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yvfSgebirude geriet der vethSlttttsmStzig Mver-l Vermißten gesucht rtrrbe. Der Oberförster ging beladene Wegen in p rasches Fahvtempo, daß der fclbft mii. Vor dem Abmarschs zum Walo? gab

Kreis Lauterbach.

morgen durchfuhr ein üaitartto mit Wbängenxute

öajHiTdimmer uni» t-uoem itvaticn |X-'r-r:x. ^ 7.,2«s. 7 <7 ~

nach Bedarf verwendet werden kann. Ausgestattet v-w>chtedene Orftchafteu ver fciemui, b.e rat da sind sämtliche Häuser mit elektrischem Licht. Wasser- Elektrik tätÄverk Greven angeich^ffen find, mbie fcitimg, Klosett mit Wassersps.lung und Kanal- Karteffelnabzulp^l, dre von den eruzelnen G,- anschluß. Außerdem sind ein Bor- und ein Haus- memben prr ine Arbiter des Wer.eo gelotet.

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Junge an saugten mußte $u lausen. Unglücklickrer- weise hatte er sich wie man es häufig sieht einen Strick zum Ziehen umgehängt, Dun dem er sich nidjtt srdmachen üoirnte. Er fern bet dem rasenden Tempo zu Fall und der Wagen ging über ihn Ijrn. TffiBet wurde ihm eine mtWe eingedrückt, die ihm fit die Lunge drang und p innerhalb einer Stunde den Dod herbeiiührte.

lick>en Anblick. Jedes .Heim enthält zwei Wohnungen mit je einer großen Wohnküche, einem gesunden Schlafzimmer und einem weiteren Zimmer, das je

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werden. Ter Preis beträgt 20 Mark für t*. Zentner. Ta an das Gießener Werk viele L orte angeschlossen und nur 100 Arbeiter tn- Kartofftln zu Derprgen sind, haben die einzel Gemeinden nur etwa 20-40 Zentner zu ti<

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2. Anträge find unter W,*'; idjnithff z'ßersoaen. wmoä ä des $1 antimckung irtoni? bis itjr bis zu |i ^ihalldlunger i bringen.

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1. BieMr hÜtop idrei jvdes-Srnä^ Wandele oerl igtn Ellaubni- 31. Dezember

!lle Decken li:e Decken inendeeki te!

** Schaufen st ereinbruch. In der verflossenen Nacht wurden aus einem Schau­fenster in der Bahnhofstraße durch Einbruch £ i Anzüge, Größe 43 und 48, zwei 8 '^bsterhosen, eine schwarz und frf I US l & ^lrbeitshose, vier Makohem- Jjr ÄS enunterhosen gestohlen. Bor ll 8S 8 1 ff B Bor einigen Tagen kam in W > o v 3 Monate alter, .vertvoller w°rd°n .nmemer »»ß*

l3ai?beNteilÄhwan^ Bor Ankou-' wirs eingestellt.

MItMX} kommen morgen Zigarrcnfabrik.

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Und nächste Woche Weißkraut, Mirstng, Gelve­rüben, gelbe Kohlraben und Mrbisse zum Berkaus.

** Aufhebung von Höchstpreisen. Durch Verordnung vom 20. Okbober 1920 sind die bisher in Geltung gew'ßmen Höchstpreise für Nährmittel (Grieß, Teigwarrn, Graupen, Haternährmittel- außer Kvaft gesetzt worden. Eme Festsetzung neuer Höchstpreise wird nicht mehr er­folgen, vielnrehr follm alle Preise für Nährmittel mir durch vertragliche Bindung der Erzeuger loroie der Groß- und Kleinhändler festgesetzt werden. Diese neue Regelung findet darin ihre Begrün­dung, daß der Absatz des größten Teiles der Nähr­mittel völlig frei den Fabriteu überlassen bleibt, noährend bei denjenigen Nährmitteln, die noch amt lief) verteilt werden, die vertragliche Bmdung genügt. (WTB.)

