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Uns dem beschien Gebiet.
Französische Justiz.
Ein Müdchrnmord in Wiesbaden.
Wiesbaden, 26. Aug. iWTB.) Heute morgen wurde hier vor der französischen Artillerre- kaserne die Leiche eines etwa 16jährigen Mädchens mit einer Stichwunde in den
Heilaen-Tarmstadt zu einein GefellschaftS- yitt für seine Ligamannschaft verpflichtet. Tas Spiel findet aus dem V. f. B.-Sport pl-atz Trieb nachnittags 4 Uhr statt. Tie niederen Mann- chaften des B. f. B. spielen gegen die gleichen des F. C. Weilar vornrittags 9 und lOVa Uhr. sowie irachmittags 2 Uhr.
Versammlung den gegen die Besatzungstruppen Und die französische Regierung sprechenden Schriftsteller Sem m el-Sembach aus Berlin nicht un- te'-brochen batte, ausgesprochene Urteil von fünf Monaten Gefängnis imb 3000 Mk. Geldstrafe wurde von dem Krüninalapvollch^nssiericht in Mainz aufgehoben und der Stadtverordnete zu 20 Tagen Gefängnis und 3000 Mk. Geldstrafe verurteilt.
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ei nbeitliche Polizeistunde für Preußen festzusetzen.
nicht Du trennen ist. , c _ -
®nt ausführlicher Bericht, der auch dro Grund züge der Vartrage bringt, wird im Bolksbrldungs« blatt für Württemberg und Hessen (Verlag des Vereins zur Förderung der Volksbildung, Stuttgart,
gtseiiigt, ni nisation fMMarttt (Wer l dem W mm W hiltmm ' dm Kay qef mdte i MgeM teilerfth' empfähle die Ztvai
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Main z, 26. Aug. (WTB.) Tas von Militarpolizeigericht in Wiesbaden gegen S'a^tvemrdneten Tr. Fresennius (Wiesbadens der als Leiter einer deutsch-nationalen
Aus dem Reiche.
Die Polizeistunde.
Berlin, 27. Aug. Im preußischen Minr-
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sterium des Inrtern werben z-ur Zeit Berhanb- lungen geführt, bte den Zweck verfolgen,
iöcrnm'trtl hinten.
Freitag. Lichffvielhaus: Alfobol. — Lichtspiele: Lepoin, der König de^r Einbrecher. — Ein- brrn, 81/? U'hr: Gastspiel Büchwald. — Eaf6 Leib, 8 Uhr: Medick-Meidingerfche bayerische Musik- und Pvsfengesellschaft.
** Amtliche Personalnachrichten. Ernannt wurden: 1. der AmlssierichtssokretärAdam Krichbaum zu Longen mit Wirkung vom 1. April d. I. an zum Landobersekretär bei dem Landamtmann zu Tarmstadt-Nord; 2. der Amtsgerichtssekretär Karl Co st zu Darmstadt mit Wirkung vom 16. August d. I. an zum Landober- sekretär bet dem Landamtmcmn zu Friedberi. — Am 24. August wurde der Oberkriegsherichts- sekretär Karl Hanselmann zu Darmstadt zum Sekretär bet dem Oberversicherungsamt mit Wirkung vom 5. Juli 1920 an ernannt. — In den Ruhestand versetzt wurde am 24. August der Hauptlehrer an den Technischen Lehranstalten zu Offenbach Professor Karl Brockmann daselbst auf sein.Nachsuchen mit Wirkung vom 1. Januar 1921 an unter Anerkennung seiner dem Staate geleisteten Tienste.
** P o st wertzei chen zu 2, 2V», 3 und 7V2 Pf., die sich noch in den Händen des Publikums befinden, können nach wie vor bis fcu ihrem dluf- brauch zum Ergänzen der Freigebühr von Po'> Tarten mit eingedrucktem Wertstempel zu 7V2 Pf. benutzt werden. Tie Frist, bis zu der hierfür nicht benutzte Marken dieser Art an den Postsckal- tern gegen andere Wertzeichen — ohne Erlegung einer befonberen Gebühr — um getauscht werden dürfen, wjrd bis zum 15. September verlängert. Rach dem 15. September verlieren die genannten Marken ihre Gültigkeit, soweit sie nicht als Zusatz gebühr bei Postkarten mit eingedrucktem Wert- stempel jn 71/2 Pf. verwendet werden.
