kämpf er.
Kreis Alsfeld.
Fortsetzung 8.
(Nachdruck verboten.)
Und da
schäft?
(Fortsetzung folgte
Die Gräfin.
Roman von G. W. Appleton.
ist kerne hundert Schritt« von hier entf’rnt und es wird kerne fünf Minuten Umweg für Sie ausmachen. _ .
Mit dem größten Vergnügen, Sxrr Doktor, antwortete er, und wenn 's ein paar Meilm wären!
Sehr liebenswürdig, Derr Mimms, ich glaub' es Seiten. Es ist nur so ehie Liebhabevri von mit. Ich fürchte mich nickü im geringsten, aber rch habe so eine Idee. Das ist alles.
Die e Enttcklllung muhte Mimms sehr rätselhaft Vorkommen, aber er crroberte, er glaube, er könne so gut wie emdme S$eute sich das Seine denken und <ni meiner Stelle wurd: er genau dasselbe tun.
Als wir vor meiner Gartentür an gelangt rtxrre-, schüttel en wir uns Li aller Freund chtst die Band. Ich veripräch i'nn, ihn am folgenden Ätorgen au' zu suchen, sck>toß das Daus auf uni> begab mich sofort <ruf meine kleide Bude.
„Jetzt aber will ich mir das verflixte Ding da ansehen," murmelt ich und holte das gehnmnis- volle Paket der Gräfin aus der Tasche tervor. Der Umschlag le'a d ans er tä t gern Pergament, o fe bar a s Lndi chen F brito es, und w r mit grv.-eSiegeln aus gel em ItacF vers-chn. Auf b.-r Rückseite ds Umschlags erblickte ich rinen 1 Kreis mit qewii en unk erlichen Gchetmzcichen, aler einen Namen ober ein: Ad.eise konnte ich l nicht entdecken. Ich wandte ihn mehrmals um,
km hi.r sind, Sxrr oem Si mich b.s gLuen wollten; si:
ein ist sicher dazu berufen, tn dem mnMckischm Leben Friedbergs eine hervorragende Rolle zu spielen.
y Mainzlar, 22. März. Gestern abenb fand im Saale des Gastwirts Müller ein gut besuchter Lichtbichervortrag des Generalsekretärs des evangelischm Bundes, Pfarrer Haup t-Darm- stadt, statt. Es wurde eine Ortsgruppe gegründet der 57 Anwesende beitraten. _
up R u p pe r te n r o d, 23. März. Vorgestern fand in unserer Kirche eine Dankfeier für die betnt-- gefcljrten Gefangenen statt Pfarrer Jung-Ober- Ohmen hiell die Ansprache
Gießener Strafkammer.
Eichener Stadttheater.
Gießen, 24 März.
Ein Walzettraum. .
lieber den Verlauf des Künstlerfestes ist m unserer gestrigen Nummer kur; k^rrchtet wordem Es sei daher haute nur noch bte Besprechung der eigentlichm Ausführung des ,,W a l z e r trau m nachgetragen. Die fcstlrche Gelegenheit, sowie die Mitwirkung des gesamten Personals verchromen eine besonders gut gelingende Ausführung. Dich Envartung wurde jedoch nicht ganz erfüllt. LW daß man von einem Mangel an Eifer reben. Eonate, denn alle Mitwirkenden waren sichtlich bemüht, «Bestes zu geben, waren mehrfach starke Uneben- Reiben zu bemerken und Stellen, an denen es mcht klappte. Mag fein, daß di- Feststimmung bei den Darstellern eine gewisse nervöse Stimmung verursachte. Trotzdem war gerade der Walzertraum dazu Migetan, für die folgenden Stunden den not» wendigen Schwung zu geben. Gut büriwnivrt roaren die Hauptstützen unserer Operette Margot Werne r und LAdolf Falken. Dans Ei s o l t eiwilt ich als wertvoller Zuwachs der mannltchn Ge- sangslräftc. Mit viel Gesäxck mimte Woli t»e u t- heiser eine Kindermannsigur, bte |tcb beionoer» gut neben Rudolf Golls Sevenis imus ausnahm. Lisch Sprenger loste die größere Au gab-' der Prinzessin Helene zwar nicht überivaltigend, aber annehmbar. Luise Rammel als Oberkammerfrau war lebhafter und auch im Gesangsvortrag freier. Drastisch wirkte Margarete Wernicke als Tschinellcnfisi. Hervorgeho^n seren, noch veomg Rupprecht, Karl Volck und Richard
''Die Spielleitung lag in den Dändwv« Rudolf Goll, bet es versteht eine Cpereffl richtig anzufassen, dre musikalische LeckS Ludwig M a r g u t h, der bte bekannten MelsM beschwingt vorübertänzeln liest. ,
Die Mitwirkenden wurden mit reichen
gaben bedacht. Wenn Derr Do rat Stein goetter in der Begttistniigsaussprache eine »0« engere Fühlung von.ftünitler und Publi um erhoffte, so mustte man tn den Ehrengaben gute w- zeichew hierfür sehen.
