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stellen; es wäre nicht gut für unser weiteres Zusamm-mleben und zwecklos »fenbrenr. Meine (Sntftiüik sind längst gefaßt. Bimren kurzem, t>id-* lcickst iwdj im Verlauf dieses Monats, rvenn mein alter Freund Bennrnntz von euter gro&en 9hi5» landsrei.se zurückkommi, rntrrten die erso.terlickvn nutari t.en Ileberfr.igurgrn ihx'fhtten. Nach mei­nem Jote rtnrb iäx'5 von euch zufrieden sein müssen mit dem, was ich ihm $ugtbad^ habe. Daß es für ein Leben in Müßiggang uni) Ueferfluh nidxt reicht, ist der letzte Beiveis öäterlidjer Liefe, den ich euch gebe."

So trefflich Foau Signe sich zu feferrschvi wußte: es nxir vielleicht doch gut, datz ihr Gespräch gerade in dresem Augenblick unterbrochen NTurte. Es Ivar Eri.a. die sich zu ihnen gesellte, mhi^n, heiteren Antlitzes nne immer und mit einem ge­winnenden Lächeln auf den Lippen, als sie die junge Frau begrüßte.

AchLm weid noch gar nicht, daß Sic schon von Fhwm Spaziergang zurückgelehrt sind. Er suchte Sic eben vergebens in Ihrem Zimmer unb im Garten."

Tann ist es wohl meine Pflicht, seine Sehn­sucht zu stillen. Ich weih dich ja jetzt m den besten Hänchen, lieber Papa .'"

Sie hauchte einen Kuß auf feine Stirn, nickte Erika liebenswürdig zu und ging. Es musste doch wohl zu viel gewesen sein, was ihr in den letzten Miirut.m zugemutet worLen war, denn als sie in ihrem Zimmer angelangt war, preßte sic wreder nne vorhin auf der Tiefenbrurrner Hauptstraße die Hand aus "das Herz und atmete schwer.

,^iaß mich!" wand! sie sich ihrem wenige Tlv-

nuten später ein tretenden Gatten zu.Ich fühle mich nicht wohl. Und in solchen Augenblicken but ich lieber allein."

*

Zwei Standen später gab es eine grobe Auj- regung au, Lindenhähe. Tütschüe, der seinen Herrn zur gewohnten Zeit ins Bett gebracht fatte-, kam bestürzt aus dein Schlafzimmer, um Erika »n melden, das, Herr Falller an?t>rr ei. en fehl® Anfälle habe, und diesmal schlimmer als je zuvor. Wenn diese taft umrträgitdxn Sestnerzen ein» fetten, brach selbst die hernffe Wider''<n dZkraft des willensnarlsi Manrv^ voll bändig zusammen. Tann wälzte er sich stöhnend auf seinem Lager, antrcorte-tf aus kci: e teilnehmende Frage mehr und schri.? zuweilen in mar Dur''Hängenden Lau­ten wie ein gepeinigtes Tier. Das Be.-rchigungS- mittel, das nach Doktor D.irenthins Verordnung für solche FL.' immer berntgehalten wurde, das aber neuert*^ nur nxh geringe Wirkung g zeigt hatte, vertagte teille gänzich, und Erika erfdyraf im innersten Herzen über das pbotzlich verän­derte Aussehen des Kranken

Achim eilte aus ihren Bericht hin sofort an den Fernfpreckxr, um bet Sanitätsrat an zurufen. Darenthin munte mit dem Ausdruck tiefsten Be­dauerns erklären, dab er, selbst schirr leidend, auhersvarrdc fei, aud» nur einen eutztgen Lchritt zu tun. 9rt>r er vcrspvch, sich un,.erweckt mit feinem Kollegen Doktor Germering za verständigen, der ohne Zweifel sehr bald im Landhause erscheinen würde.

(Fortsetzung folgt.)

