Zweiter Blatt
!7r. 28 t)
Ciehener Anzeiger (Gen ral-Anzeiger für Gberhesfen)
Samstag, 27. November (920
Vereine,
nung.
Goll.
halt« eines
Die Dicke ctihe bei Bieber.
3n bet Gemarkung Waldgirmes, fine 3*Tinhe tun Bi.'ler nt.lernt, steht rnmitten
orach igen Buchen hocktval es her .vei aus älteste Baum innerer ©wnb, die „Dicke Eiche", roie iie im Volks muirde beißt
Sie zuhlt jur langlebigen Art her Stieleiche,
r.u/n-nft prwtmjlflj'ft Ihr 7Vs 9Äaa im Ihr*
£ii mü )en besi m e Goran ien gt<r e:t rtt-rtxn Dein An r09 Mal^ihn in Hk-rbin uni mit dem An 1 rag 6dn fcr aus ÄuRkbring les Aumahme- juftanbe# nach Giuiübrung des Sch ichtnng>rer-! lahrens fiimnr? ich »u. — DaS dai.S rerteg >ann ! c ie Westerb ra u.«j auf Samstag tK'rmxttag 11 Uhr. Tie Abi.immunn über b;e Einträge suchet am Ticnsiag sla.t. Schluß g g.n 7 Uhr.
um au5 diesen g meinsamen (trkbni.fen gemeine lame Wert? zu bekommen. Der W?g zu solch m. Erleben sührt nich: so sehr über be.i Di r'tand, al#
,’fxnfan# gebe ich mich nirfit t>rya her, lei einer Be*rbolung eines fotdrn Streike den Arbeitern
yrooren, und die Eich- ist cetrungilor verloren. Wäre es nicht angebracht, die vömuig mit Steinen und Mörtel aus;u üllen! Uniezäh're uraffe Bäume, u. a. auch die Lollarer Grenzeich und da# Wahrzeichen von Langsdorf: hf mehrtunhert»
Sinne bitbenton Beispiele der We't itrratur mären 'brs Eintlu fe-3 aui di.- m n d):idK S.eie le.aubL nmn man ihnen bie lebendige Darstellung aus ter Bühne t» nagte. Das ge.xibe h ule aui dem Üanbe borge boten roiro, ist meist nur minder- w. rliger Ersatz. Es kaim bem.u olgc <70r nicht au.<lHeiben, boß auch di anbt.e.i läichlich n Dar- bi;hingen, Au.juh u -g n hn Bereinsiestlichk il>m u. bergt , die m. em anderes als das schinchte Borbild des Kinos ober b.r Schmiere f.nnen kr.i- ten, sich hiernach neben, u >d der Schund imb ki ie entsittlichend. 19t.hing somii seinen Uinga. g bi# in tue Homilie sincxt. U.-ber t>-n Ken guter Schuuooritellungen im Land, und über tue Bcrech- tignitg tos Deoürnnsses dwiach tonn man also nicht streiten. Im Ükgenfeil, sie st bei rinl uch end feit und die Schwäbisch Volksbültnr Hai den un- widerleglich.n Beweis da ür grlicert, dun die Wantorlühne für unsere künstlerisch Volkserzic-
(Siebener SfaMtljeater.
„Die Skrohwittoe".
Operette von Leo Blech.
Gießen, 26. November.
jährige Blutbuch. die älteste Drutcbanbo. t» ntt nicht überhaupt, sind her Not der Zeit und bet Gewmnsucht zum Cper g.fallen. Es w r^> Mim
forhertrn Sel en ist von den örrlht-r Arlestern em S t<ir k> cinmü ig abg lehnt loucen wir dieser, iwd» nie ober auch ist ein S reif frivoler tom Zarme gebuxben nwck-en Der ii einem ö.fcni» liche« B .re «eine S d.mui ®tn msnt uriß larcnis Nuckiich ncbmiit Das sage ich im Einklang mii meiner Wen> r.fdtaf’.. An dos 5 rriT eljt taue ich oabei nid>i. Aber tos In ecei.e des Ciiizelnen Hai «ich .em her Ge am heil unter# orbr.en Wir profeiiieie.i ba-rtrn kost <in g- R tSitalinShZ wie 5 l int) ükix) s.ii i i Inj? ei crbeoeg 11g bet dymelieren und auf b.-n Dund briit xn Die Sd> e?s» g;rid.v^rtmuiig ist eine al e Forderung b.r freien i'erbxrte. Tic SdSiriruniTft d>nun,i must ioian 'oinn»m. Dem Zuod. teg bet TemoLtlnuidxmgf* tommi far En.sckeiduugen de# ©ddidr uiigdai.#- >chui es »inach auftolen tonn, must ein Ense gx- mach.- n>’r*cn. D>e :echii die 9totbilie torf in w.rlschaf licüen Kämpsen nicht Paitei ergrei ei
A«r Sta t und Ennd.
