Einzelbild herunterladen

b des Entunttfs, fuhrbewilligungen ein förmlicher bandel getrieben totaoMfwMftein emerfcta

iftr; iUt?wvrdem Erzberger erklärte, sich für die Leitung aSÄljL?£

9jfLi.?* b^fer Steuern ichon m erster von Einsuhrbewllligungen als Leiter der Aus Scbroim-rfcit bei den Serbe

?ä^5cn® landspwpaganda eingesetzt zu haben und ivcüere die Bolschmnslen das Ver-V

CntTDurr no<b Dor)d)Tieb, dag bie Lander bte Real Ausiagm im e>taatsintereffe nur unter Ausscklns?? nina m,

lichkeü

geschlossen Nächste Verhandlung Dienstag.

e

m

n haben geM

gegen

sei

nur wenig benutzt worden.

aber

m im

nisiar- yt.

Die neuen Beschuldigungen gegen Erzberger.

Nr. 46

Ter Lietzener Anzeiger erschemr täglich, außer Son»,- und Feiertags.

Beiucsprtis:

Monatlich Mk. 2L0, vierteljährlich Mk. 6 SO einschließlich des Bestell­gelds; durch die Poft vierteljährlich Dtt. 6. ausschließlichBestellgeld. Fernsprech - Anschlüsse: für bte Schristletlung 112 Berlag.tbeschäftsstelleSl Anschrist sürTrahtnach- rtchlen: Lizeiger Sietzea.

postschecktoato:

. rcntfurt a. M. H686

Der ehemalige Großherzog von Hessen.

Paris, 23. Febr. (Wolff.) Nach einer Meldung desMarin" aus dem Haag hat der ehemalige Großherzog von Hessen int Haag ein Haus erworben.

Gis.) zu itolXen. seilens der «i, beteiligte ®run> «evollniächligl ist. ie Mehrheit von er Vorausjetzung blich. Beteiligter sgesetzes ist, roti er Inhaber ein» lüde gleidgeitdll. !i ober belannte fenthalt der Be> lb des Deutslhen igtet ju erachten, tigung des Orts« ist, so jinbet die ches entspreihende

bebar] der unbitüd zum ti> der EuuvilliB

^"3 36?

^«12180^ $ 3kl.

o hat: n &iW i« i und ischieds»

Lahn wt/nen« zur Währung menben Brock- re Zuschnit ur- hl mehr erfolgt.

issar:

:Nisiachttmg der französischen 2tcatsau:irrität mit acht Xaqen und in der Berusimgsmstrmz mit

. J, die MiffLon Ogvadh .Morning fBoft" fahrt fort, bte große >ei den Verhandlungen sei gxlölt, da

Kleinasien und Den bolschewistischen Vormarsch Mwden.

Englisch-russische FricdenS- vcrhandlnngen.

für französische Kriegsgefangene bei Mont- medy-le-Haute sei von höherer Stelle angeord-- net worden als Repressalie für die schlechte Behandlung unserer Kriegsgefangenen durch französische Kommandanten. Der Raum

Das Steuerrecht der Gemeinden und Länder.

Bon Fmanzmrnister a. D. Dr. Becker, M.d. N.

I.

9«n.

^en-Lindr». i r b i b b i n.

rinigungsAktzv j bie 6tW

$ in den SM Verhältnissen ni» drei Mnaten t« rgänzen zu M, ßeldbereinMngr

besondere auf die Lage in Palästina, Aegypten. Syrien, die rärki scheu Trunpmbenx1 gimgei i

gung und wird sicherlich in der zweiten Lesung verbesserter Form feilte Auferstehung feiern.

