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st adt die politische Sage. Der Wahnsftnsstreich

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r Kapp^Putsch könn.en nicht <uf ei t t nxTben. Damals hatte eine Handvoll

positiv für die Verfassung eingetreteu. Obwohl ihnen der Putsch zu früh gekommen sei, hätten fte doch mit ihm sympathisiert. Im Sanbtag habe bte -hessische Volks Partei eine loyale Erklärung abge geben. Aber sie habe sich vorher beim Landgeietz und bei der Agrtchion gegen die AbKeserungs- pflicht genügsam versündigt. Die deutsche Volks­partei habe sich dagegen anfangs nicht so verhalten, wie man es von ihr verlangen konnte. Du nachträgliche Abschüttelung Kapps im Land­tag durch die Fihrer der Partei sei durch ihren Artt-cmg wertlos gemacht wo tvn. Gevas: die Kampfwerse der Deutschen Volkstottei zeichne sich in der letzten Zsit durch besondere Gehässigkeit und persönliche Ver-achli nuigen aus. Durch euu solche Agitation gejen die 9icgi-rmw nxrbc b;e

Au;stellun4 der tleudeutjchen ttünftlergllde.

Gießen, 25. MäN. Unter dem Namen Neudeutsch? ftünfikrgtfoe sich eine Gruppe von jungen Kräften zu--

Redners, die an Hand von prachtvollen Lichtbä­dern erfolgten, wurden mit reichen Beifall belohnt. Am Sonntag gab das Orchester des D. I. B. G. in Hungen für die dortige Ortsgruppe sein 1. Kon­zert, das einen glanzenden Verlauf nahm.

** Alle Oft - und West Preußen aus «Oberhessen werden für den 31. März zu einer näch­tigen Besprechung nach Gießen eingeladen. Siehe

Veranstaltungen.

Freitag, 26. März: Sttckttchntter, 7 Uhr, Die chemische Herenküche Cafs Leib, 8 Uhr, Vvrtoagsabend über Proletarische Kunst und Kul­tur der U. S. P SifefivfbauS, ,Lch lasse dich nicht" undTre Kunst beim Weibe Liebe zu er» toexfat". Lichtspiele, Sellersweg, tote gestern.

Druckpapier M. 21, M. 268,50 = 1231 o/o Druck |c tbe

des Thrones r zu derteidi-

A«» Stadt und Land.

Gießen, den 26. März 1920.

An unsere Leser!

Die deutschen Zeitungen stehen vor dem wirtschaftlichen Zusammenbruch. Wie den Le­sern bekannt ist, hat die ungeheure Erhöhung des Preises für Druckpapier neuerdings wie­der eine noch größere Verschorfung erfahren. Auch die Preise aller übrigen Rohmaterialien sind fortgesetzt sprunghaft gestiegen, ebenso sind neuerliche Erhöhungen aller Löhne und Gehälter eingetreten. Um den Lesern nur an einigen Beispielen ein Bild von der unge­heuerlichen Steigerung zu geben, sei hier die Preisentwicklung einiger Materialien ange­führt: Es kosteten beispielsweise

100 Kill) °/o be­

vor dem Kriege gegenwärtig Friedenspreise«

Tanbreife. Der Vortrag hatte einen regen Zuspruch I Mar von ihm abgerückt, hätten ab« nur .bie Me- aufzuweisen. Die interessanten Ausführungen des'thode, nicht btt vache mißbllligtt Lta

verml chteR.

