die
verantwortlichen Redakteur der „Trierer Lan-
p| lctzigenannten Vergünstigungen
*- riflichen Pwzente höher festgele
reszeitung", Dr. Demant, zu 500 Mar
fejlgefept iwibcn."
Geldstrafe, weil er eine Meldung aus
war drei
des tere >en
Aus dem desttzten 6tbitt
82 Fälle schwarzer Schmach.
würden". Wegen der gleichen Meldung die Zeitung in der vergangenen Woche Tage verboten worden.
Und wenn du auch verdrossen bist, glaub deinem alten Blücher, vor Kötern und Franzosen ist kein deutsches Denkmal sicher.
Dieses Gedicht war die Veranlassung, daß Hohe Interalliierte Besatzungskommis-
ion den Verkauf dec Jugend auf einen Monat verbot.
nigcn.
WrShalb die „Jugend" verboten wurde.
Vor einigen Wochen wurde das Blücher- denkmal auf der Nheininsel bei Caub durch ranzosische Offiziere und Soldaten des 26. Jnf.-Regts. in Kostheim besudelt. Die Münchener Jugend hatte darüber ein Gedicht gebracht, in dem es heißt:
Der Marschall lächelt erinnerungsfroh, indem er die Horde betrachtet;
er denkt an Leipzig und Waterloo und tote er den Gegner geachtet.
Die Schlußstrophe lautet treffend:
Trier, 16. Juli. (WTB.) Das französische Polizeigericht verurteilte den
( ) M a rburg, 16. Juli. Im Beisein von etwa 60 Vertretern der Kommunalverwaltungen fand hier im Rathause eine Sitzung des Wirtschaftsverbattdes der Kommunalverbände und der Städte beider Hessen und Waldeck statt. Man besprach die allgemeine wirtschaftliche Lage, die Lohntarise, ferner besonders die zu ergreifenden Maßnahmen zum Abbau der P reise für die Gegenstände des täglichen Bedarfs und die Lebensmittel. Es soll versucht werden, in dieser Hinsicht für das gesamte Wirtschaftsgebiet einheitlich vorzugehen und mit den hierfür in Betracht kom- menden^Erzeugecn, Handwerkern und Kauf- Wie mitgeteilt
( ) M a r b u r g, 16. Juli. Bet dem Holzverkauf der hiesigen Obersörsteret wurden die bedeutend herabgesetzten Taxpreise raum zur Hälfte geboten. Der Verkauf gmg lehr schleppend.
Schweizer Blättern über französische Truppeneinziehungen übernommen hatte, wodurch angeblich „die Geister verirrt
Eebensmfftdtmmg.
Berlin, 17. Juli. (WTB.) Gestern abend sand am bayrischen Platz in Vertin eine Teuerungskundgebung statt, an der mehrere tarnend Personen feilnahmen. In niedreren Ansprachen wurde die Herabsetzung der Lebensrnittel- pcersc ver.angt.
Samstag, 17. Juli: Stadttheater, 7 Uhr, Csardasfürstin. — Großer Hörsaal der Universität, 8 Uhr, musikalischer Abend der Volkshoch- sckmle. — Kinderhilfetag, 1—7 Uhr Hanssamm- lnng durck Schüler. 5—7 Uhr Promenaden kontert und Straßensammlnng. — Reichs innen dwett- kämpfe, 3 Uhr Schwimmen in der Mülle 'chen
teils ein Garanttelohn (Exisren;muniimim) im Gegensatz zu Gießen festgelegt. Durch das Feisten der m t waren hier die ta-
8V4 Uhr, Gastspiel Buchwald. — Lichtspieltheater nnc gestern.
Sonntag, 18. Juli: Kinderhilfetag, 3 bis 8 Uhr Volksfest im Philosophenwald. — Jfeichs- jugendwettkämpfe, 3 Uhr Leichtathletik und Turnen aus dem Trieb .— Liebigmuseum, ll1/^ Uhr, Volksvvrlesnng. — Postkeller, 9 Uhr vormittags, ordcntl. Mitgliederversammlung der Schuhmach.'r- zwangsinnung für Stadt- und Landkreis. — Hotel Einhorn, 83/4 Uhr^ Gastspiel Buchwald. — Lichl- preltheater wie Samstag.
zieren.
