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nrirtfdjsft in dem

2lNI Stadt rind Land.

Gießen, den 27. Okt. 1920.

Cftobevlieb.

Don Theodor Storm.

De/ KeM Iteigt, ti föüt M5 Kauft; 3d-^nf ein den Wein, den Hilden: Dir wollen uns den gatutn Tag D«KDDen, ic vevgsGM.

Und a'ftt es dran Yen ruxb fo voll , U'ndzn^liih äber christlick.

3rft h3<fe Ht- Welt, b;e schöne Wett.

So'fr'it unverwüstlich!

Und wimmert «uck einmal das Her-, 5tH; a?, 7tnb Iitrfii es klingen?

Wir wissen's bad), cm rechtes Sers

Ist gar nicht umzubringen

Ter Nebel steigt, es fällt das Uauft;

Scbenl ein den Wem. den ftitoen;

Wir wollen uns den grauen Tag Vergolden, ja vergolden

Wobl ist es Derbst: borsthxrrV nur.

Twfr w"ri' nur ein ^SpT^en :

*Tcr F5uK<rn« tnnmt, 'brr Himmel lacht, °Es steht dir WM in De-Ichen

Tiv- bsvnen Tage bnedjen an: Unb <?« ne verfl eben. Wir n»'Ih fit-, m"vn wackerer Fvemck, GerneßM, ja genießen.

£f)flitd;/tlingc befliinnr, und mich unfn hckbe Lern Anrerl/ «us tiefe sogmMrnlrn Berwr Lartoffeln, gleichgültig, <* das Flüchttingsla

Am Ndontag nachmittag wurde im Geweri- schaflshmrs eine Arbei! slosenversanrmlung die erste in Gießen veranstaltet, di? vor allem Protest ergeben sollte gegen die von der Stadt Gießen veranlaßte Ausl ö sung des Heimfehrerlagers ans dem Trieb. Reichlich hundert Personen mögen sich efrogrhmben haben, aber mich? allein Arbeitslose. Geredet wurde sehr viel neben hochtönende» Phnrsin, humor­vollen Derbh/ien und verwo-rrener Politisiereoei jsd-och nur mmig Pd>'illves zu dem rigentlickxm Thema Tie Scrr.-'t R duer lvandren sich vor allem gegen tic Anfimfung. daß das vom Reich beob- sichriche Flückrttingslager eine nngeherkere GMr.hr für Ysteßen b^srnte, das; die öffentliche Sittlichkeit und Gesundheit, die Siderhttt durch Diebstahl us.o. gefährde. feien. So würden lxruptsächlich Litauer, also Stmiunesberwsndte, nicht yptniidx' Juden, in diesem Lager uiner^'bracht werden. Diese wür­den bei frenger Iiolr-vung f^arae hier bleiben, bis sie wieder i^elfgimheit litten, in -Jror Seimot zurückzukehren, was geurist »ich. allzulang- dauern nriirbe. Es fei aber vielleicht möglich, in diesem Lager sämtliche hiesig -n Arbeitsl-nen mit lohnen- bet Arbei vn beschäftigen Schon ans diesem G rucke sei der Wixrs'and tn- Stadt aegmi das Flückt lingsloger unverständlich Internsant n»a die Festftellu'.rg, daß im ehemaligen Kriegsgefan- genenlag r ciri grösxnes Reichskartvifel- l a g e r für etwa 7'000 3< Säwn setzr feier eruig- troffen. Diese Kar osieln

Die Aussichten der Brotvers-rguug.