Tr. Alsberg, fragte Er-berger, ob er nicht ohne Zuziehung des Mtändigen Reichswirtschffts- Ministeriums nach Ankauf von 10 0 A k- tien über bte H ö he de r Entschädigung mit der Hapag verhandelt habe. Erz- berget antwortet, er habe in Weimar mit dm Her­ren die Möglichkeiten erörtert, di: für dv: Jnter- efjen der Roeder g.'gcken waren, und in ter Labi- uettssitzung enten Vorschuß von U/s Milliard^m für die Reeder vvrgeschlagen. R^btsanwott Als­berg schließt daraus, daß Erzberger sich den Ge­schäftsbereich des Rrichswirtsch^ftsministerrums au- maßte. Helfferich fragte, ob es Erzberg'r nicht klar gewesen sei, doß die Schiffe auf Nimmer­wiedersehen ausgeliefnt waren. Erzberger verneinte das. Ter Minister Giesb:rts bestätigte, bafe Erzberger ihm auch z.im Ankius von Hapagaktien geraten habe, um das Vertrauen zu den Schiffahr^griellschaften zu fträfen. Ter Zeuge habe das Vorgehen Erzberg'rs f ür b u m m ober allzu ideal gehalten.

Es folgt die Vernehmung von Oberstleutnani Düster berg von der Waffenstillstands^rm- iniffiort in Svaa. Ter Zeuge hat von Spaa aus einen Berits an die Adresse des Obersten Rein­hard nach Berlin geschickt, wovon Erzborger, bevor Reinhardt den Bries crijicL, Kenntnis hatte. Der Zeuge nimmt an, daß der Brief im Bureau Erz­bergers geöffnet worden ist Erzberger erklärt da­gegen, eine Abschrift des Berichtes direkt aus Spaa erhalten zu haben. Ten Namen des Uebersenders habe er mit Absicht sich nicht gemerkt. Z über Be^ merhmg Helfferichs, Erzberger sei auch sogenannter Syndikus bei der Viehhandel-Inter- efsengemein schäft mit einem Gehalt von 12 000 Mark gewesen, erklärte Erzberger, daß Verbände an ihn heran getreten wären, es sei aber durch seine Erneimuug yun Staatssekretär nickt zu einem Abschluß gekommen. Hierbei tarn zur Sprache, daß Erzberger- auch dem A u f s i ch t s r a t der Z. E. G. angehörte.

Es kommt nunmehr der Fall über die Ausstel­lung von Einfuhr b-willigungen zur Verhandlung. 11. a soll Erzberger einem Herings- händl r eine Einfuhrbewilligung verschafft Haren. In der Scl)weiz sei mit den Erzberger scheu Ein-

Der englische KriegSminifter über die HeereSverhättnisse.

Londo n, 24. ^ebr. (WTB.) Unterhaus. Anläßlich der Einbringung dos Arme?budg-.ts er­stattete der Kriegsminister am Miontag Be­richt über die militärische Lage. Ter obli­gatorische Militärdienst wird in Großbritannien mit dem 31. Marz sein Ende finden. An dem­selben Zeitpunkte wird dierund200000Frei- w i l l i ge z ä hlen de neue Armee geschaffen sein. Tarrn sind die in Indien bienenden Truppen nicht einbegriffen. Ter Minister führte dann meiter aus, daß Großbritannien auf der Friedenskonferenz mit wenig Erfolg für die Abschaffung der Aus­hebungsarmeen eingetreten sei. Tie einzige grvßr Arm«, die dazu bestimmt wecken konnte, aut den obligatorischen Militärdienst zu verzichten, sei Deutschland. Aber er sei es der Wahrheit schuldig, zu fagen, daß Teutschland ba$u yynMingox wurde. Ter Kriegs Minister fegre ittcrairf bie Gründe bar, warum Gvoßbritannien eine stärkere Armee als vor dem Kriege benötige und verwies dabei ins-

Hus dem besetzten Gebiet,

Französische Nochlsprechung.

