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Knnft «nd Wissenschaft.

Ausstellung Deutscher ErpressioniSmuS Darmstadt 1920.

3m Mm nxifc auf bet Mathilderchöhe eine gwtte Deutsche Ex dressioniste» schau er- öffnet. Stadt unb Staat h^ben znsammengewirft, um sie zu ermöglichen. Veranstalter sind der ©tänbigt Rat für Dinstpflego m Hessen", der Berbern) der bildenden .'Fünft[er Hesims", fr? Darmstädter Secession". Die künstlerische Lei­tung liegt auyfdXtefilKb in den Händen der Darm- stLster Sefrcffion, die, da sie selbst fortschrittlich: tünstlerische Ziele verfolgt, allen SHriligten zu du- fern Amt in erster Linie berufen schim Das Pro­gramm zielt am einen Querschnitt durch bt? >no- bem und geifhg gerichtete Kumt Deutschland^ d:r letzten Jahre. Eingeschlossen ist vor al len i das Schassen der Heutigen, der ftüfcer, frr nambaftm Träger des Expressionismus, aber auch der jun* gen Kräfte, die fortnxrlmcrtb von unten nachdrän- ijen. An diese Hauptmasse rmben ich Männ:r und Werse schließen, die, z«m Erprenionismus g?- Ijörig, in flnxr Mchttgteit schon historisch gewor- den finb. Aus dem (Ganzen soll sich ergeben: ein zulängliches lesbares Bild der jungen deutsch:n nun st des Augenblicks, vertieft durch Einblick in iljre Anfänge mrt> ihre Herkunft.

*

Eine LiebesgabeH^ len Kellers. Die bekannte tanb-stumm-blinde Amerikanerin, deren Schriften in deutscher Uebersetzung eine aruhq Verbreitung gefunden haben, gibt in ihrer Sym­pathie für Deutschland öffentlich Ausdruck in einer neuen Verfügung an ihren deutschen Verleger, vom 10. Januar 1920: alle ihre künftigen Tan­tiemen, für alle Zeiten, den deutschen Kriegs­blinden, -Tauben unb -Stummen zuzuwenden

Handel.

Berlin, 25. Febr Börsen st immungs- bilb. Tie schon am Montag eingetretene Befesti- aung der Börse nach den Rückschlägen am Freitag sichte sich bei einer zeitweisen stürmischen 7<ns- värtSbewegung auf fast allen Märkten noch nach­haltiger durch. Tie Markentwertung und die Mark- stucht bleiben die Hauptträger freier Hausse: die Berichterstattung Konnte sich deshalb auf die Her­vorhebung der wichtigsten Kurssteigerungen be­schränken. Trumpf waren nneber Kolonralwerte bei Steigerungen von 800 Prozent für Kolonial- anteüe, 700 Sh Slvman, 1800 für Pomona und 50 bis 180 Prvzerrt für dir anderen Valutawerte. Canada, Baltimore, österreichische, türkische und italienische Bahnaktien sowie Schantung und Teutsch-Uebersve erzielten Steigerungen bis zu 80 Prozent. Bemerkenswert war, daß, der staffkc Kurs­rückgang vom Freitag und Montag fast allgemein wieder hererng-'holt wurde, so z. B. bei oberschle­sischen Mvntanpavieren; auch westdeutsche und rhemffch-wesMlische Mvntanoapiere stiegen bis per- änpcU 50 Prozent. Th Goldschmidt und Kali- äktren gewannen ihre Kursverluste nicht nur zurück, sondern erhöhten auch ihren Kursstand vom Fvei- tag, gleich mir andere Werb derselben Gattung, ganz erheblich. Das Geschäft nahm allgemein einen grohen Umfang an. Bank- imx> Schisfahrtsaktien hatten einen stilleren Verkehr. Don heimischen Renten erhöhten Schatzanweisirugen ihren Kurs­stand weiter. Alte preußische unb deutsche An­leihen waren nicht ganz einheitlich. Oesterreichische

und ungarische Anleihen lagen recht fest. JJjnv- fcarben und auch Mexikaner erzielten neue Höchst- tune.