Gießen, den 27. Noo. 1920,
Die -lbwiikelunst dc# alten Heere#.
Mit Rücksicht auf Vie bevorstehende Bern« bigung der Abwickelung hrt das Reichswehr- Ministerium am 7. Oktober als Schlußtermin für die Einreichung von Anträgen ehemaliger Offiziere und Portepee-Unteroffiziere des alten \)eere3 auf Eharakler-Erböhung und Erteilung der Erlaubnis zum Tragen von Uniform den 20. Dezember 1920 festgesetzt und bestimmt, bafe Anträge, welche nach dem 20. Dezember bei den L>reresabwickelungsämtern, den Att- wickelungsämtern der Armeekorps oder unmittelbar beim Rrichswchr-Ministeriuin (Per- ’onalanil) eingehen, feine Berücksichtigung mehr finden fönnen. Nach Mitteilung des Abwiaelungsamtes XVIII. Armeekorps
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Für die 6püllcitung zeichnete Rudolf zz
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übliche süßliche Liebesgesdndste. Ter Text selbst (non Artgust Neidhardt) ist noch manchmal banal.
Tie Darstellung hatte sich der größeren Aufgabe mit Freude angenommen und zeigte sich ihr gewachsen. Eine Glanzleistuna bot Nu?o:s Goll als Serenissimus, dem Wols Leut heiser als Äindermann trefflich iehmbiert Boller Leben und mit geiana idier Frische roar als Prinzess.n Ilse Steffi Piesfer-Teutfch. Sie hat von den wc.blichen Oreretteukräften frimm'im und darstellerisch das meiste herzugeben. Bon den mämi- ltäten Kräften gilt dies von Adolf Falken, der es auch an dieiem Abend wiederum bewies. Richard D e l l b 0 r n konnte als Panootikumspupve fein lebha'tes ©rieltaient wenig zur Geltung bringen. Gesanglich konnte man im Umfang seiner Stimmittel von ihm sehr befriedigt sein Käte Otte gefiel besser, als in der „Ersten Liebe". Unter verständiger Leitung wird aus ihrer Stimme mit der Zeit mehr und besonders eine größere Reinheit herauszuholen sein? Dom Schauspiel her waren Karl Bold. Oskar F e i g e l und frarro R 0 ebert als Gesangskräfte herangezogen worden. In der Tarftellung waren ne, besonders Sari B 0 lck, vorzüglich, hielten sich aber auch wacker im Gefmigspart, was ebmfalls vom Chor gesagt werten mufu
Besonderes Lob verdient die szenische Aus- madpiig. Man ist eifrig habet, sich auf den Rundhorizont einzustellen und damit einwandfreie Bühnenbilder zu schas en. Tas zioeite Bild war überraschend schön und verdient vollste Anerken-
Tie Mitwirkung des staatlichen Kurorchesters !»Rwiheitn gestattet es der ncunt musckalisä)en tung unserer Bühne, sich an schwierigere Or- iiriraufgabcn heran;ittvagen und damit auch die Lf reite auf ein künstlerisch bedeutsameres Niveau » leben „Der ersten Liebe goldene Zeit" mag te ein erstes Ausvrobieren der Kräfte hinge- liminen werden. Nach der „Strohwitwe" darf kl die Ansvrüche höher schrauben und den Lrftb äußern, daß nunmehr auch ein Versuch '.lt der k.a sischen Operette gemacht werde. Der tiög dieses Abends wird den Versuch rechten«en und £>erm Schlager scheint es weder t Äufika'.ität noch an Ehrgeiz zu mangeln, ihn
Um solch- 3*ng*n der grauen Torheit Dcrnrben Sage und GefchidLr in der Regel sich zu Ernäh- lAngen, die im Volke lebendig bleiben. Ich habe _________ .......... _ u„t
oikmals auf der Bank, die um den altersgrauen aufrerufen zum Schule der Ticken Eiche bei »ramm sich eunöct, gesessen, um mit vorüber-1 Bieder. Sie ist rin ideales Gemein ntt mritcra etitoüoi Sanela, die »u ba nach!Kreise. Rehaelt.