** Kreis Hand wertertag. Am Mitt­woch, 27. DTt., 2 Uhr, findet im Saal desGroß- herpg v. Hessen" in Gießen eine Ha n o wer ker- o e r s a m m l u n g statt, in ter Syndikus Schüttler- Tairnstadt einen Vertrag über:Die Bedeutung des Handwerks in der BollSwirtschast und die geplante Neuorganisation" halten wird.

Hessen-Nassau.

Quäkerspeisung Her Marburger Kinder.

)( Marburg, 21. Ott. Wie in her Stadt- verordnetenversammtnng niitgeteilt wurde, wird die Hilfe der amerikanischen Quäker- Mission nunmehr auch den unterernährten Kin­dern in hiesiger Stadt zu Deil. Schon die ganze Woche über finden zu diesem Zweck in den Schulen ärztliche Untersuchungen imb Messungen der Kinder statt. UeberHaupt soll auf die ärztlich: Untersuchung und Beobachtung der Kinder jetzt besonderes Augen­merk gerichtet werden. Als Schularzt wurde der Leiter Der Marburger Kinderklinik, Prof. B e s s a u, gaoählt, nachdem .Kreisarzt Prof. Dr. Hilde­brand dies Amt niedergelegt hat. Eine sehr rege Aussprache entspann sich. über den Antrag des Magistrats und einiger Stadtverordneter, JOO 000 Mark aus Allgemein Mitteln dafür bereit zu stellen, daß denjenigen Einwohnern, die nicht in der Lage seien, den vollen Preis für die von der Stadt zu (icfernben Vertragskartoffeln zu bezahlen, eine Herabsetzung des Preises gewährt wird. Es wurde darauf hingewiesen, daß die Kar­toffelernte von vielen Seiten als gar nicht so schlecht bezeichnet würde. Die Kartoffeln würden jedoch in der Hoffirung, daß im Frühjahr noch höhere Preise kämen, zprückgehalten, außerdem würden sie von den Hamstereven und den Schnapsbrennern auf» gekauft, in der Haupfache abw zum Sch ceinemästen benutzt. Wie Bürgermeister Mueller mitteilte, sind die 121300 Zentner Kartoffeln, welche die Land­wirte für 20 Mk. für die Minderbemittelten liefern wollten, noch lange nicht zusammen. Die Bewillig- img von 100 000 Mk. erfolgte einstimmig.

Großstadtkriminalität.

fd. Franfurt a. M., 21. Oft. Infolge des Spaabkommens muß die Sicherheitspolizei aufgelöst werden. Die hier vorhandenen Bestände werden mit der blauen Polizei zu einer gemein­samen Schutzpolizei verschmolzen. Nach Mit­teilungen, die Polizeipräsident Ehrler heute in einer Konferenz machte, kommen auf die neutrale Zone 20 000 Mann Schutzpolizei, wovon für Frankfurt 1500 Mann vorgesehen sind. Doch ist es möglich, daß fick die Zahl auf 2000 erhöhen läßt. Tie im August vollzogene Neugestal­tung der Kriminalpolizei hat sich außewrdent- lich bewährt. Welche Riefenarbeit die 124 Be­amten dieser Abteilung leisteten, davon geben folgende Zahlen ein Spiegelbild; zugleich aber auch einen Heberblick über die Kriminalität einer Großstadt: das Fahndungskommissariat der Kri- minalabteilung bearbeitete in der Zeit vom 1. August bis 15. Oktober 1920: 19 Mordsachen, 29 Raubanfälle, 1003 Einbrüche, 1936 Dieb­stähle, 116 Fälle von Bigamie, 102 Fälle von Kuppelei, 8 Fälle von Mädatenhandel, 744 Heber- tretiingen der sittenpolizeilichen Vorschriften, 458 Betrngsfälle, 355 Fälle von Münzverbrechein, 78 Spionagefälle, 59 Anzeigen wegen Landesver­rats, 83 Anwerbungen zur Fremdenlegion. Die Wucherabteilung bearbeitete: 102 Festnahmen, 671 Peschlagnahmungen. 834 Fälle von Schleich­handel, 188 Vcraeheu gegen die Vorschriften über den Straßenhandel.

