Zweiter Blatt
Montag, 20. Dezember 1920
ür. 299
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhefsen)
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Fortsetzung 64
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Ti. plnl. Mrl Fritsch und den Fobrik-s Chemiker August 93dcn<nii> au- Spreng
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die gemeinsame Beratung deS Ge- Trimborn-Stresemann-SeÄf'e' über
Institut btreftor l m gen.
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Kirche und Schnle.
Aus der Wetterau, 17. Dez. Ick
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„Un& Sie haben mir.auch sonst nichts — gor nichts rnitzutcilen, $>err Toltor?"
„Nein, gar nichts! Biel eher erwarte ich von Ihnen ernt Eröffnung La -über, ob ein Berdacht gegen mich vorliegt — und roeirbcr."
Er hatte einen energ.schen Ton angeschlagen; aber der üktrnte blieb unoerä dert gleiclunürig.
„Darauf zu antroortai, würde die Grenzen meiner Befugnisie überschreiten. Ich hatte lediglich den Auftrag, Sie zu befragen. lind rvenn Sie mir, wie Sie sagen, weitere Mittrilmrgen nicht zu machen haben, ist mein Auftrag erledigt/'
.Als er gegangen war, trat Oswald Germering an das Fenster und blickte aus die Straße hinaus. ES mußte ihm auf fallen, daß er den Lommchar
angenommen etzes. Gegen Bedenken.
Es folgt etzentwuries
3 serieh ßitei
Falknerhause vorgegangen fern mag, habe uh nicht die geringste Kenntnis."
„Standen Sie nirfxt in sehr vertrauten Beziehungen zu der Familie?"
„Nein. Ich war seit kurzem der Arzt des Derrn Falkner, und zeittvellig auch der seiner Schwiegertochter. Tas war alles."
Immerhin müssen Sie an den Bewohnern des Dauses Interesse genug gelobt haben, um sich Gedanken über den rätselhasten TodrSfall zu machen." ,
„Gewiß. Aber ich fühle mich nicht verpflichtet, diesen Getanken Ausdruck zu geben."
„Wollen Sie sich auch dafür aus daS Berufsgeheimnis beziehen."
„Nein, ich berufe mich einiach auf daS Reckst ledes Menschen, seine Gejaulen für sich zu behalten." .
„Auch wenn Sie durch Ihre Ans prache dem Recht und der Gerechtialeit ei ten Dienst erweisen könnten'? Ich will offen erklären, datz es ,!ch nick>r mehr um die Entscheidung der F.age handelt, ob der Tod der jungen F^u ein natürlicher oder ein gewaltsamer war, sondern nur noch um die Feststellung, ob ein Berbrechm. ein Selbstmord oder auch nur vielleicht eine verhängnisvolle «er- wechslung von Gift und Arz-nei vorli gt Es wäre unter diesen Umständen möglicherwei^c schon von großem Wert, wenn Sie uns aus Ihrer Kenntnis der Bersto b.men An.a.stspu-.kte ü de Ama me eines Selbstmordes yu liefern vermöckt.n S.e hüben sich ja, wenn ich recht berichtet bin, gegen den Gatten der Berstorbenen im Sinne einer solchen Vermutung geäußert."
„Ich labe auf die Möglichkeit hingedeutet — weiter nicksts."
„Obwohl Sie doch damals noch an einen na- । türlidja Tod glaubten?**
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Die Zalkner aufLmüenhöhe
Roman von Reinhold Ortmann.
Rede des FrnanrimnisterS, in dem er dem Personal des Fi ianzminisreriumS Mangel an Sackk nnh i? oorgtwo.fen hatte, lebhaf'en Protest unter der Beamtenschaft hervorrief, <uu* Mabmmg.