Zweiter Blatt

Ur. 252

!>Ie Neu iliederung de; Deutschen Reiche;.

dnn t?r,r fi«» vr. Beyerle, Dr. v. Delbrück, Heile, Hoff-

ijcrlc, Dr. v. Delbrück, Heile, Hofs- (Kaiserslautern), Dr. Kaas (Trier),

Rirdjftr.. Ciiri't

amt

. Dom Reichsminister des

ind

ute abend 8

^Echdruck verboten.)

Fortsetzung 19.

t

\ WM

tttbrubtn(e. ld Giften.

11398

M-r teil, menü iinkrtt elur bie treut »fiter unb öie rrn Planer» Dank

Hansult » | bansalt iohrbach.

1 Wu» IW bb .^rtidm >®HIet^ id)n Rten,

ittv-^5'^ "'ffw

M. h.

Sn*

die Falkner aufLinüenhöhe

Roman von Reinhold Ortmann.

'st W A leben. (r7) len tzichsärtn r. oben) u ieun6rmii8rrti

leteiliih

cbebour und Leutheußer. Der ReichSrat ellt je sieben Hau^tvertreter, erste Stell­treter und zweite Stellvertreter; als uptvertreter gehören der Zentralstelle an: i« preußischen Staatssekretäre Göhre unb Dr. Freuttd, der bayrische Gesandte Dr.

. Preger, der sächsische Gesandte Dr. Koch, Hamburger Bürgermeister Stollen, der unschweigische Gesandte Boden und der fische Gesandte Dr. Freiherr v. Biege-

im hereinJloW l6l tiroßhen* lege öeintej Frankfurt a. I cht über dir u* irifoerhandlM , ' terjor»* .I.R.»

(JL & C.) V

öckeyM

- -Lch zweifle nicht daran, Signe. Bor demem hab: ich nachgerade schon ebenstrviel Retteft Kimmen wie vorteiner Zunge. Was habt ihr eigentlich getan?" forschte Falkner.

Dir reisten von einer Stadt zur anderen. Ich M schwedisclren und sranzösi'chen Sprackamtrrricht, Achim führte Porträdauftcägc aus, die ich ihm «vaäL.. Mx verschafften uns überall Zutritt in ft gute Gesellschaft: ich unterhielt tec Leute, ich meine kl inen Lieder »orsang ui4> von ft großen Genie meines Mamies vorsckzwärmte. * must mir auf sehr überzeugende Weise ge- dpi fern, denn wir kehrten feiten aus einer Mchaft heim, ohne daß sich jemand zur Por- *wmg a g meldet bäte." ...

» '.Mit and ren Worten mein Sohn ließ sich ^dir ersten?"

Dir arbeiteten Hand in Hand, wie es unter sein soll. War es beim nicht gut so?" Tas ist Sache der Auffassung. Für Achim -2^ «in Glück sein, eine h> geichäftstüchtge iS 9« babm. Denn weil er es aus diese Weue P^r-Xdl zur Berühmtheit bringen wird, dürfte er w.iterhin aui die Zauberkraft deiner Hemen angewiesen sein."

.^rier in Tiefenbrunn, Papa? Er trägt sich DkjJyJ^ ich weiß, mit dem Gedanken, hier zu

1» ich nichts. Und ich zweifle, daß

' llK solche Absicht ausführen lassen würde.

DerZ e n t r a l st e l l e für die Neu­gliederung des Reiches" gehören als Ver­treter des Reichstages an: die Abgeordneten

