Nr. ; 0 Drittes Blatt
Tiehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Samstag, 28. Zebniar 1920
Lin Beispiel vom hah der Franzosen.
Ein aus Frankreich zurückgelehrter Deut» scher Gefangener legt uns einen Artikel vor aus dec franz. Zeitung „Petit Ricois", am 24. x w. Oktober 1915, Jahrgang 36, der uns einen Blick tun läßt in die Gehässigkeit .französischer Frauen. Er schretbt dazu: „Was mußten wir nicht alles durchmackren? In den ersten 9 Monaten in Gefangenschaft in Dahomey wurden uns Daumenschrauben angelegt. Schrecklichen, körperlichen Züchtigungen waren wir ausgesetzt. Wie furchtbar plagte uns der Hunger. 6 Wochen sahen wir überhaupt kein Brot. Kameraden holten aus Schweinetrögen das Fressen. Küchlein, von schwarzen Frauen gebacken und auf den Markt gebracht, wurden mit Borliebe von uns gegessen, trotzdem Rattenfleisch darinnen enthalten war. Die schwarzen Solda.en, unsere dortige Bewachung, waren selber erstaunt, oah wir, als Europäer, so was aßen." Der erwähnte Artikel: „Ein deutsches Ge- fangetienlager in der Sarre-Latrdschaft Grace. (Grace = Volks reiche Stadt in Ober-Provence, in der SRälje von Nizza gelegen.)
„Es ist mir zu Ohren gekommen — ich glaube aber nicht Daran —, daß die Berioaltung em ab sckseuliches Projekt do r bereit et, nämlich ein Ges an gatenlager für 3000 Boches einzurichten. Sagt das auch nicht genug? Ich bin ganz entsetzt von dieser Nachricht: falb.’ ich doch an diesem traulichen Plätz eben 15 Winter verbracht Nun folgte eine fünfzig zeitige Schilderung des Ortes in den sonnigsten Farben > Jetzt werdet ihr verstehen, daß mich Der Gedanke, daß hier 3000 rohe Patronen lagern werden, beleibt gl und mich trostlos macht, daß sie da häufen sollen mit ihren Läusen, daß sie hier ihren Kol machen, daß ftt hier ihre gemeine, verruchte Sprache führen, daß sic vor der Grotte des h i igen Lorenz hohnlächeln werden, daß sie das Heidekraut ausreißen werden, daß sie den Azur des Himmels mit ihren Glotzaugen ansehen, und dabei an ihr räudiges, dreckiges fianh denken werden. Es scheint mir sogar, daß die Steile dort eine Hautkrankheit von ihnen erhalten werden. Welch ein Abscheu! Sage mir keines, es seien Gefangene: ich kann auf das Unglück solcher Menschen keine Rücksicht nehmen, nichts rührt mich ihnen gegenüber. Wir tragen ja nut zu sehr durch sie, und ihr wißt wohl, wie sie es mit den Unsrigen machen Ich weiß wohl, daß man sie irgendwo unter bringen muß, aber diese Gründe vermögen das Widerstreben meiner Gefühle nicht zu mildern. — Wie eckelhaft, wenn man bedenkt, daß bis an den schönsten Ecken, angesichts des reinen Himmels, diese abscheuliche Herde die Schändung mit ihrem Geruch bringen, mußten, Der sowohl den Körper als auch die Seele verseucht. Böcke und Schweine verpesten die Gegend nicht, denn sie falben ein Recht das zu sein, was sie sind, — aber Boches? — Wer hätte das sje gedacht, daß einst Herden von diesen Boches Da nisten roerDen. Das kann man mit nichts vet-
gleicben, daß ist etwas häßliches. Das im Stande ist, auch dich gesegnetes Land häßlich (macht zu machen. Ich flehe für Dich um Gnade, für Dieb, edler, reiner Ort der Provence. Ich nxnrDe Dich nie Wiedersehen Ich behalte Dich lieber rem in meinem Gedächtnis, als beschmutzt. — Später, viel später, wemi sie wieder fort sein werden, in Den Viehwagen, die ihnen gebühren, werde ich mich viellricht wieder zu Dir hinauf wagen Und ich will noch in«bt fajffen, daß Die Stiefel Dieser Rohlinge den Bvacn hämmern, werden, der mein kleines Haus umgibt und ich in den Olivenhainen nicht den Gestank der Boches rieche."
gez. damille Mouckwir.