Abg Tr Röslcke (D-Ntl) stellt fest, daß die Landw-.nschast keine Wünsckie habe, die ite außerhalb des RahmenS der grwöbnlichen Gesetz gebimg befriedigt zu schm wünsche
ReichSfinmiz-minisler Dr. W r r i h betont, daß gerade au? landw.rtschastlickxm Kreisen Wünsche an die Regierung beiang:treteii seien, an der tk- roertung des Grundbesitz.S festtzubalten, wie sie bisher jich beroihrt hätte. Alle anbeten Parteien litten sich ebenfalls g gen den Borschlag des jöerrn Delfferich aurgeiprodxn.
Abg Dr Riesser (T.^Dp.) tritt nochmals ür die im Antrag Becker-D«sscn geforderte Ber günftigung bei der Veranlagung ein Für eine Zwang Anleihe mären wir fenrer Zeit nur in Verbindung mit dem RrichsnStopfer gewesen. Deute sind ivir bagegm.
ReichZsiuanzmi sister Dr Wirth würdigt daS Entgegenkommen, das bi: Parteien trotz ihrer schweren Bedenken der Regi.rung ettoiefen und dankt ihnen dafür. Dem Antrag Becker-Hessen werde er in seinem zweiten Tell, der eine Deo- günstigimg bei der Veranlagung fordere, zu stimmen, waS ja eigentlich selb stvrständl ich sei Der
Abg. Leuthäußer (T. Dv.) begründet den Koalitions-rntvag, der nach unerheblicher Debatte nntb, desgleichen der Rest dcS Gerne sofortige dritte Lesung bestehen
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nicht aus dem Danse treten sah. Aber seine Gedanken verweilten nicht lange bet diesem befremd^ lichen llmitxmb. Tenn er war Diei tiefer erregt, als er es dem Besucher gezeigt hatte. Erregt und zornig, nicht aus 'den. der ihn pflichtgemäß trtt einen Missetäter ausgef agrt hatte, sondern zornig aut sich selbst. Tenn er haßte die Ihnvabrbaftigfrit, und er emoanb es als eine schvere Demütigung, daß es hier keinen anderen Ausweg für ihn geben sollte als den der nackten, bewußten Lüge. —
Ter Neustädter Kriminalpo.'i i"t hatte tn bet Tat das Doltorhaus nickst verlassen, sondern war durch den Hinteren (Smrang in bm Ladenraum der Apotheke getreten, tn dem, wie vorlstn bei seinem ersten Besuch, nur der semmelblonde Gehille hinter dem Berkausstische stand.
„Ist Derr B miet tnpvischen zurückgekehrt'^ fragte der Kommissar, und er erfjielt eine bejabenbe Antwott.
„Derr Brandt ist soeben gekommen. Gr befindet sich nebenan in seinem Wohnzimmer. Soll ich ihn rufen ?"
„Tanke — nein. Ich werde chn dort aur-< suchen."
Er klopfte an und trat auf die heiser tfin* genbe Ausfocherung ein.
„Guten Tag, Derr 2hanbt! Ich bm der Sti- mmalkommisarius Weiland aus Neustadt. Hier ist meine Legitimation."
Ter Apotheker warf einen flüchtigen Mick auf die Karte und nickte.
„Sehr angenehm. Ich gestehe, daß schon längst einen Derrn von der Polini erwartet hatte. Sie sehen mich ganz zu Ihren Diensten."
(Fortsetzung folgt)
Kassel, 18. Dez. (Wolf ..... vor der hiesigen Straf k glaublich wüsüe Szene ab. Aut der Anflagebank saßen oersch.ebene Peronen, bie sich roegei schwe--
Rücksicht auf die Geschäftslage jebe Polemik ab Denn die Landesversicherungsanstalten tyu*< fein Deld mehr haben, so liegt das daran, baß sie in Verfolg der Helsferischen Politik Kriegsanleihen biS ra 25 Milliardeu Mk einzahlen mußten.