** In dem Artikel Reichsein kommen st eue rv e ra n l a g un g sind einige Dru^ fehler unterlaufen, die hiermit berickstigt seien: 3p Absatz 2 Spalte 14 muß es statt begannen ,,«* zogen" heißm. Im gleichen Absatz, Spalte 17 m zu setzen Sb urrjahr 19 21. In Spalte 2, erst« Zeile, ist statt aufzunchmen „aufzurechnen' iu
vanzministerium Dr. K rausneck (Bayr. Vp.), das Landwirtschastsminifterium Hamm (Dem.).
Als^nm verbreitete sich der Mn^^rpväsi- deirt in einer längeren Rede über die LAU ätze, die zwischen der SlaLtsreoierung und den Koalitions-- Parteien für die Durchführung der StaxttSgeschäfte festgelegt worden waren. Er betonte dabet in besonderer Sk-ife das Festhalten der Staatsregierrnrg an der Einheit des Reiches. Wir wollen fein und bleiben ein einiges Volk und unser großes deutsches Vaterland in seiner schwersten Not erst recht in Liebe und Treue umfassen. Wir wünschen ober keinen extrem unitarischen, sondern einen föderalistischen Ausbau des Reiches, aber nicht im ©inne engherzigen PartikuUrriSmus, der nur an sich denkt, oder int Sinne einseitiger Reservats- rechtspolitik, sondern im Sinne einer freien, großen Einigung. Zum Schluß kam der Ministerpräsident auf die Verhandlungen in Spa a zu sprechen. Diese zeigten zu jeder Stunde, daß der Wiederaufbau unseres Wirtschaftslebens fast ausschließlich von fremdem Willen abhängt. Wie lange auch diese niederdrückenden Verhältnisse bauern mögen, in keinem Augenblick können ste uns irre machen in unserem Willen, unsere ganze Kraft einzusetzen für unser deutsches Vaterland, mit dem wir die stolze Vergangenheit geteilt haben, mit dem wir treu uni) unverbrüchlich auch in schweren Tagen zusammenarbeiten wollen zur Wieder Herbeiführung einer, wenn auch noch fern liegenden, so doch sicher zu erhoffenden besseren Zukuust.
kuten Fühlung zu nehmen, wurde, ist die Landtoictschafl reit, wünscht jedoch, daß die
I folgen«
Papiergeld und Teuerung.
Der lebte Reichsbankaiksweis zngt eine bedrohliche Vermehrung unserer Umlauf mittel und fülyrt uns das Glcrtb unserer Papiergeldwirtschaft besonders t-eutlich vor Augen. Es erscheint uns ja als notwendig, daß durch das immer größere An- wack.sen der Mpiernen ZahluNgsniittel die Kaufkraft des Geldes finfeil und baher die Preise weiter und weiter steigen müssen. Wie der bekannte Munch-ner Rationolökonom Prof. Walther Lotz in einem soeben bei Leonhard Simion in Berlin erschienenen mteressanten Buch über das P<7piergeld betont, ist dies aber nicht unbedingt der Fall. Wostl ist es eine alte Beobockstimg, daß bei sehr großer Steigerung deS Unibcufes an uneinlö^lickiEP-crpier- geld alle Warenpreise «zu beigen vsiegen. Aber sorgfältige Forschungen, wie \V besonders an dem Papiergeld in Oesterreich nährend des langen Zeitraumes von 1848 bis 1884 angestellt worden sind, hoben gwmgt, daß sichest Sackte nicht so crnfack) uni) mechanisch aüsmelt. Es läßt sich danach keineswegs beweisen, daß die Preise der »Waren mit der große reu und geringeren 9Jlenge des Papierumstrufes entsprechend empor- und heruntergehen; vielmehr hat sich gezeigt, daß andere Umlände die Kaufkraft des Papiergrittcs ;ä-f<r beeinflussen als seine Vermehrung- Alle pKitifelxen und frimnzü-Uen Ereignisse spi-len in einem Papferwähriingslande eine viel größere Rolle, als in einem Lande, das eine gesicherte Eiolduvibrung besitzt. Auck) wich