Einbruch ins Hcidelberg r Dchlotz.

mc. Heibelberg, 25. März. In der Fr ed.ichsb u des Heidelberg'r Schlosse wurde ein gebrochen und zwei wertvolle, dem va- di scheu Staat gehörige Gemälde gestohlen, die emo Wert von 10 000 Mk. dirstellen. Die Bilpettv:? körpern einen JagbriMug der Kaiserin Theresia und eine Donauland'chast und ruyver von der Hand imbdkmnta Meister

sammengesckfeossen, die sich durch ihre gemeinsame Ankunft aus der Wandervvgelbewednng geeint füUen. J^hre Ausstellung umfaßt im frü^ren Cafe Ebel im Burggraben, dem jetzigen Stu­denten- und Soldaleriheim zwei größere Räume und zeigt Agnarelle, Pastelle, Graphik, einige Oel- bi der imb kunstgewerbliche Gegenstände. Es er­weist sich auch hier, hw dem Beschauer eine über­große Au zäh. von unbekannten Namen entgegen­tritt, daß unsere Zeit durch ein hohes Turch- sckm tsnipoau Mrrstlerischer Betätigung gekenn- zcicknet ist: daß sich aber nur sehr wenig grüße Persönlichkeien barüber hinausheben. Es soll nicht verkannt werden, daß die Ausstellung eine Fülle von interessantem Material bietet, aber es ist außerordentlich ungl ichwertig. Neben mehr ober weniger begaben SclK.erzeiclinungen fte'en Kön­ner, die sich eirckeuttg nach sehr verschiedenartigen Boroi'dern bef.immen las en, wie llbbelohde, Worpswede, sogar Deards.ey und die von ihm beeinflußten Arbeiten eines noch sehr jungen Künstlers, sind bedenklich gut. Andere frfeen sich en s'lil s en dem Exp e siouismus zugewandt imb es scheinen gerade die bedeutsamsten Talente der

Aus dem Amtsverkündigungsblatt.

** Das Amtsverkündigungsblatt Nr. 40 vom 25. März enthält: Gmcbhntg von Aktienges.l scha ten. Bau o fbewirt chastung. - Brennholzverjorgung. M eh. sacke. Besteue­rung der Klaviere usw. Erhebung der Stempel- abgabe für Fahrräder. Gewährung von Dar­lehen aus Reichsmitteln für Beschaffung neuer Wohnungen. Viehseuchen. Festsetzung der Ortslöhne. Verhängung des Ausnahmezustandes über das Deutsche Rerch.

Baustoffbewirtschaftung. Die Preise rüx Ziegeleirrzeugnisse werden ab 1. März unt 60 Proz. erhöht. Der Zementpreis stellt sich für Händler wie folgt: 54.49 Mark die 100 kg i-inschl. Hinterlegungsgfeühr für Sto'ffäcke, 48.89 Mark die 100 kg einschl. Papiergewebesäck?, 48,49 Mk. ine 100 kg emschl. Ptapfer^äcke. Nich Mitteilung des Kalkhundes (Nebenstelle Ti:z'> be­trägt der Preis für Kalk zur Zeit etwa: 1700 Mk. pro Waggon Stuckkalk, 2800 Mk/ pro Waggon Sackkalk, 13 200 Mk. pro Waggon f. Speziolkalk einschl. Säcke. '

Brennholzversorgung. Es ist bei dem Ministerium der Finanzen angefragt worden, ob die Gemeinden verpflichtet seien, bei Verteilung des ihnen überwiesenen Brennholzes an ihre An­gehörigen, den vorgeschriebenen Maßstab genau einzuhalben, also 0,5 Rm. Derbholz je Kops der Bevölkerung und je Stück Großvieh (Rindvieh imb Schweine). Die genannte Mini.st.-Abt. bemerkt hierzu: Dieser Maßstab soll mir dazu dienen- die Gesamtderbholzmengen durchschnittlich zu be­rechnen, die auf die einzelnen Gemeinden entfallen. Er ist also bei Aufstellung der Anmeldelifte zu­grunde zu legen. Es muß aber ben Gemeind« überlassen bleiben, die ihnen überwiesene Gesamt­menge, ben besonderen örtlichen Verhältnissen ent­sprechend weiter zu verteilen und hierbei au- etwaigen Kohlenbelieferungen entsprechend zu be­rücksichtigen. Es steht nichts im Wege, wenn z. B. aus diesen Mengen auch die Ziegenhalter be'.onbeti beliefert werben, oder angemessene Vorräte für besondere Fälle znrückhalten u. dgl. m. Manche Gemeinden haben zweckmäßiger weise besondere Kommissionen gebildet, welche das Holz unter Berücksichtigung der besonderen Verhältnisse ver­teilen.'