Ter unabhängige Antrag wirb abgelehnr. Der Antrag selbst wird sodann in »weiter mti> dritter Vefung angenommen
Es folgt die zweite Lefmtg deS Gesetzentwurfes über den Erlaß »on Forderungen für die Zwecke der Uebergangswirtschait. Da b.i Entwurf nach der Auffassung des Reichsrats eine Dersassungsände- rung bedeutet, ist Zwribritttlrnehrhrit erforderlich zur Annahme.
„£xxtten Sie denn auch das Morphium in
1 Iflfran Besitz'?"
I „Io. Ich besaß zufällig eine Herne Quantität Kwon. Und ich betone nockzmals, daß die der I ncrutxi Balarianae hinzugefüg:e Tosis ver- ifln>inbenb geringfügig war. Don einer frunt- rxdjenben oder gar einer tödlichen Wirkung batte K dann nickst die Rede sein können, wenn Frau ^lkner den gesamten Inhalt des Fläschchens aus K imal zu sich genommen hätte. Gestatten eie mir iSrigenS bei der Gelegenheit eine Bemerkung, !.-n Kommissar.' Ich habe Ihnen bisher auf alle jre Fragen, auch auf die betremdlichsten^rntlig .ttwort grg.ben. Aber nachdem de ^fcfmgung mchr und mehr zu entern richttgen Verhör zu wer- ben scheint, möckste ich doch endlich willen, ob ich | fair ctaxi die Rolle eines Angeichullitten oder 8irbächt:gen spiele. Bor allem wünsche Ln iuer» fahren, welches Ergebnis die geri.ist.tM Leichen- ö-nmig gelabt hat Es ist l'r.möglich, daß ich Anen dann wertvollere Auskünfte geben konnte
„Ich bedaure, darüber keine Mitteilung machen lu können. Mein Auftrag beschränkt sich auf die F ß^ststellung dessen, was Sie über den Tod der iyrau Falkner m'd ferne Begleitumstände wissen. An- gsiommen, die Sektion hätte das Borlaiidenscin tries tödlichen Giftes im Körper der Verstorbenen tegeben, wie würden Sie sich das erklären'?"
„Es würde mir an feder Erklärung fehlen. Ich fajte Ihnen bereits, daß ich Frau Falkner schon * mehrere Tage vor ihrem Dinschcioen nickt mehr Mchen unb gesprochen habe. Ban dem, was tm
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Bezug auf die in letzterer Zeit sich mehrenden Nachrichten, daß Nichtlehrer jetzt Organisten- dienst versehen, kann mitgeteilt werden, daß in Enzheim schon mehrere Jahve Mühlenbesitzer König dort und in Ranstadt Fvau Piarrer Wals schon längere Zeit regelmäßig die Driel spielen. I" einem anderen Kirchspiel des Dekanats Nidda ist
die beschleimigte Deranlaguni und Erhebung des Reichsnotopsers und beS G -setzentwurfes Müller- Franken — Burla^e =* Schn-) Bromborg - Dr. Becker-Hessen-Denke über die beschleunigte Veranlagung zum Reichsno'opfer. Hierzu liegen vor ein Antrag Dr. Decker-L>essen zu 8 1 unb ein Antrag öelfferich, der ans eine Verlängerung der Zahlungsfrist ftrnarbeitet.
Abg. Delfferich ^T.-N.): Unser Entwurf, mit dem wir mir solange zurückgechalten haben, um der Regierung den Bortritt zu lafen, sollte das Doppelte dieser Vorlage bringen. Der Gedanke der Zwangsanleihe ist so viclversprechenb, daß wir uns heute schon unmöglich aus diese Vorlage sestlegen können Anderers.'i's werben hie kleinen Rentner durch die Vorlage schwer geschädigt. Der Antrag Dergt bringt gegenüber der Vorlage weitgehende Verbellerungen
Reichssinanzminister Tr. Wirth empfiehlt die Annahme der Vorlage der Regierungsparteien. Reichsbankpräsivent Davenstein hat für die Zwanasanlerhe gesprochen STber keine Partei hat die Kvnseguenzen bavaus gezogen und eine ZwangSonleihe gewünscht. 2arum lag für die Regierung kein Anlaß vor, einen Entwurf bett, die ZwangSanleihe einzubringen. Tie Regierung besteht, nne schon Staatssekretär Mösle gesagt hat, auf ber Annahme bes 81- Eine Neuordnung der Grundsätze, die sehr eingehend sein müßte, hat mir der Annahme des Paragraphen an sich nicht- yu hm. Ten Antrag Becker-Dmcn bitte ich abz-ulehnen, wonach ber Steuerhllich- tige die Vergünstigung (vorgesehene Tcilzahlungf schon im DeranlagungSverfahren in Anspruch nehmen dan unb wonach die Vergünstigungen auch eintreten, wenn nicht bloß die F>?rtfsthrung. sondern auch die notwendige Weiterentwickelung des .Betriebe- Schorrung des Kapitals erfordert.
