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«u finrram, nicht Me Witfnö Tfctttenmgen mttervreitet iwrtten: auf | ffamerab Sorft getollt. Sobrnm ttnrrtte HufTT6nntg

fe ^rabe uniert Wähler zur 1 der Löhne um mindestens 50 Prozent, Gewährung über bte wirtschaftliche Bechüfe erteilt. An dreien m Ehe sie ihre Wege gegangen 'eines Leimarbeitcrzuschlages von 20 Prozent und Ausführungen nahm auch ein MttgUed bes Lan- sich der Ile herein ftinunung mit Revision einiger unha.tbarer Vert.agshestim- des-ntssaus, chu 1>es teil. A/te <nwewn )iäunkLe fanben

schbmgen flohen.

ihre glatte Erledigung.

Schrimpf.

Kreis Schotten.

Mit-

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Der SchlichtungKauSschutz der Provinz vberhesien.

Verhandlung vom 10. 3anu.it 1920.

Snbi W «al Seid

tägigen am 12.

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Bochum, 22. Jan. (Wolff.) Ein Automobil der GewerkschaftKonstantin", worin Beamte vom Hauptbureau Lohngelder nach dem Schacht 6 brin­gen s ltteu, tmir^e morge s regen 7 Uhr von drei Strafen räubern überfallen. W bewaffneten Burschen raubten die Lohngrlder in

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41,

zusprrchcn, daß sre gerade unsere Wähler zur | (5inigteit ermahnen . Ehe sie ihre Wege gegangen sind, hätten sie sich der Ile herein ftimmmg mit unseren WälLem erst versichern müssen, bann wären sie übet die roaljrre Stimmungin Volke aufgeklärt morden und mir, hätten bte jetzigen Er­eignisse nicht zu beflogen."

Aus Stadt und Cattfc«

C ietz. en, ben 23. Im. 1920 Schneiderstreit in Gieste«.

Apnl.

Lebensmittel.

Erkannt« ftir mit SH

Kr Umte L 1 10. WJ wd M dn,.T bei Vnkehr mit fr ernte IW WA. Ud M MM.

AnSbruch Bttrbt. 2" h Haupt in Dbet gtrrtxfiat. Dir 1 ttorim.

Gesunder dorn 1. bis 15, ßtfunben: 1 (tat, l Wl» 1 Bmfche, 1 $ Merportmou jilkntc Dame 1200 Mi ißte deins Medern E. 5t.) La boudvdr, 1 gcl 1 schwarzes D 9d?nn<irim und Echultechagm,

sm. D a r m st a d t, 21. Jan In affen öffent­lichen Schulen des Freistaates Hessen sch.i ht das laufende Schulgin am 27. Marz. Nach den 14- Onerserien beginnt das neue Schuljahr

munaen.

Zentrale Verhandlungen vvm 5.8. Januar in Erfurt unter inuxnteiiidxr Leinmg ljatien Leinen Erfolg. Im beiderseitigen Einverständnis bet Vertragsparteien wurden daher die ört­lichen Verhandlungen feeigegeb.n. Nachdem auch diese an dem starren Wider,>anb der s2lrbcit gehör» Leitung geschonten sind sie bot bis zu 20 Pro­zent Lohnzulage als ausreichenben Ausgleich für die Teuerung und lehitte jede Verhandlung über alle anderen Punkte strikte ab, legten sämtliche Schneider anmutig am Mittwoch früh die Arbeit nieder.

Bon der Seite der Arbeitgeber wird die Vor­geschichte des Streiks wie folgt crilärt:

Nachdem die von den Zent.alverbänden der Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu Ansang b. Js. in Ermrt gefüIrrten Verl-andlungen zu keinem Ergebnis führten, sollten övttidK Verhandlungen über den Stunben'oln stattsinben. Ge.orden wur­den 50 Proz. Lohnerhöhung. 20 Proz. Heirn- arbeiterzusch.ag und eine R>ihe von Tarif anbe- > ungen. Da die Arbeitnelnner sich mit einer Lohnerhöhung von 20 Pvoz nicht einverstanden erklärten und auch eine Erhöhung von tveniger als 50 Proz. nicht annehm im wollten, sind auch hier die Verhandlungen gefdteitert. Die Arbeit­nehmer sind daran,hin unter Bruch des Ta Ü- vertrages, her heute noch zu Recht besteht, vor­gestern in den Streik getreten Seitens ber Ar­beitgeber ist der Schliä-tungsausschuv angerufen worben.