garten sowie eine kleine Stallung jeder Wohnung zugeteilt. Der Preis eines jeden Hauses beläuft sich in allem auf rund 55 QhO Mk., wozu der Staat einen Zuschuß von etwa 40000 Mk. chbt. Die Hau­ser sind zum Preise von 15 000 Mk. bereits an hiesige Einwohner aus der arbeitenden Bevölkerung verkauft worden, jedoch besteht für die Käufer die Verpflichtung, eine Wohnung des Hauses zu ver­mieten. Der Bau weiterer sechs Häuser mit Woh­nungen für 12 Familien soll nach den gleiclien Plänen im nächsten Frühjahr auf demselben Ge­lände in Angriff genommen werden. Auch von pri­vater Seite sind in dem nun aufgeschlossenen Bau­gelände verschiedene Bauten geplant. Die hiesige Heimstättenoau-Gesellschaft erwirbt sich durch ihre gemeinnützigen Bestrebungen ein hohes Verdienst. Sie darf aber auch des Dankes der arbeitenden Bevölkerung gewiß sein, da sie hygienische einwand­freie Wohnuirgen schafft und damit das Wohmmgs- elend beheben hilft. Durch den billigen Verkauf der Häuser macht sie die Familien bodenständig und lixedt bei ihnen die Freude am eigenen Besitz und damit die Liebe zur Scholle und Heimat.

Taglöhner Michael Hcnß, der im Ärb it?rmt.-. Vorstand war, zwei Personen den Befehl, die Post in F7örs da ch zu besetzen: bi.1 beiden Personen gingen in das Postzimmer, ohne jedoch den Postbetrieb zu stören. Als die Menge an dein Tatorte angekommen war, wurden Ausschreitur-

X Hanau. 21. Ott. Im Bereiche der Ober» försterei Flörsbach (Kreis Gelnhausen) hatte am 25. September v. I. der Förster Baust einen Z u- s am menstoß .nit einem ihm unbekannten Wilderer. Im Verlaufe dieses Zusammenstoßes wurde her Wilderer erschossen^ In Kempfenbrunn hatte sich nun das Gerück>! verbreitet, der Er­schossene sei identisch mit dem vermißten Arbeiter Fischer au> Kempfenbrunn. Eine Anzahl Manner und Burschen aus Kempfenbrunn zog nun nach Flörsbach, um auf der dortigen Obersörsierei Aus­kunft zu holen. Dort kam es w Ausschreitungen. T t Oberi örster wurde her aus gerufen und gab

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** Kapitalistischer Zusammenbruch kom m u n i ft i s ch e r Aufbau. Ueber dieses Thema sprach gestern abeard im Casö Leib Ober­lehrer Kunz- Würzburg für die K o m m u n i * ftische P artei Deutschlands, Sektion d e r 3. I n t e r n a t i o n a l c i n M v s k a u. llJlan I>ätte eigentlich erwartet, daß gerade in diesen Ta­gen eine kommunist. Versammlung in Gießen viel Neugierige anlocken würde. Aber der Saal war bei Versanrrnlungsbegkinn ttrum zu einem Fürfftel be­setzt und füllte »ich erst allmählick) etwas mehr, Redner längst begannen ein sehr tenvperamentvv ller jüngerer Herr, sprach mit unleugbarem Geschick, ohne jedoch seine Zuhörer nritreißen zu können. Für Herrn Kunz ist die ganze mensch­liche Gesellschaft, nicht nur in Deutschland, in zwei auseinander strebende Gruppen getrennt: hie Kapi­talismus hie Sozialismus, hie Teutschnationale hie Kommunisten, hie Moskau,^der zweite Welt­kongreß der Internationale hie Spaa mit dem ge­säurten einigen Weltkapital. Aus dem gegenwärtigen wirtßchaftlichn Zusammenbruch, Mls der Tittr.tur des Großkapitals könne sich bu Arbeiterschaft nur

