QoitM.
Mrirrzer Warenbörse.
SD? a xv i, 17. Dez. Die Börse war Henle aut besucht. Es herrschte aber schon Feiertag- ftimmirny und eine gewisse Zurückhaltung. Dementsprechend war das Geschäft nur klein, ßn Hülsenfrüchten sowohl wie in Reis nur sehr kleine Umsätze. In Kleesaaten war Rot- fTlce lustlos. Luzerne dagegen unverändert. Auch in Rauhsutter und Rüben war das Ge- sschäft^i sehr kleinen Umsätzen unbedeutend. In O^saaten war einige Nachfrage nach Maps.
Die Warenbörse fällt am 24. und 31. d. M. wegen der auf diese Tage folgenden Feiertage aus. Die nächste Börsenversammlung äst erst wieder am Fseitag, den 7. Januarr 1921.
♦
— Buderussche Eisenwerke A.--G. an Wetzlar. In der gestrigen außerordentlichen Hauptversammlung waren 24 316 OOO Stammend 4 Millionen Mk. Vorzugsaktien vertreten. Der aus d r Versammlung vom 13 November schon ibclmtiite Führer der Opposition (Spaeter), Justiz-- rat Grünewald-Gießen, erbat zunächst bte Erösf- ,nung einer Generaldebatte. Er hob nochmals seinen prinzipiellen Standpunkt gegen die Schaffung von Borzugsaktien hervor und führte weiter aus, daß «anscheinend die von ihm in der letzten Generalversammlung geltend gemachten Bedenken auch die Verwaltung überzeugt haben, da sie ja durch diese neue Versammlung die damals gefaßten Beschlüsse aufheben wolle. Aber er würde auch heute nicht mit der Verwaltung einig gehen. Er wolle dir in der Versammlung vom 13. November geschaffene Rechtslage, auf Grund deren er Anfechtungsklage erhoben habe, nicht verschoben wissen. Die Verwaltung beabsichtige ja auch nicht, jene Beschlüsse ernstlich zu beseitigen, sondern neue zu fassen, wodurch die Stammaktionäre noch mehr geschädigt würden. Der mit qualifizierter Mehrheit gefaßte Beschluß könne zwar aufgehoben werden, ;edoch nicht mit einfacher Mehrheit. Daran änbere auch nichts die Abänderung des K 21 Absatz 1 des Statuts, lleberdies bedeute der dem Antrag entsprechend zu fassende Beschluß eine Kapitalherab- setzung, was aber nur mit großen Schwierigkeiten durchführbar sei. Ter Vorsitzende Justizrat Tr. Katzenellenbogen trat der Auffassung des Redners entgegen und erklärte zum Schluß seiner gesetzlich begründeten Ausführungen, daß die angestrengte Klage zwecklos sei. Generaldirektor Bergrat Grübler betonte, daß, sofern der von der Opposition zu sühnende Kampf als Grundlage und Ursache den Handel mit Buderus-Prvdukten habe, wie aus Vresfeäußerungen hervorgehe, dieser zwecklos sei: denn soweit die Produkte nicht syndiziert seien, erfolge der Verkauf durch die vor 10 Jahren ins Leben gerufene Buderus-Handelsgesellschaft, der man noch zwei Gesellschaften, nämlich Beckmann & Basler und Schaumburg & Wüsthoff in Leivzig angegliedert habe. Buderus strebe dahin, seine Rohstoffe bis zur höchsten Vollendung zu verfeinern, so daß in Zukunft auch Roheisen kaum em Markt verkauft würde. Die Anträge der Verwaltung auf Aushebung der Beschlüsse vom 13. November und Erhöhung des Aktienkapitals um 16,25 Mill. Mk. durch Ausgabe von 2000 Vorzugsaktien zum Nennwert und 14 250 Stammaktien zu 165 Prvz., von denen die Hälfte den alten Att'onären im Verhältnis von 4:1 angebv- ten werden, und Aenderimg des § 4 der Satzungen wurde daraus mit 35 503 gegen 8813 Stimmen der Opposition genehmigt.