Man schreibt uns von unterrichteter Seite: Seit dem 16. Oktober ist bi-' Ausmahlung des Brotgetreides auf 85 Pro;, herabgesetzt worden. Damit tourir. da gleichzeitig die Bwmnrdnng von StveckunasMitteln beschränkt worden ist, dem lang­gehegten Wunsch' der Bevölkerung nach besserer Beschaifeuheit des Brotes entgegen- gekommen. Den B^rbrmrch^n. besonders der Groß­stadtbevölkerung, wird sich bjefc Besirnurg aller­dings erst in einigen Wochm bemerkbar machen, da zunächst die noch vorhandenen B'stSnde an Mehl auf geb raucht werd-m müffrrt. Die Berwen düng von Streckungsmitteln, die künftig leider noch notwendig ist, erfolgt auf Grund einer neuen Verordnung im allgemeinen m Hohe von 10 v. D. der Gewichtsteile. In Betracht kommen als Streckungsmittel niedrig ausgemahlenes Mais­mehl, ein gering ausgemastlenes svel-enfreieS, durch besondere Verariettamg en^b-ttettos Sxrfermcbl irnt> in geringem Umfange Wmzennachmehl, das in der Dauptsach? den auaekautte-n mrÄändifchen Bestän- oen entnommen wird. Durch die erhöhte Menge an Weizenmehl, die für die Brotbereitung zur Ver­fügung gestellt wird, wird das Brot also künftig eine bessere Beschaffenheit aufweifen.

Dem allseitigen Wunsch nach Erhöhung der Brotration tonnte bedauerlicherweise nickt stattgegeben werden. Die diesjährige inlän­disch? Roigenernte hat einen geringen Ertrag geliefert, so daß eine Erhöhung nicht vorgenom­men werden kann. Die Ergänzung der inländi­schen Bestände an Brotgetreide durch Einfuhr von Auslcmdsmehl findet bekanntlich in erheblichem Umfang statt. Um t*e Brotverforgung der Be­völkerung im kommenden Winter sicherzustellen, be­darf es einer vorläufige Einfuhr von ca. 2 Millro- ttett Tonnen Mehl. Dieser Einfuhr sind aus Grün­den der allgemeinen Finanzlage und des schlechten Standes der deutschen Valuta bestimmte Grenzen gezogen. Der Preis für ausländischen Weizen beträgt jur Zeit über 6000 Mk. sür die Tonne, und es ist berechnet worden, daß die Getreide- zufuhr ans dem Auslände eine Summe von un­gefähr 15 Milliarden Mark erfordert. Bei so außerordentlich hohen Summen muß man damit rechnen, daß jede größere Menge neuer Einfuhren ungünstig auf die Valutageftaltuna zurückwirkt. Di-ser Grund war maßgebend dafür, daß ver- fchi?dene Gesuch? von Berbrauchervrganifationen, ;. B. non Bäckern, um die Genehmigung für einem Einfuhr von ausländischem Mehl leider abschlägig b'fckieden werden mu&ten, um so mehr als dies' Einfuhren zur Folge gehabt hätten, daß die Kontroll' r die zentrale Bewirtschaftung des Mehls unmöglich geworden wäre. Das inlän­disch? Mehl wäre dann in großen Mengen als ausländisch-s bezeichnet worden und damit der Erfassung entgangen. Die öffentliche Bewirtschaf­tung des Brotgetreides wäre damit zusammen­gebrochen, das Jnlemdsgetreide hätte Auslands- preise an genommen, imb eine ungeheure Verteue­rung des Brotes würde die Folge gewesen sein.

Eine dauernde Besserung der Brotversvrgung ist nur von einer erheblichen Steigerung de r deutschen Getreideerzeugung zu erwarten, und diese wiederum ist von einer reich­lichen Verwendung von Phosphaten, Kalistickstosf und anderen Düngemitteln abhängig. Da die aus­reichende Herstellung von Sbmfibüngern wiederum ohne genügende sfohlenVersorgung nicht möglich ist, so kann letzten Endes eine durchgreifende Hebung der Brotversorgung nur von einer um­fassenden Besserung unserer allgemeinen wirtschaft­lichen Verhältnisse erwartet werden.

