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flügelzuchtverein im Saalbau :u Feier seines 25jährigen Bestehens eine Gr flügelschau ab. Es sind viele Ehrenpreise ge>
tag fron vormittags 10 Uhr bis nachmi' ■■ 5 Uhr aufrecht erhalten.
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spnn ta g werden rn neuerer Zeit vielfach aus den Zweigen der Stechpalme gewunden. Nach oer Legende soll unsere Stechpalme, tee man in oen deutschen Wäldern vielfach als
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** Gottesdienste am Zoten* ta g. Infolge einer Anordnung des Hessischen Oberkonsistoriums sollen am Toten- Sonntag alle Gottesdienste in den evangeli- sclien Kirchen zu Gedächtnisfeiern für im Kriege G3cfaHcnc oder infolge des Krieges Verstorbene, gestattet werden, hierbei soll eine Kolkelle erhoben werden, deren Ertrag der Na- lloualstlitung für die Hinterbliebenen der im Kriege Gefallenen zugewiesen wird.
*M Ein? gemeinsame Gedenkfeier für tic glllllnien Kain raten veranstalten die vereinten Hai ia-Militärverrin-e Gies«!,, '--er Vrll's bund c-aiit rfeer G ci'-rgräberfüworall (ÖrSgrüzipe Gieren) utw die -vceito. Sanita^Swtanme bom R? - len Ären- am Sonntag. 21.. Noo., tcormi'tags IW4 Uhr, auf cetrt neuen Frio)hoi. Zuscnmmn- Ümst- 11 Uhr am Eingang des neuen Friedloses.
** Der Straßenbahnverkehr nach dem Friedhof wird am T 0 tcns 0 nn -
mng des Kapellmeisters Naue übernommen pftfr die VoxtragsvwMista.llungen und A.teir.gemem- schaftan sind die Rcr.une der Neagckttle io nie Der Smgsaal der Turnhalle zur Sk.füyung gestalt.
*
Q Friedberg, 17. Nov. Ter AuSscbur, fürVolksbildung hat auwr den ,iesen oer- schiedmen Vorlesungen die bereits beQonii'.u haten und sich auf den ganz n Win:e. erftreden. auch noch einige allgemeine Veranstaltungen geplant, UUi) ^war wird zunächst di: heillichc Landeswan: e^bühne ehre Kunst im Dienste der Vok-bilbung Lte cn in. dem-sie am 1., 2. und 3. Dezember „Kabale und Liebe" (Schiller), „Die versunkene Goke" (Gerhard Haupunann), und „Die Sugmbhxunbe" (Ful- da) zur Darstellung bringen wird.
# Friedberg, 18. Nov. Am 20. und 21. November hält der Wetterauer Ge-
Arrr Stadt ittifc Land.
Gießen, den 19. ?Lov. 1920.
Das steuerfreie Existenzminimum.
Von verschiedenen Seiten wird neuerdings eindringlich gefordert, den steuerfreien Einkommensteil (das steuerfreie Existenzminimum) zu erhöhen. Zur Begründung wird an- geführt, daß bei den heutigen Preisverhältnissen, namentlich wenn der Einkommensteuerpflichtige Familienvater ist, der gesetzlich vorgesehene steuerfreie Einkommensteil zu gering ist, um die steuerliche Belastung erträglich zu gestalten. Zu der geforderten Heraufsetzung des steuerfreien Existenzminimums sieht sich jedoch die Reichsfinanzverwaltung außerstande, da das Reich sonst Milliardenausfälle in den Steuereinnahmen erleiden würde, — Einnahmen, auf die es bei den gewaltigen eigenen Bedürfnissen und denen der Gliedstaaten und Gemeinden nicht verzichten kann, zumal eine anderweitige Deckung der Ausfälle infolge der Anspannung aller Steuerguellen bis zur Höchstleistung kaum noch möglich erscheint. Immerhin ist in Erwägung gezogen, für die Jahre 1920/21 vorübergehend eine Ermäßigung der Steuerlast für die kleineren Einkommen entweder durch Erhöhung des steuerfreien Einkommenteils oder durch eine Ermäßigung der Tarifsätze herbeizuführen. Die Verhandlungen darüber sind noch nicht abgeschlossen.