Turnen, Spiel unv Sport

** Fußball. Am kommenden Soimlag N1-,' der Verein für Bewegungsspiele Gießen uLr Mannschaften ins Feld. Die L i g a m a n n s ch-' lempfängi die gleiche des Wetzlarer F. C. 05 nt ihrem Sportplatz Trieb. Die Niannschaft ter hat durch ihren 4: 0 Sieg über die spielstarken :W ,_ bnrger Turner von 1860 Auffehen erregt. E® je Spiel verspricht einen hohen sportlichen Gr utz.3 zn>eiten Mannschaften beider Vereine spielen w:' her (um 1,2 Uhr): auch hier dürf e -s einen Öe?1 Kampf geben. Vormittags ftebeit sich die drLv und vierten Mannschaften ebenfalls aus dem SM' !jr platz Trieb zum VerbMtdsspiel gegenübn. M JugLndabteiluirg des V. f. B. fährt mit fünf M-rtr'U.' fd)üf(ciT nach Wetzlar gegen gleiche des F. C.

* Fußball. Aus dem VfR. Spo»! I platz an der Hardt treffen sich am kommen st D Sonntag im Meisterschaftsspiel um Bit Lahnkreismeisterschaft br beiten fülctr ben Mannschaften V f B. Marburg Vg? 19 00. Das Spiel verspricht bei b:r außerorü"ic lichen Spielstärke der beiden Mannschaften und st über die Grenzen unseres Kreises bekannten i«4 nisehen Vollendung der Marburger Vewegu-egr spieler, die bis jetzt rwch feine Berlustpunkp u verzeichnen haben und die Gießener Bewegu' str spieler 2:1, F. C. Wetzlar sogar 4:2, schll«5 konnten, einen äußerst spanneichen Verlaus. Sieger aus diesem Spiel wird alsdann die einig in der ersten Serie enbgititig behalten fön»-

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gen gegen Forftb amte verüe t Der Förster Buck- manu mußt.- sein Htew.chr herausgeben: sein schlimm tottrt>? einem älteren Förste mitgefpie.i:. Später hat sich ergeben, daß der erschaffene Wil derer tatsächlich der vermißte Fisck-er war. Voi dem Schwurgerichte Hanau hot. n sich rmn die Hauptbeteiligten an diesen Vorgängen mt ^lusschreitungen, der Anstreichergehilse B e.th, dar ehemalige Feldhüter Kaiser und der Taglöhne Henß aus Kempfenbrunn zu verantworten, d?n-^n Landfriedensbruch zur Last nel.-gr wnr>< Die Gesch/worenen verneinten jedoch die aui Land friedensbruch lautenden Schuldftagen und bejahten die auf össenlliche Beleidigung und tätiiajen Ä.i griff gegen Beamte lautenden Schuldftagen nnter Zubilligung mildernder Umstände. Bletth t'tbili 6 Monate Gefängnis unter Anr.'chnung v»n 5 Monaten Untersuchungshaft, Kaiser wurde 4 Monaten, Henß zu 1 Woche Gefängnis ver­urteilt. Beiden wurde die Untersuchungshaft an gerechnet, wodurch ihre Strafe als verbüßt anzv sehen ist.__

Die llartsffelvrrsorgung.

f. Aus der Rabe nau, 22. Ott. Geucr

schast. Auch die Kriminalpolizei wird voll­kommen neu organistert. Es ist noch nicht entfehieben, ob für den Straßendienst die blaue aber grüne Uniform gewählt wird.

Die Diesekmowren.

Berlin, 22. Oll. Die Zentrumsfraktion hat lautDeutscher Allg. Ztg." im Reichstag eine Anfrage eingebracht, in der auf die Ge­fahren für die Industrie und die deutsche Arbeiterschaft hingewieson wird, die durch die von der Giltente verlangte Auslieferuna der Dieselmotor en entstehen würde uno in der die Regierung gefragt wird, welche Schritte sie zu unternehmen gedenkt, um dieses dein Wortlaut und dem Geiste des Versailler Fr iedensr er träges widersprechende Verlangen, abzulvehren.