Ittrchliche Nachrlchtett
Israel. R e l igi ons - Ges elN«tt Scbbatseier b. 27. März 1920.
6.20. Samstag vorm 8 30. {
: 3 30. Sabbadausgaiig 7 35. — Wochengottesd.em . m-org. 6.45, abds. 6.0E______
Der Streik in Stratzburg.
Strastburg, 25. Wen,- (WM.) Gestern hielten die Arbeiter an verschißenen Punk.en der Sw^ Berchmml r-gen ab, um über die Skenbiginig ^sGener^lstr-iks und bte SSieönauntabme der $rteü^ traten. Tie Arbeitgeber haben sich ent- Men t> s SchiÄ>sgerichtsurtell anzmAmen. Das Urteil des Schiedsgerichts /^thalt 50Pun^c, von denen die Hälfte güiisttg für die Arbettn ist.
Art- StaM itnö Catifc* Giesten, d-n 25. März 1920. Lebensmittel.
** Marken-Ausgabe. Am Freitag und Samstag den 26. und 27. ds. Ms. gelangenm den Bezirken Brot-, Kartoffel- und Buttermarken zur Ausgabe.
♦* Tie Zucker- und Nährmtttel- marken, die am Jreiag den 19. und Samstag den 20. ds. Mts. tn den Bezirken zur AusMbe gelangten, sind 1x3 spätestens den 31. Marz 1920 einer Verkaufsstelle zur Eintragung ih.er Firma und Abtrennung der KontraIlabschnttte vvrzulcgen.
** Freibank. Freüag, 26. März norden von 1—3 Uhr die Nrn. 1701—1800 beliefert
Veranstaltungen.
Donnerstag, 25. März: Cafe Leib, 8 Uhr, öffentliche Versammlung der D.mllchen De- Uwkratischeu Partei. — Postkeller, 8 Uhr, Mü- gliederversamn'lu"g der Deutschnatwnalen Volks- partet — Lichlspielthoater, wie gestern.
Freitag, 26. März: IO1/2 Uhr vormittags. Neue Aula, akademische Feier der Gesellschaft Lte- bigmuseum. *
** Amtliche Perjonalnachrichten. Am 19 März wurden der Krrisg vmtter Friedrich Otto Bischoff, zur Zeit in Büdingen, und der meter 1. Klasse MattlMs Rau, zur Zeit rn Frv^- berg, mit Wirkung vom 1. ^nuar 1920 ju tnftcrgcomct'ri ernatrait. — Am 19. März 1920 wurde der Vorstand des Landcsamts für Wetterund Gewässerkunde Profefor Tr. Eeorg Greim <atf sein Nach uü'en vom 1. April d. 33. an aus dem.Staatsdienste entlassen. — In ben Ruh> stand versetzt wurde am 15. März 1920 der Ober- vechnungsrevisor Recktrungsrat Dans Ritzel tn Darmstadt auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner dem Strate geleisteten Dienste mit Wirkung vom 1. April 1920 ab. — Im den Ruheslaich versetzt wurde am 17. März der Lehrer an der Volksschule zu Daingründ-m, un STrei e Büdingen Georg Heinrich Seibert aus sein Nachsucken unter Ait- rrTenmmg seiner tem Staate gllcifteten Dienste vvm 16. April 1920 ab.
— Alsfeld, 24. März. Dekan Sauer- weiu ist kurt nach seinem 25jährigen Jubiläum als Ortsgeistlicher gestorben.
