Zweites Blatt
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Fortsetzung 31.
Hochdruck verboten.)
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TrefspunkitzM frühl
Wifitnitaebtb Abmarlch ßis M
Ter CoriiM»
Die Gräfin.
Roman von G. W- Appletou.
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Arrltaa den 30. L»r abends 8", lUr: !
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Wt bitten uni i«ii?
Beteiligt - O7U13 Ter
*legt wird, 2. daß das kirchliche Amt nidjt ohne Kot herabgesetzt wird, 3. daß die Evangelisten zu hoem Berus richtig vorgebildet sind. Die Gemein- Üist muß envarten, daß 1. das Ziel der Evangeli- ation die Gewinnung der Seelen für Christus Uribt, 2. daß mit der Evangelisation eine geord-- «te Seelenmlege zusammengeht.
K_ — nroarirn, i. oap oit nraiutgc uiunuim uulu, uiv
./Vs. fememfdWt nicht zerstört wird, z. B. daß aus die Üm 9 U| Widrn Gottesdrenstzeiten keine Versammlung bDt*L ’ ' .............. ‘'
„ rtzdemtzg Am 8. Ma, flL WOOlSvkliWlljli Mtonti :
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Morgen ii®| Heuchelheimer!^
Sonntag den - Ingendwaiid l • gbmaiitb^bn-,, brlltte,Rü!kkebm -z
Nein. Ich habe ivn nicht deutlich gehört, flbma, ein Freund von mrr, hat mrs vor»-stellt;
I ü*< sind zusammen nKgygangen, anb von ihm tmn |te feinen Namen beicht erfahr m. wenn iw ihn soffen willst. Nun, unter anderem sprach er auch twa dieser alben Dame. Ich gbrube, mich in -~nrm, baß er auch von ihr fegte. sie sei exnr ifeirtn. Sie halle genxTe Familtenpapi.-re mtt* crmommat, und der Crbaras hat ganz Europa nach är abgeiucht und sic ichließlich mtigestöberti tn ,3]enb einem windigen Loch überm Flus>: drüben. O) kommt es, daß ich, als du tun Zambritzer Srüfmno-. sprachst, dachte, du redest mellticht rwn Hr. Verstehst du K&t?
Gewiß, erwiderte ich. und ich kann dir auch «Inch Mitteilen, daß, mich träte C-rinc Erzählung ncht im cntrenttcllrn interniert. Das nxrb cw s-L allemal genügen. Du scheinst heute tn stchr mit- telfamrr totimnumg zu sein. Wer brachte tum drS Qema aufs Drpkt?
^n knüpfend cm meinst Besuch bet der ^äsm? Nun — hm — ja.
Du hast also diesen Umficnb ermahnt?
2a. Ich — hm — ,
Gut — ic h meinen Namen cn önferuCrten* fang bamil erwähnt?
3hm ja, ich dachte, eS 18 rare nichts schrden, «nn ich cs täte, alter Imrge.
Ich sprang vom Stuhl auf.
Lore, Davenport, sagte ich, du bist der größte erel aui Gottes Erdboden.
Damit eilte ich wütend aus dem Zimmer.
tagung 6t$ oberhesflschrn verein; fflr Innere Mission.
B. Gießen, 26. April. Zn dem Saal der Zohamreskirche sand heute nachmittag die vom November v. Zs. auf heute vertagte Ialrresver- 6111011101« des Oberhessischen Vereins für innere kission statt. Sie wurde um lJ/s Uhr eröffnet und man schritt foglcid» zu den auf der Tages- ardnunq stehenden Vorträgen über die Frage der -olksmilsion in Dbcrbcfjcn mit Rücksicht aus die Möglichkeit einer Zuiammenarbeit von Kirche und Gemeinschaft: zuerst sprach Vsarrer lr. B u sch - FrankfuN, der eine tatkräftige ge ^einsame Arbeü zwischen Kirche und Gemeinschaft nit ernsten Worten befürwortete. Zn Lessen in die Gemeinschaft sberocgung im Gegensatz
jur Kirche entstanden und die Kirch?
