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Ur. 124

Zweites Blatt

Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für Dberheffen)

Samstag, 29. Mai (920

Heb«,

lunc, 6 3:

um 1920 nhrb eint ö'

K r e i s wa dl a u S schu f

Nea.

b. Höller

um 3Vs llfrr. Bormittaas 9 Uhr spielt die dritte Jugendmannschaft des V. f. B. gegen die gleiche

Fortsetzung 46.

(Nachdruck Der boten.)

den

Stunde in

Wer noch freies Gartenland besitzt und gute Orrntra machen will, der füllte noch Aukfaaien von

mttag dn

09817

des V. f. R. 1900. (Siehe Anzeige)

4- Bad-Nauheim, 27. Mai. Der Spiel- platz-Werbelag findet hier am 30. Mai fe-ti. Es find« ein Stillauf statt, an dem sich tue beiden Turnvereine und ter Sporwerein beteiligen.

O Schlitz, 27. Mai. Ter Turnverein htt, dem Zuge der 3tü Rechnung ttagend, eine Faust­und Fufzball-Abieilang gegründet und sich an Die Stadt liegen Ucbcrtassung eines Spielplatzes mit einer Eingabe gewandt.

tteral, 1 wollenes Papiergeld: ver­

trugen sie ins angrenzende Zimmer, ttro Pelze und Kleider in Menge vorhanden waren Tarnt

i! banden ihr ein Taschentuch vor nb, schlugen eine Bettdecke um i'te und

kamen sie zurück und brachten etwa eine halbe Stunde in ihrem Zimmer zu, welches sie nach etwas durch'!öberten, das fit nicht finden Sonnten, und fluchten fürchterlich darüber. Dann wurden fte durch etwas aufgeschveckt, und so nahmen sie die arme alte Tarne, die ganz in Pelze gehüllt war, trugen sie hinab in einen Wagen und führten fit

Wie ging die Sache vor sich?

Er hat nur die Möbel aus dem Weg ge­räumt (er arbeitet sehr geräuschlos, ment Manns), während die (Äschickte erledigt wurde, und sie nachher wieder an ihnen Platz gestellt.

Aber sicherlich sah und erfuhr er, wie die Ge­schichte oor sich ging?

O gewiß: t*e alte Tarne lag m tiefem Schlaf. Sie

Wie viele waren eS?

Landwirt Anton Deipert als « am sog. Ort­berg Reisig verbrannte, selbst mit verbrannt.

ra. Waldgirmes, 25. Mai. Die hiesige ®em<inbaxThetung bat einstimmig teffolofiai, ab Michaeli d. I. eine Gerneindeschäfcrei zu grünten.

We i l b ur g, 27. Mai. Qm Forstort Wier- dolz fanden Waldarbeiter die stark v e r il fl m - m e 11 c Leiche eines unbekannten Mannes auf.

' herzlicher mfl unlerrt zahlreichen trbebtubea I Dörr und lia" für den raus diesem ttt

trbllebencn: ! Jung

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1 Mal 1930.

hierher?

O nein. Ich habe die Dame nie gesehen. Wohin dann?

Ich habe nicht die Maffefbe Ahnung davor-.

lFortsetzung folgt.)

Reichstagswadl 1920 Zur Ennitte- de- Ergednis.es der Reuhchiagswahl am

mangels in der 2anbhnrtfdxztt. Bermtttlung coii Ardeits^felde.1 an Hanbtmrtc.. Ikrttgsleistun gen. EinsammÄn encheinrifther Arznei- und

A«» Stadt und Land.

Gi e tz e n, dm 29. Mn 1920.

Einführung der Telegramm-

Überwachung.

Tos ist rasch gesagt, Fran Simpkins, erklärte ich in der freimütigen Art der Welt. Wir möchte« uns über eine gewisse alte Dame erftmbigen, bi: letzte Woche aus einem gewissen Haus wegge­schleppt wurde um genau zu sein, aus Nummer 19 Pontifex Sqmwe.