Kreis Schotten. »
np Ulrichstein, 24. März. Der Antobetrieb M ü ck e—U lrichstein ist wieder eröffnet Eine wesentliche Störung konnte nicht eintreten, weil d« Reparatur gerade in die Zeit des Eisenbahn streiks fiel Das schöne Frühlingswetter bangt starken Verkehr
B Burkbards, 23. März. Die'B er Pachtung der Grundstücke bet hiesigen Pfarrei ergab den Pachterlös von 2189 Mark für das Jahr, das seck>sfache d s früheren Betvages. — In Anwesenhät des hessischen Denkmalpflegers, Ge- heimerat Walbe aus Darmstadt, fanden hier
schränken. „
♦* Zur Anmeldung zum Brennstoffbezug für das am 1. Mai ds. Js. beginnende neue Wirtschaftsjahr werden an Daus- l al tun gen mit eigner Küche und an gewerbliche Betriebe Formulare ausgegeben. T« Annvlde- fvanulare sind am Frei ag den 26. und Samstag den 27. März ds. Js. auf den Lebensmittelbezwken in den üb.ichen Geschäftsstunden erlMtltch. Nach Ausfüllmig sind die Formulare bis spätestens den 1. Apiil an das städtische Brennstvjfamt zurück- zugeben. , „ ,, o
♦* Die Deutsch-nationale Volks- Partei hält heute abend im „P 0 st k e l l e r" eine Mitgliederversammlung ab, um zu den letzten politischen Vorgängen Stellung zu nehmen.
Landkreis Gießen.
X W ieseck, 24. März. Der diesen Freüag um Vr9 Uhr im Saale von Braun stattfindenden Lichtbildervortrag von P.ar er Daupt- Darmstadt ist k e i n Kriegs vertrag; er bringt unter dem Thema: „Mit der 48. Res.-Dickion in den Karpathen und Galizien" 60 Original Aufnahmen von Land und Seuten, militärischen Dingen. Zur 48. Reserve Division gehörten die Regimenter 221 bis 224, also auch von hier eine grotze Zahl Mit-
Uebcrfall.
-- Vilbel, 24. März. Auf den Nachtwächter Krieg wurde in der vergangenen Nacht etn U eher fall verübt. Man fand den Beamten in einer entlegenen Straße in einer Blutlache lte= aenb vor. Die Dirnschale war dem Uel^rsallenen durch drei schwere Schläge gespalten. Ms mutmaßlichen Täter verhaftete man einen mengen Einwohner. v
rw. Frankfurt a. M., 24. Marz. Tagta^ sich finden noch Haussuchungen bei Leuten statt, di-e mi. der Regierung Kapp-Lüttwitz m Berandung gestanden hab?n fallen. Es wurde schon riniges stark belastend-s Material vorgefunden. Tie betreffenden Wohnungsinhaber kamen dann vorerst in Schutzwft. Auch die Frankfurter Studentenverbindungen wurden in Quartieren in© öäust-rn ausgesucht. Bei ihnen fand man ganz besonders zahlreiche Waffen, Karabiner und Mmn- .iion in reichlicher Menge.
me. Frankfurt a. M., 24. fDian. Emern zur Messe getont menen Kar u s s e l l best tz e r umrbe auf der Fal)rt nach Frankfurt das Segel- tuchdach und sämtliche Mes mgtrile seines Karuf- stlls gesDUen, so daß et vorerst nicht arbeiten kann. Autzerdem wurden 200 elektrische Glühlampen ge-
^me. Frankfurt a. M., 24. Marz Wegen iimebmcnoert Kohienmangels wird der Schnellzug sve r ke hr a b Franks u rt in den nächsten Tagen wieder bedeutend ei.igcschränkt.
[I Marburg, 24. März. Das 16 Monate alte Töchterchen des Metzg.'rm-ri'ters Lang wurde infolge eines unglücklichen Zufalls im Elternhause mit heißem Wasser verbrannt und starb an den Verätzungen. r ,
[1 Marburg, 24. März. Infolge weiterer Aufrufe dauert der Andrang von Zeitfreiwilligen fort. Auch aus Marburg sind eine Menge ehemaliger Soldaten eing.treten. .
p Marburg, 24. März. In der gestrigen Sitzung der Stadtverordneten wurde entgegen dem Magistrat, der nur 60. Prvz. Teue- runaszulagen den städtischen Ange, e Irin im ersten Virteljahr zubilrigcn wollte, besch.osen, 150 Proz wie den Beamten »u bewilligen. Es wurde zugllich beschlossen, die beiden freien Nachmittage im Rathaus in Wegfall kommen zu -lafsen. ferner wurde einem Anträge stattgegeben, bei der Landeskreditkasse zwei Millionen Mark zur Tilgung einer Schuld beim Banthause Strauß au zunehmen, weck hierdurch eine Zinsenersparnis eintrüt.
gedeckt wurden. ™ .
