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stützung bcr itorfeibertbeu Textil- unb Schuhwaren - tnbute bedeutet. Es sind Verhandl^imgen rm Gang-?, um dieser Attiion dadurch rwch einen .oev- teren Rahmen iu geben, baü Mittel der produktiven Erwerbslose::fürjbrgf zu ihrer Unterstützung her- ange$ieigen ivercen.

Dir Auscinandersetzung in der 11. S. P.

Berlin, 18. Okt. (WTB.) DerBor- wärts" meldet qus Halle: Die Links-Uu- abhängigen und Kommunisten besetzten mor­gens das Hallesche Parteisekreta­riat und verwehrten einem der Sekretäre, der auf der Seite der Rechten steht, den Zu»- tritt zum Bureau. Ebenso durften die beiden bisherigen politischen Redakteure desVolks- blattes" nicht mehr die Redaktion betreten, weil sie Gegner der Moskauer Bedingungen sind.

Berlin, 19. Okt. Wie die Blätter mel­den, hat fick.auch die Reichstagsfrak­tion der Unabhängigen igesp alten. Bei der gestern angesetzten Fraktionssitzung waren nur die Mitglieder des rechten Flügels in Stärke von 59 Abgeordneten anwesend. Die Linke hat sich, 22 Abgeordnete stark, als un­abhängige sozialdemokratische Fraktion,Sek­tion Eichhorn", konstituiert. Mehreren Blättern zufolge haben die beiden Sow­jetvertreter, Sinowjew und Lo­sowski, um Aufenthaltsverlängerung ev- sucht. Ihr Rcchtsbeistand, .merkwürdigerweise ihr politischer Gegner, der rechtsunabhängige Rechtsanwalt Dr. Rosenfeld, hatte gestern nachmittag mit dem Minister des Innern, Severing, und dem Berliner Polizeipräsiden­ten Richter bereits verhandelt, hat aber eine Aufenthaltsverlängerung bis jetzt nicht erzie­len können. Die unabhängige Fraktion des Reichstags hat einen schleunigen Antrag ein­gebracht, in dem sie gegen die Ausweisung Sinowjews und Losowskis protestiert und um die soforttge Aufhebung der Ausweisungsvev- fügung ersucht.

Ein Heimftättentag.

Berlin, 18. Okt. (Wolff.) Das Heimstättcn- arnt der deutschen Beamtenschaft eröffnete heule Vormittag im Gebäude der landwirtschaftlichen. Hochschule unter Leitung von Johannes Lubahn den ersten Heimstättentag und Heimstätten- kurfus, an dem etwa 500 Vertreter der gesamten gewerkichaftlich organisierten deutschen Beamten­schaft mit rund IV2 Millionen Mitgliedern teil- nah men. Der Vorsitzende des Aufrichtsrats und Di­rektor des Deutschen Beamtenbundes. R e m m e r s, hielt die erste Ansprache. Er bewillkommnete den Vertreter der Reichsregierung Reichsminister Koch, die Vertreter der Reichs- und Staatsbehörden, der Stadt Berlin, die Arbeiter-, Angestellten- und Be­amtengewerkschaften asler Grade und Richtungen, besonders den Führer der deutschen Bodenreformer, Adolf Damaschke, und schloß, feine Ausführungen mit den Worten: Wv der Mensch _rine Heimstätte hat, da ist auch der Nationalgedanke am besten aufgehoben. Reichs Minister Koch sprach im Namen der Reichsregierung und erinnerte an das bekannte Wort:Unter seinem Stande sich kleiden, nach seinem Stande sich nähren und über seinem Stande wohnen". Ferner sprach Geh. Regierungsrat und Abteilungsleiter im Reichsarbeitsministerrum Dr. Glaß, Geh. Regierungsrat Dr. Pauly vom Reichs- wvhlfahrtsministeriurn, Dr. Höfte namens des dem Deutschen Gewerkschaftsbmrd angeschlossenen Zen­tral verbau des der Staatsarbeiter und Angestellten, Beckmann für den Aktionsausschuß der Arbeiter, Angestellten und Beamtengewerkschaften. Zum Schluß T)telt Adolf Damaschke die erste Vor­lesung im Heimstättenkursius über bas: Thema Grundsätzliches und Geschichtliches", die mit all­seitigem lebhaftem Beifall aufgenommen wurde. Darauf wurde die Sitzung auf den Nachmittag vertagt.