Sic errötete bis zu den LxiattuurpL:.

Warum, fragte sie, mit einem vergeblichen Berfr.'ch, beleidigt zu scheinen denn _icb tonnte deutlich sehen daß diese Frau eine Stümperin hr der Verstellung war, warum tonnrtm Sie zu mir, um sich zu erkundigen?

Warum? wiederholte ich. Weil Sie alle nähe­ren Umstände tonnen, Frau Simpkins, das ist der Grund, und zwar ein sechr guter Grunv.'

O, mein Gott, Sie irren sich gewaltig. Ich weift nichts von alten Tarnen, die weg geschleppt norden sind, von wo sagten Sie gleich?

Pontifex Sonare, Lambeth.

Ich Hobe nie von dieser Gegend gehört.

So? sagte ich in strengerem Tone als bisher. Teufen Sie rasch einen Augenblick nach! Es sind ein paar Tage ter, da fuhr eine Tarne, die genau aussah wie Sie, Ihr Ebenbild, meiner Treu!

-sen, sich " Nülhin. ln0 rech.

Weeot, ^nrttoet:

Die Gräkin.

Roman von G. W. App le ton.

von diesem Haufe in einem Zweispänner zmn Pontifex Sonare 19, wo t* alte Tarne, von der ich rede, gelebt batte. Das waren natürlich nicht Sie, Frau SrmpkinS, und selbstverständlich wissen Sie nicht- von biefem Briefe! Tamu Holle ich meine Briettasche heraus. Ah! Da ist er ra, dieser Sncf, mit (fer llnrerschrist ,Frau timet*, angeblich von her alten Turne idber ge­schrieben, icorrn lieber6ringetin beauftragt rmib, deren Eigentum, Weiter, Schmuckgegenstände Kiro, abzuholen Dollen Sic ihn sehen?

Nunmehr brach sie trat einem Male zm-rmnLn.

Ich habe ihn nicht geschrieben. Ich versichere Sie!

Tann war es Ihr Mann, der ihn geschrieben hat. Praktisch ist eS ein und dasselbe. Uebrigens, fügte ick, mach an Dick toentenb, hinzu: sagten Sie mir nicht, Herr Scrubbs, dost der Gatte dieser Tarne in eine schlimme Geschichte verwickelt fei?

Dick ging fofort auf meinen GcdanHm ein.

Jawohl, und er ist bis fetzt noch mit knapper Not seinem Schicksal entrjrmen. Ich würde sehr gern 'mal dem L>errn begegnen!

Jetzt war Ort Zusammenbruch vollständig.

O bitte, guter Herr, wenn Sw chn nur noch dieses Mal taufen lassen, will ich Ihnen alles tagen, was ich weih.

Mehr wollen wir gar nicht, bemerke ich nun*

rfentlühr Sitzung de« i > cS aut Montag ben

1 Racknadel, 1 Brille mit Äindersöckchen, 1 Bleistifl i

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Ems, 27. Mai (gegenüber von Schloß Langenau stürzten zwei Ausflügler von einer Felswand in die Lahn ab. Während die Dame mit dem Schrecken davonkam, erlitt der £>err schwere innere Verletzungen. Das Paar, das sich ans User gerettet hatte, wurde erst nach mehreren Stunden durch Zufall entdeckt und m Sicherheit gebracht.

Frankfurt a. M., 27. Mai. Die am L Juni eintret en be $er teuer nng der Mo­natskarten auf der Straßenbahn um 150 Proz., führte heute früh pi einer P ro tefe- versammlurtg der kaufmännischen Angeftell- ten. Man beschloß, gegen diese Verteuerung eine gemeinsame Äbwehrsrvat za bilden und durch einenTrombahndenützungsstreik" die Stadt zur Rückgängigmachung der Preiserhöhung zu

««MO'®' früh 5 Uör.

