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Batfccjfkt mit ten Kroßen des Reiche manchmal «lagt bat, ein Festg ottesvienst ftott. Dir Kfhrottrigt In-.lt Metropolitan Schäfer. Am (Stnmlüq abent) rourbc von Pv.ff. Dr. £>anumu der eveite ®jrtrag yboten, der die ALarienr- und die Keterskirch.- bt^anödte. In einer Nachfeier sprach Btabtierretär Kr äuteraus pfoanlrurt a. M. über „Gelnhausens älteste Zeil". Nachbarstädte hatten Glückwünsche übermittelt.
[1 Marburg, 26. Juli. Zu dem Anhalten des polnischen Transportzufles aus dem Marburger Bahnhof, worüber wir bereits gestern berichteten, teilt unser Marburger Berichterstatter noch folgende Einzelheiten mit: Ein im Laufe des gestrigen Tages aus dem besetzten Gebiet hier eingetroffener langer Zug mit Kriegsgerät- ichatten für die polnische Armee bestimmt, wurde nicht meitci gelassen und fuhr nachts nach der Elation Niederwalgern zurück. Von der vegleitmannschait haben sich <inige, wie man hört nach Koblenz begeben, um dort nähere Instruktionen einzuholen, was mit dem Transport Leschehen soll.
Ans dem Amtsverkündigungsblatt.
**" Das Amtsverkündigungsblatt Nr. 104 vom 26. Juli enthält folgende Bekannt- niachuiigen: Provinzialausschuß. Einsendung der (^emeinbe-, Mart- und Stiftungsrechnungen. — Tiensttiachrichten. — Berichtigung. — Verordnung über Rohtabak (Schluß). — Festsetzung von Entschädigungen.
Das am 1. November 1919 gewählte Mitglied des Pv-.'rinzialausschusses Tr. Jelff de B r a, Arzt in Schlitz, hat sein Amt niedergelegt. Der Wahlausschuß hat in seiner Sitzung vom 3. ds. Ms. sestgestellt, daß Hans Braun , Krankenkasse- »'Qmter in Alsfeld, an die Stelle des vorgenannten ausgcschiedenen Mitgliedes des Provinzialaus- Ihusses tritt.
In den Gemeinden Reichelsheim, Frohnbach und Ober-Eschbach ist die Naul- und Klauenseuche ausgebrochen. Die Qtemartung Staden, Ober-Erlenbach. 'Heber Erlenbach und Nieder -Esch-' ach werden zum Beobachtungsgebiet erklärt. Die -wngen umliegenden Gemarkungen von Reichels- teim und Wohnbach sind bereits Bevbachtungs- »ebiet. In den Gemeinden Berstadt imd Leid- b eck en ist die Maul und Klaumseuche ausge- trochen. Die erforderlichen Sperrmaßnahmen sind ongeordnet.
^tand der Maul- und Klauenseuche in ^berhessen vom 11. bis 17. Juli. Im • rci|e G i c v. c n: Hol- heim, Eberstadt, Ach, Tors- (-ÜII, Dbomhosen, Leihgestern, Bellersheim Tter Hörgern. - Im Kreise Büdingen: fcof i'.jrienborn, £w>t Ronneburg, Himbach,, Setters, '.indl-eim^ Langen-Bergbeiin, Haiiigründau, Die- - ich a. X)., Nieder-Gründau, Altenstadt. Hain- '!'n, Eckertshausen, Rommelhausen, SO?ittelgrün-* l-att, , Langen-Seelbold, Rodenbach, Leidhecken Hot Engelthal, Alt-Wiedcrmus, Heegheim. — Im Kreiie Friedberg: Münzenberg, Rendel, Dor-
l?ed?fcbtil?tnd>rid>ttn.
