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Turnerschaft finden morgen Bor mittag von 8‘A Uhr ab auf dem OtztoalbSgarten statt.
Turnen, Spiel und Sport.
— Faust- und Schlagballspiele um Meisterschaft des Gaues Hessen der Deutschm
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Süd amerikanische Geschäftsträger in Berlin.
Berlin, 28. Mai. (WTB.) Der neuer* nannte brasilianische Geschäftsträger Abalberto Guerra Duval und der neuernannte peruanische Geschäftsträger Dr. Jos4 Varela Orbego so übergaben heute dem Reichsminister des Auswärtigen ihre Beglaubigungsschreiben.
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** Die FriedhSfe sind in der Zeit vorn 16. Mai 1920 bis 15. August 1920 von 6 Uhr morgens bis 9 Uhr abends geöffnet.
*11: Tie Deutsche Bvlkspartei und Jugendgruppe veranstaltet am Dienstag, 1. Ium, abends 8 IIbc, im Saale des Gasthofs „Hindenburg" eine Mitglieder-Bersammlung zwecks Besprechung und Organisationsftagen 4er
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Aus Hessen.
cm. Darmstadt, 27. Mai.
Der Zusammentritt des Kammer- Plenums, der nach der testen Mitteilung des Präsidenten Adelung für die zweite Hälfte des Juni vorgesehen war, wird aller Voraussicht nach erst vier Wochen später erfolgen, da nach einer Mitteilung des Ministeriums der Hauptstaatsvvranschlag erst Mitta Juni zu erwarten ist und zu dessen Beratung der Finanzausschuß jedenfalls auch erst einiger Zeit bedarf. Im übrigen scheinen die Grundlagen für die ganze Finanzgebarung der Einzelstaaten von Seiten des Reiches noch nicht fefigu Kegen, so daß es schwer roerben wird, eine sichere Basis zu »hassen.
Reichstagswahl. ., ,
♦* Die Deutsche demokratische Partei veranstaltet am Montag, 31. Mai, abends 8 Uhr, im Caf6 Leib eine öffentliche Wählerversammlung. Es spricht Reichstagskandidat Schuldt aus Berlin, Vorsitzender der Gew^k- schaft deutscher Eisenbahn-Beamter, über „Die Beamten und die Reichstagswahlen".
*♦ Die USP. Gießen veranstalten am 1. Juni, im Saale des Cafe Leib, nachmittags 31/, Uhr, eine öffentliche Eisenbahnerversammlung un6 abends SV2 Uhr eine öffentliche Wählerversammlung. . „ ,
** Tie Turn- und Spielabteilung des Wartburg-Vereins veranstaltet mor- gen ein Schau- und Wetturnm und abends SV» Uhr im Gemeindehaus einen Familienabend, daselbst auch PreisverteUiMg. Näheres siehe Anzeige und Somitagsgruß.
Kreis Alsfeld.
Lrnksradikalen so beweglich über den Militarismus im neuen Deutschland Klage führten, so möchten fie doch bedenken, daß der spartakistische Januarputsch in Berlin die Geburtsstunde der Roskegarde gewesen sei, deren Schaffung als Schutz gegen die Maschinengewehre und Handgranaten der Kommunisten tüttet not getan habe. Minister David pries dann die Verdienste der Nationaloersamm- lung, deren weltgeschicUliches Verdienst es fei, unter -den größten Schwierigkeiten von innen und außen den Frieden gebracht und die Reichs- einheit erhalten zu haben. Jiidem der Redner den langen und mühevollen Weg des deutschen Volkes zur wirtsckiastlichen Wiedergenefung schilderte, der
Gberhejstscher llunstverein.
Ausftellerverband Münchener Künstler.
Gießen, 29. Mai.