-km-Renner; art: Sarlsrvst n|tt>etSo6tet8jg

mehr. Ich denke, Sie werden fetzt ehrqetdfen haben, daß wir von dieser Geschickte am Pontifer Square genau unterrichrrt sind Wir haben nicht die Absicht, Ihnen, noch Ihrem Manu bös mit- zuspielen Er ist eben der Versuchung unterlegen, die im Gekde lauert, und hat daS Risiko aut ftch genommen.

Das war es gerate. sag de sie darauf

Und hatte in Wicklichfeft persönlich keinerlei böse Absichten der alten Tome gegenüber

Nicht tm mindesten.

Aber da er ein mutiger Kerl ist und sich dachte, eS möchte eine günstige und einttägliche Gelegenheit sein, das Eigentum der alten Dune in Sicherheit zu bringen, schrieb er ten Bries, den ich Ihnen eben zu zeigen mich erbot, und ichickte Sie im Wagen zum Pontifex Sauave.

Ganz richtig. Es war sehr schlecht gehandelt, ich weiß cs.

Allerdings, aber dos tat nichts. Es ist nicht ans Licht gelten men, oder, Frau Srmpkms?

Wehmüttg lächelnd erwiderte fic: Nein, es ist nicht hevausgetommeu.

Und mm, wie lange war Herr Simpkins in dem leeren £xnr5 am Pontifex Sauave an der Arbeit?

Etwa drei Tage oder richtiger Nächte.

Unb er war dort, als die alte Tarne weg- geführt wurde?

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seum soll Sonntags von 111 Uhr und M,tt> zwingen. _ . _ __

>°°chs DOT 36 Ufr unentgcltlich g-öffncl fern. * £«««« ^2" un-

Ifßten Jahr- wurden 1000 Mk. für Museums-1 lersr-m!iscfr» Orte Edclbach ist d-r 72 Jahr- aük

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her Wöchnerinnen wüsche verboten

Friedberg, 27. Mai. In der heu­tigen Sta dt verordnet en sitzung wurde beschlossen, den Vorschlag des Finanzausschusses anzunehmen, es bei einer Erhöhung der Bersiche- rungsstimme für das städtische Mobiliar um 150 Prozent zu belassen, den Rest der Werterhöhung durch Selbstversicherung zu decken. Die Er­höhung der Vergütung an Stadtverordnete Tür entgangenen Arbeitsverdienst wird rückwirkend vom 1. April an um 100 Prvz. erhöht. Das Gesuch des Ausschusses für Leibesübungen um lieber nähme der sh)fern für den Reichsfugendtag wird mit 500 Mk. bewilligt, weitere Nachsendungen sollen fedoch nicht genehmigt werden. Die Stadtverordnetenversammlung ist mit den von 6cm Museumsausschuß vorgeschlagenen Eintritts- pretsen (1 Mk. für Erwachsene, 50 Pf. für Vereine und 25 Pf. für Schulen) einverstanden: das Mu­seum soll Sonntags von 111 Ubr und Mitt

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»wecke bewilligt, hiervon jedoch nur 200 Mk. aus­gegeben, die restlichen 800 Mk. sollen einemAn- taui Limite für Settetauer Altertümer ' vis Grund­stock dienen.

ntt Nieder-Wöllstadt, 28. Mai. Bei dem meng eit Pächter Schwind brach ein größeres -schadenfeuer aus. Eine größere Anzahl Vieh ist nntDcrbtannt. Die llriady des Brandes ist unbekannt.

Stn rfenburg und Rheinhessen.

