Nr. Z2
Zweites Blatt
Giehener Anzeiger sSeneral-Anzeiger für Gberheffen)
Donnerstag, 25. März 1920
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Berlin
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Amsterdam, 24. Mär-. ($8323.) Der Berliner Berichterstatter des „Ällgcnvrn Kandel s-
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Gießen, Neuen Bäue 23
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Lich, den 20. März 1920.
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idemHeimgeganne-, >gna»m.8'/.UbrL1 siailsindenden Ehre zu erweisen
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Bisherige Gläubiger, die hiermit nicht
einverstanden sind, können ihre Guthaben bis
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Datum: 5*/gDeut.Mrteqsanl. 4-^Deut.Reichsanl. 3'/„Deut.Reichsanl. 4°/0 Preust. Konsolr Darmstädter Dank Deutsche Bank. . . Disconto- Gesellsch. Dresdener Dank. . Nationalbank f. D. Mitteld.Crediloank H.-Amerik -Pakctf. NorddeutscherLloyd Doch. Dutzstahlwrk. D.-Luxemb.Bergw. Gelsenkirch.Bergw. Harpener Bergbau Oberfchl.Eisenb.-B. Oberfchles. Tisenind. Phönix-Brgb.. Akt. Bad.Anilin-u.Soda Höchster Farbwerke Eleklr. 21. E. G.. . Schuckert-Werke. . FeUenLSuilleamne Daimler......
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9. Broun, Dentin
(3n einem Teil der Auslage nnedtrhrlt.)
Line amenfan'sche Sonöerfrköens
Vorlage.
Washington, 24. März. (WTB.) Dlwas. Dem Repräsentantenhaus ging ein Gesetzentwurf zu, der zu einem Sonder- s^rreden zwischen den Vereinigten t a a t e n u n d Deutschland ermächtigt. Der Entwurf zieht die Schaffung eines Hande l s r a t e s vor, der so rasch als möglich dem Kongreß einen allgemeinen Entwurf für die Leistling von Krediten an Europa unterbreiten soll. Diese Kredite sollen ausgedehnt werden, bisderWechselkurs wieder den Stand der Vorkriegszeit erreicht hat.
Amsterdams. März. (WTB.) Englischen Blättern zufolge melden „Central News" aus Washington, Wilson Hobe die Absicht, mit Deutschland und den Alliierten Verhandlungen einzuleiten, um einen modus vivendi bis zur endgültigen Stellungnahme der Vereinigten Staaten gegenüber dem Völkerbund zu finden.
Wafftnstrecknv^ einer Roben Armee in Tstürir-r«.
Erfurt, 24. März. (WTB.) Die „TMring. dlllg 3t«." meldet: baue naorgrn 8 Hfrr hat ixe Note Armee in Go t ha bedinOungslos die Waffengestreckt. Tie Recheruny verlangte um 10 Uhr die Ädgotze der Wasftn. Gegen 1 IMk mittags werden sich Abgesandte der ©tabt wrtfct oad) Eisenach begeben, um dem dortigen TruppeuEommand» die Adgabe der Waffen mitzu- teilen Danach rückten die NegierungStruppen in Gocha een. Die ff-ührung txr %odrsi Armee ist aus Gofha geflüchtet, .heute nachmittag 3 Uhr findet die Beerdigung von 173 Toten statt
Ohrdrufs, 24. März. (WTB.) Der Generalstreik ist ansge'hoben worden. Die Arbeiterschaft befindet sich noch im Besitze von Waffen. Ter Platz selbst ist heute nacht von der Roten Armee geräumt worden. Kleine Trnpvs von Bewaffneten sollen sich noch m den nmUegeuden Wäldern aufhalten.
Die Laye in Sachsen.