)l Marburg, 22. Jan. Die Schneider- gehilfen haben heute die Arbeit niebergelegt, weil die Unternehmer anstatt der ver angten 50 Proz. nur 40 Proz. Lohnzuschlag bewilligen wollen.

Die Osterscrie«.

SW te* v t »w itifben Liter (ai 21 imb Moula uachstehmd aufg, N v«r Mich A. Januar 1921 ilmai wfMxnba ta Milch. ».Die.t'emhar Mittwoch dar 27 Jttdamt, Ziml Mrkm aLzulies,

verlaufen suchte. _

* Die Direktion bet Elektri­schen Uebetland-Anlaae macht dar­aus aufmerksam, daß für sie bestimmte Zah­lungen mir an Leute geleistet werden dürfen, die zum Einzug von Geldern ermächtigt sind und dies durch einen entsprechenden Ausweis nachweisen können. Für Zahlungen, die an andere Personen geleistet werden, lehnt sie die Verantwortung ausdrücklich ab.

* Militärkonzert. Am Sonntag den 25. Januar, nachmittags 4 Uhr, findet im Re­staurantMilosovhenwald" ein Militär-Streich- Konzert ber Regimcntskapttle des Reichswchr-Jn- santerie-Regiments Nr. 36 unter Leitung ihres Dirigenten, Dbermufibnciftcr Löber, statt. Der Spielplan ist geschickt ausgestellt und enthält außer Opern imb Operettensähen zwei Solls für Violine tmb Tyloschon. Ein Besuch kann nur empfohlen werden, zumal derarttae Konzerte in Gießen wenig geboten werden. Der Saal ist gut geheizt.

** Der Internationale Bund der Kriegsbeschädigten und -Hinterblie­benen hält am Samstag abend um 8 Ubr im GewerkschajtSltause d.;e Vcr ammluiig ab. (Si-chr Inserat -

** Die Reichsvereinigung ehem.

wurde gern den £roUfrinewbnunnt Wilhelm Rohr- bad) in Grs-ßen-Bufeck entschieden, daß bei den genannten Holzhauern nur die erste Lohnperiode (2 Wochen) als Einarbeilungszeit mit dem An­spruch auf nut 3/< Lohn zu gelten hat, daß aber für bie it der volle Lohn zu zahlen ist.

Tie im E sf o l de r ba cht u n n e l mit Repa- latunrrbeitrn beschäf ig en Arbeiter trcrlangten von der Firma Kvonibus in Kas el bge ihnen zuge- firfyerte Nachzalluna ohne Rück rcht darauf, wel­chen Standpunkt die Eienbalmbehörde einnahm. ______ VVI1U _______________ Tie Firma wurde zur Nar^ahlung gemäß Zu­berichtete er über den Delegier tentag in Offei'ach sicheruno und Tarifs für verpflichtet erklärt.

"nd etroainie, oaß der Landesverband zustande ge- j Tie Möbelsabrff Rings ha u s e n m Ntbba

Tie Firma Bänninger bitte den gliedern des Arbeiterausschu ses einen Lohnabzug gemacht, weil der Arbeitenrusschuß während der Arbeitszeit eine Arbeitsausschuß itzung abgfbanen hatte, ohne dies dem Betriebsunteruehmer mitzu- teilen. Ter Schlichtungsausichuß stellte sich grund- sätzlich aus den Standpunkt, tafe für den Arbetter- ausschuß bie Verpflichlung besteht, wenn er eine Besprechung wahrend der Arber Sz<it ablMUenwül, dies dem Arbei geber anzuzeigcn. Ta der Arberter- ansschnß zu Unrecht angmommen »tt, daß ihm eine Anmeldung nicht vorgeschrieben werden könne, war der Solma^ug für begründet zu erklären und der Anspruch der Arbeiterausschußnn.glwder abzu-

