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Vmckmrd Verlag: vrühl'sche Univ.-Vuch- und Steindruckerei H. tauge. Schriftleitung, Geschästrstelle und Druckerei: Schulstratze 7.

., 18. Nov. (WTB) Laut All- id bezeickne.e der Minrster für

Amsterdam

Nicht laut genug kann die Arbeitnehmerschaft drden verderblickzen Folgen warnen, die eine An- jener Anträge haben müßte. Tie Arbeit »yner Württembergs haben dies am eigenen 1?eibc Jcgccn Dort hatte der Temobilmockungskom- jMl ar dte Arbcitsmarktsanz igen a.rboten Die , 'llfzur) hrrvorgeru ene Stockung des Winicka'ts-

Die Genfer DöIferbunösDcrjammlung.

Gens, 18. Nvv. Wolfs? TerGa erte de Lausanne" wird aus Paiis g?sd7raeb«.l, datz man in ^-ratihicid) über dte starke Vertretung Englands in Ge n s beunruhigt sei, las mit den Tvmruivns 19 Vert eter hat und els 5tur- men Hal«, während Foankieich sich mit drei Ver­tretern, also laut Pakt mit einer ö'vnme, begnü­gen ntüi.c. Es lei komisch, da; Nease la'tb und Snbten sunt Beispiel top eit so fch:.er ms .Gewi bt fallen als Frankreich. Ensland habe den Völker­bund zu seiner Sache ge.na.cht

energisch mit für die Beseitigung jenes Verbotes einzutreten, weil es weder dem ausgesprochenen Jnterefie der Arbeitnchmerkreise noch dem der Allgemeinheit entsp.ach.

Danzig.

Paris, 19. Nov. (WTB.) Der Bot­schafterrat beschloß, daß die englischen und französischen Truppen, die sich noch in D a n- z i g befinden, die Stadt demnächst verlassen sollen.

ernenn Handelsl lad bezeichnete der ....

-, ^wuukij uv» . oithien, M o n ta g u e, im U ite^hause die Lage in

«"ns hat gerade die ArbeitneHtnerschafl bewogen,! 2 n d i e n als äußer st gefährlich.

Annahme von Hnjeintn für b.e Tagesnummer bi« zum Nachmittag vorher ohne j. de 'i>erbir.öltd)hc(L preis |ttr 1 mm höhe |ür Anzeigen o. 34 mm Breite örtlich 35 Pf., auswärts 45 Pf.; für Reklame» Anzeigen von 70 mir Breite 150 Pf Bei Platz, vorfchrist 20' ? Aufich'.ag, ^auptfchriftleUer. Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug Goetz; für den übrigen Teil Dr. Reinhold 3en3; für den Anzeigenteil: H. Deck, sämtlich in Gießen.

England und Rußland.

London, 18. Nov. (WTB) Daily Chro- nicle meldet, daß Tschitscherin in ei tern d"abt- losen Tel grimm an Lord Cu /wn erfiär e,!ii Be­se tz u n g Datums durch britische Trup­pen roür.e als eine ernste Bedrohung der russischen Räterepublik aufgefaßt wer^n.

Gefährliche Lage in Indien.

England und die griechische Frage.

London, 19. Nov. (WTB.) DerDaily Chronicle" glaubt zu wissen, daß die neuge­schaffene Lage in Griechenland von den englischen Ministern in einer nichtoffizietlen Lage durchbevaten worden ist. Für den Augen­blick ist man der Ansicht, daß die Lage nicht ernst genug sei, um ein Einschreiten der eng­lischen Regierung zu rechtfertigen. Das Blatt glaubt zu wissen, daß die Auffassung des englischen Ministeriums dahin geht, man müsse die neue Lage in Griechenland als eine solche betrachten, die nur das griechische Volk selbst etwas angehe. Erst wenn die englische Negierung die nichtamt iche Nachricht erhalte, daß die Absicht bestehe, König Konstan- t i n wieder auf den Thron zurückzuführen, sei ein Einschreiten der englischen Regierung erforderlich. Die englische Negierung glaubt, daß es Zeit genug ist, diese Frage zu prü­fen, wenn sie einmal aufqerollt werde. Jeden­falls glaubt man nicht, bafj es sich um einen so hochwichtigen Fall handele, daß keine Zeit mehr zu verlieren sei.