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Die yessis^e kanterwanderbühne.
Der Thepsis'arren ist im $>ef enlanbe u rtrr- nrgS und wird in diesen Tagen zuerst in s) ied- berg. dann in Buzbach und Lich L«It mad<a, nachdem er k-rciti das beiejte Des,en mit großem Enolge durchwandert hat.
Die Bühne ist auf Anregung von Direktor Öassinger ins Lebm g-ruen wo.drn und steht als Theater der Zentralstelle zur Förde, ung der Volksbiloung und ?\ugenhpileg.- in Vesten in Verbindung mit hem Lance th ater Darmstadt.
Um ihre Dairin.b r. ch 1 u >g ne w lief, gab lie am Donnerstag im Mathilden höl-e^aole m Darmstadt vor einer gctaMie t Zudör< r.d).i>t (Spitzen der Behörden, Stadt- und Landestwria.« ment, Kritik. Atilnüler u id 5hl iftir iniix*) Proben ihres Könnens ab. Man ging mit gesunder Skepsis bin, aber was dai jun le Unternehmen >» Dantellung, Regie und Aufmachung bot, übertrat ie?e Erwartung, so daß man dem Lande ed)t* stunst in einer würdigeren Weise nicht vermitteln kann.
Die Bülm« ist t chnisch mit großem Geschick eingerichtet. Sie beslrh! aus einem eiifackten | schivarzen Pws en rum, l icht mit Gold wru.-rt, und einem schwarz it Vorhang^ der mit einem bunten Cntament a ziert ist. D^s s Prof^fium >oird samt Iren Kulis en m einem ein i ien Möbel- magen m.tieiübrt und kami in küine,ter Zeit in jedem Saale ausgestellt werden. In Darmstadt kam der Wa^en morg.'nS an: un 4 Uhr nachmit tags stand die Bühne. Trotz d.r Belch änkung aui das technisch Notwnidiiste ist der Eindruck tmrchaus künstlerisch Das Gleich.' gilt von den Bühnenbildern, die nach Art der Stilbühne bei sparsamer Be chränkmig d r Mittel stet; chirak- teristi'ch wir'en und vermöge einer gcfdn.fteii Ve> lruchtiing die höch'lrn Ansprüche be'riedigen. Unter der Le tnng von Div ktor St ockin ge r haben der szen.sch- Leiter Fran; Scherl vom LanteS- tbniter Darmstadt, Tb aterme fr-r Sieger ed Kranich und Delencbtnngsmeister Eugen Mann, mit geringen Kost n ein kei es Mund-r- w.'rk gefchasstn, das in keiner W ist mit dem üdlichm Kit ch ter Wandert u.pm rerglichen w.r- jvn kann, von d.neu daS La l-e.ing-1-cch. wurde, Stistch: find die Kostüin-, die vom Londesthcaler Darmstadl leilkwci e überlassen wurden.
In einzelnen Proben au? „Emilia Galotti" „Kabale und Lieb.-" und der „Bersu- kenen Glocke" erwies es sich, daß die Schaufvielkräfte hinter der äufieren Aufmachung nicht nirückst.h.m. Jeder Einzelne schien fid) ferner kulturellen Aufgabe bewußt. Beste Kräft.' sind gewonnen, die sich im Solo und Zusammenspiel mit jeder städtischen Bühne mef 11 können. Und dies i‘t erforderlich, wenn die Bühne die £)offnun~en erfüllen 'oll, die Direktor t>aTtnflcr an ihre Tätigkeit knüpfte, als er in ben BegrüßungSworten auiiütote:
„Un ere £kf i che Lante/tva-iderbühne soll eine Pfl gestätte künlllerischen Geistes stin, und der Staat als Trä.ter d r Kultur muß d est Aufgabe übemrhmen. In der tzand des Staates ist das Theater k mc Vergnüg« gsstä t-, fon- er 11 ein Mittel zur Erziehung d s Bo kes. D« Wi hinnen «Trierer Klassiker, die erhebenden wnd im bödyfhm
'ttiig durchzuführen.
