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Nr. 68 Drittes Blatt
Siebener Anzeiger (Gernral-Anzeiger für Vberheffen)
Samstag, 20. März 1920
Die $roge -er Rhein-, Main-, vonau- Manals.
mc. Frankfurt a. M., 10. März. Ber- treter der preußischen, bayrischen und fcfib scheu Ministerien chesprack-en dieser Tage in einer unverbindlichen Konferenz die Frage des Rhein — Main — Donau-Kanales, wobei der Vertreter Bayerns betonte, daß mit der Mainkanalisierung von Aschaffenburg bis Würzburg noch im Laufe dieses Jahres begonnen würde.
Zu Dem Aufsatz von Franz Woas in Nr. 164 Der Frankfurter Zeitung vom 2. März 1920 über Frankfurt unD die neuenKanalpläne schreibt uns Geheimrat Prof. Dr. Sommer in Gießen folgendes.-
Als ®erfaffcr von ,rßa'ftrtanal und Eien bahn- netz" bemerfr ich |u dem Auffatz txnr Woas, in dem die Fra»- eines Nord-SüD-kanals erörtert wild, folgendes: Tin wichtiges HiliSmittel bei der Beurteilung tvn größeren Eisenbahn- und Kanal- vlönen ist das Studium dec alten Berkehrs- ft raßen, die nuhi nicht fo sehr wie die neueren von politischen Verhältnissen beettiffußt waren, sondern den iiatiMübcn geogravl-ischen Verhältnissen entfpoadien. Die alte Haickelssttnße von Frank- rurt nach Bremen ging durch die Wetterau über Ü/icßni, Marburg mib Frankenberg, rou noch manche Spuren alter Gröhe erstanden itni). Von Frankenberg ging sic Über Sachsenberg — hier tauchen die beiden Stamm-Namen auf — pa Unteren*. Tiefem alten Straßentug würde m ®mn auf Wasserstraßen folgende Füllung atifprcdien: 1. Kanalisierte Weser von Bremen bi- Müi den, 2. Untere Fulda vom Zusammenfluß mit der Werra bei Münden über Kassel aus- ttxünd bis zum Einfluß der Edder nah? Gunters- Hausen, 3. die Edder aufwärts und Durchgang jnrm Ohntlal, 4. Erreichung der Lahn nördlich Marburg, 5. Kanalisation der Lahn bis Gießen im Zusammenhang mit dem schon geplanten Lahn- Banal Koblenz—Gießen, 6 Verbindung des Gießener Bettens durch die Wetterau nach Frankfurt entsprechend der alten Handelsstraße Bremen— Frankfurt. Tiefe Wasserstraße würde die bisher geplanten großen Kanäle 1. den Mam-Tonau- Kttual FranNuri—Würzburg—Bambevg usw. sowie 2 int Linie Weferkcmal—kanalisierte Werra- Bamberg in der Weise ergänzen, daß ein Kanal- dvciech Frankfurt—Kassel bzw. Münden—Bum- berg—Frankfurt entstehen würde, das mit den Fvrlschungen zur Toiuru, zum Rhein und zur Nvids. e für ganz Südwestdeutschland zur Verbiu-- tnnrg mit ^Westdeutschland, Nvrddeutsthland und Deutsch-Lesterreich von größter Dckeutung sein würd- Dieser Vorschlag scheint zweckmuß'ger als ent taft parallel zur Weser laufender düoro-Süd-- flanal, der ober Bebra nach Fvanb^url führen würde, ohne F-rankfurt und Kassel und dem zukünftigen Lahnkanal bei Gießen zu verbinden.
ICird^e unö Schule
** Außerordentliche Dekanatssynode des Dekanats Gießen am 15. d s. Mts. i m M a r k u s s a a l. Nach Gültigkeits- ecTiävnng der Wahlen der Mitglieder und deren Stellvertreter wurden als geistlicher Abgeordneter -um Landeskirchentag Pfarrer Weber- Lang Göns und Pfarrer fite. Gombel-Reis-
Bereiue und Veranstaltungen.
** Liga zum Schutze der deutschen Kultur. Neue Ortsgruppen siitd gegründet in Friedberg (Dessen), Kinzenbach und Krofdorf (Kr. Wetzlar).