der Ausgabe unernlöslichen Papstrgeldes bstübt das Gold nach wie vor der Wertmesser. Deslalb ist bei uns noch immer die Golt-mark, deren -ede Vnos Pfund Feingold bautet, maßgebend, obgleich wir nach Papiergeld rechnen und beschien. Tie Kaufkraft der Papiermark schwankt je nach der Wahr schein- lickLe.it, ob die Zettel einmal früher ober später |u irgend einem Kurs oder zum vollen Nennwert in Edelmetall eingelöst werden können. So Muß also jede politische Wolke am Horizont jede bedvohlickie "wirtschaftliche Aiaspickhme die Hoffnung auf Einlösung m Bar besonders park verringern. Freilich setzt aber auch die sehr starke Berinehrung der Zettel die Hoffnung auf Einlösung in Bar zum vollen Nennwert immer mehr herab. Aus diesem Grunde ifi auch die Steigerung des Umlaufes von uneinlöslicksen Zetteln ein sdhr beunruhigendes Zeichen, iveron sie auch in der Bewertung der Pa piermark nicht aussächiggebend ist, und die Tatsach- bleibt bereden, daß erst eine namhafte Bennüide- rung der vorhaM-enen Papiergeloiid-assen erfolgen mutz, bevor an eine Gesundung unserer Finanzen gedacht werden Barm.
Veranstaltungen.
Au» Stadt und Land.
G i e ß e n, den 17. Juli 1920.
Freigabe der Einfuhr von Eiern und Ciprodukten.
Durch eine vom Reichsministerium für Ernäh- ruug und Landwirtschaft erlassene Verordnung vom 24. Juni 1920 über d e Einfuhr von Eiern und Eiprodulten ist cm w. vrer Abbau der zen- t alisierten Wirtschaft inso,ein borgenommen, als die Einfuhr non Eiern uiü> von Ciprod-ukten (flüssig, getrocknet oder kristallisiert, für technische oder Emähmngszwecke geri inet) .freigegeben ist. Die Freigabe erstreckt sich mkbt nur darauf, daß die zentralisierte Einfuhr, W sie in der Eier- Einfuhrgesellsck-ast m. b. H. bis'l-er bestand, aufgehoben ist, sondern die genannten Waren sind auch auf die fogenannte „Freiliste" gesetzt worden, so daß auch für sie eine besondere Genehmigung der Einfuhr durch den Reichskommissar für Aus- und Einfuh.bewilligimg nicht erforderlich ist. Eine derartige weitgehende Erleichte-rmg dec Einfuhr ist erfolgt, weil es sich bei den Eiern um besonders leicht verderbliche Waren handelt, so daß Verzögerungen in der Zufuhr an die Verbraucher ans etwaigen formalen Gründen möglichst vermieden werden muffen. Wenn einerseits zu hoffen ist, daß durch diese Vdaßnahme eine Senkung tat derzeitigen unverhälmismüßig hohen heimi- sckxn Eierpreise erzielt wird, da die Tvansport- mrd sonstigen Berhiiltnisse sehr wohl eine Zufuhr aus dm starten Ueberschußgbie ten gestatten, die !>.'veits im Frieden Deutschland in erheblick)em Umfange mit Eiern versorgt haben, so muß andererseits doch ausdrücklich Darauf l-in gewissen iver= den, daß die Freigabe der Einfuhr zunächst ver- suchstveise erfolgt. Hierauf wirb der Handel ausdrücklich hingewiesen. Eine Ersckflverung in der Einfuhr von Eiern und Eiprodukten wird mi- bebütgt wiÄ>er eintreten, wenn sich heraussteilen sollte, daß die allgemeüre Wirtschaftslage, insbesondere die Lage auf dem Devisenmarkt, eine Einschränkung der Gesamteinsuhr wieder notwendig macht. Etwa'ge Ccknschräiikungen rverden dem EiereinfuhrlMndel vorher mitg.terlt werden, um ihm für die Abwicklung laufender Lieferungs- Verträge ehre angemessene Frist zu bassen. Nach Ablaui dieser Frist mürben Ausnahmen für früiycrc Liejerungsverträge nicht geben werden können.
