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Kassel, 24 März. (WTB.» Tie Reichs.

r morgen zu 3ufammenfröfyii i Ototha. Ter SBvrmarfd) ging ün a hemeineii ohne Die Arbeitertruppen sind bis Störung vor sich Patrouillen crhi Lni an-5 Beech,

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Die Lage im rhemijch-westfalijchen

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ii kichskabrncttskrisis i t durch dr? ichw -- )r-ben Verhazchstung.n noch nid'4 gebärt. (Ls mtrö

Die Lage im bereich der Reichrwehrbriaade XL

Nr. 72

Terleftener Aazei-er erscheint walich, aubtr konn- und Feiertag-.

Bfiugsprtis:

Monatlich Bit. 2.30, vierteljährlich Mk. 6 SO einlchlteglichde-Bestell- gelbi; durch die Post oiertfljährlid) Dlk. 6. aueschtießlich Bestellgeld. Fernsprech - Anschlüffe: sür bi« Lchristleitunq 112 Perlag,<«eschäf.estetle51 AnschristliirDro^nach- richten: Anzeiger Gies)«».

postschecklanto:

Sraiffurt a. M. U636

frftaft betolmen wird Nun gilt es, die ichwern? Wunden, die das Verbrechen des 13 März dem deutschen Volke und dem beutfdien Wirtsd>aftsleben geschlagen haben, zu keilen, das so freventlich Zerstörte wieder auizubanen und die ruhige wirt- sckiaftliche und soziale Entwickelung fortzuscren. Ich bin überzeugt, baß auch.*rbci die deutsche Be­amtenschaft mit a len Kräften mi h lfcn und w.ch liier ihre Tiensttnme und Vaterlandsliebe neu be­währen wird.

tersledl Feuer. Einige Verluste finb zu Ixsiagen. lieber die Auslieferung der in Suhl gesaugengo- iwmmcnen Reic1)sn»ehrlcute schweben Verhatch-

«üblich der Lippe zurückgmommen. Ter am wei­testen nach Hagen tK>igvfdx>bcne ^slen der be­waffneten Arbeiter wird auf Binslaton zurück/

Die Reitfysfabinettsfrifis.

Berlin, 24. März. (WB.) Der Stand

gez. Ebert, gez.Kauer.

Die Nationalversammlung auf unbestimmte Zeit vertagt.

Berlin, 24. März. (Wolff.) Die für Don­nerstag anteraumte Sitzung der National­versammlung ist aus unbestimmte Zeit verschoben worden. Tem Prä identen Fchren« dach ist die Ermächtigung erteilt worden, nach Klärung der Lage ei e Sitzung anzub-raumen.

Berlin, 21. März 1 Wolff.) Der Aelteften« ansschuß der PreutzischenLandesver- I a m m l u n g beschoß mit Rücksicht auf die un­geklärte Lage im Reich die für heute nachmittag anberaumte Sitzung ausfallen zu lassen. Der Präsident wurd^ ermächtigt, die nach e Sitzung an gu beraumen. Sie soll einen Tag nach dem Zu- sarnrne-tritt der Nato al eramm ung sta'lsitden.

In der heute abgehaltenen ^tonseren; der Mehrheitspart.ien der Landesversammlung ergab «ich llebcrciniammung darüber, daß die F-a-e, ob utw gegebeneniolls in welchem Ausmaß ein- Um­bildung des preußischen Ministe- riu ms ttott'inden soll, erst nach ter Klärung der Verhältni se^iin Reich der u ig za^e'ührt werden kann. Tie Fraktionen haben demgemäß zu dieser lyrage bisher keine endgü tige Stellung genommen.

21 März. Welfs.) T« Lage ei chen Kampfgebiet, die durch zwischen Regierungs-

«ein Haftbefehl gegen Ludendorf.

Berlin, 24. März. (WTB.) Wie d sBer- liner Tageblatt" meldet, ist in ter Reichstonzl-ft von einem Haftbefehl gegen Lud-ndorfs wegen Beteiligung an dem Kapp-Putsch nichts bekannt.

vrzberger in -lmfterdam.