Athen, 18. Nov. (Wolff.) Rhallis hat gestern dem Regentm dten Ei) geleistet und hierauf die Temission des Regenten verlangt. Tie andr en Kabin.t smitglieder werden ihren Ei) der Könizin Olga leisten. Veniselos ist bereits am Mittwoch abgereist.

Athen, 18. Nov. (Wo'ff.) Das Kabinett setzt sich folgendermaßen zusammen: Vor itz und Auswärtiges sowie vorübergehend Justiz Rhal­lis, Kiiegsministerium Gunaris, Fnanen Cal- lvaeropulos, Marine und vorübergehend Er- nähcung Jean Nha lis. Inneres und vorläufig Deikehrswe en T'e daris, Unterrichtsministerium und vorläufig Sicherheitswe'en Zaiimis, Wirt- schaftsministerium und vorläufig Ackerbau Mavro- micyelis.

Arbeitsnachweisgesetz und Arbeitnehmerschaft.

Kürzlich ist mit rer Bekanntgabe des Tnt- ivrfes oes Arb ilsnachlveisgei'e'es ein Vor­schlag zur Schaffung eines einheitlich organi­sierten Arbeitsnachivei'es für vas gesamte deutsche Wirtschaftsgebiet zur Diskussion gestellt worden. Der Entwurf benutzt die bisher auf nicht geiverb- mähiger Grundlage g bildeten Nachweise als Aus- I aangstTunkt der Neuordnung, fa'nt sie in örtlichen I binh/iten zusammen und errich'ei über chnen für I lie einzelnen größeren Wi<schaftSgebicteLan- | deSämter für Arbeitsvermittlung", über dencn für 1 das ganze Deutsche Reich dasReichsamt für [ Arbeitsvermittlung" stehen soll, das durch die I Neichsverordrrung vom 5. Mai 1920 vorläufig k organisiert worden ist. Für einen dauernden Fort- I Heiland der g.werbsmäs.igen Arleitsnachw isc läßt I der Entwun keinen Raum, er sieht vielmehr ein Erlöschen der ihnen ert -Uten Erlaubnis zum Ge- werbeb-trieb einer Stellenvermittlung in späle- Eens 10 Jahren, zum 31. D zember 1930 vor

I Im üb igen haben die Der affe les En Wurfes offenbar Gewicht darauf gelegt, der Entwicllnng des Arbei!snack)weises keine im einzelnm bereits I vorgeschriebene Richtung au'zndrän'.en. So si idet 1 iick> keine Bestimmung, wonach etwa der Weg der I Stellenvermittlung durch den Anz> i'enmarkt der J Zeitungen* und Zeitsck'iten n.Ti>:rrt und der j Stcllungfuchende und U ilernchmer auf die Be- V Nutzung nur des Arbeitsnachweises beschränkt wer- L den könnte.

In einer Vorbemerkung über den Gesetzentwurf 6. Ixtt das Reichsamt für Arbeitsvermittlung aus- I irücklich davauf Angewiesen, daß die Bearbeiter I (inen g"setzckich feftgeleiten Zwang zur Benutzung | im Entwurf nicht vorges h n litten. Diese weise Mäßigung ist nur zu begrüßen, sie hat aber nicht I verhindern können, daß einige Gruppen von Ar- b feitnebmenxr tr rtc r n laut die Forderung erhoben 1 haben nach Ve l nhnnn des Vermittlungsmono- » tzols an die Arbeitsnachw ise: sie beantragen die I Einführung des Benutzungszwanges für fTrbcttnebmrr und Arbeitgeber, den Zwang zur 1 Meldung aller offenen Stellen und Verbot der I Aufnahme von et H man geboten in die Zei- tun g. eh? dn: Arbeitsnachwis sich von der U:t- k wwgsick/k--it der Ve'etzung durch ihn überzeugt habe, Mwid den Erlaß dec Anz-igc auch nur unter dem Namen des Arbeitsnachweises und nicht des eigcnt- M litten Inserenten.