Aus Hessen«

Finanzberatung der hessische» Städte.

rm. D a r m st a d t, 19. Okt. Ueber die Finanznot der hessischen Städte wurde gestern in Darmstadt in einer Versammlung der Stadtverwaltungen und Fraktionsver­treter der fünf Städte Darmstadt, Gießen, Mainz, Offenbach und Worms unter dem Vorsitze des Oberbürgermeisters Dr. Glas- sing beraten. Bon der Regierung war Finanz- minister Henrich sowie einige weitere Ver- treter des Ministeriums anwesend. Zunächst wurde die grundsätzliche Frage der Er­höhung der Einnahmen bei größt­möglicher Ersparnis in den Ausgaben be­sprochen. Ausschlaggebend ist hierbei die Be­stimmung des neuen Finanzgesetzes, nach der die notleidenden Städte aus dem zu schaffen­den Steuerausgleichsstock nur Zuschüsse er­halten werden, wenn sie alle vom Reich un­benützten Steuerquellen voll und ganz aus­gebeutet haben. Allgemein wurde die Er­höhung der Grund-und Gewerbe- st e u e r für notwendig erachtet, deren Aus­bau den einzelnen Stäotest überlassen bleiben fall. Damk wurde eine Wohnungssteuer besprochen, die eine Besteuerung der Ztmm erzähl, die die Kopfzahl der Familie übersteigt, vorsieht. Vermie­tete Räume sollen steuerfrei bleiben. Ein­gehende Verhandlungen veranlaßte die Frage der Erhöhung der Löhne der st äd ti­schen Arbeiter, die nach dem Spruch der Schiedsgerichte anerkannt wurden, aber mit dem neuen Gesetz in Widerspruch stehen, da sie über die vom Staat gezahlten Löhne hinausgc-hen. Tie Regelung 'c i.-fer wichtigen Frage soll durch eine Entscheidung des Ge- samtministeriums herbeigefülirt werden. Im übrigen wurden Beschlüsse nicht gefaßt.

Deutsche Volkspartei in Oberhessen.

In G i c ß e n fand, wie man uns schreibt, unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Kraus müllcr eine aus allen Kreisen der Provinz Oberhessen stark besuchte Vertreterversammlung der Deutschen Vollspartei statt.-Ter Vorsitzende teilte mit, daß Landgerichtsrat Schudt bn Vor ftp uu Pro zialvcrband niebergetegt hat. Er roürcxgtc De großen Verdienste: auch weiterhin mc?. !f bewährten Kräfte in den Dienst bei m >ck Vollspartei stelle;', lieber Organiiationv Finanzfragen entspann sich eine lebhafte