** Kann der Haus garten dem Mieter entzogen werden, auch n>enn der Vermieter ihn durch ein anderes Gartenftück ersetzt? Eine En sck-eidung m bt'fcr Frage, die von prm- 11 Diener Bidmllmg f-.rin dürste^ rnurbe dieser Tag« vom Amtsgericht Gietzm gefällt. — Durch Spruch des Mie einigungsam.es wuide einem mengen Mieter der iljm laut Mietvertrag zuftehende Galten anteil in der Weise entzogen, daß NM em Ei satz stück tn einer anderen Sria>, al,o mch bireft beim Dause, rugewiesen wurde. Ter Mieter > verein gab dem Dritter den Rat, über den Spruch des Mieteinicmngsamtes linrocg es auf eine ge richtliche Eutsckieidung arttommen zu lasen. Tas Amtsgericht, wv der SSermkter auf Grund dec Sp ud^ce des Mieternigm-gsam es . M ge an« strengte, entschr d zu Gunsten des Mieters, da in trijem Falle das Mietrinigarngsamt — obn»l,ü feine Befugnisse im übrigen frijr weit reichen — feine Zuständigkeit überschritten habe; fein Spruch sei daher r ech t s un wi rfsa m. Vor dem Arieternigungsaml hätte die Lb^gelegcn- brit höchstens im Vergleichsweye erledigt werden können. Weiter stehe die Auffassung des Driet- rinigungsamtes auch mit den BeKimmungen des Bücg^rlick^en G.setzbuckies in Widerspruch, wo gesagt wird, daß entern Mieter die gemietete Sack-e oder ein Teil ders.lben oh.ie Kündigung des gesamten Miekver'haltnisses nicht entzogen weri»cn kann Nachdem das Mietri ngungsamt bte Verlängerung des Mritverhäl nisses ausgeipvochen hatte, war es nicht befugt, diese Verlängerung auf einen Teil des gemieteten Gegenstandes zu be»
Wie geht s, Jarvis? fragte ich. £>aben Sie noch lange Dienst?
Bis sechs llhr, Derr Doktor. Eben angetreten.
So, gut denn, sagte ich und drückte ihm ein Fünfschillingstück in die Daud, ich empfehle den Sonare und insbesondere Nummer 19 Ihrem wachsamen Auge. Wenn Sie abgelöst roerbm, so sagen Sie Ihrem Kollegen, badelbe zu tun, nicht währ?
Zu Be e l, Derr Doktor. Ist nx.s Verdächtiges vvrgefallen?
j Gerade genug, junger Mann, bemerkt' Mimms Ihr werdet Eure Augen o>n hallen inib tun, was Euch der Derr da sagt; t«ri genügt.
Und, ergänzte ich, wenn Sie morgen frei haben, so tommen Sie für einen Augenblick zu mir und melden Sie mir alles, was Sie irgenbroi* Ungewöhnlickes leobuchteten. Gute Nacht Jarvis.
Gut' Nacht, Herr Tvkwr.
Mimms und ich leg en nun schwrigend die kleine Streck' Weges zurück, die uns noch von meiner Berufswohnung trennte. Ich schloß auf, zündete ds Gas an und bereitete ra ch dtnen ziemlich starken Schlaftrunk, dm ich dann Mimms übergab
Versichern Sie sich, d ß sie ihn entnimmt, sagte id) und schnaubte das Gas roicber herunter. Sonst wird sie fein Auge zutun und morgen ganz
** Tas Finanzamtsbureaupvr- steher-Examen haben anfangs März lf. Js. die bei b?m hiesigen Finanzamt beschaf igten Ge- tilfen beftonb?n: Karl Müller aus DockerÄ»rs, Dans Schmitz zu Gö tzen, Christian Belz ru Gichcn, Ludwig Derzberger aus Qu«llwrw F.r dnch Merz anS Gwtzen-Bnseck und Willy Luft aus Gießen
** Liebig-Museum. Zur margigen Er Sffnungsfcier fei nochmals erwähnt, daß zur aka- bernifdrn F rir Vormittags 10'/. Uhr iMunk, Bor- träne) jGermann Zutritt Hit. Bon heute ab werden auch noch Karten für die Thratervorstellung an der Theatertosje abgegeben. Vielfache Anfragen wegen sei gesagt, daß der Bengser des. Stuckes „Dexenküche" em Pwfefwr bet medizinischen Fakultät Eicßen ist.
