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** Ge s chlo-ssen sind am 1. Mai die Orts- kr ankere kassc, die Verkaufsstelle des Kon- !. dir Versorgungsstelle

gerer Rede darekce Rektor Knantz für die otelfit ihm zuteil gewordenen Ehrungen. Es gehe ihm hellte wie dem Wanderer, der nach langer mi£> schwieriger Wanderung den Gipfel des Berges erreicht habe und nun einen Mick werfe aur dm zurückeelegten Weg. Sein MrufSweg sei über grüne Anger und blumige Wiesen, aber Mich durch Süakpie und Klüfte gegangen. Gott aber halte ihm allzeit Kraft, ©efimblxit und reichen Segen bei seiner Berufsarbeit zuteil werden las'cn. Er danke vor allem auch für die treue Mitarbeit feiner Amtsger.vssen, die ihm stets zur Seite gestanden und mit ihm bestrebt gewesen wären, die Schule auf ihrer Höhe zu erhalten. Auch seitens des Hess. Bildnngsamtes war ein Begrüßungsschveiben cv:- gelausen, in dem dem Jubilar für feine gewissen­hafte und treue D'enstführung besondere Aner- kenmmg ausgesprochen wurde.

** Der Zugverkehr am 1. Mai erfährt voraussichtlich keine Einschränkung. Ab Montag, 3. Mai, verkehren auf der Strecke Gießen Fulda wieder folgende zwei Versonenzüae: Gießen an 1157 Uhr vorm. und Gießen ab 12.32

Öeif^uai staatsbürgerliche Rechte und politischen Freiheiten sicherzustellen."

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Aus dem Arnlsverkündigungsblatt.

** Tas Amts verk ündigungsblatl Nr 55 vom 27. April enthält: Abänderung der Verordnung über die schüdsgericlMche Erhohmq von Preisen bei-der Lieferung von elektrischer Arbeit, Gas und Itarungenfer. FeUsetzurq von Erzeuger-, Großhand ls- und K'eia'h.ndcl^ Höchstpreisen für den BunoeSstaat Lesen und d« Regienmgsbiztrc Wiesbaden. Deutiche Arza»' taje. V.rfehr mit dem besetzten (Miet. - Die Grenze des neu besetzten Gebietes. ZustM der Entwässerungsanlagen von GrundsÄcken M Ortsstraßen in den Landgemeinden des SYctl^ Zucker Verbrauchsregelung. Höchstpreise »c Fleisch und Wurstwaren. Landes eue. apw nung: Ausstellung der Grundlisten. SL.no aer Maul- und Klauenseuche in Dessen. TienfdE richten. Gemndn, verloren. ®emenw®w wage zu Mendorf a. d. Lahn. i

DiefürZwiebeln geltenden Höchtz' preise werden mit Wirkung vom 15. Apri/'lv-' ab aufgehoben. '

Zuckerverbranchsregelung. Es rön­nen in den Landgemeinden auf bee Zuckermar^n 141, 142 und 143 je 250 Gramm -- 750 Gramm und außerdem auf die Zuckerzusatzkarte für Ku^ im ersten Lebensiahre 500 Gvamm Zucker für dm Monat April 1920 bezogen werden. Mit Ablatt des 20. Mai ds. Js. verlieven die Abarten HL 142 und 143 sowie die ZuckerMotzklarte ihre

Beranftaltttngen.

Mittwoch, 28. 2lpril: Cafe Leib, 3V2 Uhr: Hauptversammlung des Vereins der Gastwirte. Gase Leib, 8 Uhr: Oesfentliche Verwmmlung der U S.P. Gießen. Postkeller, 8 Uhr: General­versammlung des hessische Polizei- und Schutz­hundevereins. - Postteller, 8 Uhr: Angestellten- versammlung des B. D.H- Hotel Kvhler, 8/4 Uhr: Angeslrlltcnversammlung des deu^schnalro- ualen Ha nd tun gsge hilfen-Verdlmdes. Licht^ptel»

tHeater wie gestern.