Berlin, 17. Tez. B örsenstimmungs- bild. In der Geschäftsstille und Zurückhaltung an der Börse ist heute keine Veränderung ringe« treten. Tie Kursbildung war unregelmäßig und überwiegend nach unten gerichtet, wobei indes festxustellen ist, daß die Rückgänge nur bei ganz
wenigen Papieren 10 Pwz. unb nur bei tevus 37 Proz. erreichten. Außerdem waren auch einige Kursbesserungen von 10 bis vereinzelt 20 Proz. für Orenstrin & Koppel, Hirsch-Kupfer und Rheinische Braunkohlen zu verzeichnen. Im Verlaufe bekundete die Börse bei unbedeutendem Geschäft gute Widerstandskraft bei unwesentlichen Schwankungen. Die Devisenpreise waren wegen der kleinen Besserung des Markkurses etwas niebri» ger notiert, worauf auch das leichte Nachgeben 6er Kurse der Valutawerte zurückzuführen ist. Am Rentenmarkt waren die Kursveränderungen unbedeutend. Oesterreichische und ungarische Werte lagen im Angebot.
Frankfurt a. M., 18. Dez. Börsenstimmungsbild. Tas Geschäft in Valuta- papieren wird durch die unentschiedene Haltung des Tevisenmarktes gelähmt. Bei der großen Abhängigkeit von diesem Markte wird die Unternehmungslust auch in verschiedenen Werten beeinflußt, welche noch tor einiger Zeit in lebhaften Verkehr staniven. Teutsche Petroleum lagen schwach, ca. 1880. Mexikaner schwächten sich von 2—6 Proz. ab. öproz. Goldmex. notierten 712, 5proz. Silbermex. 498, 4Vrprvz. Jrrigat. Mexikaner 490. Oesterr. Crcditanstalt gaben um weitere 21/» auf 62 nach. Mansfelder Kuxe 4550. Chemische Rhenania fest, 666. Für Teutsche Maschinen wurde ein Preis von 326, für Hansa Lloyd ein solcher von 155 genannt. Benz Motoren bewegten sich zwischen 200 und 201. Julius Sichel 1400. Montanpapiere lagen ruhig aber vorwiegend behauptet. Etwas höher wurden Gelsenkirchen bezahlt, 377. Mannesmann verloren 8 Proz., 547. Buderus bei stärkerem Angebot 645 30 Prcy. niedriger. Nordd. Lloyd besser 182V-. Chemische Aktien lagen prristelteno. Holzverkohlung 590, plus 2 Proz. Maschinenf. Bock & Henkel 416, gewannen 8, Spinnerei Tränkner & Würker 375, plus 5, Gummiwarenf. Peter 478, plus 3 Proz. Niedriger stellten sich u. a. Metall Bingwerke 270 (minus 5 Proz.), Lokomotivfabrik Krauß 428, verloren 2 Proz., Aolerwrrke Kleyer waren 3 Proz. gebessert mit 314'/,. Schantung- bahn 580, büßten 8 Proz. ein. 5p«H. Tehuantepec 485—490, gaben 10 Proz. nach
Frankfurt a. 9JL, 18. Dez.
Berliner Devisenmarkt.
Geld Brief Geld Brief
Datum: 16. D-?. 17. Dez
Amsterdam. Rotterd. 2300,15 2304,85 2275,20 2279.80 Brüssel-Antwerpen . 458,50 459,50 456,50 4'7,50 Christiania......1003,00 1096,10 1078,90 10Jl,10
Kopenhagen 1113,50 1116,15 1093,90 1 >6,10 Stockholm 1451,50 1154,50 1428,55 1431,45 Helsingfors 174,80 175,20 174,80 175,20
Italien........ 2'6,70 207,30 254,70 255,30
London 257,70 257,67 252,95 253,05
New-York 73,67 73,83 7 ,42 7'.58
Paris 43 ,r 5 436,95 43 F5 436,45
Schweiz 11 0,^5 113^,15 1093,-0 10^6,1 n
Spanien 961,50 963,50 939,05 940,95
Wien (altes)
Deutsch-Oefterr. . . . 17,98 18,02 14,85 14,89
Prag......... 8 .65 87,85 82,90 8 .10
Budapest 13,98 14/12 12,98 1V>2
VUjyUl ICH e •
Konstantinopel
Züricher Devisenmarkt.
