liedenes
Verjjji
i -b.
VM
ist
ein
6i der
**erer
5630D
"Ichklid Udjt etriii: [le mit. 09-270 . Mtl-
LM «WM ZkW , n>«»y‘$r«‘ ME MA «SiTä: s^verlstt^^.
fMl ü
&Co.
Stf
roiiroe schöne Srschum etwas Ler^ laes'branvA
>m Herrn rwe-» .1 bekanntwen M den. M°>n ni»l EL M&JÄ
> ei® / Te** ‘de- 11 >
Übttnetimen. i HL oorkSckr. ijDmkOui.
U ^deivnvcri "AN°S t «s gieyW^L
TÄ ässö ZK« > LerickwUU
an den^—-7
dtmiei beybL ilo, s. and. Noll' Vollen..^anniil jse.i.rausck«e- lb.«n.ÄnAua'ton
■(Mi'ielb- __ jrwfl4J-W,fr n ©tegffl ile elih*«-- . ei. Win«1,
Bote noch ju en ihn, i “rt a. n., cschgrabro 16. ‘rtetttig tu itbmiePUlto Sekumrtr, ÄSerft ockh.u. Meyer h die Plii! in- udlui. Will- nrus M ,« iletel, Aing, iu taufen M Ingebote unt en tzteg. An».
nuSM vigemiU i Hessen oder :üddeuischland u vnchlen ober arten gesucht, beilöt prall, iche fienntnifc ne Sapiialin später mehr Ingebote unter nGietz-Anjelg
Hr. H? Stoettes Blatt Eiehener Anzeiger (General-Anzeiger für Dberhefsen)Donnerstag, 2°. Mai 1920
tragt tut-
Reichsarbeitsminister Schlicke: Der Frage der Verschmelzung der Arbeiter und Angestellten- Versicherung sind wir noch nicht näher getreten.
Der Antrag Hoch wird abgelehnt. Die Vorlage wirb in der Kornrnissionsfassung mit einigen unwesentlichen Aenderungen angenommen, ebenso in dritter Lesung.
Zweite Beratung eines Gesetzentwurfes betr. Aushebung der Militärgerichtsbarkeit in Verbindung mit dem Gesetzentwurf betr. die Stellung der Heevesjustitiare. ,
Nach einem sehr ausführlichen Bericht des Abg. Dr. S ch ü ck i n g (Dem.) über die Ausschuhverhandlungen teilt Präsident Fchrenbach mit, daß die Opposition der Rechten bei der zweiten Lesung des Gesetzes feine Schwierigkeiten mache, dagegen gegen «eine dritte Lesung am morgigen Tage Widerspruch erheben würde. Es sei aber unwahrscheinlich, am Freitag vor Pfingsten noch ein leschlutzsahiges Haus beisammen zu haben. Das wäre dann ein unrühmliches Ende der Nationalversammlung.
Abg. Löb« (Svz.): Meine Partei ftntl das wichtige Gesetz unter allen llmfl&nben durckchevaten.
Abg. v. Gräfe (Ttschntl.): Bei her Wichtigkeit der (siegenstände können wir auf die gesetzmäßigen Frästen zwischen den Lesungen nicht oer- ziÄen.
Dbg. o. Payer (Dem.): Die Rechte will bae Notlage des Hauses ausnutzen.
Hierauf wird gegen 8 Uhr in die Beratung der Vorlage eingetreten.
2lbg v. Gräfe (Dtschntl.) tritt für die Militärgerichtsbarkeit ein und begründet eine Anzahl Eventualanträge auf ?lbänd rung des Ge etzes.
Abg. S t ü ck l e n (Soz.): Der G üBentrouri entspricht der Verfassung und diese ist der Ausdruck des Dolkswillens. Mil der Verhinderung ber Annahme des Gesetzes würde die Rechte nur nne Galgenfrist gewinnen.