In dieser Zeit, in der unser Hauptintevesse auf die Vorbereitungen zur Reichstaaswahl konzentriert ist, bildet der Besuch einer Kunstausstellung eine dankenswerte Ablenkung, von der noch ausgiebiger Gebrauch gemacht werden könnte. Dabei bietet der Ausstellerverband Münchener Künstler, desstn Ausstellung in tan Räumen am Vrandplatz seinem Ende entgegengebt, sehr taach- benswerte Qualität. Wie Fritz v. Ostini in seinem Dorwort sagt, kommt in diesem Ausstellerverband „die Intimität neben der flüchtigen Impression zur Geltung. Der kecke bravvuveuse Vortrag neben dem liebevollen Beharren im Detail, der betonte Stil Farbe neben dem Kultus der sZorm". Einer der Farve neben dem Kultus der Form. Einer der Fortan fr ohesten ist O. P ippe l, dessen Bilder von sonniger Helle durchflutet sind. Helle Lichter und aufgehellte Schatten zerfließen in schwingenden Sonne zu einheitlichem Gesamteindrucke. Wir nennen besonders „Mvrgensvnne". Duftiger bei einer größeren Sättigung im Farbton sind die Atand- .harmonien von Fritz Bayerlein, der den Zauber des Parks zu fassen weiß. (Herbst, Rokoko) Alfred Bachmann leitet mit seinen „Nullenden Silbermöven", die den ,chravoureusen Vortrag" für sich haben, zu den etassalls impressionistisch ge- fthem-n Sv stücken von Leopold Schönchen über. Landschaftlich verwandt sind einige Arbeiten von Richard G u t s ch m id t, davon prachtvoll in bet
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* Berlin, 29. Mai. Dem „Berlmer LovoQ Akyeiger" wird aus Hannover gemeldet, datz es » der Provinz Hannover in der vergangenen BW zu blutigen Zusammenstößen z to i s ch kw ! Zigeun ern undRäuberbanden emeriev-k unb Einwohnern andererseits gekommen sm.
Berlin, 29. Mat. Nach dem '.Berims Lokal-Anzeiger" werben in Halle sämtliche durch die hohe Lustbarkeitssteüer gAwung«i, om 31. Mai ihre Pforten zu schließen Tie Stadt will die Gelegenheit bermtzen, um btß Kmos zu kimnn 1 nalisieren.
** Die Beran st altung des katholischen Frauenbundes am Donnerstag abend war keine eigentliche Wählerversammlung, da der Bund nicht politisch ist. Nach mehr geschäftlicher Einleitung sprach Frau Direktor Beckmann, Limburg, in Stelle von Oberlehrerin Breuer über die Pflichten der Frauen in der jetzigen Zell, die um ein beträchtliches gewachsen seien, durch den. Anteil cm der eigentlich nicht der Frau angemessenen politischen Tätigkeit. Wohl sei das Haus und die Familie das eigenste Gebiet der Frauen, aber wefe hochtadeutsame Erziehungsfrage mache es der Frwc zur politischen Pflicht, für ihre Rechte einzutreten, die dem Staat bis jetzt den Eingriff in die Samuc verwehrt haben. Eine Aussprache schloß fu»
Unabhängige
Deutsche Volkspartei
Bayerischer Bauernbund
Deutsch-hannoversche Partei Schleswig-Holst. Bauern- und Land arbeiter-Demokratie
** Das Wohnungsamt verweist im Anzeigenteil auf die Verordnung des Oberbürgermeisters vom 20. April 1920, wonach Hausbesitzer ober ihre Stellvertreter verpflichtet sind, freie, gekündigte oder sonstwie freiwerdende Wohnräume, Läden und Werkstätten binnen drei Tagen dem städtischen Wohnungsamt anzuzeigen.
** Die Lebensmitteltabelle für die Woche vom 31. Mai bis 6. Juni ist aus dem Anzeigenteil der heutigen Nummer zu ersetzen.
** Ausgabe von Kohlen bezu gs- karten slir das Jahr 1920/21. Aus dem Bv-mi- ftoffamt werben an Haushaltungen atzne Zentvil- heizung die <Üohlenbezugstiarten für den Bezirk 7 am Donnerstag, 3. Juni, unb Freitag, 4 Juni, auSgegeben
** Die Auszahlung der Familienunterstützungen findet für die Zeft vvm 1. bis 15. Juni am Montag, den 31. Mai, vor*
Au» Stadt und Land.
Gießen, oen 29. Mat 1920.
Borlärtfige Erhebung der Einkommensteuer durch Abzug von 10 Prozent des
Arbeitslöhne».