KriegSgefangenen (Ortsgruppe Gießens hielt am 18. Januar im Restaurant Sauer ihre Generalversammlung ab, welche feljr gut besucht war. Der Vorsitzende erstattete den Tätigkeits- beridrt, ber mit Beifall aiifg-mommen wurde weiter

In lernet anirrem Sache berkTbcn Firma wurde entschi-den, daß. M.xnge an Stelle von En lassun- gen und Arbei's' r ckung NctsiandSarbei^en in Form von öofarbetten torgenommen werden, den Stimbcnbbnarbritern, die abwechselnd hvntmt be­schäftigt werden, der Lohn dreser Nvtstandsarbetten zu zatlen ist, auch wetm er etwas geringer wie der bisherige Stunbenfcbn ift. .

In Grvßen-Buseck besteht fett alter Zer', die Hebung, den Holzarbeitern, die Neulinge ftnb, nicht fofrrt den vollen Lolrt, sondern zunächst nur 3/i des Lohnes auszuzaKen. In dem Fall

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Sur Belolöungsrtform.

Heber die Beamtenbeloldunysreform haben am 15. Januar im Reichsiinanzmmister>um mit den Beamtenorganisationen, den Regiecungsvertretern der größeren Länder und Mttglieoe.n aler polt- tischen Parteien der Nationalm-rsammlung Unter­handlungen stattgefunden, bie am 17. Januar im preußischen Finanzministerium mtgen der Preu ßischen unmittelbaren Staatsbearnlen unter Zu­ziehung der Parteivertreter der Landesvtriamm- lung fortgesevt worden smd. In der tzauptiacht wurden die q.Igemeinen Grundsä.e und Richtltmeii beibrodien, nach denen das Besoldungs vstem kmn- tig zu gestalten ist. Im Ergebnis tymndjte ton» Verständnis darüber, daß die große 8 M l d e i bisherigen Geha11sklassen mö,l i ch N zu verringern ist. Für das Reich wurde eine Zusammenlegung in 12 Gruppe n in Aus­sicht genommen. Jedem Beamten >sU det "ach geroiefener Beiähigung und erprobter Bewahrung nach Maßgabe feiner bien ft lieben Leistungen das Ausrücken in'.-ere Stellen freifteb.it. unb bK)n Aufstieg durch systematischen Aulbau der Beso - dungsordnung ermöglicht werden. Tas Tlenst- einfommen soll aus dem Grundgehalt imd statt des bisherigen Wohnungsgeldz nichus.es einem Orts-u'ch'ag bestehen. , . __

Zur Anpassung an bte jetzigen augemeinen wrrtschastlichen Berhälmisse treten Teuerun gs- i u l a g e n hinzu Wegen der Gettaltmtg der Orts- zuschlage im einzelnen ob feste Betrage nach Gehaltsgrnppt'n ober Gehaltssätzen oder aber pro­zentuale Zuschläge -um Grundgehalt waren bie Ansichten geteilt. Ebenso wurden hievon her Reichsregierung und affen vertretenen Landesregie­rungen tm Interesse ber Beamtensckiatt übemn» stimmend befürworteten Kinderbeihilfen vom deutschem Beamteirbund grundsatzffch abge­lehnt und es wurde von ihm statt dessen ernt Er­höhung des Lrtszuschlages emp ohlen. Die Vorbe­reitungen für das große und schwinge Werk wer­den imt Beschleunigung fortgesetzt, und es steht zu hoffen, daß für die Tmrtfdxnthdx? Srcherf^lffma ber Biamten teure vefriedigende Lösung gefunden werde» wird.

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retCTT in dortiger Gegend sugebikffgten Durch- schnittsl'rhn vvn 1,90 Mk. zu zahlen, unter Wah. rung ber von der Firma zum Teil an einige Ar­beiter bereits gezahlten günstigeren Löhne.

