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Nr. M Zweiter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) Voimer§tag,^^IMi 1920

21. Juni

156,

157,50

393,

210,

210,

440,

Fortsetzung

^Nachdruck verboten.)

185,- 176,75

270,50

284*

313,65 654,30 634,35 824,15

173,80

227,25 149,10

37,20 299,70 681.80 616,85

26*34

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239,- 392,-

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635,65 825,85 174,20 227,75 149,40

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36,67 297,80 673.20 615,60

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23.6.

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16, 0 12,75

629,35 606,90 796,70

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21,97

Kurs 23.6.

79,75

Kurs 23.6.

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73,70

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72,50 156,- 273,-

->.Nrlch . . .

Amsterdam .

.Qopcn ag«n.

Stockholm. .

Arien .. . .

Prag

144,50 149,-

182,25 175,50

250,25 267,- 284,-

175,25 145,50

183* 175, 250,25 265,- 285,-

285,50 182, -

240,50 392,-

428,50 323,- 264,-

170,25

209^50 239,50 216,

84,25 291,-

Die Gräfin.

Roman von G. W. App le ton.

63.

zu

Kurs 22.6.

79,75

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64,10

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157,50 275,- 209,-

175,50 146, - 151,-

184,50 176, - 250, 270,

284,75 286, 185,- 238,- 391,-

440,- 334,50 266,75 170,25 391,-

214,-

244,50

222,50

84,25 289,-

22.6.

15,10

7,65

Stenographie.

** Stenographie. Arn Dienstag dem 22. b. M. fand im Rrick-slaysgebäftde iu Berlin ein Wettbewerb um zwei frei gewordene Stellen Les amtlic^n Stenographenburoaus fhitt, an dem stch auch ein MitÄicd des ltiesigen StenograplMivererns nach Stelze-Sckfrey, Referendar Jos. Kübel, be­teiligte. Seine Stiftungen erwiesen sich bereits be dem ersten Diktat derart überlegen, daß ihm au förunb dessen die eine Stelle sofort übertragen wurde und er den engeren Wettbewerb, in den drei der übrigen Teilnehmer eintreten mutz en, nicht mehr mitzumachen brauchte. Zu dem Wettbewerb waren wie gewolx.ilich Stmogradl^i aller Systeme zugelassen, soweit die übrigen Voraussetzungen (Reifezeugnis), akad. Studium) erfüllt wurden, dar­unter Praktiker mit meHrjttl/riger parlamentarischer Praxis. ---------

viarknotiernugeu.

Datum:

Leviseumarkt.

Geld Bries

;.3n einem Teil der Auflage wied'rholt.)

3. Simons über die deutsch-französischen Be- z^hu^g n.

Paris, 23. Juni. (WTB.) DerMa­rin" veröffentlicht einen Artikel seines Son- xrberichterstatters in Berlin, Jules Zauerwein, über eine Unterredung dessel- en mit dem neuen deutschen Außenminister

Geld Dries 22. Juni

Datum: 5e/,*Deut.flrteqsanL 4°/Deut.Deichsanl. 3°^Dent.Ve chsanl. 4°/ Preutz. flonjols Darmstädter Band Deutsch« Bank, . . Disconto« Befrll'ch. Dresdener D'.nkt. . Nationalbank f. v. NUtteW.Creditbank ?>.-Amerik.-Pakctf. NorddeutfcherLloyd Doch.Gutzstahlwrk. D.-Luxemb.Bergm. Gelsenkirch.Bergro. Harpencr Bergbau Oberschl-Eisenb.» BL Oderschlef.Eisenind. PHSnix.Brgb..Akt. Bad.Aiülin.u.Soda Höchster Farbwerk« (tlekir. 21. E. G. . Lchuckert-2Lerk«. oelten&tßuilleaume Daimler Dud..Eisenw..AKt. Adlerwerk« ... . 4% H«lf. baalsanl. lectron Grleshet«

Das ist es in der Tat, in einem gewissen Sinne, sagte sie, aber wer, Pasquale, hat Ihnen diese wunderbare (SkftbWe erzählt?