Der Artikel soll nicht Haß Hervorrufen, sondern nur aufklärend wirken. Gibt es doch beute noch, so schreibt der Einsender, genug Leute in unserem Baierlande, die unsere einzige Rettung von Frankreich erhoffen. Wer den Haß Frankreichs kennen lernte, ist von solchen Hoffnungen völlig gel-eilt.
Aus dem Amtsvcrkündiqunasblatt.
** Das Amtsverkündigungsblatt Nr. 29 vom 27. Februar enthält: Bekanntmachung betreffend die II. Ausgabe Der Deutschen Arznri- taye 1920. Vom 16 Februar 1920 — Verorte inmg über den Handel mit Gold Silber und Platin. Vom 7. Februar 1920. — Verbrauch der Eier. — Vertilgung des Maulwurfs. — Beh.-bung Der DringniDfitn W.'hnnn- snot. — Wiesengänge. — Ausführung des Reichsgesetzes Dom 19. Mai 1913 über Gewährung von Beihilfen an ehemalige Kriegstri:nehmer; jjier: Abrechnung mit Der Kreiskaise. — Dienftnachrichten des Kreisamtes. — Feldbereinigung fieifajeftcru; hier: das topographische ©üteroer jeidjnid. — Felte bereinigung Münster, Kreis Gießen: hier: die Arbeiten des II. Abschnitts.
Vertilgung des Maulwurfs. Aus landwirtschaftlichen Kreisen geben dem Kveisaml Klagen darüber zu, daß insbesondere von der Schuljugend dem Maulwurf, Der ein durchaus nützliches Tier ist, wegen der letzt für das Fell gezahlt werdenden hohen Preise in unvernünftiger Weise nachgestellt wird, so daß bei seiner Vertilgung Schaden für die Landwirtschaft zu erwarten ist; auch werden bei einer Bersolugng die Saatäcker verwüstet und beschädigt. Das Feldschutzperional. wird aus dieses Treiben aufmerksam gemacht und es soll durch lehmng und Ermahnung, insbesondere auch in Den Schulen, Der Bertie gong des Maulwurfs ent» gegengewirkt werden.
Beheb.ung der dringenden Wohnungsnot Das Kreisamt verweist nochmals auf die mit Bekanntmachung vom 6. ds. Mts. im Amtsverkündigungsblatt Nr. 21 vom 10. Febr. 1920 abgedruckte Verordnung nebst Ausführungs- beflimmungen, wonach unabhängig von der bau- volizeilicheu Genehmigung — für alle Bauten, Die nicht ausschließlich Wohnzwecken dienen oder Wohnungen von über 5 Zimmer und Küche enthalten sollen, die vorherige Genehmigung des Be- zirkswohnungstommissärs rinxulxrlen ist.
Die n stn achr i chteu des Kreis a m ts. Tas Ministerium des Innern hat Der Reichszentrale für Kriegs- und Zivilge angene in Berlin Die Erlaubnis erteilt, je 10 000 Lose einer in 2 Svielreihen vom 20. bis 24. April 1920 und im Oktober 1920 zu veranstaltenden OkiD» Lotterie zu Gunsten Der Kriegs- und Zivilge- iangenen innerhalb des Freistaates .Heilen zu vertreiben. Nach Dem von Der zuständigen Behörde genehmigten Vcrtosungsplan dürfen für jede Reihe 600000 Lose zu je 5 Mk. ausgegeben werden.
Vereine und Vorträge.
X Büdingen, 26. Febr. In einer gestern unter dem Vorsitz des Amtsrichters M u h l erfolgten Sitzung des Kreisverbandes Büdingen D*r Teutl chen Vo l kspar tei, eriiaitete Parti- fehetär Tr. Lutsch- Gießen ei:cii auslührlichm Bericht über den Verlauf des 2. Helsisch'u Partn- tages in Darmstadt. Im weiteren Verlaufe d r Sitzung wurden Organ! ationssvagen ver chiedener Art besprochen.