Die taufmännixfien Angestellten ber Firma A. I. T r ö st e r batten die Einführung des G i e -» jener Tarifvertrags beantragt. Ter Fir­meninhaber erflärte sich bereit, den Gießener Tarif mit Wirkung vom 1. Januar 1920 einzusuh^en, jedoch eine Wirtschaftsbechlje nicht zu leisten, ba. er den Angestellten eine W. ismachsFobe gewährt habe. Ter Schüchtungsausichuß entschied, daß bie in oem Gi.stener Tarif bestimmten Satze mit Wir-, fung vvm 1. dwvember 1919 auch für den Betrieb der Firma A. I. Tröster zu gelten haben. Bon ärmlicher Verpflichtmry zu der in Gießen sesd- gesetzden Wirtschaftsheilitllse wurde jedoch abgesehen, imb der Arbeilg. bersirma gegenüber bte Erwartung ausgesprochen, daß bie WcilMlck'sgabe ungefähr auf die Höhe ber Wirtschafisbeih lse durch ent» sprecheirbc Nachzal^ung gebrach werde. B.ide Par-> ttten erkannten alsbald den Schiedsspruch an.

AHtnst und Wissenschaft.

Frankfurt a.-M., 21. Jan.

Trr Schgyirsdcr.

(Frankfutter Uraufführung.)

Franz Schreker, ber Seiner Dichterkompv-« nist, dessen Schaffen bisher in Frankfutt am meisten geförbert wird, hat seine OperDer Schatz- g r ä b e tber Stadt Frankfurt a. Main und ihrem Obern häufe" gewidmet, und hier erlebte sie am Mittwoch abend unter allen Zeichen eines gro­ßen und ehrlichen Erfolges ihre Urausfüh.-ung.

Der Musiff-ramatiker führt diesmal in mittel­alterliches Märchenland und entnimmt seine Land- lungsmomente altem Sagen- und Märchengut, Traditionen, die über Wagners bel-errschcnbes Vor­bild «hinaus bis zur Edda zurückreichen. Erinnemn- gen an denRing" (Albi-Alberich: Ring-Schatz), anTristan", ..Tannhäuser", Lohengrm" begeg­nen in ber Dicytung, die diese Benoandtschaft auch im sprachlichen Ausdruck nicht leugnen rann. Es wird dabei stark mit Shmbolen gearbeitet, die im Einzelnen mitunter schnn-r zu enträtseln sein mögen. Aber der Text als solcher ist ja nur ber Rahmans für den Komponisten gewesen und gab ihm das bart nicht verkannt werden reiche Gelegenheit, dramatische Wirkungen und Steigerungen im Auf­bau zu erzielen. Es ist dabei eigentümlich und für Schrekers innere Beziehung zu dem Schöpfer des Tristan "sehr wesentlich, daß der eigentliche Höl-e- punkt des Ganzen unbedingt in dem rein Itjiifdien dritten Akt zu erblicken ist: Die groß angelegte- Liebesszene mit ihren breiten, bis zurOr­giastischen" Bewegung heranwackvsertden Orchefter- zwisckenspielen bringt alle Leidenschaft und Glut, über bie ber Dichterkomponist zu gebieten vermochte, am stärksten und unmittelbarsten zum Ausdruck. Voraus geht dieser erotischen Höchstspannung ein wunderhübsches Zdyll, das einzige geschlossene Musikstück: ein Wiegenlied, gany einiach und durch­sichtig in ber Melodieführung gehalten. Sonst steht auch der Musiker Schreker stark unter WagnerS Einfluß, neben dem freilich auch die Modernen, vor allem Debussn und gelegentlich wohl Mahler und Puccini aut 'ihn gewirkt haben. Nur wenigs Leitmotive bestreiten, immer wieder neu ge­wandelt und ständig nwbuliert (ein dauerndes Wechseln der Tonarten) das melodische Grund- gefüge. Die Hauptsache liegt in den Stim- mmigswetten dieser durchaus sinnlichen Musik: fcarmxniie und flanglidK Tonreize tannen das Ohr des Hörers und bestricken es immer neu mag auch der rein musikalische Einfall, bie Er­findung was bei den Alten das Primäre war minder stark sein. Schrecker ist modern auch bdrin, daß dem Orchester, nicht den Singstimmen bte nnl'.fgfte Ausgabe im Rahmen seines Sfunfltocrfe# zufällt. In ber Jnstrumen ierung ist da.«, ben Gezeichneten" ßcg^-.ier ein entschiedener F-ort- schritt zu begrüßen: die dort herrschende lieber* labrng fehlt. Trotzdem bleibt freilich ein fort* wäIwendes Schwelgen in Ekstasen und leidenschaft­licher Erregung, während es, das Wiegenlüd aus­genommen, an milderen Kontrasten fehlt; es bleibt auch jene Neigung, das Sinnlickt-Erotische in Wott und Ton bis zum Letzten cmszudeuteit. Franz Schrecker hat imSchatzgräber" ein Werk von hot^er Bedeutung für unsere gegenwattige Musik geschaffen, ein Werk atts einens Guß geformt und bestechend in seinen Wirkungen aus die Sinne. Oh derSchatzgräber" auch die Musik ber Zu­kunft fein wird wer bart das jetzt schon, n» wir ihm noch so unmittelbar naheslehen, zu »u* ^ejdben wogen?

