Zweites Blati
Ur. 278
2ln,5ciger (Een ra!-A>izeigcr für Gbelheffen)
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!w Lüge Waffen-
DorgretiOL
B.
Fortsetzung 43.
uck verboten.)
Moltkestr. Nr. 22
ll9rabe
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ieZalkner aufLmüenhöhe
vornan von Reinhold Ortmann.
iS«]! °^c Def^asfunqen des Reiches )U-
'kMir In der Fürsorge für tte elsaß-lothringv' “jj «amten darf nicht nnchgetaffen werden. Daß -^ötniertfrfxif'e! die ?Iuflfänr*g des Volkes über En Nbtocren Lasten des Frictensverttages ctn* 9l«i:«t haben, ist zu begrüßen. Drefe Aufklärung
Erne lei haft? Aussprache ivrursachtr die „Antistreiküestiminwr^" d s §13 Abs. 2 des Em, Wurfes. Es wurde l,i rsu bemerkt, daß wirksamer tote scharfe Stra i beitimmun gen wob! die eruel>e- risch? Arbeit der Organisationen sei, burrij die daraus gesehen würde, daß erst alle verfüg baren Instanzen ansriufn würden, ehe zu einem 7t eil als letztem Mittel, das man sich aber grundsü ' llch nicht nehmen lass-, geschr tten w-,d-. Mau soll« der (hstwicklung, die an sich schon i.t dieser Rick- hing nch belvrege, nicht durch gcsetz.iche MaßnahnuL
i hatte, ein leidenschaitlici'er Reiter, und wenn er auch bei seinen vorläufig noch schmalst Einkünften nicht daran denken konnte, sich bet Lu^us emcs eigenen Pferdes zu vergöirnen, so barte ihm texb ein fneirndlickxr Zufall lner in Tie/cnbrunn Ge- legenbeit gegeben, seine Neigmig lner und da zu befriedigen. Zu seinen Patienten gehörte auch ctn im Rtchrstand lebender Rirtmei'ier, der woht- babend genug war, sich zwei Reitperdc zu kalten Tem war es ganz recht, roemi ein so tüchtiger Reiter wie Tr. Germering zuweilen das cne oder das andere bewegte, und cs war fast schon zum feststehenden Brauch geworden, daß der junge flr’4 an schönen Tagen einen längeren Morgenritt m-tre- nahm, den er meist mit einigen ländlichen Kranken- besuchen verbinden konnte.
War ihm dies Vergnügen schon früher wertvr'll gewesen, so hatte es ri der allerjüngstvn Zeit für ihn noch einen neuen Reiz gewonnen, der ihn mir jeder Wiederholung töüUic- dünkte
Beim Turchreiten des Woldes, der sich, an der Lindenhöhe beginnend, über einen Dügelrürkcn dahinzog, nxir er eines Morgens inirermutet ou* Gerda Falkner gestoßen. Sie ivar von icber eine Frühaufstelerin genesen, und sie lieble dte br- lebende Frische der bald nach Doniienauigang unternommenen Spaziergänge Ter Garten des Landhauses war ihr dafür trotz seiner Ausdehnung viel zu eng, und sie wählte für ftre einsame Wanderung fast immer den erwachs«den Wald, in dem sie von Kindheit auf mit sctem Weg und mit icdem Pürsckp^d vertraut war. Vielleicht wäre es bet der zufälligen Begegnung bei einem freundlichen Gruß im Borb'igeyen geblreben, wenn Gerda nicht gerade an diesem Morgen ein Verlangen gefühlt hätte, einige auf das Bswdsr ihres fiaieiS bezüg-
öonnerstog, 25. &)dci;l
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Karns Vackpud mid Vachoialcti beiier Oiinllw
Ceolral-Or«.' Hiwi
I Verein
u j.ausgedehnte und mühevolle Lwckpraris Germering weiig Zeit, außerberu'- 7>^b.'abereien zu frölmen. Eine aber hatte w u •r nwc nMr txm ferner Militärzeit her.
i c "t entern süarallerw-Regiment absedient
Lnkas Brust hob sich in einem schmerzlichen lläitnen-
|| „ks ist fo bitter traurig. Ka:mst du denn nichts tun, Grda, um den Onkel versöhn- j>u stimmen?"