Abg. Meißner (Dem.): TieMilitargertchts barfeit Txit höchstens im Kriege oder auf hoher See Berechtigung. Wir wollen eine auf dem Ehr- gefÜM des Soldaten aufgebaute Disziplin. Auch
Deutsche Nationalversammlung.
176. Sitzung.
Berlin, 19. Mai 1920.
Präsident Fehrenbach eröffnet die Sitzung ton 3 Uhr 20 und gedachte dcs verstorbenen Abgeordneten Wurm (USP.), zu dessen Ehren sich tne Abgeordneten von ihren Plätzen erhoben.
Zweite Bwcttung des Getotzenttvurses über die steuerliche Behandlung der im R^icksausgleichs- gesetz und im CnleignungSgcfetz geregelten Ansprüche und Verblndlrchtz.iten.
Abg. Schiel'e (Ttschnatl.): Die Tvagiveile des Entwurfes ist seyr groß und jum Teil eine Lompensatinl des Ausgliicksge etzcs. Insofern müßte eS angenommen roerixnt. Etwas anderes ist es mit den Bestimmungen, die die Entng- mmg betreffen. Sie enthalten große Ungerechtigkeiten.
Abg. Dr. Becker-Hessen (Dtsch. Vp.) bc- grünbet die Anträge, welche die Interessen o.'r AnSlandTdeutsckien sckmtzen sollen.
Reichsfinanzminister Tr. Wirth: Die Ab- äniwnmgvn d s Ausschußes hiben für die Regierung die Grenze des Möglichen erreicht, dock will die Regierung ihnen zustimmen. Die Anträge Dr. Decker sind aber munmrhmbar. Die finanzielle Not des Reiches ist so groß, daß wir mcht alle Ungevkchtigstnen, die aus dem Kriege bn» stammen, von rechtsw gen weder gutmad.cn können. Tie schwebende Schuld des Reiches steigt im Monat um 3—4 Milliarden.
Abg. Wald stein (Dem.stimmt dem Minister bei,
Abg. Schneider-Franken (Bayr. Dpt.): Wir stimmen dem Antrag Becker zu.
Nnterstaatssekretär Müller vom Wieder- anfbaumi; i i fter rum empfiehlt die Atm ahme des Ge- Ks, weil bei dessen Mlehnung die Auslands- tschen die Leidtragenden seien.
Der Gesetzentwurf wird nach weiterer Debatte «ach den Vorschlägen des Ausschusses mit einer Abänderung gemäss einem der Einträge Becker, welcher liQubterte landwirtschaftliche Unternehmen in das Gesetz einbezieht, angenommen. Der Gesetzentwurf wird auch in dritter Lesung angenommen.
Zweite Beratung der von den Abg. Schneider- Sachsen (Dem.), Gielsing (Z.) und Gen. ein gebrachten Entwurf eines Gesetzes über weitere Äusdeh- ramg der Bersicherungspflicht in der Angestellten- Versicherung.
Abg. D o ch (S.) beantragt, die Grenze der VersicherimgSpflicht statt auf 15 000 auf 25 000 Mort festzu setzen.
Abg. G i c s l i n g (Z.) bittet, diesen mit unbegründeter Plötzlichkeit gestellten Antrag abzu- tojncn, ebenso M>g. Weilhausen (TemJ, der den Antrag Hoch aus SBaHagitatton zurückführt.
Abg. Dr. Mumm (Dntl.) hält ein Herauf setzen dec Bersicherungsgrenze für zweckmäßig. Ter Äntvag Hock sei aber agitatorisch.
Abg. Tr. Jost lD. Vpt.) betont, daß die Deutsche Volks Part ei schon im vorigen November die Heranfsetzimg der VersicherungSgvcnze bean-
DrSzchlmar-Strafen müssen fein. Mn-r eine MlIttargerichrSbarkeit ist nicht nötig Sie b.-nrt)t auf aner Urbertebima b s Soldatenslandes (Unruhe und Lachen rechts.'»