Paris, 24. März. (WTB) Haoas meltef aus Annterdam: Die ZeitungHet Sun" meldet die Ankunft Erzbergers in Amsterdam.

Amerika und der Friedensvertrag.

Amsterdam, 24. März. ^WTB) Wir drahtlos^aus Washington gemeldet wird, brachte Senator Swen im Senat ct.ien Antrag auf Abänderung der Versasiung ein, wonach der Senat ermächtigt werden soll, den F itdensoertrag zu ratifizieren, wenn der Ra isizierungsan- trag eine gewöhnliche Stimmenmehrheit erji lt und nicht eine Zweidrittelmehrheit, wie sie bte Verfas- suna oorschreibt.

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bisber der Fall war, auch das volle Vertrauen gesamten Volkes diese Dienste der Beamten-'

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rosten.

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lichen Parteien Danach sollen die Demokraten sich mit dem Eintritt der Unabhängigen ab,t)iten, lvährend das Zentrum sich able.mend rerhaste TieFreiheit" äufkrt sich zu der Frage nichts belchraiikl sich vrelmelw au, die Feststellung, daß die Bildung einer s2lrbeiterregi*mmg aut grafy Sctmierigfeiten stoße. Da lieber nne rem |o» zialiitische noch eine rein bür erliche Regierung von den Blättern für möglich gehalten wird, tritt rn den Mitteilungen der Zeitungen imcherum der Gedance einer Umb.lbu.ng der bestellenden Koali tionsregierung in den Vordergrund. Lluch der Vorwärts" meint, diß gegenwärtig biete Losung Gegenstand der überbanblimgcn |ei. Nach terVoss. 3tg." bildet den Mittelpunkt der politischen Er­örterungen weniger Lic Li e ter neuen Männer als bic neun Punkte der Vereinbarung mit dm Gewerkichofts,ül)rern, üb?r ixe an>> völlige Eiw.- ginig zwisck-en den yjte.,tb itsparteien noch hidy erzielt zu sein scheine.

Berlin, 25. Mürz. Nach den Ntorgenblät- tern ist im Lause des gestrigen Tages bi den Verhandlungen des Reichsiabinetts mit den Mchr- teitsparteien sowohl über die Durchführung der zwifdxm den Gaverkschrsten und den M.'prchr.te parte.en vereinbarten neun Punkt, als

Srrde.

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iüi.lcn, auf alle Deutschen, die sich nach Ausbruch Sieges in Litauen niedergelassen haben, ihr en werden.

Mittel Jabers an. ughauskasernr, nützlich

Vorstand.

Meld

6 Uhr W

genommen.

Holland und die Ereignisse im Fudustl iegebtci.

Haag, 25. März. (WTB.) Havas. Hinsicht' lich ber Ereignisse in Deutschland bc- schloß das Kriegsministerium, alle Maßnahmen zu treffen, um einer Ber gewa 1 tigun g der niederländischen Grenze vorzubeu­gen.

Die VerhandlungSeraebnifse.