Ach habe es ja versucht. Aber ich hin in Weiic abgennesen worden, die mir rorchi und £>Öffnung nehmen mußte. Wenn Erich chliehen könnte, den Vater um Verzeihung vn, würde ja vielleicht nod) alles gut wer- II Tber ich fürchte, das tut er nie."
Ifenc verneinende Kopsbewegung Erikos
ihr zu. Und nachdem sie erne kleine Weiflck VW i send gefcpci, sagte die zarte Dunkelhaarige E®&ne einer tiesrnneren Ueberzcugung: y. das wird er nicht. Und er wäre nicht btn ich immer in ihm gesehen habe, roerm läte."
^nge ruhte Gerdas forschender Blick auf dem Ttner Unregelmäßigkeit so fernen Gesicht, einen ganz eigenen ?lusdruck angenom-- „5 Aber sie sprach d«i Gedanken nicht her ihre Seele bewegte.
Gietzener Strafkammer.
Gießen, 23. Nov. 1920.
Tie heutige von 8>/r bis 4 Uhr ummterbvochoi bauernde Sitzmtg bot ein gleickstörmigL; Bild ein* tönigrr Verlandlungen, meist wegen schwerer Diebstähle.
Ein eten aus der Strafanstalt entlüften er „Krmikenwärter", vulgo Togo. iel>, falte ft-fon feine eigene Mutter bestohlen, ferner, i n roicterlultat Rückfall, mehvere Belrü.nneien verübt Txli Gefielst nxir mit dem Staat.anwalt ter Auf'asfung, daß bei derartigen Ve b etern von mi drrndcn Umständen nickst de Rede fein könne und verurteilte ihn zu 2 Jahre-.t 6 Atonalen Zuchthaus und 5 Fahren Elirverlust.
Aelnilich erging es einem T retbr teilten« bieb, der hartnäckig lei-g e e, aber durch .'/cugcn* aitsfagen sowie durch die ytm Teil in fernem Besitz vorgesunde-en gest. h e en Gri-e.iflän r überführt wurde. Stcase: 1 Fahr Zuchthaus, ö . atee Ehrverlust.
Ein Angeklagter hat bei einer Dceres-San> mclstelle einen Wagen gestohlen und. um ihn au den Mann zu bringen, eine Urkunde gefälscht. Strafe: 6 SLWen C’i äng-iid, u :ter Berücksick^ ligung f,i^t bisherigen guten F-ührung und get* fit gen Mmderwertig^et.
Eine Reil« netterer Angeklagter crht'lr wo ^ar EigTN'umÄx-rg Heus Gesäi.gn s reifen yir. Zen 3 Wock>en und 6 Monaten. Von bef<o:ii.e c n menschlicliem Jnterefe ist darunter nur der '/'.ist k-nx-ier junger Zahnte 'm'le von guter Schnlbü- dung, die lr"tz der Möglichkeit, in iiren yerut zu verdienen, le bracherisckxen Ecwrrd v.ir- ^ichen. Sie fltibfen zusammet einem Zandwirt in Zxuckell.eint niehrerr lausend Rlark. Ter jiiu» yrc von beiden hatte sich natlsts in ixt3 3immer, in dem er daS Geld wußte, eingestisticl-en, der alteve stand Datire Stra e: je 6 Monate Gefängnis. D'tanssiclst'ich w rken sie st" i emnächst vor dem Sch-ourge.i ist ne'ei eines B a tdes ;u ivrantroortcn l-aben, den sie gelegt baren, um sich Gelegenheit zum sbenlen zu vers.chasfen
liche Fragen an Germering zu ri-inten. Als sie stehen blieb, hatte er natürlich sein Pferd an gehalten, und als ihn ihre ersten Worte ihre Absiclst erSr.mcn ließen, hatte er sich aus dem Sattel gcfdttvmtgm. Mit dem Zügel nm den Arm war er an ihrer Seite über den moosigen Wallmoden dahin geschritten, und sie hatten nickt nur von tßcm- Ixirb Falkners 5brankhett, sondern auch von allerlei miX'rett Dingen gevrxxljcx Var allem ton Erich, an be-'fen vortresfliclie Cdvraltetcigenf '«ten srck Germering mit em er gem'sfen rugendlihen Vc- gristerung erimterte, und den aus vollem Kerzen zu rühmen er nicht müde nnitte Es war nicht ;u verwundern, daß Gerda ihm fcjt gerne zngehött batte und daß Ihre llnterhaltung viel länger ge- to-ordkit war, als s« beide es beabsichttgt !)a5at mochten. Ssivald ßJermertng aber war <rt in»'cm Morgen mit --iner Frisch« und Fveudigfeic in innen 'itruj grganger, wie sie ibn nur an feinen glück- ltcklt-.'n Zagei erfüllte Der veinltir Druck, der Kit seinen ersten Befuck im Falknechauee auf ihm gebegen, war wie durch ein Wunder verschwunden und die Welt icken. ihm wieder wie früher vvn ieryrQuidtnier üelligkeit erfüllt.