rühere Reichskanzler Bauer, Großkausmann Biermcmn (Bremen), der frühere Reichs- irnifter Dr. David, der preußische Staats- Minister für die Verwaltungsreform Dr. vrews, der Professor der Geographie an der Diversität München Dr. v. Dri:galsli, Unter- iieatssekretär a. D. Dr. Göppert, Staats- Wnister a. D. Dr. v. Knilling (München), ^ws. Dr. Lindemann (Köln), Universitäts- :rofessor Geh. Regierungsrat Dr. Meinecke Berlins, Reichsminister a. D. Dr. Preuß, -Mtr frühere Reichsschatzsekrctär Graf v.- -"«ni, der Präsident des Deutschen Landwirt- 'chaftsrates Frhr v. Schorlemer-Lrieser, der Twfessor der Nationalökonomie an der Uni* «rsität Berlin Dr. Schumacher, der Ober­riäsident der Provinz Hessen-Grassau Dr. Schwan der, Professor Max Mi Warburg iambura) und das Mitglied des Direk- »iums der Friedrich Kruvp A.°<N. in Essen 2H. Negierungsrat Dr. Wiedfeldt. Borsitzen- ^«r der Zentralstelle ist Graf Rödern.

Die Einschränkung von vetrlrbzsiillegunM.

Berlin, 13. Okt. (WTB.) Der wirt- «chaftspolitische und sozialp o li- tische Ausschuß des vorläufigen Neichswirtschaftörates nahm den Entwurf einer Verordnung detr. Maßnahmen regen über Bctriebsabbrüchen und getriebsstillegungen an. Die Der- »rdnnnq bestimmt im wesentlichen für ge­werbliche und Verkehrsbetriebe, ausschließ- ich des Reich', unb der Länder, mit miru- ^estens 20 Arbeitern die Anzeigepflicht, wenn urch die beabsichtigte Stillegung oder den lbbruch die gewerbliche Leistungsfähigkeit >es Unternehmens verringert wird, oder xnu die Detriebsanlagen ganz oder teil­weise nicht bemcht werden sollen, sofern da­durch bei weitiger als 200 Arbeitern 10 Ar- leiter und bei mindestens 20 Arbeitern s Prozent, jedenfalls aber mehr als 50 Ar­beiter zur Entlassung kommen Ohne Geneh­migung der zuständigen Demobilmachnngs- Hehördc darf eine Betriebsändemmg nicht wrgenommen werden. DieDcmobilmachungs- -ehorde ist eventl. zur Beschlagnahme unb Snteigmiua gegen eine angemessene Entschä- Ägung befugt Zuwider Hemd lun gen werden rnt einer Geldstrafe bis zu 100000 Mk. und nit Gesängni zu einem Jahr oder einer tiefer Strafen raft Dazu wurden fol- ynbe Zusatzanlröge angenommen: Dem § 5, wonach die Verordnung keine Anwendung finbet, wenn die Maßnahmen auf Anordnung oter mit Genehtnigung der zuftanbigen Be- tzörde erfolgen, soll zugefugt werden:oder Intn nachweislich Manger an Kohle, Be- iriebsstofsen und Rohstoffen, trotz reckjtzeitiaer Jorsorge oes Betriebs vorlieat". Ferner soll iugefüflt werden:Wirtschaftliche Maß-nah- nten in den Kämpfen zwischen Arbeitgebern jrb Arbeitnehmern gelten nicht als Maß- -chme im Sinne dieser Verordnung."

-gende Persönlichkeiten in die Zentrafftelle Rufen worden: Oberbürgermeister Dr. «enauer (Köln), der Professor des StaatS- rchts an der Universität Heidelbera Dr. An- Mtz, Oberpräsident a. D. v. Batocki, der

'n, istoshrimn ort tu Äb.-iift. ilt lohn' no «Idorier eh.! tnb entloui irartid Ststnil iierbneb. #'« i. erbäii Selo Hiifniif w fit dwlff *chm

Mbfltn.

J'.uhP^.

Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen)

a. M , 26. Okt.

13^8,60 1371,40 1368,601361.40

. 1107,55 110?,65

101^51102,65

988,

990,

Börsenkurse.

64,

164,

212,- 212,

187,50

187,50

954,

964,

332,-

256,-

173,

163,

23.53

83,10

17,14

405,- 479,- 300,50 300, 666,-

491,- 404, 338,- 520,75

135,20 262,30

241,75

69,69 451,-

477,-

9 6,-

956,-

401,- «396,- 455,- 292,- 295,50 628,-

165,50

331,75

160,30

235,30

243, -

70,47 455,

Kurs

25.10.