17. 12.
Wechsel auf: Schweizer
Holland 100 Fl. =20i.75
Deutschland 100 Mk. --- 9 05
Wien 100 Kr. --- 1.55
Prag 100 Kr. — 7 50
Paris 100 Fr. = 39 40
London 1 j8 — 22 40
Italien 100 L. = 23 30
Brüssel 100 Fr. = 41 40
Budapest 100 Är. ---- 1 35
New-York 100 $ = 654 -
Agram 100 Kr. — 4 50
18. 12. Franken 206 50
9.12 1.45 7.50
39 60 23 10
28 05
41 75
1.95
658 -
4.-
Behördliche Anzeigen.
Bekanntmachung.
Die nächst: lende Verordnung bringen wir hirr- vnt zur Kenntnis.
Geßen, den 15. De-emter 1920.
Demobilmackiuna-eanssck.uß Gi ßewStadt, I. V.: Dr. F rey Beigeordneter.
Verordnung.
betreffnw dir Stillegung von Betrieben, welche die Bevvlkeru'ig mit Gas, Wasser,
Elektrizität versorgen.
Vom 10. November 1920.
Auf Grund des Artikels 48 Abs. 2 ter Reichs- verfassuny verordn« ich zur Wiederherstellung der öfftntlichen Siäferlirit lund Ordnung für das Reichsgebiet folgendes:
In Betrieben, welche die Bevölkerung mit Gas, Wasser und Elektrizität versorgen, sind Aussperrungen und Arbeitsniederlegungen CSt-riks) erst zulässig, wenn der zuständige Schlichtungsausschuß einen Schiedsspruch gefällt hat und seit der 93er» kündignng des Schiedsspruches mindestens 3 Tage vergangen sind.
Wer zn einer nach Abs. 1 unzulässigen Aus- spernmg oder Arbeitsniederlegung auffordert ober zur Durchführung eines folgen Streiks an Maschinen, Anlagen oder Einrichtungen Handlungen vornimmt, durch die die ordnungsmäßige Fortführung des Werkes unmöglich gemacht oder er» schreri wird, wird mit Gefängnis oder Geldstrafe bis Fu fünfzehntausend Mark bestraft. Ebenso wird bestraft, wer eine nach Abs. 1 unzulässige Aussperrung vornimmt.
§ 2.
Werden durch eine Aussperrung oder Arbeits- «nieterlegung Betriebe der genannten Art ganz oter teftwrise stillgelegt, so ist der Rrichsminister des Innern berechtigt, Notstandsarbeiten und Not- standsversorgiuirg zu sichrn, sowie alle Verwal- ttrngsmastuahmen ui treffen, die zur Versorgung ter Bevölkerung oder zur Weiterführung des Betriebs geeignet sind. Hierzu gehört auch die Her- bnführuug ter Befriedigung berechtigter Artjprüche ter Arbeitsnehmer. Dre durch derartige Anord- lfnungen entstehenden Kosten fallen dem Betri:bs- unternehmer zur Last.
§ 3.
Arbeiter, Angestellte und Beamte, welche in /Beachtung ter Bestimmung des 8 1 die Arbeit in ’ten genannten Betrieben writecführen oder gemäß (§ 2 angeordnrie Notstandsarbeiten oder Arbeiten.
Mir Sicherung d r Notstands envrgnng leisten, dürfen dieserhalb in keiner Weife wirtschaftlich benachteiligt werden.
§ 4.
Diese Verordnung tritt mit dem 10. November 1920 in Kraft.
Berlin den 10 November 1920. 13345B
Ter Reichspräsident: Ebert.
Ter Reichskanzler: Fehrenbach.
Milchbelieferirnq.
Die Milch-Nipfänger, deren Karte auf */*, 1/s «und V» lautet, können in dieser Woche nicht beliefert werden.