Sie „Strohwitwe" läßt gleich vorn ersten Tone i* irkennen. daß es sich nickt um die Mache t-Jd beliebigen Overettensabrikanten, sondern uie ' Bert eines ernsthalten Mu.ikers handelt. Zwar fi fr auf der Suche nach leichtllüfligen Melo- ri manchen banalen Einfall verarbeitet, aber f' er ihn ©erarbeitet hat, läßt immer die ge» ltii cckvolle und sichere Öand eiyes bedeutiarnen '-Monisten erkennen, die außewrde itlich farbig H i iftrumen.i reu weiß D echs Musik tfr immer Itftioll. Er findet Ueoergänge von höch^ern bar» •tinndjcn Reiz und unterstreicht mit miBigen ••tmjroirfnngcn. Boll schwebender Grazie ist der .^«rngswalzer des zweiten Aufzuges „Durch die -'iia>nacht fangt es leise", wie überhaupt der M>t Akt rnuiikalisch am wertvollsten erscheint
• riHber# angenehm berührt es, daß Leo Bleck iüßlichen Einschlag der moderne« Onerette - glichst zu vermeiden sucht. Vielfach, zumal tn 1 nnalrsätzen, hat man den Eindruck einer Ltv
Oper.
:. ^ie Handlung ist nicht erschütternd, sorgt aber J mabläiiig wechselnde Bühnenbilder und un»
11 tKKLett SeninuifleiL Auch bizi war cä nicht die
l«.ig 1 on bervorrageiid r Be eutnng ronrn kann. Die gioje und bring.ntbe Au gäbe unrrer Ze t, 'die nne k.me andere eine Zeit der Not i't, 'ordert, u istiem Bolk g.memsame Erl.bni se au schas en.
Wetzlar zu und um^krhrt tarnen und gingen ur* leiten versäumen, hier zu rasten, ins ästspräch au kommen, um auf dies.' Weist etwas zu erfahren. Doch es war ebenso vergeblich wie die Umfrage bei Gelstlichrn und L hrern ter Umgebung. Die Forstleute aber, die alle 5—10 Jahre einmal versetzt werden, wußten erst rech' nichts. Die Geschichte des Baumes, der Geschlechter hat kommen und beheu st Heu, ist verschollen und oergt fn. 93er- lunfen find Iahrbundert-, verroeht ein Teil der Menschheitsgeschichte, die Dicke Eiche a'jer grünt weiter, mb wmn am Limmeliahrt.tage die Mensch n hinausstreben in die warme Frühlingsnatnr, dann sammelt sich auf dem freien Platze unter ihrem Schotten eine lonntäglich ge immtr M nge, um der Gottheit zu bi .mm. Man hört aber dann nicht, wie in heidnisch-r Borzrit, das Brillen der totgcweihdm Cpierttere oder das Webgei'chrci bet friere gelang men Sklaven. Weit ü'ser bte mai» grünen Döl-en und Täler hinaus firmt der Po- 'aunenchor, und von der einfachen 00.1 Tannen- iN»?igen umhüllten Kaniel herab wird bas Evangelium ter göttlichn Liebe und des Erbarmen# den Mensch n nah-egelegt. Wie la ig? noch' Auch die tauienbiäbrifie Eich zerfällt. Wird sie den noch kernen Zeitpunkt erreich-n, wo sie morsch im Sturm zu ammeniällf? Die Wahrsch inlnhkil. daß iie Diel e^r dem Feuer zum Ov er fällt, ist leider viel größer. In ihrer näch't-en Nähe find Tafeln angebracht. die au fordern, Pa vier re'te u dgl n-cht im Walde Herumliegen zu la sen. Dre Fo g daran ist, daß alst Frühstücksvavler: rit die ßöblung des Baunws wandern. E n F u rfu ike. achtws innern-
durch daS G.mül. und kür bi? G.mütsblldunz ,stl ganz bciou.er» wichtig die stuist. DaS Schöne und das Gute steh n in inniger Begebung miteinander. Ta rum ist auch die ÖVedimad# liltur ein w'seutlich s Stück der v^emüt.'bilbung. Aus birf, m G unde sind die Wand rbühnen cm l. bensw'ch« tiger Besiandt il aller 93o r.b Ibung arbeit; bnux „alle Kunst wmd 1 sich an den einzelnen Men- schm". Aber sie läßt ihn nicht vereinzelt Sie schasst eint Atmos. härt gemein a’nen 5rlcbi*n# und bildet so da# Band einer Geiuenifaink it, baut Brücken von Mensch zu Mensch Am stärksten dann, wenn das künstlerische Erlebnis auch räumlich und zritlick) gern in in m emma Uten wird. Und» biet liegt auch dre befänderr Bedeutung der dramatischen Karrst, die ganz eigenartige Stellung, bie der Bühne als ein Instniment der Boik.-bildung '.ukommt. Wmn die M>nge, umhüllt von der Dunkelheit b.fl Nau ms, den Borgän.^en auf der Bühne folgt, do t Mensch nreu < und Menfckken- leid und das Walten des Schi kials erfährt, dann mag die edle Wärme des G- ühls, der Aufruf der gesteigerten Emviin ungen, dcr bc le bei de Strom der Beg ist-erung, gemrinsamen Erle -e i# tocrbeiv Und c5 liegt eine wu tderbare ffra t und ethuche Sanktion in dieser G meinsamkrit."