♦♦ Gießen, 26. Juli. Der Ka t hol. Studentenverein „Nassovia" K.V.) feierte vom 20. bis 23. Juli sein 25jähriges Stiftung s s e st. Deveits zum Begrüßimgsabend hatte fick, eine stattliche Anzahl Atter Herren und Ber- bau: sbrüder eingvfimoen. Bei dem Festessen in den Räumen des Hotel Sdr/itz überbrachte Rektor Pros. Tr. Kalbfleisch die Glückwünsche der Alma Ludawieiana. Im Mittelpunkte der Fcsllichkeiten stand der Festkommers im Gesellfchaftshaus. Ter Feiirecner Vvlkskammerabgvordnetcr Rechtsanwalt Schröder- Friedberg gab einen lieber» blick über die Entwicklung des Vereins und betonte, daß nur auf dem Boden der drei Prinzipien Religion, Wissenschaft, Freundschaft der Verein seinen Idealen weiterlnu wie bisher nachstreben müsse. Am 22. Juli fand der feierliche Festgottes- dien st statt: Prof. Hat temer-Worms hielt die Prinzipienrede, die begeisterten Anklang bei den Alten Herren und Vereinsbrüdern fand. Jni Anschlüsse daran erfolgte die feierlich? Auffahrt der iVertreter der VerbandSvereine. Am NackMittag war in den festlich geschnrückleii Räumen des Ge- sellschastsimuses Festball. Zum vorläufigen Ab- schlui; gelangte das Stiftuiüisfest am 23. Juli mit einem Äusslug nach dem Gleiberg.
Sport.
** Fußball. Verg-angenen Sonntag tnf;n sich auf dem Spielplätze an der Hardt die Liga- mairnschaften des Vereins für Rasenspiele 1900 Gießen und des Fußb.-Sportv. Frankfurt a M., des zur Zeit ziveitbesten Frankfurter Vereins. Tie hiesige Mannschist spielte ‘mit Ersatz für den Mittel- Uürmer, trotzdem lieferte sie dem Gegner ein troll» flammen gleichiwertiges Spiel. Frankfurt war jedoch in solcher guten Zusammenarbeit etwas im Vorteil. Rach schiefem Kampfe erzielten die G'iste 2 Tor?. — Dem Spiel voraus ging ein Spiel von Gießen 1900 III gegen F. C. Butzback) I, welchs Gießen knapp mit 1: 0 Toren gewann.
** Radsport. Der Gau Aa des Bundes deutscher Radfahrer hielt am Sonntag den 25. Juli auf der Strecke Gießen, Wetzlar, Dillenburg, Laasphe, Marburg, Gießen sein Gaumeisterschaftsrennen übr 150 Kilometer ab. Das Rennen, an dem sich 27 Fahrer beteiligten, hatte folgendes Ergebnis: Junioren.' L. E. Noll-Kirckchim, 5 Std. 10 Min.: 2. Fc Keßler-Gießen (1885), dicht auf; 3. O. Rödiger- Gießen (Germania), 5 Std. 14 Min.< 4. Hch Rinsland-Gießen (Germania), 5 Std. 25 Min.; 5. W. Muhl-Gießen (Germania), 5 Std. 28 Min. Senioren: 1. Fr. Möller-Wetzlar, 5 Stunden 49.45 Min.: 2. E. Unverzagt-Gießen (1885), 6 Std. 47 Min.
** Londorf, 26. Juli. Der hiesige Radfahrer-Verein 1902 errang gestern mit 35 Fahrern beim Korsofahren, welches vom „Radfahrer'Verein Sport" Ockershausen bei Marburg abgehalten wurde, in Klasse „A" den Ehrenpreis.
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Albrecht Hofmann von Stein he im wurde sum Miommanixuiten und Ferdinand Diehl von Steinheim zum Stellvertreter des Stomman- danten der Pflichtfeuerwehr Steinheim verpflichtet.
Friedrich Ludwig K lein aus K l e i n - Li n - den wurde zum Htlfsfeldschützen der Gemeinde Klein-Linden verpflichtet.