MS er ein paar Stunden später fernen gc* rrobntei Besuch nur der 3intenhöbe machte, tytte ihm Signe vor ter Ve.abschiei^^ spöttisch zu- yflufkrt:
„Wozu darf man Sie denn beglückwünschen > 2« strahlen ja förmlich Haben Sic das große Los gewonnen?"
Hnb wenn er ihr auch die Antwort hatte schul- big btt den müssen, etwas von tem Jubel emes Mensck^n, tem ganz unerwartet ein großer <&■> tomu zu^c fallen ift, war wuüich u seiner Seele.
Anzugsloüs hrbig, blio, uhi-i von 75IU
Er zerbrach sich nicht darüber l>en .wopf, aus rod» klLr Quelle ihm dies bestückende Gefühl dz Bc- freit^eins geilosfcri war, er nahm es einfach hin nnt cm köstliches 0le'che.st mid schaute Hellen 'Auges nach neuen Freuten aus.
Am nächsten Morgen ritt er hre'-er tm Schritt imter den im kdye.i Morge-winde flüsternden Baumwipreln dahin, und er war sofort ans ben -öügrin, als er in der Ferne etwas Del les. zwischen oen -stammen aufschimmern sah.
eie battti das alennali e Zu'amrre treffen nicht verabvedet, und Gerka sckieii ein iwuir» ver- fcgeu. Bor ferner Fröblich'ei aber ick and irre Bnangenheit jo rasch dalßn, imd sie star selber eine zu aulritfuigr, ungekünstelte Ratur, als daß s.e sich lange bemüht hätte, ihm fhie Freude an dem Lpazicrgang;u zween iu verbe gen So harmlos uno unvrnanglich mar ihr Geplcrirer, daß es kein ^auicheroyr hätte zu ftEeicn brauchei. Aber schon .langat dann leise jene Töne an, die freilich kcm rtauicherohr auf amen kann, weil nur ein i>jm ersten Ltebeshauch bewegtes .Verz frinböng genug ist, [k zu vernehmen. Ter £> ntedruch, mit dem 1« sich trennten, war kaum wärmer als der, den sic nach fcmen Äwankenke uclien -u laufdien pflegten. Mer als sie sich unter den Ta 'x des Fallner- bauscs wiederialen, flog es dock wie em Au> lruchten lächelnden Ei iverständ: i'sc? von dem einen jungen Augenpaar xim antern — rote neckisches Mahnen an ein kleines gemeinsames Geheimnis, und vielleicht rote ein stummes Versprechen
lFortsetzung folgt)
■ riat scbei'ern llm v-mrln ist r§ zu bedauern, daß ■riRrc Vorschläge für den Wiederaufbau trori au Wv roarii Geg nlicbe gestoßen sind. Die ?lrt, wie ■ r feri* AWi-rung die Frage behandel', läßt nickst ■ mf ihren _gufen Willen schließen, diesen Ausbau I iti das Rückgrat der Wi^erau'machung anzuscfen. W trmkreich allein Hann iedenfalls den Wiederaufbau Uwht eigenen Kräften leisten. Die deutsche ■ '. bei'crschaf' ist bere t. ihre Ktäste zur Verfügung ■ v s'e'lcn. Andevcrsefs muß das Ausland über ■ ’i. ßckftvere unserer Belastung aufgell irt nrrben, ■ wiie über urrerx*n gu en Willen, unsere Pflickst w 'il Möglichkeit zu erfüllen.
