ialbemokratischen Antrages unicoen C)eno>,cn gen über getrieben wurde, wird durch die un- curc bolitiidx: Dummheit, die <mS bicier litik spricht, fast in den -schatten gestellt, xac ■ 9efürn«rtuni dcr R eichSarbe it sstunde I ö rch Dcrn'ourg, die Verdrängung der reyudlikani- i^cn Elemente aus der Reichswehr, Mc ver- \txw.t Aufforderungen der beutidmationalen . \axatv?r an die Bauern zur A u s h u n ge r ung stüdtifckirn Bevölkerung, Kapp-Putsch, ‘L I«rzbcrger-Attentat, Fall Helmbakc — I ojie diese Punkt?, so verschicken voneinander und 1 k bunt durcbeinandergcwürselt sie auch zu fein | iuxincn, sic alle find auf ein geistiges P ri n . I y ;urückzufübten, das Prinzip der Vürgerlichkctt,
>r Engstirnigkeit, des politischen und mora- i idten Spießertums. Es ist ber gleiche Gist, d?r ' mrch moralische U t rjüpmg ber Äapp-Verbreder ’ Dis arbeitenbe Vdlk in neue Fesseln ber Ausdeu- ung zu f(Manen suchte, es ist der gleiche G.ist, rer dem Volke durch Verweigerung stines Feier-
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General-Anzeiger für Oberhessen WM
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