Vermischte».
yeiikrsbrünftc.
Breslau, 26. Juli. <WTB.) Tie „Breslauer Zeitung" meldet ,rus Rodzin: Ein Großfeuer in oer Paulshütte in Eichenau (Bergwerksgcsellfchaft Cteorg von Gleiches Erben) zerstörte geltem abend die Chanwttefabril und di, ganze Trockenanlage der Ehamiottefabrik. Ter Scha den beträgt ettoa eine Million Mark.
B r a u n s ch w e i g, 2!6. Juli. (WTBIn der Aktiengesellschaft für Jute- und Flacklsitrdustric in Brauitschiweig entstand heute ein umfangreiche Großfeuer, das den größten Teil ber Betriebs- anlagen einäfcherte. Erst nach drei Stunden tvareii die Flammen niedergekämpft. Der entstanDene Schaden läßt jid) zahlenmäßig nack) nicht an geben, dock) muß die Fabrik für einige Zeit stillgelegt werden.
*
* Berlin, 27. Juli. (WTB.) Nach einer Meldung des „Lok.-Attz." aus Hamburg ist dort ein angeblicher Peter Schneider verhaftet worden, der Beamter einer sranzösischm Bank in Mainz sein will und im Verdacht steht, einer der Täter zu sein, der im Eisenbahnverkehrsamt zu Tüiseldarf den Direktor überfall en und 670000 Mark geraubtzu haben.
* Das Ende des Pariser Nachtlebens. Das Pariser Nackstleben ist anscheinend endgültig tot. Es hat ihm nichts geholfen, daß seit einem Monat di? Kaffeehäuser und die .Restaurants wieder bis 1 Uhr nachts geöffnet bleiben dürfen. „Endlich wird Paris wieder sein fröhliches Antlitz in ber Nacht zeigen," sagten die Einen, als der Polizeipräfekt diese Erlaubnis gab, während andere einwarfen: „Was wollen wohl die Fremden denken? Es ist noch nicht die Zeit zu Vergnügungen unb an Kohlen fehlt es auch" Aber beiden wird es überraschend kommen, daß sogar am Sonnabend und selbst am Sonntag auf den großen Boulevards schon um Mitternacht das Leben erlischt, daß die Kellner an- fangen, die Stühle und Tisch' zusammenzurücken, die Lampen auszulöschen, und eine Viertelstunde später die letzten Gäste gebeten »verden, das Lokal zu verlassen. Dec Grund ist nicht nur der, bat dec Wirt und die Kellner schlafen gehen wollm, — es sind so wenige Gäste iwch zur Stelle, daß. es sich nicht rnehr lohnt, den Betrieb fovtzu- fefoen. Um Mitternacht trifft man auf den großen Boulevards nur noch ein paar hundert Personen. Paris hat sich augenschinlich batxm gewöhnt, früh zu Bett zu gehen. . . .
Gingesan-t.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Gießen, 23. Jicki.
Ordensband des Eisernen Kreuzes als Schuhbändel.
Die Rohbeit, Gemeinheit und Pietätlosigkeit hat tatsächlicy in gewissen Kreisen nun ihren Höhepunkt bald erreicht. Werden doch gar unfern mit zerschossenen Gliedmaßen herumlaufenden braven Kriegsteilnehmer nod) verspottet und gekränkt. Daß solche Leute, mögen sie sonst einer Parteirichtting angebären, ivelche sie willen, an ihrem so schwer ermorbenen Ordensband hängen, beweist folgendes Vorkommnis: Auf einer hiesigen Krankenkasse wird ein Fräulein beschäftigt, welches zum Erstaunen sämtlicher Angestellter gestern morgen mit echtem Ordensband des eisernen Kreuzes in den Halb schuhen auf dem Bureau erschien. Die meisten Angestellten machten sie auf diese Ungehörigkeit aufmerksam und hielten ihr vor, daß sie sich ftrafbar mache. Mit lächelndem Munde erklärtere: Die Bänder hätte sie als Schuhbänder bei Salomon gekauft und könne übrigens tragen, was sie wolle. Man ßami sich denken, daß die Erregung unter uns Angestellten sehr stark war. Müssen wir uns dies so ruhig gefallen lassen, gibt es gegen solche Verrohung keine Mittel?