Durch Verordnung vom 21. Mai 1920, die in diesen Tagen im Reichsgesetzblatt ver- Ssfentlicht wird, hat der Reichsftnanzminifter die Bestinnnungen der Paragraphen 45 bis 52 des Einkommensteuergesetzes vom 29. März 1920 mit Wirkung ab 2 5. Juni 1920 in Kraft gesetzt. Danach werden sämtliche Arbeitgeber von diesem Tage ab verpflichtet fein, 10 Prozent des Arbeitslohnes zu Lasten des Arbeitnehmers als vorläufige Einkommensteuer einzubehalten und für diesen Bettaa ©teuermatten in die Steuerkarte des Arbeitnehmers zu Heben. Die Arbeitnehmer sind verpflichtet, sich rechtzeitig durch die Gemeindebehärde chres Wohnortes oder Geschäftsortes Steuerkarten aus- stellen zu lassen. Die Ausstellung erfolgt uw- entgeltlich. (Wolff.)
Veranstaltungen.
Samstag, 29. Mai: Liebigshöhe, Eröffnung der Kaninchen- und Geflügel-Lokalausstellung des Eisenbahn-Klerntierzüchtervereins. — Lichtspielhaus, „Die Stimme" unb „Die Apachen". — Lichtspiele, Seltersweg, wie gestern.
Sonntag, 30. Mai: Liebigmuseum, 11V< Uhr, Mitgliederversammlung der Gesellschaft Liebig-Museum. — Hotel Einhorn, 8 Uhr, öffent-- liche Wählerversammlung der Deutschen Volks- partei. — Katholisches Veveinshaus, Liebigstraßc, 8 Uhr, öffentliche Wählerversammlung der Zen- trumspartei. — Oberhessischer Kunstverein, letzter Sonntag der Ausstellung des Ausstellerverbandes Münchener .Künstler, von 11—1 Uhr geöffnet. — Gießener Kunstsammlung im neuen Schloß, mit der Gustav-Bock-Stiftung, von 11—1 Uyr unentgeltlich geöffnet. — Lichtspieltheater wie gestern.
mittags von 10 bis 12 Uhr im Stadthaus, Zim- komv-.'sl>wnelle Ausgabe de-.
wer 7 statt. fjätbcurig gelöst scheint. D
** Die Grasnutzung and den städti- 2Saterkmu sind, so soll da scheu Anlagen wird am Montag, 31. Mai, i "
a. Zeilbach, 26. Mai. In unterem nahen Zeilwald findet kommenden So-imtag ein Ftft statt. Drei Redner sind gewvturm: Lel?rer Rvkh-Kestrrch spricht über „Neues Leben in ber Natutt^, Pvof. Scklarb-Petersburg Über ..Neues Leben im deutschen Bolt" und Pfarrer Glock^Slumper^enrod über „Neues Leben in der evangelischen Kirche".
Kreis Schotten.
M. Ober-Seibertenrod-, 27. Dtai Zwischen hiesigen und Unter-Seibertenröder Burschen kam es iü der Mngstnacht zu einer Schlägerei im nahen Wald. Während des Einsam- meins von Maien, womit nach enter alten Sitte in dieser Nacht die Häuser der Mädchen geschmückt werden, gerieten die Burschen in Streit und machten auch von ihren Messern Gebrauch, so daß verschiedene Burschen erhebliche Verletzungen davontrugen.
a. Köddingen, 27. Mai. Am 2. Feiertag mittag fand im Wald atoifdjen hier und Stumpertenrod ein Waldgottesdienst statt, an dem ?ahlreiche Zuhörer aus dem Gemeinden Stümperten wd unb Köddingen teibnähmen. Tie Ansprache hielt Pfarrer Glock-Stumpertenrod.
Kreis Friedberg.
