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Dramon des Dichters sind zum großen Teile an den b beu.'enbften Bühnen Deutsch mtds yegchen nwrbm. Eines der besten seiner Weck^ tft das Schansp'elDie Menschen", aus dem er auch in Gießrn einige Szenen Dorfe en wird. Weiterhin sind

(Siehe Anzeige.)

** De r Sängerkranz batte frtn nächstes KonzertDie vier Iah.-eszeit.n" von Haybn zum 2L November ang kündigt. Das Konzert mußte auf den 9. Dezember verschoben werden und

th. Linden st ruth, Ist- Nov. Nach über 4jähriger russischer Gefangenschaft, die er zum größten Teil in Sibirien verbrachte, kehrte fyeute Karl Fink, Sohn des Strecken­

schreibt: Am Ti nstaa Astend wird uns eine inter­essante Dich e perjön ich keil aus ihren Werken vor» lesen: Waler Hasenclever aus Dresden. Di:

Aus Stadt NNd Land.

Gießen, den 22. Nov. 1920.

Gedenkfeier für die Gefallenen.

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Viestck, Fr ^Beerdim mittags 3 L

gegriffen werden. Wird der Arbei erschast bewie- len, daß durch eine überhastete So-i nicht ihre Lage M tert, ftntbcrn paß

Tolen-Sountag die vereinten Hassia-Militär- vereine Gießen, der VolksbundDeutsche Kriegsgräberfürsorge" (Ortsgruppe G eßen) und die Freiwillige Sanitätskoionne vom Ro­ten Kreuz vormittags um IP/t Uhr am Chrenfriedhof auf dem Neuen Friedhof zu­sammengefunden. Zu Beginn sangen die Er­schienenen, zu denen anerkennenswerter Weise sich auch zahlreiche Teilnehmer aus allen Kreisen der Bevölkerung der Stadt, sowie die. Vertreter von Behörden hinzugesellt hatten, gemeinsam den ersten Vers des Liedes:Je­sus meine Zuversicht", begleitet von der Mili­tärkapelle des hiesigen Reichswehrregiments. Nach dem Eingangsspruch des Militärgeist­lichen Pfarrer Ausfeld trug der Chor des Regiments, das auch noch durch ein starkes Ehrenkommando vertreten war, den Choral: Sjarre meine Seele" vor, worauf der Mili­tärpfarrer die Gedächtnisrede hielt unter Zu­grundelegung des Bibeltextwortes Hebr. 11, V. 13ff.:Tiefe alle sind gestorben im Glau­ben . . Nach der Ansprache spielte die Ka­pelle die bekannte Trauerweise:Wie sie so sanft ruhen", alsdann legten die Vereine wert­volle Kranzspenden nieder. An erster Stelle

wähnen, aus d:r her Verfallest ebenfa 13 verschn- bene Szenen vor'e'cn w rd. Mit In ere.s: wird von unseren £i erarf-ennben dem Abend entgegen* Nen, besten Äe.'uch sicher nur zu empfchlcn ist.

e. S ch o t t e n, 19. Nov. Infolge der außerordentlichen T r o ck e n h e i t des dicsjäh- rigen Herbstes hatte unsere Stadt bisher der­art unter Wassermangel zu leiden, daß die Wasserleitung notgedrungen jeden Abend abgestellt werden mußte, damit das leerge» laufene Reservoir über Nacht sich wieder führe. Während der normale Zulauf am Tage etwa 350 Kubikmeter beträgt, ist er in derselben Zeit auf ungefähr 216 Kubikmeter zurück- gegangen, so daß auf den Kopf der Bevölke­rung etwa 94 Liter kommen. Die Wasser­menge der Leitung bun' Kirchbrunnens mit

:ch den Anschluß des Zuhilfenahme eines Pumpwerks zu vermehren, läßt sich der hohen Kosten wegen nicht ausführen, so daß nur Sparen im Wasserverbrauch oder ein baldiger tüchtiger Regen die Kalamität beheben kann.