aust zur g^-meinsamen Arbeit mit der Gemeinschaft
Den zweiten Vortrag über denselben Gegen- sfend erstattete Pfarrer A u s f e l d - Gießen. Die ljolkSmission ist nach seiner Ansicht die Bekämpfung des Unglaubens in der Kirche. Sic ist nötig intb möglich s.ntcns der Kirche durch Vermehrung der Kirchen und Kapellen, Teilung der grasten Gc- I «Minden, größere Zahl der Geistlichen, Gottes- I bimste Mw Andachtsstunden. Die Gefahr, dast religiös Angeregte nicht den Sekten zur Beutc I feilen, kann behoben werden, rncrm die Evangcli- I sgtion auf kirchlichem Vvdcn bleibt. Kirchcnvor- tend und Kirchrnregiment must mit der Berufung des Bolksmissionars einverstanden sein, damit dieser nicht als ein solcher erschnnt, der in ein fremdes Amt greift. Mit der Evangelisation must die private Seelsorge Hand in Hand gehen, besonders «ligiöse Beeinflussung der Iugeitd vor und nach brr Konfirmation. Kirche und Gemeinschaft sind nicht zwci nebeneinander bestehende Grösten, son- •xm die Gemeinschaft gehört zur Kirche und soll mit der Kirche arbeiten für Verbreitung des Evan- gckiums.
Zn der Aussprache ergriff zunächst der Bor- ijtenbc, Pros. D. Dr. ^2 chian - Gießen, das Bort und wies auf die Schwierigteit dieser gemeinsamen Arbeit hin, die eine Verständigung dringend notioendig l)abe. Stadtmissionar Hermann-Güchen bespricht die Arbeit der Gemein- chatt, die nur Seelen für das Reich Gottes weichen iovllc Mcdiznal at Dr. Walgei:-Gießm meint, । haß durch die Resormatton eine geijUtcfa Ver- crmung der Kirche eingetreten sei. Ans dieser Not< läge seien die Gemeinschaften hervor ergangen, eilte ^tlatK, die auch heute notb besteht und durch die ' theologischen Richtungen berechtigt sei. Gemein- iime Arbeit sei aber nötig. Die Kirche soll den । Ätmgellsten entgegen kommen, die sich wiederum | mü den kirchlichen Organen in Verbindung setzen ntiffe. Piorrer Sattler- Wiefeck erzählt von nten Erfahrunam mit der Gemeinschaft. Prof. > Schian nibt Richtlinien zur Veranstaltumg M Volksmijsion Pfarrer Ausfeld macht bat Vorsltzag. zur Errichtung eines Ausschusses mit ernt 6ui>crintenbcntm an der Spitze zur \xrf*i* ihrwig einer gedeihlichen Bolksmission. Pfarrer Glock -Stumprlenrod stimmt dem zu, wünscht rkr leint- Beteiligung des Kirchenregiments, son- brrrt freie fBerrintgung. Superintaideut D. Pe - -ersen wünscht, dass Kirche und Gemeinschaft I iid) finden möchten und erklärt sich gern bereit, ii6t als Vorsitzender, sondern als Mitglied dos | Mrgeschlag-nen Ausschusses initjiüuirten, dieses 3itl zu erreichen. 9lac^em rwch andeir .Herren I fite Ansickst eingehend ausgesprochen hattm, wird ! ter Arbeitsausschust des Oberhessischen Vereins I tecuftrogt, m dieser Frage die nötigen Schritte L -n tun.