Ter vorläufig fcstgelegte S viel plan für die eifte Spie zeit Hebt folgende Stücks nrrj ödri ler „Kabale und Liebe", „Maria Sinnt"; Goethe „Iphigenie" „Geschwister", „Laune des Verliebten", „Die Mitschuldigen", „Elavigo": Lessing „Emi in Galotti" und ..Minna von Barn- Helm": £>ebbcl „Maria Mag^lena": Grillparzer „Des Meeres un.d der Liebe Wellen": Kleist ..Ter zeri'wchcne fi'rug": Kotzebue „Die deutschen Kleinstädterist Shafe'peare „Was ihr wollt" „Der Widerspenstigen Zähmung": Danvtmann „Die ver» snnkene Glocke", „Stofe Bernd": ötnnbberg, „Ostern" und „Kameraden"; 23 dbg an# „Armut"; Fulda „Iugendsrrundri'.
Man kann amtebmen, daß, wie an anderen Orten die Aufführungen der ldesi'ifchen Landes- Wanderbühne zu einem großen künstlerischen Ereignis wer tn und den Besuch erfahren, der nötig ist, bie großen Unkosten zu decken. zz
1863-H*1, Wer ee*1.; 1
I
n«»chher wi?rr die Tür zu den b'Tpif'enen Derk n Sckf cn. Tas 2kv>hm ter R girrung twrj tu irtyuf.lung ves ttti» t^idicf Stixien» n.cht stönn aurr ich, daß es ixxl) nich g l ingen in
-eccii Einfluß naick genug nuulxn 2fec;Li traiß w e -er zur S a K- ter Arleu und Ottmung uertm, janitt las Her rcui-n 90114 Dh t dHam# und auch <«# Auslandes wi t> ri^htt. Wi: l^Tben es mit Harter Hand (CU> > te.tLi ebern. daß eine JjanlA- 11 Unruhe,.it er auf (er äuö nr.i Lin en de W eder- kehr ovn öriche und Cib iu-ig sw.en mut Qbiaiw rech'». Unruhe und Lärm links.)
Die Drdat.e nn.b nunmehr eröffnet.
Abg. Hart leib (S01): Dar der stavo- D»Mch em yeifnedoi am Volke, so gilt dos eben- •iMut von dem Berliner 3:reit Aber die Deutirh- na ionalen habm frinen Antaß. hier den Mund a fju eiß-m Daß die fli bei eridwfi a fmäblich wie- der zami Pslich.l>ni»ußt ein kommt, ist erfreulich Vo.ausfotzung drzu ist na.ür ich ixe Erfül un, ter bercch igtcn Anfz»iück- der A. beiter. 'Der bced.ier ietzt sich bann mit kr äufxrften Linken ausein- aiiter, die einen Verrat an den Interessen her a fxriMiben Bevö.keiung beoangen l a «. Di.- Linke hat ton Lb rbüi^nmeister Dernm'h zum tltürlt i t «yjtiv.D^ n. Se.l Ja' rael.nien hn in tor toutirbrn Cx-kv. f 6af < beiPe,zm.i der Grunda? bcfian.en, nidX Ai ftrcilm, so langenod) eine Verständi,,ungS» ntäg id>Li: b stand. Tie.em G unday l.a: sich die Luive nickst gefügt. Statt zu ce Hande n, hat man die Elcktrizitätsarbeiter in den Streck gettiebcn und lie p Mtiiiär stark ge chäcngi Da.' ist ri ie Genns e.i» loiiqsci. und eine Versüitdi,7ung a n Aid i er. Aber n*e man bi? Sti leumg von Beuieben i n F.itei- hciie toc Arbeiter »cruteim nn 1, so muß maTl auch 1 die eijimnntne S i loguiig vermeiden, so ist scha» 1 digt man das Verircrien in die 2libciter(drift und in ihie Fähigkeit, die Des zinvirt.ckZaft zu vcrmci- ton und baniit zugdich auch die Sozialiiierun-is- frage. Der Iiedner tntt -um S<h nß kür den sozial- annokralisch 11 Antrag auf Aul Hebung des Ausnahme paarropl-en e.n.