1.1 Friedberg, 26. Febr. Ter G e - schick, ts- und Altertums-Verein, te- sen Tätigkeit durch den Krieg etwas in Den Hinfr- gru d getreten war, bat nunnu-hr einen nnrm Arlritsvlan aufgei'iefit: danach sollen neben größeren Vorträgen Die auch in früheren Jahrm ichon seor beliebten zwang o en Arendt wieder ringe- führt werden, in welchen nach, furjen Vorträgen eine freie Aus Pracht Der Er ckst.'neuen möglich ist. Ter erste Derartige Llbend war g.’ftem abend. Ober- lelrrer Wecterling spvich über „Alte Häus'r in ftri bberg". Nach späteren Mitteilungen ds Vorsitzenden Prof Tr. Blecher kann Damit gerechnet werde >, tef, das Friedberger Museum in vi lleicht zw i Monaten, nad.Dem nunmehr g- nügenDe Räume zur Verfügung stehen, fnnt Pforten -öffnen wird. Man tonn dreiem Ereignisse mit Spmnung entgeg.mfelxn, denn man wiro ‘t* staunt irin, welckje r idx Fül e schenÄv rtcr Gfe- gcnüäiibe, an a genb mit ter p ä i o i chen und Römerzeit bis zur Nennst, dcse Sammlimg'n bergen. Ebenso wird das städtische Archiv, über welches der Arctstvar Prof. Drel>er kurz berichtet:, eine reich.' Qi«lle und Sarnrn ststelle für alles Irin, was mit Der Geschichte Frtedbergs in Zusammenhang steht.
ck. Gonterskirchen, 23 Febr. Ter hre- fige, erst im vorigen Herbst gegründet' Gtsang- v er ein veranstaltete gestern abmd unter Rettung und Mitwirkung seines Dirigenten Lehrer Moxt:r H e wohlgelungene Atenbunlnh-rltung. — Ter hiesige Krieger verein beschloß in inner letzten Versammlung, den im Kriege gefall tuen Einwohner nimjerer Gemeinde nn Denkmal zu setzen. Zur Ausbringung der .Kosten soll in Kürze eine Haussammlung veranstaltet werden.
Kirchliche Nachrichten.
Evangklifche Gemeinde.
Sonntag den 29. fyebruar. R«mmiszere.
Gottesdienst. In d. S t a d k i r ch e. Bor- mitt. 9y>: Dw.-^Pfr. Tiesrnefa-r. 11: Kinderk. f. d. MatthäuSgern.: Pfr. Aöcchr. Llbds. 6: Pfr. Becker.
Beichte u Feier d hl. Abendmahto i. Mattdäus- u. Markusgern. Tie Gemerndepfaner *rb. vorh. Anmeldung. — Montag d. 1. Marz, abds L|S: Bereinig D kom männl. Jugend d Matthaiisgem. — Mittwoch d 3. März, abte. 6: PasttonSg.'ttete dienst: Pfr. Mahr. — Toimerstag d. 4. März, abds 1Bereinig, d konf. werbt 3 ugenb D. Mad- chäusmmi. — In d. Johan neSkirche. Vorm. 9'.: Pfr. Bechtolslieimer. 11: M'interP. f. D Lukas- gern.: Pfr. Bechioislirimer. Aids. 6: Bibelbetpr> dnmg i. Johannes,aal. — Montag d L fUtän» abi>5. > _B: Bereinig d. konf. männl. Jugend D. Lukasgem. — Sonntag d 29. Febr, vorm. 10: Kirchberg. Nacini. 1>S: Taubringen. — Wiefeck, 29 Febr., a-410: HaurtgottesDienst. 11: Kintev- firdK. 7: AbenDgoticsbienst.