Kr. Bad-Nauheim, 28. Mai. Tas zweite Philharmonische Konzert des Kurorchesters findet Montag den 31. Mgi, abends 8y4 Uhr im Kv-nzert- 'hans shatt unter MitwirÄmg von Tr. Ludwig Wüllner (Rezttatiou) und Leitung von Hofvat Pnof. Hans W i nbe r ftein. Tr. Ludwig Wüllner gehört w>M zu den bedeutendsten Persönlichkeiten der deutschen Kunstlwelt. Jin semer vielseitigen Tätigkeit als Sänger, SckMtspieler und Rezitator. Nrr sein hiesiges Austretett hat Dr. Wüllner das beCmmte Märchen „T ie Nachtigall" von H. W. Andersen «üvSl-lt, welches von dem in Hamburg lebenden Donssetzer Arnold Winternitz als „Melodram" llomponiett ist Das Meiodvam biefct übrigens auch den „begleitenden" Onchesher eine ebenso schwierige, als dantbare Aufgäbe. Ten ^heiteven MschLuß des Märchens gewissermaßen unterstveichend, wird das Orchester anschließend die Ouvertüre zur Oper „Die verkaufte Braut" tion Smetana spielen. „Die Nachtigall" bildet mit der genannten Ouvertüre den 2. Teil der Bortragsrnrmung; int 1. Teil gelangen Bruchstücke aus „(Sgnvjnt" zur Wiedergabe, und zwar die Ouvertüre und die Musst zu „Ct-ärchens Dod", Monolog Egmonts im Kerker (Herr Tr. (Wüllner), Melodr-am, Vision und die „Sieges- finfonie".
Hesftn-Nafsau.
Frankfurt«. M., 28. Mai. (Wolff.) Die in Frankfurt a. M. zu Uebernachtungs- z w e ck e n auf gestellten Schlafwagen mußten ivegeit zu geringer Benutzung wieder zurückgezogen werden.
[I Kirchhain, 27. Mat. Im nahen Kleinseelheim sind Knechte und Arbetterrnnm in den Aus stand getreten. Die Streitigkeiten dürften jedoch bald geregelt werden, denn es sind schon Verhandlungen int Gange.
Vvm Spessart, 28. Mai. In ben Kirschendörfern des Vorspessart Lostet das Pfund Kirschen nur noch 1,50 Mk.
Aus de«r
Die Auflösung der ZeitfreiwiUigeN'. verbändc.
Berlin ,28.Mai. (Wolff.) Zn der Behauptung, daß die Zeitfreiwilligeit-Lerbände noch beständen, wird von zuständiger Stelle mitgeteilt, daß dieAuflösungderZeit- sreiwilligenverbände beendet ist.
Nachspiel de» Kapp-PntscheS.
Kiel, 28. Mai. (Wolff.) Das gegen ben srüherm Stadtkommmtdantett von Kiel. Kapttän zur See L o o f f wegen angeblicher Beteiligung am Kapp-Putsch eingeleitete Ermittelnngs- verfahren ist nach erfolgter Vernehmung vor den zuständigen Gerichtsbehörden durch Erlaß des Ooerreich'amvalts wegen erwiesener Unschuld eingestellt worden.
Putschgespenster -es „Vorwärts".
Berlin, MMai, Der „Vorwärts" bringt Mitteiltmgen über die Tätigkeit des sogenannten Frontbunde s, der in Berlin werbe. Außer dem Geld von schtverindusttiel- ler Seite bekäme er auch Spenden von einer Reihe Hamburger und Bremer Grotztaufleute. Auch das Unternehmen des Hauptmanns Schmude springe helfend ein. Die Tatsache, datz gerade die Ehrhardt-Offiziere die Führer des neuen Frontbundes seien, begründe jegliches Mißtrauen.
MUitärische Vorbereitung der Welfen?
Hannover, 28. Mai. (Wolff.) Der sozialdemokratische „Volkswille" beginnt mit der Veröffentlichung von Urkunden über weitgehende militärische Vorbereitungen der Welfenpartei, die mit unverkennbar monarchistischer Tendenz die Ausrufung eines selbständigen Staates Hannover bezweckt haben sollen.