Abg. Seeger (Unabh.- beantragt eine Reihe twn Abänderungen der Ausschubb.fchUisse, die noch lange ferne bei nehmende Umgestaltung dcS Ge- nchtswcsens beim Militär barstetlteu.
Ern Regierungsvertreter bittet, diese Anträge ab^uk'bnen.
^bg. Schnei der-Franken (Bahr. Bolksp.) Itunmt dem Gesetzentwurf zu. ©einer Partei lägen aber dabei politische Motive oder ein Mißtrauen gegen Mannschaften und Offiziere der Reichswehr
Paragtxrph 14 (Beantragung von Strafen bei Mrlttärstrassachm > wird gestrichen. Der Otosetzent w»lrf betteffend die Militärgerichtsbarkeit wird im übrigen nach den Beschlüssen bä Ausschusses an genommen, ebenso dasjenige betrtffarrb die Heercs- juftiharc.
Tas Haus erledigt hierauf eine Reihe von Pett turnen.
Morgen 1 Uhr: Interpellation Löbe (Soz.) wegen bet Verwendung farbiger Truppen im besetzten Gebiet und andere Interpolation^
Schluß V>11 Uhr abends.
Gericht-saal.
Die Bttrnttenetgen schäft der A.- und S.-Räte.
)( Marburg, 18. Mui. Die schon ost umstrittene Frage, ob die A- und S.-Räte als Beamte im Sinne d?s Gesetzes zu gelten Ixitten, kam heute vor d.m Landgericht eingehend zur Sprache. Ein junger Feldzugs.c-i.'nelMer nur im Mai p. Js. von einem Mitglüde des A - und S.- Rates 'mit einem großen Paket Fleisch abgefaßt irorben. TeShalb und weil er Widerstano geleistet, hatte ihn das Schöffengerictst mit einer Geldstrafe von 80 Mk. bedacht. In der heutigen Berufungsinstanz machte der VerteDigcr geltend, die A - und ^.-Räte hätten ja eigentlich gar niete als Beamte, wie es das Gesetz vorschreibe, zu gellen, auch das Oberlandcsgericht zu .staffel labe so einmal in diesem Sinne entschvüden. Aus diesem Grunde könne ter Angeklagte auch nicht wegen Widerstands gegen die ^taa sgewalt beflva't werden. Tie Strafkammer war jedoch der Ansicht, daß der vorliegende Fall da nicht yutreffe, denn das betreffende Mitglied des A- unl) S.-Rates sei Beamter im Sinne des Gesetzes gewesen, weil seine Tätig feit als Hilfspolizei sogar vom Lmd- ratsamt aus bekannt gemacht werden sei. Tas erste Urteil wurde dessalb aufgehoben und der Angeklagte unter Annahme mildernder Umstände zu einer Gesamtstrafe von 350 Mk. verurteilt.
Itanft unb wiftcnschast.
mc. Frankfurt a. M., 19. Mai. Der jüngst erst aus Mannheim gekommene Obersvielleiter Weichert wird voraussichtlich zum interimistischen Leiter der Franffarter Bühnen für ein Jahr ernannt werden. Die Emennmig erfolgt auf Vorschlag des scheidenden Intendanten G. heimrat Zeiß. Man hofft bann im laufenden Jahre den geeigneten Leiter für bie Frankfurter Bühnen zu fhtben, jedoch ist es auch nicht ausgeschlossen, daß Weichett ständiger Intendant wird.
Sandel.
