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Berlin, 27. Nov. Bor einigen Tagen wurden, wie verschiedenen Blättern aus Karlsruhe berichtet wird, die französischen Truppen in Maxau und im Karlsruher Rhrinhafen abgelöst. Schwarze Franzosen wurden dabei unter starker Bedeckung weißer französischer Soldaten geführt. Es wird weiter mitgeteilt, daß sämtliche schwarze Truppen aus oer Rhrinpfalz weggezogen und ausschließlich durch weiße französische Besatzungen ersetzt werden würden.
genügen. _
Die prachtvolle Altstimme von Frau Anna Jacobs war von der „Mess.us"-Amsühnmg des Akademischen Gesangvereins vom Vetgc g nnt Sommer in lebendiger Erinnerung. Die Sängerin tocis ihre Mittel in souveräner Beherrschung
fand sir | jüttenbe „Gavot^ von Humor ließ den „Carneval j. - .irurx.__xc,.-
mc. Frankfurt a M., 28. Nov Franstutter SclstmspielhauS und ter D^r-Ma^ Verlag haben teil indischen augenblicklich weilenden Philosophen Rabindranat » höre zur Uraufifljmmg seines SckMisvlris , .
König der dunkeln Kammer" nm fcatmcnbcn w* | wvch eingeladen.
-»geben.
Frankfurtcr Uraufführung.
Wilhelm von Scholz: „Der Wettlauf mit dem Schotten".
gie ringetreten werden müsse
ftv Mainz. 28. N> v Der Wasserstamd des Rheins grbt täg'ich weiter zurück, üo tag mit der tollständigen Gin'clunn der Rhriwth V fahrt ger«l>net w tten muß. Der (rgenwTrtwt Tiefstand ist seit 100 Jahvm nich mehr envqt toor5m. ©eit einigen Tagen tonrmf auch Treileö den Rhein herab. Di.' Gü e b'hnh fc rnd mit Frachtücken, die sonst durrl> SckM- leföckett Wt* treu, überlastet, so daß auch hier schon (Sjxtungffl eintreten.
Vessen-Rassau.
Tagung der Mieterschuhvcrelne. t
fd. W ieS baden, 28. Nov Im Landis museum in Wieslntten tage am Samstag um Sonntag ein Kongreß der Wie erschutzvereine Xs
Siebener 5tadttheater.
Tanzgastspiel oruth Schwarzkopf.
Gießen, den 27. Nov 1920.
Bor beinahe zwei Jahren hat sich Ruth Schwarzkopf zum ersten Mate in Gießen vorgestellt. Was damals über ihre Tanzvorführnncien {Klagt tmirbe, bedarf keiner Berichtigung. Auch honte gilt mxh, daß die bestechende Anmut ihres p.ach'voll goglikderten Körpers über einen Mangel an nrusikali rb'm Empfinden hinwegtäuscht. Ein Kö irr tanzt, nicht ein Herz. Dar eigen! iche mit i- kaische Fluidum geht nicht du-ch ihren Kö per si t- duich. um ihn als williges Instrument aiifklingen zu lassen. Auch ihre Ausdruck-Möglichkeiten sind gering und Bewegungen wiederholen sich reichlich oft. Wirkliches Können zeigte sie in der Ballettstudie nach der Musik von Drigo. Httr war beste Schule zo erkennen und der Spitzen anz übte noch einmal leinen alten Zauber aus. Bon gutem Geschmack waren die mm Li z' und der .Hirte "
tanz" von ganz konventione.'l die „Auf-
iz" von Weber und die tute
von ChorNedern, gemachten Thören und srmter« chören reich ausgestalteten Fest^tt-Ts'renst 'gnirte das Ehrens, ickien tom Lehrer cnthü.l imb en- getoribt, nach em der Geistliche der To en unh Gefallenen g-ach' ha te. Die Tafel ist in Eichen- helz von dem aLb Bildhauer Hugo Segler mt Frie»berg in e woandf^ier W ie wusste isch her-, «stellt. Tie Sckiüt.r baten die Kirche frist-oll mit Kräirzen und Gi lani>tn, de Ve.e.ne vm S.aug?^ a» und Lehnhcim den Gefalle ei zu Ehren o« Kirche mit ihren Fahnen «'schmückt.