Generalstreik in Bremen.

Bremen, 21. Ott. (WTB. Die Forderung einer Lohnerhöhung der Staatsarbeiter lehnte heute vormittag der Schlichtungsausschuß als zurzeit unbegründet ab. Daraufhin wurde in einer gro­ßen Arbeiter Versammlung die ErLärung abgegeben daß gemäß einem Beschlüsse der Betriebsobleutc heute die gesamte industrielle Arbeiterschaft in den Generalstreik tritt, wenn bi: Staatscn-beiter ben Spruch des SchlichtungsausschiusseS mit dem Streik beantworten. In einem Betrieb wurde die Arbeit mit Hilfe von Kraftstrom, der durch die technische Nothilfe ^hergestellt wurde, abgelehnt. Die Forderung einer Kommission der Arbeitenchaft welcke vormittags dem Senat überbracht wurde, die 1214 000 durch die Betriebsschtießung be­troffenen Arbeiter für den Zahnausfall zu ent­schädigen, wurde unter Hin>veis darauf, daß beim Wiederantritt der (treifenben Heizer die Arbeit überall sofort wieder ausgenommen merbii könne abgelelmt. Die Straßenbahn stellte den Betrieb ein.

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durch die Diktatur des Pväletanats retten ohne Gemalt könne die Gese.lsck'aft nickt zum altern scligmachenden Sozralismus geführt wer­den. Aber selbst der radil'alste Slbrnnmnift könne nur daran denken, daß Gvaß>-Kapital, die Groß- Industrie und d'.e Grvß-Agrarrer zu ent­eignen: man müsse sich einig sein, daß hochwertige Arbeitskräfte auch im kommunistischen Zukunfts- staate besser bezahlt werden müßten, wie denn dieser Zukunstsstaat die Bahn für die Tüchtigen erst frei­machen soll. Da sich niemand zur Diskussion meldete, sprach nach dem ersten Redner noch Hanke, Hanau, über den Parteitag der NSP. in Halle.

Landkreis Gießen.

S»ch Beuern, 20. Ott. Der Gemeinde­rat, der wieder in öffentlicher Sitzung bei An- roefen^it zahlreicher Zuhörer verhandelte, beschloß, die Kosten für Einsetzen neuer Prvspcktpseifen in die hiesige Orgel durch die Firma Nicolaus in Lick in Höh: von ca. 3800 Mark zu bewilligen. Tie Minderheit wollte den Betrag durch eine Haus- sammlung aufgebracht wifsen. Tie Ausbesse­rung von Feldwegen wurde beschlossen. Ter neue Gemeinderat hat sich durch die bisherige In­standsetzung der Feldwege, die beim alten Ge­rn eind-erat stiefmütterlich behandelt worden waren, ben Dank bet Einwohner erworben. Bielllckcht hätte man bei der Pflasterung in der Untergaffe Bord­steine anwenden können, die ja aus den hiesigen Steinbrüchen beschafft werden konnten. Ein Antrag wegen Errichtung einer Gerneinde- schä serei hatte eine lebhafte Aussprache zur Folge. Die Vortelle der Schafzucht wurden aner­kannt, andererseits aber auch auf die Nachteile, die der Arberter mit seiner Ziegenhaltung dann hat, hingewiesen. Ein Antrag auf S o z i a l i s i e - sicrung der Gemeindeschäferei fand keinen Anklang. Zur Klärung der Sache soll die Angelegenheit in einer allgemeinen Bür ger- Versammlung zur Aussprache kommen.

Kreis Büdingen.

1) Hirzenhain, 21. Ott. Bei T-achdecker- arbeiten im hiesigen Eisenwerk fiel der jugend­liche Heinrich Fahrenbruch von Ortenberg rom Dach herunter in heißen Teer und trug erheb­liche jebod) glücklicherweise nicht lebensgefährliche Brandwunden davon. Auch der Vater, Christtan Faltrenbrilch, war vor einigen Tagen im Basalt­werk zu Ortenberg verunglückt, befindet sich jedoch auf dem Weg der Besserung.

