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Hr. U9 Zweites Blatt Eiebener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)

Samstag, 22. Mai 1920

Fortsetzung 42.

kNochdrnck verboten.)

scheu (5rster»ogin verheiratet. Ihr Lieblings vhn toor ®wtxmm unb, wie man sich zuwschell, bat I« ihm privatim gewisse ©eiter, Besitztümer, Juwelen, irgend «was nicht näher Bestimmbares, vermacht. Vittorio scheint mm zu vermuten, haft die e Wert- gegenständ: von Giovanni wiederumseiner Ge­mahlin, die er sehr liebte, hinterlassen worben seirN. Tas ist alles, was ich davon twiK, und es ist, wie ich Ihnen versichert habe, sehr wenig. Doch glaube ich, daß etwas Wahres davan^lein muß. Bitrorias AuÄ^ruer und der alten Tarne Harviäckigkeit und grimmiger Entschluß, chm nicht zu weichen und nachzugeten, bestärkt mich in dieser Ansicht, und ich geste« ehrlich, daß ich sehr neu­gierig bin, wie sich die Geschichte aufklären wirb. Tas ist meine ehrliche Beichte, sügte sre lächelnd hinzu. Und nun, Doktor, rücken Sie mit Ihren Kenntnissen heraus!

Nun,- sagte ich, bevor ich dazu tommt, Sie waren über die kleine Episode von geistern abend höchlich erstaunt?

Gewiß, noch sebt verstehe ich Sie nicht. Warum wurde die Botschaft in meinem Namen aus- gefolgt? Und wenn Sie nicht geargwöhnt hätten, daß etwas nicht in Ordnung sei, wohin würde cor Wogen sie entführt haben?

'Wohin? Was meinen Sie? Können sre srch's nicht denken?

Jawohl, ich kann mir's denken; aber zu wel­chem Zweck? Ter Erdgraf hat die Gräftn in Kiner

Die Grskin.

Roman von GW. App le ton.

bild. Ter erneute starke Rückgang der Ausland?» devisen, der im Hauptgeschäft mit den anhilLitih'n starken -Ankäufen Amerikas in bentfdtr.i Marknotrn in Berbindimg gebracht wird, fcitnrfre an der Börse teilweise ein weiteres Nachbeben der Kurs', doch setzte sich später wiederum eine leichte B - festigung durch, wofür die Auffassung maß^'tead ist, das; die Besserung des Markftlr.es mit bei Seit doch den günstigen allgemeinen Einfluß auf bic Gestaltung der Wirtscha ts- und Ernal-rimg:- lage Teutsch'ands nicht verfelllen dürft-.'. Die am ftä.f.en ausgesprochenen V lutawer e tote Ba t more, Teutsch-Uebersee Elektrizität, Türkische Ta bal- und stvlonial wette waren nachgebend, währeni bei den übrigen Papieren die Rückgänge sich mei unter 10 Droz hielten, d'.g°gen verschrcdentli! auch, wie bei ciazclnen schi fal rtsw rten, Rom. bacher, Elektro- und Jndustri-.ak.ien, Kirrsbesseru:' gen eintD-t-n. Deutsche Rentenwerte waren Nil und ziemlich inroerärtert, ungariscko und Tier1 faner «was nochpbend. Tas Geschäft bewegt i s

»vurben emem Volke so bittere Arzneien gereicht Der Tag der gerechten Anerkennung für Ihre Leistung«! wird kommen. Europa kann ohne Deutschland nicht sein; es ist höchste Zeit, daß diele Wahrheit in Europa Allgemeingut wird

Abg. v Payer (Dem.) spricht dem Präsl> deuten den Dank des Hauses aus. Ter Präsident hat nie Gleichmut, Humor und Unparteilichkeit verloren trotz der stürmischen Vorgänge. Er bat oen höchsten Anforderungen entsprochen. Dafür dankt die Nationalversammlung ihrem würdigen Präsident«!.