t durch die Spartakisten sehr hinLusgczögert nror» ' I ben sei, kam er auch auf den Kapp-Putsch zu
I gegentoartige Regierung bis letzt noch Muttoaug getan habe, forderte er auf zu einem Zusammen- 163 wirken aller derer, die gut deutsch gestirnt seren. — 88 Den deutschnationalen Redner nahm die fozial- 75 demokratische Versammlung verhältnismäßtg ruhig 42 hin; sie setzte sich recht „gemütlich" mit ihm aus- 22 einander und klatschte ihm sogar mehr denn eut- mal, besonders am Schlüsse, sehr lebhaft Beifall. A I Schärfere Töne hörte man aber sowohl aus der ; Versammlung als auch von den beiden unabhänar- 4 gen Diskustionsrednevn, als diese ihre Anschauung verfochten, die nebat öfterem Beifall auch 1 mähr berat einmal medergeichrten wurde. — Der Braunschweigischer Landeswahlverband ___1 Unabhängige Schlosser Kuhn beklagte zratE
1 ’ ö -72s sehr bitter, daß er von dem soztaltsftschen Mt-
nister David fast nur das Wort Demokratie gehört _ . . . _ . C1_ , hübe und hielt dann den Mehrheitssozialisten ein
* Reichs mtnnter Dr Dav td s^ach - Sündenregister vor. — ckn zweiter unab gestern abend, int überfüllten Saale des Cafe Redner, Schlosser Günther, warf tat
Leib ttn Auftrage der so z r a l d e m o k r a 11 - Mehrheitssozialisten vor, bay sie unter der Mask scheu Partei über die Re i chst a g swah - Sozialismus dem Nationalismus huldigten, l.eu- Minister David ist geborener Krofd^ftr Er verlas dann einen von Ebert, Bauer und c«t Kitto der ^ngelsschm unterzeichnest Bries an den Prinzen Mar
mllte des dE^n K)etsreittmeisters. Xxtaoe 3* ^ Baden. In seinem Schlußwott erklärte Mi- wirkte er als Professor am Gießener Gymnasium. David diesen Brief für eine plumpe
Er trug wie ex Fälschung und ging bann in längeren Ausführun-
mü der AbsM, Privatooz^tt an unterer > Angriffe der Diskussionsredner em.
versüät zu werden, und ftischte bei Beginn seiner xrxir acaen 1/.12 Ubr zu Enbe.
Rede zunächst einige persönliche ©rinnerungen an l^e Versammlung war gegen /2i4 uyr zu seine Gießener Zeit auf. Das Zeichen einer weltgeschichtlichen Umwandlung gegen früher erblickte Dr. David darin, daß es Minister jetzt nicht mehr unter ihrer Würde hielten, in Volksversammlungen ai sprechen. Die bevorstehenden Wahlen hätten insofern eine ganz besondere Bedeutung, als heute ein Reichstag zu wählen sei, der int Gegensatz zu früher die höchste und einzige sou- veräune polftische Maäft im Deutschen Reiche darstelle. Da die Minister nur Beauftragte dieser Volksvertretung seien, wähle man am 6. Juni neben der gesetzgebenden Körperschaft auch die Regierung. Sehr zu bedauern sei die oft gehässige und persönlick>e Art des Wahlkampfes, unter der besonders die Regierung zu leiden habe. Man möge . . die Politik doch versachlichen und alles persön- nicht an.
liche aus dem Spbrle lassen. Der Redner versuchte — M u s ch e n h e i m, 27. Mai' Eine Iftatce bann den Vorwurf zu widerlegen, daß die Revo- besuchte Versammlung der Deutschen bemofratifeta lution schuld an der unglückseligen Lage Deutsch- Partei, fti dec Pfarrer Weidner und gehrte lartos sei und ging des näheren auf die Ursachen Dietz (Lich) sprachen, ftmb gestern abend Klein, die nach seiner Ansickft im November 1918 Gastwirt Roth statt.
den Zusammenbruch herbeigeführt haben. Deutsch-1 v Ober-Besfingen, 27. Mai. Heuv lands militärische Niederlage sei Januar 1917 abenb i/ 9 u^r fand eine äußerst gut besuchb 5u Pleß besi^elt worden icks d<to Große - Wahlversammlung bes hessischen Bauern quartier die ErNanntg des rückuchtslotzt U-Boot- Bundes in der Gastwirtschaft von Johannes fie kri-ges besckstossen habe, der umveigerlich zum Em- Redner waren die Abgeordneten Dors» uub Fenchel und der Schriftführer Lentz W leuftt sei Teuts<^<Nid rewrn t^fif({?cn Bauernbundes. An der Debatte beteiUfl-
gewesen, wenn es m BresdLiwskden Ersuch fi(^ Bertveter der Ottsgruppen Großen- gemack^ hatte durch emen wirvichen Berstmtol- Puseck und Hattenrod. Die Nachbarorte Ettings gungsfrieden das demokrattiche Rußland Mit sich Münster, Nonnenroth, Röthges un!»