** Zur Reichstagswahl. Wie wir ver­nehmen, hat das Mügltob der Nationalverstimm- lung Justizrat Grünewold-Giteien lich ent- schlossen, mit Rücksickft aus seine Beritt spslichten als Rechtsanwalt und Notar, die sich mit der Tätigtest im Parlament nicht baxümgen lasten, zum neuen Reichstag nicht zu kandidieren.

vollständig haltloser Verdächtigungen gegen rcrc deutsch onale Slartsb'amte em -ted

cingefettet. ®.en ein solches Vorgehen erbbi schärfsten Protest und erwarten von ter Regier^.^^,, daß sie alles tut, ;irmi d-te in den §§ 118 und 130 | siehe

Serif linseri*'" dietnd-rW deimer Dc -ralben und !ablreichen,« Ter W. 3riiie nnede iinb sast/mt i1£|^rtriimnti qaliesstastie, . | SiechMtn r Libinied Wll iDeshenne^ ! tonte Dienst lSirhitzkH M m einer van xngelänbe be

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hochfchulnachvrchten.

sw. Darmstadt, 26. April. Dr. Franz Berg Hoff-J sin g, ordentliäier Professor der Volkswirtschaftslehre, ist im Alter von 63 Jahren gestorben, lieber 22 Jahre hat er an der technischen Hochschule als Lehrer gewirkt, und war weit über seinen Wirkungskreis hinaus ein gern gescheiter Redner.

nächst ftattfinbertDen Wahl zu einer besoldeten 'Stadtratsstelle für seinen Kandidaten die sozial­demokratische Hilfe erwartet. 40 Stimmen fielen auf Stadtrat Dr. Landmann (Dem.), Frankfurt, 6 Stimmen auf den Unabhän^i^'n Lüttmann. D.-r neue Bürg.-nmii-ster steht im 50. Lebmsjefrr, ist gelernter Steindrucker und steht s.tt 1895 in der Arbeiterbewegung. 1919 wurde er als Unterstaats- sekrerär in das preußische Ministerium für Bolks- kvohlfafrrt berufen, behielt aber die seit Jahren ge­führte Leitung der Ortskrankenkasse inne. Gräf, der z. Zt. auch Vorsitzender der sozialdemokratischen Fraktion der pveußisä>en Landesversammlung ist, erfreut sich in allen Kreisen der Bürgerschaft we­gen seines konzilianten Wesens allgemeiner Wert­schätzung.

mc. Franksurt a. M., 27. April. Eine Reihe neuer städtischer Remter. soll ins Leben gerufen werden. So wird eine De­putation für Kunst und Wissenschaft alle künstlerischen Fragen der Stadt besprechen und verwalten. Sie besteht aus 5 Magi­stratsmitgliedern, 5 Stadtverordneten, fünf Bürgern und den Direktoren der städtischen Museen. Ihr werden alle in Frankfurt be­stehenden Forschungskommissionen angeglie­dert. Weiterhin wird eine gemischte Deputa­tion für Leibesickungen geschassen, die alle auf diesem Gebiet vorhandenen Einrichtungen fördern und zusammenschließen soll. Ein wei­terhin noch beantragtes Antt für Bolksfüo- sorge wurde im Hinblick auf die erst kürzlich erfolgte Einrichtung des Wohlfahrtsamtes ab­gelehnt.

= Frankfurt a. M., 27. April. Für den Bau weiterer Kleinwohnungen fordert der Magistrat abermals 5 Millionen Mark oan ber Sbodtverordnetenversammlung an. Ter Magi­strat bewilligte dem Mitteldeutschen Kunstgewerbe- rerrin zur Erhaltung d r fino-z'e.l schwer bedräng­ten Kunstgewcrbeschule einen Berriebsoottchreß von 50 000 Mk.