spräche, die durch einen Ueberblick, den Land- yericytsrat <5d)ubt erteilte, eröffnet wurde. An der Aussprache hierüber beteiligten sich Vertreter der Kreise Schotten, Friedberg und Alsfeld. All­gemein wurde betont, daß die Gesinnungsgenossen zu starker finanzieller Opferwilligkest ermahnt wer­den müssen. Die Wahl der Vertreter zum Patteitag in Nürnberg soll bei einer späteren; Tagung erfolgen. Der Kreis Gießen bleibt auch ferner Vorort der Provinz. Prof. D. Dr. Schian gab sodann einen Bericht über den Verlaus der Tagung des Z e n t r a l v 0 r st a n d e s in Hannover, die ihn durchaus befriedigt hat. Die Rede Stresemanns habe klare Stellung zu den polftischeu Problemen genommen. Vertieft wurde die Beratung durch die sehr glückliche Rede des Dorsitzenden des hessischen Landesverbandes Abg. Tingeldey. Die ruhige Aussprache habe auch sachlicher Kritik Raum gegeben, so daß man wohl erwarten dürfe, daß das Ergebnis der Tagung für die Partei günstig sein wird. Ueber die poli­tischen Tagesfragen sprach der Generalsekretär der Landespattei Wittig- Darmstadt. Zum Schluß sprach .Abg. K l i n g s p 0 r - Gießen über die Arbeiten des hessischen Landtages.

Au» Stafct und Cand.

Gießen, den 19. Okt. 1920.

Der wmterfcihrplan.

Bereits am 1. Oktober hatten wir einen größeren Auszug aus dem, wie es damals hieß, endgültigem Entwurf des Wintersahrplans ver­öffentlicht. Von der Eisenbuhndirekciion erhalten wir aber jetzt zwei gedruckte Berichtjgungsblätter. Unsere Leser wollen daher den von uns veröfseitt- lichten Fahrplan, sofern sie ihn aufbewahrt haben, entsprechend abändern.

Ter Winterfahrplan tritt bereits am Sonn­tag, 24. Oktober, in Kraft, nicht erst am 25. Oktober.

Frankfurt Gießen Ma r bur g. Neu eingelegt ab 15. November wird ein D-Zug: Frankfurt ab 9.47 abends, Gießen an 11.18, Gießen ab 11.30, Marburg an 12.00. Der Fahr­plan des bisherigen Abend-D-Zuges wird etwas geändert: Frankfurt ab 9.57 abmds «bisher 9.46), Gießen an 11.28 (11.20), Gießen ab 11.46 (11.40), Marburg an 12.15 (12.10). Ebenfalls geändert wird die Abfahrt in Gießen des letzten Personenzuges FrankfurtMarburg: Gießen ab 1.54 nachts (bisher 1.58).

Marburg Gießen Frankfurt. Neu eingelegt wird ab 16. November ein D-Zug: Marburg ab 7.31 norm., Gießen an 8.04, Gießen ab 8.18, Frankfurt an 9.42. Ter Fahrplan des Vormittags-D-Zuges nach Frankfurt wird ge- ändett, Gießen ab 8.08 (bisher 8.14), Frankfurt an 9.30 (9.39). Der erste Frühzug LollarGießen geht in Lollar ein: Minute früher ab: 5.23, Gießen an 5.35 «bish'r 5.37, Der -weit' Arbeiter­zug VilbelFranfturc geht ebenfalls e-was früher ab: Vilbel ab 6.23 (bisher 6.35), Frankfurt an 7.04 (7.16).

GießenKoblenz. Gießen ab 5.40 morgens «bisher 5.43).

Gießen Fulda. Der Abendzug Gießen Mücke (Gießen ab 5.45) wird bis Burg- und Nieder-Gemüiwen toeiter geführt, dort an 7.04.

Fulda Gießen. Der erste Frühzug geht in Fulda 10 Minuten früher ab: 4.33; sonst bleibt der Fahrplan dieses Zuges unverändert.

GießenGelnhausen. Nidda ab 4.33 morgens (bisher 4.39), Gelnhausen an (wie bisher) 5.55. Gießen ab 6.20 abends, Gelnhausen an 8.57.

Stockheim Vilbel. Der Personenzug, der bisher nur an Werktagen fuhr, Stockheim ab 5.01 morgens, Vilbel an 6.28, fällt ganz weg. Dafür verkehrt der Persvnenzug Stockheim ab 4.53 morgens, Vilbel an 6.20 auch an Werktagen.

Vilbel Stockheim. Vilbel ab 6.24 (bisher 6.36).