ES sprachen iwch Vereinsgeistlicher Schäfer- I Darmstadt und Dekan Volp-Laubach^besonders I »arm für ein Zusammengehen von Kirche und E ^emschast Messer schmidt- Dorf-Gill und - L^stor L i ft m a. n n > Amerika. Eine Behandlung | ntn erweiterten Ausschuß und Besprechung im alleren Kreis wird den Ysegenstaiid nxiter führen. M Terr Jahresbericht gedachte u a. warm der li terfiorbmen Vorstandsmitglieder Stiftsdechanten ■i. R. Klingelhöser Lich und Pfarrer Schwabs an Seifen Stelle Pfarrer Mahr trat: dw übrigen Wstisschetdeiiden im'.rden wiedergewählt. Dtt Plan Iber Errichtung eines oberhessischenKr ü p - ffv^lheims mußte aufgeg^-ben ioerden. Die Gte- h-ter .Verberge i u r £) e 1 m a t" xft noch Teil
Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheflen)
lazarett, die bi Friedberg ging an die Kirchen- gemembe über Kirchenrat Strack gab den «vsse- bericht, worauf eine kurze Sitzung mit den Synodal Vertretern die üblichen Beiträge bewilligte und sich nochmals mit dem vauptgegenstand der Ta- gung befaßte. .Diese schloß ein Gottesdienst in brr stadtkirche mit Predigt des Ber.-inS^-istlichen.
tzochschulnachrichten.
Stuüenlen als Laubenkolonisten.
Marburg 27. April Um die Zahl der L>tudentenwvhnungen in dem dcnudäckst beginnenden Sommersemester zu vermehren .md besotrders um den zahlreichen hier studierenden Auolandsdeulsckien ein Uniertemmen geioähren zu tonnen, schlägt das Institut für Teut^ch.um im Ausland an der hiesigen Unwersi.Lt vor, die zahlreichen Gartenhäuser in dem Krow, der Gärten, welche die Stadt umgeben, in wohilichen Zustand zu bringen. U. a. heißt es: Könnten diese .Häuschen nicht für die kurzen Wochen des Ämmcr- semesters auf das Alierbi-scheidenste — wir sind vier Jahve lang froh gewesen, wenn wir aus Stroh oder tzvl-wolle schlaien konnten — für unsere lMesuchcnden Landsleute hergerichtet werden? Zu-i gleich würden dadurch, Dieb,iLÄe verändert werden. Für die Zuverlässigkeit der empfohlenen Studenten wird jede Gewalt übernommen."
rpanfccl.
Berlin, 28. April. B ö r sensti mmungs' bild. Gegenüber der gestrigen Ermattimg zeigte die Bötte infolge non Rückkäufen und Deckungen eine überwiegend kräftige Erholung, die auch, was Dalutawene aiUangt, aus ettoas festere Auslands- devisenprri.e, trotz der vom Ausland gemeldeteil besseren Markiere, zurückzusühien war. ^ebhaue Umsätze zu sprunghaft steigenden Kursen sanden in deutschen Kolonialak.ien auf das Zustandetommen des Verkaufes des Unternehmens (Kurs 8500 9600) statt, wottjn Pomona (12000), ssteil-Guinoa und Otavis bei Besserungen bis 50 resp. 130 Pnvzent Nutzen zogen. Don Petruleumweiten stiegen im Freiverülw Erdöl um rund 100 Droz., Deutsche Petroleum um imgesähr 40 Pvoz. Dvn Valutawerten sind Eanadas, Balttmarc, Sdjtoi* tung, Teutsch-Uebellec und ?.'Le?nÜrner zum Teil ganz wesentlich gebesert, doch wurden tnc von Wien abhängigen Türkischeii Tabal- und Orient* bahnacktien erheblich niebdger gehandelt. Bei Scknil* fckhrts-, Montan*, Farben-, Elektro- und den übrigen Attien trat eine mastige Kursbesserung, und zwar in der Mehrzahl ein, doch tamen hier auch infolge von Vertäu fs»m'trägen aus dem Pub iSum noch Rückgänge vor, die aber nur sanz vereinzelt 10 Pwz. betnigen. zstali- und Bankaktien bröckelten mässig ab. Lximische Rentenwerte waren still und geringfügig vecälldert. Tas Geschäft war teilweise etwas lebhafter. Eine festere Grnndstrm* numg tonnte sich im Verlaute bei leichten Sck-oan* kungen behaupten.