RML. Darmstadt. 28 Mai Das öeff. Wirtfckallsamt gibt bekannt, daß .Aufwandsentschädigungen für bie Vorsitzenden und Schriitsührer der Mteteini- gnngsämter mit Rücksicht aui die berieitigcn Teui rungsverhältnisse dahin abgeändert werden, daß für lebe Stunde Sitzungsdienst der Botiitzente vom 1; Mai ab 5 Mk., mindestens aber 10 und höchstens 30 Mk., der Schriitiührer 4 Mk., min- beftend 8 Mk und höchstens 24 Mk erhallen. Die Ausgaben sind aus der Gemeindekasse zu be» streiten.

fn. Worms, 28. Mai. Einen Millionen- gewinn zum Nutzen der Allgemein- heil erzielt soeben die Gemeinde Eich, die das Gat Liebfrautal vor kurzem zum Preis? von rund 350 000 Mk. an getarnt hat und cs ediert an die einzelnen Landwirte versteigern ,l Bis fetzt hat die Gemeinde schon einen Mehreuöö von mehreren Hunderttausend Mark erzielt. Dabei ,'ind immer noch eine ganze Anzahl Weinberge, viele Immobilien, die ganzen umsanireichen Gebäu­lichkeiten noch im Besitze der Gemeinde und wer­den demnächst versteigert, so daß die Gemeinde Eich in eine beneidenswerte glänzende finanzielle Lage kommt.

loreni 1 goldenes 5tonirr mit Anlanger, zwei Nvtenscücke, 1 Portemonnaie mit ztrta 60 Mark Iithall und mehrere Schlüssel, 1 goldener Ring mit Brillanten, 1 braunlederne Brieftasche mit etwa 200 Mark Inhalt, 1 Portemonnaie mit 23 Mark Inhalt, 1 dunkelbrauner Lederbeutel mit gnzen und Glasperlen sowie 1 Taschentuch In- und 1 Brieftasche mit Militärpapicren, An> ungSschein, Zeugnisfe usw.

Anton Müller I. von Lang^Göns wurde am 18. ds. Mts. vor dem Äreisamt Giesten als Erhrber sstr die t^emeindc LMigXVöns eidlich verpstichtel.

Vereine

Eza-Club.

lau, 30. tM nsl

, Im Serelnrloti rord, General- rsammluno. iderWichl'Sstl^ ortmunfl wird iL6r|(t>dncnj* Der Voir»-

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6 Ubr, iuo»v am tu In nf ** am Fauanuw :sn. wy nen euDÜnl»L

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garantiert sein dürste. Das Spiel der zweiten

Mannschaft beginnt um 2 Uhr, das der ersten 3Vs Uhr. Bormitta! '

AuS dem AmtSverlüttdigungsblatt.

** Das AmtSverkündiqungsblatt Rr. 71 vom 28. Mai enthüll: ReichrsiagSwahl: Sitzung d.'^Kreiöwa'hllwBch.isfes Durä:!,.run,i der Bestimmungen des Irredensvettra fs. Anmel­dung und Destotaanahinc tun UrfuJtüci uiw., wie Anmelde^rmutare dazu - Vereidigung der öffentlichen Beamten. En, düng der Qtetreü» und ttartossrtstächen. Behebung be4 Arbeiter-

führt Wochen. Die Maßregel gründe, sch auf Die Verordnung des Rats der Volksbeaufttog^n vom 15. November 1918. Wie die Itoftübcnvadninq toll sie vor allem zur Bekämpfung der ttn- vital- und Steuerflucht dienen, daneben auch der TurtLfübrung des Verbots der AuS- und TurtfcW von Gold srnvie der Ausfuhr, Ver­äußerung oder Verpfändung auflänbifdjer Wert­papiere nach deut Aus and, der Turchfultrung der Vorschristcn über die Aus- und Einfultr vonLtoren, schließ ich auch der Bekämpfung des .idettenllandels, der Wucher- und Schiebergeschäste. Uebenvarbt iverben nur Privattelegvamm: nach dem ^lusland. Sonstige iiraf.a-c ^anblungen rntd polnische 'JLi* ndcgaibeiten smd von der liebenixicbuug an^gc- fchlo'len. Sie erfolgt bei der Aufgabewtstrall im all- gerne ine. t durch btc Annahmestellen. In Crten mit mehreren Verkehrsan stallen werden die Tele­gramme auck bei der L«upV-Televrapllutwtstalt tm Zusannneithung nad>gcprüft. Verdachugc Tele­gramme werden zwar oh..e Verzug beför>.ert, aber davon eint Abschrts. mit dem VermerkVer äd^ig" brieflch der nächsten Postüderwachungs e.I - über» iandt. Verdächug sind insdeondeoe Verfügungen über SanCg-atloben ober die Eröffnung von strr- biten. Telegramme über HandelsgesckM c im Nah­men des üblichen tauynännischen Geschäfts eine6 alS einwandfreien bekannten Absenders gelten als unverdächtig.