Präsident Fehrenbach dankt von ganzen! Herzen. Es sei nickst immer leicht gewesen, absolute Gerechtigkeit walten -u lassen Ten Dank des Hauses möchte er ausdehncn auf die Vizepräsi­denten und Schriftführer, ebenso auf dos Per- f»nal, die Beamten, Angestellten und Diener männ­lichen und Wciblidxm Gesckstechts. Di.- Presse hrbe dec Tätigkeit des Hauses eine mühevolle Arbeit gewidmet. Leider habe der Senior des Hauses Abg. -Paper seinen Schwanengesang getan. Er stEbe. ihm die terzlickrslrn Wünsche mit in die schwäbische Heimat. Er nehme an und hoffe, daß dieses die letzte Stunde der Rat onalversammlung sei. .Tie Geschichte werde die Tätigkeit derselben würdigen. Für das Haus nehme er in Anspruch, daß es nur zum Besten des dem sch m Volkes ge­arbeitet tmt. Trotz aller Gegensätze habe die Ver­sammlung dem Volke das Lei,pul eilte-? ziel be­wußten Arbeitswillens gegeben. Möge sich das deutsche Volk in Arbeit und ^icht zusammen finden. Zu hoffen sei die Bereinigung mit dm gvirennten Stammesbrüdern in Oesterreich. (Beijall.) Mit den besten Wünschen für alle schließe er die Natio­nalversammlung.

Gericht saal.

s.1 Marburg, 20. Mai. Das Schöffengerickst verurteilte einen Landwirt, der 34 Zentner Kar­toffeln, die er abliefern mußte, verheimlicht hatte, zu 6630 Mk. Geldstrafe.

Nein, nein, entgegnete ick rasch Ich w«b nichts außer einigen unbestimmten Anteutungen, die die alte Gräfm in meiner Gegenwart sollen ließ. Ich habe aber einen Qdnen Umstand noch nicht erwähnt, der Sic, wie gesagt, 'wnsellos überrasch«! wird. Wenn Sie auch nur eine Ver­mutung haben, wie ich glaube, so teilen Stc sie mir bitte mit, und beim werden wir vvlleicht mit vereinten .Kräften in der Lage fein, bte ein­zelnen Stücke zu einem Ganzen zu am men Ersetzen

Gut also, erwiderte sie. Was ich weitz oder vielmehr annehmr, ist Folgendes: Die Familie Frangipam ist sehr alt und laßt 'ich bis ms Mittelalter zurückverffolgen. <xn dreizehnten Fahr- bmidert war z. B. eines ihrer Mttglteter ern Papst 'Clemens der Soutchsovielte Aber tch will nicht weiter zurückgehen, als au, Ugo, den Baker Giovannis (der unsere alte Azxme geheiratet bat1, Enrico, meinen Gatten und Viktoria, kvn Unaui. sprechlicben, den wir jetzt bis auts Messer zu be­kämpfen überein gekommen sind. Ugo war ein guter Freund des Kardinals Antonelli und te5 Papstes Pius IX. und soll in den sechziger Jahren große Geldsummen für die päpstliche Sache misgegeben haben. Er war mit einer steinreichen öfterrndn»

deutsche Nationalversammlung.

Berlin, 21. Mm.

Präsrdatt Fehrenbach eröffnete die» lamg um 9.55 Uhr. Auf der Tagesordnung stan­den zunäM Anfragen.

Aus Anfrage Frau Grünberg (Soz.) wird regierungsseitig die Schaffung eines einheülichcn Hausangeitelltenrechts in Deutschland in Aussicht gestellt.

3uf Anfrage Iaecker (Soj' iveqen Spren­gungen an der Rheinbrücke bei Düsseldorf wirb re­gierungsseitig geantwortet, daß Dorstellungen nx- gen Emstellung der Sprengungen erhobm irwrden sind Über deren Resultat noch nichts gesagt wer­den kann.

Reichsministrr Koch: Die Reichsregierunq ist gestern durch einen Beschluß der Nationalver­sammlung ersucht worden, den AusnalMczustand aufzuheben Die Regierung hat die Frage gestern einer vorläufigen Prüfung unterzogen Sie hat in den letzten Tagen Nachrichten erhalten, die auf rechtsseitige revolutionäre Bestrebungen Hinweisen. Auch die linksradikale Gefahr, besonders im Ruhr- gdriet, ist noch nicht beseitigt; auch kbtueben nock» zahlreiche Verfahren. Im Rulwgebiet kann daher der Ausnahmezustand noch nicht aufgehoben wer­den ebenso in Gotha, wo gesetzliche Zustände erst durch die Wahlen am 30. Mai her gestellt werden sollen. In Bavern sind Erleichterungen geplant. Währerrd der Wahlen soll volle Bersammlungs- imb Pressefreiheit gewährt werden Die endgültige Prüfung im Lause der Wockx? werde ergeben, ob Weitere Erleichterungen möglich sind

Abg. Henke (USP.): Tiefe Auslegung un­seres gestrigen Beschlusses ist ein glatter Bruch der Verfassung. Die Erklärung der Reickrsregierung nötigt uns zu beantragen, dost die Nationalver­sammlung der Regierung das Vertrauen entzieht.