Friedberg Hanau. Friedberg ab 5.11 morgens (bisher 5.22), Hanau, an 6.20 (6.31).

Schotten Nidda. Ter erste Frühzug, Schotten ab 5.25, verkehrt nur werktags. Tagegen fährt der zweite Zug, Schotten ab 7.46, auch an Sonn- und Feiertagen.

N id d a Scho tten. Der letzte Abendzug fährt in Nidda 7.54 ab und trifft in Schotten 8.43 ein (bisher in Schotten ab: 7.44 werktags und 8.46 sonntags).

Mücke Hungen. Ruppertsburg ab 5.15 abends (bisher 5.03).

Hungen Mücke. Hungen ab 9.25 vorm. (bisher 10.55), Mücke an 10.55.

Friedberg Nidda. Der letzte Zug fährt in Friedberg 6.49 abends ab und trifft 7.49 in Nidda ein (bisher Friedberg ab 6.40 sonntags und 7.42 werktags).

Lauterbach Stockheim. An Sonn­tagen ist ein Personenzug neu eingelegt worden r Lauterbach ab 7.57 vorm., Stockheim an 10.50.

Sto ck he im Lauterbach. Auf dieser Strecke sind an Sonntagen zwei Personenzüge eingelegt: Stockheim ab 8.17 vorm., Gedern an 9.03, sowie Gedern ab 5.00 nachm., Lauterbach an 7.01. Stockheim ab 10.13 vorm. (bisher 10.26). Stockheim ab 8.11 abends (bisher 7.58).

Burg- und Nieder-Gemünden Kirchhain. Der vorletzte Zug geht in Burg­und Nieder-Gemünden abends 7.07 ab (bisher 6.431, Kirchhain an 8.49 (8.25).

Veranstaltungen.

Dienstag: Stadttheater, 7 Uhr, Tie Wölfe. Cafe Leib, 8 Uhr, Konzert und Vorstellung der Medick-MeÄmger. Hotel Einhorn, 8 llhr, Varietß und Ningikämpfe. Lickstspulhaus,Vam­pire, 2. Teil" undEr, Sie intb der Dackel". Lichtspiele, SelterSweg,Der rote Sarafan" und Der Lüge Soeben und Weinen.

*

** Hess. Handwerkskammer. In dec Woche vom 24.30. Cltjbcr finden nachein­ander in sämtlichen Kreisstädten Ober hetzens, ver­anstaltet von dec Hess. Handwerkskammer und den örtlichen gewerblichen Korporationen allgemeine Krershandwer kertage statt. Indem am di- in den Kreisblättern erschienenen Anzeigen verwiesen mirb, kann allen Handwerkern und Hane- ixrrterinnen nur dringend empfohlen werden, die für ihren Bezirk festgesetzt? Tagung zu besuchen. Es ist jeweils Gelegenheit geboten, über alte band- 1; ?inieten Äugele gmheiteu fick zu unterrichten und | über^ die einzelnen Fragen sich eingehend auszu-

s dem ^stadttheaterbureau.

auf ine heutige Ausführung von ollande .nter?)fünt-,m Drama ,,D i e ngcroiefen Als erstes Singspiel wird

Zeit" von Gilbert gegeben. Die Spielleitung liegt in Händen von Rudolf Goll, die Einstudierung der Tänze leitet Frau Goll-Oldini. Ms Kapellmeister fungiert Karl Schlager vom Stadttheater Kö­nigsberg, der diesen Winter über das staatliche Kucorchester aus Bad-Nauhrim verfügt,^das ver­traglich für sämtliche Operetten- und Singspiel- üorfteUungen in dieser Spielzeit verpflichtet wor­den ist. Es wird nochmals daraus ausmerftam gemacht, daß die Ausgabe der Erntrittsk'.rten jeweils lacht Tage vor der Ausführung begamt, also !z. B. für die Somttagsvorstellung am Sonn­tag vorher. ZTS.