Veranstaltungen.
Freitag- Sta'ttbeater, 7Uhr, „Die Rasch- boffö'. — Gro^r Hörs-cinl der Universität, 8V2 Ubr, Vortrag: „Der deutsche Slktufmaim als Mi.tererbauec de? Staates". — Coss Leib. 8 Mr, Kanzln, u-.fb Vorstellung ter Medick-MeLmser. — Lv'llspielthva'ex wie gestern.
Samstag: Lilligs höhe, 3 Uhr, Feier des 10jährigen De idieu? c-es Frötelsenrinars.
Wettervoraussage
für Samstag:
. „ und neblig, wieder etwas milde, südliche Wriide.
Die x-ir C4norLbntararien erschienene Depression drängt dr.s mi teleuropäiiche Hock> nach Osten. In Rolgt tcuou sind sMickre Winde und Zunahme der NiLperscklagstvahrscheinlichkeit zu erwarten.
;Hana Samberg ,^-llerleutr. Sechen de jto vor -y5£ W-iberg UÄ ^fuhren, l Wrung hoi ! iie Sichert ^besondere n gg, in den ve Eilungen zu B daß B°! Wchen wrgk > m Ar Muß perl Uniahme sind uliet kennen, Hier dem Vo Massen fön d: Mer ein drsi um etwa: cheit verscht Men und nc dlVoruntnsu Mer war u «cksicafler V
Abg. Knoll (Str.) teilt mit, daß Mainz nur zum Ilemst-en Teil mit Kar.offeln beriorgt sei und cs deshalb v?rländlich ist, wenn die B^ölkerung mit allen Milleln vcrsuckch, sich Kartvfflln zu ver- sckaffen. Der Vertreter der freien Bauernschaft habe gwße Der'p edzungen gemacht, aber sel.-r wenig gehalten. Die Veror'-nung des Lawte:einährungs- amtS sei sehr bered? igt, ttrnn auch die ZwangS- wirtschaft aufgehoben sei. An den Vertrag-S'kartof- feilt habe Li? Landw. Zentvalgmossen^chaft über eine halbe Million Mark ter“ t ut, ohne etwas zu lci'len: dies fei doch anaesich s der Nit der St öd e ungeheuerlich Die Vertragskarwffcln düv'e'l nicht rre'i'fert werden, ehe die ein bei mische D völlernng versorgt ist. Alle Pa-beicn des H-aules müssen lieft auf eine Entschließung einigen, die ins Land hineingel>e und nach der die Kartoffeln Sti 25 Mk. cinhei lich abgll echrt -verden mü'sen. Ville Gemeind-en haben erllärt, daß sie die Kartoffeln auch zu 23 Mk. liefern können. In ein feinen G'meinten dag-gen stehe fest, daß man für 35-^--10 Mk. 'o^rt 50 Waggon Kar ofseln haben kann. Die Be^öskerung lafe sich nicht mehr langer Hinhalten. Man solle alle Kar-offeln einheitlich vm eine Zen'rale abli/fem, byn wo sie verteilt we^en Die Aullri^ auf dem Lande ''e-en N'cht M billigrn. Erfreulich se'en die baderischm Be- stimnnmaen. nach denen die Sch'eber und Wucherer in Lebensrnitteln ulw. mit ZuMhaus bestraft und ihr Bermösen eing^Kogen wird.
Abg. Bornemann (<5<n.'. zur G'schälls- otbrnrng, b aut agt in Anbct acht auf die schwache BeseiM'a die Vertagung des .HauseS, worauf der Vizepräsident Reh widerspricht.