Reichsminister Koch: Bon einem Versa ssungs- bruck kann keine Rede fein (Zuruf bei den Unab­hängigen : Jawohl' Tie Regierung ist reaktionär' G^hen Sie zu Müller-Meiningen In Gotha

liegt ein Vertassungsbruch der Unabhänaig^n vor. Tie anderen Parteien haben sich beschwerdeführend an die Reichsregierung gewandt. Tie Verl'Äkniffe in Badern sind der dortigen Regierung am besten bekannt Wir sind bereit, mit brr bayerischen Re-- Stg wegen weiteren Erleichterungen zu unter- ln. Tie Reichsregierung wird sich von dem graben Weg Weber von rechts noch von links ab­bringen lasten.

Abg. Henke (USP.): Wir haben keine (Ga­rantie dafür, daß der Belagerungszustand nach den Wahlen aufgehiben wirb.

Präsident Fehrenbach: Ter Antrag hat nur 13 Unterschriften, es müllen 15 fein. Tie Unterschrif'en retchen rricht aus

Damit ist die Sache erledigt. (Gelachter bei der Mehrheit.)

Erledigt werden Mittellungen des Rechnungs­hofes zur Reichs Haus haltsrechmmg 1919. Es folgt die dritte Beratung des Gesetzentwurfes bett. Auf­hebung der Militärgerichtsbarkeit und betreffend die Stellung der Justitiare.

Abg. v. Gräfe (D.-N.) beantragt Absetzung von der Tagesordnung.

Abg. L ö b e (Soz.) beantragt namentliche Ab­stimmung über diesen Antra.

Die Linke ist sehr stark besetzt die Mitte des Hauses weniger, die Rechte ist W leer. Mit Ja summen 3 Abgeordnete, mit Nein 208; anwesend sind 211 Mitglieder. Zur Beschlußfassung find 212 notwendig.

~ Präsident Fehrenbach beraumt die nächste Sitzung auf 11 Vs Uhr an mit der Tagesord­nung. Entgegennahme einer Kundgebung des Reichspräsidenten.

Schluß 11.05 Uhr.

Prä'ideift Fehrenbach eröffnet die Sitzung um 11.45 Uhr.

Ter .Präsident verliest eine Kundgebung des Reichspräsidenten. Tie Tagung der National­versammlung sei reich gewe'en an Arbeit und an Leden. Es fei dem Reickrsvrä'ideirten Ehre und Pflicht, dafür zu danken. Tie Anschauungen eines ganzen BolkeS hätten den neuen Berhältnifen an* gepaßt werden muffen, auf denen sich feine Ge* fÄckte aufbaucn wird Alsts sei noch im Fluß. Die deutsche Revolution sei noch nicht abgeschlossen. Grundsesten in das Chaos hinein zubaurn fei bte Arbeit der Abgeordneten gerne "en. 9JZan werd: ihrer in Treue als der erftzm Arbeiter mn Baue

«denken, wenn einst dessen Richtfest gefeiert werde. Tie geistigen Waffen feien die einzigen ertaubtrn im bevorstehenden Wahlkampf. Ter Weg der Gesetz- mähigkeit fei der einzige, der auswärts führe (Zwischenruf der Frau Zietz. Beifall. Zuruf: Zietz raus!) r m

Reichskanzler M üller: Der Wahlkampf ifi in vollem Gange. Der Friedensschlutz bat du schlimmsten Bedrohungen vom Reiche abgewendet Die -Scftimmungcn des Friedensvertrages werden rod) lange die Richtlinien für unsere bohhftbe Arbeit geben. Die Treue gegen alles, soweit du deutsche Arnge klingt, haben nnr gewahrt, -selten bat em TrnWincitt so unter dem Zivang einer ------ -----g; __. - . , K .

versunkenen Epock« gelitten, wie dieses, selten wegen der bevorste.'xnden Fttercage rn tet d n.

Sandel.