Bielefeld, 24. März. (WTB) Nack) ein gehenden Verhandlungen, die gestern im Anschluß an die Konferenz der Arbeitervertre- ter und Stadtverwaltungen des rh-insich westfälisckvn Indiistri b zirks über die Kämpfe zwi sdien Arbeiterschaft und Regierungotlnppen statt fanden, legt heute der Redaktionsausschiß di.'ser Konferenz eine Erklärung fest, in der ausgeführt wird, daß die Vertreter aller beteiligten Parteien und Erwerbs gruppen erklären, daß sie ihre Forde­rung zur Entwirrung der burd) den Kapp Putsch entstandenen Lage mit der Verfassung auf Grund berWenigen Vereinbarungen in Einklang bringen trollen, auf Grund deren die Vorstände der deut­schen Gewerkschaften, der S. P. D und der U S. P. gestern in Ber i t bie Beendigung des Generalstreiks beschlossen haben. Weiterhin wird in'besondere be­stimmt, daß die Korps Lützow, Lich schlag und Schulz aufgelöst und die teftefrenben Dollzugsans schtüsse in Gemeinschaft mit den zuständigen Ge- meindeorganen die Ortswehr aufstrllen und die Waffenabgabe zu regeln haben. Dies muß spätestens innerhalb 10 Tagen geschehen Danach tritt an die Stelle jener Ausschüsse ein aus der organisierten Arbeiter-, Angestellten- und Beamtenschaft und ben Mehrbe'tspartevn gebildeter Ordnungsausschuß, der im Einvernehmen mir der Gemeind b Hörde bei der Durchführung des Sicherheitsdienstes mitwirkt. Zur Unterstützung der ordentlichen Sicherheits- vrgane wird, soweit erforderlich, eine Ortsw hr in Stärke bis zu 3 auf 1000 Einwohner aus den Kre sen der republikanischen Bevölkerung, insbeson- bere ber organisierten Arbeiter, Angestell en und Beamten gebildet. Die sämtlichen B.Keiligten ver­pflichten sich, ihren ganzen Einfluß dalsin anszu- üben, baß die Arbeiterschaft lo schnell wie möglich zur Arbeit zurückkehrt. Es erfolgt di? sofortige Ab­gabe ber Waffen unb Munition. Alle befangenen finb sofort freizulassen. Bei Crinbaltung dieser Ver­einbarungen wirb ein Einmarsch der Reichswehr in das rheinisch-westfälisch? Jnbustriegel-iet nicht er­folgen. Der Reichskommis'ar erklirrt, daß er einen

Vertrauensmann der Arbeiterschaft berufen werde, ber bei allen militarisch-poli iefren Hanblnngen, über bie der Rsichskornrnissar mitzubefinden hat, geklärt werden soll. Der ven'chärstc Ausnahmezu­stand soll sofort aufgehoben n> r:en. Rcick>smi Ister OliesbeNs wird die Frage der Versorgiiug der Hin terblicbenen und Verletzten dem R/ icbskaochelt vor­tragen mit dem Bestveb'n, daß die.Kosten iwm Reich übernommen werden. Weder den Arbeitern, die an den Kämpfen teilgenommen, noch den Mitgliedern der Polizei- und Einnwhnemvhre'i und den- gliebem der Reichswehr dürfen Nachteile und Be­lästigungen wegen ihrer Teilnahme erwachsen.

Ein Wancnstill'and.

Hagen, 24. März. (WTB) Nach schweren Kämpfen, bie sich zwi'ch n 9Irbe tertrup en und ber Reichswehr im Gebiet ber Lippe unter Anwen­dung von schwerer Artillwie aus beiden Seiten abgesp elt hatte, haben gestern V-whandlungen in B i e l e s e l b begonnen, die in Hagen fortgesetzt hnrrben. Es tour e ein Waffen st illstandfür 2 4 St u nden vereinbart. Tie P<rr eien liegen sch v-wschanzt trgenüber Tie Berlxrnblungen leitet R.idiskommis ar Ssv r ng R ichsmi t er Gies- berts und oer preußische Minister Braun nah­men daran teil. Zur Feststellung ber nähren Be- birtgungen tourke ein Sechzehner-Ausschiß ge­wählt. Man hofft auf eine enbgültige Verständi­gung und bic Beilegung der Kämpfe.

Die KoMenfcröeruna.