Die Uraufführung am Mittwoch war das mu- sike.ffsche Ereignis der Frankrntter Opern pielzeit imb rechtfertig e die zallio en Prolvn und alle ausgewandte Mühe.Der Schatzg ä^er" hat eine glänzende Taufe erlebt. Dank Dr. Rotten- dergs sicherer, liebevoll gestaltender musikaü'cher Leitung, und der trefflichen Regie Christian Sk r ä h« m erd ward eine ganz bertwrragenbe Aufführung erzielt. Ftt. Doll erschöpfte in prachtvoller Frauengestaltung die weibliche Lxruptrvle (Els), Herr Gläser fang in ousgezeichncd'r stimmlicher Verfassung den Sänger Elis, und 5>err Wirk, auch gesanglich vorzüglich, gab als Narr eine tief ergreifende Charakdetttudie. Die Uraufführung und das Werk fanden bei dem au^certauften Saufe sehr starken, zum SÄuß fast enkhnttastischen Bm- fall, ber mit ben Künstlern den Komponisten und den szenück-en und musikalischen Leiter wieder «dB wieder vor bie Rampe rief.

Dr. Georg Schott.

vermrschtes.

Sttaßtvrävbtr.

Berlin, 22. Jan. (Wolff.) Laut 8- wurde gestern abend in Berlin eine Frau C r o h v an der Ecke Linen-Grenadiersirast^ von Räu- cern überfallen und ihr 200000 Mt. ge­raubt, bie sie in einer Handtasche bei sich trug. Auf bte Wiener^schaffung wurde eine Belohnung von 10 000 Mk. ausgesetzt.

Grippe in Tirol.

Innsbruck, 23. Jan. (ATT.) Nach em« Blättermeffung scheint in Südtirol die.Grippe außerorbentlich verbreitet zu fein. Die Krank­heit tritt in Verbindung mit eiter schlafsucht- artigen Gehirnentzündung auf und rammt ver­schiedentlich tödlichen Ausgang.

Landkreis Gießen.

** Kesselbach ,21. Jan. Bei ber Bürger­meister wähl am Sonntag wurde ber bisherige Bei­geordnete Frbr. Sk-bcr mit 155 Stimmen einstim­mig gewalstt. Dadurch ist die Neuwahl ernes Bei­geordneten notwendig geworden.

L i ch, 22. Jan. Aui das heute angezeigtc Kirchenkonzert von Adolf Wieher sei ganz besonders hingenriefm. Nach Wieoers her­vorragendem ersten Konzert tm Do.ijen Frühjahr dürfte ein sehr großer Besuch auch von außer­halb zu erwarten fein. lS. Anzeige.)

g. Lollar, 21. Jan. In der letzten Sitzung der S irdiengemeinbencrtrtimg des Birchs viel c Siir ebbet g wurde aus der Mitte der V^'rsammlung angeregt unb nach Aussprache befdtfoiien, «tun gemeinsamen Ehrung aller Gefallenen der 5 Kirchspielgemeinden näherjutr > ten. Es wurde als der geeignctst.' zentral gelcg.w Ott ber alte Friedas von der Kirche in Kirch­berg in Aus icht genommen. Eilte Sammlung zur Deckung der Äonen wird bald vvrgenommen imb in je.«er Gemeinde von Äirdxmgrmditfceöertr rern durchgesü nt we den. Ei.te Ätommi iton, b c außer dem Kirchenvoruande von ber (^emnnix* Vertretung Braun-Staufenberg, Deibel-Lollar, Rcin-Mainzlar, Weimer-D^nbringen und Becker Ruttershausen angehören, wird üjer die weiteren nötigen Schritte beraten.