Düsseldorf, 20. Mai. < Wolff.) Dom Deutschen Stahlbund g.ht uns folgenße Mitteilung zu: Durch die Tagespresse gelst eine Notiz, wonach für Walzeisenerzeugnisse eine Preisermäßigung von 300 bis 500 Mark zu erwarten sei. Diese Nachricht muß znm min­desten als verfrüht bezeichnet werden, denn die Preisprüfungen, die gegenwärtig im Ganze sind haben noch keinerlei greifbares Ergebnis qe- »eitigt. auf Grund dessen heute schon hinsichtlich der zukünftigen Preisgestaltung irgendwelche zu- verlas,igen Dorai^agungen gemacht w.-rden neu, erst gegen Ende des Monats wird sich einiger­maßen klar übersehen lassen, ob ein Abbau der Preise überhaupt jetzt schon möglich ist. Man sollte vermeiden, eine Beunruhigung hercorKu- rufen, die nur dazu führen kann, das ganze Wirt­schaftsleben auf das empfindlichste zu itäten.

Frankfurt a. M., 22. Mai. In der gestri­gen Auffichtsratssitzung der Mittel­deutschen Kreditbank würbe der M- schluß für das Geschäftsjahr 1919 vorgelegt. Ter auf den 15. Juni d. I. einberufenen ordentlichen Generaloerfammlung soll die Verteilung einer Dividende von 8 Prozent gegen 7 Proz. im Vorjahre vvrgeschlagen werden. Gleichzeitig wird die Erhöhung des Aktienkapitals der Bank um 30 Millionen Mark auf 90 Millionen Mark beantragt. Die neuen Aktien mit Divi­dendeberechtigung für 1920 sollen den Mionären zum Kurs von 115o/o zum Bezüge angeboten wer­ben. Der Reingewinn von 5 772 606,25 Mk. (1918 4 964 817,55 Mk.) soll wie folgt verwendet »re ­den: 8 Proz. -Dividende = 4 800 000 Mk. (1918 7 Proz = 4 200 000 Mk.), Tantiemen am Aut- sichtsrat 324 324,32 Mk. (l B. 640 677,92 Mk. einschl. Nvtstandstantiemcn). Ucberwei'ung an d e Wohlfahrts la sie der Bank 500 000 Mk (i. V 0 Mk.) und Vortrag auf neue Rechnung 148 281,93 Mark (124 139,63 Mk). Ter Ge'amtum atz b- trug 62 Milliarden Mark gegen 30 Millrarcen Marl im Vorjahr.

Berlin, 21. Mai. Börsen st immungs-

baz engsten Grenzen. Tie Börse bleibt morgen geschlossen.

Frankfurt a. M., 21. Ma! Börsen- stimmungsbild. An der Adendbörie befemg- ten sich die Kurse bei ruhigem Geschäft. Namentltch waren es nneberum Sxfjantungbatrn, welche sich erneutem Ättunntercffe erfreuten Sie stellten »ich mit 624622 plus 8 Pvo-enl.-ig erhstl gehen einzelne NLontanpapiere hervor. Teutsch^Lu^em- burg stellten sich auf 275 plus 3 Prozent Har- vener 271, Ka'.i Westeregeln 663 olus 5 Proz»nl, Teutfche fenulcum fester 670, Benzaktien 187 fub. Bezugr., Deutsche Erdöl 730, Hamburg Pakel- fahrt gebeffert 175 plus 1, -Jbrbix Llovd ebenfalls 175 plus 4 Prozent. Von sonstigen Werten stell­ten sich Schantung Genuß mit 2650 plus 150 Mk., Cbrrbebarf 200 plus 7, Bad. Anilu! 469 plus 4 Prozent Schockiert 180,10, Ctarn-Uhncn 805 ( 5 , dto Genüffe 520 plus 15 Mk. Deutsch- Ueberfee-Elek:rische 890 minus 3 Prrzent. Balti­more Ohio schwach 230. 5prvz stlffegsanleihe 793/<. Morgen bleibt die Börse geschloffen.

Frankfurt a. M., 21 Mai.

Devisenmarkt.

Geld Dries Geld Dries

Datum: 20. Mai 21. Mai

Amsterdam-Natterd. Drüssel-Antwerpen . Ghristiania Kopenhagen Stockholm Helsingfors Italien London New-Pork Varis Schweiz Spanien Wien (altes) .... Deutsch-Oesterr. abg Prag.........