Abg. Lur (Sor.i sp-icht oegen die Ausführungen des Abg. Dinglldet;. Uizwll'elhast stelle fest, daß. der Erz mgerpr-is von 25 Mark sehr hoch, aber im Vogelsberg sicher nicht zu viel sei, es komme banauf an, wo di? Kartosflln wachsen. Man solle einen Einheitspreis für ganz Deutschland sestsetzen. Eine Verminderung der Produltion fei bei denLandwirtm nicht zu befürchten. Man dürfe aber nicht hehen, wie es die Geschäftsführer der Landwirte getan. Nur durch eine Verständigung könne die Ruh? und Ordnung erhalt-m werden.
Abg. R e ch t i e n (Soz3 stellt fest, daß weder Bad Nauheim, Butzbach. Vilbel und entere Orte der Wetterau mit Kartoffeln versorgt sind und bespricht eine Meldung der Neuen Tageszeitung, daß Vilbel alle Kartosfelfuhrwerke aus der Straße nach Frankfurt anhilte; die Meldung fei falsch und wider befs'ves Wissen geschehen, denn die Anordnung fei durch das Kreisamt erfolgt, von feiten der Stadt Vilbel fei nichts geschehen.
Abg. Kaul stellt einen Vertagungsantrag, während Vizepräsident Reh dag'-gen spricht.
Abg. Bornemann unterstützt dm Ver- • tagungsmtrag. ter hierauf angenommen wird.
Schluß V22 Uhr. Nächste Sitzung Freitag früh 9 Uhr-
□ Friedberg, 19. Nvv. In der rfWger. Stadtperordnetensitzung feilte ter Bürgermeister mit, daß ScliubwareuhLiüxer Sulzmann 200 Mk. für das Mu eum und 100 Mk. für dir Säuglingöfürfvrge gestif et tet. ferner itaj Fabrikant sluoßbacki. auf einer Verste uerung in Frankfurt fünf FriLuberger Münzen für ten D? rag bau 900 Mk. gesteigert uiti dem Mufeum gcich i.f ix — Die ©'ab toemrtmctm'iy-T)ammlung ffmehmbZ nacl» dem Vorschläge des Bauausschus es bi • Er- höhimg der Geluhren für baupolizeilicl»' B-'ich- tigungen in Anlegung an die staa I'.djen Sice — Zur Wasserverforgung in der „Vorstadt zum Garten" soll nach Be eitigung des do.stgrn öffe.ib lichen Brunnens für die z.chn beirvsteiien Famisten eine Hausleitung a> l gt werten utto dafür für je;? Zapfstelle 400 ML. ang.f r ert w.rien, den Rcsr der entstehenden Kosten übernimmt di-.' Stadt. — Beigoordneter Damm war in Berlin Lei dem NncksDhlenver vrgungsamt ivvrstel.ig wegen bessc, rer Belieferung Friedbergs, die ihm auch ge.oähr! Vimute. — Der Bürgermeister teilt mit. iaj Aussicht aus eine Belegung Fri-ellbergs mit 250 Main Sicherheitspolizei bcftäit. e. — Den städtischen Arbeitern wird vom 1. Sep ember ar nach dem Beschluß des Wirtschaftsve.bu.des eine lOprozentige Lohnerhöhung Lximfligt — Das FinanKministcrium hat die für Friedberz vorgeschlagene BesolvungÄrrdnung genehmigt. - Am 1., 2. und 3. Dezember sollen Vorstellungen des hessischen Wandertheaters ftattfintai: zur Untersetzung des Unicmehmens wird auf ein Gesuch des LvlkSbildungsauSfchusses unen'g llllch Heizung und Befreiung von dec Karienstcuer bewilligt. — Die Filial- und Warenhaussteuer wird um 150 Prozent der Gewerbesteuer erhöht; die Grund-- und Gewerbesteuer wird von 22 auf 30 Pf. für 100 Mk. Vermögen erhöht; die Vergnügungssteuer soll nadi dem Wunsche des Minis eriums dem Kreiscn Sschiifc zur Beratung übergeben und dann erneut zur Qk- nehmigung vvrgelegt werden. Ferner soll cüu Schankerlaubnissteuer zur Einsühnns Lommen, die bei NeuLonzessvonen 500 Mk., bei Erneuerung von Konzessionen 300 Mk. betragen soll. Das Oktroi soll erhöht und für Brannvoein neu eingeführt werten.