Berlin, 24. März. (WTB-> lieber die Koh­len läge wird von unterrichteter Seite mitge­teilt, daß in Westfalen wieder voll gearbeitet wird. Es werden täglich ungefähr 16 000 Eisen­bahnwagen, soviel wie zur Zeit, als die Auf­nahme der Mechrarv rt begann, gestellt. In Ober­schlesien wird voll gearbeitet, doch gestattet bie Verkehrslage nicht, bie gefördwe Menge aus dem Revier hera^szuschaisen, da b sniders ber Umstell- Bahnhof BreslauBrockau sehr stark rerstop't ist. 2m r Heini schm Braunkohlenreoier, das im besetzten Gebiet liegt, stockte die Arbeit wah­rend der kritischen Tage nie, dagegen wird im mitteldeutschen Kohkenr'vier, im Halleschen Revier und im Bitterfelbw Revier fast gar nicht gearbeitet. Ebenso wird in Sachsen zum großen Teil noch gestreikt. Im Altenburger Revier wird zwar gearbeitet, doch werden die geförderten Kohlen zum großen Teil für die Bedürfnisse des Alten­burger Landes verwandt. Im Niederlausitzer Re­vier, besonders in Senftenberg und Umgebung, wurde, von wenigen Ausnahmen abgesehen, bte Arbeit wieder ausgenommen. Die Kvhlenversor- gung dürfte jedoch so lange zu wünschen übrig lassen, bis die durch dm Ei'enbahnerstreik herrvr- geruier. Berstop ung der Bahnhö e beseitigt unb damit die Verkchrskalamität behoben ist. 1

auch über die Umbildung der Regierung nahezu eine Einigung erzielt wo.dm. DieMorg'npon" glaubt, folgende Mini er i #e m» Iden zu könn m: Reichskanzler: Bauer, VizeSanz.cr unb Justiz: Schiffer, Aeußer s: He m-itn.ler, Frnanzm: Cuno, Sch.itzkanzler: Bol.e, Ve.kcchr: Bel, Ar­beit: Schlicke, Wirtschaft: <2>d>mi.t, Wiedtiausbau: Silberschmidt, Post: 0>iesberts, ol/ne Portefeuill: David.

Ebenso verzeichnen die Morgcnblätt w die Nach­richt, daß der preußich- Mini c.p äie t Hirsch dem Präiidenten der p eußzsd-en Land'sversamm- linig Leinert den Rücktritt ixs pveußiichen Ä\i» binetts angezeigt ljabe. In parlamentarischen Kreil en werd- angenommen, daß Nosk' einen Sitz im preußisdfen SDubinctt bekommen soll.

Ein Aufruf des Reichspräsidenten an die veamteischast.

Berlin, 24. März. (SMif.) Amtlich. Ter Rei chspräs ident hat folgenden A u f r u f er­lassen :

An die deutsche Beam'enschaft! In den schwe­ren Tagen, da einige freventliche Abenteurer unÄ ein kleiner Teil irregeleiteter Bv(k>genossen ver­suchte, die Reichsregierilng zu stürzen und die Grundlage von Reckst und Gesetz, die Versasiung, Ku beseitigen, l)at sich die deutsche Beamtenschaft in Reich, Ländern unb Gemeinden in entschlossener Älbweln zur Verteidigung des Rechts und der Te- mokratie gegen Gewalt und Machtwillkür zusam- mengeslinden. Tie deutsche Beam enschast hat da­durch einen neuen Beweis ihrer Treue zur beschwo­renen Pf.icht und ihres versassungsmäßigen Ge- fvrsams gegenüber der Reickisregierung gegeben und ihrer ehrenvollen Geschichte damit ein neues Dokument selbstloser und zielbewußter Arbeitstreue eingerügt. Turch ibre_ entschloseiie Absage an die Männer des Staatsstreick)es und der Reaktion, durch ihr treues Festl-alten an der verfasiungs- mäßigen Regi?runa und den G.setzen hat die deutsche Beamtenschaft und in erster Linie die Beamt en sck-aft des Reiches, in h hem Maße dazu beigetragen, daß der roa' rttoinge S:eatssrreich der Kapp und twitz so rasch in sich zu^ammenbrach und Recht und Ges tz g-siegt haben.

Ich fp.Ttbe den beut üben Beamten und Be­amtinnen meine besondere Anerkennung unb meinen und des Vaterlandes tiefempfundenen Tank aus und bin Überzeugt, daß noch mehr als

Die Verfolgung dc- stoppschen Anhänge».