Berlin, 19. Mai Bör sen stimm ungs- b ilb. Ter durch die erneute Steigerung des Markkurses im Auslände bedingte starke Rückgang bei Auslatwsdevisen, mit Ausnahme allerdings Jon Belgien, Frankreich und Italien, gab heute den Anstoß zu einer allgemeinen Kursermattung. Wesentlich trugen hierzu auch die Nachrichten über den Geschäftsgang in der Industrie und im Handel bei, durch die mit der Zeil and) das Privatpubli- kum, das bisher trotz aller Rückgänge an seinem Besitz festhielt, mürbe gemacht wird und Äktien- werte verkauft. Bei der trotberrftbenben Unlust, Unsicher"heiten und Zurückhaltung fand das Angebot nur zu wesentlich ermäßigten Kursen Aufnahme, doch rollzogen sich die Rückgänge in aller Ruhe. Tie Einbußen betrugen in der Mehrzahl 15 bis 20 Proz., bei Bismarckhütte, Hohenlohe, Anglo, Glberidber Farben, Th. Goldschmidt, Felten u. Guilleaume, Tynamit Nobel, Rhein. Metall und .stöln-Rottweiler vereinzelt bis zu 26 Proz., bei Kaliwerke Westeregeln, Deutsch-Uebersee, Neu- Guinea und Otavi bis 50 Proz. und bei schweren Kolonialtverten bis zu einigen 100 Proz. Tie Banken waren obwohl schwach, doch widerstanos- iä lager. Rentenwerte fest, nicht wesentlich verändert und nur Mexikaner waren stärker rückgängig. Im Verlaufe senkte sich der Kursstand mi: wenigen Ausnahmen bei ausgesprochener Geschißs^ stille noch ioei'cr Ter Einh.Ktskurs für Industriewerte war im Einklang mit der matten Älllgemein- tenden; aleic^olls stärker nad«?benb. Gegen Schluß trat auf Deckungen eint allgemeine leichte Erholung ein.
Frankfurt a. M., 19. Mai. Börsonst i m m u n g s b i l d. Es trat auf bet meisten Ge bieten infolge Deckungen eine mäßige Erholung
Die Gräfin.
Roman von G. 29. Applcton.
lNochdruck verboten.) Fortsetzung 41.
Ich könnte es Ihnen schon sagen, bemerkte ich lächelnd.
So, wirllich? ertoibertc sic und mortete auf eine Erllärung.
Tie Sache ist einfach genug, sagte ich «rr beide sind ehrliche Leute und wrr haben derbe dm lvahretr 2ack;verchalt erkannt. Ist das nicht rrchttg t Ihre Augen trafen die meinigen.
Jawohl, sagte sie, das ist ganz rrchttg
Und was mehr bedeutet, fuhr tch fort, war hoben fin gemeinsames Interesse, wre ich wenigstens glaube, an dieser kleinen Komodre ober Tragödie, m ber Ihre L-chwägerrn, bie alte Graftn Zrangtpai'.i, die Hauptrolle iv^t.
Auch das, meinte sie, ist sehr rrchttg. .
Verstehen Sie wohl, setzte ich hrnzu, daß ttr, mich in die Geschichte nickt eingcmr.cht habe, sondern vollständig ohne nuin Zutun h.nerngezo^.m vorden bin. Ich habe Ihnen die näheren Umstände ja neulich erzählt.
Gewiß, nickte sie unb frohkrch lachend suhr .sie fort: Es ist nicht notig, noch länger daher zu Dermalen. Mr sind jetzt Verbündete gegen einen gemeinsamen Feind.
Ten Erbgrafen Frangipanr? fragte ich.
Wen denn sonst? erwiderte sie. Da in diesem Augenblick ber Diener mit dem Teebrett erschien, schttieg sie ein paar Momerrte; dann aber wieder- holle sie:
Gewiß, wer denn fomt als der Erbgraz ist ber Feind? Er haßt mich tödlich, ein Gefühl, das rch übrigen-3 aus ganzem Herzen erwidere. Er ist ein unausstehlicher K.rl, ein brutaler Mensch, und von den anderen Frangipanis in jeder möglichen Hinsicht völlig verschieden.