Wärters der Gießener Wasserleittmg, Peter Fink, in die Heimat zurück. Die Heimreise von Barnaul am oberen Ob dauerte zwei Monate.

er. Röthges, 19. Nov. Auch in unserer Gemeinde ist nun die Feldbereinigung fOs weit fertiggcftdlt, daß in allernächster Zeit die endgültige U bergab« ersolg-en kann. Tas noch übriagebhebene Massmg<tonbe wird anfangs bef Woche zum Verkauf kommen. Zur Deckung der Unkosten sind bereits pro Morgen ca. JO Mark bar erhoben worden. Ob die Gesarntunkosten der Bereinigung nun durch den Verkauf der Masscn- grunbftüdc gedeckt iperen, bleibt abzuua.'.en, da. wie bekannt, bei den Vechanstl mgen am Schieds­gericht die ursprünglich als Massnigrundstüäe ein­getragenen Grundstücke mit hil>em Bodenwett gegen minderwertiges Land umg:.auscht wur'.en. Auch bei uns ist eine Anzahl Landwirte recht zu­frieden mit der Bereinigung, andere dagegen schimpfen. In der h&igen Zeit ist es wohl auch kaum 'möglich, es schein recht zu machen.

X Wieseck, 20. Nov. Tie erste Woche des neuen Semesters unserer Volkshochschule zeigte in den drei begonnenen Kursen außer einem treuen alten Hörerstamm auch neue Geeichter und die kommenden Wochen roeroen hoffentlich heben, daß wir in einer Gruppierung aus allen Ständen das Ideal einer Arbeitsgemeinschaft erreichen. Be­sonders den Abenden überErdkunde" undKran­kenpflege" stand reiches Material von Bi dem und Tafeln zur Verfügung. Ter Lichtbilderavparat wird in diesem Semester zum erstenmal nächsten Montag, 22. d. M., bei Tr. NeinVolkstümliche Kunst/' üementet nto en. Auf Wunsch aus F aucib- kv-iscn wird der Kursus überF.a e i der zichung" (Pfarrer Sattler) in die zweite Woche verlegt und am Mittwoch, 24. d. M., bereits fort­gesetzt werden. Die zivetten Abende eines jeden Kunus werden mit einer Zusammenfassung des ersten beginnen, so daß bisher Zögernde ohne Nach, teil sich noch einreihen können. Heber den Kursus des leider z. Zt. erkrankten Lehrers Braunewell überSchillers Gedichte" wird noch Näheres mW geteilt, ftreitag, 26. d. M., beginnt Wendel-Gießei» oen bei der Ankündigung sehr beifällig auigenouv menen Kursus überVolkswirtschaftliche Grunin begriffe", dem sich späterDeutsche Reichsvep faifung" anschließt.

Kreis Schotten.

sprach für das Regiment Generalmajor Mohr, ihm folgten Kaufmann Heinrich Boller für den Verein ehemal. 116er und Landgerichtsrat Trümpert für die Offi­ziersvereinigung. Für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge" legte mit Worten des Gedenkens Dr. H. Schneider, als Vertreter dec Freiw. Sanitätskolonne vom Roten Kreuz Landaerichtsdirektoc Wiener einen Kranz nieder. Mit dem von der Militäc- kapelle vorgetragenen Lied:Ich halt' einen Kameraden" schloß die eindrusvolle Feier.

Am Nachmittag fand ebenfalls auf dem Neuen Friedhof eine Gedächtnisfeier des Reichsbuirdes der Kriegsbeschädigten, Kriegs­hinterbliebenen und ehemaligen Kriegsteil­nehmer statt.

Aehnliche Feiern wurden auch in den Landorten abgehalten. In den Gottesdiensten gedachten die Prediger ebenfalls der Opfer des Krieges. Ueberall wurden Kollekten erhoben, deren Erträge dec Nationalstiftung für die Hinterbliebenen der im Kriege Gefallenen zu­gewiesen werden sollen.