Berlin, 24. März. (Wolff.) Ter Mi» nister des Innern hat an alle Oberpräfi- dent n folgenden telegrrphisckien Erlaß gerichtet: Die preußische Regierung bat beschlossen, gegen alle Beamten, welche sich als Anhänger der reriassungswidrigen Staatdstr^chregierung bekannt oder die Ziele dieser Regierung in irgend einer Weise gefördert haben, disziplinarisch Vor­züge he n. Der Minister bittet um schleunigsten Bericht, ob und welche Beamten der allgemeinen und inneren Bnwaltung aller Provinzen in bet geschilderten Weise her vor getreten sind, ob unb welche Landräte Veröffentlichungen nach mtfprt» rijenber Richtung erlassen haben und ob die Ober* Präsidenten selbst fest aut dem Boden der ver­fassungsmäßigen Regi'rmig gestanden fraben. Den letzteren bittet der Minister, dies dienstlich zu ver­sichern. Sobald verfasiurlgswidrig N ubesetzunoen von Stellen erfolgt finb, bittet der Minister gleich­zeitig um Bericht über das Verhalten der be­teiligten Kandidaten."

Berlin, 21. März. (Priv.-Tel.) Laut ,Lo- kalanzeiger" b antragte der Obertcirfjöanroalt bei der Nationalversammlung die Genehmigung zur Strafverfolgung des Abgeordneten Traub wegen Hochverrats.

Nach gleicher Quelle entließ der neue Polizei­präsident Richter heute den Kommunistensichrer Tr. Paul Levi aus der Schutzhaft.

Berlin, 24. März. 'WDB.i Dem Reichs­rat ist ein (setzentwurf betreffend die Aburtei­lung der mit dem hochverrät.rische.i Unternehmen vom März 192J zusammenhängenden Straf­taten durch die ordentlichen bürgerlichen Ge­richte zugegangen. Danach steht die Aburteilung, auch soweit es sich um die der Militärger chtsdar- f-it unterstellten Personen handelt, ausschließlich den ordentlichen bürgerlichen Gerichten zu. Ter Entwurf wurde zunächst in eingehender Ausschuß­beratung vorn Reichsrat beraten.

I von

Was der Auswanderer wissen muß.

TenMitteilungen ber Auswandererberi- kmgsstelle des Teulschen Auslands - Instituts Stuttgart" entnehmen nur folgende Ausführungen:

Bei den Anfragen über Die süd amerika­nischen Länder begegnet uns häufig die Frage, wie weit Waffen mitzunehmen praktisch unb möglich ist. Da in den südarnerikansicheii Staaten auf Waffen ein ziemlich froher Zoll ftefrt, so ist die Mitnahme höchstens eines Jagdgeioefr.es an- juralen. Die Mitnahme von fertigen Patronen er­fordert ebenfalls sehr hohe Zollkostrn, so daß der Luswanderer besser tut, sich rrur mit den passenden Kugeln zu versehen, welche er drüben zu Patronen »erarbeiten kann.

Was die Mitnahme eines Revolvers betrifft, o erscheint die Mitteilung eines Freundes des Ev. hauptoereins Witzenhausen beachtenswert: Nicht ratsam ist die Mitnahme eines Revolvers. Denn ber Einlvanderer oder Arbeitsuchende kann jeden Augenblick von einem Polizisten sistiert werden. I Das erste ist dann die Untersuchung nach Waffen. Und eine vorgefundene Schußwaffe verdäch ist dm Zäger. Sicher wandert sie aber auch ohne Verdäch- ligungsgrund in den Besitz der Polizei über. Ein Seooloer ist tatsächlich auch nicht nötig in den kulti­vierten Gegenden. Da wo einer nötig ist, im wilden 41haco des Nordens gegen die Indianer ober die -u den Indianern haltenden Verbrecher, oder in der Einsamkeit zum Schutz gegen nächtliche Ein- Irecher, wird der Revolver dem Beauftragten von »einem Arbeitgeber in die Hand gegeben.

Nicht genug kann betont werden, daß die Kenntnis der Landessprachen in Süd­amerika dringendes Erfordernis ist. Wer nicht mit eigenem Kapüal in den teueren südamerikanischen Städten längere Zeit leben kann, muß daraus be­dacht fein, schnell eine Anstellung zu finden. Das ist aber nur möglich, wenn er die Landessprache spricht. Manche Hilflosigkeit und manches Elend läßt sich vermeiden, wenn man sich rechtzeitig um Tprachkenntnisse bemüht.