^Friedberg, 13. MLrz. Der von dem vor kurzem verstorbenen Musikdirektor Höcker gegründete „M ännergesang- v er ein" trat gestern zum ersten Male mit einem dem Andenken fernes Grüirders gewidmeten Bollskonzert vor die Oesfentluhkeit. Sowohl die vorgetragenen, teilweise recht
kircken als Stellvertreter gewählt. Zu weltlichen Abgeordneten wurden Landgerichtsrat Neuenhag en-Gießen und Medizinalrat Tr. W a l g er - Gießen, als Stellvertreter Mitbürger» meister Leun-Großen-Linden und Lehrer Frit - rel-Gießen gewählt. Ter Vortrag von Professor p- ®r 'S d) i a n über „Die Neugestaltung unserer I)e|fifdrn Landeskirche" zeigte die im Gegensatz zu anberqh deutschen Gebieten rubige Entwicklung seit der Revolution. Ter bald nach Ostern zusammen- tretenbe Landeskirchentag wird zu lösen haben die ,-rrage der Leitung der Kirche, die der Zusammen- Ktung der Gesamtkirchenverttetunq (Urwahlen?), ScLytändigkeit der Gemeinden (Pfarrivahl?), Sckmtz der Minderheiten (Patronate). Tie Lösungen sollen erfolgen unter dem doppelten Gesichtspunkt der Volkskirche und der Arbeitskirchc. Mü einem Blick auf die hessische Schulnvoelle und den Kirchenbund der deutschen evangelischen Landeskirchen schloß der Vortragende.
Nack V« stündiger Pause wurde die ordentliche Synode eröffnet. Nach Gültigkeitserklärungen verschiedener Ersatzwahlen wurde der Jahresbericht des Dekanaisausschusses für 1918 kurz erörtert. Ter Synodal Vertreter für innere Mission, Pfarrer Groth- Rödgen ermuntert u. a. zur Unterbringung von Fürsorgekindern und wird hierbei von Syn. N e u e n h a g e n unterstützt. Es wurden dann einige kleinere, meist interne Angelegenheiten verhandelt. In den Tekanatsaus- schuv werden gewählt für den verstorbenen Altbürgermeister Krämer Jakob Gerhardt V.- Stelnbach: für den verstorbenen Altbürgermeister meister Boll Pfarrer Groth- Rödgeu Angenommen wird folgende von Syn. Weber ^Lang-Göns verlesene Kundgebung: „Die Synode des evangelischen Dekanats Gießen gibt zur künfttgen Neugestaltung des Schulwesens in Hessen das folgende kund: Wir fordern die Beibehaltuna des konfessionellen Religionsmtterrichts für jedes Kind nach dem Willen der Erziehungsberechtigten. Wir bedauern den Verzicht eines Lehrers auf die Erteilung des Religionsunterrichts, weil wir in diesem eine der schönlten Aufgaben und Freuden und in der Religiosität eine der ersten Elgensck-aften des Erziehers sehen, verstehen aber auf Grund unserer evangelischen Auffassung die Befreiung des Lehrers aui dessen Wunsch von der Erteilung des Rcli- gwnsunterrichts aus ernsten Gewisscnsbedenken. Wir erachten die Einrichtung und Beaufsichtigung des Religionsunterrichts für eine gemeinsame Aufgabe der obersten Schul- und Kirchenbehördcn. Wir billigen die Aufhebung des § 50 des Schulgesetzes (Verpflichtung des Lehrers zu Organisten- und anderm kirchlic^n Dienst). Wrr befürworten die Ucbertragung des Schulvorstandsvorsitzes auf bte Lehrer, verlangen aber für den Pfarrer, der in der Schule tätig ist, Sitz und Stimme im Schulvorstand."