Sie hittt inne, um mir eine Tasse Tee zu überreichen und fuhr dann fort:
Enrico, mein Gemahl, war ein vornehmer Charakter. Es war ihm darum zu tun, ein Geschäft zu machen, als er mich fki-atete, das ist wahr, und wenn dabei auch die Liebe nicht ui Frage kam, so nar es doch ein fairer unb layaler Handel, den ich, soweit es feine Person an langte, auch keinen einzigen Augenblick bedauert habe. Würde ich einem ber ältesten Fürstenhäuser Roms entstammen, so kömttt er mich nicht mit größerer Ritterlichkeit, Ehrerbietung und Hockachtting behandelt haben. Ich achtete und schätzte ibn meinerseits, und im Lauf der Zeit würde ich ihn sicherlich auch lieben gelernt haben. Aber unsere Ehe war von so furjer Dauer, daß ich über die en Punkt nur Mutmaßungen an stellen kann. Aber Ihre Tasse ist leer, Toktor. Erlauben Sic mir1
Als diese notwendige kleine Formalität erledigt war, fuhr sie fort;
rot, doch blieb der Geschäftsverkehr ruhig. Bon L>chiffahrtsaktien waren Nvrdd. Llovb mit 164> Hapag mit 166»; beharrplel. Untre bat Montan papieren besserten Over bedarf den .Kursstand um 4 Proz. auf 200.—, Deutsch-Üuiemburg gingen su 275, Buderus 270 um. Harpener gaoannvn 5 P wz. (280.—), Phon ix Bergbau 394.— plu» 3, Halt Westeregeln 655.— plus 5. Bon Industrie papieren verloren Spiegel unb Spiegelglas gegen ihre letzte Notiz 20 Proz. (350.—'. ^ch.stbeanstatt belferten sich um 5 auf543, Bergmann imt 5 auf 235.—, A E.G. um 5 Proz. auf 320.—. Daimler, welche angebt)t<n waren, verloren 4 Proz. (231.—), Zellstoff Ascktassenburg 555.— (— 4), ybetalhn. Bingtverke 270.—, Schuckert 184 — plus 1 Proz., Gummis. Peter 342.— plus 3 Proz. Es stellten sich später Rückkäufe in Gelsenkirchen ein, rod ehe 7 Proz. gewannen (303.—), Bochumer bei einiger Nachfrage in Nvrbd. Llotch ein, welche 168.— 950.— plus 40 Proz. Gegen Schluß trat rege Nachfrage in Nordd. Llohbd ein, welche 168.— plus 3>/j, Hapag 171.— plus 4V, Proz. anzogeu Scbantungbahn 577.— bis 588.—, ebenfalls 7 Proz. höher. Ausländische Reitten behauptet. Äststegsanleihe 79'/«. Bagdad verloren weitere 4 Pr>z. (110.20).
Frankfurt a. M., 20. Mai.
Devisenmarkt.
Geld Brief Geld Brief Datum: 18. Mai 19. Mai
Amsterdam. Notterd. 1745,70 1749,30 1678,30 1681,70
Drüsfel.Antwerpen . 349,65 350,35 359,60 360,40
sshristiania 884,10 885,90 839,20 840,80
Kopenhagen 791,70 793,30 744,25 745,75
Stockholm 998,- 1000,- 946,50 948,50
Helsingfors 249,70 250,30 237,20 237,80
Italien 239,75 240,25 239,75 240,25
London 183,05 183,45 174,30 174,70
New-Yorb 47,57 47,67 45,45 45,55
Paris 338,65 339,35 347,65 348,35
Schweiz 836,60 838,40 803,20 804,80
Spanien 789,20 790,80 759,25 760,75
Wien (altes) .... 18,98 19,02 18,98 19,02
Deutsch.Oesterr. abg. 23,35 23,41 23,57 23,63
Prag 86,30 86,50 84,75 84,95
Budapest 21,10 21,14 20,73 20,77
Bulgarien —
Konstantinopel. . . . , —
Börsenkurse.
Frankfurt Berlin Abend. Abend- Schluß- Schluß- Kurs Kurs Kurs Kurs
-Datum: 18.5. 19.5. 18.5. 19.5.