Gegen Abgabe ter Milchmarken die auf obengenannten Tag (51. Marke vom 18. Dez. 1920) lauten, können vom 19. bis einschließlich 24. Dez. 1920 in nachstehenden Geschäften
eine Dose kondensierte Vollmilch zu Mk. 9,75 die Dose in Empfang genommen werten:
Arnold II., Hch., Kaiser-Mlce Debus, Marie, Friedrichstraße Dörr, Em l, Gr. Sternwvg Duill, Karst Asterweg Fischbach E., Seltersweg Gans, PH., Dammstraße Haas, W th. Nackif., Blcichsttaße Jekel, Karl, Marburger Straße Hung, Heinrich, Rittergas e Kalkhof, L. Nachf., WesbTdrlage Klrinhenn, C. G , Ba'mhosstraße Koch! A. Nachf., Schulstraße Maternus, Jak., Frankfurter Straße Nassauer, H. F., Neuenweg Rüdersdorf. K., Msmarckstraße Schulhof, I. M., Marktstraße Ziegelstein, S., Landgraf-Philipp-Platz.
Tie eingegangenen Milchmarken sind seitens ter Kl inhandel^geschifte bis spätestens 28.2>zem- ber 1920 dem Städtischen Lebensmittelamt, Zimmer 11, rinzurrichen. Ebenso sind die unverkauften Dosen Milch zurückzugeben. 13375B
Gießen, den 16. Dezember 1920. Ter Oberbürgermeister (tebrnSmitbelamt).
Montag den 20. Dez., Dorrn. 9 Uhr, findet auf dem Hofe der neuen Kaserne Versteigerung des Pferdedüngers statt.
Diese Berstrigerlungen werden für die Folg» jeden Montag nach dem L und 15. des Monats atejetedten. 13392 D
III Bataillon Rrichswehr-Schützen-Rogit. Nr. 22.
Düngerverkanf
im Durchgangslager am 20. Dezember 1920, vor- mtttags 10 utyr. 13410V
Treffpunkt am Eingang des Lagers an der Germania.
Reichsvermögensamt Gießen.
Börsenkurse.
180,
iso,
179,75
182,50
410,
255.
6,95
Panflavin
(U.pUL
Ert
hienwe
effi
Gr;
i /
16.12.
8,87
4.37
9,25
Kurs
17.12.
77,50
17.12.
9,15
4,42
9,50
22,84
1,35
249,75 670,-
319,50
£55* Für
375,
377,
527,
314,
290,
530,25
408,-
311,—
377,
520,
318,
645,-
314,50
375,- 375,- 525,- 312,-
286,- 635,-
534,- 408,- 309,50
260,- 490,- 254,75 725,- 31S-
72,25 370,-
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Marknotierungeu.
Datum:
Pro ton oen 5 barm Ärbl der Zahl
Zürich . . . Amsterdam. Kopenhagen Prag. . . . Stockholm e Wren . . . London. .. Pans . . .
Nero-Pock
Sai,
7,10
931, -
2,53
22,75
Kurs 16.12.
77,50
16. 12. 77,50 66,80 67,00 63,80
181,- 322,- 243,50 216,75 200,-
180,50 186,- 181,-
<tn
Ms
(In einem Test der Auslage wiederholt.)
Die erste Sitzung ter Brüsseler Konferenz.
Brüssel, 16. Dez. Die erste Sitzung der Brüsseler Konferenz war nach einem Sonterberichl der „Agence Hcwas" säst vollständig dem Vortrag der Exposes gewidmet, das, von Staatssekretär Schröder öorgriragen, sich mit der finanziellen Lage Deutschlands befaßte. Außer den beiden Hauptdelegierten Bergmann und Haven- stein wohnten drei deutsche Sachverständige ter Zusammenkunft bei, und zwar Dr. Melchior, v. S t a u ß und v. M e i n e 1. Bei der Eröffnung erinnerte Präsident Delacroix daran, daß die Konferenz zum Ziel habe, praktisch Ergebnisse bezüglich der Ausführung der Klauseln des Versailler Vertrages über die Reparation zu erlangen, wie er gestern abend bereits in einer Privatunterhaltung mit Bergmann bemerkt habe. Daraus ergriff Bergmann das Wort ynd gab eine kurze Antwort, in der er erklärte, das die Lösung des Reparation-Problems von der finanziellen Lage Deutschlands abhänge. Er überreichte der Konferenz eine Reihe von Dokumenten, die sich mit dieser Lage befas'en. Er w'rde es oen Vertretern des Rcichfinanzministers üteTfa'fen, nähere Ausführungen dazu zu mach». Darauf ergriff Staatssekretär Schröder das Wort. Ec sprach über die Denkschriften, welch die folgenden sind: Denk- schift über die gegenwärtige finanzielle Lage Deutschlands, über den Budgetentwurs für 1920Z21 sowie drei andere, eine über, die Vermehrung der schwebenden Schuld, über den Eingang ter Steuern und endlich einen kurzen Ueberblick über die Ergebnisse des Finanzjahres.