** Auszahlung von Militär- r ert te n. Die Militärversorgungsgebührnisse für September werden den Zahlungsempfängern der Stadt Gießen am 28. und 30. Aug. vom Postamt bezahlt. Am 28. erhalten die Kriegsbeschädigten usw. auf R-Quittungen, am .30. die Hinterbliebenen und Pensionäre auf 8- bzw. ?-Quittungen ihre Gebührnisse.
** Tie Gießener freiw. Feuerwehr begeht am Samstag und Sonntag ihr 65jähriges Stiftungsfest. Am Samstag abend 7 72 Uhr findet ein Konzert mit ans Meßendem Bail im Cafe Leib statt, zu dem nur eingeladene Gäste und die Mitglieder der Wehr Zutritt haben. Am Sonntag vormittag 10l/i Uhr treten die bechen Löschzüge am Turmhaus am Brand an. 10% Uhr Abrücken nach deut Oswaldsgarten, wo eine Aufstellung stattfindet und die einzelnen Geräteübungen vor- gesührt werden. Sodann sindet ein Branoangrifs an der alten Klinik statt. Tie Aufgabe, lvelche die beiden Löschzüge an öem Brandobjekt zu lösen haben, wird erst nach Alarmierung b-si Ankunft bekannt gegeben. Rach den einzelnen (^räter-ot* führungen auf dem Oswaldsgarten soll eine Bar- führung des HandfeueMichapprrates „Mi.-'w.x"
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Gießen, den 27. August 1920.
Mit Frühkartoffeln eindecken!
Zur Zeit wird die Stadt Gießen mit Frühkartoffeln und mittelfrühen Herbstkartoffeln in ausreichender Menge beliefert. Es ist damit zu rechnen, daß in den nächsten Tagen die Ernte der vtitt^frühen Sorten beendigt und daß alsdann für kurze Zeit mit einer Stockung in der Belieferung mit Kar- ' totfein zu rechnen ist, bis die Belieferung mit Herbstkartofseln, die voraussichtlich in einigen Wochen einsetzt, erfolgt. Wir empfehlen daher der Bevölkerung dringend, sich schon jetzt für etwa 2—3 Wochen mit Kartoffeln einzudecken.
Sport.
** Tie Gieß. Rudergesells ckaft 1877 (E. B.) veranstaltet am Sonntag, 29. Aug., nxrchm. 3 Uhr, eine Bereins-Regatta. Zur Aus- ahrt gelangen 7 Rennen mit 18 Booten. An- chließend Waq'ferspiele.
** Der Giehener Radfahrerverein 1885 (e. B.) veranstaltet am Sonntag, von nachm. 3 Uhr ab, auf der Karlsruhe ein Bererns-Rennen. Siehe Anzeigenteil.
** Fußball. Für nächsten Sonntag hat
Aivche und Schnle.
Ter zweite Württembergifch-Hessische Führerkurs für Volksbiküung, veranstaltet vom Bevein zur Förderung der Volksbildung in Stuttgart (Direktor Bänerle) und von der Zentralstelle zur Forderung der Volksbildung in Darmstadt (Direktor Hasfinger), hat m den Tagen vom 1.—14. August in Friedrichshafen am Bodensee stattgefunden. Es waren Vertreter da von Hessen, Württemberg und der Pfalz. Der Zweck des Kurses war, die rn der Volksbildung an der Spitze stellenden SDZttarbeitet einerseits mit den wichttgstrm Fragen der Gegenwartskultur bekannt zu marf)cn, andererseits tnc Vo > ksbildungsprobleme selbst zu Üären und zu vertiefen. r .r
Im Anschluß an Referate von Professor Haering (Tübingen) ük-er „Grundfragen der Geschichtsphrlosophie im Anschluß an Spengler: „Untergang des Abendlandes", von Prvfefsor Wilhelm (Eßlingen) über „Bildung", von Professor Goldstein (Darmstadt) über ,^Das ft nationale in der Volksbildung" und von Prof. Messer (Gieß^en) über „Materialismus und Bolkskultur" fanden Aussprachen statt, die sich um die grundlegenden Begriffe: Kultur und Bildimg bemühten. Sic. Dr. Frick (Darmstadt) entwickelte an Hand von Leitsätzen, daß. die Beschäftinmg mit Religion für die Bolkskultur