** Oberhefsischer Kunstverecn. Die Gemäldeausstellung, die täglich außer Samstags von 111 Uhr geöffnet ist, ist auch morgen Mitt­woch nachmittag von 35 Uhr geöffnet. Em Terl der graphischen Sachen und anderes bleibt nur noch bis zum Freitag ausgestellt.

** Der Verein der Ga ft'm t r t c von Gießen und Umg. hält eine Verjammlung am Donn-ersteg den 21. Oktober, nachmittags, im Schipkapaß^ Bahnhofstraße, ab.

** Der Wartburgverein feierte am Sonntag fein 33. Stiftungsfest. Wir haben schon einmal berichtet:Der Wartburgverein mag rufen wann er will, er findet immer ein volles Haus!" So auch am Sonntag. Morgens um 7 Uhr foiette der Blafttechor ein Loblied vom Turm der Stadt­kirche. Um 9-Vs Uhr fand verbunden mit dem Ernte­dankfest rin Festgottesdienst in der Jvhannes- sirche statt, der durch die Mitwirkung des Blas­und Streichchors verschönert wurde. Der Blaserchor unter der Leitung des Herrn Beyer begleitete mit der Orgel die Gemeindegesänge; der Streichchor spielte nach der Lithurcfte unter Mitwirkung vom Harfenisten Wigger (Gießen) und Konzertmeister Vollbrecht-Köln (Violine) dasLargo" von Hän­del. Herr Wigger und Herr Vollbracht verstanden es. das Largo wie ein Gebet aus ihren Instru­menten hervor gehen zu lassen und erzeugten in den Heiden der Gemeindeglieder eine besonders, weihevolle Stimmung. Nachmittags fand im Mar- kussaal eilte akademische Feier, verbunden mit einer Gedächtnisfeier für den verstorbenen 1 Vor­sitzenden Pfarrer Schwabe und der im Kriege ge­fallenen Mitglieder sowie die Enthüllung eines Bildes von Pfarrer Schwabe und einer Ehrentafel der gefallenen 15 Mitglieder des Vereins statt. Landgerichtsvat Neuenhagen, welcher im Namen des Beirats und der unterstützenden Mitglieder des Vereins die Anwesenden begrüßte, und Pfarrer Bechiolsheimer gedachten beide des verstorbenen Vorsitzenden und der Gefallenen, die ihre Treue zum geliebten Vaterland mit dem Tode btfiegeln mußten. Umrahmt wurde die Feier von entsprechen- den musikalischen Vorträgen der Mitglieder W. Schmitz sen., Jul. Schmitz, Mauk und Schäfer. Abends sand im großen axiale des Hotels Einhorn eine fyamiltenfeier für sämtliche Mitglieder unb deren Angehörigen statt. Der Saal erwirs sich ckls zu klein, viele, die glaubten, an der Abend­kasse noch Eintrittskarten zu erhalten, mußten zu- rückkehven. Ein schön zusammengestelltes Pro­gramm wickelte sich ohne Stockung rasch ab, und unterhielt die Anwesenden aufs beste. Der be­währte Stveichchor, verstärkt durch Freunde des Vereins, leistete wieder ganz hervorragendes. Ein- gelritet wurde Der Abend mit demEinzug der Gäste auf der Wartburg" aus der OperTann­häuser" von R. Wagner. Besondere Erwähnung verdientJnttoduction et Variantes brillantes" von I. Rüdiger, Flötensvlo mit Orchesterbeglei­tung, wobei Herr K. Schneider sich als ein Meister seiner Flöte zeigte, ebenso das Steuermannslied und Matrosenchor a. d. OperFliegender Hollän- der" von R. Wagner. Ausgezeichnet wurde das LebensbildTer Dorflump" von F. Rinker, von den Mitwirkenden gespielt; ein lehrreiches und in» baltreiches Stück. Tie Aufführung zeugte von feiner Einstudierung. Ter Vortrag des Mitgliedes Otto BergTie Erbschaftsverteilung" erregte große Heiterkeit, ebenso die AufführungWartburg- Wanderung", wobei ein Mandolinenchor unter der Leitung des Herrn Bischoff schöne Weisen spielte. Nicht unerwähnt wollen wir die turnerischen Dar­bietungen der Turnabteilung lassen, unter der Leitung der Mitglieder Fr. Sauer und Gg. Pfaff. Kurz vor Ende oer Feier erschienen noch Harfenist Kapellmeister Wigger und Konzertmeister Voll- brecht, welche morgens schon im Gottesdienste mit­gewirkt hatten, und spielten das Konzert Nr. 9 von Beriot. Kaum endenwollender Beifall vevan- lastte den Künstler zu den Zugaben: Le Canari von Poliokin und La Berceuse von Godard. Das Schluß- imd Tankeswort des 1. Vorsitzenden war allen, die der Feier beiwohnen konnten, aus der Seele gesprochen.