Der Alte blickte in bestürztem Staunen aus.

Dec Signor Salviati, antwortete er

Und wer ist, bitte, der Signor Salviatt?

Ein Freund des Erbgraftn, fem Sekretär glaube ich Er ist es, der die Contessa Elena mit einer englischen Wärterin zurückgebracht hat

Sie wandte sich mir mit verwunderter Miene zu und sagte auf Englisch:

Heiliger Gott! Eine mylische Wärterin! Haben Sie i? von einer solchen Niederträchtigkeit gehört? Was sollen wir tun?

Sofort die Wärterin kommen lassen, anri ^"^Die ^Gräfin faßte den mm sichtlich bestürzten $3n6des Palastes ist die Contessa ®en3nUb= am Tib-r, btn Eure Cndfem früher bewohnt haben.

Freut mich auf^, dies zu höreri. Gehen Sie jetzt diese,engttsche Wärterin rufen imb sagen Sie ihr, daß ein englische Arzt und Maria Contessa di Frangiponi sie so ort m wichtiger An­gelegenheit zu sprechen wünschen. Führen Sie |te iercP ' Dtener verbeugte sich stillschweigend

liinb verließ das Zimmer^.

Datum-.

Amsterdam Notterd.

Brüssel-Antwerpen .

Christiania

Kopenhagen

Stockholm

tzelsingsors

Italien

London

New-2)orK

Paris

Schweiz

Spanien

Wien (altes) ....

Deutsch-Oesterr. abg.

Prag

Budapest

Bulgarien

Konstantinopel. . . .

1353,60 1356,40 1313,70 1316,30

--------- 306,70 307,30

von Simons. Danach hat letzterer die An- ' icht, daß die Umstände, in denen wir steht leben, ein Zusammenarbeiten zwt - scheu Deutschland und Frankreich erfordern wurden. Die gegenseitigen Vorteile aus einem solchen Zusammenarbeiten lägen auf der Land. Für Deutschland würde sich rine Stärkung des Markkurfes und große Ab- atzmöglichkeiten eröffnen. Auch für die Frage

Pasquale schien erst em wenig erstaunt fein, verbeugte sich aber von neuem undstteg, uns voraus, feierlich die Trepprnflucht hmamObm hielt er, offenbar nachdenklich, inne, 1jc

sanden uns in einem langen, geräumigen Gang mit gewölbter Decke, auf den l^ch eine ganze Reil-e prächtiger Empfangsraume eröffneten. AU das sah sehr großartig aus, zweifellos, aber es erschien mir sehr kalt ynd dumpf und schrecklich

statt, welche 635 bis 630 umgingen. Deutsche Petroleum 636 bis 638. Deutsche Erdöl lagen ruhiger, 945. Mans selber Kuxe 2625. Benz konn­ten sich etwas befestigen, 172 bis 173. Dcldburg chwächten sich ab, 263. Schantungbahn sind 60b genannt. Etettr. Deutsch Ueberfce Certificate sind bei reger Nachfrage 19 Proz. höher. 742. Ge­bessert gel)en Nordd. Lloyd hervor, 175V«. vapag teilten sich aus 182V4. Montanpapiere unterlagen nur geringen Veränderungen. Bochumer gegen ihre letzte Notiz mit 249 6 Proz. mebnger, Deutsch Luxemburg 265 bis 267, Gelsenkirchen 3V2 Proz. b&Ijer, 284. Auf dem Gebiete der In- dustriepapiere beschränkten sich die Umsätze aus einige Spezial werte. Es notierten u. a. Spiegel und Spiegelglas 325, plus 1 Proz., Zellstoff Aschaffen­burg 307 (minus 21/2), Frankfurter Gasgesellschaft 165, plus 4V2. Chem. Ultramarin wurden 10 Proz. auf 200 gesteigert. Scheideanstalt 504. Daimler Motoren 4 Proz. niedriger, 210. Bankaktien konn- sich befestigen. Nationalb. s. Deutschland 144*/2, nachbörslich 145. 5proz. Reichsanleihen 798/4. Mexikaner behauptet.