Schul-Gedächtnisfeiern für die im Weltkrieg Gefallenen wurden am Samstag zwecks Kohlenersparnis vielfach auch schon F.eitags un Anschluß an die letzte Unterrtcltst-siUw.e in den höl)even Schulen und Volksschulen abge­halten. Vorträge und Lieder der Schuler schloßen lich an die Ansprachen und Nachrufe der Lehrer. Eine besonders würdige Feier veranstaltete am Samstag die Stadt Mädchenschule. Auch auf dem Lande sanken Gedächtnisfeiern statt, der Unter­richt fiel aus.

Veranstaltungen.

Montag: Stadttheater, 7 Uhr, ,Die ver­sunkene Glocke". Universitäts-Dörsaal 54, Vor­trag des Privatdozenten Dr. v. Gwlmannn über diesprachliche Gestaltung von Goethes Novelle". Hotel Einhorn, 772 Uhr, Vortrag des Natur- Heilvereins über densittlichen und ärztlichen Kampf gegen Unzucht und G shlechtskrankhciten". Gasthof Hindenburg, 8'/r Uhr, Mitgliederver­sammlung der Deutschen Volkspartei. Licht­spielhaus, 4 Ubr, medizinischer Aufklärungsfilm über die Geschlechtskrankheiten und Hjve Folger: (nur für Damen). Lichtspieltheater wie L-amstag.

WcLtci-voraussage für Dienstag.

Wolkig bis heiter, trocken, Temperaturen unter 0 Grad, östlich; Winde vorhwrsch.nd.

Das kontinentale Hochdruckgebiet beherrscht noch immer die S-tterlage. Bei vorwiegend öst­lichen Winden wird die trockene und kalte Witte­rung aitbalbm.

Als Mindestte m->er atur verzeichnete das Thermometer heute nacht 8 Grad unter Null.

*

** AmtI: che Personalnachrrchten A-m 17. Nov. 1920 wurde der Vorstand des Heft Hochbauamts Gißen, Baurat August Becker zu Gießen, zum Vorstand des He,i. Hochbauamts Darmstadt vom Tage der.Dienslübernahn e an er­nannt. B Werbungen um die erledigte Stelle des Vorstandes des Hess. Hochbauamts Gießen sind bis zum 10. Dez. 1920 bei der Ministerurlab er- nmg für Bauw sen e.n zu reiche i. Erledigt i|t eine mit einem evangelischen Lehrer zu b' enenbe Schulst lle zu Wrppenb ach, Zfreis Büttugen

" Mitteilung ans dem S t a d 11 heu­te r bu re au. Am Sams ag, dem 27. November, wird Ruth Schwarzkopf die von ihn m Gast. >mel im Mai 1919 her iwch in bestem Andenken steht, einen einmaligen Tanzabend geben. Di> Künstlerin hatte seit ihrem hiesigen Auftreten üb'r- lge erziel! und steht jetit in d'r

richten: ,^Jm STfitbnenaai wußte Ruth Schwarz­kopf durch eine Reihe aparter, in höchster Kunst ausgeführter Darbietungen zu entzücken. Sie ver­einigt in besonde.em Maße die Vorzüge der über- lieferlen Tanzsertigkeit mit der freien Ausdrucks- fähigLit unse.er Tänzerinnen von heute, und wo sie ihre Gaben noch durch pantomimische Zugaben ve. stärkt und unterstreicht, geschieht es mit so viel Geschmack, mit so vi l ung;joungener Natürlichkeit, daß es eine wah e Freude ist, ihr zu folgen."

** Die Literarische Gesellschaft

Regierung zu verdrängen und die Durchführung des Sozialismus zu verhindern. Sefrt »erlangt Ite ton l<r gerlichen Rgierung d e Durchfüh­rung der Setzmllsterung, ohne an diese zu glaiucn. Nur die Rätesiktatur kann di.' Soll<o-jxtlt 1 tciirtg bn.geil. Da,i- a».h<ie Rech sunabhae'g g&t wn o.r Rätest'iklatur nidjts mehr wi.sen uxailcn,^ bctvestt ihre Annäherung an die Mtehih is > z alisten. Tie Mehrhei s vzialis.en nvl en Fit'ö, lismus, r.tckjt al>.r SeKtoliS.nus FHst ie LvT>i. It ierung b miL.er.i

Gestern abe mein lieber Schwiegervz

Herr.

siitbet in der N um Aula statt.