Girat der Messe mit neuen Forderungen an die ArbeitgÄer heran getreten. Sie verlang :n GeholtS- und Teuerungs.uschläge auf be 6i3.,e.tgen (Sin» üommen bis zu 100 Prozent, Bczahltulg der lleber- sttmden mit 6 Mk., Erhöhung der Woi)nnngs»keÜ>- zuschüsse und Vergütungen für Kost.

mc. Frankfurt a. M., 27. April. Am 1. Mai tritt auch in Frankfurt, wie in an­deren deutschen Städten, eine Erhöhung des Bierpreises um 100 Pr 0 z. ein.

me. Frankfurt a. M., 26. April. Der Polizeipräsident erläßt eine scharfe Verordnung gegen das wilde Bermietenvvn möblier- tenZimmern.Es sind Fälle bekannt geworden, in denen für em mäßiges Zimmer bis zu 300 Mk. pro Monat gefordert und bezahlt wurden. Man will jetzt mit allem Nachdruck gegen diesen Wucher einschrciten.

')( Marburg, 27. April. IN der Nacht _bom Sonntag zum Montag kam es zwischen Gästen einer Wirtschaft und Polizeibeamten in der Nähe des Marktes zu einem blutigen Zusammen- st 0 ß. Einer der Widerstand leistenden M änner ivurbe dabei so verletzt, daß er gestern nadpnittag aus seiner Wohnung in die Klinik gebracht werden mußte. Die Sache wird ein gerichtliches Nach­spiel haben.

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Hierauf berichtete Herr Kaufmann Eduard Krumm überPolitisches Denunzian­tentum an der 21 rfreit" unb schilderte die bereits verösstntlichten Vorgänge, die zu.r Einlei­tung eines Untersuchungsverfahrens gegen die Her­ren Amtsgerichtsdirektor Scheuahl, Professor Dr. v. Gall in Gießen und Seminarlehrer Leitchtgens in Friedberg Anlaß gegeben hatten. Di' Anlla^e -gegeit letzt-erm stützt sich auf di? all rbtng ?' ft verdächtige Tatsach?, daß Herr Leuchtgens am Tage des Kapp-Putsches eine halbe Stunde lang auf dem Bahn steige in Friedberg sich mit einem Studenten verhalten und dabei zufrieden gelächelt habe. Die Versammlung machte aus ihrem Absch?u gegen die Denunzianten fein Hehl und gab ihrer Verwunde­rung Ausdruck, wie das Ministerium des Innern auf Grund solcher haltlosen und lächerliclren De- ilunzialüm sirr Einleitung eines Untersuchungsver- sährens kommen konnte. Herr Professor Dr. von

polttische DemmMion?

Der Vorstand des so-ialdemokrati- schen Wahl vor eins Gietzenernicht uns um tomfrcie folgender Entgegnung:

Zn der in Nr. 95 des Girstl An» otttta StichmarkeEine De n u u»r a t ron" abge- bnuften, von deutsckmationaler Sette emgesandten Rnf&rift gestatten Sie uns das lyolgeirbe zu er-

** Aus dem Militär Wochenblatt. Den Charakter als Oberst hat erhalten der Oberst- : teutnant a. D. v. Knobelsd o r f f, zuletzt Korn- : manbeur des Landw.-Bez. Gießen. Den Ctzarakter 1 als Oberstleutnant hat crlxtiten der Maior a. D. . Weyd t, früher im Füs.-Rgt. 34, jetzt Komm, des Durchgangslagers Gießen.