Budapest Bulgarien Konstantinopel. . . .

1613.40 1616.40 1523.50 1526,50

329,65 330,35

799,20 800,80

79,25 720,75

924,10 925,90

219,75 220,25

224,75 225.25

168.80 169,20

43,70 43,80

313,70 314,30

784,30 785,80

719,25 720,75

18,98 19,02

22,72 22,78

84.60 84,40

20,08 20,12

719,65 320,35

739,25 740,75

674,30 675 70

869,10 870,60

189,80 190,20

219,75 220,25

160,80 161,80

41,75. 41,80

312,20 312,80

744,25 745,75

694,30 695,70

16,98 17,02

20.48 20,52

81,40 81,60

17,98 18,02

Börsenkurse. Frankfurt Berlin

Abend- Albend- Schluß- Schluß- Kurs Kurs Kurs Kurs

Tiahnrr. 20.5. 21.5. 20.5. 21.5.

S'/.Deut.Krlegsanl. 79,75 79,75 79,75 79,75

4°/ Deut.Be!ch«anl. 75,75 75,50

3"/qDeut.Be chsanl. 71,40 71,

4°/, Preuh. stonsol«74,80 75,-

Darmstädter Band 157,25 157,50 157,75

Deutsche Dank. . . 282,- 278,-

Disconto» Resellsch. -202, - 208,-

Dresdener D nik. 179,-179,50 178, -

mationalbanfi f. D. 143,- 142,50

Mittest).Creditbank 156,- 156, - 156,-

sv.Amerik.-Pakets. 174,- 175,- 174,25 172,50

Norddeutscherstloyd 171, 175, 170,50 171,

Doch.Guhs«ahIwrk. 277,- 282,- 270,-

D.-Luremd.Bergw. 272, - 276, 272,75 275,

Gelsenkirch. Bergr» 299, -304, - 298,

Harpener Bergbau 271,- 275,- 270,25

Oberschl.Eisenb.-'L 200,- 196,- 196,-

Oberschles.Eilenind. -,- 250,- 251,-

Phönix.Brgb..Akt. 378,- 373,- 389,- 369,-

Dad.AniNn.u.Soda 466,- 469,- 460,50 460,-

HöchsterFarbwcrke 356,- -,- 360,25 363,-

(tlekir. 91. (E. (ß.. 312,- -,- 310,- 302,25

Schuckert-Werke. . -,- 180,10 180,25 184,-

FeltenLGuilleaum«, 440, - 430,-

Daimler 235,50 -,- 239,- 230,50

Bud.-Lisenw.-Att. -,- -,- 272,- 270,25

Adlerwerke .... 241,- 248,- 250,25

4'/. Hess- Saatsanl.

Electron Brieshei» -,- -,- 312,- 312,-

Marluotierungeu.

Datum: 1. 5. 20.5. 21.5.

Zürich 9.80 12,60 13,50

Amsterdam 4.80 6,20 6,525

Kopenhagen 10.50, 14,85

Stockholm 8.25 ^,- 11,75

Wien 392.- 445,- 485,-

Märtte.

mc. Frankfurt a. M., 21. Mat. Am heil- tigen Hauvtwochenmarkt ma<t? sich erst­malig seit der Besetzung Wieder einmal der Effi- flutz der auswärtigen Händler von Gießen, Mw-- birrg, Fulda, Darmstadt und Aschaffenburg gel­tend. Tie Preise, die teilweise mäßig waren, würben bedeutend getrieben. So stieg Rhabarber um 35 Proz, junger Mining um 50 Proz, Ki- rotten um 3040 Proz. Ernzrg und allein Sa­lat blieb vre ss>alnnch. Kl ein gewaltige Uebcr- .'.ngeaot svrr'chte. T« Frankfurter Mar Le-.wcu- amg Le b'iJjtigt übrigens Bcvo dnungen zu er­lassen, wodurch der Einkauf auswärtiger Händler in Frank'nrt unnröglich gemad« Werten soll.

vz. Marburg, 21. Mai. Auf dem gestrigen ^chweinernarkl blieben die Preise gegen den ctzten Markt ziemlich unverändert. 6tt Wochen i'te Ferkel kosteten 380400 Mk. und 1012 Wochen alte größere Tiere 720^800 Mk. das Baar. Der Handel ging mtitelmäßig. Der einer Zu- iuhr von rund 600 Stück verblieb ein großer Ucberstand.