Nachmittags sprach Dr. Havenstein über die Frage des Wechselnotenumlauss. Der
Datum:
5 */e Deut flriegsanl. 4'/. Deut Rrichsanl. 8 •/, Deut. Reichsanl. 4e/e Preuß Konsul» Darmstädter Band. Deutsche Dank . . . Disconto Gesellschaft Dresdener Dank . . Nationaldauk f. D. . Mitteid. Tredttbank. H.- Amerik. Pakets. . Norddeutscher Loyd . Doch Gußstahlwerk . v.- Luxemb. Berg». Gelsenkrrch. Bergw. . Harpener Bergvau . Oberschü Etsenb.- D. . Oberschles.Ttsenind. . Phönix-Dergd Akt. . Bad. Anilin- u. Soda Höchster Farbwerke. Elektr. A. L. G. . . . Schuckert- Werke . . Felten- Guilleaume . Daimler Bud.- (Eifern».« Akt. . Adlerwerke......
4 '/.Hess Staatsanl. . (Electron Griesheim .
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Mittel gegen Katarrh, Hals, zy anuandung.Haisarkelt,
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Havas-Berichterstatter bezeichnet es als wahrscheine lich, daß nach der heutigen Sitzung die Allitertm das Bedürfnis empfinden werten, unter sich eine Sitzung abzuhalten, die morgen vormittag fUtt- finden dürfte.
Hoover über die Wbedecherstellung.
Paris, 16. Dez. (Wolff.) Der Bericht-. erstatter des „Echo de Paris" meldet aus Ma- rion (Ohio), Hoover habe erllärt, wenn man das industrielle Problem lösen wolle, sei es nötig, daß Europa den erforderlichen Kredit« Rchstoffe usw. für die Wieterbecstellung erhalte und daß die von Deutschland zu zahlende Entschädigung auf eine bestimmte Summe herabgesetzt werde, denn unter den augenblicklichen Verhältnissen wüßten die Deutschen nicht, zu welchem Zweck sie arbeiteten.
Die Volksabstimmung in CfrtrWcfltn.
Paris, 16. Dez. (Wolff.) Havas Wir das „Echo de Paris" mitteilt,..hat die Bob schafterkonferenz in ihrer gestrigen Sitzung beschlossen, oa sowohl Polen wie auch Deutsch» land den Vorschlag, die außerhalb Oberschlesiens wohnenden Stimmberechtigten in Köln abstimmen zu lassen, nicht angenommen haben, daß diese nunmehr 14Tagenach der Hauptabstimmung in ihrer Heimatgemeinde abstimmen sollen. Das Blatt erllärt, die italienische Regierung müsse diesen Beschluß noch gutheißen.
Ein englischer Leutnant in Kattowitz erschossen.
Berlin, 17. Tez. Nach einer Mekbmrg einer Berliner Korrespmchenz aus Stattoirntt, hmrte dort m dem VergnügungÄokal Treoadero ein en 11scher Leutnant nach einem Wortwech- t e l mit einem angeblichen deutschen Flfgerftub- nant erskbossen. Ter Täter stellte sich ftei- willig der Polizei.
Einberufung des auswärtigen Ausschusses des Reichstags.
Berlin, 16. Dez. ^Privattelegr.) Wü die Abendblätter melden, ist auf Antrag der Unabhängigen der auswärtige. lAusschuß des Reichstags auf Sonnabend nachmittag einberufen worden. Auf der Tagesordnung stcht die Besprechung dec auswärtigen Lage.
Dre Klage des ehemaligen Kaisers gegen de» Verlag Cotta.