** Neudeutsche Kün stlergilden. Tie Ausstellung im Stiidenteillrim am Burggvabcn Werttags wn 1—6 llhr und Sonntags ron 9—12 llhr geöffnet, ist bis zum 29. März verlängert, Wir werden morgen in einer Besprechung darauf
Gießen, 23. März 1920.
Drei, in der gleichen Z'lle des Landgerichtsgefängnisses imt rgebrachte,Untersuchnng»gesmigene batten mit Dille eines kurz zuvor entlassenen Gefangenen, der ihnen Werkzeuge zuiteckte, gernem» schast.ich einen Ausbruch geb*on,t und vorbereitet, indem sie die eisernen Gittentäbe durchzufeilen suchten und Bettücher zusammenknatet n, um sich daran herabzulasen. Das Unternehmen mißlang und einer der Drei zeigte die Sache an. Gegen das Schöffengerichtsurteil, das sie zu je sechs Monaten Gefängnis verurteilte, verfolgten zwei der Angeklagten, darunter der Angeber, Berufung. Sicfev b.bauptete wieder, er habe nur zum schein mitgemacht, weil er Angst gehabt habe, von seinen Genossen totgefchlagen zu werden, und benej uch aus die Anzeige als Beweis seiiies guten Willens. Die Berufungen hatten keinen Erfvlg; sie wurden zurückgiwiesen. . , _ .
Der a,t, insbesondere wegen Betrugs, bestrafte Vorarbeiter W. Sch. hat sich in einem Laden zu Grüningen unter falschem Namen^ und durch geriebene Vorspiegelungen ein Stück Sammet erschwindelt und es sofort zu Geld gemacht. Tas Gericht schloß sich der Auffassung der -staats- anwattschack an, daß der im besten A'.ter stelMdc, zu redlichem Erwerb fähige Angeklagte auf Annahme mildernder Umstände keinen An.pruch habe, und erka.inte auf zwei Jahre Zuchthaus und
Drahtkassette mit 100—150 Mk„ welche erbrochen im Dausflur zurückgelasfen wurde, 1 si b. Zigavtt- tenrtui mit Monogramm, 1 goldene Armbanduhr mit Kettenarmband. Die Uhr ist mit Suhl graDiert eine vergoldete Dose mit Spiegel und Mannervilo verz'ert. — Ergriffen wurde ein Täter, welcher in der Gegend von Wetzlar ein Fahrrad M:stohlen hatte. — Gestern wurde am Hellen Sage aus einem Garten der Alicestraße von einem Menschen tn Uniform Wäsche gestohlen.
** Eine Eisen bahndiebsbande ent- larvt. Ter Kriminal-Abteilung der EtsenbalIi- Ticettivn Frankfurt a. M., Zweigstelle Gießen, ist es gelungen, wie auch Dor einiger Betitn Jtuk-a, auf Bahnhof Ti.lenburg eine ganze Reihe von Tiebstählen (Moore, Zigarren, Zigaretten, Kognak, Wein, Stoffe, Anzüge, Schu,e usto ) aufzudecken und dabei 21 Eisenbahnbemenste e als Tater zu enllarven. Ferner sind niehrere Zivilpersonen bereits als Detter ermittelt. Tie des Diebstahto ül*criübrten Eis mbahnarbriter wurden Mort entlassen, gegen die beteiligten Beamten das Ent- lassungsversahren eingelötet £a essichm rereii Fä.lm um Bondendrebstckhle handelt, haben bte Täter schwere gerichtliche Strafe zu erwarten. Ein Tri! des Diebesgutes tonnte von den Eisenbahn-Kriminalbeamten noch für die Verwallung gerettet werden. Bei Aufdeckung derartiger fca;te dürfte sich die von der Eisenbahn erngeietzte eigene Kriminalpclizei wvtt verdient machen und es wird zu l»ifen f in, daß der Korrup.wn bet der Cifenbahn-Verwallung nun energud) zu Leibe gerückt wird, zumal auch in Frank.urt a M. von einer Eis mbah,r-Kriminalrwei^1telle Fulda ebenfalls ähnliche tiebiMle in grögerem Umfange auf»
600 Mk. Geldstrafe. m t
Der bereits bestrafte Kellner W. I., der Metzger K. Sch. und der Schneider W. W. smd im Januar d. I. in Friedberg zusammen tn iroci Dosreiten eingestiegen und habm 2 6 F l a > ch e n Kognak und zw.r Dasen gestohlen. Straft gegen W. I. acht, gegen die anderen je sieben Monate ^^D^r^Schuhmacher PH. M. und der Tagelöhmr P. K. erhielten wegen gerneinschaft.ichen Diebstahls vier Monate zwei Wochen und drei Monate Gefängnis. Von einer Reihe werterer Ank.a- gen, die ihnen und einem Mitangeklagten zur Last geegt rrmrden, mußten sie mangels ausreichenden Beweises freigesprochen werden.