Frankfurt a. M., 25. Febr. Börsen- stim mungsbild.) Tas Geschäft war wetterhin lebhast bei fester Tendenz. Im ft neu Verkehr wurden >volonialpapiere rege umgei?Rt Slomnt schwankten zwisck>eii 4150 bis 4200, 'Dccu-Guinea 1300. Eaneda 1800 genannt. MMisselder Kuxe 7500. Deutsche Petroleum 562, Deutsche Erdöl 730. Deutsche Maschinen lebhafter, 300.. Äurc-befjenmgen teilten sich in Gelsenkirchen ein, welche mit 408s? bis 412. 4 Proz. zogen. Phönix Bergbau gewannen 36 Proz (615), tULin- neduiamt sind bei regen Umsätzen 11 Proz. ge- fteigert 402.. Schontungbahn stellten sich 5 Proz. hoher, auf 670.. Otavi Mrnen wurden realifiert Es verloren Olavi Äftnen 45. (945.), Otaoi Genüsse 38 Mk. niedriger 752.). Unter den Kassarndustrieaktien sind Lcheideanstalt 40 Proz. gesteigert, 740., ferner erhöhten ihren Kürs^ stand um 11 Proz. Moschs. Faber u. Schleicher (171.), üudwigsh. Walzmichle um 7 Proz. (275.), Brauerei Tivoli uni 5 Proz. aus 195., Maschs. Karlsruhe um 14 Pvoz. auf 365. Mexi­kanische Renten fest. 3proz. Mcx. mit 350 bis 360. plus 20, 5proz. amort. Silbermex. 585 plus 25 Proz. 5prvz. Tehuanvepe 430 plus 9 Proz. Kriessanleihe 79..

Frankfurt a. M., 26. Februar. Börsenkurse.

Frankfurt Berlin Abend- Abend- Schlutz- Schluß- Kurs Kurs Kurs Kürs

Datum: 24.2. 25.2. 24.2. 25.2.

5*/<»Deut.Kriegsanl. 79,- 79,-

40/yDeut.Reichsanl.70,65

^Deut-^eichsanl. -,- 67,-

4'/. Preuh. Konsols -,- -,- 76,-

Darmstädter Bank,152,-

Deutsche Bank. . . -,--, 315,-

Disconto»Gesellsch.,,, 235,

Dresdener Bank. . -,- 193,-

Nationalbank f. D.,,, 154,-

Mitteld.Creditbank -,-155,-

H..Amerik..Pakctf. -,- 155,75 153,12

NorddeutscherLloyd -,- -,- -,- 175,25

Doch.Gutzstahlwrk. -,- -,-, 424^85

D.'Luxemb.Bergw.,- 393,-386,-

Delsenkirch. Bergw. -,- 412,-, 408,-

Harpener Bergbau 448,-

Oderschl.Eisenb..B. -,- -,- -,- 300,-

Oberschles.Tisenind. -,- 300,-

PhSnix,Brgb..Akt. 615,- 585,-

Bad.Aniltn-u.Soda -,-,- 639,-

Höchster Farbwerke -,- 445,- -,- 445, -

Elektr. A. E. G.. . -,- 430,- 430,-

Schuckert-Werke. . -,- -, 251,-

FellenLGuilleaume -,- -,, 555, -

Daimler

Bud.»Lisenw.-2lkt. -,- -,-,- 375,-

Adlerwerke ....,

4°/0 Hess. ScmtsanL -,-

Electron Griesheim -,- -,- -,-

Marlnoticruugeu.

Datum: 24.2. 25.2.

Zürich 6,40 6,40

Amsterdam 230 2^0

Kopenhagen 7^5 7,25

Stockholm 5,65 5,60

Wien 293,- 293,-

behördliche Anzeigen.

Bekanntmachung.

In unser Geuvssenschaftsregister wurde heute bei der landwfttschaftlichen Bezugs- und Absatz- gewssenschaft, emgetuagene Genossenschaft mit un­beschränkter Haftpflicht in (Eberfbafr eingetragen:

Tie Genossenschaft ist in eine solche mit be- IchrLnktcr Haftpflicht umgewandelt. Die Firma lautet jetzt:

Landwi r! schafllüche Bezugs- und ALfa^enr>ssen- schaft, eiitgrtragene Genossenschaft mit beschvÄrkter Haftpflicht in Eberstadt.