Die Arbcit-losttgkeit in Hießen.

nach Gießen komme oder nicht. Vertreter

des Gewepkschaftsüattells sprachen, ihr Befremden darüber aus, daß die Versammlung ahne MNtun bei Kartells einberufen ruotben war, erklärten aber, für die Arbeitslosen Eintreten zu roouen. Die HaupttätigLeit fei jedoch darauf -u legen, die Betriebe Mnächst von den Leuten zu Deinigen, me nicht unurutdbar auf den Ertrag ihrer Harwe Arbeic anigznnt'fen. feien, wie 00510^1^010^0- fteim Haiütwepßsr unb besonders Frauen. Die Zahl dieserSäMlnvotzer" fei mmde.eus W gvoß nne die der Arbeftsl.ifeii. Ei-i enterer 9{eb'ner reg-e an, die Arbevtstzojai mit Hilfe der BetmeiEE ..wieder in den PooditftiJitspvozek ^"-iuieiyeii . L^erfelbe $>err meinte auch, daß durch Bcul-ondeln allein nicht alles erreicht werben Wrme; die Ar- beitstosen dürften vor nichts Mrüchchrecke», aua? mdtt vor Selbsthilfe. Zum Schlufte ivurde eine fünfkopsige .Vommrsfron gebildet, die gemein 1 am mit dem 0jewerkschaf.seii!eli die ^totxt'.ertrtiiung Dctianltiffen fall, dir hiesigen Arbetts-Loien rm Lxnm- kel-rerlager zu beschäftigen. Die ffi>mmtfiuu loll aber auch in den einzelnen Betrieben all die Personen seststellen, die nicht unb'bmgt aufs Ver- bi-menurüfien angewiesen frm> und den Arbertsloien Platz machen können.

.Bom hiesigen Arbttschämt erfahren wir h-veozu. daß ui Gi -sen gsgeirwär.ig etwa 150Stellcn-> fuchendr: aller Berufe Männer und Fvaum gemeldet seien. Die Zahl der wirt­lich arbeitslosen Personen sei aber klei­ne r, da viele Stelle-rsucktende n>ch irgend, vv be­schäftigt sind, fid? ab.T zu verändern wünschen, so Zinn Beispiel Arbeiter, die in den Eisenbahn- bümst übertreten mochten. Insgesamt f ien Beim hiesiSLii ^Ltbcit-.-amt 27$) Stel^eiisuchende geniet- bet, die fidji aber über einen ziemlich großen Be­zirk ein großer Teil Oberhesfens und die an-- grenzenden preußischen Gebiete verteilen. L>m- zu tont mm al lerdings noch etnxi 100 Perfiouvr, diL di e 'Sticht nfit Not^aridsarberteci beschäftigt. Weiter iv-.rd-e tn etntgen betrieben Bei' v er'.ürzter 'Arbn'«,> zeih Arbeitet, tun die Arbeit zu wch's-mt- LtiTi ungern zu vermeuen. Diese MstLn VÄrslen sich in Kürz».' etwas erhöhen durcl: die ^htgejidlttm der militärischen Abwicklungsstrllen, die.Mtaimt* lich am 1. Oktober entlassen nutzten, ihre Go° hälber aber einen Monat weiterbezrehen und mit­hin zur Zeit noch nicht er.verbÄos sind. Zum Teil sei es diesen Leuten schon gelungen, ander- weit uuterzukommen.

Wirklich unterfkützungsbedürftige Erwerbslose gäbe es in Gießen nur verhältnismäßig wenige, unb das seien meist Leute, denen man mit Rücksicht aus ihre Gesundheit ihr Mter usw. nicht Minuten könne, Notstondsarbeiien zu verrichten. Die Stadt fei schon vvn je bestrebt gewesen, die Arbrntslosen inögliickst in Notflondsarbeiter zu wandeln, wenn dies auch größere finanzielle Opfer erfordere als die vielleicht einfachere aber unfofcialere Erwerbs- löfemmterffcütiung. Uebrigens wurde beim Arbeits­amt teslgestelbt, daß gerade cäe Dufmännisch. Berufe am aSerftärfftiat uniar Geschäft sstockungen und Ein­schränkungen sowie imler Uebepan^cbot von Ar- beitssräften zu leiden haben, so day sich die Zahl der Erwerbslosen üöertoi.gend aus kaufmännischem Personal zusammenseye ine Arbeüslosenver- sommlung bestand aber nur zum kleinsten Teil aus kaufmännischen Angestellten.