** Dienst jubil änm. Am gestrigen Tage konnte Rektor Knauß, txM Leiter _ ber breiigen StaL»t°Kn-2benschulc, aus e:ne öOta-wige Tattgv rt im Dienste ber 'Hess. Volksschule zurückbuckeu. Aus dlesenr Anlaß fand vormittags V2II W.un -öc» ratitngäjimmer der genau..teu Schule eine fache, aber sehr erndrucksvol e Feier Ihatt, zu der sich außer dem X'eWrter andj Vertreter ver­schiedener Velwrden und Körperschaften emgefmwm hatten. Tic Feier wurde durch das von der Mor­schule norgetragene LiedNun lob, nwru^Secl, den Herren" eingeleitet, worauf Lehrer O. Gor- lach namens der Lehrer imb Lehrerrnnen der Stadt-Knabenschule dem Jubllcrr bie herzltchsten Glückwünsche übermittelte und be.Eders aus das schöne Verhältnis hi-'wies, d s stets zwisck«n d^-m Gefeierten und den ihm unterstellten Lchc Kasten bestanden Hecke. Er überreiche das lMesche Büd , Lasset bie Kindlein zu mir vommew und gab dem Wun'che Ausdruck, daß es Rekwr Knauß vergönnt sein möckste, körperlick>er und yturger Frr.coe noch manches Jahr zu nrärfen. Für bte slim* schul komm ist ion spoach Gcchränemt U £i n g er ben herzlichsien Dortt aus für alles, was der Jubilar in seiner langen Dienstzeü für t* Schule getan Oberbürgermeister Keller Überbrachte bu Glückwünsche des Schulvori<n.des rock des Stzckt- Vorstandes, rühmte ben Pslichtäfer und Fllrtz, des Gefeierten imb gedachte auch seiner eifrigen Tatt^- Peit in ber Armenpflege und auf dem Gebiete tvc Wohltätig feit Lehrer V. Müller hob das schöne Verhältnis bervvr, das unter Rektor Knumß zwi­schen Stabt- Knobensch, te u.ck S cr>t-MLchensck>u e bestanden Hobe und widmete namens der letzteren ein prachtvolles Blumengebiüde. L^rer Fi > cher erinnerte Daran, daß der Jubilar als Mitbegrün­der uick langjähriger 1. Vorsitzender des Gie^ner Lrhr er Vereins sich große Verdienste um ben Lehrer- stcmd erworben habe und daß ter Verein tiyn m Anerkennung dieser Verdienste zum Cl-renvvr itzen- ben ernannt habe. In einer von Zeichenlehrer Gerhard kunstvoll angefertigten Adresse erhielt diese Ehrung einen besonderen Ausdruck. Psarver D e dy= tolsh eimer wies auf die Tätigtest von Rektor Knaust als Mitgsted des evangel. Ki.'chenvorftandes hin, während Pfarrer M a fr r bte Glückwünsche der Mattfrausgemeinbe unt> der Männer- und Frauen­vereinigung dteser Gemeinde überbrachte. Rsrl- leTjrer Will sprach für die Klrufm. Fachschule, die ebenfalls Blumen wckmete, unb Kaufmann Erle für die Schul Kommission und das L<chr-ingÄh.rm ge­nannter Anstalt wtb übergab ein srmnges Ge-schenk, Sodann übermittelte noch Oktroiaufseher R o l 0 f t unter Hebetneiefrung ein s bezüglichen Llndenfens dse Mückwünsche ds Tierfchutzvereins. In län-

** Bvm Hessischen Bolksbund Am Sonntag den 18. April find die in imb bei Hom­berg wo hnenden Mitglieder des Hei fachen Volks­bundes zu einer Ortsgruppe Homberg und llm- aeaend zusammen getreten. Ten Vor!.and mldeten die Herren Am!sgerichlsrat Pitel als Virft^noer, Taubstummenllchrer Nuppel als Schnstlutzrer, Maurermeister Bott-Mardorf als Schatzmenter. Zu 5krtraue-.i5teuten wurden außer den Genonten ge­wählt: für FalLenbera Bürgermeister Meyfarth, für Unshausen Schmickemeister Auel, für Werns^ wig Gutsbesitzer Karl Ludolpl)-Williivgsl)am, welch letzterer zu der Bundestagung in Gießen am 2_. April als Vertreter der Ortsgruppe delegiert wurde.