Mehl sacke. Die allgemeine Preisstcigenrng für Säcke in letzt"'' Zeit hat eine Neuregelung über die Rücklieferung der Mehlsäcke mrumgänglich not­wendig gemacht. Der Kreisaussckuß hat deshalb bis auf weiteres folgendes bestimmt: Bei Lieferung von Mehl durch die Firma .Bereiniate Getreide- Händler G. m. b. H. in Gießen im Auftrage des Kommunalverbandes an die Gemeinden, Bäcker, Händler usw. wird außer dem Mehl ein Sackpfand von 5 Mk. für je 100 Kilogramm in Rechnung gestellt, welches dem Kommunalverband mitzube- zahlen ist. Die Empfänger des Mehls sind ver­pflichtet, die Mehlsäcke, die zu irgendwelchen anderen Zwecken nicht benutzt toerben dürfen, bis spätestens zum 20. des der Lieferung folgenden Monats frei Gießen an die Firma Vereinigte Ge- treidehändler G. m. b. H. in Gießen zurückzusenden. Falls nachweisbar Mehlsäcke an andere '.ßetfanen (Sackaustäufer) verkauft werben, können bie Emp­fänger des Mehls von weiteren Lieferungen aus-

Atmospböre zu Putschen geblldet. Die Regierung habe ben Fehl« gemacht, bfejer Agrdatton nicht ener­gisch genug gegenüberzutreten. Wenn die Rechts­parteien b.i dm fommenben Wahlen auch nur etwas mehr Zulauf erhalten mürben, sei die Gefahr vor- franben, daß sie es wieder mit neuen Putschen ver­suchten. Eine Stärkung der Rechten werde bie bol- schsvistische Gefahr von Links vergrößern.

Als zweiter Redner führte stub. Meyer aus, |in der heutigen Demokratie komme es in jedem Augenblick aus den einzelnen Staatsbürger an. Die Fragestellung Monarchie ober Republik sei heute überwunden. Zu einer Monarchie könne es nicht mehr kommm, weil sie sich auf Glaube und Vertrauen stützen müsse. Um Glaube und Vertrauen habe sich die deutsche Monarchie im Kriege gebracht. Gerade die Studenten müßten sich d-r Demokratie zuwenben, weil diese neiie Führer brauche, um im Sinne von Kant und Hegel das deutsche Vaterland wiederher zustell en.

Präsident des Land?s-Bildmrgsamtes Dr. Strecker kennzeichnete den einseitig militärischen Standpunkt des Kapp-^Putschcs, der alle Jmpmüe- rabilien übersehen habe. Eine solche Mllitärpoli- tik müsse ein für allemal aufhören. Die Generäle batten drei Dinge nicht gesehen, den automati­schen Widerstand der Entente, ben Widerstand der Arbeiterschaft und daß Berlin nicht mit Deutsch­land verwechselt werden dürfe.