Wahrlich kurzsichtige Forderungen und unbe- Mgreilich, fr von Arbeitnehmer v-rtr-ckern erl-oben I nt sehen. Den Arbeitnelimern als dm wirtschaft - litt Schwächeren muß daran gelegen5 fein, daß olle Mittel erlaubt und alle Wege offen bleiben, W bie bisher das pvaktisch? Leben dem Arbeitfucheu- len zum Erhalt von Arbeit ob*r einer gehobenen Lebensstellung geboten hat. Jeder weitere Weg rergröert doch die Wahrscheinlichkeit, eine neue Beschäftigung zu finden, und iAe Bebinderuitg bmingert sie. Tie Meldung bei dem Arbeitsnach- . deis bewirkt doch ttur, daß ö r Nachweis zu dm kteit§ vvrgemerkten Arbeitskollegen einen wei- ecen hinzuvermerkt. Der Arbeitnelyner verliert iabei im gemifim Nm äuge den Pesönlichkeits- ttert, der Arbc-its'achweis notiert seine Lei>'tungs- öhigkeit, rein sachlich eben nur als Arb ntskrast, lie persönliche Ei znung und Eharalterart kann ta- >i nicht zum Ausdruck gebracht w neben. Ein Ein­ehen (ruf diese wichlizon persönlichen Werte ist . Mn Nacha>eis nickt möglich. Das Ergebnis ist be- . tarnt: Der Arbeit such ul) c wird zur r inen Nuni- |pec, hieran vermag die größte Pckichltrene des ^achweisbmmtm nichts ober nur wenig zu ändern.

-. ter Nachweis all in kann daher nur ausreicken, es sich um Arb itsverniittlung für wirNick typ sck)e Beschästigungsa tm ohne besondere Wach- und Sachkenntnisse handelt, wo der eine Mrbeitnehmer üblirfjcno ise die gleidte Leistungs- Wföhigkeit wie der andere besitzt, wenn er nur ge- [liinb ist.

11 Ganz anders steht der Fall aber mit jedem IJ'cbeitHebmcr, der irgmb eine beforu'e-e Leistungs- sl'oOigfeit ausweist. Der aualifizierte Arbeitnehmer, IIft Spezialist, ist häufig der einzige Vertreter tities Faches in einem Ort, oder aber er fühlt Hi höheren Ausgaben gewachsen, er will oor- 'tirtß kommen und feine Stellung v rbefern. In kn Detri.b, dem er zur-eit angehört, findet er krr.e Möglich! it zum Aufstieg, auch nicht in den knaebbarten Fabriken. Hier hilft die Zeitungs- sef^ieihe aus. Er verfolgt den Arbeitsmarkt seiner sachzeiischrifteu oder der Tageizeitungen und fin- nt bald, vielleicht in einer iveit entfernten Gegend was er sucht. Oder er bietet sich selbst in einer

-Hjcige an. Er befindet sich vielleicht in einer un- ttinbigten Stellung und muß feine Absicht des -dllungri'echs.ls geh imhalteu, damit ihm nickt i Jtyer selbst gekündigt wird. Hier wird er die ^icige unter Chif're herausgehrn lassen. Wären Zeigen in den Zeitungen verboten, so hätte er in

einen Fall leine Kenntnis von offenen Stellen Rillen, in dem andern fick fetbft nicht anbieten Jimen. Wird die Z itungsanzeige verboten, und 'Mit die Beirutzung des Arbeitsnachweises hcng§toei)c vor geschrieben, so fallt fast jeder An' für den strcksamen Arbeitnehmer fort, feine 'Mtungssähigkeit zu ftei;.em. Wrnn ihm der Auf­dez nicht in dem Betriebe gelingt, dem er an M.n, der Arbeitsnachweis kann ihm nicht be- 1 "jlich fein.