von größter' Bedeu^ timg sei Vom Standpunkt des Technikers sprach Professor Heidebroeck (Darmstadt). Er betonte im besonderen die Gefahren der überhandnehmen- den Mechanisierung für die Kultur und forderte von der Volksbildungsarbeit, ein Gegengenncht M schaffen. Dr. v. Erd berg (Berlin) schildertet „Kampf um die Volkshochschnle in Preußen" M gab unter Hinweis auf die Problemattk der v?' hnegung wertvolle Fingerzeige für die Völlig in praktischer Einstellung sprach DLvm Bäuerle (Stuttgart) über „Auf- und AuslM der freien Volksbildung und ihr Verhältnis pvn öffentlichen Bildungswefen". Rein crrfdncf’t jw waren die Ausführungen von Professor W11 nf1 ” (Eßlingen) über „Das Volks hoch schult ve'en wegv dinavien und den angelsächsischen Lmrdern . ^n Schluß der Tagung bildete ein Vortrag von Professor Günter (Tübingen), der „Die äußeren uno inneren Lebensformen des Mittelalters rum Gegenstand tjatte. Er war trotz der Uefcrfulle pro verarbeiteten Materials ein Muster von llurer u einleuchtender geschichtlicher Darstellung. Aim^yaw des engeren Rahmens der übrigen Beranstalmg ftnxid) "WMfOT F. 23.
einige Probleme der stawisbürgerlrchen ErMyung.
Das Ergebnis der Verhaudiungen, au dmeu sich auch Vertreter dar organisierten Acheitertchast «wesentlich beteiligten, läßt sich nicht auf eine euv lieitliche Formel bringen. Der Gewann war mr alle Tellnehmer zweifellos groß. Es erwie-- Itm auj» Neue, daß sich alle, die mit Erfolg.an der Volks« bildung mitarbeiten wollen, stets dve Probiemattl dteser jungen Bewsgung vor Äugen halten musten die öoit der Problematik unserer Zett überhaupt
stattfinden. Am Nachmittag sindet auf Te.^prs Terasse (Hardt) eine Faüril«nfeier statt, oct allerlei Darbietungen, Kinderspi^e und sonstige 1 Ueberraschungen geboten werden sollen.,
Bank streik. Ter Zwn^erarn Gt-eßQi des Deutschen Banib«mtenvv.e«S teilt nxs mtt. „Sehr eigenartige Verhältnisse scheinen Jter Bankfirma Jos. Herz, Hießen zu herrschen. dem erst im Marz ds. Js., wie »ir s^nerzett W richteten, gesttetkl wurde, ixn Ve
zalstung wie bei den anderen Banken zu erlurgen, siecht sich der jetzige Beamtenkörper wchtzerum ge- nötigt, diese und auch cmdere Forderungen durrl) Streik zu erzwingen." ,
** Aus sibirischer Gefangenf chaf t kehrte am 13. August der Lackierer und Maler Wilhelm Büttner zurück.
** Kriegerverein. Die Zahl der Veteranen unter den Mitgliedern des Krie^rveremü ist evfreulicheüoeise Fwßer, als in der DrenSdrg^ Nummer angeführt. Auch die Herren Bommers- heim, Major Kramer, Rechnungsvot \. P Mui i#rtb Fabrikant Throm haben an dem glorreichen Feldzug 1870/71 teilgenommen.
Kreis Lauterbach. „
Schlitz, 24. Aug. Ein bedauerlrcher U n - alücksfall ereignete sich gestern mittag aus dem Carlshös; ein Tienstknecht der Gräflichen Burggüterverwaltung, Hch Güldner, worlte geltern mittag «m Carlshvf seine Pferde sstttern; berm angehört; dagegen wird beschloslen, dem Keinen Tenne und erlitt einen Beinbruch und noch lonftige Verletzungen. Ter Verunglückte erhielt kürzlich ine Dom Landw. Verein gestiftete Ehrenurttrnde sur 25jährige treue Arbeit. Er fand AusiMhme im
schäft die Direktion zwingen wollte, mehrere versäumte Stunden zu bezahlen. Der Betriebsdirektor wurde schwer verletzt, so daß er blutüberströmt zusammenbrach. Der Vorstand des Werkes beschloß, den Betrieb tzu schließen und sämtliche Arbeiter zu entlassen.