** Die Beamten und btc Reichs- tagSwastlen. lieber dieses TTema spricht un Montag den 31. Mai im Auftrage der Demo­kratischen Partei ter Reickustagstaichidit Herr S ch u l d t - Berlin, Vorsitzender ter Gewerkschaft te itschec Ei enbahnb amten. Dec Redner ist, wie die Parteileitung mitteüt, bekannt dafür, test er in seiner Führ.rstellung allzeit in bester Weise die Interessen der deutschen Boomten währgmom- men hat: er wird gerne beneit sein, Wünsche aus der Mitte ter Beamtenschaft entgegenzimeh- men, so dost die zu erwartende Distassüm nur auf einen für die Beamten fruchtbaren Boden fallen wird.

" Oberhessischer Kun st verein. Er- steulicherweise kann dem Wunsche vieler Ans- stellungsbefucher entsprochen worden, indem die Kollektion des Aussteller oerbandes Münchener .ftünftler noch bis zum nächsten Mittwoch ver­bleibt. Da die Ausstellung wöhreitd den drei Wacken wiederholt vervollständigt wurde, so kann der Besuch der Ausstellung, welche manches inter» essante Kunstwerk aufweist, sehr empfohlen »ver- den. Die Ausstellung ist morgen Sonntag und bis »um Mittwoch täglich von 111 Uhr geöffnet. Im übrigen verweisen wir auf die heutige Be­sprechung.

** Die Gießener Lochschulgesell­schaft veranstaltet wissentliche Lehr- gängefürLehrer. In diesem Semester spricht auf Wunsch der Lehrer frerr Prof .Dr. Koffka überDie Grundlagen der experimentellen Psy­chologie in ihrer Bedeutung für die Pädagogik" Tie Vorlesungen finden Mittwochs von 46 Uhr im großen Hörsaal des BorlesungsgebLndes statt. Sie beginnen am 2. Juni.

Kreis Friedberg.

4 Bad-Nauheim, 27. Mai. Als erster ter sechs in sibirischer Gefangenschaft treilenden Bad-Nauheimer ist H. Rüb, So-hn des Bahnsteigschaffners Rüb, gestern angekommen. Die Stadt, der Vollsbund und der Durnvrrein 1860 überreichten dem Heimkehrer größere Geld­spenden als Ehrengaben. Heute traf R. Lehr aus russischer Zivilgefangenschafl hier ein.

rm. Bad-Nauhetm, 28. Mai Der Krets- bebammenücrcrn in Bad-Ncucheim hat am Diens­tag abend beschlossen daß für Krankentassenmitglio- der nicht mehr gearbeitet wird. Ferner ist das' Anstecken ron Taufsttäußchen, sowie das Waschen

Turnen, Spiel und Sport.