5*/„Deui.striegsanl. 79,75 79,75 79,75 79,75 4'/,Deut.Beichsanl. —75,75 75,50
3'/,Deut.Beichsanl. 73,90 72,10
47» Preuh. stonsol- 75,- 75,-
Darmstädter Dank 158,- 159,- 157,-
Veutsche Bank. .. 294,75 290,50
Disconto.Desellsch. 205,50 207,50 204,50
Dresdener Bank.. -,— 184,25 180,50
Nationalbank f. D. -,- -,- 143,50 142,50
Mittelo.Treditdank 155,- 155, —
s>.'Amerik..Paketf. 171,- 175,25 168,75
NorddeutscherLloyd 166,75 168,- 170,75 167,-
Doch.GußstahIwrk. -,- 280,- 297,- 280,-
D.-Luxemb.Bergm. 280,- 275,- 294,- 275,-
Gelsenkirch.Bergw. 309,- 303,- 315,25 300,50
Harpener Bergbau 280,- 280,- 287,- 274,50
Oberschi. Tisenb.-B. 200,- 221,50 201,-
Oberschles.Eisenind. 260,- -,- 261,- 245,-
Phönix.Brgb.-Akt. 403,- 394,- 413,- 393,-
Dad.Anilln.u.Soda 488,- 481,- 494^0 487,-
HSchster Farbwerke 373,50 368,50 377,- 364,-
Ülehir. 2L (E. ®.. 325,- 320,- 326,- 314,-
SchuckerpWerke. . 195,- 184,- 197,- 180,-
IeltenLGuUleaume -,- -,- 459,50 435,-
Daimler -,- 231,- 250,- 230,-
Bud.-Eisenw..Akt. -,- 270,- 300,- 270,25
Adlerwerke .... 255,- -,- 257,- 250,-
47» Hess. Saatsanl.
Electton Griesheim -,- -,- 318,- 306,75
Marknotiernnge«.
Datum: 18.5. 19.5.
Iürich ....... 11,75 12,45
Amsterdam 5,775 6,-
Kopenhagen 13,- 13,50
Stockholm 10, - 10,50
-Lien -,- 455,-
(Jn einem Teil ber Auflage nneb?r(p(t.)
Eine Vorbesprechung in Cftcnbr.
Paris, 19 Mai. ^WTD.i Wie das „Eckv de 'Paris" mitteilt, hübet die nächste Zusammenkunft zwischen Millerand und Lloyd (Stoorge in London statt, sobald bie Finanzto (troerfl än bi gen ihre Arbeit soweit gefärbert haben, baß sie zu prak^ tischm Ergebnissen gekommen irnb. Vor Eros Münder .(Konferenz in Zpaa werde MUlerand Lloyd Oieorge in Ostende erwarten, unb auf dem Dege nach ber Konferenzstadt würben bie letzten Beraturrgen zwischen den beiden Ministerpräsidenten statlfindcn.
Eine nntr frtinzösifche Anlrihr.
Paris, 19. Mai. (WTB.) Wie daS „Petit Journal" meldet, wird im Laufe dieser Woche eine neue Anleihe aufgelegt. Es sei lnxlistwahr- scheinlich, daß es sich ivicbcntm um eine Prämienanleihe handele.
Zum Rücktritt PoincareS.
Paris, 19. Mai. (WTBtt In Besprertzmg des Rücktritts Pvincares von dem Posten als Vorsitzender der Wiebergutmachnngskom m i s s i o n schreibt bas .^Journal", es sei unbestreitbar, daß die in Hythe ins Anm gefaßte Kvm- sbrnation die Voraussetzungen beS Ver- tragesvonDersaillesänderken. Da dir Regierungen es übernommen hätten, eine Gesamt- entfcbäbigimg festzu totzen, sei der Wiedersptt' mackmng5komMission ein Teil ihrer 9Trbt(: enizoyen. Diese Blenderung allein würde schon genügen, den Rücktritt Pvincares zu erklären. Aber es seien auch andere Punkte vorhanden. Die neue Löjana könne wohl die französischen Interessen wahren. Aber die Weigerung, dte Priorität für die verwüsteten Gebiete anzuerkenTvn, habe eine moralische Wirkung, die wohl auch zu dem Schritt Pvincares brigetragen habe. Anderseits sei ber neue Vertreter Frankreichs bei der Wirdergittmackmngskommission ncN am besten für die neue Auslegsrng qualifiziert. Hubois sei Berichterstatter für alle Vorschläge hinsichtlich ber Wiedergutmachungskoinmission gtttvfen. Die Kommission werde ihn jedenfalls zum Präsidenten wählen.
