gen, hat die Gärtners W. Mcher einen Teil ihrer Entlassen worden war, fuhr mit ern«n Kriegen Gewächshäuser in eine gw&e Ehrysanthemum-Aus- nach Frankfurt a.A.. Msernnch
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Bus dem besetzten Gebiet.
gestohlenen Scheck von neunhunderttausend Mark eirrzulösen.
auf 13 514 519,90 Mk., er betrug nach Abzug i
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Fremdenlegion
Gemeinde, nachdem er durch ein Leiden war, seinen Lehrerberuf an der Schule
wollte, gesellten sich im Bahnhof in Frankfurt zwei Leute zu ihnen und luden sie zu ernem Glas Wein ein. Nachdem ziemlich getrunken worden war wurden sie zu einer Autofahrt emgela- den. Jin Höchst verlieb man das Auto und i>ve jungen Leute wurden hier gezwungen, sich Mr die Fremdenlegion anwerben zu lchsen. Von Höchst wurden sie nach Med tcanäparticn; dort mußten sie am Straßenbau arbeiten. Während es dem einen gelang, von dort zu entfliehen, befindet sich der Sohn des hiesigen Einwohners noch ber der Fremdenlegion. Dieser Vorfall möge eine Warnung für die jungen Leute sein, such mit zweifelhaften Leuten nicht einzulassen.
Perpignon, 17. Okt. (Havas.) W Madrider Blätter veröffentlichen ein 3^ granrm aus Lima, wonach ein Erd beb!'' die Stadt Santa Lucia z e r st ö r i M'- Mehrere hundert Personen sollen ums SW
rm. Darmstadt benachbarten Griesheim«
vermischtes.
Die StuÄt Santa Lucia durch ein Er0l»rM zerstört.
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r.y herein! I Nlt<i)enöe1 S*!’956omir \W\ den
Kriminalpolizei hob in Gemeinschaft mit )tr Eisenbahnkriminalpolizei ein gefährli
18. Okt. Wie aus i>em, ^vivy it.it yunuci r Lager berichtet wird, hat | gekommen sein.
-hen. Das Stu anz seinen Abs- Landkreis Gie
Aus dem Aeiche.
Die Vorwürfe gegen Minister Hermes.
B e r l i n , 16. Okt. (WTB.) Amtlich. Gegen den Reichsminister Hermes wurden in der Oeffentlichkeit Angriffe sachlicher und per- sönl cher Art erhoben. Soweit sich die Angriffe aus dem Gebiet der Wirtschaftspolitik bewe- gen, wird Gelegenheit sein, bei den Verhandlungen des Reichstags die erforderliche Klärung herbeizuführen. Soweit es sich um Vorwürfe handelt, die gegen die Person des Reichsministers gerichtet sind und Maßnahmen seiner Geschästsführung in Zweifel zu ziehen suchen, hat der Reichskanzler auf ausdrücklichen Wunsch des Reichsministers Hermes im Einvernehmen imit dem Kabinett den Reichsjustizminister und den Reichsffnanz- minister beauftragt, die. Sach- und Rechtslage festzustellen.
Eine Tagung des Reichsverbandes der deutschen Presse.
Köln, 17. Okt. (WTB.) Die Tagung des ReichsverbandesderdeutschenP resse begann heute unter sehr reger Beteiligung mit den Sitzungen des Vorstandes und der Tarifkom-
rnissron. Sie wurden heute fortgesetzt und abends 8 Uhr abgebrochen, um einer Einladung des Oberbürgermeisters von Köln nach dem Rathause
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mc. Kob lenz, 1 <. Ort. Die Kriminal- i st^llung umgenxrndelt. Gleich beim Eintritt m tzwlizei verhaftete einen Bankbeamtenidie geräumige Qiverhalle begrüßt den Befucher aus Krefeld, der im Begriffe war, einen dort i cin großes Bukett emtriebig und einblumig ge-
Reichszuschusses von 2 784 125 Mk. 10 730 394,1 • Viark. Betreffs der Wohlfahrtsfürsorge sei erroäfnt daß seit Kriegsbsginn an die Hinterbliebenen r:t 11 403 Gefallenen 1041 290 Mk. ausbezahlt den und die Gesamtkvsben für Heilfürsorge u sich auf 2 046 000 Mk. stellen. Das Vermögen
mc. Frankfurt a. M., 17. Okt. Stadtverwaltung übernimmt für ein von E Messegellschaft aufzunehmendes lehen von 10 Millionen zur Errichtung nc^ Bauten die Bürgschaft. Außerdem solltt Messe jährlich mit 150 000 Mk. unter ist" werden.