Kn hnlischt Gemeinde
Samstag, 28. 2 , nachm. 5 u. abdS. 8: (So- legenb. z. 1)1. Beichte. — Sonntag, 29., 2. Fastensonntag. Beginn d. österl. Zeit. Vorm. 61/»: Ge- legenh. z. hl. Beichte. 7: Hl. Messe 8: AiuSt.il. d. 1)1. Kommun. 9: Hochamt m. Pr. 11: Hl. Messe m. Pr. Nachm. 2: Innglingskongregatron Abds 8: Fastenpredigl. — Tiensrag u. Freitag abs. 6: Fastenandacht. — Freitag 7 ; Sei^ensamt. — Dia spora-GotteSdienst am 29. 2.: In Himgen lO3/^ in Lich 8y< Uljr.
Eingesandt.
(Für Form und Jnl-alt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt Die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Kartoffelpochtland.
Auf mein Eingesandt bett. Kartoffel- a n b'a u möchte ich um nachstehende Veröffentlichung ersuchen.
Tic Anfragen nach Anbauland für Kartoffeln sind so groß. Daß die in Auslicht gestellte Fläche längst vergriffen ist.
Ich bitte alle Interessenten, sich an meine anderen Kollegen zu wenden.
Tie in TZ enge ein gegangenen s christlichen Anfragen zu beantnrorten, ist mir leider unmöglich.
I. H. Prriß.
Wawen] Schmidt
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leibigkeit, Hämorrboidcu. Lungen , Nerven-, Nieren. Magen und Tarmleideu, Durchfall. Darmträgheit u. andere Leiden. Tausende von Anerk^nn"ng«fchretben. 1396A
Bad) wnfonlti Schreiben Sie tBostkarte genllgtlan:
Pfarrer Zchmidts Naturmittel. Nürnberg 2, vrieff.Nlb.
Fortsetzung 50.
(Nachdruck verboten.)
Vulkanisier-Anstalt Giessen
Pneu-Reparaturen
1.
2
3.
Peter Banken lag nichts daran, sie zu halten, das wußte sic. Nur das Kind würde er ihr Trimmer lassen, darauf Born es ihm an.
Estrid zitterte in dem Gedanken, daß ihr sorgsam ausgeklügelter Plan durch irgend welche Zu- fälligkriten, trotz all ihrer bedachtsamen Vorbereitungen, mißlingen tönnfe.
Seit mehr als vierzehn Tagen war ihr Kosf.' .', der ihre imd des Kindes notwendige Sachen enthielt, in Hamburg. Ein ihr treu ergebener alter Schisser, dem sic viele Wohltaten erariesen, hatt: ihn mttqeiwmmen. Den Gepäckschein verwahrte ftc sorgsältig Da der Alte in Hamburg geblieben, teftanD feine Gcsahr, daß er dlauderte. Indessen beunruhigte es Ä'trid, bat sie keine Wärterin für das Kind von Shlt mitnehmen konnte. Nrin, sie durste es Peter nicht antun, daß, die ganze Insel wußte, wie sie ihm davongelaufen. In Hamburg würde sie leicht eine Wärterin ffftiwn, bis dalstn mußte sie ihrer eigenen Kraft vertrauen. War sie nicht jung und stark? Waren nicht ihre Stifte wieder gekehrt, so daß sie schon etwas wagen könnte?
Estrid schlief diese Nacht nicht. Kaum graute
1. April 1920.
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Amattinischei Copyright 1918 by Anny Wothe-Mehn, Leipzig.
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Wenn sie, um in Hörnum Den Dampfer zu erreichen, die Bahn benutzen wollte, mußte si: ebenfalls nad) Munkmossch, da ihr Wennigstedt zu nahe schien und sie Entdeckung fürchtete. Der Weg war nicht weit nach Mnnkmorsch und sie konnte fas dahin gut das Kind tragen. Trotzdem blieb die Gefahr, Peder zu begegnen, obgleich dieser längst auf dem Wege nach Hoyerschleufe sein mußte.
Am aussichtSvollsten schien ihr, sie versuchte in Westerland die Bahn zu erreichen. Der Weg fas 'dahin war aber zu Fuß $u »west und sie fürchtete, ihre Kraft würde tragen.