[] Kirch-Göns, 19. Nvv. Auf eine No> tiz unter Holtheim in Nr. 270, die den Dn- kehr der ch l e i ch h ä n d l e r an der Halt» stelle Kirch-Göns betraf, sei bemerkt, daß seit einiger Zeit an unserer Haltestelle ein flw mando Polizei truppen aus Butzbach ständig stationiert ist, das durch strengste Revision aller Pakete den Schleich häirdlern an dieser Haltestelle das Handwerk so ziemlich verdorben hat. Allerdings wäre es besser gewesen, es tväre schon früher in dieser Weise eingfr schritten worben; und noch besser wäre eS, wenn die zahlreichen bei Tag und vor allein bei Nacht verkehrenden Automobile eine: gründlichen Revision — etwa wie es bei Ausbruch des Krieges 1914 der Fall war - unterworfen würden.
Starkenburg und Rheinhessen.
Fremdensteuer in Darmstadt.
rnt. Darmstadt, 19. Nov. Die Stadtverordnetenversammlung beschloß gestern dik Erhebung einer Fremden steuer, nad der vorübergehend in Darmstadt anwesendr Personen 20 Pf. zahlen müssen, wenn bü Zimmermiete 2 Mr. nicht übersteigt. Für höhere Beträge werden 20 Proz. erhoben.
RaubüLerfall.
rnt. Darmstadt, 19. Nov. In der Nacht zum Donnerstag wurde auf der Land straße zwischen Darmstadt und Eberstadt dei Althändler Jakob Kließ aus Eberstab! von zwei jungen Burschen überfallen uni eines Geldbetrages t>cm 5000 Mk. beraubt Einer der Täter, der aus Eberstadt stammt konnte bereits festgenommen werden; er ip geständig.
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X Grvß-Stetnheim (Hellem). 17. In der Sitzung tes Gerne ude at5 L gte Bürge? meister Birsch die Bechältniffe iar, dü zur Elvrl' nun« des Konkurses der Hanauer Slte' ße n bahn--A ktien ge sell j cha t geü rf laten. Dio Stadt G oß-2le5'heim ist mr Mtienkavital von 30 000 Mk. an ter ©ee»[ teteifigt. Aus Bestw'et keilte der Bürgerwculel mit, daß in ter Äufsichtsratlsitzung ter ÄelÄm gefaßt worden sei, ten Berieb ter StrafcnhW vorläufig aufrecht zoi erhol en. Bä ge.n eist r bu G teilte ferner mit, daß am 4. Te-ernber b. J’ 600 Jahve terffoffeu feien, f ittem 5tenrf^ S'adtrechte verliehen wurden. Es soll eine einsauX würöiae Feiw stat.scw.ct.
Kreis Wetzlar.
* Hochelheim, 17. Nov. In der «rrw trennt Nack.lt wurde in die Wohnung des -*• «-JJ; e i n g e b rvche n. Die Diebe drangen von vo Straße mcs in das Wohnzimmer, nacktem lte «J Fensterscheibe hwausgeschnitten hat en. Um niffl Überrascht zu werden, ha ten sie die Türe ten time» abgeriegelt. Ein Fahrrad mit neuer Beve.fung, eu Rucksack, 8 harren, Zigaretten, edvas la res 6)e > und einen s.lbernen Kranz mit Widmung, teil v* Kinder ihren Eltern zur silbernen Sod^n1 A sckenkt halten, fielen ihnen in die 6ante. » Spur der Diebe führt nach Wetzlar. St: war Heu morgen an manckren Stellen ter naffen ® WK.ff erkennen, da die auf ten Gummi.ei feit ©drift deutlich abgedrückt war. Die Einorecho müllen genau in der hiesiam Geg nd beianm in denn in Gwßrechtenbach benutzen sie erneu li • > der um den Teil des Dorfes führt, in dem
Landkreis Gießen.