Aba. Dr. Fleischer (Ztr.): Wir sind mit ben Eit.ä:un en des Ministers e nm-rstamen u d billigen auch das Vorgeh n der ?KejirruiLi bei der Beilegung d s Streiks. Selbstverktanolich laien bem Streik rri’olutiouäre Gründe zu irunde. Die Sozialisierung ist C-i«i_ & ilmittcl g g n die Scha- ten tec Z it, denn dieser Streik brach aus in einem sozial.sierten B triebe g?g-n eine 1 0 ialisii.chen Aitoitgeb r, nämlich btm Berlin,r Magistrat. Der W?g du ch das Ehaos iühtt nich: zum lommunisti- sch.m Paradies, sondern zu n areniento cn Elend der Arle l rscha t. Dag ^eii h l t nur Au tä irng und Stärkung kes Verantwo.tlichk. itSge ühls ber \ Führer und Ma.sen. Dn' Gelviifen mü s.m burch eine ck istlich? Lcbensaui'a sung g- chär t werden. Die Verordnung muß bjiebei bleiben, solang? noch solch.» Vergewaltigungen Arbeitswil.iur möilitb find, wie wir sie erle >t ha'»en. Dem Schlichtungs- (Kiett mutz eine Be tinimw g eingesügt nx toen, wonach der Schlidktuugsentich-ib auch entnehm ben Wünichkn tor Beteiligten verbindlich ei f.ärt kverden kann, wenn dies für daS Wohl der 9111» gemein Hit nötig erscheint.
Abg Schirmer (Bavr. Vvt): StteikS in gemeinnützigen Betrieben sollten ganz vermieden werden 011 p,er ans ganz zwingenden Gründen. Tie Negierung müsse auf ihrem Standpunkt beharren.
Abg. Brühl (USP.): Ein allgemeiner Streik hätte nur dazu beitragen können, die junge Freiheit Berlins äul das Schlimmste zu gefährden, löie auch die Reden der Vertreter der Bürgerlichen und tos Mr iiters klar eric.ii en la’tni. Darum fort mit foldKit Schnitzern, be noch l«.ite mu einem neuen Streik brubeit Auch wir verlangen die Aushebung der Aiisnahmevervebnnngen. Uebri» gens ist bei dem Berliner Streif trotz a ler gegenteiligen Behauptungen nicht ein einziger Säugling gestorben. Ta lchmecken bie Klagen der Rechten stark nach Heuchelei. Ter vorübergehende Charakter der Ausnahnielrestimmungen darf die Grundrechte des Staatsbürgers nicht gefährden, sonst handelt es sich um einen Beriasfungsbruch des fBiä ixTtrn. Cteitrnrrc n ciftvr 9ie irutl) lat e soziales Empfinden und seine Demuhungen um die Linderung der Notlage der Bevölkerung werden unvergeßlich bleiben In Chemnitz. Tres>n und Leipzig haben wie>erholt Elektrizitätsstreiks statt- gesunden, ohne daß die Negierung einzugreifen brand,te und ohne daß diese Streiks bem guten Rufe dieser Städte schadete. Warum soll das also gerade in Ber.in der Fall fein?