Aus Stadt rrrid tand.
Gießen, den 29. Nov. 1920.
Tre-lussrchten der Znckcrversorgung.
Die Klagen der Bvllkrrung fi'rer die unzulängliche Vervrgung mit Zucker wo len n cht verstummen. Unbegr iilich arjtLeint eS, daß Deirtsch- laitb, vor dem Kriege eines der zuckerreichsten Länder der W lt, das neben Einern eigenen Bedars einen gwsien Teil des W l bedarfs b?ckm k-nnte, sich seit langem vezwungm sieh', ei re drückende Ra'ionierung des Zubers vorMnehmen Ohne wci tcres werten aber die Urachen der ZuckerTnapp- heit klar, wenn man bedeut, daß die vor dem Kriege 546 000 Hek ar betragende Zuckerrübenanbaufläche währen-"» dcs K ieges und der Noch? i gszeit sich um die Hals e verringert hat. Hand in Hand mit der 23errin<;erintT der Anbaufläche ging naturgemäß der Erwäg an Zuckerrüben zurück, und so vmm'en bi? Zuckerfabrik n Deutsch von denen im Jahve 1923 statt 348 nur 2 8 im Gang ewaren, -gegenüber 16 642 237 Tonnen in den Jahren 1912/13 nur 4 853 378 Tonnen Rüben in den Jahren 1919/23 vcvarbei en Dement spreckxnrd ging die ©neugimn v) Znucker v-m 2 700 000 Tonnen auf 700 000 Tonnen zurück Unsere Zuctev-rzeugmig ist demnach ungefähr auf i/t der J-ri st»ms-rzeugung gesnn'.vn, und daß sie sich i’t absehbarer Zeit h ben wird, erscheint nach der Lage der Dina- ausgeschlossen. Unter diesen Umstanden sieht sich das Reich gezwungen, die Bewirtschaftung de- Zuckers vorläufig beiz «behalten.
Ob aus dem AuSlande in diesem, WirischaftS- ishre bie Einfuhr ton Zucker wo w ndig werden wird, hängt von dem -nbgül igir Ergebnis der Jnlands.-rzeuaung ab. Wann irgerck» möglich, soll bon der Einführung von Auslandsz-ucker im Hinblick auf den Tiefstand der denckck^en Valuta Abstand genDmnrn werden. UebcrdeS werden die Vorhandenen Dvism dringender für die Einfuhr ton Getr.ix und Je t benötigt.
Die toraus ich lickre Preisgestaltung im kommenden D r'-orgungSjahr w'rd sich nicht we'ent- lich von den jetzt güt igen Prei'en unterschri'en Unter Br ück'ick ig-im der Zuschläge für Frackstcn, Gwß- und Klrinhandcl «sw. dürite sich der Preis im Kleinverkauf auf 2,60 bis 3.83 Mk. für das Pfund stellen. Nach dem augenblicklichen Stand der bcutfdten Währung ist dies ungefähr rin Fünflel des Kl inv rckaufsprei'eS im Ausland. Bei einer ioforrigm Fr-igäbe ter Zuct.-rdewirtschrstuna, wic sic von verschi -denen Seiten gefordert wird, wütt-e nach den visier gemack) en Erfahrungeir sich oud) der Zucker dem Weltmarkpreis anpasten. Es wück.e nach Aush bnng der Zwangsbewirtschas-
Z-ahnen g-schmückt.
. . Nov. Kati.a tia Eichenauer,
Eliefrau des Schachtmeisters und Äauima ins Kari Eichenmter, fand im Herbst beim Kartoff-laus- machm auf dem Acker, wo sie nur wenige Büsche aus hackte, ein Goldstück.
trag von „Geduld" war eine hervor agcnde, packende Leistung. Der sehr verdiente herzlich: Beifall brachte als Zugabe ein Schumaimsches Lied ein.