* Grünberg, 17. Noo. yergungeneneam5» tag hatt n die Polizeidieuec ter Prwrnz Oberteilen ei e außerordentliche Generalversammlung rach Grüntera d.iberu er, um über die Frage zu enticheLei, 00 sie stch als Polizei- diener-Derb«u- be.n Eeivr.sdxistsbunde tec Ee- meinteueamte.i He s ns »ter dem P> lixtteamte - Verband für Hessen an sch lieben sollen. Als Rc- fevent sprach der 2. B'wsitze -t< d:s Gcwerksckuft>- buntes £<fl"fd<r Qten e?..i> Beamten, ©babtbau* fühver Walz- Villel, welcher in ecugc'l-en^er Werse di- Ztele und An'gaben tes Buntes Itarlegie Nach dem erläuternden Bericht des Resermten waren auch die Poliz i-'e e. Ob-rhesst'nr, gehend einig, daß nur dec Gew.rkschchtsbunb der Gememdebenutal Hessens ihre Jutecesseil hxtlyr- uehmen und an maßgebender Stelle vertreten könne. Nach eingehe.der dlusspcache und ver-- sck>iedenen Aufklärungen des Vorsitzenten des Poliz idleuerrecha. des uirb tes Referenten er^sb dh Abstimmung den eniflintmigen Beschluß, d m Gewerisi-allsbund ter Ge.rEi. d.beamten Hesfeus teirutveieu.
* Rodheim b. Hungen, 16. Nov. Am Sonntag ab.nd trat der hier neu gegrüntete Ge- fangrenein unter Kellu- g von Sckmlte m-alter Dietrich zum erstenmal ai die Oe.fmtliä-k.it. Mit größer De ifallskundgetemg 'spurte dec Gesang von allen Zichövem ausgenommen.
Kreis Büdingen.
# Büdingen, 18. Nov. Beim Holz- abladen am hiesigen Bahnhofe verunglückte der 20 Jahre alte Wilhelm Jeck aus dem benachbarten Michelau und starb an den erlittenen Verletzungen im hiesigen Kranken hause. — Im benachbarten Vonhau- sen wurde Johanri Heinrich Kempf zum Beigeordneten gewählt.
* 9! idda, 18. Nov. Am 1. d. M. begann das Winterhalbjahr der . hiesigen staatlichen Gewerbeschule. Den Tagesunterricht besuchen 49, die gewerbliche Fortbildungsschule 35 Schüler, am weiblichen Handfertigkeitsunterricht beteiligen sich 35 Schülerinnen. Der hiesigen Geweroeschule sind angealiedert die gewerblichen Fortbildungsschulen in Reichelsheim (Wetterau), Echzell und Laubach, an denen wöchentlich an einem Nachmittage unterrichtet wird.
# Wippenbach, 18. Nov. Zum Beigeordneten wurde Wilhelm Emrich I. gewählt.
Kreis Lauterbach.
= Schlitz, 18. Nov. Nachdem die Bortrags- keihen dieses Semesters eine kurze Unterbrchung! erfahren und am vergangenen Smmtag eine große allgemeine Lu ther fei er cm ihre S eile getreten war, fanden gestern die Vorträg: in den Arbeits-- gemeinschaf en ivieder ihre Fortsetzung. Es wurde die soziale Vortragsreihe mit einem Vortrage von Dr. de Bra über „Die deutsche Auswanderung und ihre Aussichten" eröffnet. Der Redner, der ein*. Reihe der als dluswanderungsgebiete in Betracht kommenden Länder aus eigener Anschauung kennt, konnte so aus einer reichen Erfahrung heraus, man- ckten praktischen Wink geben, aber auch vor manchen übertriebenen Erwartungen warnen. In den Dienst der Sutbcrfeier hatten sich die heimischen Gesang-- vereine gestellt. Prof. Dr. Schcan (Gießen) hatte es in seiner Festrede verstanden, den zahlvnchen kBesuchern aus allen Kreisen der Einwohnerschaft zu sagen, was Luther, der uns ein Leben vorgelebt, uns Deutsteen pvn heule ist und sein kann.