Frankfurt a. M., 24. 3nnt

führte er uns in ein gemüt.iches Zimmerchm, wo in einem offenen Kamin ein luftiges Feuer brannte.

Als wir uns gesetzt hatten, begann die Gräfin ohne alle Umschweife mit der Frage:

Und nun, Pasquale, ist die Contessa Elena hier? ~ . r.

Er schien durch die Frage nicht im geringsten in Verlegenheit zu geraten. Traurig schüttelte er das Haupt und sagte:

Mso haben Eure Exzellenz von den traurigen Neuigkeiten gehört?

Nein, meinte die Gräfin. Ich habe gehört, sie sei hier, weiß aber nichts von traurigen Neuig- feiten. Was ist denn geschehen?

Zwei Tage sind es her. Sie wurde auf Befehl des Grasen hierher verbracht, der he, wie es sckstint, in London in einer höchst erbarmungs­würdigen Verfassung entdeckt hat. (Sie hat ihren Verstand völlig verloren. Und ebmso ihr Gedächt­nis. Und so war sie ganz geroö'm nhen, schlechten Menschen in die Hände gefallen, d^, ihr a les, selbst ihre Kleider, geraubt haben. Die göttliche Vorsehung allein ließ den Grafen zufällig von ihrem schrecklichen Schicksal hören. ®r errettete sie aus der Gewalt ihrer Reiniger und f<mdte sie nach Rom zurück. Eine traurige, eine schrecklich traurige Geschichte!

Die Gräfin und ich tauschten empörte Blicke aus.

Wien, 23. Juni. (WTB.) Zum Boykott er­führt die Korrespondenz Herzog, daß der Eisen­bahn frachtverkehr nach Ungarn tnoflfonimae ruht. Tie Versendung von Post. und Gütern ist lediglich auf dem Donaitweg? möglich Auck> m Dien iftat, wie in Graz, eine Bewegung des technischen Personals der Zeitungen eingesetzt, die balftn zielt, unrichtige Angaben über den Stand des Boykotts zu verhindern. Pflicht und Solidarität der Zei- ttmgssetzer sei es, die Boyllottbckivegung nickst mittel­bar zu schädigen. In Triest fand am Sonntag eine große Arbeiterkundgebung zu Gunftni des Boy­kotts statt, insbesondere Mten die yafenarbetteti sich für den Anschluß an den Boykott ansgei vrochen. Auch die organisierten Post- und Telegraphen- an gestellten von Rom 'haben beiaMfcrt, an dem Boykott teilzune!hmen. Ter Korrespondenz Austna zufolge hat die ckwisÜich-wziale Vereiingplng eine Entschließung ang.-nommen, in dem der WirtichaitSK boykott gegen Ungarn ans das entschiedenste ver­urteilt wird.

Wien, 23. Juni. (WTB.) Meldung des Korr.-Buroaus. Zm Zusammenl.iang mit dem Boy­kott gegen Ungarn wurde auch der Personen^ ver k ehr nach Ungarn auf der Südlxttmstrecke mit dem gestrigen Tage eingestelN Der Güter­verkehr der Tonauscknfsrihrtögetelllchaft ruht fett zwei Tagen völlig». TieArbeiterzeitung unb i* Vollszeitung" melden den Anschlu tz des Reichs^ Verbundes der Bankangestellten an die Boy^ Vottbewegung.

Ehemalig Deutsch-Oftafrika.

Brüssel, 23. Juni. (WTB.) Nach der niere öeure" ist zwischen Frankreich und Bel­gien ein Abkommen ü b e r T e u t sch - Ost­afrika abgeschllossen worden, das den betwdjat Kolonien nach den GrundÄ-en eines sreien Tvaniit- verkelirs und unter Fortfall aller Zollschranken evte Verbindung mit dem rndisck>cn Ozean durch Nutz^ barmachung der guw&en Eisenbätt-ilmie Xar es Sa^ lam-Kig>oma mit den Al^veigamgen an ben beiden Hunden und durch die Errichtung von Freihäfen eröffnet.

Erplosionsnnglück in Nchrinhesfen.