Bon unterrichteter Seite 'wird weiter die Auf­fassung vertreten, daß von der eventuellen £>er» rixfitimg eines Flüchtlingslagers kaum eine merk­liche Linderung der -lrbeitsbofig^ü zu erhoffen sei. Es handele sich doch nicht um K riegsMfLtgene eines feindlichen Landes, die man streng von der Außen­welt abschließen und bewachen könne, sondern um Flüchtlinge, die als mehr ober weniger erwünschte Gäste zu uns kommen. Diese Herrschaften müßten auch irgendwie beschäftigt werden, vor allem in der Verwaltung des Lagers selbst. Wenn man einheimische Arbeitslose heranziehe'.i wolle, so könne es fid; außer einigen WackMannschaslen nur um eine sehr kleine Zahl von Perfonen handeln. Wei­ter sei durchaus nicht zu erwarten, daß diese Flüchte linge schon bald wieder heimtransporüert werden köimkeu. Es könne vielleicht auch nicht verhindert rterben, daß sich diese Leute hier nach Arbeit ums'ehen imb das lieberaugebot von Arbeitskräften nock) vergrößern.

Lebensmittel.

** MQrkenaus g abe. 9tuf ti' morgen unb übermorgen in dm bc5anirren BezirisauSgabe- stellen sta.tfmd?n-en AiaiLnausgab? fei nochmals hingcwiesen.. Für Kinder zwichien fünf unb fechs Jahren Milckchezugsberech ig>?) wird morgen in den Bezirksstellen je ein Bezugschein über drei Eier ausgegoben. . Tie Ern w?rden von den Firmen Grieb und Steinr-eich zmn Preise von 1,30 Maik pro Stück geliefert.

** Städt. Seefischmarkt. Der See­fischmarkt findet morgen nicht statt, sondern erst nächste Woche am Donnerstag.

Veranstaltungen.

Mittwoch: L>otel Grosch rzog, 2 Uhr: Krns- handwerkertaa. Stadttl-eatcr, 7 Uhr:Die Wölfe". Markussoal, 8 Uhr: Vortvrgs- und musikalischer Abend der Männer- unb Frauen- trytinfgung der Matthäusgenreinde. Cafe Leib, 8Ulhc: Konzert unb Vorstellung der 9Redick-Mei- dinger. Lichtspielthratcr wie gestern.

*

** Amtliche Person alnachrichten. Erledigt ist eine mit einem evangelischen Selber zu besetzende Sch ul stelle zu Staufenberg, Kr. Gießen.

** Eine Sitzung der Stadtverord­net c n - V e r s a mm l u n g ii< aut Freitag den 29. Ok.ober, narlgnittays 4 Uhr, im Stadthaus, Sitzungssaal, anbevauMt. Auf ter öffentlichen TflgesoiSmunS' stehen zur Verhandlung: 1. Mit­teilungen 2. Einführung unb Veichflüh nng des StcrbN>erordneten Goß.. 3. Gesuch des Deutschen Sclvtzbunoes für^ie Grenz'und Auslanis eutscke i out 'Beioilligmig eines Beitrages 4. Gesuch fe$ Vereins für Rasenspiele lAiadeinischer Sportklub) um Gewährung eines Ehvenpv i es. 5. Einrichomg der alten Ohrenllinik zu einem Poli-zeirsoier. 6. Erriclittmg eines Stallg bäutes auf dem Grund­stück Leihpesterner Weg Nr-. 142. 7. Errichtung eines Stallgebäudes durch Johann Fetzer am Nah- nrngsberg 8. Banges uch des Edmund Rich'er für die Wilhelmstraße. 9. Genehmigung^ von Neck^ nungen. 10. Beschaffung von Mobiliar für die OberrealfckMle 11. Festsetzung des Fahrpreises für die 5TafeltbaI)ii. 12. Bein-ll:gring> eines Kre­dits für Wohmingsbauten. 13. Antrag' her Ledens- mittcldeputation. betr. Korlvffell'efchaffung für Kriegsbefiistidtge, Kriegskünterbliebene und Min­derbemittelte 14. Gewährung einer Beihilfe an langfristige ErMerbÄofe in- Bickaffting von Win- tterbranb L:> Erhöhung ber ud' les Bäckermeisters