79,50

97,90

64,75

62,20

165,75 326,- 232,-

164,80 26)1,70

241,25

69,55 450,-

. . . 16 ,30 - - . 264,70 . . - 242,50 . . . 70,33 - - 454,

7.35

591,50

2,41

174,25 16',- 191,75 187,62 600,- 418,- 408,- 483,

299,50 308,- 659,-

505, 405,- 334,65 258,-

Zürich . . . Amsterdam. Kopcnyagen Prag - - - - btod<bolm . Wien. . . . Uondon. . .

Geld Vries

25. Okt.

Mattnotierungen.

Datum:

23.47

63,90

17,10

250, 564,- 280,-

74,50

348,-

980,-

22,22

23,27 83,«5

16,23

Datum: 5e/0 Deut Kriegsanl 4e/e Deut. Reichsanl. 3®/, Deut. Reichsanl. 4°/0 Preust Konsuls Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . . Disconto Gesellschaft Dresdener Bank . . Nationalbank f. D. . Mitteld. Treditbank. H.'Ämerrk. Pakets. . Norddeutscher Loyd . Boch Gußstahlwerk . D.» Luxemb. Bergw. Gelsenkirch. Bergw. . Zarpener Bergoau . Oberschl. Lisenb.-v. . Oberschles. Llsenind. . Phönix-Bergb Akt. . Bad. Anilin- u. Soda Höchster Farbwerke, ttlehtr. 5L (E. ®. . . . Schuckert- Werke . . Fellen- Guilieaume . Daimler.......

Bud.- Eisenw.« 2lkt. . Adlerwerke......

4 '/.Hess Staatsanl. . Electron Griesheim .

23.10. 2M0.

79,50 79,50

982,-

22,22

23,33

83, 5

16,27

23. M. 79,50 67,80 65,40 62,60

165,- 325,50 232, -

genommen, weil von allen Arti-eln bereits neues Material ang» boten wird. Die Umsatztütigkeit ist jedoch noch britbeiben. Tie Nachfvare nach MaiS hält an, doch ist die Ware knapp. Zti Hül enfrstchten ist es ruhiger genanten. Für geringere Futter- erbfeu, Peluschken unb Ackerbohneit bestehi Kauf­lust. Infolge ter Änapvleit deS HaferZ ist 5">aier- r.cie unb Haserfchale je nach Befchaffenheii an­ziehend. Lupü«n, gelte Sorten, bleiten gefragt, ater die hol«i Forterunaen erschweren das Ge­schäft. Wicken waren bebauteet. Seratella findet in guten Sorten Aufnahme. Gesucht bleiten Oel- "aatrn, die freitetbtHiimgen durchsetzten. Für RavS terrscht stark s 3nteiei e Leinsaat und roter ftlce- samen in fdidncr Oualität finten Käufer fieu und Stroh ruhig, die Stimmung hierfür ist jedoch im allgemeinen fest.

Frankfart Devisenmarkt.

Gelb Bries

Datum: 23. Okt.

Frankfurt Berlin

Sastnß^ Sltente Schluß- Schluß- Kurs Kurs Kurs

960,- 964,- 975,- 977,

Amsterdam. Auuerö. 2172,80 2162,20 2137,85 2142,15

Brüssel-Antwerpen . 478,50 480,50 476

Christian!«

23.10. 26.10.

-,- 9,-

4,70

10,60

250,- 248, 560,- 540, 305,-

Kopenhagen . Stockholm . . Helsingjors. . Äalien .... London. . . New-'York. . Paris.....

Schweiz. . . . Spanien . . . Wien (altes). Deutsch-Oeslerr Prag.....

Budapest. . . Bulgarien . . Konstantinopel

174,50 168,- 191,-

189,84 574,- 408,- 468,- 460,25

295,- 297,- 626,- 508,- 400,-

342,50 259,75

254,25 541,-

309,50

74,50 349,-

AuS dem Amtsverkündigungsblatt.