Landkreis Gießen.

X Leihgestern, 19. Ott. 9Jtorgen, yJtitte woch den 30. Oktober 1920, feiern Postschaffner Karl Arnold unb seine Ehefrau Sophie, geb. Vel­ten, das Fest der silbernen Hochzeit.

Kreis Alsftld.

z. Alsfeld, 18. Okt. Bei der Zurückführung eines dem Amtsgericht vorgeführten Häftlings nach , dem hiesigen Gefängnis ging dieser dem Ge­fangenenwärter unmittelbar vorm Gefangnistvr durch. Es entstand eine wilde Jagd durch die Steinbornsgasse, Fuldertor nach ,der Ziegelhütte. Ein Anwohner Fuldettvrs beteiligte sich an ihr per Rad unb holte den Flüchtling etwa 100 Meter vor der Ziegelei ein. Dieser wandte sich (nun querfeldein, doch sein Verfolger drang ihm beherzt nach und hielt ihm mit den WortenHalt oder ich schieße dich iufammen" ein Etwas ent­gegen, das entfernte Aehnlichkeit mit einem Re­volver hatte. Der Ausreißer ließ sich einschüch­tern uni) wieder festnehmen.

Kreis Büdingen.

d. Nidda, 18. Ott. Im Sitzungssaale des hiesigen Sparkatz'engebäudes fand heute die dies­jährige Mitgliederversammlung der Bezirks­sparkasse Nidda statt, zu der sich außer dem Vorstand und Aufsichtsrat fast alle Vertreter der Bezirksgemeinden eingefunden hatten. Als Ver­treter der Negierung nahm Regierungsassessor Kuhn von Büdingen an den Verhandlungen teil. Der Direktor der Sparkasse, Geh. Justizrat R ö m = Held von hier, begrüßte die Versammlung und er­stattete dann den Rechenschaftsbericht für 1919, aus dem zu ersehen war, daß die Annahmen 1.3 977 190,47 Mk. (gegen 10 443 306,36 Mk. in 19181, die Ausgaben 13 951 369,06 (10 418 584,01 Mark und der Reingewinn 80 586,08 Mark (50 730,77 Mk.- betrug. Der Reservefonds beläuft sich auf 289 004,33 Mk. Diese Zahlen beweisen einen günstigen Geschäftsgang der Kasse. Durch den regen Scheckverkehr und die Einrichtung offe­ner Depots für Wertpapiere hat sich der Geschäfts­kreis der Kasse beträchllich erweitert. Hierauf wurde vom Rechner L. Ringshausen die Rechnung für 1919 vorgetragen, die vom Vorstand unb Auf­sicht? rat geprüft und richtig befunden worden war. Der Voranschlag für 1921 wurde nach kurzer Be­

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Vom Himmel hoch" undMeinen Jesum lass' 4 nicht" und mehrere Choräle für gemischten C zur Aufführung, außerdem 2 Lieder für Sopra:, gesungen von Frl. Martha Weber; das Quartett war durch Vereinsmitglieber in bei» Weise besetzt; für den instrumentalen Teil nxna noch die Herren Konzertmeister Hock unb G.