Frankfurt a. M , 28. April. Börsenstimmungsbild. Das meiste Jrrtevesse bekundete sich für Petroleumwerte. Deutsche Petroleum bis 722, DeiÄche Erdöl 822. Südsee-Phosphat wurden 2450, Deutsche Kolonialante,le 9450 und Mansfelder Kurse 4dOO umgesetzt. Elektr. Felten u. Guilleaume waren wesentlich gebessert 485 vlus 12 Pooz. A. E. G. 330 gaben o Proz. nach. Licht und Kraft gaben 3 Pooz. nach 146'/,. Niedriger stellten sich Nordd. Lloyd, 186, später test 188. Schmitungbahn behauptet 508. Unter den Montan- papieren fanden Phönll Bergbau Beachtung, 465. Deutsch Luxemburg stellten sich mit 320 ebenfalls höher. Unter den Bankaftien wurden bei regerer Nachfrage Darmstadt« Bank 31/, höh«, 158 bis 1581/,. Später trat für Gelsenkirchen Kaufinteresse ein, 321 plus 10 Pro»., auch Mannesmann sind 3 Proz. gebessert, 418'/,. FriÄnichshütte 1460. Unter den Kassaindustriepapieren b'ieb die Kurs- Itenvgung besckieiden. Bingwerke mit 275 (— 5), Rhein. Stahlwerke 328 (— 7 Proz.). Harpen« stiegen 10 Pooz. auf 308. Brauerei zum Storchen 9V, auf 189. Das Geschäft war etwas lebhafter bei fester Gesamttendenz. Deutsche Kolonialanteile schließen 9750, Canada 940, Julius Sichel 1430 ä 1440.
Frantfurt a. TL, 29. April.
Marluotternnaeu.
Datum: 27. 4.
Zürich 9,75
Amsterdam —
Kopenhagen .......... 10,50
Stoäiholm 8,40
Wien.................. 390,-
28.4.
9,50 4,655 10,25
8,20 390,-
Deviseumarkt.
Geld Brief Geld Brief Datum: 27. April 28. April
Amsterdam. Rotterd. 2112,75 2117,25 2117,75 2122,25 Brüssel-Antwerpen . 362,10 392,90 364,60 365,40 tkhristianla 1118,75 1121,25 1118,75 1121,25 Kopenhagen 994,- 996.- 994,- 996,- Sto*bolm 1238,75 1241,25 1238,75 1241,25 Mfingfors 319,70 321,30 314,65 315,35 Jtalifn 249,75 250,25 249,75 250,25 London 221,25 222,75 223,25 223,75 New-York 58,15 58,85 58,65 58,85
Varis......... 342,10 342,90 344,60 345,40
Schweiz 1023,75 102u,25 1038,75 1041,25 Spanien 989,- 991,- 994,- 996,-
Wicn (altes) .... 17,98 18,02 19,98 20,02
Deutsch.0esterr. abg. 28,47 28,53 28,47 28,53
Prag 91,90 92,10 91,65 91,85
Budapest 25.97 26,03 26,22 26,28
Bulgarien
Konstantinopel. . .. -,- —
Datum: SV^DeutJIdegsanL 4"/,Deut.Reichsanl. 3,/nDeut.(Re,<hsanL 4e/0 Preust. Konsol« Darmstädter Bank Deutsche Bank. . . Di»conto- Rescllsch. Dresdener B ,nk. . Rationalbank f. D. Miltelo.Cred tbank H..?lmerik.-Pcikctf. RorddeutscherLIoyd Doch.GuststahIwrk. D.-Luxemb.Dergw. Velsenk'rch.Bergw. Harpen« Bergbau Oderlchl. Eisend.-B. Oberschief. Eisenind. Phönh.Brgb.'AKL Bad.Anilin-u.Soda Höchster Farbwerk« Q-le^tr. A. C. ®.. Schuck-ert-Tverk«. . IeltenLGuilleaum« Daimler Bud.»Eisenw."2lkt. Adlerwerke .... 4'/. Hess. SaatsanL Liectroii Griesheim
F ärfcnrnrfr.