schnurrigen Ehöre, als auch die von dem jetzigen Leiter, Seminarlehrer Kuhn, vorgetragenen Lieder des verstorbenen Musikdirektors Höcker und die von Friedberger Künstlern aue-aestthrten Quartette fanden allgemeinen
2 r t e u der g, 12. März. In einer öffentlichen Versammlung der hiesigen C r 18» gruppe der deutsch-nationalen Vo 1 ks- Partei gestern abend, die Dr Löffler leitete und die von allen Parteien, auch von zahlreichen Landwirten der Umgebung, sehr gut besucht war, sprach der Parteisekretär Tr. Lic. Schmidt» Wädriersbach über Zweck und Ziele der deutsch -nationalen Volkspartei. Ter Redner zeigte, wie das deutsche Volk nur durch Einigkeit wieder weiter komme, die jetzige Reqie» rung sei aber alö einseitige Parteiregierung nicht imstande, diese Einigkeit herzustellen, es fehle ihr an der mannhaften Willensemschcidung gegenüber den Nöten der Bauern, und gegenüber den änderen Nöten unseres Volkes. In der Aussprache legten Parteisekretär Heller- Gießen und Geweekschasts- [etretär Schiefer- Hirzenhain den Standpunkt der demokratischen bzw. sozialdemokratischen Partei dar. In Weichensteller 1. Klasse Bechtold Gießen kam für die T.-N. V.-P. ein Mann aus dem ichlichten Volke zu Wort. Sehr wirkungsvoll sprach für die Deutsche Volkspartei Rechtsanwalt Holz, a p s e l - Ortenberg. Für die demokratische Partei sprach .noch Rechnungsrat H aa s - Ortenberg, der sich als Anhänger des monarchischen Gedankens bekannte. In entern ausgezeichnet-n Schlußwort verstand es der Haupttedner, die Einwendungen der Otegenrvbner zu widerlegen. Der Leiter schloß um 3/<12 Uhr die trotz mancherlei Versuchen zur Störung doch im großen und ganzen sac^ich verlaufene Versammlung.
Aunst und w «cnschaft. \
me. Frankfurt a. M., 19. März. Tas Institut fur Metallfvrschung, das uriprüng-- lich in Fran kurt lütter gedränt w.nchen icHtv, ist nunmehr endgültig nach Neu-Babclsberg bei B rlin verlegt worden, da in Frankfurt Dein geeignetes Gebäude zur Unterbringung des Instituts gefunden wnLen konnte.
mc. F r a n k f u r t a. M., 19. März. Der naturwissenschaftlichen Fakultät der Unriberfität soll ein Forschungsinstitut für Saatenkunde aiige- gliedert werden, k'd ursprünglich in Wiesbaden bei der Limdwirtscha,tS.amniei gegründet wervm sollte. -------------
Büchertisch.
— Wilh. Haufenstein L A. Ä'ran old, der Deutsche Student — einst und jetzt (Bn:lag Ter 9?enc Merkur, München, MI. 6.50 geh.). Hier ist unternommen, den Teil der Gefchicht: des deutschen Studententums zu schildern, bet in der Gegenwart lebendige- und »vesnitliches Interesse hat. Nicht durch Darstellung anhqujrifd) oder kulttlrhistotisch interr(ieceiti>et Dmge, sondtn sondern durch Hevausarbeitung iold>cr Züge studeii- tischet SkrgangenlKit und Gegenwart, ot: den Wert einer tiefer ixrnantxnm Aktualität besitzen.
Airchliche Nachrichten.
Evangelische Gemeinde.
Sonntag den 21. März (Judika).
In d. S t a d t k i r ch e. Samsiag, 20. Ntärz. nachm. 2 Uhr: Beichte f. d Konftrm. a d. Mr»
kusgem u. beten Anq<b — Sorattag, 21 Mär», norm. 9>_.: .stvnfirm d sttnder a. d 'stkurkusgem. tretet d. hl. Abendmahls: Pfr. Becker. — Minber» kirche f. d Markusgetn fällt aus. Abds. 6: Pfr. Mahr — Mon:ag, 22. März, al>ds 8: Bereinig, d. konfirm. weibl. Jugend d. Marlusgem. — Donnerstag, 25. März, aodS d Uhr, vcr.ammdt sich d Frauenverein d. Markusgem fVtarMiaol. —< In d. Johanne »kirche Bonn 9*/r (|uaL MilitärgotleÄnenst) Pfr AuSseld Daran an Ml. B.ichtc u. Feier d. hl. ?Lbnti>nutt)[» i. d MUitär- gem. Vorn, 11* 4: Mnderkirche f. d ^-otarnte** gern.: Pfr. Ausfeld Abt>i 6: Pf>irrafs Dr Bm- gei. Im Konfirmanden aal (üirig r 56 nachm. 2 Uhr: Taubnummn,gvtieSd:enst u sveier b hl. Abendmahls: Psr. Belhwi«>eiNier. Aods. Vereinig. d tonfirm. männl. 3imtnb b. IotanneÄ- gem. — Moiltrg, 22. März, att» l/i8: Vereinig. D. konfinn. w.ibl. Jugei.d d. Lu.as«ietn. — Mittwoch, 24. März, ubds. 6: Pai>iousgot.'eSdrenft. Pfr. AuSseld. — Meseck, 21. März Bonn 10: Gefangenenl^imlchrsei r stauenchorj. — RfctM Tlbendgottesdienst.