Mainz, 23. Juni. (WTB ) ^n dem Artil­lerie-Munitionsdepot Uhlerborn an der Sttecke Mainz-Bingen explodierte frute nacht gegen 12 Uhr auf bi^jer nicht aufgeklärt« Weise ein Seil des Depots. Der Luftdruck war so ftarl, daß in den zwei Kilometer entfernten Ort­schaften Buden heim und L) eides heim tau­sende von Fen ste r schei den ze rt r üm- m er t wurden. Dem Emgvri'e.t franzofrscher Sol­daten gelang, es, das Ikbergreifen auf nxntevc Teile des Lagers zu verhindern, dock) hat bei diesen Ar­beiten ein OsfizierstellVertreter den Tod gefunben. Tie Umgebung, wurde abgesperrt, da >ich hin und , wieder kleinere Explosionen errignei, doch ist die , Gesalir eines weiteren Umsichgrmtzms beci igt. Ter i Zugoerkelir mußte auf einige S unde-i aus eine <m-> , bere Linie umgeleitet werden, wurde aber chute früh wieder aufgenommciL

Txr piwstliche Skrtreter in Berlin.

Rom, 23. Juni. <WTB.) P ac elli ist zum päpstlichen Nunzius in BeilHu ernannt worden.

Der Steuerabzug vom Lohn.

Hindenburg, 23. Zmii. (WTB) Grivate- tige Arbeitermassen aus dem Ort und dem Kreis Hindenburg durckMgen gestern ine Ortschrst. öte. begaben sich zur interalliierten Komimoion, um? gegen den ze^hnprozentigen Lohnabzug zur Steuerzahlung zu prutestieren. Ema Abordnung wurde von bem iitteralliierlen Kreis- kontrvlleur empfangen. Tiefer teilte mit, daß dve interalliierte ^Kommission sich bereits wegen bet Außerkraftsetzung des Lohnabzugs mit der Nrich^egierung in Berlnndung Mletzt habe. Noch 'beute sollen in Oppeln die Vertreter von General de Ronde empsangen werben, um ibre For-i Iberungen zu unterbreiten, die u. a. auch üobiM Forderungen betreffen.

Der Boykott gegen Ungarn.

ein Vertreter Schwedens an der Aus­sprache, der aus die große Bedeutung der schwedischen Kirche, auf die Politik und das Wirtschastsleben hinwies und der Hoffnung Ausdruck gab, daß mit Hilfe der internationa­len Friedensbewegung aller Länder für Deutschland bald eine günstige Lage geschaffen werde. Ein Vertreter der rechtsstehenden Par­teien verwahrte sich gegen den Vorwurf, daß diesen die Schuld am Kriege zugeschoben werde, worauf Prof. Quidde in feinem Schlußwort den den Pazisisten und besonders ihm gemach­ten Vorwürfe zurückwies.

X. Klein-Steinheim (Kreis Offenbach), 23. Juni. Zu einem nicht alltäglichen Mittel greift die hiesige Bürgermeisterei. Sie macht öffentlich daraus ausmerksam, daß die Gemeinde Klein-Stein heim 150000 Mk. sür bis jetzt an­geliefertes Holz den Nachbar gemeinden schuldig fei. Der letzten Aufforderung, an die Gemeindekasse für das bereits ausgegebene Holz eine Teilzahlung zu leisten, seien bis jetzt nur Krieger fronen und Ar­beiterfamilien nachgekommen. Alle Fabrikanten, Kleingewerbetteibenden und Geschäftsleute werden ersucht, ihren Verpflichtungen nadnufommertf Der im 68. Lebensjahr stehende Landwirt Heinrich Rebell fiel so unglücklich von einem Wagen, daß er an den dabei erlittenen inneren Verletzungen) gestorben ist.

X. Klein-Steinheim (Kreis Offenbach), 23. Juni. Die Gemeinde Klein-Steinheim hat mit der GewerkschaftAmalia" in Seligenstadt eine Lieferung von einer Million Braunkohle n- preß st einen abgeschlosfen. Jri>e Familie in Klein-Steinheim erhält einen Bezugsschein auf 30 Zentner ----- 1500 Stück. Der Preis für die Braunkohlenpreßsteine beträgt z. Zt. 294 Mk. für je 1000 Stück ----- 20 Zentner.