Ein Mitangestellter der Kasse.
OanM.
Berlin, 26. Juli. Börsen stim mungs- bilb. Das Einverständnis der russischen Rätercgie- mng zur Ausnahme der Woffenstillstandsivevhand- l im gen. mit Polen 'hat auf die ^u Ende der kVorwache ziemlich nervös gewordene Stimmung der Börse und des Kapidalistenpublitums berufogenb gewirkt. Die ausländisckien Devisenpreise gaben kräftig nadk fo daß als Wechselwirkung hiervon zu Beginn dos Börsenverkehrs für Balutapapiere RealiHtions- neigung eintrat. Starkes Kaufinteresse wandte sich dem Montanmarkte zu, wo besonders oberschlelilck« Werte unter Führung van Bismarckhütte, sowie Harvener, Nttmnesnrann. Phönix und Thale, ferner Kaliaktien sprunghaft teilweise Kursitergerungen brs zu 20 Prozent erzielten. Die anberen Märkte waren zwar ruhiger, doch für Chemische unb verschiedene ländere Jndustriepapiere nxiren gleichfalls Kurssteigerungen mäßigeren Umfanges feit Heilbar. Als Erdöl später den Kurs 2000 streiften, befestigte dies die andev.n Petvoleumiverte. Im weiteren 93er(aui blieb der Montanmarkt bei weiteren Kursgewinnen im Mittelpunkt des spekulativen Interesses. Das
Dublikum war aber mir im geringen Maße am Markte. Der Remenniarkt lag still taxb wenig ver- änvert, Merikrtter als Lalurapaviere nidnuxr.
Franksurt a. M., 26. Juli Börsen- st i m m u n g s b i l d. Tie VlbeniHrorie jetgie ein ruhiges Aussehen Tie Kursbeeivgungen blü-lxm aus ollen Marktgebieten bescheiden Im freien Verkehr stellten sich Deutsche 'lictroleum auf 845, Deutsch: Erdöl 1875 bis 1900, Marisfelder 5Vuye 4025 Geld. Von Kolonial werten waren befestigt: Otavi-M inen-Anteile 765, 760. Ter Räonlanmarkt ließ mäßige Abschwäckmng erkennen. In Ober- L'cbarf bestand Kauflust, tvelche mit 233 3 Proz gewannen. Biochumer 351,50 plus V/t Prozent. Aschersleben verloren 8 Prozent (401). Von chemischen konnten sich Bad. Anilin um 3*/2 auf 463,50 erhöhen. Adlerwerke Kieper und Taimler schwichken sich ab. Kassaindustrieattien, welche eine feste Haltung aufweisen, stiegen Metall-Lüden scheiüt auf 419 plus 9 Prozent. Schuhf. Ang. Weisels zogen mit 249 unb Metall-Bingwerte mit 225 je 21/» Pr^ent an. Zellstoff Aschaffenburg sind 1 Prozent gebessert 381. Elekttizil'itswerte (bunten sich behrmpten. Siemens u. Halske 3*/g P ent anziehend 259. Zementtr'erk Lotlninger gewannen 8 Prozent 284. Mexikaner sind etwas höher. 5pr-ozentige Silbermexikaner an der Nach börfe 300. Es notierten u. a. Phönix Bergbau 439, Harpcner 375 bis 372 minus 4 Prueitt, Mans- selder Kuxe fest 4050, Benz-Aktien 188, bto. .junge 177, Heldburg 281. Hamburg Paketsahrt 176 (— 1 Prozent), Baltimore Ohio lebhaft, fliegen 10 Prozent 235, Deutsch - Uebersee - Eertif. 800, Schantungbahn 642 bis 644, 5pvozerttige Reick)s- an^eihe 79,50.