Frankfurt Berlin
Abend- Abend- Schluß- Cchlust-
Ki'rs Kurs Kurs
27. 4.
79,75
313*50
155^—- 200'- 187,50 312^- 315,-
275,- 447,- 510,-
340* — 203,- 481,- 275,- 332,- 287,-
28.4.
79,75
158*^0
188,-
327,-
320,-
321,-
308,-
275'-
465,-
363^-
330,-
480,—
334'- 288,50
27.4.
79,75
75,90
74,70
76,10
158,50 310,-
221,50 186,- 153,-
154,75
201,50 190,- 325,- 310,-
315,- 300,-
480,-
Kurs
28.4.
79,75 76,20
74,50 76,-
168,- 304,- 218,- 186,- 151,25 156,- 198,75 185,50
475,- 269,75
272,25
343,75 331,-
309,50 294,75
305*,50 285, —
330, — 319,25 315,— 301,- 215,50 213,-
279,75 272,- 447,50 455,- 510,- 500,25 370, - 360,25 343,50 332, - 200,- 192,-
(Jn einem Test ber Auflage wiederholt.)
Die Minifterkonserenz in Spaa.
Paris, 28. Ap.rl. (MTB.) Mich ein« Pri- vatmeldung brr „Information" aus San Remo soll Lleryd George italienischen Jourrvalisten «klärt haben, der deutsche Kanzler werde in Spaa als Minister mit anderen Ministern verhandeln mü dem Rechte dorzus chiagen und zu erörtern, was die AzissÜhrung des Friedensvertrages angel*.
Die „Deutsche Allgemeine Zeitung" alber Deutschlands Maffenaolieferung.
SerIin, 28. April. (WTB.) In ferner San Remo« Erklärung begründet d« Verband die Ab- lefanmg des deutschen Ersuchens, die Reir^webr aus 203 000 Mann jeftyiteßen, bamrt daß Deuts<v» land seinen Verpflichtungen nicht nachgekommen sei. Die „Deutsche Allaememe Zeitung" wendet sich gegen die Forderung, die neuerdings von her Sn» tenteüberwachungskom Mission erhoben wurde, ihr das Eigentumsrecht an alle nicht mehr zum Zwecke des Reichsheeres in Frage kommenden Mengen Kriegsgeräts, dessen Halbfabrikate und d« hieraus entstandenen Schrotmengen zuzubilligen. Diese Rcaßnahme würde außerordentlich schwerwiegend für unser gesamtes Wirtschaftsleben sein und würde, da im Kriege fast alle unsere Rohstoffe zu Heeresg«ät verarbeitet wurden, den Ruin ber gesamten deutschen StaM- und Eisenindustrie sowie ber von ihr abhäugenden Industriezweige bedeuten, da die Erzzuftchren aus Lothringen,Luxemburg und Schweden weygefallen find. Hoffentlich wird die Entente auf dies« Forderung nicht beharren, besonders da ihr nach dem Friedensvertrag das Eigentumsrecht an Schrot nicht zusteht. Um auch für die Zukunft die Ein- und Lisfuhc jeglichen Kriegsmaterials zu v«hindern, hat die deutsche Regierung die «sösterlichen Gesetze und Aus- suhNterbote erlassen. An tter vertragsmäßigen Angabe tter Beschaffen hell und Lterstellungsart aller Spoeng- und Giftstoffe, die im Kriege an gewendet
Vierzehntes Kapitel.