Genall, aber warum sucht er denn Sie rn emc Falle zu locken? Tas ist mir völlig mtberftänblid).

Tas glaube ich schon. Es würde auch an­deren unverständlich Vorkommen. Wie formte man verstehen, daß neulich nackts Diebe in mein Haus eindrangen, das Cte.rfte darin zu untrrft kehrten uni) nichts von irgendwelchem Werte mit sich nah­men, als einen Zettel, bet sie in einem geheim-n Fache attixeften?

Ist das möglich? Glauben Sie, daß der Erb- grat der Anstifter dazu gewesen ist?

Zweifellos. Und nunmehr erzählte ich ihr mit neiligen Worten meinen Besuch in Balham und lein Ergebnis.

Sie folgte meinem Berichte voller Interesse, und ihre Puplllen dehnLen sich immer mehr aus, je Weiter meine Erzählung Wrtfdjritt.

Tas ist ja wirllich unbegreiflich, bemerkte su, als ich zu Ende w ar, und der Zettel, der entwendet Wurde, was war das ?

Ter Schlüssel zu dem Geheimnis, *er und dabet lachte ich aus vollem Herzen nvnigitens glaubten ste, er fet es. llnd numnehr will ich Sie nicht mehr länger auf die Folter spannen, sondern Ihnen von der Rolle erzShlen, die ich in der Geschichte sp«le..

Hievaut berichtete teb ihr tn wenigen Worten all das, was ich Vier niedergeschrieben habe.

Ihr ErÜMmen tmette Däne Grenzen mehr.

Büchertisch.

Prof A. Zvcha: Grundriß der Bor­lesungen über deutsche Rechtsgeschchie. L Aufl.- Verlag Emst Ebering, Berlin. Eme gedrängte aber flarc und sehr übmichtliche Darstellung des Swffes, die nicht nur als Grundriß der Vor­lesungen. sondern au<t) zur schnellen Orientierung und zur Repetition des umfangreichen Stoffe- als sehr brauchbar erscheinl Besonders Studierenden, die vor dem Eran!en stehen, dürfte biefer Neudruck sehr willkommen fein.

G. Hartlaub: Die neue denti che Graphik. «Tribüne der Kunst und Zeit.) Erich Reiß, Verlag, Berlin. Dieser vierzehnte Band des von K tS>sckunid herausgegebenen Schrlslen- fammlung führt in die EntnnÄung ind> den Aus­bau der graöbifd)tn Mittel ein. Die ein seinen Verfahren werbm so weit anschaulich gemacht, daß auch brr Nicht-Sckräfsendr einen Einblick ht da» Schaffen vergangener wie lebender Mihtftier ge­winnt. Wesen und Wert des Küpsersticks, bet Radierung, des Steindrucks und des Holzschnitts, den Hartlaub als bestimmend in diesem Jahr­hundert ansieht, werden lebendig. Besonder- Deutschland hat an seiner Entwicklung und Aus- aeftaltung den rühmlichsten Anteil. Im zweiten Kapitel: Die graphiickxm Kräfte, wird besonder- bte Bedeutung Muncte Noldes und der Dre>?dener Brücke" herausgestellt. Das umfassende, die geie ftigen Zusammenhänge Har erkennende und an­schaulich gefdniebene Buck> kann als Einführmtg in das oft noch unverstandene graphische Schaffen unserer Jüngsten wertvolle Drenste leisten.

Müller'fche Badkanstall.

Wasserwärme der Lahn am 21. Mat: 15° R.

(In einem T-il der Auflage wied'rhKt.)

Der Zweck der Konferenz von öythe.

London, 21. Mai (WTB.) Unterhaus. Im Laufe der allgenreinen Diskussion vor Bt'ginn der Pfingstserien kam Bonar Law auf die Kon­ferenz von H h t he zu sprechen und sag»e: Der Zweck der ftonferne, war nicht der, Teun'chland Vorschläge über bi? Fests.^tzung des Gesamtbetrages der Entschädigung zu machen, sontent e-> Ixinbelte sich darum, eine Grundlage zu finden, die Vor­schläge der deutschen Regierung in Spaa zu prüfen und zu kritisieren. Eitgland bat stets die schweren Mühsale unb Leiden Fraiikrcickis wabrenh des Ätie^ ges aiurfarmt. Wir lraben vorgeschlagen, diese An­sprüche in der Weife zu regeln, daß, soweit England und Frankreich in Frage kommen, die Bezalilungen Deutschlands auf einer proportionalen Grundlage verteilen zu lassen, daß für ie 5 Pfund die England empfängt, Frankreich 11 Pfund erhalten soll.