Richsministcr Dr. Simons stellt richtig, er 'n in Köln nicht gesagt, daß die Entente die > rsprvckoneii Birschüf-e nicht s,e'eistet lab? Dre roste liege vielmehr so, daß nach unseren Ablic- ■ inrngen allmonatlich feftge''ent werde, ob wir ,VX die Entente ein Guthaben hätten Wenn ^Wie ein Gutchikvn hätten, würbe ims dre'cs nickst c b'zghll, sondern zum späteren Ausgleich zu- halttn.
Schlichtungsansschuß der Provinz Oberhesscn.
Sitzung vom 17. Rovern der 1920.
-In der Stteitsach? des Schwer kriegAbcsckä digbm He nrich Fink in $)ottenroö gegen die G." meinte Latten rod wurde auf Vorstellung brr Lauptfüriorgestellc für Kri g-beschädigte uni Kriciishinterblicbene erneut verbände t und ent schieden, daß die Angelegenh-it aus dem ordentliche Rechtsweg zum Austrag zu bringen fei.
In der Antragssach? des Verbands der Böttcher, Weinküfer und Hilfsarbeiter Deut'ch'mids wurden für die Arbeiter der Firmen Cie Irr. Schwan 'Zich. E. Rü'mann),^ Ericard Silbereisen. Ehr. Fnderthal, I. Kann Söhne (Inh. Lammerichag), Karl Mch?l, Wallenfels & ^oh.i (Inh. Balser- mit Dirtuna vom 1. Rov. 192l) svlgmie Wochen- löhne festgesetzt: a; für Küfer über 21 Falirc
»«an««» durch.
bet lD.-Natl.) teturt, toß
, ®rä^. m Ömtnee^r sich nich. für eine Lu '»lsgcfpwchea Ube Er lx.be frei- Die iWer. m- bcfc6ten ^brei, die sck^'arze un eres Lawel^ uit.> mt- 'Anfuhren un.nvr Viei,!»e- 'c ^ratt B«armunq, t>a5 find bi' Fuß. nffiffS ^i-en^ixy..s Um fv dankbare
n.Uper toir den Stamn^syem>i sen sein die io 'Ä,t ^»halten Testend ist aiJ nerv-olkg'too'.t»-11 Wenn ei ro ,-ociirr-
Cl;1 ^Uerivlk. Der Friedcnsverttag lastet sckKoer aus uns und elbst hie P.zifjs^n sind hWiSI ?T’:^cn Omckich' gr'tomnie •. Tie Last dIB(tKre5' S >tnr oanx Summe, tne hnr zahlen haben wichen, v<yi> «»ri nicht in^nfT(V) atzun^sl^e.cs kostet
mw 100 (XX, Mari. 2x1311 ibinmen i? Kosten für bre Trupi'cnumin-Ävlätz-. Ein gemein i rann- P vtest t5rO^kstags und der aesam'en oeut^chen <YöurkT.in<i rst dringend erforderlich Dir Rul-e dre an»niblu2ick> in Deutfcküanb herrsch', ist eine Grab-sruhe. Tä:rg ist nur die Rveiivresse ?°.'L TLchum, tas w.r delltzen, ist dir ?Ar .Sehnsucht der Fran-osrn. W aifen haben wir nickst. Tre Repitfon zu er«
Unr nickst die Mach. Aber die Macht des Geistes und der Idee rnüs'en wir au^- nüben. Wir miiiftm Aufstlärun^arleic teilen, im ^nlande w,e tm Auslaiste. roie das in Amerika mit Erfolg der Fall gewesen ist. Soiaii-I? Nevinon des Friedensvenraaes nickst rrfolgt tft, konn.cn torr cm erroit Wieteraufoau nickst inifeu.
, Ab« Zapf (D.Dv.) fchster! die Schrierch- Cetten der Un:etbring3ing srcm»ösisck»er Offiz.crc.
ilt rein Wunder, wenn im Nheiirland her alU Gedanfc olles andere ve-ch aug- Das per- llerner e un) verarm e Teutid.^ini) stelzt v.r einer finanziellen Unmiststickst'eil. Tie Lage trägt das Stigma der 5>o fnungslosi^-it. Das Volk ist ent- tauscht über dm Ausgang des Krieges, aber auch jber. btc Revelutwn. fei' deren Anfang btc Dus- cbrdtimgen des Kapitalismus nicht ab-, sondern zugcnonnnen haben.