Ich saß noch nicht lange in ber Droschke, die mich noch Hause bringen sollte, da veuten mich bereits btete Übereilten Worte, und ich ärgerte mich vor allem weidlich darüber, daß ich Tovenport Überhaupt von d« AnAlegachnt Mitteilung gemacht hatte. Ich Oanntc äjn ja schon lange als unverbesserlichen Schwätzer, und wn weiß, ob er nicht, durch meine heftigen Red'n nur arigestachelt, noch weiteres UnteÜ anMten würd'. Denn dog er bereits Unheil angesd'llt hatte, davon wir ich fest überyugt: Das war mir klar, daß irr Mann, mit dem er, in feiner inrüberfegtrn Art zu retten. Vertrau llchkeiten auSgetauscht hatte, iigerbnw un Dienste d s Graten sland und wochrscheuilich an b« Entfüvrnng b« alten Gräfin in eigener Perlon teil gerann men hatte. Daß mein Besuch tn Formosa Mansions unter diesen Umständen dem Grafen unverzüglich gemdbet werd'n würde, konnte sich i«des Sind benten. Drell'icht würde daraus keine Unamirtimlidjtdt für mich entspringen, ab« üb*r eine Reihe von Umständen war ich noch im unklaren, und so war ich sehr besorgt, ab nicht meine Erlebnisse an diesem Abend -einem Menschen, tter mit ziemlicher Sicherheit mein F«nd war, gemeldet worden seien.
Tie kühle Tbemtekuft beruhigte, als ich toer hie Westnrrnsverbrüche fuhr, mein htiß s, autg«egtes Blut einigermaß.'n, und als ich tu Hiute anlaugte, war ich in der Lage, über das Borgeiallen: etwas nüchtern« natfeubenfrn.
Zu meinem Erstaunen fand ich, daß mein Diener noch auf war und mich «wartete. Ich blickte aut die Uhr und sah, daß es gerade Mitternacht war.
Na, BTlY, rief ich, was bdrutrt beut das? Warum bist du noch nicht schlai'en gegangen ?
Weil ein Manu dagewescu ist — so etwa vor
zwei Stunden —, der Sie zu sprechm wünschte, Herr Doktor. Er heißt MrmmS und wartet jetzt im „Roten Löwen" an ber Ecke. Er sagte, uh soll-: ihn svsvrt nach Ihr« Rückkehr benadxiditigai. Soll ich ihn holen?
Gewiß, Billy, sagte ich. Lauf rasch hinüber, er möchte sogleich Herkommen!
D« Bursche xrlfeß eiligst das Haus, icnb ich blieb nachdenklich stehen. Was war denn mtxr vor gefallen ? Offenbar nttroidtite sich tne Geschickte jetzt rasch. Aber jetzt mar ich auf alles gerüstet.
Schon kehrte Billy mit Mimms zurück. Ich führte den Maurer sogleich in mein ft Dies Studierzimmer und schloß die Tüoe hinter uns sorgfältig ab.
Nehmen Sie Platz, Herr Mimms! sagte ich. Tut mir leid, daß ich Sie so lange warten ließ, aber ich bin im Weitend aufgehallen nxnbm. Wohl eine neue Entwickelung ter Geschichte, wie?
Mimms hatte fein gehöriges Maß Bier im Leibe und fühlte sich mächtig.
Jawohl, Herr Doktor, antoartete er. Ich hielt es für meine Pflicht zu Ihnen *u kommen, und wenn nötig eher die ganze Nach« vor Iho« Tür zuzubringen, als Sie nid) zu treffen.
So etwas Wichtiges?
Jawohl, Herr Doktor: mir kommt es wenigstens so vor Erinnern sie sich daran, was ich Ihnen von meinem Freund Tommy «zählt hab'., t« an Kutscher iS, und daß ich ihm fftnr Schilling versprach, wenn er die Frau da oerfcHtm würde, welche die Sachen der Gräfin aushängen wollte.