auszusöhnen und sich im Osten bis weck nach Dieder-Bessingen hatten eine zahlreiche Hörer- Inen hinein Freunde zu schaffen. Netan den g^llt. Gegner meldeten sich nicht zu 2Sort_
Truppen, die »m Osten zurückgehalten ^rden seien uhr morgens fand die Versammlung tfc
fei auch die AuSführiwg des GewEwkede-ns mck Reigen der Wahlversammlungen
R"manien nur möglich geroeien, mdem man eine . „ h , •. Parteiü:kretär die Demokrat« f £ e Million Manu Truppen dort belassen mußte. «m '^ ^sinqsttaae sprach bei Mr gt-
dcuchbem bann die Entente in MazÄ«nien durch ■ Betelliauna der Sozialdemokrat RedakteM -M-N Fußtritt die Hi-urrt»- eingeftoSen uud d-z Äi^-tl.
ganze Ostsvstem über den Hansen gerannt habe, . 97 Mr
sei das militärische Gebäude durch die Brn-I L. Stumpertenrod 27 kerotterllärung der Obersten Heer-esleitmig zusam- 3. Feiert^ abrnb fanb tn tat mengebr»chcn. Dr. David schildert« bann die nn« W a «l v - r s a m " lu n gs^t, m Mt«m großen Verdienste, die fich die Sozialdemokratie über bi«t
erworben habe, indem sie sich herbeigelassen habe, führte. Can IdlMck^^ncr^ach nach der Revolution die Konkursmasse des alten d", Rvvembcr^ckivl.
sgftemä, mtt der ti se^r schlimm mdgesehen Um ent««net- d-rLand^^rM
hcche. zu oerwalteu. Er mes dmu di« Bvrwürs« tz-«- »" »«. »«W1 seiner seindlichcu Bruderpartei Mr Linken »i-1 '**rrVt£;
rück, daß die Mehrheitssozialisten die Revollckwn Aoh^ Lo^ie (^ti)<r|taT gr
verpfuscht hätten. Wenn man dem Verlangen tat tztt .Urfacta unserer DevariEg erblickt. Auch « USP. nach Diktatur nachgegeben hätte) tarnt Rttlnte ^°^ug d^ Ju^nd- se' «ne^ stände Deutschland heute da, wo jetzt Rußland tzerpqn Reichen ernteted<r^7^^
stehe, ja es wäre bt dem Industriestaat Dcutscta Stein für seine ^kgegran^Gestern abmd land noch weck schlimmer gekommen. Wenn die tatW„ Redner Mnchstem, wo itzm Tr. m».