X Orten berg, 21. Oft. Am Mittwoch feierte der Arbeiter August S u hl und seine Frau Katharine geb. Lorey das Fest der silbernen Hochzeit.

L. Orten berg, 21 Ott. Bei der gestrigen Versteigerung der K a r u s sell pl ä tz e für den in 8 Tagen stattfindenden Kalten Markt tvaven 6 Karuffellbefttzer erschienen, welche sich so tu die Höhe trieben, daß der P'atz an den Höchst- bietenden aus Schotten zu der noch nie dagewescnen Summe von 3850 Mk. vermietck wurde. Unserer Gemeindekässe kommt der Betrag sehruftatten.

:/: Ortenberg, 21. Ott. Am Sonntag nach­mittag hielt die Ortsgruppe des Kreises Büdittgen des Zentralverbandes der Arbeitsinvalidcn und Frauen eine gute fhesuchte Versammlung ab. Da der Redner Gau- fekretär Pas ke aus Frankfurt durch plötzliche Er­krankung am Erscheinen verhindert war, sprach der Vorsitzende Hebbel über Zweck und Ziele des Zen­tralverbandes. Es traten 15 neue Mitglieder bei, so daß die Kreisgrupte bereits 98 Mitglieder hat. Am Sonntag findet in Düdelsheim ebenfalls eine Versammlung der Ortsgruppe Büdingen statt, die besonders sür öie GenteindenOrleshau'ewAulen- diebach, Rohrbach, Hainchcn, Liudleim bestimmc ist. Gaukaisier Gotbschalk aus Frankfurt wird über die Aufgabe und das Ziel des Zenttalverbandes sprechen.

D Selters, 22. Ott. Die hiesige Bäder- g e s e l l s ch a f t erwarb neben anderen Grund- stücken einen Teil des Waldes am Rotlieb von der Gemeinde Drtimbtrg für 50 000 Mk. Die Arbeiten zur Neufassung des Sprudels und zur Erstehung des Bades sollen bald in Angriff ge­nommen werden.

Kreis Alsfeld.

Als selb, 20. Ott. Tätlich verunglückt ist

Au» StaSt ttnö Lcrnd.

Gießen, ben 22. Ott. 1920.

Die Schwarze Schmach.

