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Zweites Blatt

Nr. 276

Gtetzcner Anzeiger (Gen:ra!-Anzeiger für Gderheffen)

Dienstag, 25. November (920

hier! mittellos in .Holland war uitb deshalb ein

in

Frtbrud verboten.)

Fottsetzung41.

Darfehen von 5tXK' Gaüfom bei b?m Hanse bvfrr Vanksirina in ^lmsterdarn aufnelnncn mußte Eine s.cncihinterziclwng kann erst formt in FiL.nl !om- nwn, iwtnt nach brn Auslände übert.aiene 1 ftaoi» tal verheimlicht iviti> und bflnon ist im vorsiegen-- den Falle keine stiebe. Für die Sozialdemokrati' handelt es sich hier nur um ein Kampfmittel gegen das Hohen rollern Haus. Die Begründung der Rc- bnblik ist nirfx imstande, eine 50Qjäh-,ire Geschichte auszistö chen. (Großer Tumult, Zustimmung rechts, P.oteitrnfc links.) Mit allem Unrate ven links wer­den Sie dem deutschen Volke die Lieb' imd Treue MM Hohenzoll rnhaus n chi aus dem .Herzen reisen. (Stürmisches Bravo rechts, Zckck>cn links Mimitcn- tang kann sich V.zepräjibent Bell keine Stufte bet» schäften )

Auf Antrag Scheidemann (Soz.) wird in du oimcchung der Interpellation eingetreten.

WsM I

Mw

1920

i Poilkellcr:

W. Gras Westarp (D.-N.1: Die Geschäfts- tvrlnnbimg des fconmiuglichen Hanfe-s mit dem X?fl:.nMUfc G user ertärt lieft nach meinen Infor- ^Eionen do-mrS. das; der Kronprinz im Winter

2ie Falkner aufLmüenhöhe

Roman vonReinhold Ortmann.

die Einsetzung eines parlMnentarischen Unter» suchungsausschusses zur Feststellung, ob den Lcr» Irty.ebungen ein strafbares Verschulden der früheren Ltegrcrung zugrunde lag.

Abg. Emminger (Bahr. Volksrart t . Wir sind von den Ausführungen des Finanzminislers voll befriedigt. Wir bedauern, daß die Jnlcrpclla tion ruaft das Hineintragen von Parteutrcitig- keilen ihren Wert verloren hat.

Abg. Scheidemann iSoz.): Mit her Ant­wort des Reichsfinanzminifters bin auch ich durch­aus einverstanden. Tas Wichtigste und Tatsächliche ist, das; die Kronprinzessin tatsächlich cm Konto bei dieser Schiebervank hatte. Von dem Augenblick an, da der Kaiser nach Holland ging, habe ich fein hartes Wort gegen ihn gebraucht. Rach einem told)cn Sturz vom Gipfel der Macht und Ehre halte ich es nicht für angebracht Wenn man in ein lchwebendeS Deriaftren eingreiscu tvill, dann dan man nicht so reden, wie es Herr Kahl getan hat. Gegen Wucl)ercr und Schieber muh man t iid- Uchtslos Vorgehen, Tie Vorwurfe, baß die frühere Dicgicriing Maßnahmen gegen hie Verschiebungen oeräumt hat, sind nicht berechtigt. Tie nationale tetir, mit der man Schiebungen rechtfertigt, über- a,,c Herrn Kahl. Wir kämpfen gegen Reaktion und Korruption.

mochte, hatte sich Gerda vor kern Verlasten des Dalerbaufos kaum (ffebanfet gemacht. Sie war damals so ganz von ihren eigenen Zukunfts- träumen ausgefüllt genten, baß dte Herzens» angefegenl?etee:i mwerer für sie nur geri-gc Be­deutung besahen. Mer es hatte sie dann doch mit Erstaunen intb Unwillen erfüllt, als fit von Achims in Daris erfolgter Veri-etrottmg mit einer anderen erfahren. Tas; er damit (inen Treubruch