mc. Frankfurt a. M., 17. Oft. zweiten Vierteljahr 1920 wurden in Fi^' flirt im ganzen siebzig Wohnuti-si- neu erstellt.
mc. Frankfurt a. M., 17. Oft. & , hiesigen Landgericht schweben eine ganze- fe zahl von Zivilprozessen gegen die am«bi I nische Besatzungsbehörde, die alle Autonoft/ beschlagnahmt, die irgendwelche BestandtD amerikanischer Herkunft besitzen. Mchirr: Frankfurter Autobesitzer, die die vollkonttr einwandfreie Herkunft ihrer Wagen nuto weisen konnten, haben den Verlust ihre« ft- fährtes zu beklagen Man darf aus den 'M gang der Prozesse einigermaßen gesta'"' sein.
Diebes- und Fälschernest aus. Die Gau?,« hatten sich durch gefälschte Frachtbriefe ii kurzer Zeit in den Besitz von Msenbahnguin im Werte von mehr als 400 000 Ma« zu setzen. Bis jetzt sind sieben Personen, Dir unter zwei Eisenbahnbeamte und ein SpÄ teur verhaftet worden. Weitere Verhafte gen stehen bevor. — Verhaftet wurde derft« der Eisenbahn angestellte Gepäckfahrk Schmidt, der auf seiner Dienststelle für et» 20 000 Mk. Schuhe und Stoffe gestohlen^ und das Diebesgut bei seiner Freundm ,eis Frau Beyer, versteckt hatte. — Wegen grofe Diebstähle bei der Eisenbahn verhaftete x Eisenbahnkriminalpolizei die Rangi« Kemmler und Reß. Diese haben fortgei*! Güterwagen erbrochen und daraus Stoffe «
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zogener, riesenblumiger, toenrroter B.üten, von welchen die Unterseite der Blumenblätter silbrig gefärbt find und einen entzückenden Anblick gewah- ven. Daran reiht sich eine größere Sammlung wod; nicht erblühter Pflanzen an. T-ie erite Langshalle enthält einen großen Posten eintneptg gezogener Pflanzen, welche nahe an der Blüte stno und ist in der Hanptsack-e mit mcbrtrfcbrgen Pflanzen in allen Farben blühend beltellt. Einen bezaubernden Eindruck gewährt die gooße Mittel- Halle. Hier reiht sich in unabsehbarer Fülle Blume an Blume, und zwar alle in Hellen Farben. Weiß beherrscht hier das Bild. Neben dem sclchn- sten rein weiß schimmern wieder Blumen mit grün«9 lieber Mitte. Gelbe und bronzefarbige und zartrosa Blumen sind leicht eingestreut. Es ist ein Blld von unaussprechlicher Schönheit Auch die dritte Längshalle beherbergt reidx «-ck-ätze an Pflanzen, welche später ihren Flor entfalten werden. Wäl>- vend vor den: Kriege unsere Blumenläden von ausländischsk« Blumen überschwemmt wurden, herrscht auch jetzt kein Adangel daran. Untere Gärtner setzen ihnen Stolz darin, daß durch, felbst- gezlogenen Blumenflor dem Publikum auch in der blnmenlosen Winterszeit ihre altgewohnte Bor-
Aur SLaSt und Land.
Gießen, den 18. Okt. 1920.
Die Kriegsgefangenenlager in Hessen.