Frank für. a. M., 27. Juli.
Devisenmarkt.
Geld Brief
Geld Drlel
Datum-. Amsterdam - Notterd. Drllstel-2lntwerpen . (khristiania Kopenhagen .... Stockholm Helsingfor«. .... Italien Conban. New-Park Paris Schweiz Spanien Wien (altes) .
Deutsch-Oesterr. abg Prag Budapest Bulgarien .... Konstantinopel. . .
24. Juli 26. Juli 1521,- 1524,- 1413,60 1416,40 353,60 354,40 337,15 337,85 709,30 711),70 654,35 655,65 706,80 708 20 643,35 650,65 941,55 943,45 864,10 865,90 159,öO 160,20 151,80 152,20 230,75 231,25 224,25 225,75 166,80 167,20 153,85 154,15 44,45 44,45 39,70 39,80 329,65 330,35 316,65 317,35 761,70 763,30 699,30 700,70 691,80 692,20 639,35 640,65 24,02 24,08 23,72 23,78 24,97 25,03 24,72 24,78 84,40 84,60 84,00 84,20 24,22 24,28 23,72 23,78
Datum: 5° „Deut.Kriegsanl. 4°^Deut.Reichsanl. 3°/oDeut.Reichsanl. 4° n Preuß. Konsols Darmstadter Bank Deutsche Bank . . . Disconto- Gesellsch. Dresdener Bank . Nationalbank f. D. Mitteld.(Kreditbank H.-Amerik.-Paketf. NorddeutscherLloyd Boch.Gußstahlwrk. D -Luxemb.Bergw. Melsenkirch.Dergw. Harpener Bergbau Oberschl. Eisend.-B. Oberschles.Eisenind. Phönix. Brgb.-2lkt. Dad.Anilin-u.Soda Höchster Farbwerke Clektr. A. L. G.. . Schuckert-Werke. . Felten.Guilleaume Daimler Bud.-Eisenw.-Akt. Adlerwerke . . . . 4°/v Hess. Staatsan l. Electron Griesheim
Vörsenkurfs.
Frankfurt Berlin
Abend- Abend- Schluß- Schluß-
Kurs Kurs
■24. 7. 26. 7.
79,50 79,50
142J5
— < 142,- 177,50 176,- 176,75 339,- 351,50 292, - 269,50 309,- -,-
347,- 375,- 217,- 231,50 268,- 440, - 439, - 455,- 463,50 367,- 297,- 297,- 197,- -,-
411,- -,-
213,- 216,- 290, - -,-
224, - 228,50
302,- - -
Kurs Kurs 24. 7. 26. 7.
79.50 79,50
69,25 69,40 60,75 60,60
67,90 68,10 144,- 144, — 264,- 264,50 200,- 200,- 164,50 162,50
150,25
141,75 141,75 176,87 176, —
172,75 171,75 340,- 353,50 291,- 295,50 307, - 309,75 366,- 375,25 222,25 230, - 260, - 267,50 437, - 438, - 460, - 469, 365,- 363,- 295, - 294,75 190,50 188,50 401,50 413,- 215,- 219,- 284, - 294,50 230,- 231,75
82,75 82 75 291,50 292,50
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Zürich
Amsterdam .
Kopenhagen.
Stockholm
Wien ..............
Prag
23.7. 26.7.
13,50 13,90
6,35 6,95
14,65 15,10
10,80 11,25
den Organisationen der (Hfenbabner und bet Schiffsleute sofort Vorkehrungen zu treffen, baß bteientgen Landes teste, in denen sich Abfpisttc- nmgjibefttebungen vom Reiche durchsetzen, nickst mit Kohle beliefert werben.