Berlin, 17. Tez. Gestern begann vor ben Berliner Landgericht der Prozeß des frühere» Katfers gegen den Verlag Cotta. Unter Berufung auf 'das Urheberrecht an feinen Brief« will der Kaiser mit der Klage tem Verlage unten sogen, den dritten Band der Bismarck« j eben Gedanken und Erinnerungen za versftentlichen. Ein Vergleich des Vorsttzendvl rourte von beiden Parteien abgelehnt. Nach tritt*1 ftünbiger BerhandlungÄxmer tarn das Gericht $ dem Beschluß, daß das Urteil in dieser Woch verkündet werden soll.
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versorgte Bevölkevung.
12. Schweines ckm al»: 2C0 Gramm M 7,60 Mk. gegen Abgabe ter Flrisckpvvrenmar« durch die Metzgergeschäfte. Tas Schmalz kann ncö bis rinschließlich 27. te. Mts. in F
nommen werten Bis dalstn nicht ringeloste FletlS^ Warenmarken 48 sind verfallen. Sämtliche löste Urisckfwaremnarken sind bis spätestens 31 xw* jember 1920 tem Lebensmittelamt, Rimmer LI rinMreichen. Etwas noch vorhandene Bestände befatmtsaegeben. ....
Ter Oberbürgermeister (Lebensmut.
faiDg zu nehmen. Die ein gegangenen Fteischraren" märten sind bis spätestens 4. Januar 1921 dell' LLbmsmittelamt, Zimmer 11, rinMireitficn.
Der Schnken rst von tem städtischen Schlachte Hof yntereitet, gewässert und geräuchert worden. Qualität und Geschmack sind ausg- zeichnet. Drivu Kochen salzt ter Schinken stark nach, worauf bv- sonters aufmerksam gemacht wird.
8. A e p f e 1: Montag den 20. und Dienstag ten 21. ds. Mts fintet im Lebensmittelamt eta Verkauf von Acpfeln statt Ter Preis beträgt 8» Pfennig für das Pfund. Ausgab? erfolat nur gegen Vorzrigen ter Lebensmittel-AusweiSkarte und tn tlrinen Mengen bis zu höckistens 5 Pfund für da Farnftte. Ter mit Winteräpfeln versehene Teil tra Devölterunig wird im Interesse der wirtschastli« Schwachen dringend gebeten, von dieser Ausgaler teinai Gebrauch zu machen.
9. 4 8. Au sgabe von Süßstoff (Sach»'' rin): Für die Zeit vom 15.—31. Dezember 19»*) wird gegen bte Liefenmgsabschnitte 18 ter öW* stoffkarte „H" (blau') und 1 ter SiMoffkatte,,(? (gelb) von ten Süßstoffabgabestellen Süßstoff ab«" gebm. Es gelangen auf den Abschnitt 18 eUJ Briefchen und auf ten Abschnitt leine Schafte I zur Ausgabe. Mit tem 31. Dezember 1920 v«' lieren die Abschnitte 18 bzw. 1 ihre Güttvmv Nach diesen Zeitpunkt nicht abieholte SüüM1 mengen dürfen von ten Abgabestellen frei an i» Bevölkerung verkauft werten. ,,
10. Haushaltsmehl: 500 Gramms prozentiges Weizenmehl herg<i?ellt ait8 amenlA schem Weizen Preis 5,20 M. für das Thrnb.JW Ausgabe erfolgt durch die hiesigen Klrinha"°°.^ Geschäfte gegen Abgabe ter Letensmittelmdm 4» vom 21—31 Dezember 1920. Die mtyegiNP®; L^ensmittelmar^n sind bii spätestens 4.
1921 tem Lebensmittelamt, Zimmer 13, ftE' reichen. Über nicht abgeholle Mehlmengen tmrba»*
17.12. 77,50 66,50 67,10 63,30
180,75 323,50 242,- 217,- 200,- 180,50 185,84 181,12 49 >,50 378,50 380,25 518,- 317,- 283,- 637, — 532,- 414,25 314,50 255,- 482,- 257,- 641,- 310,25
72,25 363,-
Frankfurt Berlin
Abeiu». Avend- Schluß- Schluß-
Kurs Kurs
Stoöt. tebensmittelamt.