Abg. B r e i d f ch e i d (U. S. P.): Tie Ömipt- leidt ragen den des Krieges und des Friedcnspertra- ges sind die arbeitenden Klaffen. Aber Misere Lage ist eine Folge der Politik der Kriegsp'rbreckier. Manckies ist darüber in die Deffenl.idrfrit g-kom- S>©ffcntl:c& erfahren nnr noch mehr. Tie Schullägen ben ffrim, von Bvef^i o- <Y und vrn Dcukaeeft spielen sich heute als die Mo- all.elden auf Deutschland würde vielmehr vom lrluilamde ver- Itanden werden, wenn die Öelff.'richs sckstveigen würden. Wir halten es nicht für richtig bei jeder Gelegenheit nach der Rrmsion des Fri'dens^erträges zu schreien. Die von uns getocLxr en Kosten sind allerdings unerttä^lich. Es geht nicht an, daß die Entente unbegrenzte Men^m von Truppen ins Rheinland werfen kann. Von dieser Linie riner innlosen Bedrückimg muß abgewichn wer dm. Ab.w die Redeweife Simons war nich richig, besrndws nich seine Rede m Düsseldorf, .^at die R'nerung schlüssige D'toeise für den angeblichen Uelxr^in an Kohlen in Frankreich? Luden dorss hat bei seinem Rückzüge 1918 die ftol/eng-uben in Nordfrankreich imbrauchbar gemacht. Tie Erk ärung des Ministern des. Acußern über die Verw'nduni der Vo-fchüsse genügt uns nicht. Es sind tat'äch ich 33 Millionen bezahlt worden. Warum sind sie nickst zum Besten der Arbeiter des Ruhi-repiers verwendet worden- Rur die Sozialisierung kann die Wünsch der Bergarbeiter befriedigen. Wenn dr: Entente m das Ruhrrevier einmarscheren sollte, so wwdem ihr die Bergarbeiter sckwn eine harte Ruß zu knackm geben. Tie Rede des Ministers des Amßern in Düsseldorf über den feindseligen Akt, der in ein-m evtl. Einmarsch der Entente liege, war p'ychlogisch ein’ Musterlcistung gewesen. War für Machtmittel hat der Minister hinter sich, um seine Worte zu 'tützen? Ist das aber nicht der Fall, so müsse man fick nich tomhem, wenn. Frankreich eine KonfeauenNen aus der Rede ziehe und seine Truppen in der Rhrinprovinz noch mrijr ver- tärke. Hat der' Minister etwa Bundesgenos-en Inn ter sich? Denkt er an Sowjetrußland? Leider ckeinen mir die Einflüsse, die gegen ein ivirt- chaftlichs Zusammengehen mit Rußland sind, im Austvärtigen Amt gewachsen zu sein. Da wäre es doch besser gewesen, wenn töerr Simons sich der Mahnung erinnert hätte: Mein Sohn, mein Sehn, ziehe nicht an den Rhein! Selbst in Frankreich wird bereits vor einer Besetzung des Ruhrreviers gewarnt. Warum aber erfüllt Deutschland und vor allem Bayern nicht restlos die Pflicht ter Abrüstung. Das ist das beste Mittel, die Besetzung des Ruhrreviers zu verhindern. Tie Stimmen der Versöhnung in Frankreich mehren sich. Da muß jedes mißzuverstehende Wort vermieten werden werden. Tie Regierung muß eine Linie haben. Sic muß hnfi'en, ob sie den Vertrag eriüllen will
Abg. Fries (US. links): Den Krieg hat die internal tonale Arb.'itersck)aft verloren, deshalb rägt Ito allein die Kosten. Die .Klagen der rheinischen Bürgerschaft erscheinen übertrieben, sonst würden die Bürger cs nicht vorziehen, englische Offiziere in ihre Wohnungen aufzun hmen statt deutsche Ar- bciter und Angestellte. An dem Mißtrauen gegen Deutschland hat die Orgesch die $>aiqjri schuld. Das Bürgertum scheut sich nicht, die fremd« Besatzung imd ihre Mafchinengcwehre gegen strei teilte Aib.iter atizuru en. Demgegenüber hilft nur der internationale Zusammensch.uß aus kommu- nistisch.'r Grundlage.