Kaihoiische Gemeinde.
Samstag, 20. März, nad>m. 5 u alM. b Uhr: Gelegeiih. z. hl. Berchlr. — Sonntag, 21. März» Panionssoimtag. Bonn. 6>/,: Ge(e,,enh. z. hl. Beichte. 7: Hl. Messe. Mwnum. d Jungtraix'n. Aussetzung d. Alierheilichten. Bgrim d. xkffnm* den. 8: Au^teilg d. hl. Kommun 9: Hl. Meise m. Predigt. Ml 1: Hl. Messe m. Predigt. Nachm. 2 bis 6. Betstunden: die letzte Stwtbc ist von 6 bis V', dar Predigt u. teterl Schlu b acoix-n Gebetet. — DreriStag u. Fvertag abeub 6 Uhr ist Fastenandicht. — Dsaspora-^wtte. ^iarst am 21. März. In Hungen «»/«, m Lich IO*/,, daselbst lutdjm. 2: Christenlehre.
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Datum: 11.a 17.3. 19. &.
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Lin Abonnent. Im twrüegerbcn Falle kommt die Zeit vorn 1. April 1919 vis 31. März 1920 in Frage.
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Die Grskin.
Roman von G. W. App le ton.
(Nachdruck verboten.) Fortsetzung 4.
Ziemlich gut, antwortete ich In einem gewissen oirmt ist es ja meine Muttersprach', unb ich habe es mir ein iuenig angelegm jein lassen, meine Mvmrtniffe darin nicht zu vergessm.
C4ut, fuhr sie nunmehr in dieser Sprache fort. Reden wir vorsichtshalber Italienisch, denn, um Ihnen die Wahrheit zu sagen, ich lebe hrkr, um mich zu verbergen. Seit Jahven verfolgm mich untxriijhnlidx Feinde, von einem Winkst Europas m den anderen. Bis heute ist es mir noch imm't gtlmigen, sie alle zu überlisten. Abw nunmehr werde ich alt nrtb kann mich nicht länger der Hoffnung bin geben, den Kampf fürderhin allein zu führen.
Ich gestehe, daß ich bet diesen Wortm begann, an Ihrer (Gesundheit zu zweifeln. Was für cinm Beweggrund konnte irgend jemand haben, mne sichtlich imschuldige alte Tarne wie diese da zu tvr- folgcn ? Und, wem, es tatsächlich der Fall war, wie formte man verstehen, daß sie als alleinstchende E erfolgreich die Wachsamkeit so erbitterter
V so viele Jahve hindurch getäuscht statt.'?
Gedanken und andere Lhnlichn: .Art blitzten mir durch den 5kvps, als sie hortfuhr:
Hier in dieser — für mich — elenden Wohnung stalie ich mich seit beinahe entern stalbm Jain versteckt. Ick habe mich noch nicht einen
einzigen Augenblick außerhalb der Haustür sechm lassen. Eine lange Zeit hindurch fühlte ich mich völlig sicher, aber nunmehr bin ich sehr beunruhigt. Tie Furcht, entdeckt zu werden, verfolgt mich fortwährend. In der letzten Zett habe ich durch die Vorhänge hindurch auf der anderen Seit; der Straße öfters einen Mann st^hm sehen, der mein Fenster beobachtete. Ich ?rtonnte tn der Gestalt im ersten Augenblick — tvn — wirklich — den allerunermüdlichsvai — meiner Verfolger.