Rüdesheim, 22. Juni. Bei der Ver- pachtuna des Standplatzes für das Kir m- K a r u s f e l erhielt ein auswärtiger Karufsel- befifcer mit dem Höchstgebot von 6150 Mark für ztvei Tage den Zusck>lag. Und da sage noch einer, wir litten an Geldmangel!

rrn. Darmstadt, 22. Juni. Eine Kundgebung der F r ie de ns g efe li­sch a s t fand gestern abend im hiesigen Ge- werkschaftshausc statt, wöbet Prof. Q uibbc, ber bekannte Vertreter dieser Bestrebungen, vor überfülltem Hause in zwetstundtgem Vor­träge seine bekannten Grundsätze entwraellse, rn denen er besonders für Schaffung intern nationaler Rcchtsgrundsatze zur Ncuprufung des unerfüllbaren Versailler Vertrages und Schaffung eines gertchten Völkerbundes etn- Irat In der Aussprache gab zunächst Schrifd- fteller W. Michel die Grundsätze dec den gleichen Gedanken verfolgenden französtschen Clarte bekannt, worauf ein Vertreter der Ge­sellschaft der Freunde, welche die hie­sige Kinderspeisung leiten, die wahrhaften Friedensbestrebungen seiner Gesellfchast tn längeren Ausführungen klarlegte und er­klärte, daß man hoffe, durch dieses Liebe^- werk dem Friedensgedanken praktisch am besten zu dienen. Er spricht für die seinen Freunden hierbei durch Deutschland gewor­dene Unterstützung seinen Dank aus, denn hierdurch sei es möglich geworden, daß durch ihn mit 24 Freunden, die mit ihm in Deutsch­land weilen, täglichsechshundert tau - send Kinder gespeist werden konnten. Man hoffe auch, das Liebeswerk fortsetzen zu kön­nen und die Speisung, die nur für die F«cten vorgesehen war, auf ein ganzes Jahr ausde^ ntn zu können. Weiter beteiligte sich noch

handel

Sederbörsenlag in Mainz.

Der Vorstand der Mainzer Warenbörse hat im Einverständnis mit der Handelskammer nach verschiedenen Vorbesprechungen mit den Vertre­tern der Häute- und Fellbranchc, der Lederfabrik kativn, des Lederhandels, der Schuliwarenmdustrw ^Fabrikation und Handel), der Lederwaren- und Treibriemen-Fabrikation beschlossen, sür diese Gruppe einen regelmäßigenLederbörsen­tag" in Mainz abzuhalten. Dieser Lederbörsenta> soll am ersten Freitag in jedem Monat m Ver­bindung mit der allgemeinen Warenbörse statt­finden. v

Berlin, 22. Juni. (Wolfs.) Ter SSidftigfci' und Dringlichkeit der Sache wegen wird nochmal. darauf hin gewiesen, daß Wechsel und Schecks auf E n g l a n d lns Mm 10. Juli m England zm AmralMe ober Zckblung vorzulegrni sind und nu svlgedesten sofort mit der Fi'cherunglsanmelduna, dem Reichsau sgleickisamt bzw. t«t zu ständige Zweigstelle cingereicht werden müssen, bannt da Reichsausgleichsamt die Vorleg.ungssrist wahre: kamt.

Amsterdam, 22. Juni. (WTB.) Wie der Telegraaf >aus London meldet, be.'ief sich ber We>' der deutschen Ausfuhr nach England in ^trruar, März und A.ml auf 5 460 000 Psuw Enalands Aussübc rad) Teun'chlcmd betrug m de gleichen Zeit 5 400 000 Pfund.