Herr Prof. Trautmann unterog sich der aufopferungsvollen Aufgab', beide Künstlerinnen zu begleiten, mit unermüdlich r Frisch' und int» verwüstlicher Sicherheit. S in Spiel war abgeschlossene Meiste scha t und fügte den ausgezeichneten kü''sckerischrn Darbietungen des Abends eine
Lietzener Uonzerloerein.
Gießen, 28. Nov. 1920. Frcm Anna Jacobs (Alt) und Alma Movdie (Violine).
Fräulein Alma Moodie eröffnete den Abend mit einem Konzert von Nardini, spielte weckerhin „Romantische ©tütfe" von Drorzak und zum Schluß kleinere Werke von Bach-Kreisler, Tfckackows y und Brahms-Jeachim. Tas „Wunderkind" vom Jahre 1913 erwies sich nunmehr als eine phänomale Künstlerin, die sämt ic^e technischen Schwierigkriten des G-igenspieles mit sröh- lidjer Unbekümmertheit überwindet. Die Sauberkeit ihrer Triller, ihres mchrsartigen Spiels, die ch.'thmische Ausgcglichenhcit i'rcr Läuse ist nicht zu überbieten. Dazu ges llt sich eine angeborene Unschlbarkrit ihres Musiksinnes, sowi,: eine schlechthin verblüsfende Stärk: und Unti'rstrichenl-eit ihres Tones. Borwärt^drängende Bravourstücke von blendender und zünd?nder Wirkung liegen ihr einstweilen näher als das Andant: des Rordini- iverkes. Andererseits ist hervorzuheben, daß sie ans der reichlich seichten Moldauromantik des Dvor;a5ichen Larghrito te auszuiwlen wußd', was irgend darin war. Das nicht leicht zu gewinnende Gießener Publikum wurde von dem genialen Spiel zu ranschen.dem Teisall bin^ertf/en und erzwang eme Zugabe, die wiederum ‘in einer Kreisler scheu Bearb. tnng ^ Pugnani) bestand. G vade b efe Zugabe legte noch besonders von der fabelhaften Krast und Sicherheit btt Künstlerin ein unwidersprochen^ Z ugnis ab. Der hol>en Aufgabe frei lief), ivelch? in der trüben Gezenwar' die Mnstk a s nah zu da > ri iir, was und rv 1 früher rG »ße geblieben, erfüllen kann und so.l, vermag ein Programm wie das von Alma Moodie gebotene bei aller Großartigkeit der Ausführung nicht zu
daß Martins auch diese letzte Zuspiwmg vonms- geiehen und niedevgeschrieben hat. Den Frerm^ und seinen Schatten verbindri — und hier W Vie Sußeve Verwicklung der Begebenbri'en nn- eine Brilcke: er hat Jahre Mivor des Dichers nrnu als Gelicbte besessen, und dieser hat an ihrer Snt rmbewußt auch die Dergawrenhrit und. das 2Bc' jenes Menschen erkannt und „enthü lt".