Berlin, 24. Febr. Drei merkwürdige Fälle tranzösischer Rechtsprechung im besetz­ten Gebiet werden von verschickaien Blättern -piftiitb gerügt. U. a. wurde in Wi.-sbaoen ein Schaffner der Straßenbahn, der einen französisch m " ffisier aufgeforbert hatte, während des to iiereus des Wagens dte'en zu x>rrlafen, wegen

Tem Vernehmen nach schloß 9Htti sich den Vev- tantümgen an, während bie franzö isäx ^Regierung mb zurückballe. Am Schluß des Artikels wendet sich dieMorning 98oft" gegen Lloyd George, der irruben schließen talk mit einem Regierungs- system, das die obere Klassen in Rußland mrniastet und die unteren zu Sklaven gemacht labe, das die Vernichtung des britischen Reiches anftrebc.

steuern den Gemeinden ganz oder teilweise übet lassen könnten, sand ein Antrag Annahme, wonach die Länder die Ertragssteuern den Ge meinden auf deren Verlangen wenigstens teil­weise überlassen müssen.

Ein anderes aber muß in zweiter ßefinig auch noch erreicht werden. Es ist schon darauf hingewiesen worden, daß der gewaltige Bedarf der Länder und Gemeinden einerseits, die Be schränkung^ der Steuerquellen, aus denen sie noch schöpfen können, andererseits, sie zwingen wird, gerade die Realsteuern sehr scharf zu fassen. Tas kann zumal bei der eigenartigen politischen Zusammensetzung, die vielfach die Parlamente der Länder und die Gemeindevertretungen in Zu­kunft haben werden, leicht zu einer lieber» lastung von Grundbesitz und Gewerbebetrieb fuhren. Es ist deshalb dringend nötig, zum Schlitze der Steuerzahler eine Beschränkung dieser Aus- nützungsMöglichkeit vorzuiehen. Ein diesbezüg­licher Antrag des Schreibers dieser Zeilen mürbe zwar in erster Lesung abgclehnt. Der ihm zu­grundeliegende Gedanke aber fand sowohl im Aus­schuß wie bei der Regierung grundsätzliche Billi-

Die der Veröffentlichung der gestern erwähnten Angriffe zugrunde gelegten Steuerer(lärnngen des Retchsfinanzministers reichen zurück bis in dos x>abr 1904. In diesem Jahre habe Herr Erzberger erklärt, keinerlei Einkünfte aus ^dapital-Vermögen zu haben, währercd er im Hclsferich-Prozeß aus geführt habe, daß er bt*i seiner Uebersiedelung nach A^rlin, die im Jahre 1904 erfolgte, bereits über Vermögen verfügt hätte. Bis zum Jahre 1908 habe Erzberger fein Einkommen aus gewinn brin­gender Beschäftigung auf 6000 Mk., dann bis 1913 auf 7500 Mk. und für die beiben nächsten Jahre auf 8000 Mk. angegeben. Aus dem Prozeß Hclsferich.gehe hervor, daß Herr Erzberger in den Jabren 1908 bis 1911 in einer ganzen Reihe von Fällen als Schiedsrichter tätig gewesen sei. Allein schon das Einkommen aus diesen Schiedssprüchen dürste dem von ihm angegebenen Gesamt.inkommen mindestens nahekommen Im Jahre 1916 habe er em Gesamteinkommen aus gcivinnbringenbcr Be­schäftigung von nur 20000 Mark deklariert, wäh­rend er beveits im Mai 1915 in den Aufsichtsrat von 2 bm'ien mit einem festen Jahreseinöommen von 40 000 Mk. emgelreten sei Für das Jal«r 1917 habe Erzberger sein Einkommen aus 40000 Mark teftariert, also lediglich seine Bezüge bei Thyssen angegebm, sein Einkdmnren aus den Ber­ger scheu Schiedssprüchen und seine sonstigen Ein­nahmen aber Verschlviegen. Im Januar 1918 habe, als Erzberger serir Einkommen ans gewiirnbringen- der Beschäfiigung nur mit 20500 Mk. deklariert labe, bte Steuerbehörde durch einstimmigen Be­schluß der VevcrnlagungÄiommifsion dieses auf 40 000 Mk. Ixnauigefetjit.