Berlin, 23 Juni. B ör sen stim mu n gs bil d Tie Verstimmimg über die rnmerliche Ge sährdung der Kabinettsbildung rmd ein weitere- Nachgebe,! irr Devistnkurie drückten auf bieJ&Mr. öei fortdauernder Lustlosigk'it war das Gk-fmai ering Nur für Petroleumwerte bestand lebhaftes

28 Kapitel.

Sobald wir allein waren, besprachen wir, beide zornigen Herzens, rasch die Sachlage. Es war jetzt ganz Lar, daß dte Gräfin die Führung über­nehmen mußte, Mid roieber dachte ich daran, wie die Vorsehung sie mir gesandt batte, da id) mir die Finger an dem Tore des düsteren Palastes hätte wund klopfen können, ohne etwas zu er­reichen. Ein Gedanke beunruhigte uns für den Augenblick beide. Würde Pasquale, der kern Wort Englisch verstand, seine Botschait der englischen Wärterin verständlich machen rritnen?

Die Frage'war bald b.xintrooitct, als Pasquale das Gemach wiederum betrat, gefolgt von einer etwa fünfunddreißig Jahre alten Frau, die sehr ordentlich aussah, starke Kinn'-acken und ent­schlossene, aber nicht unfreundlich: Gesichtszüge aufwies, der Typus einer Frau, mit der man zwar nicht gerne allzuviel zu schaffen babm möchte, die aber augensck^inlich trotzdem ehrlich war.

Sie war nach der bekannten Art englischer Wärterinnen gekleidet, und trotzdem st- keineswegs verlegen oder b.-stürzt aussah, trug ihr Gesicht doch einen erstaunten Ausdruck, als sie erivartungsvoll vor uns stand. Die Gräfin bat sie, Platz zu neh­men, und mackste sie vor allem litten^

würdigsten Weise mit den verwandtsck>aft.ick)cn Be­ziehungen b'kannt, die zwischm ihr und dem Erd- grafen Frangipani bestanden.

^Fortsetzung folgte

Jntereste.

Frankfurt a. M., 23 Juni. Börsen stimmunasbild. Bei bescheidcnku Umfätri' verlief die Äbendbörs; im allgemelnen behauptet. Lebhaftere Umsätze fanden in Odavi Gemißscheme

bedrückend.

Wenn Ihre Exzellenz und Ihr ^9"scher Freund geruhen wollen, meine kleine Wohnung ju befudyen, tagte er, so werden Sie es angeneh­mer finden, als hier. Ich habe eingebeifrt und

Gerade, was wir wünschen, sagte die Grastin und ich war ganz erstaunt, mit welcher Leichtigkei sie Italienisch plauderte. Führen Sie uns auf alle Rolle dorthin!

Pasquale führte uns den großen Korridor hinab, bis wir bei einem engeren Gang an.angten; diesem folgten wir, dann grng es über eine Dienerschaftstreppe zu einem Treppenaosatz, der sein Lickst durch ein Fenster erhielt, von dem aus der ganze Hof -u übersehen war-. Von hier aus

Gießen, den L4. Ami 1920. IahanutStag.

Sfaä ferner deutscher Vorzeit bat sich in virien < Gegenden Deutschlands noch der Brauch erhalten, die Sommer-ivrmLNwende am Jv-llaarms-Abend dmch große Fmer zu begehen, die man auf Berg- . fvi&en und hervorragenden Höhrripmiwrn ab» brennt. Junge Burschen und Mädchen tragen am Nachmittag des Johannistages von alten Snten Leseholz und Scheiter yufammai und schichten den Holzstoß auf. Ist dies geschehen, so vergnügt man sich mit Musik, Ctefang mid Tanz, bis k Abcndsliern am Himmel hervorttttt und die Nacht «ui bem reiten Gelimbe lagert; barm wirb ber Holzstoß angezündel und unter Gesang brennend erhalten bis Mitternacht, und es gewahrt dann einen eigentümlich schönni Anblicks wenn xn der lauen Helten Sommernacht plötzlich fernhin im ganzen Gebirge die Feuer mit, ihrem rötitdxen ©d>ein auf den Kämmen und Spitzen ber Berge entflammen und wie riesige Johamriswürmchm aus der Feme glühen. Diese Sitte der Johanm^- oder Sonm«nd-Feuer hat sich namentlich im bayrischen Oberland und dem ganzen barmmrifchen Alpengebiet noch erhalten, und wenn es bekannt- gegeben wird, daß auf dem Herzogstmnd (zwl- ten Kochel- und Walchensee), auf der Benedikten- wand, dem Scharsrelter, Unnütz' Wendelstein, dem Urtte rsber g, Watz mann oder irgendeinem anderen berooriagenbcn Höhenpunkt ein Smmwendseuer stvttsindet, so stellen sich auch Touristen und Schau­lustige aus entiemteDen Gegenden em, um einem solchen Volksbrauchk anzuwohnen und das wunder­volle nächtliche Sck>auspiel dieser Johcmnisfeitet aus den fernen Höhcnpunkten mit anzusehen.