Tic Haftsumme rst auf 100 Mark festgesetzt.

Tie Beteiligung mit mehreren Anteilen ist nicht zulässig.

An Stelle des Statuts Dom 7. Mai 1903 ist baS neu gefotzte Dom 2. April 1918 getreten.

Li ch, den 3. Jebrmrr 1920. 2146D

____________Hessisches Amtsgericht Lich.____________

Markeu-Ausgabe.

Am Freitag unb Samstag den 27. unb 28. bs. Mts. gelangen in ben Bezirken Brot- unb Kartoffel marken wie rmchstehend zur Ausgabe:

AE Freitag vormittag von 912 Uhr, FK (STeitag nachmittag von 25 Uhr, LQ Samstag vormittag von 912 Uhr, RTi Samstag nachmittag von 25 Uhr. Tie 9)?arten sind unbedingt an vorgenannten Ausgabetagen in den Bezirken abzacholen.

Bei mehrmaliger Nichtabhvlung der Marten am juflänbigen Bezirk wird laut Beschluß der Lebensrnitteldeputation eine Geldstrafe von 50 Pf. pro Ausweiskarte erhoben. 21398

Gießen, den 24. Februar 1920.

Der Oberbürgermeister >Lcbensmittelamt).

Bekanntmachung.

Von Freitag dem 27. d. Mts. bis einschtietz- '.ich Samstag den 13. März 1920 gelangt in den lstes igen Klein Handelsgeschäften gegen Vorlage der Lebensmittelausweiskarte und Abgabe des Bezugs­abschnittes Nr. 14 der Lebensmittelkarte

V. Pfund weitze Bohnen -um Preise von 1.95 Mk. zur Ausgabe.

Tie Kleinhandelsgeschäfte haben die emgegan- laiet Bezugsabschuitte bis spätestens Mittwoch den 17. März 1920 dem Städt. Lebensmittclamt, Zimmer 12, einzur^chen. Die nicht abgeholten Iltengen sind bis zu genanntem Tage zurückzu- iiefem. 21728

Gießen, den 25. Februar 1920.

Der Oberbürgermeister (Lebensmittelamt).

Bekanntmachung.

Die 2lu^.chliMg der Jamilieirmrrersrützungen an die Angehörigen Gefangener, Bermitzter, im 'lusland durch feindliche Mahnabmen Zurückgehal- mer, fotme von Gefallenen, falls berat Smtter- ^lidjenengetobcniffc noch nicht angewiffen fntfr ^ndet für die Zeit vom 1. bis 15. März 1920 'statt:

Montag, den 1. März 1920

irr Zeit von 10 bis 12 Uhr vormittags im i>*Q^au§, Zimmer Nr. 7. 21778

Girtzen, ben. 20. Februar 1920.

Der Oberbürgermeister: Steller.

ButzbachLicher Eisenbahn.

Ab 1. März 1920 werden im Binnenoe^ tehr der ButzbachLicher Eisenbahn die Fahr­preise der gewöhnlichen Fahrkarten II., III. und IV. Klasse sowie der Hundemhrkarten und die Frachten für Gepäck unb Expreßgut in doppelter Löhe der bisherigen Sätze erhoben. Im Binnen-, Tier- und Güterverkehr werden die ab 1. März 1920 auf den preußischen Staatseisenbahnen gül­tigen Sätze zuzüglich der sür ben direkten Ver­kehr mit der ButzbachLicher Eisenbahn zu er­hebenden besonderen Zuschläge bet Frachtberech­nung zu Grunde gelegt. Nähere Auskunft er­teilt die Bahnverwaltung Butzbach-Ost Bahnhof.

Butzbach, den 23. Februar 1920. 2167D

___________Ter Vorstand.__________

Hvlzgeldt Steuern und sonstige Rückstände bei der Stadt L1 ch vom Rechnungsjchr 1919, können bis zum 25. März 1920 bei der Stadtkasse Lich an den Zahltagen Dienstag unb Freitag noch ohne Kosten bezahlt werden. (Postsendungen Postscheckamt Frankfurt a. M. 13 196.) 2150

Stadtkasse Lich.