ES spricht für Scholz, daß er dieses mi dem sich Anklänge aus be- romanli chen ErM dmgsliteratur und giftige Berührungspunkte Balzac, Wilde tmb andern leicht auführen l> daß er dieses Thema nicht «um Sensationsromi! auSgenutzt hat. Auch sein dreiaktiges Drama. 0 der terhnisck>cn Ausführung bis zum dritten W ganz treff.ich gestaltet, erzielt eine stete öpanngj und fesselt in seinen Lichtern, die es auf .MaM licheS und Ucbecmensckstiches wirft. Es ferelt F gemein — aber die letzten Ersckvü hyungnt wahrhaft großen Kwist b'ciben aus, weil mari w* den Eind.iick nicht los wird, daß ein äuperst w schickter Spieser Drahtfiliiren hin und her tarw1 läßt. Der erste Akt ist mit der piychologstckren W b'emst ldma am in e eisantesten. der z,verte -- ™ der analytisch nackigcholten E'-Position — mcll^ noch tlxatemnrtamer, während txe Entwirrung^ dritten bi ligere WirVungeu nickst verfchmäht-
Der Dickster leitete selbst die Urauffüf^r« seines Werks und konnte mit der Hingabe, bie tP« ( Sagan und die He>ren Fried (Fremoeri Gerdes tMartms) an ihreAutga''en verwan^ vo.tauf zufrieden rein. Nach dem zweiten und d>rin ; Akt wurde er mit den Darstellern mehrfach V« vovgeoufcn. 11
Tänze nmrd.n mit folck-er Degisterung ausgenommen, daß unser Theater sicher auch bei anderen Tanzabenden ein vo les Hmts finden wird. Es gibt begabtere Jüngerinnen Terpsichorens, wenn stian mich Ruch SckMarzkops in der s:-i erischen Anmut, ihres pialli'ch wirkungsvoll n Körpers gelegenckich gerne wieder sehen wird. Sie ist immer gefällig und auch in ihren Kostümen stets geschmackvoll. Von besonderem Reize waren diese zur Liszt'fchen Rhapchdie imd zum Hirtrntanz.
Wie uns mitgeleilt wird, bedeutete der peftrige Abend rin Jutbilaum dec Tän-erin, da sie zum 100. Male off n lich corftrat.
Die nrusi'a ische Leitung Karl Schlager's bemühte sich, a.len Intuitionen der Tänzerin nach-
Tie Haftsumme ist auf 624 600 Mk. ariftegen. Tas Vermögen des Konsumvereins hat die Höhe von 1 102 741 Mk. erreicht. Nach Abzug ber Passiva bleibt ein Gewinn von rund 18030 Mk.
** Der Bund zurPflegevon Musik und Literatur wird nächsten Sonn'ag s t/en zweiten Abend zugunsten der Gedächtnis-- spende gr'ben. Für diese Beranstaltung ist die Kon-erts-rngerin Frau Paubr Werner- Jemen au- Berlin gewonnen, die mit ihver umiangreichen Mtstimme und ihrem griüchlvrcken Vortrag wt den bief g n Konzertbesuchern in bester Erinnerung stehen dürste. Ter instrumentale Teil deS Programms nritb bestritten durch ein Streichguaru dcs'en schöne Seiftungcn sicke lich auch in writcren Kreisen der GicVner Musikfreunde bekannt fein necken: bie Herren A. Rein, P. W. Andveae, R. Sonn'ag und Fr. Schliepl>nke. Da die Herren sämtlich dem Bunde angeboren, so wird dieser damit zum erster: Male mit einer grö «tnen Kvn- zertleistuna an die breitere Oefsentlichkeit treten. Da schon der grösste Tril ber Karten im Abonnement verausgabt ist, so kann nur allen, die den Abend nicht Derf(hinten wollen, nur empfoh en werden, sich beizeiten Karten zu besorgen. (Siehe h. Anzeige.) _ w
♦* Gießener Konzert-Verecn. Freitag, den 3. Dezember 1920, findet abends 7 Uhr im Stadttheater als Beethoven-Feier ein Konzert des Orchesters des Hess. Landestheaters statt. Siel)e Anzeige.
Landkreis Gießen.