Erika legaugen, fixtnb für sie fest, und ihre Mädcheni-chtc Auf asfung mache es istr zur Gewttz- heit, da» die arme Verratene ilwe zerstört? Fugend mm in schm-nrzlicher Trauer hrnbringeir müsse Stc hatte auch in diesem oume an Erika gefclntcbcn, und ihr ruhiger, bcichwichrgeude-.' Antwortöriet, he,;cn (vecha ii Berlm gety?n Erich Erwähnung g?tan, hatte sie nicht vällrg davon üfei-eugen fömieii, dar, die Ge-.äuschte bJ-t odpncij dcs schw.rsten Schlages, der ei-i-m(-chen'cerzen zu- g.jt werden tarn, wirklich verwunde i labe Sic fegte bieten Zweifel auds noch bet ihrer Wiederkehr unb malle sich in le'Zatn Farben das. Mcartyrium aus, das der Brb-mern-netten durch die Anwesen Leit der glüdlitfrren 9tebim- buhle rin au erlegt war Erikos rufrtgt H eiter keir war ihr als em betvunderunrswürdrzer Bew.iS tapferster Se'Hübe.winiu g e f.'teuer, und ftr bütcnc sich ängstlich vor jeder A . eutting, bt grau* iam an eine wohl noch unvernarb« Wunde rühren könnte.

Tann war sie irre geworden an der Richtigkeit ihrer Vermutungen; Erika Neuhof nxrr keine ÄnmoÖKmrin; ferne andere Gabe war ihr von b-r Natur so vollständig versagt wie de Gale der Bernellung Sie mochte die tlrat haben, sich zu techerrschen, aber sie -das sicherlich reicht das Go-

schid, sich dauernd zu verstelleu. Warn sre sich tm Bcrlchr mit Achim ebenso lein ftc z'ich uns un­befangen gab, wie gegen /- des andere F-amilten- 9hcb, wenn sie sich unabfähig bemühte, htiier jungen Frau den Au te.:t alt aitr "2t Le liti.'e a» geneftm zu machen, und ivenn sie niemals anders als mit Zuwigung und aufrrchttgcr Teilnahme von ihr sprach, da m konnte sich unmöglich hinter alledem die B her."eit b-trogener Zt'ebe verbergen. (Tai denken zu bür.e.t, nahm Gerda eine 2aft vom Vcrzcn. Elfter es dünkte sie doch wieder- io unbc- grciiltdj, mb sie eines Abends, als ft- im Däm» mcrn mit Erika nur etxec Bank im (harten saß, öcm Verlangen nicht widerslehrn konnte, sich volle Gewißheit zu verschassen.

Mit zart gewählten Morten deutete sre an, rote >ie selbst über die Handlmtgswciie ihres Bruders und über seinen Entschluß, Signe ftiedKrjubangen, gedacht habe. Ta sage Erika mit einem 2ädyln, für Ms Gerda sie hätte küssett möget:'bin ich, wie es scheint, die einzig-, die ihm wegen feiner Heirat niemals gezta't bat. Wenn i r sre nur um meinetwillen mißbilligt habt, geschah dem armen Achim bitteres Unrecht."

Ist das nmt dein Ernst? Hattest du wirklich nicht damit gened^et, seine Frau zu werden?"

,Lch habe eine Zeit lang geglaubt, baß es so kommen nriirbe. Mer es fiel mir nicht allzu schwer, daraus zu verzickZten."

..-So hast du ihn gar nicht ernsthaft attieöt?"

(Fortsetzung folgt.)

« bei Herrn Q>rufet stehen bat, ist lediglich das M'to für tvn Unterhalt des Kronprinzen. (Hört, Die He^' desVorwärts" ist lediglich dazu Mi rnmt, di - Siebe, die noch im Volke zum Hohen- Pl'mhaus b steht, zu untergraben.

flbg. Dur läge (Z.): Die Erklärungen deS

r Abend' :?rfp,Lv^ih 'OenlKhieiH, ßei Illar!,i, t'tiln, i «ießen l-'tlhj

2 - M |Bd n'llu-e ChaliJ "im Haiuvywd tat. J

^S^'a/«»mm,sters erfdrinen befriedigend, auch Bütten dec Sicuermora. ist VI Die Blätter der äußerst m

Nen»ten tragen aber hreran einen grofrn T il fo-t allem da- Reichs not- ot>pec Ein wlchts Verhalten ist l.n.cürdis Tast ^»V^^^ctncp.ngen auch orten bed M>ften Afo.s und Mttglir-üer des Mai-ecftauird be- tei^gt sttn )ölten, wunden uns nicht, denn sie iind doch auch nur DJienfoxn. Der sich aber aus reinem Steuerpf.chi c-nz-iel-t. un- terafgt der Derachnuty aller C4dtgciiint.cn. Ohne guxing d r steuer moral iverde.i uns dir sdwnsten Ge.rve nichts helfen.