** Vo rsicht S chwindler! Am Samstag den 23. ds. Mls. mi tags gegen 1/>1 Uhr wurde einem chen, das au, einer hie'igen Bank einen größeren Gel betrag abg- hoben ha te, von ei.:em unbefannten Mann, das Geld, unter der Vorgabe, es sei falsch, abgmomnren. Zu diesem Zwecke sühr te er es m den Hof der Disstvn'vba:ck und ließ es fort warten, wo.xmf er unter Mi nähme des Gelles verschwand. Der Gauner ist e wa 2223 Jahre alt, von kleiner Statur, bartlos, hat schwarzes Haar und trug einen dunkl-m Mantel mit Mono­gramm auf dem Arm und grauen Hut. Derartige Fälle ftitD in letzter Zeit wi'derholt in anderen ©.äjten tovgefommen. Das Publikum sei hiermit vor berar igen Menschm dringend gewarnt, eben o empfiehlt es sich, nicht Kinder mit Befovgungcn von Gel.geschähen, sei cs bei Postärn.ern oder Banken, zu beauf!rag?n.

** Leiter w agendiebstähle. In letzter Zeit wurden wiederlwlt Leiterwagen entweich t und anderweit verkauft. Peronen, die derartige Wagen in letzter Zeit aut solche Att «erworben Halen, wollen diele bei Vermeidung ter Bestrafung wegen Heh­lerei bei der Kriminal-Abtei.ung abgebcn.

** Eine Sendung Kleie ist bei der städtisch n Futterrnütels elle et igetu>'fcn. Bezug­scheine werden auf Zimmer 13 des Lebensmittet­amtes ausgegeben.

**FreimachnngvonArbeitsstellen. Hierzu ist eine Anordnung des Demobilmachungs­kommissars im Anzeigenteil unseres heutigen Blattes veröffentlicht.

** Die heute das Festder silbernen Hochzeit feiernben Elieleute Bäckermeister Lud­wig Weber und Eh frau Margarete geb. Weller köimen gleichzeitig aus eine 2öiährige Geschäfts­tätigkeit zurückblicken.

** Das Gießener Fröbelseminar feierte am Samstag nachmittag sein lOjähr. Stiftungsfest. Sehr zahlreich müssen die Freunde des Seminars und des ihm angeschlos­senen Kindergartens sein, denn schon vor Begi^.m war es schwer, ja fast unmöglich, in dem großen Liebigshöhe-Sa.ale noch einen Sitzhckatz zu er­gattern. Se'bst ber erste Sch ilerkr.is, mit dem vor 10 Jahren das Seminar e.öffnet wurde, hatte Vettveterinnen entsandt, die zum Teil weite Reisen nicht scheuten, um den Festtag ihres Semi­nars mitfeiern zu können. Eine Ansprache von Professor Schmoll leit te den Nachmittag ein. Er gab einen kurzen Ueberblick über die Entwick­lung des Fcöbels.minars, das gegründet wor­den sei, um jungen Mädchen aus Gießen und Umgegend Ausbildungsmöglichkeiten für den Kin­dergärtnerin-- und Kinderpslegerinberus zu geben. Gleichzeitig mit Eröffnung des Seminars sei auch ein Kindergarten eingerichtet worden, damit die Schülerinnen ihre kheoretisckien Kenntnisse gleich praktisch antoenben und verwerten lernen könn­ten. Bescheiden sei der Anfang gewesen: 5 Kinder und 8 Schülerinnen. Aber bald habe sich die be­rechtigte Eigenart Fröbelscher Erziehungsmethode dilrchgcs^tzt, die vor allem bas kinbliche Spiel plödagogisch geordnet, g.leitet unb organifiert tvis- , sen will: mehr benn 200 junge Mädchen seien in den verfloßenen 10 Jahven im Seminar aus­gebildet tootbrn, wahren-c» die Zahl der Kinder, die den Oeminarrinbergarten besucht haben ober noch bcsuck)en, sich auf diele Hunderte belaufe. Der Seminarkindergarten habe denn auch bald nicht mehr ausgereicht, und es sei der Kindergarten-- , berent gegründet worden, der bisher zwei weitere Kindergärten nach ^Fröbelschen Gnindsätzen ein­gerichtet habe. Nach dieser Ansprache hatten die Meinen uni) ihre jungen Hüterinnen uneinge­schränkt das Wort. Hingebender Eifer unb kindlich- helle Begeisterung sprach aus jedem einzelnen der Dreikäsehochs und der Jungmädchen, bie sich auf der Bühne tummelten. Bor allem die Kleinen und Kleinsten waren mit ihrem ganzen weiten Kinberherzchm beim Spiel und gaben sich so köstlich ungezwungen, baß man seine Helle Fveube haben tonnte. Ganz b sonders entzückend war das Musizieren ber Klemkinderkapclle mit ihren son­derlichen Instrumenten auf eine verwun­schene Märchenwiese hätte man sich diese nied­liche Musifanienschar gavünscht und als Wick)tel- männer und Elschen verkleidet. Den langes- und tanzfrohcn Seminaristinnen sei vor allem für bie bei aller Schlichthit sehr feinen Bolksneigen ge­bankt. Ueberwälligcnb waren sie in der sogenannten Spottauabrille, bie auch bim meisten Beifall fand unb wieberholt werden mußte. Kaffee und reich- 'ich Kuchen taten ihr übriges, beste Stimmung zu schassen, der auch die begreifliche Unruhe deS jungen Volkes fernen Abbruch tat.