In Darmstadt sei versucht worden, aus den Zeitfreiwilligen einen militärischen Geheimbund zu bilden, der ben Sturz der Regierung ermöglichen sollte. Wenn Noske zu vertrauensselig gewesen sei, so müßten wir jetzt umso mehr auf der Hut fein. Süddeutschland habe der Reichsregierung einen fieberen Schutz geboten. Man werbe sich auch in Zukunft mehr an süddeutsche Traditionen halten müssen. Bei dem gewaltsamen Vorgehen von Rechts könne man auch ein.derartiges Vorgehen von linkA verstehm. Es gebe nie und nirgends an, daß eine bestimmte Volksschicht die Herrschaft an sich reiße, da sonst jede Regierung ohnmächtig sei. Die Waffe der Arbeiter sei der Streik, nicht bie militärische Bewaffnung, bie auf der gleichen Weltanschauung brutaler Gewalt fuße. Mit der gleichen elementaren Gewalt, mit der sich die Mehrheit einer Rechtsdiktatur gegenübergestellt habe, werde sie sich auch einer Linksdiktatur ent­gegenstellen. Unter den heutigen Verhältnissen sei lebet zu weit gehenbe Sozialisierungsversuch ein Verbrechen. Die Wünsche ber Arbeiter würben, nach ben Motten Koutskys am besten burch bie Demokratie verwirklicht. Die Gefahr sei jetzt, baß wir in Angst vor dem. kommunistischen Gespenst eine neue Reaktion von Rechts bekommen. Der Red­ner ries daher wirkungsvoll die Rechte wie die Linke zu Vernunft und Verständnis aus. Das National- Sl müsse aber so fein, daß es das Volk or-

ch wachsen schm möchte als Schäcksalsgemein- schaft, wo das Unglück des einen Standes das Unglück des anderen sei. Die Verantwortung dessen, was kommen werde trage jeder einzelne mit.

Der Vorsitzende dankte den Rednern und ver­las ein Schreiben des erkrankten Abg. Grüne­wald, in dem u. a. ausgeführt wurde, daß gerade in Gießen die Unzufriedenheit mit der Regierung in weiteren Kreisen Wurzel gefaßt habe.

In ber Aussprache vertrat stub. S t ö r i k o einen ziemlich unklaren ©tanbpunlt Stub. Jung suchte bie Haltung der beutschnationalen Partei unter Verurteilung des .Kapp-Putsch^s z-n rechtfettigen. Schulb an bem Putsche trage bie erste Revolution, bie biefes Mittel cingefühtt habe unb bie Unfähigkeit der bemokralischrn Regierung. Herr Klotz rief dazu auf, bie Parteien der Mitte zu stützen.

Stub. iur. Meyer entgegnete auf bie Aus­führungen ber b-iben studentischen Debatterednecl Prof. U r st a b t entgegnete, daß eine Rechtsregie­rung ebenfalls keine beffeuert Zustände herbei» geführt hätte und daß die Demokratische Partei die Revolution von 1918 nur gebilligt habe, nach­dem sie legalifiert worden sei. Präsident Strecker wies weitere Einwürfe der Diskussions­redner zurück, zumal einen Borwurf gegen die Beamtenschaft.

Im Schlußwotte faßte der Vorsitzende das Er­gebnis des Abmds nochmals zusammen. Die Ver­sammlung wurde kurz vor 12 Uhr geschlossen.

schlossen er Leute genügt ?In, aber die damalige

Gruppe zu sein. Es sind gerade da Arbeiten, die aufmerken lallen. Namen sind einstweilen in der Gruppe noch schall und Rauch. Mai liest sie und vergißt sie nrieber. Aber die Bewegung verdient es, unterstützt zu werden. Sie wird von selbst dazu kommen. Unzugängliches auszuscheiden. Sie seien l wich dabei gewinnen. zz.

geschlossen werden.

Die Besteuerung der Klaviere usw. Die Stempelabgabe für Verkaufs- oder Wagauto­maten, für automatische Kraftmesser, für Auto­maten. die zur Unterhaltung des Publikums bienen, alle in öffentlichen Wirtschaftklokalen aufgestellten Klaviere oder sonstigen Musikwerke, Luxuswagen ober Luxus pfeife für das Rj. 1920 int Mouat Mörz ist an allen Wochentagen von vormittags 912 Uhr auf bem Bureau ber unterzeichneten börbe, Zimmer Nr. 9, Gießen zu entrichten. Wer bis zum 31. März 1920 bie Abmeldung der steuerpflichtigen Automaten ufto. nicht erwirkt hat, ist zur Weiterentrichtung der Abgabe bei Mei- dung der Bestrafung und zwangsweisen Beitrei­bung verpstichtet. Die für das Rj. 1919 ausgestell­ten harten sind vorzulegen.