Berlin, 26. Aua. (Privattel.) Die Abendblätter melden aus Essen, daß gestern dort die gesamte Belegschaft der Zeche Dier- g a r d wegen des Steuerabzuges in den Älusstand getreten ist. Kommunisten und Un» abhängige forderten in einer Massenversammlung in Essen die soforttge Durchführung der Amnestie auch für Mord und Plünde- runa sowie Erpressungen bei den Banken, sofern diese Verbrechen im Zusammenhang mit den Märzkämpfen stehän, und drohen, die Freilassung der Gefangenen durch einen Massenstreik zu erzwingen.
Die Schließung von Betrieben in Württemberg.
Stuttgart, 26. Aug. (Wolff.) Durch die Schließung der drei größten Industriebetriebe wurden 15—16 000 Arbeiter ausgesperrt. Die Betriebsräte beschlossen, mit der Regierung so lange nicht zu verhandeln, bis die Posizeiwehr aus den durch Stacheldraht gesicherten Betrieben entfernt ist. In Eßlingen wurde der Generalstreik erftärt. Zu Unruhen ist es bisher nicht gekommen.
Schläfen gefunden. Die Leiche nxir in zwei französische Zeltbahnen eingeschlag n und, als sie gefunden wurde, noch ivarm. Tie Identität des ML>-
vder Kommunalisierung des Hand^ Werks. — Ter gleichzeitig tagm.de Berbandstas der deutschen Bäckermeiiter erklärte mit altem Nachdruck, daß endlich einmal mit dem Mbau der Zwangswirtschafr begonnen werden in* je. Ri-» meirtlnh das Verbot der Herstellung von Brötchen und Kuchen sei aufzuheven, da es den 'fcutigett Verhältnissen durchaus nicht melyr entfpred;«. Weiter Der Langen die Bäckermeister eine Belieferung mit backfähigem Mehl, da es bei dem Treck, den man von den Reichsstellen ersten 'habe, ganz irnmöglich sei, ein einigermaßen bekömmliches Brot herMstellen.
mc. Frankfurt a. M., 26. Aug. Um den bedürftigsten Frankfurter Kindern den Segen der Quäkerspeifung nod) möglichst lange zu er» lxckten, wird die Zähl der gespttnen Kinder ab 6. September um die Hälfte verringert.
** Der Mieterverein hrett am Mittwoch 1 ^vtcä.
Abend im Cafe Leib eine gut besuchte Verimnm- Arejs Friedberg.
lmvg ab. Der Vorsitzende des Be>^ms, Dr. Rr e- bz B u tz b ach , 26. Aug. Gestern abend mann, gab zunäÄt seinem Defvemdcn darüber t t Marktplatz iu Streitig-
Ausdruck,daß^f die in der letzten Venarnrnlung kam es aus dem Martlplatz zu eil ei 11 g
über die Zustände beim Wohnungs- bM. Miet- k et ten zw 1) ch e nMr lita r und Ztvl,
einigungsamt gesoßte Resolution von der Be- dte, soweit die -Butzb.Zlg. hort, dadurch
Hörde eine Antwort nicht eingegangen sei. Auch entstanden, daß einige Soldaten Mit dem hätten sich die Vechältnisse in der Zwischenzeit Ausdruck „Noskegarde" belästigt wurden. Ein nicht gebessert, sie seien im Gegenteil schlimmer junger Bursche wurde durch Seitengewehr- geworden. Es schiene so, als wolle man es arn ß^be am Kopfe bei dem Zusammenstoß, ver- eine Kraftprobe zwisc^n dem Mietervewn und Sonst kam es nicht zu Tätlichkeiten. Von r>cm ™«tenigiing6anit antonmm faffai. b ® @enbarmerie war niemand
r^sch^FrLn^^t mAst Ech zugegln, so daß Bürgermeister Köhler sich seinen EMs^idungen vielmehr von sozialen Gc- selbst bemühen mußte, dte Ordnmig wieder sichtspunklen leiten lassen. Auch äußeren EiN.mr- herzustellen. Der Soldaten bemächtigte sich hingen, besonders durch Angestellte, dürst sich eine große Erregung, als sie in der Wohnung das Mieteinigungsamt nicht zugänglich zeigen, Hauptwortführers der belästigenden Zwi- Ter Redner kommt dann auf einen Fall zu spre- ^rten am Marktplatz einen Karabiner im chsn, bei dein ein Mitglstd deEt^rm^eten- zu sehen glaubten. Polizeidiener Knöß,
kollegiums durch einen Beisitzer des Mitteinl , inatoikben ersrbienen war konnte inoes oung6amt6 morben fei, olmr d«b der der inzwiwen erratenen roflr. onnie inu
Vorsitzende den Ersteren tn Schutz genommen habe, 'eine -Ürafie M oec ^poynung lenneilen.