Landkreis Gießen. Ucberfall.

± Langsdorf, 20. Nov. lieber fallen unb angeschossen wurde ein Arbeiter im Walde. Der Mann trug eine große Geldsumme b:i sich. Es gelang ihm, den Wege.agerern zu ent­kommen.

d. Glashütten, 23. Nov. Die b kannte Schälmühle auf dem b.nadjrartm WeilerJD.4: Haufen hatte in bi.fern Jahre einen solchen Wafin- mangel, baß sie seit März bis h:ute außer Bettick war. Dir letzten Regentage bürsten enbiich für las nötige Waisec aesorgt haben. Der nrmige Schritte entfernt li.genbe Mühlenbesitzer Schmidt konnte seine Mühle nur burch eine Dampfmaschine in Tätigkeit halten.

B. K a n l st o s, 23. Nov. Di? Fettigft'lliing des niach Entwürfen von Geßeimrat Malle in Darmstadt auSgefübrten Kricgerdenknials für die gefall men Kaulfloser ist nunmehr beendet und das,Denkmal, bejm Ausführung bie Frank­furter Firma Holtzmann übernomm rt hatte, ein* getroffen. Es wirb jedoch erst im kommeiid.n Früh- Ickhr zur Auffüllung gelangen, da bie Ge.atzr ra> liegt, baß bei der kalten Jahreszeit bas Mauer- »verk des D nkmals, welche? an der Dorfstrahe an einer ben Wittelungseinflüssen auSgeieliten Stelle Platz findet, Schaden nimmt und an Haltbarkeit einbüßt.

Kreis Büdingen.

G Ort en berg, 21. Nov. Der Reingewinn der hiesigen B e z i r k s k a s s e betrug m 1919 die Summe von 46 119 Mark.

# Ober-Mockstadt, 21. Nov Nunmehr soll auch unsere Gemeinde an die Elektrische lieber! anban tage angeschlosfcn werten, viel­leicht erfüllt sich bann auch noch ber dringliche schon längst gehegte Wunsch einer Was'erlci'ung. In dem benachbarten Nieder-Mockstrd hnt Büi ger- mei)ler Reuther das Amt eines Schulvorsan! s- vvrsitzenden frerwillig niebcrgclegt. Au feine Stelle ernannte bas Landesamt für bas BllbiurgsweseN ben Lehrer Albert Kraft.

Kreis Friedberg.

# Reichelsheim, 21. Nov. Bei einet gestern abgehaltenen e Verpachtung wurde der Nvrmalmorgen imit 300 Mark bezahlt

Hessen-Nassau.