* Rudolf-Presver-Abend. Wie bis jetzt der Vorverkauf erwarten läßt, tvird es Presber vergönnt sein, feinen Humor und feineformge­wandten Verse vor einem stattliche vorerkreis «um Vortrag .bringen zu können. Wer sich nicht einige frohe und genußreich.' Stunden entgehen Lassen will, der sorge sich rechtzeitig für Platze. (Näheres siche heutige Anzeige.)

♦♦ Tie Frauen gruppe der Deut­schen demokratischen P a r t e i vevanMtet vm Freitag, 26. Juni, abends 8V4 Uhr, iw G<if6 Astvria, Blockstraße, rine gesellige Zusammenkunft.

** Lichtspiele Seltersweg. ^te Di-- Itettiyn bittet uns mirtuteiieit, daß der Fttm Sparta kus nur noch l)eute zur Borfülwmig ge­langt da er schon morgen in Köln spielen mutz. Morgen stützt ein sinzlich neues Povgramm auf dem Spielplan.

Kreis Büdingen.

4 Ortenbcra, 23. Juni. Am ©jnntag fanb tn unserer Kirche eine feierliche Gedächt­nis s e i e r für den im Weltkrieg gefallenen, Kwio- nirt Rudolf Heutzenröder statt Tie.Ver­eine nahmen geschlioisen an der Feier teil, der Futz- dallklubGermanialieß einen Krmrz für fern Ehemaliges Mitglied am Altäre ntedertegen.

r Ortenberg, 23. Juni. Am Donnerstag dieser SBodx veranstaltet der Biolinsolist Wilhelm Otto von hier unter Mitwirkung von Frl. Aenne Backe, Opernsängerin am Stadttheater m Masnr und einigen hiesigen bekannt n mufikalischen Las­ten cinm m u s i k a l i s che n B o rt r a 9 s-abe no. Tie Veranstaltungen sinven auch tn Büdingen, ßtedern und Hirzenl>ain statt.

Starkenburg und Rheinhessen.

-ine Stärkung des Martlur es uno groge rio- - ^g-0ornba>n, Bal!e,7'..nd arzen mit bestem atzmöglichketten eröffnen. Auch für die Frage A'solg an^wenden. Gr- 2.50 Mark. I5192A aer Wiedergutmachung wäre ein Zusammen- Drogerie Roll, iBa^iboft'trnhc 51 u Avotbeker MG* arbeiten wertvol" W.,»I<bm-d..-eUrr-w..-

Vörsenkurfe.

Frankfurt DerNn

Aden» Abend- Schluß- Schluß-

Kurs 22. 6.

79,75

Lebensfrage eines Jeden is« der Kamp! g gvs dir Folgen der heutisren mangel­haften l'.rnnhruier.durch w.-lcheder1 en^chleich'er denn j<- von Infek« o sskranki.« "an (Grippe, Taber- knlose, FnrHBkaos jete. (Desko->^i rün).Flnarmrt (Desk -Si-Kot). Planen- n. Lars.beiehöeräaa iDesko- Si- old) befallen wird. Nach Uneil <-rster Aerzte ist diesm- Kampf sich-r erfolxreich zu fahren ^urah SU'elam-7 eseUä ra. Jeder nehme d her tätlich unsere. Pi^HnpraUna mit feinster Schoko- ladeEesk»-Ei-: fSb.-RoIu d-8a'4(kel.) .rmi tel). Originals- hachtel mitläPrali en nur in Apotheken und Drogerien. ,6W8S

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