Noch auffälliger," fo heißt es weiter, stellen sich bte Tinge für das Jähr 1919. Für dieses Jahr deklarierte der Staatssekretär Erzberger aus ge- wrnnbringender Beschäftigung ein Einkommen von nur 16 700 Mark!! Taffächlich be^og Erzberger aber als Staatssekretär ein steuerpflichtiges Gehalt von 30 000 Mk. und 10 000 Mk. steuerpflichtigen Mvhnungsgeldzuschuß. TaM waren zu deklarieren die ihm aus der Bch'gerschrit Auffichtsral sstellnng aus dem Geschäftsjahre 1918 noch zu stehenden Einnahmen, die sich nach der Aussage des Kom­merzienrates Berger auf rund 15 000 Mk. stellten, bn ganzen also mEhestens 55000 Mk. deklarierte 16 700 Mk.!"

Wir möchten hier einmal zusammenfassend auf den Inhalt und bte Gestaltung des Landesstetker- gefetzes eingehen, die es in erster Lesung im Ausschuß erfahren hat. Ter Grundgedanke des Entwurfs, der durch bessert Ausbau allerdings fast in sein Gegenteil verkehrt ist, ist der: a . Steuern gehören grundsätzlich dem Reich. Länder und Gemernden sind erst hinter dem Reich berechtigt, aus Steuerquellen zu schöpfert und dies nur insoweit, als das Reich sie nicht selbst in Anspruch nimmt und sie ihnen überläßt. An diesem Grundgedanken läßt sich, so wie die Tinge sich entwickelt haben und bei dem Umstand vor allem, daß entgegen dem Zustand vor dem Krieae der Finanzbeoars des Rerchs gewaltig den der Länder und Gemeinden überragt, kaum etwas aussehen. Es kommt hinzu, daß bie Entwicklung jum Einheitsstaat, die man zwar aus poli­tischen Gründen nicht gewaltsam fördern und nicht ohne Not zu beschleunigen versuchen sollte, doch unaufhaltsam marschiert und baß schon damit vor allem die Länder bezüglich ihres Steuer­bedarfs an die zweite Stelle zurückgedrückt werden.

Arn schlimmsten fahren bei dieser Verschiebung der Zuständigkeit freilich die Gemeinden. Ihr Bedarf, soweit er durch Steuern zu decken ist, war auch früher schon im allgemeinen großer als der der Länder und würde es auch für die Zukunft sicherlich bleiben, lieberbte3 aber werben sie nun­mehr auch hinter bie Sauber und damit an die dritte Steile gerückt, während sie bisher doch bezüglich mancher und vor allem auch finanzielle starke Ausnütztmgsmöglichkeitert bietender 3 teuer quellen wenigstens neben den Län­dern ftanben und abgesehen von bescheidenen, lich aus der Oberaufficht des Staates ergebenden Beschränkungen doch verhältnismäßig frei wirt­schaften konnten. Bor allem bas Gebiet der Ein­kommensteuer, auf dem Länder und Ge­meinden bisher allein und nebeneinander große Einnahmen zu schöpfen gewohnt waren, bleibt ihnen für die Zukunft nahezu völlig verschlossen. Ter Entwurf wollte den Ländern nach den ein» einen Einkommenstufen verschieden bemessene Zu- irxmbungcn aus dem Erträgnis der Reichsem- fommenfteuer znmessen und verpflichtete sie nur, an diesem ihren Anteil die Gemeiirden zu betei­ligen. Tas Recht, Zuschläge zu erheben, öerfagt er sowohl den Ländern wie den Gemeinden.

T ie Realsteuern.