Warenausgabe für die Woche vom 20.—26. Dez.
Nicht recht- i tg abgeholte Ware verfällt.
1. Brot: 2000 Gramm Bwt oder 1480 Gr. Mehl Kk 2,25 M., Brötchm 15 Pf, Weizenbrot me h 1 Kilogr. 2,90 M., Krankenbrot 2.60 M. — Krankenbrotbäcker: W. Löter, Walltorstraße: Karl Paul, Bahnhofstr. — Mehl tüt Kranke: Kg. 3,20 M. (Verkaufsstellen siehe unter Nr. 3).
2. Zucker: Monatsantril 1*/» Pfund, sowie^ eine Wcrlmachts-Sonterausgabe von 1 Pfd. Preis 4 M. das Pfund. Ausgabe in den Klrinhandels- geschäften gegen Abgabe ter Zuckermarke für Te- zemb r bis etnschlieHich 31. Dezember 1920,
ES wird b-fonters darauf auftnerksam gemacht, daß mit dem Ablauf des 31. Dezember 1920 die Zlückermarken für Dezember ihre Gültigkeit her- Iteren. Die Kleinhantelsgeschäfte haben die ringe* gangetten Zuckermarken vis spätestens 3. Januar 1921 tem Leteirsmittelamt, Zimm. 13, abzuliefern.
3 Mehl, Näh rmittel und Zucker für Kranke: Auy. Nvll, Bahnhofstt.; ($?danie, Frankfurter Straße: Ä. Jung, Rittergasse: A. Mum Wme., Steinstraße.
4. Krankenzwieback: Pvris für 1 Paket = 125 Gramm 155 M. Verkaufsstellen: Heinr. Faß. Kaiser-Allee: I. Kumpf, Walltvrstr.; Karl Haas Arichstroß?; Ga. Keil, Neustadt.
5. N ä h r m i 11 e t: 125 Gramm Tkiawaren yi 5,50 M. das Pfund gegen Slbgate der Lebensmittelmarke 48. 500 Gramm Grieß an Kinder bis zum öoUcnteten 4. Lebensjahr zum Preise von 1 90 M. gegen Abgabe ter Sontevausgatemarke. Ausgabe vom 2 — 20. Dezember 1920 durch die hiesigen Klrinhantelsgeschäfte.
Die Kl rnlantelsgeschäfte haben die ringe» gangenen Bezugsab chnitte bis spätestens 24. Dez. 1920 tem Ledensmittelamt Zimm. 7, einzureich-n.
6. Cornedbeef: 150 Gramm yt 2,85 M. gegen Abgabe ter Flrifchkvavenmarke 50 durch die Metz^ergeschafte, sowie in sämtlichen Berlau'sstellen des KmfUmvevrins vom 22.—31. Dez. 1920.
Das Cornedbeef ist seitens der Metzger eien am tommenten Tienstag ten 21. ds. Mts. im stadli-- schm Schlachttef in Empfang zu nehmen. Die ein# Cega-nrnen Flrischwarcnmarken tnd bis zum 3. Januar 1921 tem Lcbensmfttelamt, Zimmer 11. ein» zurrichm und die nnverkanften Däsen Cornedteef bis yu obengenanntem Tag an ten städtischen Schlachthof surückzuliesern.
7. Amerrkanischer Schinken: 125 Gr. «u 3 50 M. Die Ausgab erfolgt durch die hiesigen Metzgergeschäfte gegen Abgabe ter Flrischwarmmarke 51 vom 22.—31. D-Hember 1920. Der SchinLen ist seitens ter biefinen Metzgergeschäfln am tommenten Dien^taa den 21 ds. Mts., nachm. von 2—4 Uhr, ün städtischen Schlachthvf in Emst°
tertoritig verfügt.
11. Ka r toffeln: Ab Montag den 20. Kl Mts. findet im £ayr Gratenstrabe 7 eine toffelausgate statt. Preis 35 Pf. bad Pfund s*' tfigetente Höchstmenge 1 Ztr. gegen Borzriauvri ter Lebensmittelauswriskarte. Es lande!t stch Kartoffeln zum sofortigen Verbrauch und erW die Abgabe nur an die nicht mit WmterkarwNäM