Während int ganzen Reiche bei der Volls- zählung am 1. Dezember 1916 1 452 250 und am 5. Dezember 1917 1 580 861 Kriegsgefangene gezählt wurden, kamen auf die fünf Kriegsgefangenenlager in Hessen am 1. Dezember 1916 35 833 und am 5. Dezember 1917 47 360 Kriegsgefangene. Am 8. Oktober 1919 befanden sich in Hessen noch 261 (russische) Kriegsgefangene. Die hessischen Kriegs- xefangenenlagur befanden sich in Maiitz, Friedberg, Griesheim (Äeßen und Wvrms. Am stärksten belegt war Gießen mit durchschnittlich 25 000 Gefangenen. Die ersten Gefangenen erhielt Griesheim, wo das Lager am 15. August 1914 in Betrieb genommen wurde. Im Dezember 1918 wurden als letzte die Lager in Griesheim und Gießen aufgelöst. Im Jahre 1916 waren die Lager voll belegt, dann wurde der größte Teil der Kriegsgefangenen in Industrie und Landwirtschaft beschäftigt unb ziemlich gleichmäßig auf das ganze Land
Landes-Versicherungsanstalt befrag am Iaht schluß 89 735 306,97 Mk. In der Sckstußbetr^ tung heißt es, daß der BermögensMivack^ bau-; zurückgeht. Jin Jahre 1913 betrug dieser 6 119 Mark und sank im Jahve 1918 auf 1 607 497 Nach dem neuesten Abschluß fei sogar eine mögens Verringerung von 4 057 057 Mk. zu zeichnen, das bedeute gegen 1913 einen Rückg von 10176 455 Mk.
Waffensblieftrung.
0 Marburg, 17. Okt. Bis zum gejbri Sage wurden hier abgegeben: 965 Gewehre, i Mascki-neng wehre, 137 Pistolen, 70 ton gr ni 30 000 Schuß Munition und zahlreicheGeweh
Große Eisenbahnberaubungen.
fd. Frankfurt a. M., 17. Oft.
heim, wo er 34 Jahre wirkte, aufzugeben. Herr Braun hat sich in der kurzen Zett, in der er in unserer Gemeinde wohnte, ganz besonders in der Krieaszeit, Ivo er Berater und Helfer Vieler war, die Liebe und Achtung der ganzen Gemeinde erworben.
± Großen-Linden, 16. Oktober. Das Braun ft einbergwerk, ehemals Fernie, läßt gegentoärtig ein großes Gebäude an der Frankfutter Straße errichten. Das Gebäude wird vier Beamtenwohnungen, Bureauräume, eine Autohalle umfassen. In dem Gelände zwischen der Sfraße Klein-Linden—Lützellinden und der Frankfutter Straße herrscht seit dem Kriege ein reges bergbauliches Treiben.
X Klein-Linden, 18. Okt. Das^ Fest der silbernen Hochzeit feiern morgen die Eheleute Karl Viertel hausen und Frau Karoline geb. Hof.
fd. Hungen, 17. Oft. Tie hiesige Gewerkschaft „Fr iebrid)" ist nunmehr infolge Handelsgettchtlic^r Eintragung in den Besitz der Stadt ^Frankfurt a. M. uberaegangen. Tie bisherigen Borstmidsmitglieder fmieben aus der Gewerkschaft aus; <tn ihre Sfrlle traten in den Vorstand u. a. ein Oberbürgermeister Voigt und der Direktor der Frankfurter Gasgestzttsc^ift Franz Tttlmetz aus Frankfurt a. M.
-m. Langd, 17. Oft. Als mutmaßliche Täter des hier letzter Tage verübten Einbruchs wurden in Gießen einige junge Leute verhasttt. Die Einbrecher, die äußerst raffiniert zu Werf gingen, wurden schon am Tage beobachtet, jedoch ohne daß man etwas schlimmes ahnte. Zwischen 12 und 2 Uhr nachts führten sie bann die Tat aus, indem sie ein Stück eines Fensters herausschnitten, das Fenster ■öffneten und ein stiegen. Sie entwendeten mehrere 1000 Mark und einen neuen Anzug. Einen, einige Tage vorher vereinnahmten Betrag von etwa 6000 Mk., der sich in einem Nebenfach der Kassette befand, haben die Diebe glücklicherweise nicht entdeckt. Me Tat konnte nur dadurch ausgeführt werden, daß die Bewohner infolge Bodenanstrichs des ersten Stocks, in den oberen Räumen schliefen. Da unser Ort auch seit langer Zeit keinen Nachtwächter mehr hat, konnten die Diebe ihr räuberisches Handwerk ungestört verrichten.
-L Reiskirchen, 16. Okt. Der Kriegsveteran Gendarmenewachtmeister Oestreich wurde unter sehr starker Beteiligung beerdigt. Auch der Kttegerverein gab ihm das letzte Gelette. Herr Oestreich hat den eFldzug 1870/71 mitgemacht. Der hiesigen Gendarmerieftation hat er rund 30 Jahre angehört.