** Das AmtsverkündigungSblatt 92t. 154 vorn 25. ÜDttober enthalt: Die Ertebing der Gem.ind^umlazen für 1929. Betrifft bat Philipp Stork zu Darmstadt. Bt-hjeuchem. Straßensperre. Dieusmachrichten des Lkreis- amtcs.

Verschwinden eines Kindes. Der 12 Jahre alte Philipp Stork, Sohn des Postschaffners Wühelm Stork, Darmstadt, Land- wehrstraße 31, ter bei dem Landwirt Johannes 'Schottes in Sichmhau'en in Pilege war, ist seit dem 11. d. M. von SichmHausen verschcounden. Ebenso ist sein Aufenthalt seinen E tern in Darm­stadt unbekannt. Es ist nickst ausgeschlossen, daß ter Junge sich ein L.id ang:tan hat, weil er sich in letzter Zeit fei feinet Pffezeettern unliebsam gemacht bat und tesl-alb vertoarnt worden ist. Personaltes chreilmng: Bond.'s Haar, blaue Äugen, dun klarierter Anzug mit Knicljose (Reichsware^, eb.mso solche Mühe mit Scktirm, roeiefrr weißer Kragen, blaue Kravatte. Stork hat ungefähr 3050 Mark bares Geld bei sich.

Maul- und Klauenseuche ist in Burkhardsfelden unb Lollar amtsich fest- flestellt worden. Gs wird ein Sperrbezirk gebildet, feftrbmb aus bm Gemeinden BurklmrdZfelten unb Lollar. Die Beobachtungsgebiete bieibat unver­ändert.

S chweinerotl auf ist in Gießen fit dem Gehöfte Lonystraße 2 fcstgestellt Worten. Die Spcrrmaßreg^ln sind angeordnet.

Straßensperre. W'gen Verlemm von Gas- und Wasserzuleitungen wird die Klinik­straße zwischen Frankfurter Straße undCredner- straße auf einige Zag: für den Fuhrwerks- und Radfahrverkehr gesperrt.

Dien st nach richten des Kreisamts. Aus An la;; ter im Dillkreis in auS-^etehntem Maße Herr scheuten Maul- unb Klauenseuche wer­ten die am 'Dtontag den 25. Oktober in Straft- cbersbach und am Mmitag den 1. November d. I. in Dillenburg fbattfintenben Bich- märkte verboten.

ßanbcl.

Berlin, 25. Okl. Börsen ft immungs- bil d. An der Börse trat in Montanwerten Neigung zu Gewinnsicherungen hervor, wozu an­geblich die zneifelkmfle Haltung ter Bergarbeiter zu dem englisckxm St.eik unb loibeftimmte Gerüchte von Wirtschasls- unb politischen Regiermmsmaß-- nahmeu, fesonters h.n'ichllich ter Sszialifiernnas- f>a^e Anlaß gabn. Bismarcklütte stellten sich 62, Bochumer 25 unb Harp-ner 17 Prozent niedriger. Andererseits war aber auch bie Kauflust wieder ziemlich beträchtlich. So gen>arrnrn Thale, ansckjei- ntcnb auf die Fortsetzung ter Interessenskämpfe, 130 Prozent, wovon aber 25 Prozent w eder ver­loren gingen. Die Färb- und ÄcktrizitätSwerte wurden wiederum zu höheren Kursen aus dem Ma'.ckt genommen, konnten ater die Gewinne meist nicht voll auf'echter halten. Kvlonialpapiere stellten sich höher trotz ter Abchvächmig der ausländischen Devisen, während st-stverziasliche Auslantewerte meist nachsrben. Das Geschäft in Industries Pieren war lebtest. Die Börse schloß wesentlich ab­geschwächt. jedoch stell.en ffch Indust^iepapiere, die mir zu Einheitskursen gehandelt werden, bei über- nneg.niter Kauflust vi.liach höher.