Damit schließt bie Aussprache. Es folgt die Einzeltebatt'. Die Erhölung ter Kosten für den hohen Ausschuß auf 40 Millimien wird gegen die Stimmen da D.ut chnationalen angenommen. Der Rest tes Etats wird sodann ohne wesentliche weitere Debatte genehmigt.
Donnerstag mittag 1 Uhr: Interpellation Trimborn (Ztt.) wegen Beleidigung der rheinischen Bevölkerung durch den NegieruiigSvertreter 0. Falkenl^ryn und (Usttz über Oberschlcsien.
Sch.uß 6'/, Uhr.
t)cutfri?cr Itcicbstag.
Berlin, 21 9äoUemter 1920.
Der PrLsttent eröffnet die Sitzung mittags : llhr
Am Mtnisierttfch: Rrick-skaurler Fehrenbach, ArichSmininer stoch.
Auf rer Tag svrtenrnr steht die itoeüe Vera itmg dcS .riaushol s für die Ausflhmu'g des F ir- rensver rages Zum stapi ri „Stoüen sü- den hvl-en TuS chuß", das 20 Mill onen Mari worsich,, bc- atiwfll ter Ausschuß Erhöhung auf 40 Millwncn 3art
Wels lSvh.ri Eine Revision des Frie- ^Sveriragas ist nur dann zu erwarten, loenn wir i.-z Entwaffnung v»:rnehmen und Schadenersatz risien Es gibt nick s VerichrlrreS, als ten Sck>rei «ck Nack/c .riirr gibt es nur zwri Mögiickchci.eii: ■ntioeber Nevanckie oder Revision. Beides w- rnrmcn ist nicht möglich. Zeder, ter letzt dem ^mtcr ter Demvkra ie und ter Linken seine 3 trnme gibt, verstärit im AuSlante ten tifeist «3 Mist rauens gegen uns und hilft die Revi'Mi --möglick machen Wir müssen die pa^isisti-'chen (Träte Frankreichs ffätfon, hamv ter Zmperiali tjS fort stü-H'. Daß die Regierung, di-? der eng- chc Premernrinisder anerkannt hat, ten erngr- ■ aagenen Verpflichtungen ter Ablieferung und Ent- ^ckdiguna nachgekommen ist, verdient unseren ;>mt Aber tiefe Vertragserfüllung war auch ö'ig, um die Atmv'phäre ^u Wären und unfcrni i riren Willen zu tefiimentteten. Angesichts der rbc der im Frfotensterirag festgesetz en Summe : auch ten fmnKösisckren Rcvvlp.mpolilikein nicht nehl wmu'e. Sck)on die Belastung dnrck> di-.' Kosten ! fei Vesatzunasarmee schließt tic Erfüllung unserer i liran-ieflm Verpflich rmgen ans. Wenn daher jetzt m ftanjrö ifrfyrr Seite Vveschf "ge auf.aucfxm, daß tr an die S elle ter finanye Im Leistungen solck-e , tr Naturalien und ZndustrieerzeuMissen rieten prkn, fv sollte dieser Vvrsck>lag an ten Arbeitern
ffbg. Schreiber (Ztr.) beteuert, daß eine rü'ung ter Kosten für die Besatzung nickck ültch ist, wnl die Gegner jede Reckmimgsleramg »ckg-rn, aiksaeschlussen die Belgier. Beschwerden daS B satzungshoer von 150 000 Mann Voten dann Wert, nvirn das gan-e Voll sie unter- tt. Den Amerckanern müssen wir klar macken, 1 all? ihre Liete-Zgasten umsonst seien, nxnm
die Kosten tes Beatzimgsk.eeres vermn-tert jen. Der Redner protestiert gegen die fckswae- 1 Truppen, die noch immer auf tem linken rimfer ft ten und unsere kulturell so terfp »nte Bevöl'erunA vergewaltigen. Er protestiert l> genen den Sklavenhandel, ter unter tem tirantel der Frenr e legion getrieben ,m d ;u sollen die zwölf Flugplätze die'en. Aul i>:e
Widrigkeit dieser Einrichtung müsse das Aus- d enffpreckiend aufmerksam -leniudrt werten. Tie rilandskommi-sv-n tzat nickt das Recht, Ver- »tttmgm zur Aufrechterhaltung ter Rite imd l’riimg zu erlastsen Sie darf fein Presfoverbvt tfixeten, vor allem ober darf sie nicht die övrbenngen aufstellen, die aus tem Etat mrgfbm. Entschieden vrotefti.Tt werten muß Ifn das Bestehen der friedlichen Tarrchdrirtgung, «in Rlxinland tereitd Tefter Frückste zu tragen mi“!' Reick»Ssckmld<^setz wuß Den Rhein- Mem in ihrem harten Mmpfe, für teilen mann- y; Durckflsthrung sie ten Tank tes geiamttn Öfchen Volkes verdienen, »u Dille kommen. Ain gt-i/riKr können ;5ir eine IahreSbelastung von ^'Rill'ardrn aus tem Friede''Svectrag nicht Icn- tor Ter Redner reit die Bildung eines parlc!- !W'orisck«n Aussckmsses an, der sich mit ten iMÄtnissen im besetzten Gebiet ständig befaßt, jP’1 d'e Sdxxffung einer Stelle, ter die Änm-