Ein selbständiges Recht der Besteuerung gibt der Entwurf den Ländern und Gemeinden mr Grundbesitz und Gewerbebetrieb, tie Grund und Gewerbesteuer waren bekannt­lich vor der Miquel'schen Steuerreform neben der Einkommensteuer die hauptsächlichsten Eteuerquellen von Staat und Gemeinde in Preu- ten, nne in den meisten übrigen Bundesstaaten. Jene Reform aber hatte an ihre Stelle die so­genannte Ergänzungs- (Vermögens-) Steuer- geletzt, die das ganze Vermögen nach einem ein» veitlrchen und gleichmäßigen Satz steuerlich be­lastete und damit den Grundsatz der BeÄcksich- tigung der Leistungsfähigkeit auch auf dem Ge­biete der Besteuerung von Grundbesitz und Ge­werbebetrieb burchführte. Daneben brachte diese Reform auch eine Heranziehung des Ka pital- vermögens zu jener Ergänzungssteuer, das einer ergänzenden Besteuerung seither nicht unter» legen hatte und damit vor Grundbesitz und Ge­werbebetrieb begünstigt gewesen war. Die Real- Keuern für die letzteren beiden Steuerobjekte über­dies bte Miquel'sche Steuerreform zur freien Aus­nützung den Gemeinden. Den gewalttgen Fort- fchritt, den unsere Steuergesetzgebung damit, so­wohl vom Standpunft des Steuerpflichtigen aus betrachtet, wie auch im Hinblick auf die günstige Entwicklung der Finanzen von Ländern und Ge- nteinben gemacht hat, wirft das Landessteuergesetz bt seinem Entwurf über den Haufen. Es will die Gemeinden nicht nur, sondern auch oie Länder dazu zwingen, die Steuern vom Grundvermögen und vom Gewerbebetriebe als reine Real steuern auszubarrcn, eine Be­rücksichtigung von Schulden und sonssigen auf die Leistungsfähigkeit des Sterrerzahlers abfallenden llmstände soll verboten sein, ebenfo wie auch e ne Besteuerung des Kapitals oder seines Ertrags Lusgeschlossen toerden soll. Läßt sich gegen das Wete mit Rücksicht auf die hohe Besteuerung des Kapitalertrages, die das Reich plant, nichts Witwen den, so muß doch jener Rückschritt in der vviteucnmg der Länder aufs schärfste verurteilt und bekämpft werden. Bleibt die Berücksichtigung der Leiitungssähigkeit im Ausbau der Steuern l»m Grundbesitz und Gewerbebetrieb auch in dem enbügltigcn Gesetz verboten, so wirb dies zu d-r ^rknen lieber lastung dieser Sttuerobfekke sichren. Lander und Gemeinden werden bei ihrem jaualtigen Bedarf und dem Umstand, das ihnen »e Möglichkeit, bie Einkommensteuer stark zur Leckung ihrer Ausgaben heranzaztehen verschlossen if, rwch mehr als bisher auf die Ausnützung der Sealjteucrn angewiesen sein. Darf bei deren'V?r auaffung der Schulbenabzug nicht mehr zugelassen Verben, so wird die Folge der ganzen Berhält- Dpe eine Belastung insbesondere verschulde- .f r Steuerzahler und Betriebe sein, enter der sie Sl.einie*2*n 8nl^ zusammenbrechen tonnen. Tes- iere Abgeordneten m der zweiten

^s. Entwurfs im Ausschuß dieses Verbot rutül°^9un9 Leistungsfähigkeit ebenso bekämpfen haben, wie sie dies in erster 10x0 fiC. werden den Antrag wieder- talen, den der Verfasser dieses Aufsatzes in jener

London, 23. Febr. (Wolff.) Eine Tenkschrift, begleitet von Tokumcnten als Belegen, die die A n- erkennuna der Sowjets fordert und bat Frickensschluß mit ber bolschewistischen Regierung verlangt, wurde an den Premierminister gerichtet. Diese Denffchrift ist unterzeichnet von dem Ehef der britischen Mission bei der nordwest-russischen Regierung, General Gongh und anderen Beamtert, die sich m amtlicher Eigenschaft in Rußland be­funden haben.