Frankfurt a. M., 25. Ott. Böesen- stimmung-bild. Du Sozial i sierun gjfruflT bildete an dec Atendbörse mehr ober wenigrer einen Gesprächs toff. Da auch Be lin auf dem Montan- atiennmrtt Vor>vi«p'nd schwächer schloß, so traten in verschiedenen Papieren Rückgänge ein, die zwi­schen 5 und 20 Prozent fckjwankten, bei Phöuic Borgten fr<>rr 25 Ppezent betrug 627. Gellen- ri raten verloren 13 Pv>Aent auf 396. Gewinn- ickerungen drückten aud> mit Deutsck>-Luremburg 404 ( 6 Pv-eitt), ferner galten Ha' pener er­heblich nach 455, ftali We'lrrwln 1025 ( 10 Prozen.'). Laumhü tc verhältnismäßig gut g* halten 438. Buderus verloren 15 Pio-ent auf 540. Im freien Beröehr nxrrcn bic feutc bevorzugten Neckar­sulmer stätter <rbrfuft 347, 337. Julins Sickrel schwächer 1390 RaftEer Waggon M6, Lochwerke 175, Auslandspoviere ruhig. Deuffch-Nefe-rsee Gart, uni erlagen einem fKl-rfnen Kursdruck 1106 ( 24 Ptozen') 5p:v-. Gvlbmeriklmer notierten 690, 5)pm SilbermeriCaner 500, 41Z? pw^. Irrig Arrleihe 405, 5prvz. Bulgaren 220. Bon Jw- bustricpapieren kamen El f riKtätswe te In Frage, wclck'e ebenfa(Id schwach Ionen. Beogm-ann 2 2, A. E. G. 332, Lahmeyer 225, Chemisck/e Werte iraren wenig teachel. Bingcverke 324,50. Fein Mechanik ftetter 492,50 plus 12Vt, Zellstoff Aschaffmbum 541. An der Nachbörse trat mäßig Erfelung ein. Bicherns sind mit 450 wieder 10 Prozent gebessert. Banken verhältrrismäßig gut gehalten.

Frankfurt a M., 25. Oft. ®etreibe- markt. TaS Geschäftsinteresse hat etwas zu-

(In einem Teil der Auflage wiederholt.)

Senser Nonserenz und Völkerbund.

Paris, 25. CEt (WDB.) DasFaurnal" glaubt zu wissen, datz ter eig ische Mrnisterprä'i- Cent Wert daraus legt, daß die Minijtei'präsv.a'd.'N der oerbündeten Mächie wenigstrms den ersirn Sitznngei: des Völkerbundes teiw.chren. Nock ter Angafe desJournals" liege ihm b efer Ge­danke sehr am Herbei, ter darauf Iffnausstrebt, die gesamte Tätigkeü des neuen zivischenstaatlichen PuirteS ter Leitung durch die verbünteten Re- gierungrn unter»'Mrimen. Nach dieser Auffastung würde also ter Völk.-rbund nur eine Enveiterung des hchen Rates darstlcksen.

Zu diesen Ausführungen desJvurrial" unb ter nachfalgeriden anbciei Pariser B.ätter ist zu fernerfen, datz in den letzten Zagen in Pans s- hr vtil davon gesprochen wurde, daß die nisterprasiteiien der verbündeten Regierungen aus

Solange ich lebe metnotwegen. Aber wenn dies Haus erst einmal in an beten Besitz ütergegangen ist, werdet ihr es in Tdefeirbrmrn vielleickti nicht rnehr fefe behaglich fintett."

Hast du denn die Absicht, eS zu verkaufen?"

Nein. Aber es ist bestimmt, nach meinem lote einem gemeinnützigen Zweck zu dienen. Mein Haus wie mein Vermögen, liefe Signe! Es wird gut fein, wenn ihr euch über diese Dinge feine trü­gerischen Hoffnungen macht."