Die Erhebung des Stempels für Fahrräder für das Rechnungsjahr 1920 finbet von heute ab bis zum 31. März 1920 an jedem Wvck^entage/ vormittags von 9 bis 12 Uhr, m Kre.samt, Erdgeschoß, Zimmer Nr. 9, statt. Mc Besitzer von Fahrrädern haben die Stempelabgabe während der obenerwähnten Zeit unter Vorlage der Radfahrkarten zu entrichten, ober, feem bie ®#r» ausfetzungen hierzu vorliegen, währenb derselben Zeit Antrag auf Befreiung von ber Abgabe zu stellen. Anträge auf Be'reiung sinb vorzubrutgen für bie Stadt Gießen bei bem Polizeiamt, ifirwr Landgemeinden bes Kreises bei b:r Bürgermeistrrn bes Wohnorts. Es nnro ausdrücklich barauf 1&V merksam gemacht, daß Besr iungsaträge, de na« dem 1. Ap.il 1920 gestellt werken, keine Berücksute tigung finden können. Wer ben Besitz eines w- meldepflichtigen Fahrrades im Laufe eines Jahres aufgibt ober verliert, ober, ohne ben Besitz aufzu- geben, bas Fahrrad auf öffentlichen We^cn lMv Plätzen nicht mehr benutzen will, hat dies dem Kreisamt feines Wohn- ober Au e'thaltsortes uw* testens zu bem in § 19 bezeichneten Zntpmm unter Vorlage der Rabfahrkatte a n zu '»eigen. Abmeldung ist in" das nach § 16 zu führen« Verzeichnis einzutragen imb dem Abmeldendcn Verlangen auf der ihm erteilten Karte zu nigen. Es sind hiernach alle Fahrräder, bte ordnungsmäßig abgemeldet sind, für das laufende Jahr abgabepf ichtig, und zwar fe.bst dann, wenn sie nicht benutzt werben sollten. _ , ?

DiePserberäude ist bei einem Pferde de» Nikolaus Seip in Beltershain festgeitellt worben, an stecken ber Scheidenkatarrh unter dem Nindvichbestairde der Gemeinde Beltersham. Tn Pferderäude unter dem Pserdeb.'staube de. H. Schultlieiß tn Lumba, des Konrad Dnig rn Lindenstritth, des Konrad Haupt in Odenhausen und des Wilhelm Lepper in Beuern ist erlösen.

Der Ortslohn gewölpilicher Zagarbeiter beträgt in ber Stadt Gießen für Berstcherte über 21 Jahre männl. 9Mk., ipeibL 6^,60 TOL wn « bis ^1 Jahre männl. 8 Mk., wefel. o.6O Mk.,un1« 16 Jahre männl. 5 Mk., weibl 3.60 Mk m de>, Landgemeinden des Kreises Greßen für Vtts'.chert über 21 Jahre männl. 8 Mk., mctbl. 6 Mk., vvr 1621 Jahre männl. 7.20 Mk., wefel. S Mk unter 16 Jahre männl. 4.40 Mk., wefel. 3.20 Mk

42, 1860,00 = 4428%

80, 1950,00 = 2437o/o

Unter dem Zwange der Verhältnisse ha­ben fast sämtliche deutschen Zeitungen be- schloffen, zum Ausgleich, der unerschwinglichen Belastung des Gewerbes ab 1. April 1920 eilte gemeinschaftliche Bezugs- unb Anzeige.«-re i serhö hun g eintreten zu lassen, um für die riesig gestiegenen Ge­stellung skosten wenigstens einigermaßen einen Ausgleich zu schaffen.

Die Zeitungen erhoffen von der Ein­sicht ihrer Leser Verständnis für ihre not- eebrungenen Maßnahmen.