Abg. Tr. Becker- tvffrn Vp': Im Au sfmst waren a 1 P rt ie g eichmä i crnstha t bemüht, den Entwurf zu verbcs,er,>. ~oir haben daS Reichsnotopfer von Anfang an bekämpft, natürlich also auch die vorliegenden Verschärfungen. Ter Redner empfiehlt seine Anträge, die der beut- scheu Wirtschaft helfen sollen unb werden. Wir wollen aber alle Bedenken Mrückstellen, um die inneren Schwierigkeiten nicht ju vermehren.
Abg. Dlunck (Tcm.): Wir haben eingesehen, baß Geld in die Skiffen kommen muß und daraus haben wir unS aus den Boden der Vorlage gestellt au5 finanziellen Gründen Derr Delsse- rich will nunmehr alle Vermögen, die sich aus den Bodenbelltz stützen, nur zur Dälste heranziehen. Ta ist doch unser Antrag viel weitgehender unb gerechter. Andererseits geht unS der Antrag wieder zu weit.
Abg. Tr. Braun (Soz.): Wir haben an sich nichts gegen eine ZwangSanleihe. Aber Zwangsanlerhe heißt Dankerottansage. Warum Hit sich der Minister des Aeußern nicht im Ausschüsse geäußett, daß man diese ganzen Verhältnisse vom Gesichipunkt bet Schonung ber Kapi- lalisten aus betrachtet? Wir brauchen ein Gesetz, daß fein Gut teurer verkauft werden darf, als es xur Steuer veranlagt ist. Tas nrito allen Schwierigkeiten ein Ende machen. Wir werben für oie Vorlage der Koalition-Parteien stimmen, die sie nachher selbst haben fallen lallen.
Abg. Denke <USV): Derr Delfferich ist das Muster eine- OpposiZonSredners. Wir werden uns bemühen, von ihm zu lernen. Aber wie er, oer uns die Schulben eingebrockt bat, ber die Steuerkraft ber Bourgeoisie stets geschont hat, da- ni kommt, hier auszutteten, wo wir von ihm Rechenschaft fordern müssen, ist uns unfaßbar. Ihm gilt unser schärfster Kamps. Zweifellos werben die Dclsferiche sich bemühen, Mittel zu finden, das Gesetz zu verhindern. Als Redner von einer Leichtfertigkeit Dclnenchs spricht, erfrilt er vom Vizepräsidenten Tietrich eine Rüge
Vizepräsident Dietrich erkill bann dem Abg. v. Gräfe, der durch einen Zuruf bei der
„Derr Achmi Falkner sprach so überzeugt von einem an feiner Frau begangenen Verbrechen, daß ich es für zweckmäßig hielt, auch auf jene andere Erklärung ausmcrllam zu machen."
„Dal Frau Falkner Ihnen gegenüber femalS Sclbstmorbabsichten geäufarrt?"
„Nein. Um Ihnen iedoch die Mühe weiterer Fragen zu ersparen, füge ich sogleich hinm. daß ich über alles, was ich in meiner.Eigenschaft al- Arzt von Frau Falkner gehört habe, die Auskunft verweigere."