* * Aus dem S tad 11 hea te r bu reau. Es fei darauf aufmerksam gemacht, datz außer der Borftellung am SamstagM inua'vonBarn- helm" keine weitere Ättifführung des Stückes ge­plant ist. In der Muaufsühnmg von Bernhard Shaws Sti?möbiePygmalion", be rm näch­sten Fneitag-Adomrement zum ersten -Ubak gege­ben wird, liegen die dauptrotlen in den fränben der Damen: Türk, Rammet, Lllarcks, Keller, W«- nicke und der £*rren: Feiget, Goll, Bold und XXllbym. Lämtliche Operettenvorstel- langen begini«n in Zukunft u m 6V2 Uhr, um sowohl den auswärtigen Besuchern als auch dem itwatlichm Kurorchester aus Nauheim, das bekannt­lich in btqem Jahre bei bett Operetten hier mit- rvirtt, eine bequeme Rückfahrt zu ermöglichen.

** Quäker-Speisung. In sämtlichen Schulen finden zur Zeit umfangreiche Unter­suchungen unb Erhebungen statt, die den Zweck haben, auch für bte Gießener bedürf tige Jugend eine Quäker-Speisung zu ermöglichen unb herbeizuführen. Hoffentlich haben die angestellten Bemühungen bald den gewünschten Erfolg.

* * Ein Ein b ru chSdieb stahl wunde in der verstossenen Nackt in einer hiesigen Wäscherei begangen, wobei den Dieben außer einer großen Anzahl Mußen, Kragen, Kleider und aller Art Wäsche auch noch ein Fahrrad, MarkeOpel" mit schwarzem Mchmeubau unb schwarzen Felgen mit blauen Streifen durchzoaen, in die öäiibe fiel. Der Schaden ist durch Dersicherung gedeckt. Bor An tou s wird gewarnt.

* * W äschediebstahl. Am 25. Oktober abends wurde von einem Haft der Schanzenstraße zum Trocknen aufgebängte zwei weiße Blusen mit Spitzenbesatz, sowie vier weiße Untertalllen, eben­falls mit Spitzenbesatz, entwendet. Bor Ankauf wird gewarnt.

* * Melbcwesen. T« Borschrifton l^r Meldeordnung werden vrelfach nicht beachtet. Das Polizeiami Gießen bringt deÄplb die in Betracht tommenden Bestimmungen in Erinnerung mit dem Anfügen, daß ow Polizei Beamt« angewiesen fütb, die meldcpstichtigen Veränderungen streng $u Über­wachen unb etwaige Verfehlungen gegen die Melde­vorschriften zur Anzeige zu bringen. Das Melde- buveau ist für das Publikum rwm 1. November b. Js. vormittags von 812Vx Uhr unb nachmit­tags von 2V?iVs Uhr, Samstags von 81 Uhr geöffnet.

** Das Fest der Silbernen Hoch­zeit begehen heute Spenglermeister imb In­stallateur Carl Faber und Fran., Marktstr. 1.

*^Preußisch-SüddeutscheKlassen- Lotterie. Die Lose der 5. Klasse müssen mit Vorzeigung des BomosseiUoses bis zum 30. Ok­tober, abends 6 Uhr, eingelöst werden. Auch müssen bis zu diesem Zeitpunkt die Ersatzlose gegen Rück­gabe der GewiunloHe eiwgtcköst toerben. Die Ziehung der Schlußllasse beginnt am 5. November und endigt am 1. Dezember. Zur Ausspielung kommen 174 000 Gewinne und 2 Uebecgetoume (Prämien) mit zusammen 86 069 528 Mark

**JmHotelEinhvrn findet Donnerstag Abend 8 Uhr ein großes Militär ^Streich-Kpnzerl der Kapelle des Reichswehr^Schützen-Regiments Nr. 22 unter Leitung des Obermrufinneisters Loder statt. Geplant find rogelmäßige populäre Donners­tags-Konzerte mit gut abwechselnden Spielfolgen. Als erstes dieser Konzerte ist ein Solistenabentt vorgesehen.