Gießener Anzeiger, Frankfurter Nachrich­ten, Frankfurter Volkszeitung, Frankfur­ter Zeitung, Generalanzeiger, Frankfurt, Mittagsblatt, Frankfurt, Volksstimme, Frankfurt, Biebricher Tagespost, Mittel­rheinische Volkszeitung, Bingen, Rhein- und Nahe-Zeitung, Bingen, Darmstädter Tagblatt, Darmstädter Täglicher Anzeiger, Hessische Landeszeitung, Darmstadt, Hessi­scher Volksfreund, Darmstadt, Kreisblatt, Höchst, Mainzer Anzeiger, Mainzer Jour­nal, Mainzer Tagblatt, Mainzer Volkszei­tung, Neueste Nachrichten, Wiesbaden, Rheinische Volkszeitung, Wiesbaden, Volks­stimme, Wiesbaden, Wiesbadener Tag- blatt, Wiesbadener .Zeitung, Rheinische Volksblätter, Worms, Wormser Nachrich­ten, Wormser Volkszeitung, Wormser Zei­tung.

Anzeigrntell.

Landkreis Gießen.

O Grünberg, 25. März. Unser heutiger Frühjahrs-Sch wein emarkt % iffte einen ftartrn Anstrich. Trotz zurückpalleuder KausluU waren die Preise redjt 6 Woä-en alte Ferkel gingen kaum unter 300 Mk. ab, älteve Feivll koste­ten bis zu 400 Mk. Der NLarkt wurde nicht <ms- ver kaust.

** Leihgestern, 23. März. Am vergan­genen Sonntag b fuch'e brr h.estge Vo l ^ks b i l- dungsverein das Geschichsmuscum in Gießen. Ein Mit glich der TirLfen des Museums srult einen einleitenden Bvrttag Über bie voraeschicht- licktt Zeit. Bei der herauf fetgenben Führung ivurden besonders die in unserer Gemarkimg <niv= gedeckten fränkischen. Grüber funde evr- gchend besich igt.

x Wieseck, 25. März. Tie schon am 17. ds. Mts. geplante nochmalige Ver poch ung unfererG e- meindejagd findet am Sams og, 2<. März auf ber Bürgermeisterei statt und zical aus 6 J«tt-re. In ben 2/5 Hek.ar Wald und 965 Hektar Feto um- asfenden Jagdrevier, das fercht von Gießen er­reichbar ist, befindet sich efn guter Wildbestand.

Kreis Lo-ttrl'nch.

I. Grebenhain, 24. Mcchz. Brr etwas mchr als einem Jahr wr'or br- hiesige Arzt Dr. Koch In Ausübung seines Berufs durch einen Antmmfall sein Leben. An ter Unglücksstelfe. wuroe am dergangenen Sonntag unter lebhafte Betei­ligung ber Bevölkerung nt feierliche: Weise em Gedenkstein erugeweht.

Kreis Fnfeberg.

* Friedberg, 25 März. In der letzten Sitzung der HandelÄamm-r Friedbevg wurde ein Antrag der Handelstammer Gießen betreffend Ver­einigung mit der Hcuidelskrmmer Frfedberg ver­lesen und zur Tiswsita" gestallt. Die Bvllder- ammlung beschloß, der Hapdelskannn-^ Gießen mrfzudeilen, die HandelSKamuer Friedberg könne angi-sichts der ungeflärtat politischen VerMtnisse und der in Aussicht ftelruhcn reichsgefetzlichen Nen- orgonifatiisnen der Handelskammern, sich mcht ent- chließen, bem Gesuch näherzuieten.