Ein Transportzug für die Polen in Marburg angebaltcn?
Marburg, 26. Juli. Hier traf gestern nachmittag, wie die „Hessi'ch? Landoszeitung" meldet, aus Gießen kommend, ein volnischer Transport zu g ein. Jrn Zug befanden sich fremde Offiziere mit Frauen und Kindern loivtc einige Waggon mit (Gewehren unb Munition. In Gießen hat sich das Bahnperfonal geweigert, den Zug weiter zu befördern. Aus dem Marburger Bahnhof fand sich auf die Kunde von dem Eintreffen des Zuges eine große Mensckienmenge ein, die gegelt den Weitertransport protestierte. Einige Wagen wurden aufgerissen und die darin befindlichen Gewehre herausgeholt und .zerschlagen.. Ter Zug oerbleibt bis zum Eintreffen einer Noch richt der Reichsregierung auf einer Station in der Nähe von Marburg.
Wie wir von hiesiger bahnamtiickicr Stelle erfahren, ist dort von einer Weigerung des Ohe* ßener Eisenbahnpersonals, den :(ug weiterzulv* sordern, nichts bekannt. Wir wüßten auch nicht, wie der Zug ohne Mitwirkmrg des Eisenbahn- Personals nach Marburg gelangt sein sollte
Freilassunft DortenS.
Paris, 26. Juli. (WTB.) Wie der „Ma* tin" meldet, hat die oberste alliierte R h e i n l a n d k o m m is s i o n in Koblenz beschlossen, gegen die Verhaftung Tr. DorlenS nach 8 31 des Friedensvertrages Einspruch zu erbeben. Die oberste alliierte Kommission verlangt feine Freilassung unb Zurückschafftmg nach Dresden.
Berlin, 26. Juli. (WTB.) Wie ber „Lok.- Anz." meldet, ist Dr. Torten, der auf Veranlassung des Reichsgerichts th'rbaftct wurde unb ins unbesetzte Deuffchland gesckrofft morben war, gefterH abend auf Veranlassung ber Reichs regle r un g roicber auf freiem Fuß gesetzt worden.
Lord Robert Cecil stcqen den Versailler Frieden-
Paris, 26. Juli. (WTB) Lord Robert Cecil gewährte einem Vertreter des Pariser „Petit Journal" eine Unterredung, in ber er auf den Völkerbund zu sprechen kam. Er erklärte, daß man in Bezug auf stiußla.^, den Enr.»pa gegenüber seit 18 Monaten begangenen Irrtum einsehen müsse, daß man geglaubt habe, den Frieden einzig unb allem auf Die Anwendung militärischer Kr a flanwe ;> u n g ftüt*n zu können, ohne sich um die wirrsck/tstlichen Be bin gurt gen zu kümmern. Kein Mensch von ■gutem Willen Mite Fvanckr^ich Elsaß Lo.li. iiigen slreittg machen können und niemand : ä tc ui ’ etwas gegen däe Bildung eines freien polnisck»en ?ci r.i-v em#u/ wenden gehabt. Dies seien alles Fragen gcwestm, über die man sich schon längst einig gewesen fei. Me anderen Fragen hätte man später erledigen können. Tie Hauplfache fei die Erledigung bet wirtschaftlichen Fragen. Tie Besetzung b e s linken Rheinufers fei ein „verstorbenes Glück". Man könne eine fremde Bevölkerung nicht aus die Tauer besetzen, Phne sich selbst zu fchtnulchcn, anstatt Kräfte aus der Besetzung zu riehen. Amerika werde niemals in eine sranz-ösisch-englisch-amerikanische Allianz ein willigen unb auch England wolle keine Allianz mit Frankreich, sondern nur ein festes Einverständnis mit ber ftanzösischen Republik. Im Völkerbund müßten Deutschland und Amerika offiziell vertreten sein. Man könne Europa ohne Deutschland nicht wieder aufbauen. Amerika werde sich jedenfalls erst später dem Völkerbund anschließen, wenn dieser ein festes Gebäude geworden sei. Vorläufig aber müsse man ohne Amerika auszukommen versuchen.