Kreis Friedberg.
Von unseren Volkshochschulen.
# Butzba ch, 17. Ncv. Eine Vo lkshoch-- schule im wahrsten Sinne des Wortes hat der hiesige Volksbildungsverein in fleißigem Mühen geschaffen, und als vorbildlich in je^er Beziehung kann seine im letzten Winter erprobte Betätigung bezeichnet werden. Wesentlich sind nickst nur die trefflichen Bildungseinrickrtungen und Vermlstal- tungen, sondern vor allem die Tatsache, daß es hier auch gelungen ist, einen großen Teil der Hörer und ter Teilnehmer- der Arbeitsgemeinschaften aus ten Bevöl kecungsschich en zu geivinnen, denen in erster Linie die Volksbildungsarbeit und die gesamten Bestrebungen der Volkshochschulbewegung gelten müssen. Es ist uns bekannt, daß auch in enteren oberhessischcn Städtchen die Volksbildungsarbeit recht mustergültig organisiert ist, zum Teil sv-gar rxxfci mehr auf dem Heimatlichen fußt; ater es sind uns aus manckstn Orten Berichte zugegangen, die in der Hauptsache nur einen Besuch ter Ver-anstaltuncen aus dem Beamten- und Bür- aerbum festste len können und Klage übet die gering; Becciliglrng ter bäuerlichen und arbeitenden Bevölkerung führen müssen. Daß die Hörerschaft sich hier anderes zilsammensetzll da? ist in der Hauptsache dem Zusammenarbeiten tes Bildungsvereins mit dem Gewe k^chaftskarte l zu danken, was möglich ist, ohne dabei in politischer oder religiösen Hinsicht den noutra'en.Boden nur im geringsten zu verlassen. Die dieswinterlichen Vortragsreil><m. und Arbeitsgemeinschaften, »u denen wieder zahlreiche Anmeldungen aus allen Berufskreilen vorliegen, beginnen jetzt und dauern bis Mitte März. Die einzelnen Vorträge finden wöchentlich je einmal statt, werden sich also auf etwa 15 Stunden arrstehnen. Es inerten im Wn erlernester folgend; Vorlesungen gefallen: „Die Blütezeit deutscher Dichtung im Mittelalter" (Prof. Dr. Werner); „Hauptwerke deutschen Schrifttums" (Lehramtsreferendar Robert Schäfer, Gießen); „Deutsche Ma erei int 19. Jahrhundert" (Dr. Hans Werner, Gießen); „Wichtige Gesetze und Anwendungen der Elektrizität mit Bertack-en und Hebungen" (Dr. Becker); „Ausgewahlte Fragm der Sozialhygiene" (Prof. Dr. Hrmlernüller, Geßen). Außerdem sind rn ter soziologisch'u und volkswtrlschaf lid.vn Abteilung zutammenfas ende und p oblembebandelnde Vorträge von Pros. Sisck>e iFranlfurt a. M.), Pwf. Dr. Vogel (Seminar Friedtecg), Redakteur Ques- sel (Darmstadt) u. a R^duern vorgesehen. Eine A b its- und Lesegem inschaf wird die in den vv ks wirtschaftlichm Vorträgen awsgeioorfencu Fragen in Aussprack^en klären mti> verarlei en und auf,extern durch die Lek üre von Quellenwerken dem Entwicklungsgang ter Menschleitskultur, der Volkswirtschaft und tes Rechts nack>zufühlen suck)en Zu alle- tem kommen noch mus italische Abende. Vorträge von Musikpädagogen, erläutert durch musika ische Beiträge eines Streichguartettes sollen zum Verständnis der gros.en deutsche Tondichter De?tHoven, Bach und Händel führen Diese Abende teginnen