Starkenburg und Meinhessen.

oz. Offenbach, 25^ März. D?r Poli­zeibericht meldet: Heute früh, kurz nach 5 Uhr, trafen Schutzleute aus den Alicepfetz zwei ihnen verdächtig erscheinende Männer, die chwec bepackte Rucksä-cke fckstkppten. Von oen Schutzleuten angehalten, erklärten sie, Kartos- eln in oen Rucksäcken zu haben. In Wirklich- eit befand sich jedoch Leber darin. Auf bem Wege zur Polizeiwache riffey sie sich plötzlich os, ergriffen ohne weiteres Revolver, die sie mit sich führten, und feuer!en blindlings mehrere scharfe Schüffe auf de Beamten ab. Diese machten nun ebenfalls von ihren Schuß­waffen Gebrauch uni) verfolgten die beiden, )ie durch die Frankfurter Swaße nach der Kaiserstraße zu flüchteten und lnterwegs noch mehrere Schüsse auf bie sie beifolgenden Be­amten abgaben. Ste liefen in die Anlagen Ecke Sprendlinger- und Kaiser^raße, wo bie Beamten sie wieder stellten und aufforderten, ihre Wessen abzulegen, jedoch feuerten sie aus nächster Nähe nochnmls einige Schüsse ab. Nach einem Handgemenge gelang es fchließlich, sie zu überroältiget und abzu­führen. (Siner der Schutzleute erhielt eine ziemlich erhebliche Stichwund e in den rechten Oberarm, ein anderer ztrei Streif­schüsse. Wie sich herausstellte, haben die beiden Festgenommenen das Leder im Ge­samtwert von mehreren Tausend Mark in der Lederwcrrenfabrik von Abraham in der Btsmcrrckstraße mittels Einbruch gestohlen. Die Täter werden sich in aller Kst^e vor dem hier neu eingesetzten Ausnahmegericht zu ver­antworten haben.

rm. Heppenheim a. d. Berystr., 25. Märt. Aus bem Laboratorium ber hiesigen Oberreal» schule würbe durch infeefannte Tätrr für etwa 2000 Mark Platin, das einige Lage vorher angetan ft worden war, gllto hlen.

Hcssen-Nasiau.

--Frank jur ta. M., 25. Mär» Den Tod bei seinen Glocken suchte und sand durch Erhängen im GlockeirstM b?r Mattl)äussirche ter 67jährige Hilfsküster Friedrich Fiscier. Von den bei den Unruhen am 13. März in ber Hoch­straße verletzten Personen starben ges-ern ber 24- iäljrige Kock) Friedrich Br u rnrner und ber Ar­beiter Schnerder.

mc. Frankfurt a. M., 25. Marz. Die be­kannte Liegenschaft zurStadt Kasfel" wurde für I1/3 Millionen an einen Sch Wei zer Kauf­mann veräußett. Der Magistrat beschloß, ber Verstadtlichung ber Pollöbrb110- thek, ber Freibibliothek und sämtliher Frank­furter Lesehallen zuMslimmen.

[1 Marburg, 25. Mürz. Heutr früh ist das zweite Freiwill igen-B^tarllon ausgerückt. ---------

Diktatur oder Demokratie?

Gießen, den 26. Mär; 1920.

Zu einer Aussprache übn dieses Thema hatte bie demokratische Par bei gestern abend tine Ver­sammlung im Caf6 Leib einberufen.

Der VoZitze'rbe L-^" Fischer Dies ein­leitend auf di- Nv wenlivjkeit ein^r po ill'i) n Aul­sprache in diesem Aug^.^nck hin u 10 appellierte an das polittsche Verständnis und Pfl ch Kfübl bes Bürgers/ bie sich gerade heut: beinalyreu müßten.

Als erster Rebner ffizzierte Prof ldr. U r -

**Zeitfreiwilligeheraus! Wah­rend in Marburg gestern bereits das zweite ZeitfreiwiUigenbatailto-n ausrücken fomrte, haben sich in Gießen erst soviel Freiwillige gemeldet, daß sie insaesamt mir ein Ba­taillon bilden, besteh en 0 aus einer SMden- tenkomvagnie und einer Zeitfreiwil^igenabtei- Iintg, die die Sicherung für Gießen über­nimmt. Es erscheint dringend erforderlich, daß sich noch weitere Kreise dem Regiment zur Verfügung stellen. Eine kombinierte Kom­pagnie aus Studenten und Reichswehrange­hörigen wird heute abend nach Thüringen ab- gehen.