** Im Lichtsviel Haus, Bahirhofsttatze, spielt feit gestern die.FilmoperetteWen n M ä n- ner fi reifen" von Alfred Berg, Mufü von K. Otto Krause. Das reizend arrangierte Stückchen hat viel Humor, wird von bekannten Mitgliedern Ber­lin Theater bargefb'tft 'md »oirkt besonders iebbort durch Sängec wt> Säng rinnen, di g m tnfa u mit einem fteuten Orchcst-.r Die fchwuug^o .L: Gelang- stücke angenehm wiedcrgeb-'.m. Das Zusammeniprel von Film und ausübenden Sängern ist fefrr aus- geglidten- Zum Besuche dieser Vorführung n kann nur geraten werden, besonders da autzerdem noch der lustige FilmRomeo und Julia im Schnee tnit Lotte Neumann in der Hauprrolle smAt.

** In den Lichtspielen Seltersweg wird zurK it dasN a ch t a s fr l" von, Ernst Ftcd- ler-Spieß, nach Motiven von Marrm Gorkt, gegeben. Wenn der Film mit Gorkis seltsam dunkel­farbigem Drama auch nicht mehr als dasMi­lieu", einzelne Personen und ben Namen ge­mein hot, so ist frier mit allen Mitteln der mo­dernen Filmkunst ein Werk geschaffen, das den Zuschauer bis zum letzten Bilde in Spannung halt.

Gießen, 26. April. (FußhallZ Vergan­genen Sonntag standen sich auf dem Sportplätze an der Hardt.im Diplomspiel die beiden Otts- aegner V. f. R. 1900 und B. f. B. gegenüber. Das Spiel, das bei den hiesigen Spottintrr.ssentcn schon seit Wochen das Tagesgespräch, bildete, hat die äußerst zahlreich erschienenen Zuschauer nufri enttäuscht- Schnell und flott wurde das Spiel, das zahlreiche spalmende Momente zeigte, durch- gefüfrtt. Die Spielweise war scharf. Veid ' Mami- schaften in stärkster Aufstellung. Bei1900" fehlte linker Verteidiger und Mittelstürmer, die aber gut ersetzt waren.1900" beginnt gegen den Wind spielend den Kampf, kann sich jedock) nicht durch­setzen. V. f. B. nutzt den Wind gut aus und gebt im schnellen Tempo zum Angriff über. 20 Mi­nuten lang hat setzt die gegnerilcfre Deckung schwere Arbeit zu verrichten, beten sie sich sedoch gut erledigt. In der 25. Minute kommt die linke Flanke vom V. f. B. gut durch, der Ball wird zur Mitte gehoben, die Verteidigung zögert zu lange mit dem Eingreifen, so daß der Mittelstürmer unhaltbar einsenden kann. Das Spiel wird jetzt offen, der Sturm von 1900 hat sich zusammen­gefunden. In schnellem und tveitem Durchsviel werden gefahrvolle Momente vor dem V. f.B. her vorgerufen. Einen sicheren Erfolg kann der rechte Verteidiger nur durch unfaires Spiel verhindern. Der darauf folgende Strafstoß wird abgeroebn Kurze Zeit später kommt die rechte Flanke schnell vor, gibt genau hinter die gegnerische Verterdi, gung, der Halblinke ist schnell am Ball und erzielt au5 nächster Nähe den Ausgleich.1900" .wird jetzt überlegen. Unterstützt von ihrer ausgezeichrrt spielenden Läuserreihe erfolgt letzt Angrrfj auf Angriff. Halbrechts geht auf eigene Faust kmrch, umspielt Betteidigung und den heranSaelausm« Torwächter, und noch im Fallen schcetzt er daS 2. Tor. Kurz darauf Pause. Die zwecke Halbzeü steht ganz in der Ueberlegenfrcit des B. s. R. 1900. V. f. V. wird vvllkommerc zurückgedrLugt und ran das Ende der Spielzeit bringt ein nochmaliges Auf- flackern ihres Angriffs. Mit 3 :2 Toren hot V. f.R. 1900 als bessere Mannschaft dieses ersir Zusammentreffen einwandsfrei für sich entschieden V. s. R. 1900 II V. f. B. II 1:0 Tore B. f. R. 1900 III V. f. B. III 3 : 4 Tore V. f. R. 1900 IV F. C. Leun 18:2 Tore.