Ter Redner ließ sich dabei, tvie von ihm nicht größere Ldchlagerei wurde dadurch verhindert, anders zu erwarten war, die Gelegenheit nicht ent- daß eine Patrouille dte Soldaten tn die Ka- gehen, dem Gießener Anzeiger vorzuwerfen, seine ferne beorderte.
Berichte seien unzuverlässig. Weiter bespricht er (S Friedberg, 26. Aug. In der heu- cine größere Anzahl von Fällen, in denen unter ti gen Stadt Verordnetensitzung wur- Mitwirkung des Mieteinigungsamts eine außer- tz^n zu Mitgliedem der Steuereinschätzungsfom- ordentlick hohe Mietsteigerun^ (in einem Falle Mission geivählt die Herren Jhl, Mörschel und über 70 Prozent) ein getreten sei. Tem vom Mieter- Bernhard, als ErsatSbute Loth. Koch und Ferber: verein bei der Hess. Regierung gestellten Antrag, {n bau Haup4ausschuß Rechtsanwalt Schröder und die Höchstgrenze der Mindeststeigerungen gesetz- Stadtverordneter Jhl. — Tas Gesuch der Stavt lieb festzulegen, sei u. a. um deswillen nicht ent- Mainz um Bildung einss Wirtschaftsverbandes sprochen worden, weil von der Stadt Gießen be- wird mit der Begrüiidung abMtehnt, daß dst Stadt richtet worden fei, daß zur Schaffung eines bereite dem hess.-nass.-waldeckschen Städteverband artigen Gesetzes hine Veranlassung vorliege. Ter angehört, dag-sgen wird beschlossen, dem kleinen Redner unterzieht dann auch die, Tätigkeit ves Städtetag beizutreten, dem außer Friedberg noch Wohnungsamtes einer scharfen Kritik und macht Alzey, Bensheim, Bad-Naui^rim und B-iugen an- ihm besonders den Vorwurf, daß bei oer Ver- gehören. Tie Stadtv. Langsdorf, Leuchtgens und gebung der Wohnungen nicht immer korrekt ver- Kühner werden als Vertreter bestimmt. — Tie fahren werde. Auch bei der Beschlagnahme frei I Obstnutzung des der Schillerschule angewieienen werdender Wohnungen fei man oft zu nachsichtig. Gartrms wird der Schule für 180 Mk. überlassen. Zum Schluß stellt er folgende Forderungen: — Dem SÄveinehirten des Stadtteils Fauerbach Tie Leitung des Mietcinigungsamtes ist einem wird eilte bOprozentige Lohnerhöhung bewilligt, völlig unabhängigen Beamten zu übertragen, die dafür aber ein Hütegeld von 12 Mk. für jedes Besetzung des Mieteinigungsamtes muß den ge- Schwein erhoben. — Tas Gesuch des Kinobesihers setzlichen Besttmmungen cntspechend durchgeführt I Harras um 5>evabfetzung der Kartensteuer wirv werixn, die Beschlüsse des Mieteinigungsamtes vorläufig abgdtehnt. — Tie städtischen Bleichen sind sofort nach der Verhandlung zu erlassen, sollen nicht mehr verpachtet werden. — Ter Ge- Weiter ist eine g'setzliche Bestimmung anzustteben, n>erbeschule wird ein Zuschuß von 9568 Mk. bewll- wonach alle Beschlüsse des Mieteini^ungsamts an- sigt. — Ten städtischen Beamten uno Angestellten fechtbar sind. Tas Wohnungsamt ist anzuweisen, wird ein Haller Mormtsgevslt als Vorschuß aus- sick mehr um frei werdende Wohnungen zu küm- bezahlt. — Eine HaftpsllchtVersicherung wird mit mern und diese rechtzeitig zu verteilen. Tie Macht- der Gesellschaft „Willtelmine" abgefchlosien, und befugnisse des Wohnungsamts sollen gegen zu- zwar für Personen auf 50 000 bzw. 100 000 Mk., widerhandelnde Hausbesitzer besstr ausgenutzt Wer- - für Sachschäden auf 20 000 Mk. — Tas Gesuch den. Mietverträge, bei denen Wohuungswucher der Schutzleute um Anstellung vor Ablauf des festgestellt wird, muffen vom Mreteinigungsantt Probejahres wird für die beiden jüngeren abge- für ungültig erklärt werden. lehnt, für die beiden älteren an den Finanzans-
Jn der sehr lebhaften AuSsp-vache nahm schuß zurückgewiesen.