Aus dein Ueiche.

Brschlüsfc Oed Reichs rotes.

Berlin, 18. Nov. (WTB.) Der Reichs- rat hat den Gesetzentwurf über das Rechtspflege­abkommen zwi'chen dem Deutschen Reich und der Freien Stadt Danzig angenommen. Der Ge'etz- entnrurf über die Verschärfung der Strafen gegen den Schleichhandel, Preistreibe­reien und die verbot ne Aus'uhr lebenswichtiger Gegenstände, wKcher u. a. bestimmt, daß in be­sonders schweren Fällen auf Zuchthaus von 1 bis 15 Jahren und eine Geldstrafe von minde­stens 20 000 Mk. erkannt werden kann, wurde ein­stimmig angenommen.

Die ländliche Siedlungspolitil.

Berlin, 18. Nov. (WTB.) Vom Reichs- arbeitsministervum wird mi'eeteilt: Am Donners­tag, 18. Nov., kamen im N ichsa-beitsministeri im die Vcrtie er der Landesbehörden zur ^rsten Reichs- fiedelungskonfe enz zusammen, um die Frage der ländlichen Si debung zu erörtern. Reichsarbeits- minifter Dr. Brauns eröffne e die Taguni mit dem tzinw is, daß die Durchführung der ländlichen Siedelung einer dw wesentlichsten Vrogrammpunkt' des deutschen Wiederaufbaues sei In ein*m ein­leitenden Vortrage faßte Ministerialcat Dr. Pcnfick die Gesetzgebung und die Probleme des neuen deut­schen Siedckungslverkes zu'ammen Er be'.onte den ganz offenbaren Widersp ttch z'.oiscken den ver­heißungsvollen gesetzgeberischen Maßnahmen und den bisher beschämend geringen Er olgen. In die­sem Zusammenhänge wi-es er auf die Notwendig­keit hin, daß die landwirtsckxiftliche Siedeiung als wichtigste Maßnahme des Wiederaufbaues viel meb' als bisher auch von der Par amentarisch- sta'ken ö fmtlichen Meinung getragen werden müsse. Den gl ichen Gedanken fr-rtrat auch der z-weite Redner, Geheimrat Dr. Sering von der Uniner t ät Berlin, der Urheber des Reiche fiedelun^sgesetzes. Seine eingehenden Aussühruat- gen gipfelten in der Forderung einer umfassenden I Berichtersta tung, die nach wi> en!chaftlick».n Ge- | lichtspunkien »u otf.-nen fei Der Austausch der gewonnenen Erf-ahvungen'fe durch da§ Reichs- arbei öminiRerium gel ict werten. Die Konferenz wird am 19. November fortgesetzt.

Die AuSländerfragc.

Tas RcichsministerK-n des Innern beschloß, demLokalanzeiger" zufo g', a.L* lästigen fremd- stämrnigen Ausländer in Internie­rungslagern unter^ubringen, um sie später H passender Gelegenheit aus dem Reiche abzu­schieben.

schäftigen. Man müße von len in igen abfdmxmrm, welche die Not ih er Milarensch n ausb u en. Tie ihm nalesteheute i Füller der Vaucru siud iet<rz.n

, g gen, Ue e ich.eitung der Preise durch Wort und Sckwift eingetre.e.i. Es gv.K Gott fei Dank auch noch Dau rn genug, lv.'^hr hi.i eich ndez G5r,ü'u für ihre Milinensäten Taben. Te R ö icr führt einen Fall an, in w?lchen nach eta r Anzapfung eines Bauern im Osfe.ckaclter Abendblatt aci.t "Tage später die Sck«une des s Vaucni nt.-b.-rb amte. Mem müsse mehr den Geijt dec V rio.muug nulten lassen: es müße auch früh e.tig für Saattartjf?elh zu mäßigen^Preisen gesorgt werden. Auch dte ote üblichen Scki anen müssen unte bunben nerden.' -ter Redner fdnliert einen kvafien Fall, ii welchm einem Landwirt in Dieburg 8 Lenti e. stlact'>sp'-ln, di? zu Saalkartofseln in Gro^-Umstait ie nahrnt und erst lange nach Boentz^'ing der Saat- »-it unter La-lu g von 111 M . ZVoste i ne g>g len wurden. Sein Geld hat ec leit-; noch ni ht zu-

1 riuterl,-affen. (Dcrt, hört) Diese und äfynhil«

Sck>wierigteiten aller Art füh.e.t zu weiterer Er­bitterung.