* Die Herbst-Generalversamm­lung des BeveinSEhemaliger 116er" fand am Samstag den 23. Oktober statt. Die VersammUmg beschloß an die Stadt Gießen herarMttreten, um in Erwägung zu ziehen, vH es nicht «ne DanLes- pflüft der Stadt sei, für die gefallenen Kameraden ein Denkmal zu errichten. Ter Verein arünbete em Fonds von 1000 9Rr, der für diesen öwetf zur Verfügung gestellt wurde. Weiterhin wurde de- schlossen, an ixe Hassia-Veveme hevanzutreten, zur Erweiterung dieses Fonds und in grmeatfamen Besprechungen unb Sitzimgm mit deren VorstLnden das Weitere zu veranlassen.

** Der Reichsbund deutscher Be­rufssoldaten verarrstaltet morgen abend 8 Uhr im Hotel Großjherzog einen Vortragsabend. Herr Gemeinde r ans K-ossel iinti> über: Tages- unb Zuknnftsfragen des MilitävanwärterS sprechen. Gleichzeitig iverden hierzu sämtliche Beamten- unb Angestellten-Organisationen eingeladen.

* * Hinter den Kulissen des W>oh-- nungöamtes. lieber dieses Thema wirb Herr Dr. Rremcnm morgen abend im Eass Leib in einer offen t lrchen Mieterversamm­lung sprechen.

* * Der BundDie 23ur g" läßt hiermit nochmals aus die Bortrckte des Herrn Schulz- Verv t - S ch u aus Berlin [jinim.en: Freitag den 29. Okt.:Gibt eine Geister Welt?", Montag den 1. Nov.:A n der Schwelle des U e be r sin n l ichen", bribc Egrostm Saale des Eaff4Eiuht'rn" unb Dienstag den 2. Növ.: Goethe u. Nie tzsche alsP rvpheten un­serer Zeit" in irr Neuini Aula der Universität. An die Vorträge werden sich bei reger Beteiligung Experimente anschließen.

* * D ie Medick-Meidingersche Bauerntruppe im Cafe Leib veranstaltet heute abend einen Benefiz- und Ehrenabend für den beliebten Komiker Medick.

Landkreis Gießen.

Obst-Ausftellun- in Gründerg.

O Grünberg, 24. Okt. Acute fand hier in der schön grschmückten Turnhalle nach mehr­jähriger Pause eine L0 ka 1 -Obft - unb Ge - muse-Ausstellung deS hiesigen Obst- und Garlenbauvrreins statt. Die Ausstellung umfaßte acht Gruppen und sollte ein Bild über die in hie­siger Gegend am meisten angebauten unb ertrags­reichsten Sorten ergeben. Der 1. Vorsitzenbe bes Vereins, Uhrmacher Jäckel, eröffnete um 9 Uhr die gut Beschickte Ausstellung, die während des ganzen Tages geöffnet war unb von mehr als 604 Persoue t Ke-acht wurde. Als Preisrichter waren tätig die Herren Gartenmeister Neutsch lFriebberg), Obstbau- techniker Hebrrer (L>euchlll)eimf unb Obstbaumwart (iJermcr l Kleinem den). Die Preisverteilung hatte folgendes Ergebnis: Gruppe I. Aepfel unb Birnen von Hochstämmen, meianet für hiesige Gegend. 1. Preise: Postsekvetär Anbrae und Forstmeister Schneider: 2. Preise: Forstmeister Wallenfels, K. Trinkaus, K. Schomber, K. Rühl unb K. Zöckler. tzyruppe II Aepfel unb Mrnen von Zwergobst- ftämmen. Ehrenpreis: P. Decker. 1. Pr. llhrmackrer Jiöckel unb Fabrikant G Allmendinger. 2. Pr. Wallenfels und K. Jöckel VI Gruppe IV. Eine gleiche Menge sortiert: 1. auserlesene Früchte, 2. kleine Flüchte, 3 Ausschuß- oder Kelterobst. 2. Pr Hck Schmidt III Gruppe V. Konserven! Ehrenpreis: O. Robert Witwe; 1. Pr. A. Leinc- toeber und Walleujels, 2. Pr. R. Jockel VI. und

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Turnen, Spiel und Sport.