_______________I. V.: Rau._______________

Nutzholz-Versteigerung.

Dienstag den 2. März l. I., vor­mittags 10Vz Uhr, kommt aus dem Geitz- Niddaer Gemembewald rrachverzeichnetes Holz unter den bei der Versteigerung bekanutgemachten Be­dingungen öffentlich meistbietend zum Berkaus: 2 Buchen-Stämme von 2850 Ztm. Durchm.

= 1,81 Fstm.,

62 Ercheit-Stämme von 214-1 Ztm. Durchm = 25,90 Fstm.,

19 Eschen-Stämme von 1232 Ztm. Durchm.

= 7,16 Fstm.,

83 Kiefern-Stämme von 1942 Ztm. Durchm.

= 51,74 Fstm.,

139 Fichten-Stämme von 1439 Ztm. Durchm.

39,46 Fstm.,

16 Derbst. Eiche 1. Kl. dou 1114 Ztm. Durchm.

= 0,96 Fstm.,

140 Derbst. Fichte 1. u. 2. Kl. von 714 Ztm. Durchm. = 11,39 Fstm.

Zusammenkunft vormittags IOV2 Uhr im Hahnköppel bei Stamm Nr. 1. 2184

Geiß-Nidda, den 25. Februar 1920. Hess. Bürgermeisterei Geiß-Nidda. ________________Lind.________________

verlaus von Wohnungen.

Am Montag ben 8. März 1920, mittags 12 Uhr, kommen imSolmser Hof" zu Braunfels öffentlich meistbietend zum Berkruf: 1. Herrschaftliches Landhaus, 11 Zimmer mit Zu­behör, Bad, mit etwa 2062 qm großem Garten. Unmittelbar am Schlosse gelegen. Bezugsfähig 1. April 1920.

2. Wohnhaus mit etwa 864 qm großem Garten, 12 3immer unb Zubehör.

3. Wohnhaus mit Hausgarten, 8 Zimmer und Zubehör.

Beide in nächster Nähe des Schlotz-Hotels gelegen, und emffnxücit noch vermietet. Grundrisse gegen Entsendung von 3 Mk. er­hältlich. Besichtigung gestattet.

Luftkurort Braunfels, den 21. Februar 1920.

Fürstliche Rentkammer. 2151V

(In einem Teil N»r Auslage ttr- 'Mt)

Die Wahlen zu den Betriebsräten.

Berlin, 25. Febr. Ter Allgemeine deutsche Gewerkschaftsbund beschloß gestern lautVorwärts" Richtlinien für die Wahlen zu ben Betriebsräten. Die Neigung, diese Wahlen zu einem machtpolitiscben Parteikarupfe zu macheit, wird als höchst nachteilig bezetchnet. Für die Gewerkschaften sei der größt­möglichste Erfolg gesichert, ivenn die Stimmabgabe nicht durch verschiedeite Vorschlagslisten zersplittert werde. Eine Verständigung sei nur möglich auf dem Boden der Nürnberger 5tongreßbeschlüsse. Bei der Auswahl der Kandidaten dürfte nicht die politische Richtung maßgebend sein. Ter Kanoidat dürfte nicht zu einer Erklärung darüber genötigt werden, wie er sich zu einet Tagesfvaae stelle. Ter Vonoärts" zweifelt nicht daran, daß die sozial­demokratische Partei als ganze bereit sftn werde, auf den Boden dieser Richtlinien zu treten. Mei­nungsverschiedenheiten int einzelnen dürften sich bald beseitigen lassen.

Die Kundgebungen in LudVigshafen.

Lu d wi g sha sen , 25. Febr. (WB.) Im Verlaufe der gestrigen Demonstrationen vor tarn Rathaus nnirbe der Oberbürgermeister tätlich belästigt.

Der Prozeß Erzberger-Helfterich.

Berlin, 24. Febr. (WTB) (Fortsetzung.) Auf die Steuerung Erzbergers, ihm seren wieder­holt Klagen über den Kriegsausschuß für O e l e und Fette zugekommen, von dem es geheißen habe, daß er nur eine Filiale der Deut­schen Bank sei, verwahrt sich Helfferich entschieden gegen die etwaige Unterstellung, daß er als Staatssekretär auch nur einen kleinen Finger für die Interessen der Deutschen Bank

Devisenmarkt.