Prä ident Neumann gibt Au'^ä uvg über den Falt in Dieburg, ist aber der Au fa fuug, daß di: Beschlagnahme zu Recht erfolyt ist. Der Fall w.-rde nachgeprust. Eine G.-nehmiguag zur fiar» tofsellieseru tg nach der Schwuz s.-i nicht err'olgt.

Abg. Engelman». (Soz.) wendet ich zu- 1 nächst gegen die Absicht des Ruches, die Zwangs­wirtschaft für Fett, Fleisch und Milch ati'-u- hssben. In der Ha-toffeltKt orgu tg s ien die Ver- 'tni'se trostlos. Die Zwangswirt cha tei la ge nicht so schlimm, wie der Landwirt behaupte. Die Drgani'ationen der Landwirte ha'-en trotz ihrer Versprechungen nichts für die V rformng der Städte getan. Der Vorwurf, daß die Städte sich nicht rechtzeitig mit Kartoffeln eing deckt haben, sei angesichts der hohen Preise, die gefordert wurden, nicht gerechtfertigt, da der größte Teil b?r Bevö kcrung bi? hoh n Preise nicht zahlen konnte. Die Pveistreib.'reien ging-n bis ins un­endliche, viele Gemeinden in Rb-inliecken wei- ^rten sich h-ute noch, Kartoss ln zum Preise von 25 Mark abzuliefern: di? Gern iibe Gaublckelktz- m habe erklärt, daß knne K-arwifeln unter 35 Mk. abgegeben werd n. Die Kommiisionen der Städte haben im Interesse der ©tabtbcDölte-ung ib-e Pflicht getan, um Kartosteln b.-rbeiiuidxi fen. Mit einfachen Verhandlungen würde nichts erreicht. ?n Rheinhessen werden etwa 4 Millionen Zentner Kartoffeln gebaut. An Mainz wurden, abgefrhen von den Vororten, etwa 115 62 ) Zentn r ge- liefert, bei ein-m Bedarf von 400 0)0 Zentner. Mit solchen Verhältnissen seien die Bewohner nicht einverstanden. Unter den heutigen b «inner­lichen Zuständen könne man verlangen, daß bet Landwirt seine Kartoffeln an di- Not ibenben verkaufe. Durch Drohungen der Bauern lasse sich di? hunrernde Ma'se nicht einschüchtern. Die Vor­würfe über ungesetz ich s Vorgehen der Kommis io. nen seien ungerechtfertigt. Winin der Landwirt mehr als 8 Stund-en arbeite, so komm" hier doch nur der kleine Landwirt in F aze. Di' Klaren der Landwi:te bezüglich der Santla-foiseln hält d^r Redner für nicht unbegründ t. doch kann er es nicht versehni, daß die Organistitwnen her Land- wirtscha't nich. selber dafür orgen. Htevau' w ndet sich der Redner geg m di? Aus üforunge.i des Abg. Dingeldev, der die Kaickoff tocio d um des Lan- d'sernäh ungsamtes für ungütig erklärt-. Wenn Derr Dingeldey noch Kveisamtmann von Worms wäre, hätte er jednialls anaers gei'vrochm. Durch die jetzige Debatte werde die Kartofselverso'-gung ivr Städte sch echt gefördert. Er war il vor weiteren Verhetzungen und erhofft durch V.rhandlungen von Crgani ation zu Organisat o.i einen guten Erfolg, denn di? Landwirtscha.t sei auch gyt organisiert.