Stockheim, 16. Okt. Es gibt Leute, die lassen ihren Weizen selbst mahlen und bringen dann das Mehl für 6—7 Mk. das Pfund nach Frankfurt. Dieser Tage wurden zwei Herren auf einer solchen Reise abgefaßt; das Mehl wurde ihnen abgenommen.
Kreis Biwingen.
na. Nidda, 16. Okt. Ein Briefträger des Postamts Nidda verlor auf seinem Be stell gang zwischen dem Postamt und der katholifchen Kirche eine Brieftasche mit über 1000 M k. Inhalt, welche er an Postanweisungs-Empfänger usw. auszuzahlen hatte.
Kreis Friedberg.
h. Vilbel, 18. Okt. Der Gesamtvor- an s ck l a g für unsere Gemeinde schließt mit einem Defizit von 210 000 Mk. ab. Zu seiner Deckung hofft man mit der Besteuerung des steuerfreien Einkommens, der Lmnde- und Vergnügirr^gssteuer auszukommen und für den Rest des staatlichen Ausgleichsfonds heranzuziehen. Für die Erbauung der .elektrischen Lichtanlage bewilligt der Gemeinderat .eine wettere Kapitalaufnahme von 500 000 Mk einstimmig. Durch Sachverständige ist nunmehr festgestellt worden, daß der vor einigen Wochen erfolgte Ausbruch eines oberen Feldes der Transformationsanstalt an der Niodabrücke weniger auf schlechter Maurerarbeit beruht, sondern mehr auf einen technischen Konstruktionsfehler, infolge kreuzweiser Spannung der Drähte, zurückznführen ist, mithin dem aussickstführenden Stadtbauführer Waltz in ßeiner Weise eine Schuld beigemessen werden könne.
Starkenburg und Rheinhessen. Französische Kultur.
liebe für Blüten nicht abhanden kommt.
** Auf den Lichtbildervortrag über Wilhelm Steinhäusern der heute abend 8 Uhr in der Johanneskirche dehalteii wird, fei nochmals hingewiesen. (Siehe Anzeige.)
** Ein Sch Wabenabend, der sich umständlich heiterer literarisch-musikalischer Abend nannte, wurde gestern vom Bunde der Aus- Ausl andsdeutschen in der Neuen Aula veranstaltet. Die Schwaben sind unter den deutschen Stämmeii wohl am sympathischsten. Bon den vielen großen „Kerlen", die die gesegneten Lande zwischen Neckar und Bodensee ihre Heimat nennen, seien nur drei herausgegriffen: Sck)iller, Möricke, F. Th. Vischer — treffenber kann der schwäbische Bollscharaller mit seiner glücklichen Vereinigung von Idealismus, Besck)aickichkeit und ©inniercrci nicht gekennzeichnet werden. Und Adolf Auerbach ist der berufene Führer, uns bis in die geheimsten Winkelchen unb Verstecke der schwäbischen Volksseele zu führen. Mit solch schlichter Eindringlichkeit würben die Geschichlle erzählt, daß sich der Vortragende mählich zu verivandeln schien, und man die prachtvollen Menschlein. aus dem Phantasiereich! Cäsar Flcischlcns, Ludwig Finckhs und Wilhelm Scheußeirs leibhaftig vor sich zu sehen glaubte. War es aucEji nur -eine kleine Welt, bescheidene Menschenkinder mit Alltagssvrgen und Alltagsleid, so war es doch> eine Welt, in der die milde Sonne einer gütigen Heiterkeit und Menschlichkeit niemals untergeht. Schnell hatte man sie lieb, das Hafnerle, das sich, vom lieben Gott im Himmel spazieren führen ließ, das Bärbele mit den verbackenen Weihnachtsengeln, das Rapunzele mit seinem Dudelsächhen und wie sie alle heißen m'ögen. Unb nicht zu vergessen die klemm heiteren Vollsgeschichten und Scherbe am Schlüsse, besonders die von de schwäbische Ersebahne. Dem liebenswürdigen Schalk am Vortrags tisch gönnte man aufrichtig den reichen und herzlichen Beifall. — Pianist Julius Hahn hatte den musikalischen Teil des Abends übernommen. Er überrascht immer wieder durch seine erstaunliche Technik und Einfühlung; leider spielte er von der cis-moll Sonate. Beethovens nur den ersten Satz.