-m. Langd, 29. Adv. MN torstrngemm Sonntag wuv.« hier ein De nkm a l, das zum Airlrenken an imeve gefallenen Krieger errichtet wur«, ci^wiht. Sein Platz ist am Ein gang cre3 Frie-'Hofs. Die Anlag iit e^va 10 Meter (a’Xh 5 Meier tnxit und lesteht aus einem 4—5 M erer he hm Denkstein, des en Spitze riit Kreuz bl ict und in bei en Mi te sich rite Widmung be- fntret Zu beiden Sei en des hohen Steins befinden ftrf) bami je 6 und hm er ihpt 2 Hane ovale Stcine, bte dem G>ä>achnis bet rinezluen Gesall.men g> spi nnet sind. De Anlage bif>et in ihrer einsock^en, aber rinbTUr?3totlcn Ausführung eine Zierde unseres Fririch-ries. Das Denkmal besteht aus 'laiVm Sandsrut und iimtbe ton stöbert Werner in Hmrgm angrfcc.igt.
z Lich, 26. Nov. Unter Bet iligung sämtlicher 93er ine, des Gem»i rderat- und des Fürsten Rtrinhard konnte bie Freiwillige Fener- wehr, bie in opferfreudiger Weise von Mitgliedern und der Bürg-.-rsckmst gestiftete Ehrentafel .für die im Weltkriege gefallenen Mitglieder enthüllen. Die von Bildhauer Groh künstlerisch an^geführte Gedenktafel trägt die Namen von 17 Wchrheuten, die den alten Wahlsvruch „Einer für Alle, A le für E nen" auch im Dienste fürs Pa rf.T'*' in T-eue erfüllt haben. Aug btaa t ist das schlickte Kunspverk an d.r Ackri^lauschule. Bor Iber (Hithüll'mg ber Taf l besuchten bie Vereine und Körp-rschaften gemeinsam den Gottesdienst in der Stiftskirche. Die ein-srucksveNe Ent- hütttmgsfeier wurde von den beiden Gesangvereinen durch bat Vortrag ernster Chöre stimmungsvoll umrahmt. Die bridm Kommanbanten H. Findt und Fr. Schmidt sprackren Worte ber Weihe. Bürgermeister Fuhr übernahm die Ehrentafel in den Schutz ber Stabt Lich und bat bie Eimvohnerschaft, die an offerier Straße angebrachte Tafel gegen Auswüchse ber Rol>eit schützen zu Helsen. Baron Löw legte im Auftvage bes fürst- lid>eit Hauses einen schöiren K anz an ber Ehrentafel niebcr. Bosmders zu bemerken ist noch, baß man ben stillen, ernsten Tag nicht vorübcrgehen ließ, ohne auch ber anderen Gefaltenen in Trauer zu ßebaiten Arn Krieg rdenkrnal von 1870,71 auf (»em Friedhöfe veranstalteten bte Vereine eine schlichte Gedächtnisfrier, bei der Stistsdechant Lenz und Stistsparrer Schorlemmcr Ansprocken bel- ten und bie beiden Gesangvereine Trauerchöre ihim Vortrag bmchten. Ter G sangvercin „Cä- cilia" sang noch am Grabe seines im Kriege leider zu früh verstorbenen langjährigen Dirigenten Lehrer Wikh. Zimmer.
x Utphe, 27. Nov. Die hiesige Ortsgruppe des Hessiichen Bau'rnbundes (rererte jur Zeit auch 379 Zentner Kartosieln ai Minderbemittelte zum Preise von 21.50 Mk. 2)0 Zentner kamen nach Gießen. 33 Zentner nach Laubach an bas Joh.- Friedrichlift u:tb 149 Zmbrec bliri>m Ijicr.
x Stangenrod, 25 Nov. Am To ensvrm- tag fonn'e unserem alten ehrivürrigmi Kirchlein ein bleibender Schmuck übergeben )t>ei-biit in der ton den bci>m Kirch ugemriMbcn Stangenrod und Lehnhcim gesrif e en Ehrentafel für bie Gefallenem, Verso hmen und tomrife en HriZreeu des Weltkrise ton Slangmiod und Lehnheim. In bem
Kreis Schotten.
4- Gedern, 25. 9i'od. Auf Veranlassez der sozialdemokratischen Partei sprach im ßtaft. Hause „Zum Löwen" P artet Schn t'ieib von Gelnhaar über das Thema „Cbristentum uitb Sozialismus"^ Der Redner versucht- bie Wesens- ve.wan t.chast bei er nackEveisen, indem er ritt Parallele zog zw scheu Jesus und Marr, bie ßou gleichem Gerste b s eit g-n> sen seien.