Abg. Gesser (Z.) bringt einige le zur Sprache, in denen von den Landn-irten 35 bis 40 Ma.k gefordert wurden. Die Regierung so.le hier einmal energisch eingreifcn.

Abg. Fenchel (H. Vp) stellt in gleicher Weife die ganz a l in in Hessen bestehenden v.-rworrenen Verhältnisse in der Karwfselversorgurn fest. Der Emährungsminister habe s. Zt zu spat ein egrifien. Es habe nch hier eine vollständige Nebenre-ii rung gebildet: anscheinend war der Minister nidyt bin- reichmd informiert. Bei der Verfamm ung der Ge- ln>erkfchaflskartelle in Gießen waren die Ver­treter der Oberhessischen Landvirtschaft nicht ein­geladen. In einer weiteren Sitzung mar der Er- nähnungspräsident nicht annv end, obwohl der Städteoerband die wichtige Frage dort regeln tvollte. Hier sollte eine Preislenkung be'proch-n werd-n. Hier sei Mm erstenmal dem Gedankm Aus- bind Gegeben worden, an Minderbemi.leite bi*. Kartoffeln zum Preise von 25 Mark, zu liefern. Svä.-r sei bie Vereinbarung mit 2) Mark getrof­fen und von den Landwirle:i auch gebaLe -. worben. Es sei a'les geschehen, was möglich war. Die Preis- fests> tzung sei unter Mitwirlung der maßgebenden Pei-sönlichk i en erfolgt. Der Redner b? picht di? Vorkommnisfe, die durch die Ausfuhrverbot in len einzelnen Krei'en borgetommen sind. Er bc pridjt Zweiter die hohen Ammoniakprei e, deren H'rab- setzung erfolgen müsse und stell w oberboh fest, baß a le landwirf.ckwftlich'n Organisationen für die Ab­lieferung der Kartoffeln eingetreten s'ien Er hofft durch bie Jcfct erfolgte Angabe, daß die D. st im­mun gen über die Kartoffelversorgung aufgehoben und Prozesse vermieden werben.

Abg. Loos tDem.) befürchtet, daß aus den bisherigen Verhant'lungen kein prak isck-es Resul­tat erzielt werde. Nur burch energi dies Ablirfern der Kartoffeln könne der Not geholfen w rteu Viel-, fach wer e der Ernst der Lage nicht erkannt. Die Uebergrine seien gewiß zu b^auern, ab r zu ver­stehen, wenn man überlegt, dost Karu)ffrln genua vorhanden sind. Nur der Lmckwirl fjnnp durch Hcrbeifchaffung von Lebensmü:eln das Staatsschiff retten. Men Wuchern und Hetzern müje man jluchQte

hessische Volkskammer.

rm. Da rrn stadt, 18. Nov.

Tie heutige Sitzung wird um 91/» Uhr vorn Vizepräsidenlen Reh eröffnet.

Abg. Hoffmann (Ztr.) weist auf die Er­bitterung, die n der Ätirtofidrerforgimg aut b;t» den Seiten besteht, hin: b i ben Verbraud?cm umsomehr, als beu:e noch sehr Diebe mit Slartaf» fdn nicht versorgt ftnb, während a de e f its fest- st.Ht, daß völlig aus.eichende Startoi.teiD rräte vor­handen frnb Ter kmrch Fe De mm des Vries für Lterlvagslartosteln auf "31.75 Mk. geidu' e e Anreiz zum rermehrten Anknu von Kartoffeln war nicht nötig, da Kartoffeln genug gepflanzt wurden. In keinem teatsch? i Staat b.stehe keine größere Unklarheit üler de 51iartoff<rtrage in­folge der zahllosen Ve^ordiiwise.i, und es fet er­klärlich, tr» nn die s-lxr4e.n"dxi t zuckickliält. Dei gut.n Willen ter Baue mdxi t brande man nicht anzuzw i eln. Un-w.i ellaft ste e man aber heute im Z iden der nn f.dxh tliche t Ve armung, und es haben Vereinbarungen über die Verfo"gung der mirtfdxi tlicb Schma ren zu mäß ge n Vr.a e stattzufinben. Eine Stockung in ter Ablie'e ui g fei erst eingetivten, als die Bauern darüber uidfar it-aren, an wen sie ihre Pflichtmengcn abliefern sollten. Rickstiger wäre es geucien, wenn tas Landesternährungsamt erst für die V e r s o r g u n g in öeffen emcct.efcm wäre, ehe man bte Ge­nehmigung zum Verfand nach außerhalb e teilt?. Ter Redner hat gehört, tc& auch nach der Sduvnz verladen wurde. An einzelnen Plätzen z-ahle bie Zentoalgeirossenfck)a t 28 Mk.. al o mehr als te.i Höck^tprcis. In Friebberg re la' ge 11 Landesprodukten.-Ge-feitfckL t 4542 Mt. d e R- girrunH solle sich etmnxil jnit den^sällen he-