Datum: Amsterdam - Rotterd. Brüsscl-Antwerpen . Chrfftiania Kopenhagen Stockholm Helsinafors

Italien London New-Pork......

Paris Schweiz Spanien

Wien (altes) .... Deutsch-Oesterr. abg.

Prag Budapest 'Bulgarien Konstantinopel. . . .

Geld Brief Geld Brief

24. Febr. 25. Febr.

3578, - 3586, 3596, - 3604, -

709,30 710,70 716,75 718,25 1678,25 1681,75 1673,25 1676,25 1443,50 1446,50 1448,50 1451,50 1813, - 1817,- 1813,- 1817,-

394,60 395,40 399,60 400,40

522,- 523,- 524#) 525,50

328,65 329,35 331,15 331,85

97,90 98,10 97,90 88,10

691,30 692,70 690,80 692,20 1573,25 1576,75 1568,50 1571,50 1668,25 1671,75 1678,25 1681,75

39,46 39,54 39,46 39,54

36,46 36,54 36,39 36,44

99,40 99,60 99,90 100,10

34,21 34,29 34,21 34,29

Der Handel Amerikas.

Washington, 25. Febr. (WolffZ Reuter. Trotz des Standes der Auslandswechsel weist die Handelsbilanz vorn Januar einen Betrag Don 257 ^Millionen Dollar zugunsten der Ver­einigten Staaten aus. Dem Handelsamt zufolge beträgt der Wert der Ausfuhr 731 Millionen und der Wert der Einfuhr 474 Millionen Dollar.

gerflut hätte Dee fetxom veowinme« frühere Leiter des Kriegsausschusfes htr Dde und Fette, Ttrekwi: Weigel, erklärt, daß Erzbergcr etwa in vier bis sechs Fällen bei i b m internen tert habe, fo wegen der Versorgung kahvolischer Kirchen mit Oei und der Herstellung von Seife aus faulen Eiern Ein weiterer Zeuge, Sc i bol b , bekundet, daß Erzberper der Firma Ziegler und Tr Denker die Emruhrdewilligung für Hosenträger, BaumwoUswffe und andere Tex­tilien aus der Schweb vermittelt habe. AIS Empfängerin war die Firma Jung in Frank- flirt a. M angegeben. Als die Reichsstrilc für Tert ilbedarf ihre Gebühr von 10000 Mk. bei freier erheben wollte, kam von dort die Ant­wort, daß die Firma von der Sache nichts wisse und die Bezahlung oblehne. Gleichzeitig traf von Sweboba aus München telegraphisch die Zusage, daß er die 10000 Mk. bezahlen wolle. Daraus- hin schöpfte man Verdaibt Die Emfuhr der bestellten Ware wurde gesperrt. Nmtmebr Bant eine große Zahl Telegramme von Dr. Denker, worin wiederholt auf den Staatssekre­tär Erzbcrqer hingewiesen wurde. Twtrdem wurde die Wiederbewilliaung zur Ern- ftrhr vom Reichstemmissar abgelehnt. Erzberger evtlärt, von den hier mitgefreiltcn Einzelheiten nicht das mindeste gewußt zu hoben. Staats­anwalt Mcsserschmidt erfiän als Zeuge, daß er über die Betelligung ErzdergerS an ben GvldverschieHungen nach dem Aus­lande nichts wisse, es liege aber der Ver­dacht der Begünstigung vor. Ende 1919 sei bei der Staatsanwaltschaft eine Anzeige gegen den Schweizer Rechtsanwalt Tr. Thal berg ein gegangen, der der Kapitaloerschiebung noch der Schweiz für Deutsche beschuldiAt wäre. Tatsäch­lich wurden schor nach wenigen Tagen »ckwa 4,2 Millionen Mark beschlagnahmt. Der ganze Betrag, den Thalberg verschob, betrage etwa 16 bis 15 Millionen Zu ben Ängeschuldigten gehörte auch der Direktor enter Großbank, d r, soweit der Zeuge sich erinnerte, auch tuen Namen Erzberger nannte. Kurz daraus erschien ein anderer Angeschuldigter, ein höhern Beamter des Auswärtigen Amtes, mit seinem Berteifrgn bet ihm unb erklärte, daß die Verfolgung der Äu g ele gc nhe it an höherer Stille nicht gewünscht werde. Tarnt erhielt er eines Tages einen Bries von Rechtsanwalt a'idm aus München, der schrieb, daß Erzbcr^r der bffd? Freund Thalbergs sei und mit diesem in der Schweiz über Gelbangelegetchttten sprach. Im übri­gen, fügt bet Zeuge hinzu, fei Thalberg lpionag>> verdächttg. Es sei ihm verboten, nach Dctttschtorrd zu kommen.