9hin, Sie könnten ja auch durch eigene Beobachtung diese oxr jene Wahrnehmung gemacht Haden. Könnten sich -um B-ispiet ein Urteil darüber gebildet haben, oj das Zusammenleben des jungen Ehepaares ein glückliches oder ein unglückliches zu nernten mar."
„Man hat mir keine Gelegenheit zu derartigen eigenen Beobachtungen gegeben."
„Sie erklären alio, nichts darüber yi willens „Ick erkläre, daß ich mich dazu nicht äußern
r e n Einbruches zu verantworten hatten. Als ber Staatsanwalt gegen bei taten ber Verbrecher drei Jahre ZucksthauS beantragt hatte, sprang dieser plötzlich über die Brüstung, ergriff einen Stuhl und wollte damit auf bat Staatsanwalt enifchlagen. Stürmische Szenen fhielten sich ab, bis der sich wie rasend Geberdende überwältigt werden konnte.
Gietzcncr Strafkammer.
Gießen, 17. Dez. 1920.
Die heutige Sitzung war kurz: fast alle Sachen fielen roeg.-n Erirankung von Zeugen oder aus anderen Gründeii aus.
AuS ber Strafanstalt Freiendiez vory?führt erschien der Gärtner Enril Schulze. Er verbüßt zur Zeit eine fünf-.'htsiähri»: Auch'haussttafe, w^ril er einen FörsLr, brr ihn beim Wildern ertappte, niedevgesckwfsen hat. Drute hat er sich wryen eines Rückfalldievstahls zu verantworten, den et an November 1919 in Vilbel begangen hat. Er ist
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X^niefaiinn 18503 L. Altfa MW in ober nokbnte» Ätflbt In du Jfa J wiegen, nonijir- obn mit 8--. ,- gOlfllltlllfuiti,. GinlamlllfnlnlbJ Vage Mm-,,- ’> vierte» mit garten geben werden M teil mit äuimtäi E. Cberniditt jf bnra.straitkn
Deutscher Netchstag.
>0 Sitzung, Demr.tiagö 9 Uhr.
Berlin, 18. Dez. 1920.
Das Daus genehmigte in allen drei Lesungen ! Gesetzentwürfe über die Ein- und Ausfuhr ■<cn K^ri g.material, über die Verlängerung des ^iragcaphen 105 des Betrvbsräb gesctzes (S)inau5 <i?bimg der Frist für Erlaß des Fincnr.jgesetzes n einen Monat) unb über die Verlängerung der ^ajährungsfrist dcS See. V-nficherunKsrechtes und | hd dann in die zw-ite Lesung des Pensionsgrsetes I tB Der Gesetzentwurf will 50 Prozent her Tiste- (7'» iwsckren den Bezügen der Alt- und Ncupen isnäre gewähren D-r Ausschuß will Alt» u"d r d Neu Pensionäre völlig r l -ichs-ellen. Der Be ulterstat^er, Abg Dr Kulz Dem. sieht für ;re T rf*" m»irrung feinen Anlaß. Wenn man iurcn wolle, soll man nicht bei den Ponfionären Ir-fansen.
Geheimrat SiH er: Auch dr? Regierung bat j. mi Tilleccnzierung mir aus sinan iellen Gründen >egeschlagen, da wir schon eine Pensionslaft von ■i br als 7y< Mlllbirden zu tragen haben. Die nchslellung der Pensionäre bedeutet aber eine :5flabe vo 1 500 Millionen Mark. Wir bitten, • ie neue Belastung erst dann in Erwägung zu „>hen. wenn sich unfeoc gesamte Lag? gebefert hat
Abg D 0 ch tritt für den Ausschußan rag ein d erklärt fick gegen den Anttag der Unab» /tiffigm. für die Familien ber Än, gstellnehmer -ie Milliarde b-o-itzaistellen, da wir di ser sinan- itiÜen Jnanspruchnihme nicl;t gewachsen sind.