Fustball. Die sußballsportlichen Pnngst- Dnanfealtunarn des Vereins für Bewegungsspiele Giesten brachten einen vollen Erwlg. Trotz ter he.sten Wüterung hatten |id) am Pfingstmontag über 1000 Stta^sanhanger auf d.m Tr.eb eu<- gefunben, um bem Spiel gegen den Hammer -spielverern von 1904, tem Ligau.eister tun Westfalen, tenzMvol,ne,i. Gleich nach 'JüiftuH eni- ivickelte sich ein lebhaftes Spiel, die OhcBcn-r tande.i sich am ersten zu am men, Le->. folgten das Tor der Gäste stark und gingen in ter 25. Minute durch einen schönen Erto.g deS Mtt.'lflürmcr? in Führung; fünf Minuten später gelang ten Des!- falcn bei filtern Eck ofz d rrch einen glänzenden stzopsball der Ausgleich und <inr Minute vor Hall'- ze.t schos en die Gäste durch ein MilZverslfoidn.S der Verteidigung daS 2. Toc. Nach Seitcmvechlcl mach.e sich .ine keine Ueberlegenlxit t>rc Er> bcimij_d)en bemerkbar, die Hammer brachten in tes Spiel eine etwas scharfe Note, turnten aber nicht verhindern, baß die Gießener 2 weitere Tor? erzielten und bamü cimoanbfrei ten ©reg daran- trugen. Tas Spiel war äufjcrfl flott und reich an fpamieibcn Tlomcntcn, gegen Schluß für ein FreundscknfL.'piel leider ellvas zu schart, da ter Sch.ersrickuier nicht dagegen einschritt. Mit diesem Spiel hat B f. B. Gietzen liewiefen, daß er gegen die erste .illasse in Westteutschänd mit Erfolg antreten kann. Am Tage norl.er spieltt die erste Mannschaft tes F. C. Alsfeld gegen die zweite tes B. f. B Gieflen? auch dieses Treffen konnten die Bewegungsspieler vermöge einigen Spieles mit 3 : 0 Axnvn gerofrmen. Tie Iugend- abtcilung tes V. f. D. weilt» über die Feiertage auswärts. Am ersten Tage spielten die erste und zweite Iugtrndmannschast gecen die gleick/e des F. C. Frankenberg, wobei Gieflett das Treffen ter 1. Marrn schäft mit 2:1 Toten gewann, be zweiten Mcnt.scktaiteu spielten 0:0. Am zweiten Feiertage spi-lten die gleichm Mannschaften in Bitten topf; statt ter vereinbarten Jugendmearnsafoften strl te leiter Bieden köpf feine teiten aLiren Mannschaft-m, so baß die V. f. Be.v. mit 2:0 Taren imb 3:0 Taren trotz technisch bcsscvcm Spiel verloren. Die dritte Jugend Mannschaft spielte am ersten Feier­tage gesrn die gleich? des B. f. 1900 an ter Haardt und ftnrnte mit 3: 1 Tb reit sicher grivrn» uen, am 2 Feiertage verlor fic m Friedberg gvg-n eine IugendmMrnschaft tes dortigen B. f.^B mit 6:1 Toren; Friedberg hatte seine erste schüler- mararschaft gestellt, dir ten Giefjeneru überleg rn llWl.

Ter Verein für Bewegungs­spiele Giesten empfängt am kommenden Sonntag, ten 30. Mai 1920 auf seinem Sport­platz Trieb den Fußballveoein 1917 Marburg zum Gesellschaftsspirt. Durch br schlechte Zug ter- brnbung weilten die Marburger schm längere Zeit nicht mehr hier, das Vorspiel im August vorigen Jahres formte 1917 mit 4:2 Toren gewinn en. Die Marburger Mannschaft soll sich mzwischen Wetter DeTbeffert haben und bringt den Ruf eines flinken und fairen Gegners mtt. V. f. B. tritt mit ferner kompletten gegen Hamm siegreichen Mannschaft an, so daß ein erstklassiger Sport

14. 3uni 1920, vormittags 8 llhc und iiafomütaoS 5 llhr. im Sitzungssaale ter Zenwalstrlle für Oie Lantesst».isftk in Tarrn statt anterauml.

