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Vorherbestimmung der Nacht­fröste im Herbst. Nach den Untersuchungen von A. Dammermann in Genf liegt der niedrigste Temperaturgrad der nächstfolgenden Nacht 4° (L tiefer, als das Thermometer am Nachmittag zeigt. Das feuchte 1 Tljermometec stellt man sich aus folgende Weise hu. Die gläserne Kugel eines? Celsius-Thermometers umlegt man mit einem rundgeschnilteuen Stückchen dünner, alter Lein- wand von der Größe eines Dreimarkstückes, bin bet das Zeug über der Kugel mit einem Zwirnfaden zu und schlingt um die Kugel noch über der Lein­wand 8 bis 10 Baumwollfäden übereinander, deren

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mc. Frankfurt a. M., 18. Nov. Die Brauerei Binding A.-G. verteilt für das am 1. Oktober abgelaufene Geschäftsjahr aber­mals 6 Prozent Dividende.

Berlin, 18. Nov. Börsenftimmungs- bild. Die weitere kräftige Erholung des Mark­kurses in Neuyork beschleunigte hier bte rücfläunge Kitrsbewegung für ausländisck-c Demsenund Noten so daß deren Kurse besonders für die Deutschland wichtigsten Plätze unter Heftteen Schwankungen er­neut stark zurückgingen. Infolgedessen lagen zu Börsenbcginn yu den ersten Kursen umfangwtyc Werkmifsaufträge vor, so bafe die Maklertafeln be­sonders für Diontanwcrte überwiegend mit Minus­zeichen bedeckt nxiren. Verkäufe ergabm sich zumerst aus G'attstellungen der Bürsenspekulatlon und teite UYtte dv; Prioawublikums, doch lagen von diesem in yt EiahtTitstttrsen gehandelten Jndustriewerteu erstmals feit Wochen überwiegend Verkaussaufträge vor, von denen aber ein großer Teil infolge zu späten Eintrcsfens nicht mehr zur Ausführung gelangen könn e. Das Geschäft wickelte sich aber, wie betont werden muß, in aller Ruhe ab. Die Kursrückgänge im Großverkehr waren wiederum ganz erheblich und betrugen für Montan werte, die bis jetzt in der Hauptsache die Träger in der Aus- wärtsbewegung gewesen sind, 10 bis 40 Prozent, pur die übrigen Papiere 5 bis 35 Prozent und vereinzelt darüber. Mit besonders schweren Ein­bußen sind noch Dösch mit ungefähr 100 und Thale mit 70 Prozent erwähnbar. Schwere Kolonialwerte waren toicbentm einige Lmnderte von Prozent nich- riger. Von Valutarverten büßten Mexikaner, Grie- dxm und Türken ganz erlseblich ein. heimische Rett- ten veränderten ihren Kursstand nur wenig. Bank­werte zeigten, obwohl gleichfalls niedriger, Wider- standsk.af Auf dem so erheb ich ermäßigten Stande jeigte späterhin die Börse ziemlich allgemein; Widerstandskraft, und es kam bei anhaltendem Auf- Unb Nieder in der Kursberoegung vereinzelt zu Erhöhung.

Frankfurt a. M., 18. NvV. Börsen- stimmungsbild. Die an der Mittagsbörse eiitgetretenen Kursrückgänge scksemen die Speku­lation zu Käufen veranlaßt yi haben. Zu Beginn war die Tendenz befestigt. Eine Anzahl vc>n Mon­tan- und Jndustriepapieren traten wieder mit Kursbesserungen hervor. Ziemlick) lebhaft war das Geschäft in Mslandspapieren, wo die Erholung der Devisenpreise Anlaß zu KurserHöhungen gab. Die stärker gedrückten 5prv». Tehnanlepec gewan­nen wieder zirka 24 Prozent zurück, 470 bis 475 umgesetzt. 47, Irrig. Mexil'mter notierten 490 5pwz. Gvldmerikaner 765 b s 775, bpvoz. Silber- meritkmer 579 bis 581, 47rpwz. Tehuantepce 417, Deutscl^-Uebersee 1010, gewannen 25 Prozent zurück, sonst waren Elektropapiere nur gering ver­ändert. Wlerwerfe Kleyer 344 t<us 6 Prozent. Daimler-Motoren 265 plus 1 Prozent. Mannes­mann zogen mit 542 16 Prozent an. ^>öher stellten sich auch Deutsch-Luxemburg 396,50, L>arpcner525, Phönix 583, RheinNuhl zu höheren Kursen gesucht 530. Hapag war 37« Prozent gebessert 195,50. Sehr fest lagen Eisenwerke Meyer 495, ferner gingen höher Spiegel und Spiegelglas 650, Ao ment Heixlbevg 305, Hirsch Kupfer 415. vöhcr stellten sich Chemische volzverSohlung 537, Rüt- gerSwerke 439, Zellstoff Waldh)f 467^0 plus 7x/2 Prozent. Metall Dannhorn 225. Eisenbandel nntrbe 317 gehandelt. BingiverVe 304. Handverle Füssen 417, Nvrdd. Lloyd 184, 5pwz. Reichs­anleihe 77,50.