H. Lang-Göns, 26. Okt. Am frcrganif

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und folgendes Ergebnis zeitigten: Holzh.'im Lang Olöns II 41 :38; Lang-Gens I Nie'»c weisÄ I = 43:35; Lang-Göns IHnlitz im i 74 : (35; Holzheim INiederweisel I - 60: -12: M dermeisel IILang-Göns II = 32: 27. i/?r i*.

Kir^e nnd Schule.

x Wreseck, 25. Okt. Unserein geftnff" Erntedanks vnntag, den im 2?omtüta§: gcktesdienst der Frauenchor mit zwei W lichen Chören verschönte, gab die Kinder kirck^ im überfüllten Braunschen Saal einen freundlnhe Absckluß. Passende Gedicht von Karl Gerek u 0 umrahmten die Begrüßungsansprache des OM geistlichen, der out die Bedeutung d r Sriberfimb für Herz, Haus und Gemeinde hin.vi s. Chore begleiteten im zweiten Teil des Abends tm! Ern te fe st spiel in zwei Ariszügeu ven Eliia- beth Malo aus der Sammlung derDorfbühnu^ Tie Darstellerin derFrau Nanir", Helferin - Bur k, hatte die mÜbev'stle Einstudierung übftr nommen, die Keine Trupp' der jug 11'licken ©da.: spieler lat ht feurigem Wetteifer ihr besies »til erntete begeisterten Beifall. Gerade reckttzeiig" ehe wie fch-on so oft, das elcllri'che Sidrt nn«in einmal versagte endete der Abend, der jei# was rechtgeleitete Kinder den Großen bieten fön*"' und banT den geringen Unkofien den g''öß!en der Einnahme mit 602 Mark der StittberMfr und ban Kleinkinderschulsvnds zuführte.

famfeit devart in Unordnung geraten sind, ho

nur mit erheblichen Mitteln eine Neuordnung

Bestände möglich ist. Die zuständigen Behörde- 1 - 1

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x 9(1 bad), 24. Okt. Da die eine Schai Herde der Gemeinde fckZon lange als der Rand verdächtig erklärt wird, fa find die Schaf Hal:-, dazu gekommen, die ganze Herde einem Frans Turter Handelsmann zum Äbschlachten zu titi kaufen. Die andere Herde hütet nod) auf btir Albacher Hvs.

* * Oppenrod, 26. Okt. Der letzt: Kriez? gefangene, Heinrich Balser, Sohn von Philir. Balser, ist aus sibirischer Gefangenschaft $udid gekehtt.

Kreis Büdingen.

s t». B ü d i n g e «, 25. Okt. Bei Befickttgimzk!: p>n Gerne in d ea rchiven hat fick lercm-. gestellt, daß die von den Urkunvenpilegern n 'ordneten Archive durch Nachlässigkeit unb Unack:

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Jak. Bon-Ei ff. Gruppe VI. Erzeugnisse des Fx» und Gartenbaues. 1. Pr.: Gärtner G Bürk» 2. Pr. K. Schornbert und K. Zöckler. Gruppe VII Maschinen und Geräte. Ehvenpreis: Fr W«isc> 1. Pr. A. Seine njeter. Gruppe VIII. Düngern in-1 Nachmittags um 5 Uhr hielt Qfartennieifter Rentsch vor zahlreichen Aussteltungsbenicken v einen Vortrag über die Bedeutung solcher lokalen Obstausstellungen, denen Zweck darin bestehe, ertragreiche und vor allem für die G-geich geeignet Sorten angebaut würden. Er wies hin auf b$« vom Landwirtschaftskammer-Ausschi ß für Cb.x- hessen herausgegebene Büchlein, das die Obstsorii- mente für Ober Hessen enthält. Die hier aus der Praxis cmempsohlenen Sotten für unsere Gegend find viel paftender als Cotten, die man von weitder bezieht, die wohl hochtönende Namen haben, abe für hier sich nicht eignen. Er empfahl für seuchten Boden Schöner von Boskop, Canada-Reinette. Eiserapfel unb Madapfel, von Mn«n Neue vo: Poiteau; für leichten, trockenen Boden Land-bergei Reinette, Danziger Kantapfel unb Geflammter Kar i dmal. Bon der so weit berhieiteten Goldparmän. I erklärte er, daß sie zu den abgebauten Sorten gr II höre. Zum Schlüsse sprach er noch über die An j Pflanzung und Behandlung des Tabaks.