AuS dcm Amtsvcrknn-iftungsblatt.

** Das Amtsverkündrgungsbtat» Rr. 169 vorn 22. Ncv-nnber enthält: iite orbnung über Sarnmelfteizungs- und Warmnxi se. r-o sor- gungsan lagen in Mieträumen. Erleicht.'ruu- gen bei Aussüftrmig des Stelcrabzugs vom Ar- b-itSlvhn. Bersahren gegen For!l- und Feld- rügcsachen. Wildseftäie -.'lbfcl>äbung'skon.Mis­sion. Schladxtvi-l)- mib Fl>.iichbcscl«ti Fest- Atzung des Ortslvhns. Erwerbslosenfürforge. Feldbereinigungen. Tie.ist: aelnnchten.

T te Wildschaden-Abs chätzungs- k o m m t f f i o n e u. Ter St'rei-<uiL'fd>uB lat für die Zeit bis 31. März 1921 hie Kommissionen zur Abschätzung des Wildschadens wie folgt geöildtt: Beztr. 1. Mitglieder: 1. August Silent, Wiegen, Vorsitzender, 2. Svaspar Gg. Fung, Veibfiei'tem, 3. Forstivart Menges, Baumgarte> ErsabMit­glieder: 1. Beigeordneter Gei lach, Voller, fteU- vertr. Vorsitzender, 2. Oekvnom Brei», Gtcstcn, 3. Forstivart i. R. Schlag, Hausen. Bezirk 11. Mitglieder: 1. BürgenneiH Holler, Ober-Hör­ern, Vorsitzender, 2. F^nstwact Tippet, Dorf- Güll, 3. Altbürg.-rmeister Gill-e.t, Grünrnge:i Er­satz-Mitglieder: 1. Matth. Moritz Ohly, H>. Izhetm, stellvertr. Vorsitzender, 2. Forstivart Findt, Iltch, 3. Aug. Gvrlach, Eb.'rssttdt. Bezirk lll. Mitglieder: 1. Bürgermeiser Horn, ?lnnerod, Vor­sitzender, 2. Biirgermeisec Walter, Beuern, 3. F-orstwart Benter. Op'.e trod. Ersatz-Mitgliet-cr: 1. Jakob Girhard V., Sseiirbach, stellvertr. Vor­sitzender, 2. Balth. Pfeffer, Groh? -Bu eck, 3. Fvrst- wart Mark, Hausen. Bezirk fV. Mitglteder: 1. Landwirt Sbarl St.in, H-mgen, Vorsitzenter, 2. Bürgermeister Reitz., Inheiden, 3. Forstwart Sarnes, Ilangsdors. Ersatz-Mitglfeter: 1 Vai t* imrt Sehrt, Nvnnenret', stellve.tr Vorsitzetder, 2. Altbürgermcister Nidlas, S.etnheim, 3. Forst­ivart Müller, Bellers^e.m. Bezirk V. Mit- gli.der: 1. Beigeordneter Will, Treis a d Vorsitzender, 2. Bürge.meise. K aust Stangen­rod, 3. Forstwart, Büttel, G ünter,. Ersatz-Mit- glteder: 1. Joft. Jak. Girnlard, Sdeiilausen, stell- oertr. Borsitzenter, 2. Johann Schmidt, Ettings­hausen, 3. H. Selwdt, Aktntet.

Schlachtvieh- und Fleischbeschau. Es ist in letzter Jett wieoerftolt btc Beobachtung ^maelst wordcn, datz Gast-, Sd)<rnk- und Speise- wtrte das Fleisch von selbstgcschlach rtcii STtrmt ge- nerbsmäßig verwenten, obre die ers-o.bnlrche FteischbesdMit vornehme.i zu lai'e.t. Tas Streik amt weist daraus hin, dag dies >gemäst §9 tes (sfesetzes betr. die ^chlachtviel)- und Flciicksbeschui unzulässig ist. Zuwider!andliingen werden mti Geldstrase bis zu einhmtdertsünszrg Ptark oder mit Hast bestraft.