MMbeugt vor dem Kriegsgericht.
Paris, 19. Mai. (WTB.) Das Kriegsgerick»! hat alle sieben Angellagten in dem Prozch wegen der liebe r gabt von M aubeugc freige sprochen.
Das Ende des Streiks in Frankreich.
Paris, 19. Mai. (WTB.) Dos Elekttosyn- dikat und der Kraststromverband richteten an ihre Mitglieder bie Aufforderung, die Arbeit morgen wieder aufzunchmen.
Die Möglichkeit eines Knbinetts Ritti
Rom, 19. Mai. (WTB.) Nllti, der die B-- spreckungen zur Lö ung der Äti.c forlsetzt, halte gestern morgen eine lange Audienz beim Mönig. Nackmtittags versammelten sich m der Kammer b-c konstitutionellen parlamentarisckien Gmp.en, um die von ihnen zur Lösung der Krise emzunehmende Haltung zu besprechen. Die radikale -Gruppe Ttahnt eine Tages-vrbnung an, in der sie sich für btc Bildung e.nev rechrntatorischcn Kabinetts crussprach unb beschlotz, fick mit den übrigen demokratischen Gruppen in Verbindung zu setzen. In parlamentarischen Kreisen wird diese Tagesordnung als Beweis dafür angesehen, daß die Radikalen dem Kabinett Nittt il,we Mimnrttmg lechen werden. Die parlamenta.i'chc Gruppe der kalhvlilchen Volkspartet hat die Ha.'tung ihres Vollzugsausschusses in den Bespreckprngen anläßlich ber Krise gebilligt. Tic'e Ent chebrmq nnrb ebenfalls in parlamentarischen Kreisen als das Vorspiel der Mitwirkung ber katholischen Volkspartei für baS Kabinett Ritti befvachtct.
Lloyd George nach London ^inickgekehrt.
Paris, 19. Mai. (WTB.) Wie Savas berichtet, ist^Llvyd George wieder nach London zurückgekelm, nachdem sich sein Gesundheitszustand weder entsp.echend gebessert hat.
Mistungen der Bolschewisten.
Paris, 19. Mai. iWTB.) Nach einemHavas- berichl aus Warschau beagt ein Moskauer Telegramm, daß die bolschewistische Armee um 120 000 Mann erchöht worden ist, die als Ver-
mc. Frankfurt a. M., 19. Mai. Die gestrigen und Tfeutigen HLute-Auktivnen haben große Preisstürze gebracht. Kalb- und Hammelfelle, auch Schaffelle wurden meist zurückgezogen, da die Gebote den Verkäufern zu niedrig rixiren. Für erstklassige Rmdtzäute von 25—40 Pfund wurden 8—10 Mk. je nach Qualität unb Umfang bezckylt. Häute über 70 Pfund kosteten 9,05—9,10 Mk. pw Kilo. Zweitllasi'ige Häute gingen teilweise recht billig ab. 7,20—8,00 Mk. roar hier der Durchschnitt. Bullenhrute etwas geringer, 8,90—9,30 Mk. das Kcko. Tie Kauflust war recht beschränkt. Größere Posten wurden kaum abgeschlossen.
Müller'sch^ Badeanstalt.
Wafserwärme der Laif-t am 20. Mai: 15° R.
stärkung an der polnischen Front Verwendung finden sollen.
Unruhen in Syrien.