Aus eine Frage Helfterichs erwidntt Erzb?rger: Er traf sich seines Wissens mit Dhalbera in bt Schweiz höchstens zweimal. Er erumere fick abr genau, ihn bei [einer letzten Anw's-mheit in b r Schweiz nicht gespnxhen zu haben. Helf, er ich fragt Erzberger weiter, tote er f-iin Geld, dos doch nach Hunderttausen­den zähle, nach der Schweiz schaffte. Erzberger erwidert: Dies geschah aus ganz regu­lärem Wege durch die Banken. Hieraus wird noch Geheimrat Pfeiffer, Vortragender Rat tm Rftchs- ftuan-mtnisteriuni, betrogt, ob ihm von der Ver­schiebung von Kapitalien durch Erzberger ins Aus­land etwas bekannt sei, was der Zeuge ven^int

Rach Erörterung des Falles P öplau wird die Verhandlung aus Mittwoch vertagt.

Ürkrast

Hr$t(icb empfohlen.

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Kriegs-Kranke

erholen sich rasch bei regelm. täglichem Genuß Don

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e. G.m. u. H. in Liquidativn.

Die verehrlkchen Mitglieder unserer Genossen­schaft werden zu der am 8. März d. I., abends 8 Uhr, im hiesigen Rathaussaale stattfindenden ordentlichen Generalversammlung er- gebenft eingeladen.

Tagesordnung:

1. Vorlage der Bilanz nebst Gewinn- unb Berlustrechnung per 31. Dezember 1919.

2. Ergänzungswahl des Aussichtsrates.

3. Verschiedenes.

Die Rechnung liegt von heute ab 8 Tage im Gefchäftslokale offen. 2185

Lollar, den 26. Februar 1920.

Der Vorsitzende des Auffichts rotes: Schmidt.

Mobilitt-Verßeigerililg.

Morgen, Freitag den 2 7. ds. Mts., nachmittags 2 Uhr, twrben Marburger Straße 10 öffentlich meistbietend versteigert: u.a.: 1 Klavier (schwarzpol., von öofmarat), 1 Ausziehtisch (pvl.) mit Steg, 2 Säu­le n 1 i s ch e n. Palmen und MaivlrLteDasai, 2 Silbe r (Mohr von BenefrÄl, 1 Bild mit drei auswechsckbaren Bildern, 1 Zimmer-Klo­sett mit Stickerei, rersch. Tisch- und Gas- lampen, 1 Wäschemangel, 1 Wasch-- u nb Wr ingma s chine, 1 Brotschneide- masckine, 1 Stehleiter, 3 Tckbl. mit versch Bein-, Römer- unb sonst Gläsern, ein fifb. Tafelaufsatz, nebst vielem kmft Haus­und Küchengeräte, als Waschbrettern, Obst­messern, Plätteisen, Bildern, 1 Bvamten-Tegen mit Zubehör u. v. a.

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wert Ms BrtUeeke Beiv.-BrrekereL 3. Lee»e, «Hee I

Holzversteigerung.

Samstag den 28. Februar soll im Muschenheimer Gemeindewald nachstehendes Holz versteigert werden:

40 Fstm. Fichtew-Derhstangen,

32 Fstm. Fichten-Stämme 35. Kl.,

30 Rm. Fichten-Nutzreisig.

Zusammenkunft vormittags 10 Uhr am Detter bergskopf. 2195

Hessische Bürgermeisterei Mnschenheirn.

Becker.

Moste, Frankfurt am Mai».

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