lfürh Hufe W M imb dies her Stand-

1, ine auch fihi Aärirbsb BckZer das ^hir fcfci

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lassen jetzt Vie Archive aus Kosten der Urtunber« Pfleger wieoer in Ordnung bringet.

G Nidda, 26. Okt. Sein 25jährige^ Dienstjubiläum feierte dieser Tage du Gendarmeriewachtmeister unb Statwnsführet Port. Bon der hessischen Regierung erhirii er das Berdienstkreuz in Silber.

Kreis Friedberg.

# Weckeshe im, 26. Okt. Unweit dr^ staatlichen Braunkohlenbergwerks wurde ein neuer Schacht gegraben und man stieß in 48 Meter Tiefe auf Bra u n k vH leua d eru

Hessen-Nasfau.

Ein nachahmenswertes Beispiel.

X Hana u , 25. Okt. Einheimische E r werbslvse und elsaß-lothringische Flück> linge chaben sich zu einer Stock rodungr genvssenschaft zusammengeschlossen/di mit Hllfe einer rationellen Sprengmcthob das Wurzelholz der gefällten Bäume gewimti das 'sonst wertlos der Allgemeinheit verlöre- geht. In entgegenkommende Weise hat bu Forstbehörde der Rodungsgenossenschas' gegen geringe Taxe Stockfeldcr zur -et- fügung gestellt. Die Mitglieder der GenaMn schäft haben sich selbst eine MindestleistiN" auferlegt, welche die Gewähr bieten mW daß die tarifmäßigen Lahne heraus kommen Ferner ist festgelegt, daß der Berkaufspreii des Holzes stets unter dem sonstigen Handels­preise bleiben muß. Der nötige Aufschlag tz zu den Selbstkosten soll zur Hälfte zu einet mäßigen Rucklage dienen, während die anbeti Hälfte zur Verteilung an die arbeitende Mitglieder der Genossenschaft kommen soll

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rnc. Frankfurt a. M., 26 Okt. In tct Nacht bvm Samstag auf Sonntag würbe in G.i Umgebung von Frankfurt kurz vor zelm Uhr et: Meteor beobachtet. Vas am westlichs t Himn- erschien unb sich auffallendettoeife in zwei feuriff Bahnen teilte. Diese ganz seltene Naturerschei nung wurde übrrguts auch in ganz Südveuts^ land bis zur schwäbischen Mb unb nach N.ttt beutschlmrd bi« in die Linie Göttingen beKachtet

sigc Turnverein hat aud) in biescm Jahr tüt-berra1 rinc rege turnerisch.' Tätigkeit entfaltet unb fiten:; licke Ganp-'ranstaltttngen, soivi-? das F.lbberMi erfolgreich besucht. Es wurden insgefami 36 Eip'k preise errungen Die zum Gaufest am Reck geftdll- Musterriege erhielt bi? Notesehr gift". Die SM Mannschaften beteiligten sich auch erfolgreich an vc> Wettspielen auf dem Bezirksfest in Ni -bermotiMi Unter Beteiligung der ganzen Gemeinde unb uk4»s

neu Sonntag veranstaltete der, hchsige LurnvekXv F a u st b a l l w e t t s p i c l e, zu irelchen di' 2^ tereine Holzheim und Nieoerw.isel Man'.rsck''. ::' entsandt hatten. Das günstige Herbst!vetter eine große Zu schmier menge h rbeigelockt, uw mit sichtlickicm Interesse die Spi-l-' verfolgte, dr .. sich bis zum Einbruch der Dunkelheit hinattsE'' , **1

unb folgendes Ergebnis zeitigten: Holzh.ini HI- Jyt £ Ul ^6t- tttt