Kreis Frieüberg.
Q Butzbach. 27. Nov. Die hier neu-rrich' tete Landwirtschaftliche Winter schult nurbe diese Woche in Anw f en beit des Laubes, ökouomietats M ller (Ta m'.a ti und des Frick> berget Kreisdirektors Frhr. zu Schenck et df inet Bürgermeister Köbler b g üßte die zahlnüch anwesenden Gäste u:tb dankt, ber Stadt Buylach uiib Den Landgemeinden für die zur Veriüguna g«. stellten Geldmittel. Für die Regierung sprach Oekonomierat Müller alten Dank aus. die bie Er- richtung ber Schule in Butzbach ermöglicht Als Mitteltunkt einer landwirtsckxt t ich hoch eniwütel- ten Gegenb sei gerade Buubach löt eine Urnbrou t« schasllich: Schule ber ge ignete Ort. Der Redner wünscht, baß die neue Schute an ihrem Teil mit teitrnge zum wirtschaftlichen Wiebnausl»au. Krch». bireklor Frhr. zu Schmck fand als Vo-sitzen!rec des Auisichtsrats ebenfalls herzlich' Worte fflt die neue Schule. L iter dec Sch.cke ist Dr Schlü», bisher Landwirtscha'tslehrer in Friedberg. Die Zahl ber Schüler beträgt schon 55, b sonders gut ist der Besuch aus dem Hütt-nb-rg, der Gießeä-a Gegend und aus dem Kreise Wetzlar.
Starkenburg und Rheinhessen.
rm. Darmstadt, 28 Nov. Der RricUbimÜ ber Kriegsbe'chädmten, Kriegshintei b telreuen urb Kriegs tri nehmet hielt gestern und heute seine vvn über 200 Tri'nehmern aus allen drei ProvinM
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Em treues Schauspiel von Wilhelm v. Scholz „Der Wettlauf mit dem Schatten" erweckte bei der Uraufführung im Neuen Theater sta ckes Interesse. Der Dich'er, dessen, Neiumg zur Mystik ja bekannt ist, zeigt hier gelximnisvo le Be- ztelmngen von Mensch zu Mensch und eine seelische Wirkung in die Ferne (Telepathie) auf. Sein Romanbichter Hans Martins hat Teite etncS n<wn Werks im fi einen Kreise fror geleiert; nun begibt es sich, daß rin annre endet Fremder sich von feinet Aehnlichkcit mit der Fimr des Dr. Schwa -er tief innerlich betroffen füllt, und deshalb den Autot aufsucht, um dieser Merkwürdigkeit nachzuspüren und ihre unheimliche Mach' aus der Welt zu schaffen. Zwischen ber RomanstWr uiib bem Fr em ben waltet ein unlösbarer, auf überirbischen Kräften beruhender, Zusammenhang, den der Lebende nicht fr.-edym kann, und wie er, um sich der unheimlichen Kette zu erwehren, mit einem Revvlverschuß feinem Leben ein Ende machte ba stellt sich heraus.
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ttmg eine fprungchafte Erhöhung der Dretse em- tteten, bis ter Wsttmarktprers ton etwa 18 Mr für das Pfund erreicht wäre. Daß unter bie;en Umständen Zucket für die üb rw cgento Mehthrtt ter Dcv tlerung uncr chwinalich tofcc, ist oh. e w.i eres flat, und desha lb muß torläuf'-gi be crie.it- ti're Bewirtschaf ung res Zuckers auf eckst erhalten bleiben. Nut dad rch wir des mö"l.ch ein, je^em ein^rinen, eine, warn auch knapp teme s me Zucker- ra bo 11 zu er.räg.ich.m Preife zu fick/ern. ^tieFret- g a b e ber Zucke twi r t f chaft Lunte allenfalls int näch!en Wirtschaf siahr etf.Vgit, falls vmm die S/Drbcbtngunyn g geben fe.n sollleir, d. h. ab Cf ober 1921. In ti-em Si 'ne hat sich auch ber zuständige Ausschuß des ReichÄvirtschafls- tares auss?sp.vchen.