Anmeldung und Beschlagnahme van Urkunden und Wer.papieren aus Anlaß ter Turckfüh urg tes Fnetensvcr ragö Der 2Inm<lte-* pflicht unterliegen ttfo:terlxblidx Urkunden alter An, wie .'hnitomrAgc, GeselljchaflSberträge, Ver>» Icibung»urtimten üter tergteulidr. Ftt'cheiei-, Flößerei- F!hr- und ähnlick« (terechtsamc. Ur­kunden üoer die Bestellung, Mentennin und lieber- tragung tun Hnpolteken inti> dinglichen Rechte anderer Art. Die Anmeldung ist in 3 Stucken bei dem Reichsfoinmisiar für Auslands.l.iten, Ur- funbenan meL-e, re Ile, Berlin^ZehlewtaZ-Mi. le. Am Urbau, mittels eingeschriebenen Briefes cur^urci» chen. Tie Anmeid fonnutare sind bet dem oetrt- tariate ter Handels Sammer in Gießen, Lcmpsrr. 7. erWtiuti

Zur Vereidigung aus die ReichS- u n b Landesverfassung sind auf Mirtwsch ben 2 Juni, vormtttagS 10*/i Ubr, die Bürger­meister. die Ieldschützen und Nachtwächter, ferner auf Freitag ten 4 Zuni, vormi taw 10'/, Uhr. die Beigeordneten unb Pvli-erdurner ter Land.- gnneinten, in ten Sitzungssaal des '.Hegiennigfl- gebLuteS zu Gießen eingttaten.

Erhebung der (betreibe-* und ffar- toffelslächen in der Zett vom 20 Mai bis 5. Juni 1920. Die Ausführung ter Erlxwung ob­liegt ten Bürgenneistereien, nm Hilfe ter zu die­sem Zweck ernannten LachverstL-.digen und Ver­trauensleute. öilirmb bei ter uu^äl«rigen Erhe­bung die bewirtschafteten Flächen fetes Betriebes getrennt nach ten Ofemeinten in denen fic lagen, auioetül;n werden mußten, fällt die Unterscheidung diesmal wog. Es )ini> vielinetzc alle Ange oen in ter Zählliste bencmgeit (verneinte einzutragen, van der aus die Do.oirtsckiaftung geschieht. Tadnrch fowodl, wie burd) die Beschränkung auf (teircite und Kartoffelii ist die Erhebung beteutenb einfacher als die bisherige.

Zur Behebung des Arbeiter man­gels in ter Landwirtschaft werten gciwlljEt freu Fahrt in ben Beschläftigunßsort, sowie ein.-* a»ge messene Beihilfe zu ten Retseuntosten, einscküießlich ter Kosten ter Beförderung tes Umrugsgutes: auch die im Haushalt des Arbeitnehmers lebenden Familienangebörigen,die zwecks Wetterführung des Hmisl:alts in ten BesckuäftignngSort mttreifen ober nadifolgcn, erhalten freie sstahn und angemtffenc Beihilfe zu ten Reiseuntosten, einschließlich der .Kosten ter Beförderung des Urnzugsgutes, wenn ter Ofemcinte tes letzten Wohnorts ter Nachweis erbracht wird, daß die Unterkunft in dem BcfchLf- tigunifoorte gesichert ist.

Förderung des EinsammelnS ein- heim'scherAr-nei-unbGewürzpflan- 6 en Tas Hessische Lanbesaini für daS Blldung»- wesen, Abteilung für Schulangelegcnch iton, würbe es begrüßen, wenn in diefem Jahre wicterum durch fe e Lehrerschaft unfefchr Schüler Ärnne,./slMizen und Tocträuter cingefammeü werden tönitten. InSbc^ fonterc dürfte 'lootfi bte lLivdliche Jugend hierzu geeignet sein. Tie Apokhekher des Londes würden sichtlich den Lethrern gern mit Rat und Tat -ur Seite stehen. Ti: Sammel Lugtest darf seferch ten Unterricht nicht beeinträchtigen. Tic Firmen Schmitt u Wilbenlhiyn, Merck und Fr. Schäfer in Tarmf'jcd)t würden Abnehmer der gefammdten' Pflanzen sein. Wegen ter zu sammelnden Pflanzen und Pftantzenteile fmxt wegen der zu zahlenden Preise setzen sich di? Lehver am besten mit ben genannten Firmen direkt in Verbindung. Tic Firma Schmttl u. Wildesthayn ist auf Wunsch bereit, eine Liste ter gewünschten Pflanzen und der zu zahlenden Preise ter Lehrerschaft zur Vec- sügung stellen.