Zu
Willis
Sei unter w fgj j niH M 124S0v W
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tind kann. Sie :vird un5 an ihrer c-.nt* finden, s 2 » M wenn fie erklärt, daß die Olktipaiuni i, iR-.-im ' 170 W ration unmöglich macht, desgleichen, ronm sie ei' ten Wiederaufbau in Frankreich brrnngd)?. Um tt^eS Um her tappen im Dunkeln zu verminten, wäre das Festfe^'n einer bestimmten Summe für die Wiedcigutmachung und die Ausstellung eines leileu Planes für Gens das Beste. Daß ter Per ria.l letzt allmählich bereits anfängt, abzubröckein, freut uns. Treiben wir eine Politik, Vic di.jes Abbröckeln fördert. Das alles wird stich erst voll- oeben Annen, nxroi die Arbei.er hüben und drüben so stark geivorden sind, daß sie ten Vertrag umstvßen können.
Stbg SIo r c 11 (Tem.) tespricht die Wirkung ter Mr»uterockv:l in ter cruSlra^ri chen Pves e. Eng lanb und Amcrila haben 'ich aus-^scktvicgen. Tie tellän«.i dk* Prcs c ha: unsere La-L letzt erst richtig erkannt. 'Die fraiiHosisckZc Pirise sieht in der ganzen v$n:ertx(Ia.b'.n» ebattr- teil Bereis, daß Tetittck land jtd) um die Erfüllung tes Frietensvertrages drücken mriL*. Wenn o.ch? AuSstel unga'i an den Reden teS Miniskers Simons und lei Reickska iz krö in ter ausländick)en Pre fe erleben nx'rtx-H riib, Jo rührt mich das nich-, denn die Reten ter ixrr Rteinprevi z ronrat tem AuSlonte '^Est unettvunicht. ri-rr Breitsckieid wirft tem Minister Mangel an >?Ii tidier Snuil)eit ter. Hält er etwa seine Freye nach tem eben ue len B mdes- gnioficn für Poll ich klug? iterr B.eückchcid han- telt natö tem Grund atz teure, die, um Frantz- rnri) gefall g zu fein, sich alles vvn Frankreich ge lallen lassen. Wcnn er hier, wv ei sich um die Vuti ter Rhemlante bawril:, die Schuldfrage auf* toirft, so ro.rh dadurch illchs getelß'n. Tas irer- yen ricmt BreiosckLids Anhcckgre im Rteinlande ihrn selber befliLityn. Wir mufien im Rteinlande untere lliesühle zügeln. Der Redner schildert die llctergri te ter holen Kvmmi'sivn. Fr an liech will lernen Aorten nach die Denwtzvatie in Teutsch- ltoid schützen. Tarnst aber, daß es dieser Demo- kra'.re fbntcquent die rechnerisck>e Grundlage für btc Beatzung tercnflwl- unt.-ritügt es die Demokratie nich.. Die 15'/- Milliarien, di- für die Be* satzmigsarmeen in ten Erat eingestellt sind, schll- nen mir nickst cmszureicken. Zu te« wir:sckstistlick'cn Schsk'en trimm: der Um'raub, daß die yi z^.hlenden Cnttckütigiingen gar nirfit oder »ehr lang am zur Auszahlimg ßoinnnen. Daß im Obcriugelheimer tinll Sühi.e ge an 'rocreen ist, erkenne ich an, daß aber der Möiter nicht missindia gemacht nvrdcn ist, betrauere ich Der Redner schließt mit einem Pwe.t gegen Ber ailles. Im Gtg.nsatz zu B.ri> sck,<t"> ten ich ter Ansickst, daß nur bann e was 'er- rricht werten kann, ronrn man es wieder und Wilcher in das Wellg-wissen hineinhämmert, daß dreier Vertrag Vvn Versailles eine einzi ist gegenüber tem Grundsätzen, die zum stillsicmd geführt haben.