WdK St°rk°nbur« und Rh-inh-,s-n.
und wies mehrere Fälle nach, in denen nicht Die VerblNÄUNg DarmstttÄts mit dem Rhein, die Hausbesitzer, sondern die Mi^er Wol>- Darmstadt, 27. Aug. Seit der Demobil- nungswucher getrieben hätten. Er halt euren ^chung ist die sofortige Inangriffnahme cme^ ^na.m4>r ^c.r ^^n Vereine (Hausbesitzer- und Schiffahrtskanals von Tarmstadt nach dem Mieterverein) für unanwchracht, tvunsch. vielmehr Mhein als Mtstandsarbeit von verschiedenen Seiten Zufammenarbett. Frau Bur k schlagt vor,.radikal ^angt worden. Auf Veranlassung der Ministe- vorzugehen Der Mieterverein sei t a em te.^^^E>teilung hat ein Arbeitsausschuß sich g e 10 e r k s ch a f t l r ch - s 0 z i a l i st r s ch e r Ver- einge^b mit der Prüfung der einschlägigen wirte ein, afto tonne er au m r a o t! a I vor- Fragen beschäftigt. Tie Unter fudjaung
^brstand^rsch au§ m bringt den zahlenmäßigen Nachweis, daß die schon
Abre^ gesteltt. wurde, meint bte Rednerin, der 2 I<rl)v!ninderten immer wieder angeregte wirt» so- schafttrche Annäherung Darmstadts an die Rhein- '«n -Y1™ /kwMl nach das- wassersttaße durch eine Kanalanlage mit volkswirte
elbe. fffietter klagt |ie barü^er, daß der Glaube uno vertretbaren Mitteln nicht bewirkt wer=
^lL. dolttlk zu oft ^rwe chfelt wurden und ioroert kann. Einen Ueberblick über das Ergebnis die- auf, fick mehr an Politik M betedigm. ^urch -Zu- Untersuchung gchi Baurat Häusel in Nr. 67 des rufe auf ^fordert, zur Sache zuspvechen, fuhrt ste Zentralblatts der Bauverwaltung, das in dem < f’c an' oei denen Familien mrt Lefezünmer der Zenttalstelle für die Gewerbe ans- 4—5 Kindern m etnent 3immer Hausen muffen.
Sie wünscht stärkere .Heranzirhung der Frateen ' Apfteti-Slirtfrmt
zur Mitarbeit beim Wvhmmgs- und M«teini- yeiiai-jcanau.
gungsamt. Rechtsanwalt Raab verwahrt sich Der Wunderdoktor«
zunächst gegen die Ausführungen der Frau Burk, otw Nad Hamburg 26 Ana S? „Wund^doktor" Gustav Adä'f Roöerich Egmvnt
Mültei-Czerny hat seine Behausung und alle ® k- x leine Freunde im Stich gelassen und ist nach
°bf-nnxbsie * geflüchtet, wo er seine Heilverfahren im
ten, sownt sie das Mn-temigungsamt betreffen, ^hkhaus svrtzuf^en beabsichtigte. Ta man aber s «u^rordenlltchen Schwierigkeiten 6et in ^s schlauer ist, wie in dem schönen
den Entscheidungen hm und verwahrt sich vag egen, I Taunusbadeort unv seiner Uma-bima hat sich ^a^^una Steten Oefsenttichkeit sofort gegen den Wundermann
verschworen und der anscheinend auch dort in
Geficht.punkten leiten ließen. -<-ie Von dem Re-! iu fekienbe Heilunasriimm<»l hrtf ferenten gimaifiten SJatfiilöae hält er für teilnxife Uebrisms haben mrhrerc Seute in her Oeffentlich- unimrMrb-r. Sorftotemi.gltä Br 16b a d e r frit ertolt, teilweile dur-h «nges-ndts in den Tageszeitungen, haß di- »on Müller-C^rny mit öei ihnm Namen veröffentlichten Steiluugen keines-
hu 8ur r^ritS btetc,crrSS$! toe9^ den Tatsachen entsprechen. Es gibt halt
d>- Mr-t-r aber i»6 »«trauen sntvohl »nm SW jn-ck keine Wunder mehr auf der Welt, höchstens stir "SU" kl I $umm£n' bi- b-kannllich nie alle werden.