1 Auch käme sie wahrscheinlich zu spät zum Abgang des Dampfers. Sie mußte also unbedingt einen Wagen haben.
Ein Gefährt aus dem Gotteskoag durste natürlich nicht in Frage kommen. Zufällig ging rin kleines, stachsköpstges Mädchen ooriUxr, dem lief sie nach, die Tasck>e unter ihrem Regenmantel verborgen.
„Höre, Meine," rief sie das Kind an, ihm ent Geldstück reichend, „lauf man schnell nach Dem Gaskhot „Zum roten Kliff" und bestelle Dem Wirt, er möchte sofort an spannen lassen, um Frau Banken nach Westerland zu fahren. Die Tasche möchte er airr den Wagen stellen. Ich würde in einer halben Stunde dort sein!"
Das Kind lies "beglückt davon. Estrid atmete auf.
F.&P. Schilling,
Der erste, wichtige Schritt war getan. Nun galt es, das Kino aus dem Hause zu schaffen, ohne Akkes Argwohn zu erregen.
„Das Wetter ist gar verlockend," sagte rit beim Frühstück zu Akke. ,^Jch hätte Lust, endlich einmal meine Freundin Mine Petersen in Wm- irigstedt zu besuchen und ihr unseren Zungen zu zeigen. Vor Mittag werde ich Baum zurück fein."
Akte verwunderte sich.
„Ganz allein?" fragte sie.
„Natürlich, Akke, der Junge ist nicht schwer und der Weg kirrz. Die Mägde haben ohnedies genug zu tun."
Akte schüttelte ihren weißhaarigen Kopf und versuchte Estrid eine Magd zum Mitgehen -ruf- zunötigen. Aber Estrid lehnte fast schroff ab, fo daß Akte nichts mehr zu sagen wußte.
Sie sah Estrid nach, als ftc kurze Zeit darauf, das Kind auf dem Arm, den Gottesloag verließ,.
Lanm'E >oie zu einem Spaziergang schlenderte Estrid dahin und tändelte mit dem Kleinen. Trotzdem fiel es Akte auf, daß die Frau das dmitelblaue Rrisekl^-id trug und der Jimge warm riugebündelt war. Es war doch Sommerszeft.
Nun saß Estrid mit ihrem Kinde im Wagen imd fuhr über die rotblühende Heide.
(Fortsetzung folgt.)
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der Morgen, war sie bereits auf. Sorglich packte sie eine Tasche mit allertei Gerät für den ttrinm Zngewari. Eine große Müchflasche fand auch noch Platz. In dem Thermophor würde die Milch warm bleiben — sie durfte wohl ohne Sorg? fein.
Ungeduldig gab sie acht, ob die Männer nicht endlich das Hau- verließen.
Schließlich hörte sie Peter und Bmt im Garten sprechen und gleich darauf rollte der Wagen mit ihnen davon.
Estrid atmete zauf, aber wie sollte sie, ohne Aktes Argwohn zu erregen, mit dem Sinbe aus Dem Hause gelangen, beschwert durch die Dertity rische Tasche, die sie nicht entbehren konnte.
Sie hatte stets daran gedacht, ihre Flucht von Arirnkmarsch aus ins Werk zu setzen, mit Dem Dampfer über das Watt nach Hoyerschleute zu fahren und von da weiter mit Der ööafat nach Hamburg, wo Peter sie sicher nicht so lcickch zu sinden oennochte. Dieser Weg war ihr verlegt, weil Peter heute selbst von Munkmarsch nach Hoyerschieufe fuhr. Sie mußte nach Hörnum und versuchen, mit einem der Lloyd- od.'r Hapag- dampsec über Hrigolcmd nach Hamburg zu gelangen Das Herz klopfte ihr wild. Sic wußte g> uau, wie fraglich dieses Unternehmen für sie mit Dem kleinen Kinde war. Doch ter Gedanke, an "Peters Seite, kaum gsdultec, weiter l?ten zu müssen ober ihm gar das Kind zu lassen, fachte ihren Mut von neuem an. _______
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