London, 23. Febr. (Wolff.) LautNew Bork Heralb" sollen England, Japan unb Ita­lien bestossen haben, die Sowietr.'gierung anzuerkennen. Tieft Nachricht ist, wie bt; Slgentur Haves meldet, ungenau. Die belrnfmbcn Regierirngen sind sich einig, daß eine Anerkennung der Sowsetregicrung nicht möglich fei. NamcMIlch Japan befinde sich unter den Staaten, die w'g^n ber Folgen, welche die Anknüpfung von Handels- beziehrmgen mit Organen haben würde, di; von b.-r Sowjetregierung burchuus abhängig sind, ausdrück­lich Vorlfthalie machten.

Mu

w T® H

aflgrmfintj

Eine neue Abstimmung im amerikanischen Senat.

Washingtons 23. Febr. (Wolff.) Reuter. Der Senat hat mit 33 gegen 32 Stimmen den Antrag auf Abänderung des Vorbehalts Lodges bezüglich des A u s t r i t t s der Vereinigten Staaten aus dem Völkerbund abgelehnt. Die unversöhnlichen Vertrags­gegner gingen mit den Demokraten zusammen. Der Senat nahm darauf mit 45 gegen 20 Stimmen wieder den ursprünglichen Wort­laut des Vorbehaltes an.

Ares dem Aeiche.

DieBerreichlichung" der Eisenbahnen.

K a r l s r u h e, 23. Febr. (Wolff.) Hebet den Vertragsentwurf zwecks Verreich- lichungderEisenbahnen wurde in den Verhandlungen in Berlin Ende letzter Woche in allen Punkten, einschließlich der Entschä»- digungsfrage, eine Einigung erzielt. Dem Landtag wirb wohl Mitte dieser Woche 8er Vertragsentwurf zugehen.

Die preußische Städteorduung.

Berlin, 23. Febr. (Priv.-Tel.) Nach den Abendblättern wirb bie int Ministerium des Innern fertiggestellte preußische Städteordnung dem Staatsministerium und der preußischen Landesversammlung vor­gelegt. Die Selbstverwaltung der Städte wick darin erheblich ausgedehnt, und das Aufsichts­recht der Regierung auf wenige fest umrissene Zuständigkeitsgebiete beschränkt. Alle Gemein­den mit über 15 000 Seelen können Stadls rechte erwerben. Die Stadtverordneten Ver­sammlungen bestehen aus acht bis einhundert, auf vier Jahre gewählten Bürgervertretern. Die Mitglieder des Magistrats werden auf 12 Jahre gewählt. In Kleinstädten kann von der Einrichtung eines Magistrats abgesehen werden. Größere Städte sind in Verwaltungs­bezirke einzustellen. In allen Städten haben noch in diesem Jahre neue Stadtverordnetew- wahlen stattzufinden. Die Wahlzeü aller Bür­germeister und Beigeordneten erlischt drei Mo­nate nach Inkrafttreten der neuen Städteord­nung.

Eine Mwehr des Generals v. Gallwktz.

Freiburg i. Br., 23. Febr. (Wolff.) General der Artillerie v. Gallwitz, der frühere Armeeoberbefehlshaber, erhebt Ver­wahrung gegen die in der Auslieferungsliste gegen ihn erhobenen Beschuldigungen. Als Ehrenbürger der Stadt Freiburg weift er die Beschuldigungen, auf gründ deren er viermal auf der Auslieferungsliste steht, zurück. Er habe weder mit den Deportationen noch Ver­wüstungen, noch Diebstählen etwas zu tun ge­habt. Die Anlegung eines umzäunten Raumes

Rotterdam, 24. Febr. (WTB ) Tie Lon­doner Morgende ätter bringen Arri-cl über Ruß­land.Taili- Ehr-micle" unterflützl bas Gesuch des Generals Gougu an den Premürminister. Tem Frieden mir Rußland stimmt bas Blatt zu, wenn foigntbe Bedingungen »eretnbari würden: Sicher­heit für verschiedene große Interessen Englands in Asien, Maßregeln für Bezahlung von Ruß laute Schulden unb angemessene Vereinbarungen über den Handel.Dailv Erpreß" schreibt: Wir haben ictzt die Wahl, wetterhin mit dem Kops ge e\ bi- Mauer zu reimen, ob?r dem gesunken

Der Prozeß Erzberoer-Hekfferich.