Ein WcihnachtSwnnsch.
Der Lazarctt-Aukschuß Giesen bittet mtS um Aufnahme nachstelenteu Ausrufes:
Tie 3. Friedensweihnacht naht heran. Nych immer liegen zu Tau'enden bie Opfer des Krieges in ben La'aretten bie ihre G.'sund'reit bem Vater- laude unb ihren Li ben geopfert haben. Auch hier in unserem kl inen Städtchen Gießen liegen noch annähernd 170 Mann dieser Armen an ifven Wunden und Leiden. Um auch ihnen eine schöne Weihnachtsfreube zu bereiten, avpel'iercn wir an den Opser'inn der Bürgerscha't Gießens. Gaben und Geschenke werden ans Zimmer 35 von der Schwester des Bersorgungslamret's Braugasse entgegengenommen oder auch auf Wunsch abgeholt.
Beranstaltunqen.
Montag: PvskSeller. 8V< Uhr. Mlt- gliederp rsammlung ter Technischen No teilte. — Casö Leib, 8 Uhr, Kon'ert und Vorst llung der Medick-Mridinger. — Ltchtspielhmis wie gestern. — Lichtspiele, S Oer^wg, „Inmitten ber Dschungeln" und „Tie P.itlche .
L^cttcvvoraussage
für T i e n 81 a g:
Vorwiegend bedeckt, zeitweise leichte Niederschläge, vorübergehend milder, westliche Winde.
Ein flacker Tiefdruckwirbel bewegt sich über die Nordsee in öst icher Richtung Es ist vorübergehend milderes Wettet mit Niederschlägen zu erwarten.
Als Höchsttemperatur wurde gestern 0,5 Grad über Null festgestellt, als Mindest- temperatur 6 Gra) unter Null. Lauterbach hatte ebenfalls eine Höchsttemperatur von + 0,5°, dagegen eine Mindesttemveratut von 9 Grad unter Null. In Tarmstadt blieben die Temperaturen annähernd gleich: Höchsttemperatur 1 Grad über Null; Mindesttempcratur 1 Grad unter Null.
verwerten. Im Fotte ber hohen Lage far
Töne von ichnKtternder sieghaster Gewalt; zur vollsten Geltung kommt die Fü te ihres Organs in der tiefen Lage. Ihrer durchgeistigten Vortragskunst zu lauschen ist ein hoher Genuß. Von den Brahmsschm L'e'rern kam b sonders „Dcr Tod, das ist die kühle Nachtt" zu ergreifender Wirkung. Noch besser scheinen ber Künstlerin die Gesänge von Richard Strauß zu liegen. Der Vor-
*♦ Zum Dt. meb. h. c. ber Universität Gießen wu .be Justizrat Wilhelm G r ü newald in Gießen ernannt, als ber tatFräitige Mehrer am Gut ber Lanbesuniversität, ber sich in richliger Erkennttiis ihrer vielseitigen und großen Ausgaben allzeit bereitwilligst und erfolgreich für hre Bestie ungen und Bdürsnisse eingesetzt imd sich als ihr bcwöhttcr Gömrec unbegrmzten Dank erworben hat.
** Rückwandererhilfe. In den nächsten Tagen finden durch Angehörige hiesiger Schulen Haussammlungen für die Rückwanderer statt. Diese Sammlungen werden dem Wohlwollen der Allgemeinheit empfohlen. Denn die Rückwanderer haben vielfach alles verloren und müssen ganz neu anfangen. Aber auch Klugheit muß dazu führen, sich ihrer anzirnehmen. Sind sie doch die Pioniere des Deutschtums im AuSlande und je eher sie in der Lage sind, sich ihrer Tätigkeit im Ausland wieder zu widmen, desto besser können sie die alten Beziehungen zum Ausland aufnehmen und damit dem schwer geschädigten Handel Deutschlands im Ausland nützen.