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gen auch in biefem Winter in verstärktem R wieder ausgenommen werden; eine ganze Rcj dazu geeigneter Herren werden in entgegenfo» . Uglfe mender Weise ihve Kraft in den Ttenst der Soje 0 stellen. Die Kurse beginnen am Montag ben 1.

vember, nachdem noch vorher am Freitag iti 29. Oktober eine Versammlung aller Teilnehma int Saale des Gewerbeoereins ftattgefimben hat. »wtlßllß §

Hessen-Nassau.

Unter dem Verdacht der Spionage.

fb. Frankfurt a. M., 18. Okt. Zu bfl kürzlich gemeldeten Verhaftungen in den Aul» sehen erregenden Diebstählen von Pa­tent e n chemischer Werke durch eine gaiw Diebes- und Hehlerbande, «die die unersetzlift)^ Dokumente an das Ausland verkaufen wolli:. erfährt der fd.-Dienst, daß die gesamten M ten dem Reichsgericht in Leipzig übe: wiesen worden sind, da starker Verdacht steht, daß sich die Beteiligten der Spioicaft schuldig gemacht haben. Von den Verhafte ist nur der Kaufmann Lohr wieder entlal! worden, der bei der Angelegenheit nach semk W Angabe nur mitgewirkt haben will, um bt Verschleppung der gestohlenen Dokumente d gegebenen Augenblick verhindern zu könne'- In diesem Sinne hat er auch vorher eintf Behörde Mitteilung gemacht.

Mwanderung zur 4. Klasse.

fb. Frankfurt a. M., 18. Okt. Dt l Abwanderung nach ber 4. Klasse geht in fiat' I Fern Maße weiter. Im hiesigen HauptbrifM hos ist ber Andrang zu den Schaltern vieitkM Klasse so stark geworden, daß auf VeranlcrW sung des Eisenbahnbetriebsrats wegen UebelW lastung der Schalterbeamten zwei neue SHciW ter 4. Klasse geöffnet werden mußten. D Einnahmen an fast jedem Schalter 4. Kl-a^ hat sich im letzten Vierteljahr um 56000X0 Mark erhöht.

ft). Aus dem Rheingau, 18. Ct Die Traubenlese hat im Rheingau Anfang genommen. Das Ergebnis ist W günstig. Das gute Wetter der letzten 2Bqdt fl war förderlich. Es werden durchschniLll'.iöl Mostgewichte von 80 bis 95 Grad nach Oeltzsi festgestellt. Die Winzer erhalten diesmal »d ' der hohe Preise jfür Trauben. Im mittle r Rheingau bewegen sich diese zwischen 5 mu 6 Mark das Pfund; am oberen Rheingau 8 Mark. Ein Traubenpreis von 6 Mk. bc- Pfuno entspricht einem Stückpreise von ridt . weniger als 20 000 Mk., also für 1200 Li:la Ter 1920er wird vielen ein unerreichbo m Tropfen sein, denn unter einem Preis tun 30 Mk. wiro die Flasche ohne Steuer für M hohen Kosten für die Bearbeitung des Wmrs bis zur Flaschenreife, kaum erhältlich ! ti können. Arme Weintrinker!

Tuvnen, Spiel und Sport.