Abg Gu6rard (Ztr.) schloß sich dem an n» verwies besonders 'auf die Notlage ber Dffi» nerc
Abg. vonGallwitzsD ^Ntl) begründet den ^tschnationalen Antrag, die >Kampftzulage un- [ imhem'flid) weiter zu gewähren.
Die Koalitionsparieien beantragen ebenfalls ( Absatz 3 und 4 des Paragraphen 1 (Anrech- r ng des ErnkommenS auf die Pension) eine Be- üirmimg einzufügen, wonach bis zum 1. Ittli '?21 rin Gesetzentwurf zur Ergänzung des Ruhe- uraltes und deS .PerforaungSgesetzes vorzulegen M ff- Geheimrat Siller spnach sein Einverständ- » ti j mit d esem Antrag auS, desgleichen Abg.
-eicht (Barer. Vollsparteil. Abg. Most (D. betont, daß seine Partei schon während oer - iLsschus-beratun^en für die Stveick-ung des Ab- L itzes 2 und 4 ringet orten sei, daß sie den Antrag I fvllwih imterstütze und sich gegen den 'Antrag der | Chrfcn erflä^e.
M g Säldmann (USP ) erklärt, gegen den ) rtzialistischen Antrag zu stimmen, bar eine Kür- jirjig des Ruh-gehalt s bedeute, da er schon eine Moz'mg der Bezüge bei rinem Einkommcn von I? OOO Mark eintreten lasse, wäh-end der Aus- ! chußantvag diese Wrznng bereits bei 8909 Mark j: cutteten lasse Er begründet den imabhangigen ■ Cnirrrg auf Berritsell"ng 'iner Milliarde für die Bittnrilien der Sbiegdtrilnchmer. '
Nachdem Abg Dr Külz (Dem.) sich auch !ir den Anttag Gallwitz misgesp-ochen hatte, er- 6-rt Reichsfinanzminister Tr. Wirth, auch ihm f krscheine der Übitrag sympathisch. Doch sei es jj mutralich. ihn in das Gesetz aufzunehmen. Er | lefcürfe viesimchr einer -sorgfältigen Vorprüfung. I flan einer eigentlich-n -Sfampfzulage könne keine Msfetde fein. De Dew lligaing^freudigkrit deH DausieS, "iie zu den 9C0 Millionen Mark noch 500 Millio- ; rnt htrtyigef gl hole, enrge in ihm die Hoffnung, ’ sitz, wenn nach Weihnacksten dem DMife die Rech- 'irng vorgelegt werde, cs dann bereitwillig auch jj Hk neuen Sten-nvorlage ^stimmen werde.
In der Abstimmung werden die Absätze 3 ■ nrb 4 abgelehnt und die Ausschußfassung ange- ■'mutrn. Der Antrag Gallwitz wird abgelehnt V I f wird gestrichen Der Rest des Gesetzes wird ■ h der Ausfch (stfallung angenommen, desgleichen B laü ganze Gesetz, ebenso in dritter Lesung.
Es folgt die zweite Beratung des AnttugeS D üntlicher Parteien, mit Ausnahme ber äußersten || sinken, zur Linderung der Not unter den Mein- |r mtnem Maßnahmen zu treffen, den KnappschaftS- 1 1 itncm, Witwrn und Waisen eine Beihilfe zu 1 enn^ren, om Personen, die Renten nach dem j C>e-csicherungsgesetz für Angestellte beziehen, eine ? ni zeroweistlichc Beihilfe zu sichern, um der Not- igc per Landesversickierungsanstalten abzuhelfen.
Maßnahmen sollen mit oem 1. Juli 1921 in ffcift treten.
Tie Unabhängigen benntoagen demgegenüber, 1 Nrf die Rentenempiänger 1. sofort eine einmalige I Z-irtschaftSbeihilfe, 2. eine laufende Beihilfe er- [ ^::tcn s'llen Für die Wirtschaftsbeihilfe wird 1 irv Milliarde zur Verfügung gestellt. Tie lau« 7 itnbe Beihilfe beträgt für Inva'iden und Alters- ii: '«ter 50 Mark monatlich, für Witwer und k irnen 40 Mk., für Waisen 20 Mk.