Dien st nachrichtendes Kretsamtes. Unter dem Vieftbestande in O ck e r s ft a u s e n CSlr

tibi. Düringer (D.>N.) wünscht scharfe Ti 6füftnutg der Untersuchung ohne Ansehen der Ix oit. Tie Jnlerpe.lalron looUe aber gerade di: ciLje polilisch aussä>lachlcn. Daß dies der Regie­rt ote l ich: nickst an .eneftm war, geht aus dem Eirlvnd h rvor, datz der Reick-sftnanzmrntsier bte

Deutscher Neichrtag.

Berlin, 22. 9boveui.er 192<J

Der Prä,«deut eröffnet die Srtzuug um 1 ihr trthca--'

Am Ministertisch Rcichssrnanjorinistec Wit ft | gfeick'smmtl.er stoch

Ter Ge etzerrnrarrf über die Autenornfe Ober- I s^lesi its ro ro au eine Kommission txrn 21 Mtt B g.icx.N-nt überwie en.

A q Müller- Franken begrüntet k '«irif Jnterp Ua un wegen der KopitalsverscÄe- | 'xangm nach cem Anslawe Sckwn wrhr nd des itrioges begannen tie Kopitalve-schitbuüg-.-n uni setzten sich j tz> fort, als Folge ter norrupnon et I Lcieges Ste sirr) jo raff.niert vorge iwmmcn wor- Mn, baß man den Sckncbrrn nick), bcifennmm kann 1 Ilm sv schärfer müiten die arigerafp wev.xm, b.c | non überführen kann Das ist ter Fall bn dem Bankhaus Gruier, Pftilippson u. Ev. Zu den Be -rbungen Grue 5 yftoicn neben den reaktionären ki:ci en namen lich Mi «lieber ter Fami.ie Hoften- iLllmt. Es fragt sich, wir v-iele von diesen sieh ' d den Schu-bungen in Waren aller Art beteiligt leben, die crnxi 250 Miilvvnen Mar? betrage-. cklen. Ein besann er Gmeral werde eceusalls i:i j '.-roint'ung mit die er Asfärc gen matt. Ein Fürst

I Olin, FLn't Bl..cher Daftlitatt. eine Fürstin | .Äi-tiwill, etn Graf Schörihorn kstttten ein Konto j fei Herrn Gru'er besessen. Auch die Daonprirv^-siin |t®i* ieti v.-rtzhrr Die gegntteil-ig.n Vers ich- |der g r icfm Pres,e genügen ihm nickst H Beweis tes (^egente.ls Er frage die Regie rrtg, cb sie Auskunft darüber geben wolle, .tnc- ßret die st wnprin^sfin, Prinz Ei ei Frisch unii

L n:i Fnelwid) Wilhelm an den Schiebungen te- 1(1111 waren Nickst beteil tat waren nur Prinz sslar und Prmz Friedrich Leopold, den man ten 1» ni Prinzen" inti> gern len ei nigen Sozial-

Ineofraten des Hauses HohenzoIlern nennt, ob* vihl er gar nicht daran bente, So>ialdemvkrat zu |att, vielmehr -tenxl) seine Verfchicbuugeu ton kilber.chmuck int) Kunsbgo<-?nstänen nach der Ll'Meiz berüchtl«- glvorden sei. Wie unter diesen liinitäiieit die Dledve von einer Schieber- und k s'..:nf!einrepublik iv.en tarnt, ist mir Unverstand- Mich Wir enporten jedenfalls von der Reichs- tz tgieruug oforlig-s Eingraisen. Im übrigen stellen tir fest, dast et >Ine Fälle dieier Art schon zu !<' Zeit geichehen ,e.n mögen, in der un'ercfhmnfe kvckr tm Arn e laften S e sind uns jedenfalls nicht lckannl g-eivvr>-n, sonst Uniebn wir ein geschritten

Können Sic formt nicht in Schönheit sterben ftitetteit.)