Leipzig, 24. März. (WTB.) Die Besetzung des Stadtgebietes Leipzig durch die Truppen wurde erweitert. In Grimma ist ern Angriff aus die dortige Kaserne mit Verlusten für bv* Angreifer abgeschlagen worden. In Borna »verden die Notstandsarbeiten nickt mehr ausgefübrt. In Jena ist der Generalsweik für beendet ervärt worden. Bei den Kämpfen um Mersebu rg haben die Regiermrgstruppen bte Oberhand behalten.
Keine holländischen Lebensmittel für die Rote Armer.
Industriegebiet ein starker Druck aut dir niederländische Grenze auS^übt werde. Die Führer der Steten Armee hal<n beivils m 1 r t• Ichaftlicheu AnschIust an volland <k» sucht. Abg erb: eie hätten, natürlich ergebnislos, mit dem nieberländisdvn (Äkaiu>ieii in V.'r.ui rer* Ixmbclt. kibemo habe sich auch die niederländisch.' Regierung flenvigert, mit den Rotm Truppen, wie rnm diesen vorgelchlagen, Lrcbensmitttl gegen Stuhle cnrszutauschen.
Pariser tkrhunblungrn ührr Trugen enlsendungen in das des-ttte Gebiet.
Paris, 24 März. WTB Aus die Stete, oie die _beutidx R.-cheruttg an den Cbersten Rat wogrir Trupv?nsendungeil m boe ^RvUrpfbiei ab« liest, sind gestern deutsche £ ff 14 iete in Parisangefommen. &ie sollen bte ffllin teilen üdrr die technische Benmr0'rfmng rhaes Pnx iekte^ unlemdüen.
Tozu bemerkt vavas: Wir glauben, dast dieses in der Entsendung rvn 100 00<> Mann Truppen und 'Polizei in das Ruhrgebiet besteht, für die jetzt die Genehmigung von btii bentfrfjm Offizieren eingeholt werdcit soll. Tie Banschoster-, te-'lerenj beschäftigte sich gestern nachmittag mit duffer Frage und. da br milü arischen Lachoer-- stäitdigen, Äterschall Fach und literal Weigand, ebenfalls anwesend waren, wurde ihnen der Bericht über bte Sage in Teutschland wrgelegt. Unter den augenblicklichen Umständen werden die WnnschederdeutschenRegterungwatzri scheinlich von der französischen Regierung unterstützt werden, trotzdem diese von Deutschland gesorderten Mastnahmen eigentlich alS äma-3 zu aus ged rangt erschei.'ett. denn m Wirtlichkeit. so meint die L»avasiu>te weiter, ist beute das Scbe* im Ruhrgebiet säst vollstandtg normal- die Streiks haben ausgehört und selbst die Züge verkehren wieder. Es wird weiter gemeldet, dah bu? deutsche Regierung von Polen gefordert hat, die deutschen Truppen aus Ostpreusten d, rch- marschieren zu lassen, damit diese gegen btx Bolsche- nriflen im Ruhrgebiet Vorgehen können, vinzuzu- fügen ist noch, dast diese 100 000 Mann da? Ruhr- decken sofort nach Wiederherstellung der wieder räumen ro-tben.
Prinz Heinrich vorWeryechend verhaftet.
Kiel, 24. März. (WTB.) Prinz Heinrich von Preußen war wogen Verdachtes den Beteiliyung an der Kappschen Berschwörung einige Tage m Merken heim bei Eckernförde inhaftiert. Der Verdacht scheint sich aber mcht bestätigt zw haben, denn der Prinz durfte wieder nach sernenr Gut Hemmeismark zurückkehren.
Lüttwitz in Schutzhaft.
Berlin, 24. März. (WTB.) VOmdtat bmt Trotha befindet sich in Schutzhaft, lieber General von Lüttwitz, der feinen Wvlmsib autzev- halb Berlins angegeben hat, ist die Schutzhaft ckensollS verhängt wocken.
Hfimtchrrr aus gtoten.
Am st er dam, 24. März. kWTB. Mr «s- lrfche Blätter melden, wurde im englischen Untern häuft mitgeteilt, datz während des letzten Moratts | etwa 1800 Deutsche von Indien <rns in ihre Heimat I »urückbefördert wurden.