** Der Katholische Frauenbund veranstaltete am Sonntag abend im Katholischen Veveinshwis eine WerbeversaMmlung für die soziale Fürsorge, die auch in Gießen notwendig aus eine brei.ene Veveinsgrundlage gestellt inerten muß. Die Redmerin, Frau Neuhaus-Dortmund, mußte sich vertreten lassen durch ihre Sekretärin Fräulein Hofmann. Es toar kern schlechter Ersatz. In flaren Bildern mit packender Zeichnung entwarf sie ein Lebensbild der Vorkämpferin und Führerin der Fürsorge-Bewegung in Westfalen uns im Reich. Wie sich.aus ganz privaten Ansätzen der Verwahrlvsten-Beratung das rierge Werk des „Fürsorge-Vereins" mic allen seinen Zweigen entwickelte, ganz, aus freiwilligen Beifrägen; wie Aufgabe nack/ Aufgabe ihren Anspruch er loben; wie Behörde und Verein sich gegenseitig mit der Zett in die Hände wirkten, das nstchr ausznführen, tft hier nicht der Platz, eben Wenig wie die Berichte bon Frau Kreuzberg über das Mo - nic.a-Heirn in Frankfurt trotz der nachbarlichen Interessen uriSengegeben werden können. Eines aber aus Frl. Hofmanns Worten verdient hier, als Geleiti pruch für die ganze Gießener Gründung, ^wiederholt zu werden, .ein Wort, bas treffend und kurz den Geist dieser Fürsorge-Bewegung kennzeichnet: Wer Uebersluß. hat an Liebe ober iionstigen Reichtümern, der gebe, denn es gibt im Grunde keine Eigentümer, sondern nur Verwalter. Die Aussprache brachte für den jungen Verein -v Anregung, die Landkreise zu materieller Unterstützung hevamzuziehen, besonders '.nohl'habcnde Genvcinben, (Oa _ ans dem Lande wvhl auch ein
Die Freiw. Gailfche Feuerwehr feierte am Samstag in der Turnhalle an der Nord- Anlage ihr 65. Stiftungsfest unter Teilnahme von Abordnungen der Gieß. Freiw. Feuerwehr und einiger benachbarter Wellen, sowie vieler ge- ladmer Gäste. Das reichhaltige Programm bot den Anwcs.-nden in jeder Hinsicht gediegene Unterhaltung. Die von den Herren K. Wenzel (erster Hauptmann der F. G. F.), Beigeordneten K r e n - zien (als Vertreter der Stadt), Geh. Kommerzienrat Dr. Gail, BraErektor Braubach, H. Eise, Bors. d. Gesangv. Heiterkeit und K. M Ü l l e r, Adiutant der F. G. F. gehaltenen Ansprachen fanden verdienten Beifall, ebenso die ge> anglichen Tarbi-ettmgen des Gesangvereins Heiterkeit, der Solovortrag des Herrn Dah- mcr (Bariton) und die humoristischen Vorträge des Kameraden W e i n ha r d t. Mit der gute Ein- flubierung bezeugcnden Ausführung des Lustspiels „Ein Toilettew-Geheimnis ober Du bist bläst,Luise" erregten die Mitwirkenden (Frl. Lehr, Frau Wein Hardt, Herren Meinhardt und Wahl) allgemeine Heiterkeit. Branddirektor -öraubacb überreichte den Wehr männern E So rr mann, Ph. Hof und K. Linden- \V ut h bie von der Stadt gestifteten Ehrentafeln Nir Itnahnge Dienstzeit in der Feuerwehr T-ic gleiche Auszeichnung wurde den am Erscheinen grbntbcrtmjlametaben Jak Kunz und Karl -fest fand mit
Die Einäscherungen in Hessen.
Als erstes heffisches .Krematorium wurde 1899 das Osferrbacher Krematorium mit 10 Ernäsche- rtrngen in Benutzung genommen. Heute besitzt Hessen Krematorien in Offenbach, Mainz, Darm- fliabt und Friedberg, die zusammen bis Ende 1919 die Zahl von 9471 Einäscherungen vollzogen. Davon waren 5991 männlich und 3480 werblich. Dabei ist bemerkenswert, daß nur in seltenen! Fällen für die Leichen von Kindern die Einäscherung gewählt wird, daß jedoch vom 20. Jähr ab die Feuerbestattung eine fortgesetzte Zunahme aufweift. Die meisten der Eingeäscherten stammten nicht aus der Krematoriensemeinde. Bon den in Mainz durch Feuer Bestatteten waren 2692 evangelisch, 556 katholisch, 196 israelitisch unb 269 gehörten anderen Bekenntnissen an.