** Aus dem Stadttheaterbureau. Tie Vorführungen der Oberammergauer Pas­siv n s s pi e l e, bie am kommenden Montag und Dienstag stattfinden, dürften gerade in der Kar­woche größerem Interesse begegnen. Die Vorfüh- tungen des febensgroßen Bilder, bte durch einen Vortrag erläutert werden, wurden an einer Reihe größerer Bühnen und Kurhäuser wie Baden- Baden, Wiesbaden usw. vorgefühtt, und zwar mit außerordentlichem Erfolge. Es ist zu hoffen, daß auch hier bie interessante Vorführung vollsten Beifall finden wirb. ZuDiogenes" am Sonn­tag abend haben Guffch-rne Gülttgkcit.

** Sein 25jähriges Dienstjubi­läum feiert morgen, Sams lag, der technische Di­rektor ber Firma H. Schaffstaebt G. m. b. H., Herr P. Thome. Er kam s. Zt. als junger Ingenieur hierher, hat bie großartige Entwicklung bes Ge­schäftes miterlebt und an feiner heutigen Bedeu­tung tatkräftigen Antell genommen. Herr Thome «erfreut sich nicht allein im Geschäft, sonbern in freiten Kreisen ber Gießener Bürgerschaft hoher Wertschätzung.

** Ter Hessische Beamtenbunb iLandesverbanb ber Beamten- und Lehrervereine m Dessen) hielt am 19 unb 20. bs. Mts. in Darmstadt eine otbent'idye Ver'reterversamm- Iintg für 1920 ab. Es wurde eine Reihe Be­schlüsse gefaßt, rote z. B. Gleichstellung im Gelalt, Bcfeldungsdienstal er ufro. ber Beamten im Reich, Länder und Kvmmunen, Zwangsrultestandsver- setzung vom 65. Lebensjahre ab, Anrechnung ber Verwend inig^ ienstzeil auf das Befeldungsdtenst- dlter, soweit ri- Verwendung 5 Jckhre überschreitet, Beginn des Vernte dtlngsdienstckllers mit derHn» ftellurgsfähigfei'., Erhöhung der Kunderzulage um 150 Prrozen' tont 1. Januar 1920 ab. lieber die en geheuer liehen Preissteigerungen auf bem Wäsche--, Schuch- und Kleidermartte sowie bei den Haus' haltmlgsge"enstäoü)en wurde allgemeine, lcmleKlaac «(hoben und der Weg ber wirtschaftlichen Selbsb» Wse bringend g^fcTbcrt.

** Ter Frühjahrspferdemarkt zu

Gießen findet am Mittwoch, 31. März 1920, v.u

vormittags 7y3 Uhr, be'iunend, auf den ftäbtifdxm von Kapp und Genossen habe uns tref in keu Marktanlagen cm ber Rod Heimer Straße statt. Mik Abgrunb gestürzt. Rettung gebe es nur durch die dem Pferdemarkt ist eine Prämiierung des besten Demokratie b:i dem Kurs, der durch die b*ri Mehr- Wserdematerrals verbunden, wofür 2200 Mk zur heitspar!eien bestimmt würbe. Die Revolution von Skrfümmg stehen, darunter 400 Mk aus Mitteln 1.918 und t

des Landwittschaflskammer Ausschuss s für er Provinz Ober Hessen. Die Zrehu rg ber mit dem Markte verbundenen Lotterie ficket cm 1. April nachm. 2 Uhr, im Stadchaiise statt. Näheres stthe An-eigenteil.

* r de« Deutsche» Ingendbund Gießen hiell am Montag Reallehrer Ziepre^.t leinen Vortrag über seine Erlebnisse auf einer Nord -