Ju der Sitzung des BorschlagsaUsschrfses der Stadtverordnetenversammlung am 15. März nmrde vorgeschlagen, der Plenarversammlung folgende Resolution vorMschlagen:

Die Stadtverordt«tenVersammlung vemttcilt den m Berlin erfolgten Putsch auf das Entschie­denste und fordert die gesamte Emtvvhnerfchaft GieHms auf, sich zur Wahrung des durch bte Ver­fassung gegebenen Rechtsbodens, der Ordtrung und Sicherheit in der Stabt 'hinter gesetzmäßige Re- merung zu stellen. Jeder Staatsbürger, Hot bte Freiheit auf gesetzlichem Wege eine Arsastimgv- änberung anzuftreben, aber bte Herbeiführung der qcwalstowen Verfassmtgsändernug muß zum Bür­gerkrieg führen, zu furchtbarem Blutv«rgr:87n, zum wirtschaftlichen Ruin und Auslösung des Reiches. Damit wäre jede Hoffnung auf bessere Setten ver­nichtet, der Untergang des deutschen Volke-- bfr siegelt."

Dazu erklärte Herr Stabte. «chmahl dem Stinte nach: Er verurteile den Kn^Putsch lelme aber bie Rcsolutllm ab, berat am 9. Nov. 1918 habe sich die Stedtvervrnetenversammlung auch ntckck 'hinter die alte Regierung- gestellt. Die jetztge Re- merung habe die Berfasftrng ändern und bte Wahl des Reichspräsidenten durch das Volk frejetttgen wollen. Gegen diese völlig utrrtchttge Belwuptung erhob Stabt». Dr. Ebel entfefrieben Ern-Pruck, es Tom zwischen den beiden Herren zu lebl)af.er Aus- einanderfetzung, weshalb der Oberbürgermetlter bte Sitzung schloß Dies der einfache Sachverhalt. Es Handelte sich hier um eine Awgelegenhett, tue un- Ledingt als eine öffentliche anzusehm tst, also um eine GesinwungsLuherung, die ketnestvegs bte Jnteresftn ber Stabt berührten, sondern stch mit einem politischen Ereignis beschäftigte unb die auch demnächst in ber Stadtverordnetenfttzmig öffent­lich behandelt werden sollte, keineswegs aber um eine vertrauliche Besprechmg. Stadtv. M an n ver­ging sich also m ferner Weise gegen bte Sdyoetge- pflicht unb bandelte korvekt, wenn er dem Bor- ftanbe feiner Partei über den Vorfall Mitteilung machte. Dieser hat die Sache dem Ministerium unterbreitet, für das es von Interesse ietn mutz, zu wissen, daß ein Beamter, dazu cm Richter, nicht Bereit war, die Verfassung und die gesetzmätztgL Regierung y.t schützen und dem gewaltsamen Um­sturz ent gegen jiutreten.

Wenn die Zuschrift von Denmtziatton unb Ge­sinnungsschnüffelei spricht, so muß das auf alle hie lächerlich wirken, die sich der früheren Zeiten er» Ürat-em. Unter ber alten Regierung, z-u deren Stützen die heutigen Doutschnationalen gefrörten. Miß e jeder, Eisenbahner, Bri.strager oder Nacyt- wäÄer, der auch mir einmal den Blick in eine so-ialdemokrattsck>e Zeitung geworfen hatte, damit rechnen, außer Lohn und Brot gejagt zu werden. Hub noch frei ber letzten Dahl -um alten Reichs­tage erklärte ein höherer Gichencr Postbeamter m einem Inserat im Gieß. An-., daß ein Beamter keinen sozialdemokratischen Stimmzettel abgeben dürfe, lieber diese Dinge haben sich der Einsender und feine Gesimrungsfreunde nicht entrüstet!