TaS Gesicht Der jungen Fnau verriet nicht, nn? Die übervaschente Warnung auf sie wirkte : es blieb unverändert liebenswürdig uri> freundlich.

Wir machen uns gar keine Hofftnnigrn. Höch­stens Die, dich nrnh zwanzig Jahre lang zu te- telten."

Schön gesagt. Ich» habe nichts Dagegen einzu- toenDcn. Weil man aber in meutern Alter auch mit unteren Möglichkciden rechnen muß, und iwii ich in ntrtnen lctzrwilligen Ver ügungen durch das ge­setzliche Erbrecht meiner M uter zu sehr fei duän ft sein würde, gedenke ich, über den großen Tei meines Besitzes zu verfügen, v> lange ich noch lebe "

Hast du darüber fdpn mit Achim gespro­chen?"

Was saNvc mich dazu Deranlaiien t Ich fa^ es btr, weil wir eben van eurer Zukunft reten. Unb wnl es ganz gut sein wird, wenn ihr es wißt: ich nmnsch: nicht, das Vermögen, das ick erwarben h.bc, in die Hände meiner Ämter gelangen p lassen, denn es ist keines unter ihnen, bet dem ich c5 wähl aufgehoben wüßte. Mchne Grünte dafür brauchen dich nicht iveiter zu teschästt'gen."

Willst du, daß ick Achim das mittcüe?"

/.Halte es, wie du magst. Er wird iich's hof­fentlich nicht einßrllen lassen, mich zur Rckx zu

Dienstag, 2 . Gttoder 1920

--------TUTT-TI»-- ~-------in M'IITHT-----1-------

den 15. November rad> Genf Teuen weichen ftstlen, wo .jkiM*itm die Vollversammlung des Böllcrbimtes ur an meu tritt.

Auch terPelit Parisim" ist ter Ansicht, die dasI.mrnal" ansspriitü imb sckw ibt: Tre kürz­lichen streitsäslc von Wilna, tViume und Sll.rgen- wrth, um nur txyn teil tetcirntcren zu sprechen, Ixv- fen die Sck.wi ri veiten flar erfrunen la sen, hie sich ter ranä h e:i Tnr ''in nn g bei Gntich'ie- fjungen des B< l crbnntes c.itgc-vm e'kn Die Auf­fassung des e g if.i'xn Mi i :e p ä i ai!c i geht ba» ter dahin, das; nneffamc Mitt . gen>.v cu irerbcn müsftn, um bk Durchführung tnc'cr ffntfck^üsse m gnvähr'eiüen. Tee sva-zAgscke.t dicfficnmg ist ein di-sbczügl'.ckier Barsch ag nach i .ue nagen. Sollte eine foldx' Anregung les tec sranzöiiichen fliegicrung eiHtmfen, so w.rd nach ter An-ickU teS .Petit Parisren" srnn iFreid) es ni iM unterlasse, in ftiner 'Jlnr.iuct auf dre u utr.igcnelnue-i (M<r- ersckrinnngen hinzuwffsen. d e i" . pl-stzlickicS Zu- ßimm' nstron ea ter Reg ern g ä i tc al ei tem Sk>lP:rbunb angehörenten Na.i^iien iuu!? tz^enf mit sich bringen muß.

TasIouimal" erFIärt noch, ein svlck«r Plan sei aus-eiwrte.itlich ivfährlich für di? Selbständig­keit ter Nationen und witersptech? tem Geiste des Vertrages durchairs. Fi> Wirk.ichkeit sollte nach beit Gründung allen teö leibun e dieser vollkom­men unabhängig halbefen. Da-> Blatt fd) vibt, e» sei daher gewiß teß der ftanzö i'chc Munsterpräsi- dent f.irren Anlaß sehet kann b?r eine Teilnahme ter UCTbünteen Minister Prä itente :t an her Voll- versammlwtg des:k'rbun e.' '.Citrf tti e,i fönnte.