?lbg. Puchta (Komm.) begründet den unab- ■ icTigiqcit Antrag.
Abg Meldenhauer (T. Vp.) lehnt mit
Wunsches cm weisen.
Damit schließt die Generaldebatte. ES folgt die Sinzelberatung bei Paragraph 1.
Tem Mg. Cberfobren (D. Ntl.) gegenüber erw dert Rcick-Ssimrizmrni.'ter Tr. Wirth, nenn der Vorredner verlange, et solle sich btetlrin stellen und gleicham als Wrihnacktsgeschenk für das deutsche Volk ein Beit»immimgSurteil Über die Steuergeletzgebung aeisfprrchen, so gebe er sich einer Täusckiung hin. Seine al'g m i.ien AuS ührungcn hätten gar nickjt mißver landen werden tönnen
Ter Antrag Delfferich wiod darauf gegen die Sttmmen der Teutschnationalen abgelchnt.
Abg. Becker- Dessen (D. Vp । zieht mit Rücksicht aut die entgegenkommende Erklärung der Regierung lernen Aittraa zu 8 1 zurück. Ter Absatz 2 (Vergünstigung bet der Veranlagung) wird angenommen.
§ 1 wird sodann angenommen, desgleichen der Rest deS Gesetzes unter Ablehnung der weiteren Anträge Delfferich.
Abg. Tr. Leicht (Daher. Vpt.) beantragt Absetzung deS Antrags A/erhoL auf Ailtzerkrall- iebung der von der bayerischen Regierung getroffenen Ausnahmeregeln und der Jnttrpellation Adckl-otd b:tr. Au nähme der b trfomatifchen unb nnrtfdxiftlicbcn Beri Hungen zu Rußland.
Die Abgg Müller- Franken (Soz.) und L e- beb0 ur (USP.) protestieren gegen die Absetzung.
Abg. Leicht ^Doner. Vpt.) bezweifelt die Beschlußfähigkeit des Lauses. Tas Bureau des Reichstags äußert sich in dem gleichen Seine.
Inzne scheu tvrt der Abg. Ledebour namentliche Abstimmung über btt Absetzung ber beiden Gegenstände von der TageSochiuna bcantiagt. Durch Namensaufruf wird festgestellt, datz 177 2kbreordnete a.iwcsend sind. Tas Daus ist also be- fäf^ußunfähig
Nächste Sitzung Mittwoch, 19. Januar, nachmittags 2 Uhr. Tagesordnung: fitrtnere Vorlagen, Kriegsschädenaesetz usw., den heute abge- sctzten Antrag und d.e Interpellation btt Unabhängigen und andere Jntcrpellattoue».
Schluß gegen 5 Uhr.
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ein Mädchen aus dem Psarrdorf als Organistin ausgebildet worden.
o Obe r-R oSbach v. b. D, 18. Dez Unsere Gemeinde bat nun auJ) 3 neue Glocken und damit nrieb:r rin volles Geläutt erhallen Die von Rinker-Buderus in Wetz'ar gelieferten Glocken haben zusammen ein Gewicht von nahezu 50 Beutnern. Ter PreiS beträgt runb 42000Mk
O Gedern, 17. Taz Eine schlichte Gedenkfeier deS 15 0. Geburtstags Ludwigs vBeethoven fand am 16 d. MtS. in der hv^ finen Privat-Dollrplanei Schule fritt. D r Schul leitet schilderte Dettlwvnis X'e'e.iS aut mti> gab eine Würdig'm^r ber P-rsönlichb.it und ber Werke des großen TrüibichterS.
-f- Gebern, 17. Tetz. Die hiesigen Schulen mußten heute bis auf weiteres wegen Schar !a ch geschlossen werden. BiS letzt sind 10 Fälle dieser Krankheit beSonnt geworden.