A 4 Ziegler <T<nn.): $>eire ist ber Beweis erbrockst w.r -en, wi? reckst txr.x hatten, als wir w e^er und immer tvi -ber die Schl ich: »ngsordnung
faiutt meffenber Sa mm ist hohl Er teilt sich 2 Meter v?m Bv cu in zn»i Haup äffe, ter stärkere Teil gabelt iich in geringer ^öhe abermals und bildet eine stock»', 30 Me er im Umfange messende finone vvn LG Me er tzöbe Der schwächere ber bei -en L>aup äste ist durch starke ßH.enbänbcr gegen bos Abbrqhrn ge id.ert.
Das BemertanSw^riesto an diesem Baum ist fein offenbar sehr dvh s Ak er. Bon ter Landbevölkerung nnrt> es auf 2 XX)—3 XX) Jahre angegeben. Dos ist jeden«sts stark übertrieben. Immerhin ro.tb sein M er von Sackwi-rständigen aus minestens 8f O und h'chslens auf 1200 Jahre a!>geschäsu. Tie Wuck^orm tes Baums, feine zur Brei e geringe L)ohe dm 16 Meter, die breite. ilad.60P.lbte flnmr und b? vnte s tk A'ib lbung. die bereits in bupp 1 er Mannshöhe begiiBn1, laifen keinen Zweifel davon, daß die Eicke nicht im Schutze des Waldes wie letzt, fontern frei auf dem Bergrücken, welcher die Wasfer'cheide zwisckxm bem Schii'albenback- und Blasbach'al bildet, unfce» hlnderi burdi anderen Baumwuü.s auigciDüdrcn lein muß. Ob er h er als Gcenzbaum zwischen jwei ®emarfung.ii den Schutz vor ber Art vor »emesgl'ichrn genoffen hat oxr ob n 'ter feinem Laubdach eine alt» Gerichts- ober h-ibnische Opfer» Hätte gew sen ist, welch- ihn vor Lwlzfreoel und Dal facht schützte, efc es fein echrwüringes Alter tun konnte, darüber könnn nur Vermutungen a ujei’tellt w rden. Jeden ackS bleibt e? meikwürdig, da» er in früheren Zeiten, wo bie No: um Brenn- dol; oft viel größer war als j-tzt. w'il u i ere gepflegten, holzreich n Wälder noch k-ine breiluntert Jahre alt sind, nicht gefällt wrrden ist. Auch ist «u hchenken, daß zum 23 e?e au ba 1 abicbranntcr Onscha t-n. die mit ihr.m stroh,e-eckt-n dolztaiit^n wie Suiter bronntm. groß- roalbfeberfte Flächn alles schag ählg- Boulwlz berg ben mußten.
ti»mmen wecken tointie. Mit einer Aushebung . irr Ausnahnuve'.vrdnung, ti? auch rxnt den Mehr- 5 ■ktl4"o*ialiflen verlang! w cd, tonn ick umi<*rtmigcr > ckv rstanden sei t, als n>d> ge'rm in ber Berliner k >' ^«ichtechncki-rfamnck ung der Stc-dtverordnele L iriMld mit einem neuen S reiT gebrüht hat.
Ocutscbcr llcid^tog.
Berlin, 23. Stofcenuer 1920.
Am Minister isck»: Ärid^nrni. er 5vch öjf bet Tag dun>iumg udym ».nächst kleine
Dusche <D. Bv^ fragt im Anschluß egt t u Berichte eine# am^Titani djen Bla los über tu Levg ioal itfinig ton 3 X) beu idrn Äetoniiei ii Samoa durch die Engländer, was de 9kgmmg ygeit eine fokr Bechan--lung ber AuSland-beut- '^e,i zu tim g^enke.
S ra s efr tat Müller antwortet: Die Tat- ’irf'r |ri rid> ig Die ieu:idr R« i-fung habe Vor- lelungen erhoben im? an lie Meilicklickf'r! apoel-
Lei er balz die.es Bestreben b.sher früzii Erfolg ftehabt
Aut fite Anfrage des Abg Becker -Liessen D Vp > wegm Geiehckl'ung mb Bebiister ni br libci ifchsfahn l-urdi das Dinger Lock) erwlton Ni-tislerial >irt Tot Ditmonn: Tie er Umstand n btt R gicrung tokannt D e Borarbeiten für •tu fH g II rung feien im Gai.g» uaO eil Prviekt ii berei t ausgarbei et Eine enT-gflläge Negu- ! fniiM wecke ich aber erst nach den U'-br.gang her Sa frrfirafni auf das N ich, also nach dem . 9U>ril 1C21, durchführen la sen Wir kminn t-rnn daraus red>nm, baß n.rch «-twa bei Jahren 11 bersiellimg einer einnmnbf.tien Fahrrinne gc- rJbrieiftet fei.