Hockeywettspiel der kombinierten teilungen Sachsenhausen Spoctveremig. 03 gtigl V. f. R. Gießen. 2:0 für Gießen. SachfenhMst trat mit einer guten Abteilung an, die im

ratung genehmigt und aus dem Reingewinn wiröq wie in früheren Jahren an landwirtschaftliche Bei, eine und Schulen, an gewerbliche Anstalten, fjj Krankenpflege und fonftrge gemeinnützige Ziye^ bedeutende Zuwendungen bewilligt, int ganzen ruti 12 000 Mk. An 26 Dienstboten des Bezirks, ft fünf Jahre bei derselben Herrschaft in Stelluq sind, wurden 536 Mk. Prämien verteilt. T' Satzungsänderungen betrafen die Verwaltung un Verwahrung von Wertpapieren. Den versterben^ Mitgliedern des Auft'ichtsrats, Maurermeister ft Drott II. unb Glafermeister Gg. Wagner, beife von hier, widmete der Vorsitzende für ihre 80 bienste um die Kasse einen ehrenden, roarrrn Nachruf. Neugewählt wurde an Stelle des Hetw, Dwtt Herr Heinrich Rullmann II. von hier. Zus - Schluffe richtete noch Reg.-Afsessor Kuhn im %, men der Aufsichtsbehörde Dcmkesworte für > mustergültige Verwaltung und gewissenhafte C>. schäftssührung an den Vorstanh unb die Beam u der Kasse, insbesondere an Geh. Iustizrat Röi> Held und Sparkassenrechner Mngshansen. Auch er seiner Freude über die bereitwillige Untel stützung der gemeinnützigen Zwecke Ausdruck.

Kreis Lauterbach.

Neue ZugverbinÄung.

Lauterbach, 19. Ott. Vom 24. d. Mts. wird ein treuer Sonn tags-V0r m i 11 ag s z uz verkehren. Der Zug verläßt die Station Lauterbco- Nord um 7,57 Uhr, Lauterbach-Süd 8,02, Blitzet- rod 8,08, Frischbvrn 8,12, Eisenbach 8,17, Ririej 8,24, Herlfftein 8,34. Ilbeshausen 8,44, Nösbecj 8,53, Grebenhain 9,05, Crainfeld 9,00, Bertmith- Hain 9,15, Oberwald 9,22, Hartmannshain 9,25 Alteburg 9,34, Oberseemen 9,46, Gedern 10,01 Merkenfritz 10,12, Hirzenhain 10,17, Lißberg 10,2? Eckartsborn 10,32, Ortender^ 10,38, Setters 10,st Stockheim 10,50 (ab Stoekheun 1,53, Frankfurt a 3,48). Rückfah r t: Gedern ab 5 Uhr nachts Oberseemen 5,15, Alteburg 5,28, Hartmannshoii 5,35, Oberwald 5,41, Bermutsharn 5,48, Cran, seid 5,53, Grebenhain-Crainfeld 6,01.

Kreis Schotten.

B. Burkhards, 16. Okt. Mit dem flow

von Frankfurt gewonnen.

Friedberg, 18. Okt. Da die von da Ausfchuß für Volksbildung im vergangen Winter veranstalteten Bolksvorlefungci sich des allgemeinsten Jntereffes unb reger W nähme erfreuen konnten, sollen biese Veranskütz»

Kreis Friedberg.

Friebberg, 18. Okt. Ter Musikverei Friedberg eröffnete den Reigen der musikalisch, Aufführungen für den kommenden SB intet bu-j - -

einenReger-Abend", welcher gestern ftai« .ft-Mcmdft fand und unsere geräumige Stadtkirche bis 1. T

letzten Platz füllte. Es kamen die beiden ®ant<M ' Zchach tt am 2 llhr, im eine <

menden Herbst haben die hier und in Kaul untergebrachten Stadtkinder aus Offen den Vogelsberg verlassen, um nach Hause z zükehren. Zwischen den Bauersleuten unb ÜntJ, meist als Weid Hirt en verwendeten, Pftegebesvhlen, hat sich allgemein ein freuMchaftliches Verhalts angebalmt. Einige bleiben bis zu ihrer Schl« entlassung <nächste Ostern) hier.