Gefunden undverloren. In ter Zeit vom 1.15 Mai 1920 wurden in hiesiger Stadt gefunden: 7 Portemonnaies mtt ItthaU, ein Taschenmesser, 1 Rolle Zwirn, mehrere öerrcru- fragen mit Vorhemd, l Handbeutel mit Inhalt,

Hksftn-Nlisian.

Die Notlage der Städte.

[1 Marburg, 27. Mai. In ter gestern abend afg tatcren S' adt vervrdn ' tensi tzung tarn esfro.-gai d?s feiest na!l,gen Hau s hal tung >- Voranschlags, ter etwa eine Million Mark u ngebccft läßt, die durch neue Steuern ausgebracht werten muß, zu einer zweistündigen Auseinandersetzung. Es wurden bei allem guten Willen auch Bedenkm gegen die neue Gehalts- vegelung der Beamten, die ten Staatstearntcn gleichgestellt werten sollen, geltend gemacht, weil man nicht wisse, woher die Mittel genommen werden sollen. Demgegenüber tourte vom Magi- stratsvertreter und einigen Bcamtenvertretern aus die große Notlage ter städtischen Beamten hin- gewiesen, die dauernd Vorschüise in Anspruch neh­men müßten, um bei ter 1020fachen Verteue­rung ter notwendigsten Bedarfsartikel dnrch- fommen zu können, weil sie nicht in ter Lage seien, die erhöhten Ausgaben durch erhöhte Ein­nahmen wieder aus^ngleichen. Die Vorlage rourte schließlich tem Haushaltungsausschuß überwiesen. Vom 1. Juni ab tritt bei ter städtischen Straßenbahn ter 30-Pfennig-Taris in Wirkung, nachdem ter Fahrpreis zunächst von 10 aus 15 und dann aus 20 Pfennige erhöht Worten war. Falls die Bahn sich nicht mehr rentiert, soll Stillegung vorgeschlagen wer­ten. Die Schienen ter feit Kricgsbegiun außer Betrieb gefetzten Oberstadt-Linie, die sich niemals bewährt hatte, sollen weg genommen und ander­weitig te-nutzt werden. Der Preis für ein mit Haferflocken gestrecktes 4<-Psund-Brot wurde auf 4.50 Mk. erhöht Das Pfund Rindfleisch tostet jetzt 5.80 Ml., .Kalbfleisch 4.40 Mk., Ge­hacktes 7.60 Mk. und Wurst 4 Mk.

mc. Frankfurt a. M., 28. Mai. Infolge ter katastrophalen Finanzlage ter Stadt soll das Schulgeld sür die städtischen höheren Schulen, das bisher 100 und 150 Mk. betrug, gleichmäßig auf 500 Mk. erhöht werten, lleber- haupt wird die Stadt um wettere Ersparnisse zu machen, alle Aufwendungen für die eigentlich ter Staat au stammen müßte, einstellen. So wttd ter Betrieb ter Anstalt für Irre und Epileptische geschossen, ter Arbeitsnachweis wird auf das Not­wendigste eingeschränkt und Teile der stLüischen Polizei an den Staat iurücfgegeben. Auch ver­schiedene verwaltungstechnische Arbeiten, die die Stadt bisher für den Staat beforatc, müssen an- gesiclsts ter schlechten Finanzen au (gegeben werten.

Buschbohnen, Erbten, Winierkohl, Rofeiikobb Kohl- s; . j»- m. rabl Karotten, Möbren, Äürbt», Stabieß, Reiitche.

Gewnrzpflauxn. öfefunten, verform ddb-L» ater üben. Mooffnlnt ufro. machen. Samen hierzu

bevmngung Wayenbvr»-stemberg. Tienstnach- emottehll tn zuverlässiger Qualuäi Heinrich Hab», richten. I Samenbaodlnoa, Gicden, Babobosstraße. 5795