DerPetit Paris e:i" temerh, hast bic Tagima ter V rtteier der A I inrien Voraussicht'ich in Genf ftottfinbet, ober jetenfalls erst dann, nachdem die Sackvefftänbigenkoiifevenz, deren Mitglieder aus tec Ws tercnttmachung> Eommii icn genommen wer­ben, ihre Arbeiten in Briefe! beendet Hafen wird. Dieser Zusammenkunft sch L-f;t sich diejenige an, an ter nach p?m Wunsckre Englands bic verbündeten Regierungsl-äup er imb die !e t~nben Minister Dcuischtands oter nach tem franzöi ckxm Vorschlag nur die Finanzminisdr der verbündeten stkegiemng und Deutfckßanbs teilre?)men werden.

Diese Frage ist noch n.ich! cnteültig entfrfneben imb wirb es auch nicht werten, b.*t>or nickst bie Gnmbla vi d s Wsetergüllmack/ung. p vblerns zwi- sckien Pa>is imb London L.bIÜ.tig zur Entscheidung gekommen sind.

Die Entwaffnung im besetzten Gebiete.

Koblenz, 25 Okt (WTD.) Nach dem von der Rheinlandkommission zur Entwaffnung im besetzten Gebiete zugelassenen Cfefeb über bic Entwaffnung ter Bevötkernng vom 7. August sind alle Militänoaffen, insbesondere Geschütze, TO inen* Werfer, Maschinengewehre, Militärgen»ehre, Hand­granaten usw. und wesenllichc Teile non solchen so­wie Munition von Militärwaffen bi; zum 1 No­vember einschließlich an die von dem Enlwasf- nungskommiisar bestimmten Ab'.ieierungsstellen ab* auliefem. Bei rechtzeitiger Ablieferung innerhalb der gesetzlichen Frist erfolgt Zahlung her gesetz­lichen Abliejernnasprämien. Tie Nheinlanbkom- mission hat Straffreiheit bei rechtteitiger Adliefv- rung zugesagt. Bei Nichtablieserung tritt Strafe em.

Rämrnmg der Klalsenfstttl^r Zone durch die Jugoslawen.

Bel ar ad, 25. Oft. (WTB ) HatnS. Die jugollawisck)en Truppen haben die Stagenfurtfet Zone geräumt.

D'Annitnzio.

Rom, 25. Okt. (WTB.) In einer Mitteilung prvtestünt d ' Annunzio gegen bie umlaufen* den Gerüchte über einen Stimtöstr'ich; ein solcher l)abe nie in feinen Absichten gelegen.

Die Streikbcwegut g in England.

London, 25. Oft. (WTB.) Reuter. L l o v d George, BonarLaw und ante e M nistcr hat­ten eilte zweistündige Unterredung in der Downing Street mit den Sfertretem tej Bergarbeiter- bnndes, worwff bic letzleren tem Bollzugsaus- sckmft des Bvntes Bericht erstattete. Anschießend wurde bekmmt gegefen, daß die Beiprechungen Lloyd Georges mit teil Vertretern ter Bergleute fortgesetzt vierten sollen

Hrifenarbeiterstreik in Frankreich.

Le Havre, 25. Okt. (WTB.) Der 24stündige Streif in den Häfen Frankreichs gin| heute zu Ende. Tie Schüfe, die infolg2 des Streiks in ihrer Abfahrt verzögert wurden, konnten gestern abend noch auslanfen.

Allgentriner Ausstand in Nmnänien.

Paris, 24. Oll. Nach einer Havas-Meldung aus Bukarest vom 23. Oktober ist in Rumänien am 21. Oktober durch bie Generalkommission der Gewerkschaften ter allgemeine Ausstand erklärt worden. Es wurde der Belagernngszustand erklärt unb einige sozialistische Vlbgeorbnete und bie hauptsäcb.ichstLN Geweckschaftsführer verhaftet. Ter Generalstreik ist gescheitert.