**Neichszuschuß zur Beschaf- fungvonHausbrandfür Minderbemittelte. Haushaltungen, die zur Zeit ein jährliches Gesamteinkommen von weniger bis 5000 Mk. haben, können auS dem Neichszu- schuß zur Beschaffung von Hausbrand für Minderbemittelte bedacht werden. Siehe Bekanntmachung.
** Ter Konsumverein Gießen und Umgegend b.s tzt jetzt eine Mitgliederzahl von 6366, nach^rem im letzten Jahre 2356 neue Mitglieder beigetreten sind. Tie Geschäftsanteile betragen 244 0 13 Mk. unb fliegen um 164 917 Mk.
Asr» Hessen.
rm. Darmstadt, 28. Nov. Das Gesamtministerium hat dem Landtag eine f {■_ • 1 - • 1 r '• * '<
Regierungsvorlage zuaehen lassen, der in dem Gesetz von 1906 betr. die Landwirtschaftskammer in Art. 42 eine Abänderung dahin vorsieht: Im Rechnungsjahr 1919 darf die Umlage bis zu 40 Pfennig, 'm Rcchnungs'ahr 1920 eine Mark, und in ten R chnurasjah en 1921/22 bis löch- ftens 1.50 Mk. auf Tausend Mark des der Umlage unterliegendem Vermögens betragen. — Die soeben er'ch'enene neueTagesord- n u n g für die am Mittwoch wieder beginnenden Verhandlungen enthält wieder über 80 80Beratungsgegenstände, dazu sind nock weitere zu erwarten. Es ist daher micht ab- zusch^n, ob und wann diete alle erledigt werden können, zudem der Mittwoch allein wahrscheinlich noch durch die bis jetzt gemeldeten sechsRednerzurFeiertagsdebatte in Anspruch genommen werden wird.
galt besuchte Hauptire sarnrnlung des Bezirkes Hessen unter dem Vorsitz ton Lmk (Darmstadt ab, zu der auch ber Gauvertreter Eichinger d<j Gauverbrnbes Helsen-Ra'sciu mit tu 850 Ort gnuppen oey treten en 60 000 M i tg iedem (Nassau unb Hessen), sonne Karne ab Marokc von ber B101- beslrittmg rn V«e lin eridjienen waren. In bei gestrigen Berhanbimg Würbe hauptsächlich Neuorganisation geschaffen unb brei Unterbezirie mil je einem Sekretär in ben brei Provinzen D arftn« bürg. Ober Hessen itnb Rheinhessen, sowie btt Grmd- laee zur Finanzi-rmrg getagt. Abenbs schloß iich eine gemflt irfre Abnibimterhaltung an Heute ßH nm-de zimächst in ber Vorstandswahl Link (Tarnt- stabt) wieber crewählt. Die drei Provinzen fkl'tn die wri'eren Vorstanbsmitglieder Es wurde tonn die prak i ch: Durchführung der Tätigkeit der ftri sitzer bi den Mi i ärversormmgsgeiichlen, f'röla ten Fürsorgrste len eingelrenb bebanbeit. E4 bann eine sehr interessante Vorführung nti künstlichen Beins, bes sog. MarbeineS. to <h Herrn Votz (Frankfurt) statt. In ri er öireutliifat Veriammlimg am Nachmittag sprachn bnrat ü auft Örenb?n Vorträgen Frau E Wep^and |Vi^ baden) und Herr Maroke (Berlin' ü'.rer ba3 Ren- tenproblem. In ber cm.ckst cßmden A 'ssvraric kam zarm Ausdruck, daß die dringende Not ber Krieg brichädig'en unb Hinterb i ber en für etir 1 'ffiL rasckxste Gewährung der Vorschüsse mit aller Ena-