Natürlich. Und?
Und Tommy Vatis getan rmd die fünf Schilling von mir gefriert.
Die werde ich Ihnen natürlich wied« «fetzen.
Donnerstag, 29. April 1920
wurden, arbeiten schon feit langem fachmännische Personen aus beiden Lagern.
„Daily Mail" übrr die Dauer der Desetzimg FranlfunS
Paris, 28. April (WTB.) Die „Dailv Mail" meldet aus San Remo, die ffanfenmi habe entschieden, die französischen Truppen, die Frankfurt besetzt halten, würden nicht nur bleiben, bis dre benheben Streitkräfte das Ruhrgebiet geräumt hätten, »nte n b »D Teut > chland die Entwaffnung»- beftimmungen auSgesübrt irib 13 000 Geschütze abgclxfert Ixiik’. die eS entgegen dmr dT.ebcntocrticg noch le üe.
Die .Kopfslärke deck deutschen Heeres.
Berlin, 27 April. (WTB.) Durch die ausländische Presse gehen zur Z«t roiea« salsche Zahlenangaben üb« die Kvpsstärke bei beutschen Heeres Ämtlichers'-itZ wir^ mitgo- teilt: Am 5. Februar betrug die GZamtstärke d« Reick>swehr 254 234 Köpfe. Der Siand im Mär» konnte wegen b« Unruhen nicht hdllftänbii «mittel t n>«öen. Rach allen torltegnDen Meldungen ist jedoch die Zahl irr Rrich^wchrkrupoen an- dalternd gefünfen. Wenn auch zunächst keine endgültigen Zisfem angegeben roerb.it können, so kamt nach dem bisl>« aeioonnenen Ucbcrbltrf die Stärke ber Reichswehr Anfang April aus nicht mehr als 200000 Mann geschätzt werden Ihrfe Zahl sollte ab« «st Mitte Mai erreicht werden.
Der Lohntarif für die ReichSeisenbahnen.
Berlin, 27. April. (WTB.) Im SitzungS- saale des Potsdamer Bahnhoss fand beute eilte Besprechung zwischen den Scrtr tTn des Reichs^ o«fehrsministeriums und den Groß-Organisationen der Arbeiter b« bemnächstig.m Rrichteisen-- bahnverwaitung üb« bie Grundlagen eines Lobn- tarifvertrages für das gesamte Reichseißiidalm-? gebiet statt. Der Retckfeoerkehrsminister Dr. Bell wies aui bie Notwendigkeit hin, bas Lohnveve hältnis ber Arbeiter ber Reichs«senbahnen nach «nheitticben Geiichtsplinkten zu regeln. Na nenö ber Retckferegierung richtete « an die Arbeiter-» vertret« die bringenbe Bitte, den Ford«ungen ber Zeit gerecht zu werden und »ich im Rahmen des Rköglichen zu halten, um den Wiederaufbau des B«kchrs- und Wirtschaftslebens zu «möglichen- Die Beratungen werden in den nächsten Tagen fortgesetzt.
Die Entente und Rußland.
Rom, 28. A^rtil. (WTB) D« „Irünmn" wird aus San Remo gemeldet: Man DerfidKrt, daß die drei Minist«präsidenten bei ihr« letzten Zusammenkunft beschlossen haben, die Bezie-- Hungen mit Rußland im allgemeinen toto- bet aufzunehmen. Sie behielten sich aber die Form und die Methode vor.
Das Wahlergebnis in Dänemark.