Ans Kärnten.

Klagenfurth, 19. Nov. (WTB.) Die P l e b i s z i t k o m m i s s i o n erließ an die Be­völkerung des Abstimmungsgebietes eine Proklamation, worin bi: Tätigkeit der Kom­mission für beendigt erklärt wird, da nun­mehr die Verwaltung beider Zonen des Ab­stimmungsgebietes in vollem Umfange auf die rechtmäßigen Gewalten der Republik Oesterreich übergehe.

Tie Ereignisse in Böhmen.

Prag, 19_ Nov. (WTB.) Ministerpräsident Cerny gab gestern den Vertretern aller Smats- klitbs eine eingehende Erklärung über die Ereig­nisse in A s ch. Es sei seckstverständlich, daß gegen a'Is Schuldigen Vorlegungen werden würde. Es liege im Interesse aller, daß sich diese unseligen Vorfä le niemals mehr n-iederholen. Er ersucl>e da­her alle Senatoren, die Parlamentsferien yur Be­ruhigung der na tonalen Entflammung zu benutzen. Das einzige Ziel der Regierung sei die Wahrung der Ruhe, Ordnung und les Reck es, das sie gegen­über jeder S övung schützen toerb^

Plauen, 18. Nov. (Wolffs In der böhmi­schen Grenzstadt Asch trafen nachts tschechische Legionäre ein unb stürmten bas Kaiser- Jofeph-Denkmal. Tie durch Sturmlenten alarmierte Bevölkerung strömte herbei unb richtete beim Lichte von Schi uv«, sm das Denkmal unter na tonalen Kundgebungen wi-ber auf. Es tarn da­bei zum Kampfe, wob i eite Pe son getötet wurde unb 23 verletzt, barunter 7 schwer.

M. 273

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170. Jahrgang Lreitag, 19. November 1920

GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

DaS Hakenkreuz.

Das prrusi'ch? Kultusministerium verbot das Tragen des Hakenkreuzes in ber Schule, ba es sich he raus stellte, daß dadurch das gute Einvernehmen zwischen den Schülern erheblich ge­stört wird.

Aus der U. S.P.

Berlin, 18. Nov. (Wolff.) Den Blättern zn^olige führt? die Spaltung bter Landtagssrak- tion der Unabhängigen dazu, daß sich für di? Richtung Crispten-Ledebour 11 unb für bie Richtung Tänmig-Hoffmann 13 Abg ordnete ent- schicen. Nach der Geschäftsordnung ber Lanbes- versammlung muß eine Fraktion 15 Mitg'i-der haben, um als solch? anerkannt zu werden. Ein­zelne Mitglieder föimen als'te gefüh .t wert'en, um eine Fraktion zu bilden. Die Neu'o-nmunisten lehnten es aber ab, ein oder zwei Mitglieder als Gäste zu betegiecen. Der Ae'testenrat w rb sich mit der Neuverteilung b schä'tigm. Das Ergebnis dürste sein, daß die bisher 21 Mitzli der starke Fraktion der Unabhängigen aus allen Ausschüssen auszuscheiden hat.