Es tut mir leid, gnädige Frau, sagte ich lächelnd, daß meine Diagnose nicht ganz vollständig gewesen ist. Ich muß Ihnen doch, wie ich nun ergänzen mochte, evvas für Ihre Nerven herschicken.
So, ja wirklich, gab sie zurück. Ich bin Ihnen sehr dankbar dafür. Meine Vierten befmbm sich, ich weiß es, gerade jetzt in einrnt schrecklichen Zustand, was kein Wunder ist, da diese Furcht un-- ausgesetzt auf mir lastet. Ich Dann nicht einmal mehr Schlaf finden.
Um aufrichtig zu sein, gnädige Frau, bemerkte ich, ich verstehe diese Geschicks: ganz und gar nicht.
BiS jetzt nicht. Natürlich nicht. Aber spater werden Sie verstehen. Es wird in Ihvmi Interesse liegen, sie zu verstehen.
Ich schüttelte den Kopf.
Sie gcht über meinen schlichten Brrftxmb, hxrrf ich em.
Natürlich, aber ich habe die Absicht, Sie m mein Vertrauen zu ziehen. Ich möchte .'inen
Freund haben, in den ich unbedingtes Zutrauen setzen kann, und diesen Freund habe ich im Sohn: Ihres Vaters zu finden gehofft. Ich möchte, daß Sie mich vor der drohenden Gefahr für heut und alle Zukunft schützen. Sie fmb jung und stark und zweifellos auch gescheit. Die Belohnung für dist'e Dienste wird Ihre kühnsten Vorstellungen übesteigen.
Wieder fragte ich mich, ob diese Worte nicht aus dem Mund einer Geistesgestörtm kämen. Ihr Benehmen war nun rüstig, gesammelt und liebenswürdig. Warum sollte ich schließlich an ihrer Gesundheit zweifeln, wenn ich kein: wetteren unzweifelhaften Beweise für das G:genteil hätte? Plötzlich fuhr, mir ein Gedanke durch den Köpf.
Sagen Sie mir, gnädige Frau, fragte ich, würde mein Vater ein solches Abkommen gutg> heißen haben'?
Zweifellos mib mit Freuden. Wollte Gott, ich tonnte seinen Geist in diesem Äugmblick an* rufen und mit meinen Ohren Höven, was, wie ich bestimmt weiß, die prompte Antwort auf Fhre Frage sein würde!
Ihre Worte machten einen großen Eindruck auf mich, mit inwerfünftelter Wärme waren sie geäußert worden.
Haben Sie nach mir geschickt, um mich darüber zu befragen ? fuhr ich fort
Jawohl. Für den Fall, daß es sich Herausstellen würde, daß Sie wirklich der recht: sinv, wie ich mir dachte und hoffte. Ich hatte keinen anderen Beweggrund, Sie kommen zu lassm.
Während ich noch immer zögerte, welche Antwort ich geben sollte, klopfte es plötzlich laut an bet Haustür unten. Einen Augenblick später ließ sich ein lauter Wonwechsel im Korridor des Parterres hören.
Tie Gräfin streß einen halb unterdrückten Schrcckenssänci aus, schwankte und wäre zu Boden gesunken, hätte ich sie nicht in menten Armm aufgefangen.
Dio mio! keuchte sie. Es ist ferne Stimme. Er hat mein Versteck aufgespürt. Ndtn Lebm ist nun tn Ihrer Hand, Ihre ganze Zukunft steht auf dem Spiel. Was sollen wir tun?
Aber, flüsterte ich, wer ist er — triefrr schreckliche Kerl?
Der Mann, der Ihren Bader getötet ebn richtiger ermordet hat! lautete ixe verblüffende Erwv- jarauftrin biß ich die Zähne zusammen irnt> führte die Gräfin in ihr Schlafgemach.
«veheu Sie hier hinein.' sagte ich. Tr?ben S« den Schlüssel von innen ab und überlassen Si» alles andere mir!
Nunmehr hörte ich schwere Fußtritte die Treppe herauslommen. Dann ertönte ein gebieterisches Pochen an der Türe. Nach em'r angemessenen Pause öffnete ich sie und stand, nn> ich glaubte, Auge in Auge dem Manne gegmüder, der meinen Baker um gebracht hatte.
(Fortsetzung folgt)
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