XWieseck, 22. Jan Der Kindergot tes­bien st, der an den beiden letzten Sonntagen jedes­mal ttwa 450 Kinder in der Kirche versammelte, indet vom 1. Februar ab alle 14 TaM statt. Die kleinen Maiestäten" sind mit großer Begeisterung dabei und herzliche Beziehungen der Gruppen zu ihren Helferinnen bahnen sich an Angesichts der über tonoart n großen Kinder char brauchen wir noch einige Helferinnen, bauut bie Gruppen nicht zu groß genommen werden müssen. Zu große Gruppen erschnercn bie zum Besten ber Juttzmd begonnene Arbeit; wer sie förbett, hilft seiner Heimat.

Kreis Büdingen.

X Hi rrenhain, 22. Jan. Am nächsten Sonntag finoet hier, veransta'tet von ber evang. Gemeinde bzw. ihrem Ortspfai'ver, ein vater­ländischer Abend statt. Verschiedene musi­kalische Kräfte von hier und vom Neuhof haben ich zur Verschönerung des Abends zur Verfügung gestellt auherbem kommen verschiedene Gedichte zum Vortrag. Im Mittelpunkt des Familien­ahend steht ein vaterländischer Vortrag von Pfarrer

** Ausgabe von kondensierter Milch. Die Milchempfänger, deren Starte am einen halben Liter lautet, erha ten am Sonn­abend den 24. und Montag ben 26. Januar 1-20 in ben im An, e genreil au'geiü rfcn Geschäften, gegen Al:gäbe von vier Äkilchtarten vom 24., 25., 27. und 29. Januar 1923 der 4. und 5 Woche, anstatt der ihnen »ustehenden Vollmüch eine Büchse toiibenfierte 'Milch.

* Die Wochenkartoffelmarke Nr. 125 der 2. Woche werden beliefert bei: Earl Löbsack, West-Anlage. Die Marken kön­nen bis einschließlich Montag ben 26. Januar eingelöst werden.

** B e i ber st äb t. Obst- und Gemüse- feile, Markt auben, kommt morgen unb folgende Tage zum Verkauf, Gelberüben, ÄWraben, Rot- Itaut, Weißkraut unb Tafel äpsel, jemer noch an Dörrgemüse getrocknet« Gel beruhen und Weiß­kraut.

** Freibank. Samstag, 24. Jan., werden von 13 Uhr bte Nrn. 601650 beliefert

Veranstaltungen.

Freitag: Dem. Frarcengrupp?, 8 lUrr, Gast­haus z. Löwen: Aussprache ü'-er die Mädchen- ottl ildungsschule. Lichtspielhaus, Die Fahrt ins Blaue. Lichtspiele, Se.tersweg, Arizona Bull, ber Wüstenadler.

** Amtliche Perfonalnachrichten Zum weiteren fb.llo. Vorsitzenden des Ausschusses zur Feststellmrg von Kriegsschäden in der Provinz Starkenburg ist der Strei&rmtmann bei dem Zrveis- amt Darmstadt, Dr. Ahl, I*ftellt worden.