. k, 17—18 Fahre 150 Mk arteüer 10 $a>i. w Niger, c fü' von 17 bb 21 llahre>i L>.) Mk., 120 Mk Die Löhne |ur Meiste , -o aiteiter u v ugcnteirtK Slrb.itcr und Artel rinnen mitt < rt 'ja^ccn tourten fr-.ir Vereinte, ung illxa• lafim. Ten Pari, im wurde >m übrijivn auf- aegeb.m, binnen 2 Wochen über einen förmlichen ^ariivertrag zu verl»m>ln.
3m ter Äntraigviadjc des ZenttaIterbandO ter <sckfudmachre wurde ter Silittn .c. e <stWarnas irurung in Gl sen aufrelcgt, Ctefilfai erster '1 u le <nnen Minde>nlunden.olni vx>n 1. < < Mk. bistei 1 Mk.), -wlltec Krasse 4 Ml. b.shre 3 M7.) vom 1. November l. I. an zu za bl.n
. 3n einer w tree.i eadr verständigten sich tee Parteien vor der Verhano.ung.
Am 18. November 192 > irurbret mit den .j ' 1 U c r n des Schlichtungsaus- L“,u 1.1*9 der „Refme..t.n E..ttvnif" etter «schlich tungsordnung und die Abändv» rungsvorsch äge biersu, fern ;t iie bivbrr bekannt xwo.Wen find, b-sprvch n. Ter Vor itzente M schllchtungsau.sckrus er. erfrort- .t.- tem Besitze.'n du- Besttmmungm über die St l ung der Beisrtzer nach ter neu n Sch ichtung-^ortarung, ferner die ^auplbejtimmungeii üjer te.< 33er,nimm und bie Reckckrmittel, über die St riktur ter Schllcktungs« Le hörten, über die Sie lang des Vorsitz-.rnden und tergl. Tic an den Vori ag sich aiischii-ßeitde an* (rregte Aussprache, an ter sich u. a. die .rirrreu Mann, Becker iBerga.b.iterp-rrand), Demutte Schilling (Lollar) beteiligte, b.ackste bemrek.-ns* werte Vorschrage. So wurde es als nrün-drn.V to.'rt bejeicömt. bei AuSgestalttinr des Wirkungs* gebiews ter Schlichtung.au.sckmse nickst an bett polittfchrn Grenp äht n hat zu matixn, fontent ». B. ten De. irk Gi.ß-.m und Um. egnd mit W. tz.'ar und den ansch iestrnden westllchn B ur'e.i als ein etnhest ,ck S Wiri cha tSgebiel au zu 'assen mid» toenn mög.ick w b i den B-zir.s.ri t rfwitörctm, mehrere Gebuck-, bi' wi tschn ttich zusanimen'eehö* ren, einem Schl ckstu msau.sckmi; au u terfte Int.
. Als tesonters wickstig wurde es bezeichnet, dav man allcS oermrixm nstsse, was eine Miß* flimmung gegen ten Schlichtungsau^sckmß hervor* ruren kann.
Stad* £ .......1»
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