NtichSfinanzmittlsttr Wirth:

Wir sind in der Lage, nachzuweisen, das; eine Irterfudmng bereits am 18. April gegen Schmidt, keiplich und Dr. Bernhard eingeleitet worden ist ? $ertenbung mit dem Bankhaus« Smner L Eo., t!>o feoeits lange vor dem 2. Juli, bett Tage, <i dem dieFreiheit" die Sache veröffentlicht hat. Sie Untersuchung ist heute noch nicht abgesckstossen. r-laS den Fall Gruscr angeht, so ist im Reichs- - panzministeriurn vor einigen Tagen Mitteilung Kapitalsverschiebungen mit Hilfe dieses In- Amts gemacht ivorden. Es wurde sofort die Maalsanwaltichaft benachrichtigt und die Ge- Mstsbüchcr beschlagnahmt. Heber die Persönlich- selbst, welche mit den Firmen in Geschästs- ir.mtbung gestanden haben, können noch keine be- pmt.ii Angaben gemacht werden. Fest steht, daß M unter ben:cnigm, welche Kmtten bei der Firma Amsterdam haben, auch Mitglieder adliger und HfltlidKr Häuser befinden, darunter einige Mit- Wedcr des Hauses Hoftenzollern. (Hört, hört!) ^k-: sm) auf Grund des Stcuersluchigesetzes sofort Vrästrftcitsinastnaftmen angeovdnet worden, die auch Mc den Mitgliedern des früheren königlichen ^Muses nicht Halt machen werben. Nach dem ^eucnluchrgesetz sind die Finanzämter zur An- rtenntg einer Sicherheit bis zu 50 vom Hundert i' Vermögens des Steuerflüchtigen berechtigt, jteB Tatsachen vorliegen, die die Annahme rccht- Vt fien, dast Vermögenswerte dem Steuerfiskus v!-ogen iuerben sollen. Diese Amt ahme ist bei Ilm Personen als vorliegend erachtet worden, die te Stont» i.chza b-r (ri der Firma Ohmfer sestgcstellt Mlyen sind. (Beifall.)

Abg. Breids ck)cid (US.): Solange die Kronprinte.siu im Verdacht steht, an den Kapilal- ve.schie,-ung<n trilcenonimcn zu hoben, kann eine Erk.aeuug, die anscheiw-nd von iftr stammt, keinen B>ert haben. Die Tatiache steht fest, dast sie ebenso nn- sührrnde Männer der Deutschnationalen zu dem Winteibankhause in Verbindung gestanden hat. Der Reichssinanzminister hat sich Inder bei bet Nennung der Namen aus den höchste'n jpreisen eine zu große Zurüdhaltunq ausericgt. Dem Mist- traueusantcag der Links-Uuabftängigen kann ich erst zusttmmen, wenn der Veiveis erbracht ist, dost die Regierung das Mißtrauen verdient. Der Redner to urteilt es, daß Äbr. Slnftl, ein Jurist und Lehrer der Jugend, sich ftierfter[teilt und den Lxchler fiir bi? Hoftenzollern macht. (Pwteslrufe ^chts. Vizepräsident Bell ruft dem Redner zur Ordnung.) Die Recht? tut immer so, als lebe der Kaiser von Was.er und Brot und warte mit Sehnsucht,ans ein Liebespaket. Der Kaiser besitzt ein Schloß und einen großen Hofstaat und der Kronplin) ist zwar arbeitslos, brauch: aber keine Arbeitsloienunterstützung. Jetzt ist die Rechte w eder obenauf. Nach der Revolution kamen ihre Ver­treter demütig zu uns, an ihrer Spitze Freiherr v. Mirbach. (Abg. Frau v. Oheimb ru:t: Tas ist erlogen.) Jetzt a auben Sie ,baß Ihre Zeit wieder gekommen ist. Die Interpellation richtet sich nicht gegen die Hohenzolteen, sondern gegen die Kreise, welche die Hohenzollern wieder ins Land rufen wollen, damit dem Volke endlich einmal die Augen geöffnet w rden.

Reichssir«nzmmistcr Dr. Wirth: Der OLe-- flaatsanwalt hat mir mitgeteilt, er warne vor der Mnuung von Namen, da nock) kein Beweis ihrer Sckmld erbracht sei. Ten Nnm«r Spire habe ich mit gutem Gewißen nennen können, weil er schon viermal der ge^ährlichste^i Sckneteret über führt worden ist Was di? Ange'egewdeit mit der Ausfuhr von Wcrtfttgenstäirben les zivisers betrifft, so sind aus dem Prioatbesitz des KüierS Model und Hailsrat mit Genehmigung ces Mriiislernims ausgesichrt worden unter genauester Beachtung der zollamtlickyn Ausfül-rungsbesttmmuneen, die in keinem Falle etwas Belastendes ergeben haben. Gegenüber beit Lüigris e.i ber Reckrten betont fo-r Redner, daß tn der Hobenzollernsache abück>tlich feilte Namen genannt sind. Er protesttert deshalb gegen die bcscknmpsenden Acutzerungen, welch-? bic Rechte seit langem gerade gegen ihn zu richten belieben.