Nach Erle i^ung einer Reihe von weiteren lÄfragen beg ün ei W>a Berndt (D. Vp.) die iNUtfdfjio.inuile Inlert» ckla ion treten des
Berliner El« klr ulütsftreiss.
Die B rlruTck S ai^ v rw ltung halt sich Ll? enevsw'lo-5 erwiesen und be Regio- -ing hat, fiat zu bandeln, sich mir Dm?l>rn-» : ngrn ring la sm CVirrm hat sie bi? v-r ps'et »berufen? teckmücke Noihilse w e er fo tm fdndl ?it B?v Gerung wü'i chl Au?llr"ung toc Reicl»^ •.-ji-rung darüber, laß fo(d>c Vorlmrmuisfe Lir x; Zukunft sich nickx wi t> rlvlen Der Redner ifiit ert die Uel» lstände in den Sä'lg'ingZ^ und i»'.tdxnil)eimen, in ben .Dau ern, am Bau ter linder» iimbba'm. torrn Belt sich mit Grnndnafer füllte in*0 llnglü^siällk i i den t> nnvbr en Ci nöafynen, vmtfbTte Cich ück» waren bie Wei ere Folge d e es ?1<r:agtTi# Mi? soll man im Reiche bei to'rfx-n 'littän'irn Snmvacki' für Berlin emxir en. Eben v I mir aus wirtichck lickem Clebiet ljat bet Streik r,Kb auf mliid/em Gebe' bie grillten Gesab en >taufbesch'Mreu T-zu tomntt I i- f pole B?r- d-irfung ter Gegen rtz' zwi chen Bü ge stl«ft imb libci ersck>as . W r braur'e 1 Ein'<cki?ii, Anne 93er» oiliung. lWi'er prnck linllsck Di "'er Streik ist ri' ein Beweis für bie Mach'lv'iikrit ber OMdttC- !<finf‘en Desiolb muß die Sloat <e>tx lt die ük- twrfdwf'en un erstützen. Der .stamvs ter Redi- 'aIm gilt ja znnäck^t den (Hen>?rf rfyif en. B?r 1 l_m nach die ledxmidfe Not Hilfe ent p erlaub ans- jevnltd werden, damit iie auch für bie Zivil» trflmnin nutzbringnd vrwrr e' w"rien Tann :it fHefli nntg muß aber auch entschbo sen fein, die echui ck»? No Hilfe zu fdrüben Die tedpiifdK Not {llf h r int Terranen, Anertoimuiig uns Dank ie Sckilichim.-?K>-rvrbnnng muß schleunigst burd)
Icßchsge.etz ersetzt w ri en.
9lrid)5minifter Koch: rillest eine förgicrujig^erlläriiiig. in welcher ber r(be Charakter ds S v kto totont, bie fck^vereu <lgen für Ätanfcnbäu er nkw , bie Gefährdu' g ui Käufern und die za hl reich n Eisenbolmimfäl e tn»öbnt itx-rien. Als bi? <5 aM'^eruKiltung nicht i schritt, hat sich die Neickdsrs',im:'.ing in 8er» iitbung mit her preußi'ch-n aus Grund des Ar- ls -18 der Vcrfa fung aufkrrorben lick»? B-ollmackv g»#stellen laf en. Tie 'echnrcl)e % tbilfe wird
Serbin>ung mit den f eien und ch i li 'en Ge^ rfiduif en ausnestal et fver en Ein Scl^ickst-ng ■> e» ist in Vorderes ung uno tvird an di? Stic
Sck ich'imgKv?rordnung tret 11. Erst nackidem t Selbssterwaltung in Berlin 'versagt hat e, imtite bt? R-?stierunn cingeifcn. Wann aber dann 6 it".li(h Me Secks.v rnxilning nut den Druck trift'rnri rung bin 'ich dock) noch aufg.wafit und Im Streik jum Abschluß gebrach h^ck i) ist d^rs Wl erfreutuf). Gegen Sylt hat sich bislang ft in Bi teicterckes Ma erial erholen, fo. daß er feft-
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