Spielplan der frankfurter Theater.
Opernhaus. Dien-tag^ 21 De».: Der Schatzgräber. Mittwoch 22 Iphigeri^ auf Tauris. TonnerStag, 23.: Ameltn oder: Ein MoSken- hnll. Samstag, 25.. nachmittags 3 Uhr: Prttizetz Tausendpäi dchön Abeichs 6l/> Uhr: Tannhäuser. £oraitag, 26., nachmittags 3 Uhr: Printz^ß Tau- sondhäiidchen. ?lbeichs 6'/» Uhr: Ter Roienkavalier. Monbag, 27., nachnitto-s 3 Uhr: Prinzeß lau* sendchändchen. Abds. 7 Uhr: Cavalleria rufbetma. Di raus: D-r Da, v* DienSbag.2L. nachnr. 3 wv . Pri..tzeß Tau'endhLrrihen STbüibd 7 Ufr: ®mdia ober: Em Maskenball. Mittwoch, 29.: Tie Meistersinger von Nürnberg. — S <ya u > pi e lh a u S. Dienstag, 21. Dez.: Der Marauis von stritt», Mittwoch, 22.: Ter König der dunklen Stamm er. TonnerStag, 23.: Robert und Bei tvam. Samstag, 25., nachmittags 3 Uhr: Alt-Deidelberg. Abends 7 Uhr: Maß für Maß. Sonntag, 26 . nachmittags 3V» Uhr: Neunzechn-hundert-neunzebn! Abend« 7 Ühr: Robert und Bertram. Montag, 27.: Robert und Bertram TicuStag, 28.: Peer 9ynL Mittwoch, 29.: Judith.
dort in bie SBobmawr eines Eifmbahndeamten gestiegen, bat BchälMisfe erbrochen unb mrtrttr< Uhren, Broichci' usw flestohl-n. Er rst i« oollart Umfang geüanbig und erhält tm Dmdlick auf seine zahirrri, n Borivrusn 1 Uhr 6 Monat» Zuchthaus und 5 Jahve Ehrver^rst.
Der achczehm ibruge Denn ruh LelAwer md Friedberg nennt sich, wc mancher seine-gleHch», „Arbeiter", obwohl er all-^ and re ebrr tut, als arbeiten. Trutz seiner IuicBcnd ist er nrgr.i .Wrper- Verletzung, roer.en stt t lichbrit: verbrechens und metrrfach iveyen Tüebstohls oorbefuraft Die-mal lebt er vor Gericht, weck er zusammen mit dem unbestraften) Arbeiter K Sch. aus Friedbeug in die Stallung des Garnifonslommandos m Frick> berg eingestiegen ist. wo sie elf Säcke, zwei Tecken, einen Rrgnmumtel, Berbmidmatte, Duschmiere usw. stahlen. Um ipve Schuld adzu- tchivächen, Deriudxm br? b iben allerijci Äu-ifl jchbe, werden aber emwandtvri jiberfütirt. Lehmer erhielt mit Rücksicht auf fehle Vor^stmsen 1 .
6 Monate Ofesangnis: Sch. 61m nut 6 Monaten' davon Betten wurde die IsiucriuchungShaft auf- gerechnet
Ferner wurde eine Reihe falscher Fünfafa»- 9JZarf^Sdrme eing>.tzogen
L)oci)fchulnachrlchten.
Fd. F r a n 1 f u r t a M , 18 Tez. Die rnedt- zmische Fakultät der Ibiioeriität Frankfurt a. M hat bie Würde eines Toktors der Zanbrillunde ehrenhalber verliebe» an: Zachnarzt Cho Riechel« mann aus Frankfurt a. M., den Abteilungsvor- steher am hiesigen zahnärztlichen Unrver ität>
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©dirlliL Sir 13462 on ben StinS ji® mit Wörtern, verloren- 021173