Veranstaltungen.
Montag: Johanneskirche, 8 Uhr, Lichtbil- beröortrag über Wilhelm Steinhausen. — Hotel Schütz, 8 Uhr, öffentlicher Vortrag des Naturheilvereins (nur für Männer). — Safe Leib, 8 Uhr, Konzert und Vorstellung der Medick-Meidinger. — Hotel Einhorn, 8 Uhr, Variete und Ringkämpfe. — Lichtspieltheater wie gestern.
** Das Gesetz, die Ausführung des Landes st euergesetzes betr., vom 7. Aug. 1920, ist jetzt int Regierungsblatt veröffentlicht worden. Von besonderem Interesse für unsere Stadt ist hierbei dte Vorschrift des Art. 94. Darnach erhalten die Gemeinden, tocläe mit dem ihnen durch den Staat gewährleisteten 'Mindeftbefrag an Steuern nicht aus kommen, aus dem zu bildenden ^Ausgleichsstxk u. a. nur unter der Voraussetzung Zuschüsse, daß ihre Gehaltsordnungen unb ihre Lohntarife die des Landes nicht überschretteit. Bekanntlich überschreitet unsere städtische Gehaltsordnung bei einigen Stellen die des Landes. Tie Stadt wird also, wenn sie, wie wohl anzunehmen ist, mit dem ihr vom Staat gewährleisteten Mindestbetrag an Steuern nicht auskom- men wird, auf einen Zuschuß aus dem Ausgleichsstock verzichten müssen. Man ersieht hieraus, rote begründet die Bedenken der „Freien Vercinigung" waren, die sie bei der Beratung der ftäbt. Besoldungsordnung durch den St-rdtv. Schmahl Vorbringen ließ. Dieser wies schon damals im Ge- geniab zu den Ausführungen des Herrn Oberbürgermeisters darauf hin, daß die Stadt gezwungen sein würde, alle diejenigen Beträge, die sie über die ftaatlid>en Sätze hinaus ihren Beamten bewilligen würde, aus eigenen Mitteln aufzu- bangen. Leider wurden diese Warnungen damals weder von dem Herrn Oberbürgermkister noch oon den anderen Parteien beachtet.
*v Milchbelieferung. Die Milchemp- fanger deren Karte auf i/2 Liter lautet, können tu dieser Woche nicht beliefert werden. Gegen Abgabe der Milch marken, die auf V-> Liter (43 Marie vom 18. unb 22. Oktober) lauten, kann vom 19. bis einschließlich 26 Oktober je eine Tose kondensierte, gezuckerte Vollmilch zu 9,75 M. ine Dose in Empfang genommen werden.
** Konsumverein Gießen und Umgegend. Die Auszahlung der Rückvergütung findet an den im Anzeigenteil bekanntgegr benen Tagen statt.
** 'Ehrysanthemum - Ausstellung. Trübe Tage, Nachtfröste haben die letzten Blüten in Feld und Wald getötet. Nur der Watt versucht mit feinen Brouzetönen noch Farl- in dos ersterbende LandschattLbild zu bringen In c.i-i■r blüttnarmetr Zeit bergen die Glashäuser der Gr. - ner doch noch ungeahnte Schätze. Es ist l ouvl sächlich das Ehrhsanbemum, das durch seinen .tt-i !--- tum in Form Farben irnxmf- U i diese Pracht der blumenliebenden Bevöllerung d:i c,
hohem Werte geraubt. Die Ware hat!« Kemmler nach Pößneck zu den Eltern sei« : Brant geschafft. Als Hehler wurde der Wit Schlosser aus der Oppenheimer Straße haftet; als Reß bei dem Diebstahl überrH i wurde, toarf er einen Ballen Stoff in ft Nidda. In dieser Affäre stehen noch zch : reiche weitere Verhaftungen bevor
Raubmordversuch.
fd. Frankfurt a. M., 17. Okt. Tm. junge Burschen erschienen Samstag vormim in der Wohnung des Straßenbahners > 1 genhain in der Dreispitzstraße und gaben Dir, im Auftrage des Wohnungsamtes eine & nungsprüfung vornehmen zu müssen. Alsxc Wohnungsinhaber sich dessen weigerte, fteti die Burschen über den Mann her, schlugen h» nieder und suchten shn durch Chloroforms betäuben. Der Ueberfallene «setzte sich zur Mft und schrie um Hilfe, die ihm von StrM passanten zuteil wurde. Die Burschen, diem- schiedene Mordinstrumente bei sich fuhrtt wurden nach heftigem Kampfe feftgenonrm.'n Sie gestanden offen zu, daß sie dem als leofc : habend geltenden Manne die Barmittel tfr ben wollten, evtl, durch Anwendung Gewalt.