Abg. Geyer-Sachsen (llSP., Links) greift den ?lbg. Müll«»Franken an, weil dieser ihm Untätigkeit bei der Versdnebung des Pri aaermc* gens deS Königs von Sachsen vvrgerovrie.r k-abe.

Er iNibc im Gegerue.l dieses Vermögen mit Be­schlags belegt.

Abg. Stresemann (T. Vp nimmt den Abg. Hal l gegen den Vorwurs in ^>ck)utz, in ein >ch.">-lende, t^e; abiet cingcgrifm zu laben. Wävcn Stahls Aussül-rmtgen itiu*t erfolgt, so wären bock) alle diese elftenrülirigcn Aug istc geicn tas Hofoii.zolferul-aus olntc Widerspruch in die Welt hinausge gangen.

.Ifof- M üller- Franken (Soz.) spricht die Hoffnung aus, daß die Untcrsumung in die rcich- lick) bimflc Augclegenfteit Licht bringen werde. Die Hohenzollcru a.3 notlcifomb ftinzustelleii, ist angesichts bcr Notlage des ganzen Volkes eine Geichmadlosigkeit sondergleichen. Wenn bic Te- battc zu einem stampf für den Monarchismus sich gestaltet hat, so ist das nicht unsere Schuld, ft io Sozialdemokraten haben iebenfalls zu einer Zeit, als Wilhelm noch in Glanz und Würden saß, diesem rerbrcd)criid)cn Narren ihre Meinung klipp und klar zum Ausbnid gebracht. (Die wetteren Ausfühnmgen des Redners über die Hol>cn»ollern rufen auss neue erregte Proteste und Piuiruse der Rechten hervor ' Wenn Sie glauben, daß bic Zeit für bic Monarchie wiedergckoinmen ist, so will ich Ihnen sagen, das; eine solche nicht mög­lich ist. Wirb ihre Einfüftrnng ans anderem Wege versucht, so wird sich ein Widerspruch erheben, von dem Sie keine Ahnung haben.

< , $amit schließt bic Debatte. Es folgen persön­liche Bemerkungen ber Abgeordneten Graf Westarp (beutjchnalional) und Dr. Vrridicheid (US.).

Zur Geschäftsordnung lvichivert sich ber Abg. Levi (Komm.) gegen bic Znrüdweisung bet Inte» grtlatioii bcr äußersten Linken von der heutigen j.age5orbnimg. Diese Jntervella ion ist luinmeftt als neuer Antrag eingebracht worden Zur Unter­stützung des Antrags erhebt sich nur der Abg. Levi. Damit ist ber Antrag abgelchnt.

^ädrfte Sitzung Dienstag mittag 1 Uhr An­träge, kleinere Vorlagen.

ScÄuß 8 Uhr.

_ »nfänglich war sie wohl^rroch zuweilen in Ver- litiing gewesen, sich mit Signe über ihre beun- ^gnten Ein >rücke auszuspre-lL '.: aber sie hatte 'ltt Litsckeibeudeu Au?L.iblid bann bock» nie den tten Ton ta ür sirr en können. Immer b ut- fühlte sie, daß zivtsckien tftr unb ber ichönen '«.vigerin ettvas Tre.me:tees stand, üfer bas sie * elfen guten Vorsätzen nicht hinwegzukommen fUirochte. Uel'er die Tiarur foS unsickKbarm lU^lUlsses wuß'.e sie sich frei.ich nicht Rechen- Mir abzulegeii, beim sie könn e feinen Grund j^Icn, der sie bervdjtigte, sich über Signe zu bc- .«ct. ober ihr Verlzrlten zu tadeln. Ihr Bc- g?.L.i ten Sckxvie.^rvater war mufteyhu 1, ,r temals ließ sie sich zu einer Unfveundlickücit iMn sie ober Eriba htnreigen: die S/aunenhasttg- ijne3 Le eis cuDe t: iüch einjij barin, baß « |l teilen übe.ströme..d hc-rz ich und mtttciliam, i.be-.en Stunben aber sein schweigfam und »tt?tt..alt.nd sein konnte. Auch be: faste Weck'lec fctftu übermütiger, fast leichterngcr Aus- 9Reinheit u.d fdNuermütigern Ernst lreß sich ! nur aus einer besvnde^n, vielleicht traut» Vcrxrnlagrrng erklären. ®eriw erinnerte 11 CIntr Schauspielerin, bic von den Kvliegen r feHysterisch^" genormt worden war, ähn* Erscheinungen . wahrge.wmmen zu laben, IIJJ* Ivar darum immer geiietgi, <9tgnc zu ent» f^.gen und y.i bedauern, wenn ihrer gciunben das ^Verstäudnis für fors Sprunghafte im der Schwäger m versost blieb.