Oandel.

lNrankfurter Warenbörse.

fd. Frankfurt a. M., 18 Nov. Bfei nicht sehr starkein Besuch zeigten die Käufer Zurückhal­tung. Man erhärtet von der Valutabefestigung eine Belebung des Geschäftes. Die Textilsabriken sind derart mit Aufträgen eingedeckt, daß neue Ordres erst ab April 1921 mtgegangenommen wer­den. Auf dem Lebensmittllmarkt herrscht bei stei­genden Pvriscn besonders starke Nachfrage nach Südftüchten für Weilmachten, doch tagen auch große Angebote in Schmalz, Oel und Hülsen­früchten vor Auch auf dem Textilmarkt wurden große Posteir zum Brr'ans gestellt: so namentlich Papierg.w'be, OJttme billiie L>errenanzüge,Futter­stoffe, Hemd.-ntüchern. Gckucht wurden in großen Posten Nohnesftl und Verbandstoffe. Aus dem Chemikalienmarkt bewirkte dec Rückgang der De­visenkurse eine Zurückhaltung der Käufer, zumal die Preisstingerung brr Vorwock>e die Abschlüsse größerer G?sck)äste schon sehr erschwerte. Es wur­den angebotm: Soda 9898 Proz., Kupfervitriol, Kern- und Schnri-rs^fe, Antichlor, gelbblausaures boten waren Paraffin, Baumwolldochte, Cremo Kali, Oxalsäure imo Vitriol für England. Ange- Tartari 99V» Proz., technische.Oele, Chelatine, domxlwhlensaures Natron, Pyvamiden, Antiperin, Menthol, Aspirin.

^ranffurtrr Minoichmartt.

fd. Frankfurt a. M., 18. Nov. Es waren angetrieben: 481 Schafe, 501 Schweine, 14 Ferkel, 97 Kälber; außerdem 35 Rinder, 6 Ochsen, 7 Bullen und 22 Kühe. Das Ge­schäft bei Kälbern und Sck)afen war lebhaft und der Markt geräumt, bei Schweinen und

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(In einem Teil her Auflage wiederholt.) Das neue belgische Kabinett.

Brüssel, 18. Nov. WTB.) Tas neue M» irifteriinn rft wie folgt msomrneugesetzl: Vorsitz unts Inneres Garton öe Löiart (Kathvlil), Justiz Vcn>- dervelde (Soz.), Auswärtiges Jaftec i ftTati).), F» nanyit Oberst Tl.e.uns, Wirtscka tsmrn'i tnum Jo« wie Ministerium für die venvüsteten Gebiete und die 5krirgsschä^en Vandervyreor (Üach.), ftotanttn Franck (lib.), Eisenbahnen ein noch nicht benannter Liberaler, Kunst itno Wifsenschat De'tue (Soz , Acberbau Baron Rrt^tle (Küth.), Verteidigung To.

(lib.), Industrie, Arbeitersürsorac und fcer< pstegung Wouters (So-.), öffentliche Arbeiten st>ele (Soz.).

Die Lage in Griechenland.

A then, 18. Nov. (WTB.) T« bisher tta liegenden Ergebnisse der Wachten bet bei Fronttruppen in Kleinasten haben bm Anhängern Veuiselos e.nige Sitz." gcb.xicbt. Dux rechnen damit, daß von 368 Mandaten der Kav> mer 150 bis 160 von ihnen besetzt werden tör.» neu. Rhallys hat mit der royalistiscken tei darüber beraten, ob die neue Regierung ten Regenten oder der Königin Olga den Etd pr leisten hat. Weiter wird berichtet, daß Wem. selos im Laufie dieser Wvck^ noch nach tßciti vrifen wird. Zu Ehretl König Konstantins fanden in Athen Kuirdgebungen in allen Strafcn statt an denen sich auch Soldaten und. Dolinsl« beteiligten. Tie Zeittrngen widmen dem König Kvnstirntin chvenvolle Artikel. In der Stadt stch man zcchlvTiche Bilder König Konstantins.

Paris, 18. Nov. (WTB.) DemEcho te Paris" wird aus Athen gemeldet: Die Führer der Royalisten scheinen auf die Rückberusung König Konstantins auf den Thron mit Rück- sicht auf die Entente verzichten zu wollen. 6« sollen beschlossen haben, dem Diadochm den Thmn anzuiragen. Die Royalisten,hätten erklärt, sichen Anzeick>en dafür zu habeit, daß England unb Orant« reich dieser Lösung der Frage grundsätzlich sich nicht entgegenstellen würden. Der Korreipondent Petit Journals" meldet, es scheine sicher, iah Rhallys heute dem Regeirten die Liste feiltet Mit­arbeiter überreichen werde. Die Führer der Lcui« selisten scheinen gestern mehreren englischen imb französischen Journalisten ungefähr die gleiche 6t« klärUng abgegeben zu haben. Sie fügen hinzu, daß die Kammer, die einzige verfasfungA'bende GnM, in aller Kürze einberufen werden ioirrbe. Die Kam­mer toerde sich bann über die Thronfolge ai4 sprechen. Ihre Entscheidung werde sodann eüat Volksabstimmung unterbreitet werden.

England und Rußland.

London, 17. Nov. (WTB.) Der eird gültige Entwurf des Handelsabkotn- mens mit R u ß l a n d, der in der Kabi- nettssitzung besprochen wird, sieht folgend Punkte vor: Freilassung der Gefangenen, Gin- ftellung der bolschewistischen Propaganda und feindlicher Handlungen, grundsätzliche Aner­kennung der Schulden an Private,- und tech­nische Abmachungen betreffend die Wiede» aufnahme des Handels.

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