Auffallend ist. welche falschen Vorstellungen «nter den Aiistoanderungswilligen über die Lebens- uerfrältnifie in Südamerika terridjen. Auch solche, bte schon draußen waren, stehen in Gefahr, die Irutigen Derhältnisie mit denen vor 20 Jahren zu »krwechseln. Es ist noch viel zu wenig Mannt, das; i bic Teuerung in fast allen außerdeutschen Ländern noch west größer ist als in Deutschland. Eine Unter- "hätzung dieser Teuerung muß dem einzelnen teuer i'-i stehen kommen, zumal es Arbestslosenunter- 1 tüßung, Invalidenversicherung und tergleidjen braiißni nicht gibt und etwaige Zuwendungen aus Deutschland durch die Valuta fast unmöglich sind

Wie stark die Auswanderung bereits Mode ge­worden ist, gebt aus den Anfragen junger Bursd>cn fwroor, welckie mit allgemeinen Fragen zu uns kom- cren, obivobl sie in gutbezahlten festen Stellungen iätd. Sie äußern die Meinung, daß die jungen I etute Ix-ute zur Auswanderungpetfefriert" seien | laus en und mörbten mit ihrem Auswaisternngspsim Hb daran halten um nicht die Letzten zu sein Die Atiswanderungsfrage ist unter ter Jugend hervor | rügender ^Gesprächsstoff. Die nüchterne lleberlegung fammt dabei meist zu kurz. Welche gewaltigen Stra Mm, E tlrehrun-ei und Qtefafrren gerade »ach dem -siammendruck; Deut ch'ands tie A..swan c ung ; hk den einzelnen rnst sich bringt, ist noch viel zu iwnig bekannt. Erfahrungsgemäß sind junge Leute in Alter von unter 24 Jahren diesen Strapazen nir gewachsen, wenn sie Smachkenntni'se besitzen oter wenn ihnen eine feste Anlehnung an eine zu k'rlässige Persönlichkeit genmhrl.istet ist. So tüchtig sirr ein.zelne auch f in mag, er soll nie vergessen, daß dr Haß gegen alles Deutsche künstlich in der Welt cttnährt wird, ein Haß, gegen den. auch noch so tnoße persönlickx: Tüchtigkeit nichts auszuricksten Mrmag.

Hie und da kommen bei der Auswanderer- berratung noch Beziehungen zur Geltung, tncldK wfrrenb des Feldzuges im Osten angeknüvft worden | fnb. Außer für Russtand envacht auch das Jnleresie Är Litauen aufs neue. Leider ist die Einreise «ch Litauen für Deutsche zur Zeit noch sehr .refnpert Die fi auische Refterung hat die Einrci e ßs 'nt ich r ii S.tauen befindliche, beut «frei Staats- i mgehörigen, die in ter Ze t d r Besetzung Litauens | ber dortigen deutschen Besatzimgsarmee oder der (i S2itsck)cn Mili är- oder Zivil Verwaltung anzre frört haben, verboten Deutsche, bei denen diese Voraus Hungen zutreffen, müssen m ihrem eigenen Inter- r'c von der Einreise nach Litauen gewarnt werden, ' selbst bann, wenn sie die Einreiseerlaubnis aus- 1 ^lnnsweise erhalten sollten. Sogar eingesessene Knirsch-Litauer, die von deutschen Militär- und Zivilpersonen zu Ausfrilfsdienste:: verwendet wur- tsei, sind seitens ihrer litauischen Umgdjung gefäl.r b®. Es muß bamü tiercdmet werden, daß sich die Srswcisungen, abreetrn von einzelnen Ansnabme-

1UNMN.

Tic Zkapitulatio« der Roten Truppe« in Gotha.

Gotha, 21. März. (Wolfs.) Der (omman* dienende OKneral der Reichsw, hrtruppen in Eiso­nach hat sich eutsch'.ojsen, den Einmarsch in Gotha bis nach Boerdigimg der Oper, a so auf heute abend, zu versckneoen. Die Mehrzahl der Führer der roten Armee ist noch in Gotha anwesend. E in Spartakisten ft reich in Martncnlirchen.