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Dauernder Neueingang.
Anilin schwächen sich 5 Proz. ab. Bei reger Nachfrage wurden <s>tnnnerei Ettlingen gehandelt, wozu bu Napüalserhö^tng den Anlaß bot, sie (teilten sick am 299 Plus 9 Pro». A. E. G. sanden ebenfalls Beachtung und wurden um weitere 13 Proz. gesteigert 415. Frankfurt a. M., 25. März.
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Ein Brief aus dem Saargebiet.
Einer Gießener »Familie ist aus D i l- linge n a. d. <oaar dieser Tage ein Privatbrief zugegangen, in dem noch einmal hervorgehoben wird, was jüngst schon durch die Zeitungen gegangen ist, daß im Saargebiet alles andere denn Zuneigung zu den Fran- rosen herrscht. Wörtlich lautet diese Briefstelle:
„Was erzähl! man sich beim bei Euch tum neuen ^aarihaat? Ueberivältigende skundgebuug.n des einigen Saarvoltes für Freiheit und Deutschtum fanden am 12. März in Saarbrücken statt Ter 12. März! Dieser Tag wird ein Ehrentag fein in der Geschichte des Saarlandes jetzt und umnerdar. Wer Zeuge war jener gewaliiien Kundgebungen, wer die Tausende und Abertauiende fick durch die SttAsten wälzen und vergebens nach Ein last ringen sah. wer die elementaren Ausbrüche einet lohenden Begeisterung miterleble, dem wird die Weihe und Gröstc des 12. März ei-ig untrer’ gehl ich bleiben ^n die weiten Lande wird und must eS stingen. in die Gauen des alten Vater- landes. damit es fein Miftverständnis mehr gibt und keinen Zweifel: Tas 3aartxo(f ist stolz auf feine deutsche Dergangeftheit, seine deutsch- Kulttrr, feine deutsche Muttersprache, und was sein L>erz, bewegt, das stieg jubelnd und brausend am Abend des 12 März aus tausenden Kehlen begeistert zum Himmel, das Lied der Hoffnung und Zuversicht durch 15 Jahve vorübergehendem Trennung vom Mutterlande : Teutschland, T-eutschland über alles! TaS ist K) die Stimmung im Saarlande. Ich habe es Euch geschriebTN, da Ihr doch sicher auch noch dntaehe für das Saarland hegt."
y 0 ch s ch r« l n a d? r i d? t c tt •
J( Marburg, 23 März. Ter frühere Leiter der Universität»-ZahtelliiE, Pnof. Tr. Guido Fischer in Hamburg, wurde unter Ernenrrung zum a. 0 Professor für Zahnheilkunde zmn Direkter des neu zu errichtenden zahnärztlichen Justttuts der Unüxrfität Hamburg ernannt.
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Frankfurt a M., 24 März. Börsen-' stimmungsbild. Tie ftste GrmckteTrdenz hielt auch im AbendveTkehr an, doch war das Geschäft ruhig Im freien Berkehr nxirben Julius Sichel lebhaft gehandelt. Petroleumaktien blieben unter Schwankungen behauptet. Tonische Petroleum 667, teulfdc Ecköl 736, Kvlonialanteile blieben gefuche 9475, Canada Shares 1350, Mansselder ftlye schwach 5025. Elektro werte wieten fast durchweg •ehrte Kurse auf und zogen meist an. Felten und Auilleaume gewannen mit 528 12 Proz, Berg^ nann-Werke 280 plus 10 Proz., Lahme her 250 vlus 12 Pvvz. Teutsch-Uebers« schwächten sich tck 1350, Elckktro Schachert wurden mit 235 plus 10 tPrvz gefleiacrt. Montanpapi-n^ lagen ruhig und leicht abgefchwächt. Schantungbahn mit 612 etwas