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Son der 5>entftbnationelen Dolkr- gartet erhalten wir folgenden Derecht: Am letz­ten Freitag hielt in einer stark besuchten Mit­gliederversammlung im Hotel Grotzherzog der be­rühmte Biologe Herr Dr. von Uexküll einen wissenschaftlich hochinteressanten und tiefgrützdr- qen Vortrag überLeben und Tod im Lichte der Naturwissenschaft". Es war eine Widerlegung des Darwinismus unb der materialistischen Aufsallung vom Tode als der Vernichtung der Lebewesen. Altes organische Geschehen bei der Entstehung der Organismen aus dem Keim wie bet den Tätigkeiten der Organ« gehorcht teils mechamschen, teils teckmischen Regeln. Die Lebewesen verkör­pern einen Naturplan. Ein iebed ist als Sufrjeft zu betrachten, das für sich einen Weltmtttelpunkt bildet uno der Umwelt eingepaßt ist. In seiner Merkmals- und Wirkungswelt ist es gleichsam von einem Tunnel umgeben. Die Energien, bie sich im organischen Geschehen äußern, sind wie die Energien m organischen Borgmtgen autzcr Zeit und Raum sie sind ewig. Während die Tiere ihrem sicheren Instinkte folgen, bewegt sich der Mensch durchVersuche und Irrtum" durch seinen Lebenstunnel, dessen Form sein eigner Geist bestimmt. Schmerz und Gewissen sind seine Wegweiser. Gewalttg >oar die SchUderung des Todes, nicht als Vertrichtung, sondern als lieber» gang aus einer Form des endlichen Wesens in eine andere Form der Zeitlosigkeit. Gleich dem Adler, der seine Schwingen nicht mehr rühren kamt unb wie eine tote Masse zur Erde stürzt, sobald ihm der Statolith, das Organ des Gleichge'wichts, ge­

nommen ist, so wird der Mensch ohne Gewissen einem schrecklichen Erwachen in der Ewigkeit ent» gegengefren. Reicher Beifall lohnte ben 9t ebn er, helfen volkstümlich gehaltenem Bortrage bie An- ivesenden mit Spannung gefolgt waren.

Att- Stäfrt ttttö (anft.

Gieven, den 28. April 1920.

3m Beachtung!

Infolge Beschlusfes unserer Krbetterschast ruht die grbe t am Mai. Oer Sietzener Anzeiger kann deshalb am Samstag nicht er­scheinen. Anzeigen für diese Nummer werden bereits am zreitag veröffentlicht. Neue Auf­träge tonnen bis Donnerstag abend ent- gegcngenommen werden.

Verlag der Eichener Anzeigers.

Landkreis Gi'hen.

x Wieseck, 26 April. Au Hemd wn Lufrll- frlldern, die das kunslwis^eirschafttiche Jnitttttt ber LaudesunivrrsilL ftemcklichst zur Verlügung ge­stellt unb die der neue Ememann-Appavat ber Vvlcsltochschule in guter Grütze unb Schärfe zeigte, sprach' Dr. Haiks Werner-Gietzen auf dem ersten Vc) lks'ho chschu lab en d am Samstag über Kunst in Stabt und Land". Bilder aus Mamz, Limburg, Bübingen, Alsfeld, Grünberg, Münzen­berg, Gießen uftrr. kündeten, wie man früher beim 23aiien die Seele dreingesetzt, sie später aber bei ullem Reden fron Kultur wieder verloren Tiefen Schaden an ber Seele wieder gut zu machen, iei Aufgabe auch der Volkshochschule. Der Abend, dec einen besseren Besuch verdient Ntte, leitete trefilich an, für die Schönl)eiten ber engeren Heimat mehr Äuge zu bekommen, machte auch auf baulich Gittes in unserem Torf aufmerksam. Der Vor­sitzende machte von ben weiteren Plänen der Volks- 'hoftschule Mitteilimg.

Kreis Friedbera.

4 Bad - Naufreim, 27. April. Das große Wohltätigkeitssest, das der Neichsbund der Kriegs­beschädigten unter Mitwirkung des Turnvereins 1860, des GesangvereinsFrohsinn" und der Kurkapelte im Kvnzertchrus re.anttaltet hat, hat einen Reinertrag von rund 6000 Mk. für ben guten Zweck, die Not der htesigen Hinterbliebenen zu lindern, gebracht.