Die Protest Versammlung, zu der die Gießener Frauenvereine gestern abend eingeladen hatten, war eine machtvolle Kundgebung geworden. Pros. Schi an sprach, in seinen Worten lag Würde und Maß. Treffend zeicktzrete er die Gefahr der ewigen Proteste und bannte das Gespenst müder Teilnahmslosigkeit mit dem Hinweis, daß solche Pwteste doch das einzige Mittel feien, bat Feinden zu beweisen, daß all ihre Prattikcn uns nur fester zu stahlhartem Block zusammenpressen. Warn etwas uns Deutsch,' im Tiefsten trifft, fo ist das die schwarze Schmach am Rhein. Aber wenn es wahr ist, daß ein Pfeil den Schützen selbst trifft fo ist es wiederum die schtoarze Schmach. Es muß wohl loder übel getragen werden, datz die Wacht am Rhein von Feinden gegen Deutsche gehalten wird, notwendig sind wohl gewisse Ilnterbrücfungm durch Besatzung, wahnsinnig aber ist die Erdroffc- kmtg Teutschands burd) die Brtatztlng'sDnen, die launenhaft von ben Franzosen ins Märchenhafte «trieben werden. Aber unpgbar schmachvoll ist die saft ausschließliche Verwendung von farbigen Soldaten als Besatzungstruppe. Wohl find nicht alles Schwarze, aber ist es darum weniger eine schwarze Schmach, daß es Farbige sind aus Algier und den nordasrikanifchen Kolonien, die vor dem Kölner Dom stehen, unter dem Nicderwalddenkmal als Skiavenaujfeher über weiße Männer und Fronen herrschen, in Speyer auf deutschen Kaiser­grüften herumlungern? Wenn Farbige das tun müssen, wovor weiße Franzosen schon öfters sich schämten (man erinnere sich der zurückgezogenen weißen französischen Regimenter)? Wenn Farbige als Träger schwerer ansteckender Krank­heiten Deutschland verseuchen dürfen? Aber fir sind hier wenigstens noch nütze, um Deutschland aufs schmählichste.u demütigen, während sie es in Europa wohl verlernt haben, gehorsame geduldige Skläveu sranzöfischer Kol>oni''ten in ihrer heißen Heimat zu sein. Doch mögen die Franzosen den Biegen, nickp Überspannen. Angesichts der schauderhaften Vergehen g gen deutsche Mädchen, Frauen uno Knaben, crngesickps der urkundlichen Erhebungen über biete Scheußlichsteiten und besonders unter dem endlichen Echo, das deutsche Proieste und Flugschriften bet den neutralen Regerungen und Presse und auch in Amerika finden, wird Frank­reich bald einsehen ntüfeii, daß es nicht Deutfch- larch allein bemü igt, sondern der Kultursache aller hock'fieheitden Löcher einen Schlag ins Ge'icht gibt, der seine jetzt schon merklich lächerliche Rolle aut der Weltbühne zu einer abscheulichen macht. Da­mit wir Deutsche aber der Welt Recht g:bcn, sür uns ein»!(treten gegen Fvautteich, muß sie unseren Protest hören. Ern ganzes Volk ruft, daß alte Welt es hören rnuß. Wenn wir alles still über uns ergehen lassen, wie jene wollen, die sagen, mir hätten im Krieg gerabefo im besetzten Gebiet gehandelt, und damit uns irnd auch nur einzelne von uns mit den Farbigen gleichsetzen, wenn .wir schweigen also, so sind totr nichts wert und haben die Welt um deutsche Kultur und deutschen Wert betrogen.

Die Vorsitzende des Mlgcmeinen Fvauenver- eins, Frau Oberst Naumann, verlas zum Schluß den Protest der Gießener Frauenvereine an die Regierungen und schloß mit der Bitte, das Flugschrsf.ennraterial ml^ichß ins neutrale Auslarp gelangen zu (affeit und andererseits Angehörigen auf dem linken Rheinufer stets un­serer Sorge um sie zu vergewissern.

Beranstnltungen.

Freitag: Stadttheater, 7 Ufrr, ,,Medea". Zirkus Blumenfeld, 7y» Uhr. Lichtspielhaus, Sumurun". Lichtspiele, Seltersweg,Der Kronenraub von Palma",De profundis" und Karlchen als Detektiv Falkewauge".

Kleinsieolungeu.

0 Lau ter ba ck, 21. Oft. In vorbildlicher Weise hat sich die hiesige Heimstättenbcru-Geseilsckaft an deren Spitze Schulrat Andres steht, betätigt, ^te hat nicht nur den Gedanken der Heünstattem'redlung , gepredigt, sie hat sich im letzten Sommer cn ge­sundem Wagemu. auch frisch ans Werk gemacht und aus dem in der Nähe des Südbahnhofs der Bogels- bergbahn gelegenen Baugelände der Schobe'cw'.esen sechs Familienhäuser mit je zwei Woh­nungen in Bau genommen. Die zusammenhängende schmucke Häuserreihe ist nun soweit fertiggestellt, daß die Sitte)I)iimitten hoffentlich im November noch bezogen werden können. Die Bauleitung liegt in Händen von Kreisbauinspektor Pfeifer, der auch die Pläne entworfen. Ausgefiihrt werden die Bau­arbeiten von Balmnternehmer H. Zinn (Landen- Hausen). Die Häuser find aus Lehm stein en gebaut, | sind sehr schön und gesund gelegen und gewähren in ihrem faubereit Verputz einen äußerst freund- i