Leitung dieser beiden Aemter notwendig. Frau Tr. Riemann wünscht ebenso wie Frau Burk stärkere Heranziehung der Frauen zur Mitarbeit bei Wohnungsfrag^i. Stadtverordneter Weiß hält die Ausrottung des Bureankratismus für besonders wichtig zur Lösung der Wohnungsfrage:.
In feinem ^(fjlufitoort schlägt Tr. Riemann vor, die in seinem Referat gestellten Forderungen zur Resolution zu erheben, die vom Vorstaiid ausgefertigt an dte Stadt, das Hess. Ministerium und das Wirtschaftsamt in Darmstadt gesandt werden soll. Tie Versammlung ist hiermit einverstanden.
** Die Kanin chen- und Pro dukten- Ausstellnng sindet am 28. u 29. Aug. „Zur schönen Aussicht" statt. Näheres stehe Anzeigenteil.
** Die Deutsche Volkspar tei hält Samstag den 28. l. Mts 8'si U'hr pünktlich tm „Hindenburg" eine Mitgliederä.erfammlimg ab, in
»rat Schudt über die Ausschuß- rrmstadt und Frankfurt berichten, Dr Lutsch über die politische
»ird. Siehe Artz-eige
Geeichtrßaal.
Der Darmstädter KommunistenMtsch vor Gericht.
sw. Da r m sta d t, 26. Aug. Infolge der forte gesetzten Teuerung bemächtigte sich Ende Juni der Arbeiterschaft eine große Erregung. T« allgemeine. Not warb von einer großen Anzahl Leute benutzt, die Erregung der Massen aufzuhetzen. In Tarmstadt Sam es unter den Arbeitslosen zu größeren Ausschreitungen. Eine große Rolle sptelte dabei der Zbommunistenfüchrer Maul, ein junger Mensch, der glaubt.:, durch Putsch und Plünderungen die Masse hinter sich zu haben. Bei einer aufreizenden Rede wurde Maul durch das Eingreifen der Polizei vechaftel und tm Polizetmtt untergebracht. Der eigentlick-e Putsch muiLe hter- durch vereitelt. Bei den sich am Nachmittag zusammenrottenden Arbeitslosen zur Befremng Mauls befand sich der oft vorbestrafte Ncatzvogel, der am Pvlizeiamt die Herausgabe Mauls inner- halb einer Stunde verlangte, andernfalls das > lizeiamt gestürmt Würde, was durch die verstärkte und besonnen Wgvnfenden fßoli’iite;! verhinderi wurde und die Verhaftung Natzvogels zur Folge 'batte. In der heutigen Verhandlung gibt Mß, vogel an, ein Kollege von ihm fei mit 10 Mt. Karteffelgeld durckMgangen. Weshalb er an dem fraglichen Tage sehr aufgeregt gewesen wäre. Die Beiveisausitehme ergibt, daß es nur der Energ« rmd der. Besonnenheit der Schutzmannschaft zu danten war, an dem fraglichen Tage die beab- sickftigten Plünderungen zu verhindern. Das Urt<6 lautete auf 1 Jahr 6 Monate Gefängnis abzSg» sich 7 Wochen llmtersuchmtgshaft.
mc. Frankfurt a. M., 26. Aug. Wie bei der zweiten internationalen Franffurter Messe wird auch im kommenden Herbst das deutsche Tabu kge werbe eine Svnderansstellung veranstalten. — Auch die Leipziger Grvß- Berleger werben mit einer MtÄr-Ausstellung größten Umfanges' aufwarten, die rtanrelttlich solche Literatur ausiveisen wird, die zur Einfuhr in das Ausland geeignet ist.
mc. Frankfurt«. M., 26. Aug. Der Bundestag deutscher Schneider-Innungen, der augenblicklich in Frankfurts Mauern tagt, wanote 1 eins zur 1 sich energisch gegen jede So zialisier ung lerscheinen.