Starkenburg und Rheinhessen.

sw. Darmstadt, 27. April. Ein Wertbrief mit 6000 Mk. Inhalt ist hier an die Reichshauptbank in Berlin aufgegeben warben, doch ist der Brief statt mit 120 Fünf­zigmarkscheinen mit 58 Postpaketadressen in Berlin angekommen. Für die Ermittlung des Diebes ist eine Belohnung von 1000 Mk. aus­gesetzt; falls der Betrag wieder beigeschafft wird, wird die Belohnung verdoppelt.

Kreis Wetzlar.

Wetzlar, 27. April. Die Stadtverord­netenversammlung stimmte dem Anklius der Ba­racken des Gefangenenlagers zu unb bereinigte dazu die Mittel in Höhe von 56 Mill. Mark. Tie Baracken sollen in Wohnungen, vorläufig 100, um gefront werden.

Hessen-Nassau.

Bürgermnstenvahl.

Frankfurt a. M., 27. April. An Stelle des nun Oberbürgermeister von Nürnberg gewähl­ten Dr. Luppe wählte freute die Stadtverordneten­versammlung den Borstelxr ber frie igen Ortskran­kenkasse u nd Unterstaatssckretär Eouard Gräf (Mehrheitssozialist) mit 47 von 93 abgegebenen Stimmen zum zweiten Bürgermeister von Frank- frett. Für Gräf stimmten bte Mehrfreitsso-ialisten unb ein Teil des Zentrums, das dafür bei ber bem»

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^Höchstpreisesür Fleisch und Dur^ waren. Unter Aufhebung inte er machung vom 3. 9tjcember 1919 für i Landgemeinden des Kreises Giehen polgeickes ver­ordnet: Höckfftpreife für ftisckies Fleisch und 28urU Rindfieisch 5,50 Mk., Kalbfleisch 5 Mk.-Blw- unb Leberwurst (fttsch) 3 Mk das Wnb- Preise treten sofort in Kraft. Es rst nicht gestattÄI, für bestimmte Fleischstücke höheve Preite -ü sta­dem ober zu zahlen. ZmvidechracklunKi w^o« nach 8 b des Hvchstpreisgefetzes rn der Neuftfffto^ vom 23. März 1916 mit Gefängnis bis »n em«- Jahr und mit Geldstrafe bis zu 10 OOO Mk.

Gefunden und verloren. In der Z« vom 1 bis 16. April 1920 wurden in friefiQ« Stadt gesunden: 1 PlüsckMi^n, I ^ortemo^ naie mit Inhalt, eine lederne Handtasche, 1 schirm, 1 Stoffhandtuch, 1 Vtück FuttersttA 1 Handbeutel und 1 Korbdeckck^n; verlöre^ 1 Tulaarmbai'dul/r, 1 K'^le -Joppenanzng, schwarzes Portemonnme mit 40 Mk. Inhalt, 1 w »üergeldtafche mit 50 bis 60 Mk. Jühalt 1 Da>ck»-> uchr, 1 schwarzer seidener D^envegen'chlrni, 1«.

o'iauifuri a. jju, zipiu. *At 19a , schwarze Goldtaschie mit 170-Mk. Jfktz^lt, 1

h a u s a n g e st e l l te n stick unmittelbar rot Be-1 boa und 1 goldenes Mllier mir - MhotvgvÄvo^-

.Gall erflärte, daß er wegen Bekanntgabe _

Namens des Denunzianten vorstellig werden würde, sumvereins U »

um gegen dtefen gerichtlich vorgehm zu können Gießen unb die Be r s 0 r g u n g s a u s ku n f t s - Dte all gemeine Entrüstung der Versammlung über stellen in Al-rfeld unb Schotten.

bte Vergiftung des offentlich-n Lebens kam ' ** Tie Gartnergeschäste sind von 12 durch einstimmige Annahme folgender Ent-I bis 2 ITfrr und nach 7 Uhr abe ~

schlietzung zum Ausdruck: j flC.-

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