l. Weitershain, 20. Okt. Während c vielen Orten die Erzeuger es sich zur Eh-.ewau madxit, die einheimisdren Verbraucher von Karte'- fein bevorzugt zu beliefern, ist bis jetzt in unseren Orte wenig getan worden, um eine Belceftrimz der Verbraucher mit Kartoffeln sid-erzuste leit. einer vom Vorsitzenden des Bauernbundes ernv- rujenen Versammlung wurde ein von die em cr ftentcr Antrag, die Kartoffeln zmn Borzugspreü abzugeben, rmtinvcg abgelehnt. Ferner wi.l nun nur liefern, wenn dieses Quantum an der sefi gesetzten Menge der zu liefernden VertoagMi- toffiln abgelegen wird.

ed. Aus dem südlichen B'ogelsberr 21. Oft. Hochbetrieb herrschte in den letz en Wo­chen aus den Stationen der Nebenbahnlinie Scl^:- t?nNidda Fuhrwerk hinter Fuhrwerk IteDertt

Kartoffeln ab, die trotz der großen DLrv der Sommermonate in unserer Ge.e.id geraten waren. Neben den Kartoffeln sür Mmda- bcmittelte- undVerteagsÄrtofselu" wiir'en auc grsße Mengen im freien Handel abgesetzt. Aue wärrige Händler bieten 25 Nlark für den ZenLic !und 5 MarkTrinkgeld" 'oderFuhrlo-hn". 9>: festgesetzte Erzeugerpreis von 25 Mark wird iur von wenigen einsichtigen Leuten beaditet.

Es sei in diesem Zusammenhang nochmals >»' die Veivnnttnachung des Lardeseniäch u-.gsM^ dzw. Kreis-amtes verwiesen, wonach die über dri H öchstprets erwor benen K ar tot rein s beschlagnah men sind. Jnsbepite.re" / banaur zu achten, daß der festgesetzte H ö cd'i preis von 25 Mark auch nicht rn ve r s cklei- e rter Form durch Gewährung besonderer Le gÄtungen überschritten wird.

mc. Frankfurt a. M., 21. Ott. Te S chleichh andel mit Kartoffeln Wucherpreisen blüht eben außerordentlich, h kamen schon eine ganze Anzahl von Fällen, Anzeige, wo sich Händler deir Zentner Kartolf bis zu 40 Mk. bezahlen ließen. Auch die Sanbton: verlangen vielfach Wucher Preise, wenn sie öbc: Haupt zu bewegen sind, Kartoffeln zu liefe.! Viele Lcmdwitte l-aben die K'l er voll, von löffeln liegen, obenauf eine Tickwurzschicht. Sch­ein Städter Kartoffelnerbittet", dann heißt ei: erst müssen die Dickwurz verfüttert werden mh) dann wollen wir im Frühjahr auch noch Lei toffeln! verkaufen Immen. Der Zweck dieser Heran; ist allerdings sehr durchsidstig.

Ludwigshafen a. Rh-, 22. Ott. Blättern zufolge find in den letzten Tagen titel rere tausend Arbeiter in die pfälzisdten Töc'c hinausgezogen, um die K a rto f f e l p r eif e gc waltsam h er a b z u s e tzen. In Oggersteir wurden die Scheunen erbrochen und de> Kartoffelvvrräte geraubt.

Berlin, 22. Ott. DemLokalanzeiger tvird aus Bochum gemeldet, daß die 4000 Mm'- ftar^ Belegschaft Cer ZecheMatthias Stimi<-' kbeschlossen hat, in den Streik zu treten, wem die Kartoffelzufuhren nicht so einfeSer. daß die Familien auss erste versorgt axSe- fönnen.

Berlin, 22. Ott. Einer Blattermeldung Lic Dresden zufolge haben sich die Bergarbeiter t>s Luganer Reviers bereit erklärt, eine achte St zu fahren, falls sie mit billigen Kartoffel versorgt werden.

i;a te sich ^luskmift. Ein von einem Dienstgangr kommender sehr abichüsigen Förster war mehreren Angriffen ausgesetzt. Die ' ge beftani) daoauf, daß noch einmal nach dem