Neickzsfinmizminiister Dr. Wirkh erNSrt, d« Schamrö e trete einem beim Durck>lcsen ber Akten ins Gesicht, nxnm man alte die Namen lese, bic sich mit einem solchen Wintelbaul'ier eingelassen hätten.

Abg Puchta ^USP ) legt der Interpellation keine ür<rri;bene Bcixm urig bei. Es handle sich nur um Blasen aus dem Sumpfe ber allgemeinen Kvrrupion. Prinz Frie r.ch Leopold nimmt im Auslanr-e Darlehen auf seinen sties'gm Besitz auf. Gegen bieten zum Himmel schreienden Zustmrb muß emgoschritten werben. Für jeden versckwb?uen Tausendmarstsch in muß ein-? Anzahl armer Ange^ steillcr Ersatz leisten. Je e verschobene Peclenle te kostet Tränen hungriger Kinder. Die e Verhälmisse da ieren aler sckwn au5 ber Zeit nach der Revo- luiim, müß en also bcr bamaligen Regierung be­kannt fein. Damals hat aber foe so^ialdemokratisd^e Regierung versagt und sv Donnte «ich das Sinner- sysiem allmählich ton olixiercu und zu einer Gefahr für uns toctlen. Seit 22 Mona en hat auf dem Posten des Reichsfinanrmini'ers ein Bürgerlicher gesessen. Tir Sozialdemvkvatte hat es unterlassen, hier einen Manu ihver Parlei an die Spitze zu stellen und di? Sich riteilnng ter Kapitalien twr- liniehmen, wie es damals nod) rwgl:ch »vor Bis batte ist rrickch einmal eine Ve.nrbmirni der im Falle der K<rpi!alver-fchioEngen Veichif.eten er­folgt. Es ftanvdt sich hier nick-t nur um Gcld- verschiebuiiaen, fonbern auch um Wareifverschic- bungcit. Dem Monarchismus geben diese Ent­hüllungen den Gnadenstoß. Mit dem Gottes- gnatenium ist cs nun zu ®nbe.

Aog Dietrich iTem.): Die gany- Sachlage erickeint sv wenig geklärt, daß meine Partei noch keine Stellung datzu ernnehmen Himt Es kann sich hier nur um eine Rechtsfrage, nicht um eine Vvlirische Frage handeln. Deshalb lehnt meine Partei auch jede SteNirngnahme zu der Hohen- Aollerndebat e ab. Den Ausführnngeit des Reichs- linanzminislers können wir bewsticheii.

Abg. Höll ein (US. linkst Gesetz test heute nur ber Lohnabzug. Alle anderen Steuern stehen auf dem Papier. Die Politik ber Reck)ten wurde heute beleuchtet. Sie lautet Sturm gegen die Schieberrepublik und huldigt immer noch ber verflossenen Scbiebermonarckne. Arbeiterverttcter waren es, die Wilhelm den Uncrussprechtechen beim Verschieben von ganzen Möbelwagen, mit Silber gefüllt, nach Holland verhalfen. Ich frage die Regierung, ob die für Wilhelm nach Holland be­förderten Sendungen vorher von ber Steuerbehörde genau untersucht worden waren. Wir beantragen