am nächsten Sams'ag mit einer Feier, ute von der Lei.ung der Volkshochsch'tle und dem Geweit'chaftSkartell aus Anlaß des 150. Geburtstages Beethovens im großen Saal des „Hessischen Hofes" veranstal'et wird. Die Ausführung hat die Itaatlick)e Kurkapelle zu Bad-Nauheim, unter Lei-
prächtcgen Strauch antrifft, von jenen Pal- j menbäumen abstammen, von Denen man bet Dem Einzuge Christi die Zweige brach, die man auf Den Weg streute. Als bann aber dasselbe Volk, welches erst kurz zuvor Dem Herrn „Hosianna" zugejubelt hatte, „kreitzige, kreuzige ihn!" schrie, erhielten Die Blätter Dornen, welche zur steten Erinnerung auch für uns selbst im Winter an Den immer grünen Blättern zu sehen sind. In Hannover war am Totenfeste früher das „Fuen" mieden Stoep5 aen dieses st ach lichen Strauches Sitte. Die Lehrlinge der Bäcker und Böttcher bsgaben sich mit Den durch bunte Bänder und Knittergold geschmückten „Fuebüschen" in die Wohnungen ber Kunden, um sich Trinkgelder und zugleich von den weiblichen Bediensteten Bänder zu erbitten. Im Weigerungsfälle wurden Arme und Hände -ordentlich „gefuet", d. h. mit den stachllchen Zweigen „gestrichen". In England werden zur Wellj- nachtszeit die Haustüren, wie bei uns zu Lande zu Pfingsten. mit Birkenmaien, mit den schöngiänzendgrünen, durch die roten Beeren gezierten Zweige unserer Stechpalme ge- -chmückt. Dieselbe heißt dort Hollystrauch. Auch Schlächter und Bäcker schmücken dort ihre Läden mit Hollyzweigcu. Am Totenfest findet bei uns die „Ilex" ihre Verwendung hauptsächlich deshalb, weil wir zur Herbst- und Winterszeit keine Rosen für unsere abgeschiedenen Lieben mehr auftreiben können.
** D i e Literarische Gesellschaft schreibt uns: Für ten nächsten Dich ec-Abend hat t-ie Literarisch; Gesell'chäfc (wie wir b.reits berief tet) ten Dichter Wal er Hasenclcver aus Dresden eing-llaten. Hweucleiver, der sich aut einer längeren DortrugSrei e t urch ganz Deu.schlaud befindet, wird am 23. Ncvember in ter neuen Aula aus feinen We firn vorlestn und zivar Szenen aus seiner Kvmödi; „Die Eutsch i'oung" und aus feinem Drama „Die Men.chen". Der Name des Dichters, der im Vordergrund der jung cm 1 eben Li cratur- belvegung steht und ter ten expreisionistisd-m Stil in feiner reinsten Form verkörpern wi l, wird auch -für nufere li.erarisch intevlls erten 51 reise von besonderem Jntevessc sein. Aehulich,'imc auch die Uraufiühnmg des Dramas in Prag im Mai diefcs Jahres 'rot ausverkaufrem Haus unter großem Beifall gegeben tourte, ter teil Dich er wiederholt auf die Bühne rief und ter das teilweise anfangs testetente Vorurteil bald in Bereiste ung und Bei- fa'llsbezeugungeu urrtiuautelte. — Zum Sch'u, sc sei noch teme-k, daß durch das freundliche Zuoor- r-ommen ter Tirek ion un eres S adllheat.rs keine Vorstellung am Tiens'ag stialtsindet, um allen 2teotrrte;u(fe n die slltene Gelegcnteit zu geden, die Persöillickckeit und Art dieses Dichters kennen zu lernen. (Siete Anzeige.)