Kairo, 19. Mai. (WTB.). Nachrichten au- Bairuth zuäolge hat der Araberstamm der Mitwallis die Städte T y r u s und S i do m erneut angegriffen. Tie Franzosen hoben Truppen zur Ver- stärk-mg abgeianbt Die Bcvöllerunz von Tyrus und Svdom hat sich nach Bairuth geflüchtet.
Wirbelsturm in Württemberg.
Stuttgart, 19. Mai. (WTB.- Aus Br- l-erach wird berichtet, daß in Rottum unb Mittes- buch ein Wirbelsturm am letzten Sonntag 13 Häuser völlig r-emichtet und 39 sclIver beschädigt hat. 7 Peronen sind verletzt worden. Durch ein gleick-cittges Hagelwetter ist sehr großer Schaden auf den Feldern angerichtet worden.
Ja, ich habe meinen Gatten sehr geschätzt. Tenn wie im Leben, so betrug er sich auch im Tode noch ritterlich gegen mich, indem er mir in seinem Testament >eden Psennig zurückgab, den ich ihm zugebracht hatte.
Ich blickte-einigermaßen erftaunt aus. — Ist das nicht die Regel? fragte ich.
Nein, wie ich gehört habe, erwiderte sie, unb der gegenwärtige Erbgras, Dittario, hat ihm das übel genommen. Er besaß sogar die Frechheit, im Namen der Familie dagegen Einspruch zu erheben. Er sagte, ich habe — für den Fall, daß ich nicht wenig'.'ens einen gewi'sen Betrag out b;e Familie übertragen würde, womit er seine eigene Tasche meinte — einen berühmten Titel unter falfd)€n Vorspiegelungen erschlichen. Die Frechheit des Menschen überstieg alle Grenzen, und ich ließ ihn kurzerhand hinauswerfen.
Bravo! rief ich. Das laßt sich eine Amerikanerin nicht gefallen.
Keine Frau, die den Namen Frau verdient — sei es mm eine Amerikanerin ob:r Engländerin ober sonst eine Frau —, würde sich das bieten lassen, entgegnete sie. Seitdem hat er noch einen ober zwei zaghafte Besuche gemacht, Geld von mir zu erhallen, aber da ich weiß, daß er ein Spieler, ein Roue und ein Lump iit, habe ich seine Anzapfungen mit verachtungsvollem Schweigen beantwortet. Er ist mir nichts als ein Verwandter, der das auf nein zufällige Weise gewor
den ist, und ich kümmere mich feinen Pfifferling um ihn. Aber diese Verfolgung der armen alten Gräfin, die vor mir den Titel führte, ist eine Schande, der ein Ende gesetzt toerten muß, und unsere — Ihre und meine — Aufgabe ist'S, das Ende herbei zu führen.
Ter Vorschlag war entzückend für mich. Er erfordert- einen gewissen Grad von Vertraulic!>- feit, der angenehme Aussichten eröffnete.
Tas werden wir auch tun, sagte ich, da Sie es so unverblümt aussprechen. Es ist doch Ihr fester Enffchluß?
Anstatt einer Antwort hielt sie mir ine reizendste kleine Hand der Welt hin
Ter .Handel ist abgeschlossen, fügte fte hinzu.
Vollkommen, sagte ich; und nunmehr müssen irir offen reben. Ich bin in einer für Sie, nne ich glaube, erstaun licken Lag-:, aber ich bin über verschiedene Punkte noch im Zweifel, worüber Sic mich au'klären formen. B.rzeihen Sie mir meme 'Frage, aber was hat der Erbgras für einen Beweggrund, die arme alle Tarne so erbittert zu verfolgen?
Unsere Augen trafen sich, und zwei ehrliche Blicke wurden zwischen ihnen ausgetau'cht.
Meine Kenntnisse darüber, sagte sie, sind sehr einfacher Natur und können ganz wertlos fern. Aus Ihrem Benehmen ersehe ich, daß Sie wohl mehr wissen als ich.
ISortsetzullg plgt)