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Ti« Milch Ifflitt, teer «dm.
Segen A '\i Liter (43. 1920) tauten iß. Dttober 1 \t eine D«
Bollmi i
Tebus, Tön, Q Wj
ein Unternehmer aus Mannheim mtt Genehmig-, des französischen Ortskommandanten das Kvnzc. Haus Roth'in der Langerstraße durch Herrichrr-!, entsprechender Räume zu einem Freudenh au, umgewandelt, in welchem 18 deutsche unb eiittj ausländische Mädchen untergebracht sind. sollen zahlreiche „Damen", die aus Darmftat kommen, den Betrieb uMerslützen. Ter Umfa) « Getränken soll in dem Hause durchschnittlich l.H Mark den Abend betragen.
Hessen-Nassau.
Von der Landes-Versicherungsanstatt Hesst, Nassau.
Dem jetzt erschienenen Jahresbericht für 1.9 J ist zu entnehmen, daß zum Bmi von Arbeitz, Wohnungen bis jetzt insgesamt 21 248 991 Mk. a geliehen worden. Davon entfallen auf Baugenoslv schäften usw. 16 072 325 Mk., auf ianbroirticiij liche Ardntgeber 9000 Mk> unb auf einzelne B sicherte 5 507 151 Mk. Im Berichtsjahre sind i Auszahlung gekommen 638 000 Mk. an den ^rc. furter Dau- und Sparverein, 50 000 Mk. au Siedelungsgefellschaft „Hessische Heimat" in Cai 12 500 Mk. an die Nassauische Siedelungsge c « schäft in Wiesbaden und 503 Mk. an eii en Arft ify zusammen 701000 Mk. An Rentenzuwe,en in . ben gezahlt 3 016 030 Mk., durch diese erhöbt der Jahresbetrag der Renten von 8 498 489,90 T
** Werber für die Frem.denlegrvn treiben dauernd ihr Unwesen und finden trotz aller Warnungen immer wieder ihre Opfer. Sv wurde dieser Tage ein junger Mann von 17 Jahren aus Altheim bei Dieburg, auf der Fahrt nach Retn- heim zum Besuche von Verwandten auf dem Ost- bahnhvfe in Darmstadt von einem fremden Herrn in liebenswürdiger Weise um Feuer für die Zigarette gebeten, worauf der Unbekannte dem jungen Menschen auch eine Zigarette schenkte unb an zündete. Alsbald holte der freundliche Herr, als der junge Mann eine gewisse liebe lieft spürte, ein Glas Wasser. Dem jungen Menschen schwand die Besinnung und er kam erst roieber in einer Mainzer Kaserne,zu sich, wo er mit etwa meist jüngeren Leuten zusammen war, die alle für die Fremdenlegion bestimmt waren. Wie er dahin gekommen ist. weiß er nicht, doch mußte er, ebenso wie die anderen, einen Vertrag unterschreiben, durch den er sich für längere Jahre in den Dienst der Legion verpflichtete. Es gelang ihm allerdings in der Nacht mit noch einigen auf ähnliche Art Geworbenen feinem Schicksal durch bte Flucht an dem Blitzableiter des im vierten Stock gelegenen Schlafsaals zu entgehen. Sie marschierten nach Mannheim, von wo er nach ferner Heimat gelangte. Es kann nicht oft genug vor ben gutbezahlten Schleppern gewarnt werden.
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LI Lang-Göns, 17. Okt. Ein großer Leichenzug beivegte sich heute durch unser Dorf, galt es doch dem verstorbenen^Lehrer a. D. B r a u n die letzte Ehre zu erweisen, der nach kurzem Krankenlager am Freitag vormittag verschieden war. Herr Braun wohnte seit Anfang Mai 1913 in unserer