Vereine und Veranstaltungen.
h A llendv r f a. d Lda., 21. MärH Ter Generals -fretär des Evangelischen Bundes, Pfarrer Daupt, hielt gestern nachmi tag im Ranft schen Saale eine Versammlung ab, in der er über das Seelenleben und über die Kräfte der eeefe ^4 B utzbach, 24. März. Tas dritte Konzert, das das T 0 P P e l q u a r t e 11 Lang-Göns während seines kaum einjährigen Bestehens am vergangene l Sonn ag ve ansvalte e, hatte Vellen Er- wlg, trätzdem die Kap.lle des Giesener Reichswehrregiments und ein Frankfurter Tenor tm letzten Augenblick abfigen mußten.
O Friedberg, 24 M örz. Tas m isikilisV FrieKerg tarnt auf zw.i bedeutungs-volle Eretg- nifse zurückblickenam Sonntag den 21- März brachte der leit'bem Jall-re 1868 hier beitehende Musifverein unter der Leitung fernes Tlrtgentzm U s i n ge r Schumanns unsterbliches Meisterwerk Das Paradies und die Peri" in nrufoetgültiger Wrise zur Au.füh.una Am 23. März führte nch der im vergang men Jahre gegründete „Orchester- verein" Rum ersten Mate tn einem ÄsenttichOi Konzerte in vorteilhaftester Weise ein. Tas Orchttter unter Leitung d s hochbegabten Herrn Hermann Herstein zrig e, daß es vollen Anspruch auf fünfte terifclK Leistungen Txit; neben MristerwTrten der llasiischen Ktmst tarn auch ein Walzer des Ttn- nentert „Frühling" zur Ausfichrung, d.r eine sehr beifällige Aufnal-me fand. Ter neugegründele Ber-
zurücktommen.
♦* Die Diebes chront k. In der Nacht WM 23. März 1920 wurde in ein hiesiges Lager, welches zum Einst.llen von Möbeln dimt, etn Etn- lbruch verübt. Die Dllbe öffneten mittelst Nach schrüssels die Türen und zerbrachen gewaltmatztg die Möbelstücke und raubten KleiMtngsstücte, Ktn- berfleiber, Schürzen, Schuhe, Stoffe, Leibwäsche, Bettzeuge, Federxttzeuge, Bott.änge, Routecmr, Gardinen, Schmuckeegenstände. Rrnge, Uhrketteund Münzen, Doiltttespirgel. Photographien, Äir- schenschastsbänder, zwri. neue fBaJerenn r, außen dinckelblau, innen weiß emailliert, im Gesamtwert von 8—10 030 Mk — Außerdem wurden in letzter Zeit ans einer W a s ch a n st a 11 dvet bunte Herren- taghemde, gez. I. G. ob. G., 1 weißes Taghemd gez. W. K. ober Kr., 1 weißes Nachthemd, 2 gelb imb graue Herrennnterkwsen, 1 weißes Damennachthemd, gez. M. K., 2 Tischtücher, ge$ Fi., 3 Handtücher und 4 Slallltasen. Am 23. März wurden in hiesiger Stadt 2 ,^cchrräder, das eine Marke „Torpedo", Fabr.-Nr. 218 499 im Wettt. lohn 1000 Mk., das andere Tarnt nicht näher beschrieben werden, im Werte von 500 Mk. gestohlen. — In der Nacht zum 24. März wurden verschiedene -Haus - und Vorplatztüren mittelst Nachschlüssels geöffnet und aus den Wohnungerl folgenbe Sachen gestohlen: 9 Frauenhemden, weiß, mit Stickerei und Schulterschtuß, 9 weiße Frauenhofen, 6 weiße TaschentüchTr, gej. S. B., 6 wiße Nachtjacken, weiß mit roter Wäscheborte, 1 Brieftasche, dunkelgrünes Leder mit Koleurwappm, eine
nung, at^ das Gelttmnisseincs J^lls ctnzv' bringen und warf ihn dann auf „übt-;
„Wie mysteriös!" sagte ich mtr. A zu wollen. Ich mutz verfuchen, mit X>upe „Buchanan" des Rätfel zu lösen.