Plauen i. Vogtl., 24. März. (Wolft.' Der Bogtländische Anzeige?" beri.l4et aus M ark- neu ki r che n: Ter Kommunist Max H ö. z, auf dessen Ergr.i'ung die Staati^anwaltscha k Plauen 5000 Mk. Belolmung ausgesetzt frat unb der in der Nacht zum Sonntag 14 ©trafgefangiiiv leS Falken steiner Sch würge ricksts aus dem Lrnd- gerichts ;e>ängnis Plauen befr i e, ersdnen gestern abend mit einer bewaffneten Band; von etwa 200 M a n n. Tie )fJtaTmfd>.n'ten lvV&ten alle Straften und ließen niemand aus den Häu'ern beraito. Hölz selbst begab sich mit mehreren LkUB ten vor das Ratbans und verlangte vom Bürgeo- meister 100000 Mk., die er auch erhielt.

An» Berlin.

Berlin, 24. März, (öetff.) Im Norde« Berlins wurde gestern der Lvtomvlivsiihrer eines S adlbahrizuges, während diestn sich in voller Feihrt belaub, durch einen Schuß aus einem Hause IxrauS ins Herz getroffen unb sofort getötet. "Durch die Geistesgegenwart des Heizers, der sofort die Füh­rung übernahm, wurden die zahkeichen Reisenden, vor schwerer Gesal-r bewahrt.

Berlin, 2t Marz iPriv.°Tel.) Am Mrnv- tag in früher Adorg en stunde wurde aus uen Häw» fern der Manteuftelstvaße und der anpenzendeN Straften geschossen. ^Noa 20 Personen tourben von So daten und einizx.m ZimlversmieTt, die mit einem Panzevautowobil und drei Lastkraft­wagen erschienen waren, atigeblid) aus politischen Gründen verhaftet und entführt Unter den Entführten befinben sich ein Schankwin, ein Kaufmann, ein Rentenemp! änger und eil Metall­arbeiter mit seinem 17jährigen Sohn, Von den Verhafteten fehlt jede Spur..

|. u. Graukai*

Abends»«'"

und Arbeitervertretern fixiert wurde, ist folgende: Tie Gruppe Wesel der Reick^ivehr steht nördlich der Lippe. Tie Gruppe Munster liegt

dem r^en Mgel bei DüLer dicht bei muhh, fit. murj. -rxe aieiö»-

Münster, und weickrch bet Muniter Wern Sc (bat roebrbrigabc 11 teilt übet bte Lage in TbL- 1*9* wert südlich, daß, to.ntn von den betvasf- I ringen mit: Tic Truppen des sitenerols Ren­nelen 91rbeitcm die Abmackuingen enmelialtrn tver« schelte! erreichten bie Gegend l)all»toegs Etienach den, es beute ober morgen zu Zusammenstößen I tztotha. Ter Vormarsch ging ün a lgemeinen ohne (Limmen tonnte. Tie Arbtsiertrurchen sind bis Störung vor sid, Patrouillen er.. aux TJcrfw

| -jxr angenommen, M6_bie ung ber Frag - nut r Ijoib b.T nöd) "ten 24 \snnr.-en erfolgt. IL. ber ine ttsg;id)e Be.eisig ing der Unabdä ' gigen an

1 *7-, Re-;icrrrig ,i b vor cheben- Ber io e i per- | n <itet. Während der , Vorwärts" mitt ilt. d e Ihrabfrängige.i hätte.', scho i a n Akon ag clu An- rage des Reichskanzlers, ob jtc grundsätzlich be- xk feien, in die Regerimg iizutre.cn, DtTn<in, tennxb in andee.i Abe-dblät.e n i: Frag- in Bielefeld Jipammenl^ng Fracht mit dec Stellung ter bt - im rftinsick^westsä, Jieid^regierung betnligten bürger-J dn Avkommen

(h^s Blatt 170. Jahrgang Donnerstag, 25. März (920

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