Berlin, 23. Febr. (Wolff.) Ter Prozeß Erzberger-Helsserich wurde heute fortge^ sitzt. Geh. Juftizrat Tr. v. Gordon Irug einen Schriftsatz vor, in dem es strafpvozeßlich für un­zulässig erklärt wick, über den Inhalt von Aus­sagen von Zeugen vor dem verh.rndrlnden und er­nennenden Gericht Beweise zu erheben. Nur das Gericht selbst habe aus dem Inhalt der Aussagen zu urteilen. Er wecke deshalb gegen solche Beweis­aufnahme Verwahrung einlegen, dagegen feien die Vertreter des Mchenklägers zur freien Erörterung über den Inhalt von Aussagen an Hand ber beider­seitigen Stenogramme bereit. Es wecken dann in dem Schriftsatz zu den einzelnen bisher verhan­delten Fällen Ausführungen gemacht. Zu den an­deren Punkten wirb die Beweisen Hebung anheim- gestellt.

Ter Vorsitzende hat Bedenken gegen den Be­weisantrag im Falle Wvlf s, da hier der Neben­kläger als Minister Transaftionen im Jntereffe des Reiches vvrgenvmmen hat. Tr. Friedländer erklärte, baß Erzberger sich für die Nationalver­sammlung zur Beratung der Steuergesetze einen Vertreter bestellte, sv daß er für den Prozeß zur Verfügung stehe. Zum Falle Hapag behauptete Helfftrich, Erzberger habe in einem ganzen Kom­plex von Geschäften seine amtli>-hen Kenntnisse zu Börienspetulationen ausgenutzt, habe Misere Han- delsftotte ausgeltesirt «und d.rnn nach Festsetzung der EntschLügungen an die Schiffahrtsgesellschaften in Hapagaltien spekuliert. Friedländer bestritt, daß Erzberger bei dem ganz offen getätigten Kauf ton Hapagaktien Tinge benutzte, die er in amtlicher Eigenschaft erfuhr. Erzberger erflärte, er habe bie deutsche Flotte nicht ausgcliefert, sondern zur Skrfügung gestellt. Er habe Hapagak im im Ja­nuar unb März 1919 gekauft als eine politische Maßnahme, um zu zeigen, daß unsere Schiffahrt eine Zukunft habe. Im Notomber 1919 habe er die Mtien, bie er zu 93 gekauft habe, zu 114 ver­kauft und Prämienanleihe gezeichnet.

Menscheiiverstanb zu erlauben, das Vorurteil zu besiegen DeMonring Pvitt^ führt aus, da ßteotz _____

alllr Ableug.rungen zwischen England und Sowjet-! acht Tagen und in regteruna über bte Fri bensbebingungen in Kopen- 14 Tagen Gefängnis bestraft, tagen verhanbell wecke. Unterhändler seien Ltt-l ----------

or -- ' v. W haben unb iveiiere die Bolschewisten baS Denpiechen der Tcmobil'isiv'

,"ur ^Elchluß j nmg tes großen Hernes gegeben hätten unter ber ber^eeffentUcöfeit machen »u können. Die Oeftenl - Bedmgrurg, baß die (Entente sich für die llnver» rum Schluß der Sitzung aus- lehrt beit ber Grenzen Sotmetrnßiante verpflicht e.

lro. Jahrgang Dienstag, 21. zebrnar 1920

Gletzener Anzeiger

General-Anzeiger für Gderhessen MW

AwilNngrnmddruck p. Verlag: vrühl'fche Umo.-Vuch- m. Stehiöruderei R.Lange. Zchrfstleitung, Hefchästrjtelle il Druderei: I.