Damit schloß ich ein lleines.Zchr^^ Al das ich leicht mit dem Arm erreichen ,
forfte eine Flasche „Black und mir einen Fingerhut boll M 11
ein. Tann schürte ich krafttg das mich tu einen behagltchen Sestel, ifab* Mpitfcbütt Pieife an uub. die Füße .^f r Mhl^ « machte ich mich daran mir eln, klares BU b.e.er g*inten ver. lü. fe'.den r
Wer zum Henker konnte, um drnnt zu ginnen, diee nieTicke llen.' GraritFr jein, die da mit einem Schlag mit >1;
nisten in mein einförmig^ Ta em emstnN' ^ üjten chttben ^rtraultchto, ,en mtoAn ttrung^ d.tz ich durch sie mein Gluck ma<frm all den angenehm gruseligen Dtrigen, dr^ inib dran hingen? Wte tn aller «t batb'. m Pater in ihre Angelegen'hetdm vrrwtae.t - können? Und Vor al cm, wie ölte er, « gesetzter, ernster Mann tn mnn?r Eitnnerung^ ihr zuliebe ein Duell ausg-kampft 1 och mit ei..em Mensckterl aus t.,rer xte*
und in Kaulstos Besprechungen zwecks Errichtung von Kriegerdenkmälern statt.
Starkenburg und Rheinhessen.
Der waniernde Bcrg.
me. Lv r ch tfRbein), 24. März. Der wandernde Nvllingberg ist abermals ein weiteres Stück em- gestürzt. In dec Nacht vvm Montag zum Ttens.ag vernichtete ein 1500 Zentner schwer.r 5e^btod das Anwesen des Lattowitts Bruchhcruser. ^er Block stürzte unmittelbar aus das Dach des Dauses, das unter der riesigen Last des L>tetnes platt edrückt wurde. Es besteht nunmehr tetnerlei Aussicht mehr, die Häuser des gemhrseten Lrtadb- trils irgendwie zu schützen ober zu retten.
sw Darmstadt, 24. März. Das Ministerium des Innern ttläßt heute etnen Aufruf 4ut Bildung einer Sicherheitspolizei für den Fretstaat Dessen. Dte Ausstellung i|t in FriedbE oder Butzbach,,Darmstadt und Babenhausen g piant. Es wird gefordert. Verpflichtung auf Reichs- und
sw. Bensheim, 24. März Dte 600. Jahr- teter wird mit Rücksicht auf die ^r bti großen Eebttes am 21. August auf Sonntag, 29. August, verschoben.
Hessen Ras,au.
Sv, so! erwiderte ich. Jetzt versteh' ich das gut. Und vor heute abend hat sie me Besuch erhalten?
Bon keiner Seele, Herr Doktor.
Nach wem hat der l'öartn gefragt?
Nach der Gräfin, ll'pp und Bar.
In b.e.em Augenb.ick schoß mir ein unbehaglicher Gedanke biircfy den Kvvi. Es fiel mir ein, daß ich vi.llricht aus dem Wege zum Ponttlex Sauare heimlich bcobadjtet und veriofgt worden war, und dast^ durch meine eigene Unvvrsichtig- teit, ment Verfolger die Auskunft, die mir Anno gegeben, mit angehört und rib zunutze gemacht hatte. Aber sofort sah ich ein, dtß dies ganz unmöglich sei. Als ich Anna zum Pontifex Sauare gefolgt war, hatte sich auf dem Platz k m Mensch sehen ober Höven las en. Auch der l'iseste Sck»ritt inürbc an einem sv verlast men Orte meuter Beob^ achtung nicht entgangen sein.
Ms ich noch schwige-ri» dwrickei nackDichte, erreichten wtr d s (Srö.' des Sauare^ Tvrt b - gtgr.eten wir auf sti em Po en 'inem aduic* mann, mit dem ich zufällig bekannt war. Ich blieb stehen.