geneu fein. Noch einen Meeresstr and Hebet MMer, sprechen, dessen Stimmung die ReÄe «ck W i chin, der die Farben bewußt zu einander ata vortarecket und die tautn Gewehr bei Fuf wägt) wosur das effektvolle Nachbild „Zweikam^" standet He, um den Ecwlg ^utoartat. Jäatta spricht. Bei seinem Bergsee bleibt das überrotegenta dem Dr. David nochmals sehr stark d^ Ve^ienste Blau lMos Dafür ist „Sch.vere Wolken" wieder der Sozialdemokratie um tas deutsche Volk heraus- auv-vordmtlich schön in der Facta. Dem Getargs- gestrichen hatte, richtete er emen Appell an bte charakter wird von anderer Seite her Friedrich WäUer, am 6. Juni sozmlbemvkvatiich^zu wählen, Kuithan gerecht, mit „Abendlandschaft" „Am und wenn sie dies nicht mck ihrem Gewäsw Hintersee". Eine fein erfühlte Landschaft ist „No° vereinbaren komcken, wemg)tens enter oer jtoalb- öember" von Ludwig Bolgiano. Mle Namen tiousparteien ihre Aimme zu getan^WeW ferne llmnen nicht genannt werden. Wir heben noch b« starke tragfahlge Mi^ aus dm Wählet ch«- keck hin gesetzte Arbeck Heimfahrt" von Paul vvrgehe tann stture ^tsMaito unrettoor emem Ehrenberg hervor, „Jungvieh" von Wilhelm!neuen blutigen Bürgerkriege entgegen Tie Rec^e v d. Heide, den dunkritonigen Haschischakt von I und die äußerste LlÄe seien mißerj^toe, utto aus Harry Schultz, den famosen Kopf enter stricken-1 den gegenwärtigen Schwierigkeiten herauszuhelf^.. -den Mten von Heinrich Rettig und ben kost-1Er berief sich hierbei A«tßerimg d«
lichm Humor, ben Richard Mauch tm „alten Entente, dctz sie kein anderes Äs tarm>kratlfches Lied" spielen läßt. Die Wege neuerer Kmistrich- Regime m Deutschland dulden toerbe. Die nnzlge tung beschreitet Otto D ill in dem kraftvollen Bild ncckwnale Aufgabe fei, am 6. Jimt der Demo- zweter Löwen, während der Kampf mit Tiger kom- fratie zum -siege M »ertaiton/ toa^a^w'^r positionell und farbig gut angelegt, dennoch unklar gelte, der ntoernattonal fühle unß beTtie bleibt. Zuletzt feiat noch sckiöne Sttlletan von In dec AuSlpr^e betonte Privatdozerck Dr. Schneider-Seenuß und Fritz StattlerlEhrhardt (Teutschnational) vor allem die Not- erwähnt, von dem besonders ein Bild „Kirsch- ^ndigkeck, aus dem so ratheckvollen Klassenfampfe blütm" sehr schön gesehen ist. herauszukommen. Dr. EhrhE .ging, dann des
Außer weiteren Angehörigen des Bectanoes näheren auf die Rede Dr. Davids em. Wckson haben einzelne andere Künstler ausgestellt, die sich habe erklärt, daß Amerika auch ohme ben rücksichts- tam Rohmen tas Ganzen sehr gut einfügen, zz. losen U-Boot-Krieg m bat StanW g^en Deutsch-
I land ein getreten wäre. Sehr froh hätte Deutsch-
' .....im" «■“■im । I fand sein können, wenn ihm ein solcher „Gewalt-
I ftiede" wie der zu Bvest-Ätowsk von der Entente
Vtc IvaywLwegUNg öittiert worben wäre. Der gute Wille tat Sozial-
Die Wablen von 1919. I tamokratie, auch der anderen Koalitionspa de icn.
Wir haben nachstehend rinige Zahlen und ^tan ^S?zic^m!k^^'cmch die Fähi^
Ergebnisse der Wahlen Kur Natwnalversamm- ^um Wiederaufbau eigneten. Den Vorwurf lang im Jamrar 1919 zusammengestellt, die bcc Beteiligung der Rechten am Kapp-Putsch wies unseren Lesern zum Vergleich für die bevor- ^r Redner entschietan zurück. Was die Gegner- stehenden Wahlen willkommen sein werden: schäft der Entente gegen eine Rechtsweglerung
Wahlberechtigt waren 32 771986 anlange, so sei auf tas ungarische und bayerische Personen, und zwar 15 081 114 männliche und Beispiel M vernxisen. B^TragedttEm- 17 71087? weibliche wohnerwehren habe d»e bayerische Regterirng der
17 frp * t ausaeübt haben Entente gegenüber sogar mehr Erfolg als die
_ ^5 9 ,r_ W a hlrecht au ss - I demokratische Reichsvegierung gehabt. Nachdem Dr.
26 993 512 Personen, und znxir l2 421167 G^rt>ürbt eingehend mit der Notlage tat männliche (82,4 Pvoz.) und 14 572 345 (82,31 geiftig<>n Arbeiter beschäftigt hatte, für die du Prozent).weibliche. r V-L! - m--:----’-'**•*• ***jU ---
Gewählt wurden.
Sozialdemokratische Partei Christliche Volkspartei (Zentrum) Demokratische Partei
Deutschnationale Volkspartei