«Bg. ft a fti (D. «pt.): Dve Mafestät des G» !<tzes ist lw.er als jee andere Maeiät. Trsl-olb tera!:iooi btt Sache vom Standpunkte Cer^. ®Se1|X7 behandeln, leimt aber iei> iwrt:> twhtiidte Aussckstachtting ab. Tie Jeterrellem e.i fußten, bah eine Unteruckfung Ltrcil.- idjroebte. <9ie benutzten Die Tribüne, um Verdächtigungen auszusprcckL.i, geschützt vt>\ Der Immunität des oteick'stagsabgcordne-en Die ganze Fasiung der tentenxllarioii beweis baß ter Ängiij qu; das Htfau? die >.aupriackL war Leihst wenn bv B-ie.ltgung crrvfe.ei: wäre, würbe fo.i nicht öw Gesamtt>eit be> HalLri-olterüforunS tresicn können, des en Verte-mste i.i öOO.ästrigir Stuten.- arbeit fo groß seien, daß sie nicht von einem Mttglied les Sbaufeb verungltmp't nvrtten lönn» ten. (Lärm und Uuruftc.i Ter Redner kommt fe- dann auf ten Konflikt in bcr Linken zu sprechen und moint, bic Mehrdeitssoiiia isten tr i tn I ^chaumschlägevei. Die Mitteillmgoi lcc>Vor­wärts" üfcr den Adsulariten von Reitzenstcin, über eine Tockxer Grufe.s, die ber Ktetmp i-iz-fstn cm Gescl>mk gemacht liaben so.le und über Besuckx- Gruiers bei ter Kronprinzessin uno iimge.chrt feien erloge.t. Herr Gimter lat lci>g'ich einmal der Kronprinzessin einen Bries ihres Gcnuttsts überbracht. Verstös« gezeu das Steuergesetz fru btt taiteriidte Familie nicht legangen. (Abg. Heee- bvur ruft bajroifdjen: Tas ist ein Eingei r in ein ftlzwebendes Verßrhre.i Zuntie: Heuchler und L-chreixr. Glocke des PräMe.tteu.) Was ich aus- (Kführt habe und was Ihnen so an? die Nerven fällt, ist meine persönliche Ansicht, filterte Partei hat gar nichts damit zu schaßen. D« Juterrella- tion ist ein Ausfluß bcr Schtväck-e der Mel?rlteits- fozfelisten. Geivöhuen Sre sich daran, Kollege Müller, in Schönheit zu sterben!

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Vereine

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(rcihigm Mti

Auch m dieser Auffassung stimmte sie. iwe in fast alten Dingen, vollständig mit Erika überein.

Ich glaube, man könnte ihr niäjt böte fein, auch wnrn sie einmal etwas wirklich Häßliches tun würde," halte die Freundrii ccagtIch weid, daß sie leidend ist, wenn sie sich audi vielleicht gegen niemand als gegen To.'bvr C'te me.i'.g darüber ausspricht: cS ist eine Ruhelosigkeit i.i ihr, die sich nicht anders erklären läßt. Ihre einsamen Abcnd- spazfergäng?, bei denen sre sich nicht einmal oon Achim begleiten läßt, cttfbnuge.t sich?rli h nicht einem Vergnügnngsbebürfiiis. Und die Mädckx.-n erzählen, daß sie sie schon mitten in der 'Nackte hätten im Garten auf und nieder gteXm sehen. Wahrscheinlich müsen wir es ibr hoch anredmen, daß fte sich tm Verkehr Io lieoenswürdig ju be­herrschen weiß."

An eine äftnlidx, vielleicht noch schwerere Selbstbeherrschung Ta.te tieria freilich in bat ersten Tagen auch Lei Erika selbst genau5t. S e war bis zu Ackrims Brrsci nrang gleich ibre..i Bruder Erich übcrymgt gewec, daß zwifchm Erika und dem jungen .Künstler Bendyui n bcllänfom, bic über die Grenzet get-lnfofterlt^er F.eund'ckxift binausgingai. Bet ev.ee unbeaig-nen Prüfung iftier Erimterungen mußte itc sich irfos tagen, baß es immer nur bas Verhalte i Ack ims gerne en war, das ihnen Anlaß n foLdxn Vermurungen gegeben. Mit all de. gefujmrtötgai Ritteriick)keit, die ihm ebenso weetscigen fckZten, als ft? dem jüngeveii Bruder frenb ;:xt7, Ixtttc er die Pilege- fdwiter umworben. 11: d Erikas Benehmen hatte eigentlich nicht anders ge annt werben tön» not, als eine freund licke TuDung feiner Hul­digungen. Darüber, wie weit e> b.t dem tändeln­den Spiel -wischen den Leiben gdoaurzn jeut

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