Der MagistvatSkonflikt in Hanau.

X Hanau, 20. Nov. Das p eußv ch? Staats Ministerium hat nunmebr in den Kons ikt zNi.ckev den b:iden städtischen Körperschaften cingegiüf-11' die Stadtverordnetenversammlung aufgelöst und Neutvahlen angeo. bnet. Die ®ao* len wird RegierungZrat Cofmiann in Ea''el, f über Bürgermeister der Sladt Müllxrusen in El alb üi- ten, der demnäckfft in Hanau ein treffen wird. Es wird ein harter Wahlkampf enib ennen bei dem es sich b tonnt.'ich darum b-ebt, wer bie Mehrheit im Stabtparlament erhält Wte man hört sind Ver­handlungen im Gange, nm unter Führung Vürgercmsschufses eine bürgerliche Einheitsliste vorzutegen.

Kittift und w ssenschaft.

Schule der Weisheit in D ar ni­st a d t. Tie Gesellschaft für freie Ph-ilo'ovhie w Darmstadt, deren Vhifgabe es ist, die du^ch den Grasen Keyserlina g>-leite e Sckmle der Weisheit au unterhalten, ladet bie Mitglieder zu ihrer ersten Veranstal ung ein. Graf Key erling wird am 2d., 24. unb 25. November vvrmi.tags 11 Uhr tn veii Räumen der Ge'ellfckiafl Darmstadt, Pa adcplotz Eingang von der Zeughausfa'en'e, drei Dorträge halten: 1. Könnens- und S.iirkul ur, 2. 3w t ax unb chinesische Weisheit, 3 Antiies unb mottrnes Weisen tum. Zutritt zu dielen Vvtträgen haoea nur die Mil^liedcr ber Gesellschaft.

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allgemeine Mfbe's rung der Lebenslage nur durch Zusammenschluß aller Kräfte des Balles möglich wird, ro muß sie -ur Vernunft tonrrrtm. Wir sehen ein, daß täe Arönterschaft in Zukunft eine andere S'eHimn rinnehmen muß unb sind bereit, ihr ent» gegenzu7vmmen. Hierzu soll oie Kleinäk ie mit» , helfen. Die christlichen Bergarbei'er haben sich dieser Erkenntnis ang schloffen unb sind bereit, aus diesem Weg' mi'^wg hen.

A'-g. Dr. C u r l i u s (D. Vp.): Vvn einer Ver­schleppung kann 'keine Reste sein. Es ist nicht zu berDmn-m, daß ber Gedanke ber Sozialisierung sck-on eine bestimme Form anzuniehnv.n beginnt. Der Reich5wirtscha't?rat wird einen Gesetzentwurf ausarbei en D-as ist sein Recht unb seine Aufgabe. Hierin"'cn itrr ihm freie Hand lassen. Man se zur So/iali'imnt^fmfl' in wir sckMlickem wie in polistfch.mi Sinne Sellung nehmen. Die Arbci er 'un das leider nur in pol tischem Sinne. Eire Soz^ali'i'rung im Sinne der äuf^rften Linken muß unser Wi«ck ck>af sleben -um Stillegen bringen.

2KXJ Leicht lBayr. Vpt3: Wir erwarten, baß di' Re-i'rung bald einen befriedigenden Gesetz- entwuri vorlegt unb treten in eine materielle Er- ürteiiritg bcsw:gm hcu e nickst ein.

A g Henle (USP.): Die Deutsch Nationalen erstrel>en kapi al sti chm Profil dmrch polill[dje Mit­tel. Demgegenüber muß bie Arbri erschaff aufge­klärt wenigen. Arbei sgemeinschaft unb Parität sind Schlc^.worte, mit denen die Arbeiter geködert .wer­den sollen. Der Arbeiter aber ist genügend poli­tisch gejckmlt, nm sich nickst durch Steinatiien ein» fangen zu tosgrn. Nur die Vvllsi^ialisierung kann die wrrtfchaf liche Gesundung unseres Volles brin­gen. Von den Kohlmbaronen trennt uns eine Wcltanschruimg. S ellt fich die Regierung aus den Bo.-cm, die Soziale i.rung bis zum St. Nimmer­leinstag zu ver chi.-ben, sobeLeu et das eine Kala» stvophe. Das.ger um fühlt sich jetzt stark genug um es auf einen Kanwf mit der Arbei e. schaft an­kommen zu lassen. Die Arbeiterschaft ist bereit, sie wird nicht ruhen, bis die soziale Revolution durckgeführt ist.