Die rnfsifch-tnqlifchen Bcrhondlunstcn.
Paris, 26. Juli. lWTB.), Nach einer Meldung der „Dailtz Mail" hat die Sowjet- re g ie r un g ber englischen Regierung mitgeteitt, daß sie bereit ist, über den Frieden mit Polen in London zu verhandeln, macht aber zur Bedingung, daß sich General Wrangel vor^ her der Sowjetregierung ergibt. Persönliche Sicherheit wird dem General zugesichert. In ber Note erklärt bie Sowjctregierung, daß sie er staunt gewesen sei, daß die englische Negierung die Diskussion über die Wiederaufnahme der Ha n- delsbeziehungen unterbrochen habe.
Die Griechen in Adrionopel.
(In einem Teil der Auflage wied.'rholt.)
Nene Beschlüsse der Bcrstorbeiter.
Berlin, 26. Juli. WTB.) Wie der „Deutschen Allgemeinen Zeitung" aus Bochum gemeldet wird, sprach gestern Huß in einer Konforenz des alten Bergarbeiterve rbandes über das Kohlenabkommen von Spaa und sagte, daß das Ueberschichtenabkommen nicht gekündigt werden wird. Besonderen Tank zollte der Redner Holland, das uns durch einen Kredit von 200 Millionen Gulden Vertrauen bewiesen habe. Tie Bergarbeiter werden alles daransetzen, um auck Hollands Kohlemwt und ebenso die der Schweiz und ber skandinavischen Länder zu mildern. Esl wurde eine Entschließung angenommen, in ber es heißt, daß die Bergarbeiter gegen bie an gedrohte Gewaltpolitik ber Entente, in der sie die Absicht einer Versklavung der Bergarbeiter erblicken, sich entschieden zur Wehr setzen werden. Es sei frcinnllig die Kohlenförderung so zu steigern, daß die von der Entente verlangte Kohlenmenge, der Kohlenbedarf Deutschlands und die für Holland und die Scfoveiz besttmmten .Kvhlen- mengen geliefert toerben können. Hierzu sei aber »ine bessere Ernährung der Bergleute erforderlich. In einer zweiten Entschließung werden bie Bergarbeiterverbände auf gefordert, im Verein mu
Paris, 26. Juli. (WTB. Wie die „Times" meldet, sind die griechischen Truppen am 25. Juli in Adriano pel eingerückt. Die Stad> hat nicht gelitten.
Förderung der Theatcrlnllnr.
Heidelberg, 26. Juli. lWTB.'> Gestern sand hier eine Tagung des Verbandes zur Förderung der T he ater k u 11 u r statt, zu ber auch Vertreter ber hessischen und badische n Regierung erschienen waren Tie Tagesordnung bildete die Frage der Versorgung des bisher vernachlässigten flachen Landes mit Bühnenkunst, durch die Schaffung von Wan- dertheoterorganisationen. Es wurde von verschiedenen Rednern über die Tätigkeit und die Notwendigkeit ber Wanderbühnen im Nahmen ber allgemeinen Volksbildung gesprochen und über die Tätigkeit des Verbanden in Sachen der Wanderbühnen, insbesondere durch den Rhein- Main-Verband, wobei auch der Wirksamkeit der Atriegeroanberbüfoien dankbar gedacht worden ist. TcÄießlich wurde eine Resolution eingebracht, in der Staat und Gemeinde zur Förderung des Wander bühnen tums aufgefordert werden, Befreiung von der Lustbarkeitssteuer und Gewäfoung von Verkehrsetteichterungeir verlangt werden. J-er^ ner wurde ein: Arbeitsgemeinschaft der Wander bühnen gegründete
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