Sinken der Detailpreise in Amerika.

Amsterdam. 21. Mai. iWTB.) WieDailh News" aus Neuyork meldet, hat dort ein starkes S in feit der Detailpreise eingesetzt. Diese Er > scheinung wirb daraus zurückgejührt, daß die Ban­ken in der .Kreditgewährung sehr zurückhaltend at> worden sind. Große Mengen von Gütenr, die für die Ausfuhr nach Europa bestimmt sind, können trotz eines Apvells an die Morgangrupve nicht ausaeführt wer dar, ba die Kaufleute keine Kredite tekbaffat können

Die Schantnnasrage.

Paris, 21. Mai. (WTB.) Havas meldet au4 Pecktng vom 18. Mat: Die Regierung hat sich entschieden, mit Japan wegen Regelung der Schan­tung frage nicht in direkte Verhandlungen zu treten.

Die Lage in Transkaukasien.

Haag, 21. Mai. (WTB.) Nach einer Mel- düng desDaily Telegraph" aus Konstantnwpel sind sechs französische Bataillone mit Rücksicht auf den Ernst dec Lagc nach Bat um abgegangen, Man erwartet, daß bte illiierte Mission wegen der bolschewistischen Erfolge in Transkaukasien Tiflis unverzüglich verlassen wird. In zwet oder drei Orten Anatoliens, darunter Trapezunt, ist bte Rote Fahne gehißt worden.

Neuorientierung der Sowjetregiening.

Haag, 21. Mai. (WTB.) LautNieuwe Courant" verzeichnen mehrere englische Blätter um­laufende Gerüchte über eine politische ^Neuorien­tierung der Sowjetregierung. Danach habe Lenin und Trvtzky zur Dildimg einer demokra­tischen Regierung sich enffchlossen.

Ein ftan-ösisches Marineluflschisf vernichtet.

Paris, 21. Mai. (WTB. Nach einer Mel­dung desPetit Journal" wurde gestern in Stint Etienne ein Marineluftschiff vemickstct. I* Besatzung, die aus 9 Personen bestand, scheint gerettet zu sein.

Beilequllfl des Hombarger Streiks.

Hamburg, 21. Mai. (WTB.) In dem Streik aus den Hamburger Werf- t e n fällte das unter dem Vorsitz des Konv- missars des Reichsarbeitsministeriums Wei­gert am 20. Mai zusammengetretene Schieds­gericht einen Spruch, den beide Parteien an­genommen haben. Die Arbeit der Angestellten und Arbeiter wird danach am 21. Mai wieder ausgenommen.

Tann sind Sic, Doktor, gegenwärtig Der Herr bet Situation?

Gewiß bin ich's, und ich bm auch fest übet* icugt davon, daß, wenn ich nicht yftem .ttenb Lunte gerochen Hütte verzechen Sie gütigst den etwas gewöhnlichen Ausdruck!, ich irgendwelchen Gsraltmaßregeln unterworfen Worten wäre, um das Paket mit den gelten Siegeln terau^ugeben.

Na, Sie haben Glück gchabt! Wie froh btn ich, bat es so avgebrufen ist! riet sie mit strahlen­dem Gerichte. Unb, Doktor, denken Sv baran, daß ich nunmehr zu Jchaen Halle, und doß jetzt bte arme alte Gräfin gefunden und befreit werden muß, koste es, was es wolle!

In diesem Augenblicke betrat der Diener ba5 Zimmer. Er brachte aus einem Präsentierteller dm Karte. Tie Gräfin warf einen Blick auf bte Karte und händigte fie mir ein. ES standen bte Worte darauf:

Ji Conto di Frangipani.

Wollen Sie sich in ein anderes Zimmer ver­fügen? fragte fie, oder

Ich bleibe da, antwortete ich.

Führen Sie den Herrn herein! hxmbtt fie sich an den Diener.

Im nächsten Augenblick eckteb ich mich und stand dem Mörder meines Vaters gegerrtiter.

(Fortsetzung folgt.)