Aig Schiffer (Dem3 gibt namens seiner Partei die Stftärung ab, baß fie es für notwendig hält, der Arbci erschaff einen größeren Anteil an den Erträgi.issen $u sichern, ohne auf bie lffrfivolle Mitarbeit ber Unternehmer zu verzichten Sic erwartet schl.nrnigste Vorlage eines enffprecheniwn Entwurfes.

A g Koehnen (US. links): Die Mehrhefts- sozial kemoftutie hatte zur Zeil ihrer fRegieamg berei s ben Auf rag, bie So»iaUiterung durchs | führen.S a t dessen hat jic sich mit den Lütt- I toitieni verbündet, um die Unabhängigen aus o. r

Deutscher Nekchstug.

31 Sitzung. Berlin, 20. November 1920. Der GesH^nlwnrrf bttrcfsend das Rcichsnot- V !< vpfer wird aus Antrag des Abg ordne enRresser (D. Vp ) ohne Debatte einem Aus chuß übettvresen. A n Löffler (Soz.) beg ündet die sozia- listich? In err t a ton betreffend Tor läge eines Ge­setzen.-urses über die

Soziali ierrrng örs Kohtonbr' gbuus

unb a:bt einen g schich licken Ueberblick uster bie Pfj Entwicklung des Bergbaus unb der be- gbaiilichen

Ge'eße, ' i richt »crbinte'm tbnn en, daß allmäh­lich ' er Bergbau in die Hänste topitalisti'cker Grup­pen übcrri.ig und ein Monol ol bI^e Solche Zu- M' stände tannen nur durch eine Soziali'ierung ab- yestellt w. r en. Die Vorschläge, die im Reichs- Wirtschaf srat gemackst worden sind, Minen in keiner Wei e genüg n. Man will vom Ur'to/f, ter Kohle, aus-when und bis zur reinsten Verarbeitung in Ei en eber S ahl bie ganze Industrie zusammc-n- sch'ießen: ein vr.vallapi alisti ck)er Ge ante ovn grstß'er Tragmri e, ter Deutsckstind in b e Hände ' Von einem Tiitzrnd reuet Kohlens erzog' ümer geben 'i wüst>e. Der Sotziali inungsgedemL soll durch die

Kleinast ie g'tötet unb bas allgemeine Interesse durch einte Be'teu>-rung befriedigt werden Sckou die Svziali ieruiieÄstommi'ion hat , den Gedauk n einer Gewinnöff-eiligung ter Arbei'erschaff abg-?» lehnt. Vor 15 Jahren wäre das vielleicht noch mimstich gewesen. Heute verzich en 95 Prozent ter Arbei tMck-afl darauf. Der größte Teil der Ar» bei er wüst gar- genau, daß die Sr^'a'i tcrung nur iie 1eberb üfung ter Ur'chätze ist S ll c baf-er bie heut ige Erst ärurg der Reich Weg erung die Ar- bei'cr en täuschen ober ein Ce etzen wurf noch auf sich warten tos en, dann ist die Wickang auf die Arbeiterschaft roch nickst zu übersel?en.