* Gefaßte Einbrecher. In der Nacht zum 21 bs. Mts wurde aus dem SJajarett in dem kath. BereinshauS dahier mittelst Einbruchs Speck, Eier, Wein und Butter usw. im Werte von etwa 1200 M. gestohlen. Am nächsten Tage nrurfr von einem Pvlizeffeamten ein Mann mit einem Sack mit Speck angeba ten und da er über bie .Herkunft zweifelhaste Angaben mad)te, fest­genommen. Bei feiner Vernehmung gestand er nach längerem Leugnen ein, mit noch zwei Kom­plizen, wovon einer bis tags zuvor in dem La­zarett gelegen hatte, den Einbruch hott besangen zu haben. Die Beute verbrachten sie zu einem Wirt in ber Brandgasse, wo bie Eier mit den Mädchen ber Damenkapelle verzehrt unb ber Wein netrunfm wurde Später bei oben fick ber Wirt unb einer ber Täter nochmals art ben Tatort unb hotten noch einen weiteren Teil Eier imb Butter. Affe vier Beschuldigten kamen in Unter­suchungshaft unb sehen ihrer gerechten Strafe entgegen.

** Festgenommen wurde em junger Mensch aus Köln a. Rh., ber einen Mitreisenden bestohlen hatte unb bie gestohlenen Gegenstände gleich wieder an andere Reisende im Zuge zu

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Die Novelle zum hrsßichen BoMchvlgesttz.

Mainz 20. Inn. In einer hier «behal­tenen, von über 5U0 Lehrern .ms Rchnntzm^n nnb dem Kreise Groß-Gerau besuchen Brramm- lung referierte der Vertreter der Bolksschuffchrer im Heimchen Landesamt für Bildungswe en, Schul­rat Jung- Darmstadt über den jetzt zum Druck gegebenen, demnächst zu vcrötf.mttrck)enden Entwurf einer Novelle zum hessischen Volks- schulgefetz. Nach den Mitteilungen des «e- ferenten hat bie Regierung Ruckstcht au bas zu erroartenbe Reichsschulgesetz alle kiLturpoffttlch prinzipiellen unb strittigen Fragen, z. B. me L»l- hebung ber in Steifen noch bestehenden K o n- seffionsschulen, die Beauffrä)ttgung des Religionsunterrichts in ber Volksschule mrsgescktettet und sich irn wesentlichen aut chul- . vra an iso torische Fragen beschräntt, dte, euter lang- iLhrigen Forderung der ge, amten Lehrerschatt ent­sprechend, ber neuen Zeit Rechnung tragenb, Er- ffillung finden füllen. Die w;chngsten Miuwungm des Gesetzsttivurfs, besten Bst.immuugen fa>on am 1 April 1920 in Kraft treten sollen, fewn: Aufhebung des Präfentattonsrrchts der St-andes- herrn und privilegierter Körper,chatten, ?luszah- hmg sämtlicher Lehrergehalte aus der Staats­kasse, sofortige Befreiung der l^yrcr ton der Berpslichtung zur Teilnahme ürchlichcr Vernch- timgen, Reorganisarum der Le.ner^ünng, Au- «hedung der Vor en-i are, fieLen äifeng: Ausli- dungszeft für Bolksfchuttehrer, Beseitigung der erweiterten Prü.ung zur Erlangung gelwbenec ©teilen; die Einheitsschule, amgefxntt auf einer toicritfhrigen simultanen Grund,cttu e, ,inmttmie )rerbil.>ung, Aufhebung der Mittelfchvlen, mm* jährite FortbildungÄchulpflicht für Diaben und zwi. ädrige FortdildungSickmlpflrcht für Mävchen (für Städte sofort), für das Land innerhalb drei Jechrte' Vermehrung der Pflickststmidenzahl für FortdildungÄchulen aut mindestens 160 (in lerne- ixn Orten aut 120) und Verteilung des Fmttbil- dungSschulunterrichts auf das ganze Jahr (wö­chentlich 3 dis 4 Stunden).