Kopenhagen, 28. April (WTB > Zu bene geftrigen Ausfall de r Wahlen schreibt „P t>* litifen" u. <l, d« Kamps fei gegen das Mim-, flertum Zahle geführt worden. Die Geschichte iuerbc ab« ernmal ein richig^S Urteil üb« tnc sieben Jähre fällen, in denen bie Politik Däno- marks duirch die Weltbrandung geführt l-nnte. Dio- fern Siege der gemäßigten Linken und dem Berlusv bet rochjkalen Linken würde ein ,teuer Wahltag» folgen und das Beispiel ber anderen eurapäischen Länd« zeige, daß die Stimmung schiiell wech, sein könne „Politiken" sagt, der Appell dep Kvn!«votiven intb d« gemäßigten Linken an dte chauvinistische Stimmung habe dtefen Parteien Gewinn gebracht. Bei bim tommenben Wetlcken ober werde es rfmen inrmöglich sein, ihre günitxgt Stellung ku behaupten. „Berl ings ke Ii'benbe* bezeichnet dce Wahlen als ein Bolksurtril. „Kjoebenhaven", das Lrgan ber Linksparteien, nennt die Antwort des Baltes ein nldX zu verkennendes Urteil übet bie verräterische Polte tik des Minifteriums Zahle.
Große Krawalle in Lakdach.
Belgrad, 28. April. (WTB.) Aus Hai* ba ch wird vom 24. April gemeldet: 3000 streikende Kommunisten versammelten sich in d« Wagen* Halle ber Straßenbahn Im Anschluß an bie Versammlung versuchte die durch die Red-n« erregte Menge in die Stadt einzudringen und eine ÄVtte von 25 Gendarmen zu sprengen. Tie Menge geb zwei Schüsse ab, wodurch rin Gendarm verwundet: wurde. Hierauf Umzingelte die Menge die Gendarmen und versuchte sie zu entroafTnen. Die Gendarmen schossen irnb töteten 10 Personen. 21 Personen wurden ichm«, mehvere leicht verletzt. Tie Stenge durchbrach alsxinn die Sperr»- kette und begab sich in zwei Zügen nach Cent Zentrum der Stabt, wo zwei Versammlungen abgehalten und irr Generalstreik erklärt wurde, tter aber ferne Wirkung hotte.
bemerkte ich, aber was für em* Entdeckung hat et denn gemacht?
Je nun, wo die G-räftn wohnt. IS das nich genügend?
Frrilich, Herr MimmS W« «eifern Sre sich nur nicht urmötig! Sagen Sie mtr genau, was geschehen ist! Lassen Sie sich Zeit, ich habe teilte besondere Sie!
Nun, Herr Doktor, es iS schließlich gar nich so viel zu sagen, was daS anlangt. Er bmblgte die Dvoschte, wo die Dame drin saß. ES war eine lange Fahrt, ganz hinaus nach Bolhcwi, und schließlich sirist « ine Drv ckcke bei rin« kleinen Billa in ein« ziemlich langen Straße holden, es is gerade eine GoSlat.-rne vor ber Billa, wie Tommy sehen fknmte. Er sähet also nach und sieht bie Tarne ins Haus gehen intb d-n fflig<m nxdter bie ©träfe hmabfahren. Daraus rtrigt er ab und geht rote zufällig zum Loternenpscht bin- über und merkt sich die Stummer. Er hat mir'8 da ausgeschrieben, Herr Doktor! — Damit z^g et ein Stück Papier aus bei Tasche und übtgab es mir.
Ich las daraus bie Worte. „Penelope^Dn> raffe 37, Bilham."
Gut, sagte ich, und was geschah sonst noch?
Nichts, Herr Doktor. Dann kam Tom zurückgefahren, und ich gab ihm die fünf Schillrng, wie v«sprachen.
Ich händigte MimmS sogleich fünr Schll- ling ein.
Ihr Borgehen war ausgezeichnet, Hrrr Mimms, sagte ich, und diese Adresse wird stch als wertvoll «wrifen. Sie ist grwih fünf Schilling wert, aber bilden Sie sich ja nutzt etwa em, die Gräfin fei in Balham. f
(Fortsetzung folgt.)