Rttchswirtsch^f Sminister Scholz:

Zu ber auhevorbentlich mas-ivollen unb sachlich begrün*>? en In e'p llatirm h'bc ich namens der Reg enmg Folgendes zu er Hären: Die Reichs- 1 rer.teirig wrd gemäß ben Ausführungen des

Reichöstanzlers vorn 22. Okober dieses Jahres einen Ge'etz nwurs über bie gemeintwirtschaftsiche Reg lung '-cS Kol,l mb rgbaues mi gröd m gtich" er BeschleuwiteMg ben ge ergebenden Körperschaften vorlegen. Im gegenwär.igm An-gencklicke, sind bie Sßeraäm<?m der beruf nen Sacksverstäntnien des vorläueigen Reichswirischaf srotes und b^s Reickrs- kvhlenra'es über ; i- Grundformen dieses Entwurfes - i. roch nicht abog'ch'offen. Vi lmeht ist, .vie be­kannt, in ben letzten Tagen die ursprünglich nur aus Der re ein des Kohlenbergbaues bestehende Verstäni ngimFst'vmmission durch wrei'ere Sackstnr- stännge t-er übrigen großen Berufsgrupren er­gänzt wer en, um endgül ig erte gemeinsame Grundlage für biete en'sch ibenbe Frage ber Neu- ortmirng unseres Wirtschaf sielens zu finden. Tie Ko mm f t?ort beab'ich -g . ihre Verhanblunsen am 1. Dezember Wicker aufzmtehmcn. Solange die berufenen sack->..rstän: iym Vertre umgen noch in aut-sicht°t'ichrn Verhandlungen über einheitliche, aus gemärt,amer Verständigung htvorgegnnacne Richtlinien beraten, ixm-m angesichts der Bedeu­tung ber zu lösenden Aufgabe die größte Wichtig­keit beigeme'sen werden muß, wäre es eine nicht genügm e Beach ung des @ebanTlen5 fachmännischer Mi arbeit der paodusttiven Kräfte, wenn bie Reichs- regierung sckwn jetzt einen en''gül'ig«a Bescheid Über ben Inhalt des Ge'etzes gäbe oder eine Mit­teilung über dessen Rich Innen geben wollte.

Reihsrv'rtsckiaf snrinister Scholz schließt mit einem 9lp'^ll an das Haus, unter Zurückstellung aller parteip-li-ischm Momente nur sich auf den K Wirt'chas sstrordpunlt zrlstellen und stie Zusammen­

arbeit aller p ickatk iven KäÄt« un'eves Boikes zu fördern. rBeisall Widerspruch links. Zurufe: Die Bergarbeiter werten Euch die Antwort geben!)

Adg Boltz (Z.) spricht ber Regierung bas SB er rauen aus unb bitet, bas Ergebnis ber Kom- tni's o sverbandlungen abKuwartcn, ehe wir hier Beschlüsse fassen.

A g Leopold (D--Natl.) tolemivrt gegen die Sr-z-iali i.-rungsdomniis i->n, ti? nicht fachmän­nisch genug besetz* sei. Zubern könne der Kohlen­bergbau nicht allein für ein Experiment heraus-

wir l-en paa le t arisch m S aai.

Astg Jan scher iS.): Die Arbeiter 'warten aui tas Getetz. Es muß bald ersch i .en. Auch die christlichen Bergcrrbei er vollen nsch: mehr fort­gesetzt Opfer zu Günsen des Kapi.al'.smns bringen. Die Hic,ch Duntcr chrn fordern sogar die Enteig­nung ohne Entschä ig. ng. Blfften die Evvarrnn- gen ter Arb iter unerfüllt, dann gibt es einen un- heito l'en'.'gaug ter Prolust ion. ^-les.n einige wzenen oonee

Die Aus pracde schließ . Monag 1 Uhr: Ge-1 sehr b-Fanni se ne Dram.cn:Der Sostn",Jen- setz über Oberschle ten, Jn.e p-llation üt'-er Kapital- seits" unb feire T'a,ödieAntigone". Ferner sind Verschiebungen nach dem Ausland. Schluß nach hier zu nenn-m feine dramatische Dichtung:Die

Retter", worin ber Dichter die Grundmotioe der jüngsten Dich ung ertönen läßt: Absage an den Krieg u^d Aufruf zum G isti^en. Zum Sch wol­len wir noch seine KomödieTie En*'chffdung" er»

Zu einer schlichten, aber ungemein wür- bigen unb ergreifenden Gedenkfeier füc die ( gerartenen Kameraden hatten sich am gestrigen

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