** Verhastete B randstister. Vor einiger Zeit brannte bekanntlich in Heuchelheim die Scheuer des Landwirts Beppler nieder. Die Vermutung, daß es sich um Brandstiftung handle, bestätigte sich, und die Täter, die beiden Zahntechniker Ernst Sch. (der übrigens noch nicht 18 Jahre alt ist) sowie der 20jährige Georg B. sind bereits ermittelt und festgenommen. Sch. hat die Scheuer angesteckt, fein älterer Genosse wartete vor dem Gebäude. Bei dem entstehenden Tumult hofften die beiden Früchtchen, in der Nachbarschaft ungestört einbrechen zu können. Anscheineno wurde ihnen jedoch vor ihrer eigenen Courage bange uno sie verschoben den Einbruch um einige Tage. Sie konnten sich Dann aber nicht lange ihrer Beute erfreuen, Denn sie wurden bald verhaftet.
** Zur Landlagsdebatte über Kabine t t s j u st i z ertaeft uns Abg. Vetters um Aufnahme tes Folgenden: „Es ist nicht richtig, daß ich tehcmplet hat';, die GießenerStaatSantoalt- schäft toärc für Aufhebung des Ur eite gegen die Rödaener Artei er to.geu Felddiebstahls. Nachdem die Verurteillen die Nechtel'caft des Uctells anerkannt haben, kann von dessen Anftebung überhaupt nicht die Rede fein. Ich habe nur bemerlt, dafll toie mir zu Ohren gevommen. fei, selbst die Slaatsanwaltschoft jetzt die Sache etivte milter anfehe." — Wix bemerken dazu, daß, wneinanbex völlig unabhängig, außer uniexcm Berich etsta'ter auch die Bexich.ersta ter dec Darmstädter Blätter die Aussage tes Abgeordneten Bellers so wi der- gegetem haben, toie es in unserer Nummer 271 zu lesen stand. —Die amtlickie „Darmstädter Z e i t u u g" läßt Herrn Vetters sagen: „Ich habe übrigens gehört, daß selbst ter Staatsanwalt tu Gießen nach Abschluß des Verfahrens sich für Aufhellung tes Urteils erklärt hat." — Im „Darmstädter Tageblatt" lautet ter Satz etwas ausführlicher: „Ich habe auch gehört, daß ter Staa.smrwalt in Gießen selbst sich für Aufhebung des Urteils mtegeftrodren hat, also seine Ansickst geändert hat." — Das Blatt verzeichnet bei dieser Stelle die Ausrufe: „Hört, höit!" — Di; „Hessische Landeszeitung" berichtet genau in ter von uns toietergegebenen Form.
** Der Verkauf voni Gemüse, O b st usw. findet von morgen ab nicht mehr auf dem Oswaldsgarten, sondern nur auf dem Wochenmarkt (Brandplatz) statt.
** Besitzwechsel Verkauft warte das Haus Harnrnslraße 14 für -63 000 Mk. ani Johannes Schneller Eheleute in Gießern.
r ** Steinkohlen-Bez-ugsGe- sells chaf t Gießen teilt mit, daß sie Ei form- und UnionllB-iLetts auf Lager hat. Wegen TranSport- schwiecigLei'en werden Die Mil« ieter dringend er- siuhl, die ihnen ^stehenden Mengen ateuholen. ('^rete Anzeige.)
** Gründung eine§ EinHeitsver- bandes der Angestellten. Am 20. mib 21. November werden in Magdeburg die Vertreter von fünf b.-teutenten Vecbändni ter An.jestellti-n mrammentreteu, um de en V rschinelzung za be- schließen. Es soll das bisherige .Kartell tes Gene r k scha s t s b u n de s der Aiigestellten zu einem geschlos e en Einh itsverlande ter mäni’- llcken und v'oibli e-i fauimanntidele 'nisch n uno Bur a --Angestellten unte: temse beit Namen urng;stalti'l werten. Det iligt ft b an ter V r- fchmllzung die r.acf/'.'e'ciice.t V rbänd;: ft'auhnän- nisctvr 7>' mi von 18 >8, Hamburg; Ve band