Die SÄulorganisation soll sich wie folgt aufbauen: Ter Schultorstand besteht aus den beiden dienst ältesten L-h-ern, von denen b.-r älteste den Vorsitz führt, dem Bürgermeister und drie bis fünf unständigen, auf drei Jahre vom Gemeinderat gewählten Vertr-ttern der Eltern. Die von ber Gemeinde angesdellt.il Geistlichen der Religionsgemeinschaften Haden im Ortsschnkv-or- staüd nur beratende Stimme. Die Kreisschulkom- mifsion besteht ans dem 5kreisschulinspektor als Vorsitzenden, drei von der Leiwerschast d-s Kveiies auf dr i Jahre gewählten Volksschuttehrern, dem KreiSdirektvr, dem Bürgermeister der Kreisstadt, einem Landbürgermeister unb zwei vom Kreis- ausichuß auf dr-tt Jahre gewählten Vertretern der Eltern. Außerdem wird für jeden Kreis ein Kreis- leirrtrrat mit beratender Stimme ebenfalls aut irret Jahre von ber Lowers-chatt gewählt. Dem Standesamt für Bildungswesen wird beratend ein miet Vertretern der Lehrer und Eltern bestehend.n Lanbesschulbeirat bet gegeben. Die WM ber Rettoren soll durch ine Kreisschulkommii- jian geschehen; für alle Geni-ttndnt mit m-hr als drei Schulffassen ist ein Schutt.iter (Rektor) zu befiimmen. Tie Städte Mainz, Worms, Darm­stadt, Offenbach und Gi e ßen bilden je eine Kreis- ickmlkommi'"ion, c(io einen Schul kreis für sich. Von der Linken wurde lautWormser Bethmg" lebhafte Krittk an dem Entwurf geübt.

Die organinerten Schneidergehiffm sind vor­gestern wegen Lolmtt'feren-m in ben Slvttk ge­treten. Wir verösfentlickten hierzu unter Weg- lassung eines polemischen Schlußabtatzes folgende Zuschntt der Streikte, tung desVerban­des der Schneider":

Durch die art qe teure Teuerung veranlaßt, tixb »nu erroaimie, mb cer ^anoreoeri-tuiü zu,ran ge-1 -jue ytuvcinww u« <« ~, >-« «-n1 u y utKäTV' »V hMten,

«tteits Anfang Dezember ber- Allgemeinen Deu^ I komoreu ist imo seinen Sitz 'n Offmbad) bat. Alwurde für verpffschlet erklärt, ab 15. Dezember> der Höhe von 387 000 Mark, mit dem»

iffrn ArLritgeberverlxutd für das Schneidergewerhe Beisitzer »um Vorstand des Landesverbcuches tvurix 1919 ben üizwischen auch vpn tLmercn Schreine--, sze in ber Dunkeff)eit vettchwande».

O Gedern, 23 Jan. Obwohl von feiten ber Regierung bie Vergütung für F ort b i l- bungsschulnnterricht auf 46 M. fest­gesetzt würbe, beschloß ber hie ige Gemeinberat. es bet bem alten Satz von 3 M. für bie Stunde zu belassen. Es ist daher wohl l«greiflich, daß dieser Beschluß nicht nur bei ber hie igen Ix Herr­schaft, sondern auch bei anderen Teilen der Be­völkerung nicht geringes Befremden hervor gerufen bat, zumal bie übrigen Gemeinden des Kreites anstandslos den Mintestfatz, ja sogar woch darüber lst.^us vergüten. Es ist dringend zu wünsche, datz, dieser den Zeitverhä tnissen wenig Rechnung kra­gende Beschluß rückgängig gemacht werde.

Kreis F'i dberg.

n rieb berg, 22. 3an Ms einziger Punkt fixmMjeiite mif ber Tageeorouung der Stadt verord­net ensitzungGrünbung einer Einwoh­nerwehr". Dieser Punkt hat bie Versammlung sckton nerfdnebene Male beschäftigt unb wurde vor einigen Mocken durch die Stimmen der Sozial­demokraten unb Demokraten abgelehnt. In ber heu­tigen Sitzung würbe bie Grünbung ohne wei­tere Debatte beschlossen, ba bte Demokraten jetzt dafür stimmten Es soll mit der Organisation alsbald begonnen werben.

Hcfstn-Nas'an.

A A. Unterneurobe, 20. Jan. Ein 23- iährites Mädchen aus HUmes wollte abends ein-- in ber Mühle bedienstete Freundin besuchen und mußte den älter den Mühlbach führenden St.-g überschreiten, der aber durch das Hochwasser w-g- gcfdjntemmt war. Das Mädchen ping direkt in dis Wasser hinein und wurde abgetrieben. Di-r Leiche wurde erst am nächsten Morgen geborgen.