Das Trinkgeld in den Cas^S.
Der „Verband der Gaswirtsgehilfen, Orts- verw-altuug Gießen", schreibt uns:
„Zu der in ilyrer 9h:. 163 vom 13. Juli 1920 erschienenen Notiz über Abbau des Bedieniings- missdbiges in CafAhäusern ist mit-m feiten, daß di Differenzen ihre Erledigung gefunden haben. Der Verband der Gastwirtsgeh.lfen hat mit den in Frage fenrmenden Arbeitgebern vereinbart, daß der Bedienungszuschlag in Cafes auf 10 Prozent festgesetzt tvird.. Tie Arbeit- aeber bezahlen als Ausgleich eine monatliche Entschädigung ton 150 Mark für Kost und Um Irrtümer der Kvnsuiklcnten zu begegnen, sei darauf lnngrwiesen, daß tm Gegensatz zu Gießen in anderen Orten Kost unb Logis, oder eine Entschädigung T)ierür genmlyrt wird. Außerdem ist größten-
Ans dem ttelehe.
Der Borfutt vor der französischen Botschaft in Berlin.
Berlin, 15. Juli. (WTB.) Amtlich Ter Zwischenfall, der sich ge'ern am französischen IdiationalfKerb'ge am Pariser Platz ereignete, ' imirdc in t-er Kab ine 11 s si tzung erörtert. Ta- 1 bei wurde mi’geteilt, daß die französische Mnschaft < ans ihre Absicht, den Tag in der früher üblichen Weife zu feiern und die Flagge auf dem Bvlschrfts- gdulube zu hissen, am Vortage hiiüvies und Sicher- . heitsnwßnalTmen an regte. Im Polizeipräsidium ' Berlin war vom Auswärtigen Aent wuer ausdrück- !id>em Hinweis auf die politische Seixarhtng der An- gdegcu'irit ersucht tvorden, zur Verhitung^ jeglicher Störungen die Mörderlichen Maßnahmen zu treffen. Um fo schärfer ist itne Unzuläng'.rchkeü zu verurteilen, womit die Maßnm-men des Polizeipr-äsi- , diums getroffen unb durchgeführt tourben. Tas ■ Kabinett war sich in der entschiedensten Verurteilung des Zlvisckxcnfalles einig. In einer gemeinsamen Silama des Reichsläbitletts und,des preußi- ' fdren Kabinetts htvcW-t Einmütigkeit darüber, daß die vom preußischen Minister des Innern bereits suspendierten schuldigen Beamten s-osart, zu entlassen feien. Tie loTyne, Kenntnis der Rcichsregie- rung und der Pretlßischen Regierurrg von der Sicherheiist'!'lizei abgegebene Tar!>eilung, w-vnach sich französische Offiziere uitb Mannschaften 'provo- zicrend benommen täten, bestätigte sich nicht.
Berlin, 16. Juli. (Wolff.) Ter St-ratssekre- tär im Auswärtigen Amte und der Stellvertreter des zirr Zeit in Urlaub befindlichen Poliz-ipräsiden- ten statteten heute Mittag in der französischen Botschaft einen Besuch ab, um wegen der Verletzung der sranzöfisck>rn Flagge amtlich ihr Bedauern anszn sprechen. Um 1 Uhr wurde die Flagge auf dem Botschaftsgebäude gehißt. Eine Kompagnie Reichswehr erwies internationalem Braurpe gemäß Ehrenbezeugung. — Ter preußische Mmister ves inneren entließ »>vei für die Unzulänglichkeit der gelrosfenen Sia/erheilS- maß->a!Men verantwortliche Beamte aus dem Dienste.
Berlin ,16. Juli. (Wolff.) Den Bemüh- umgen der PiliM ist es gelungen, den Täter, der die F a h n e von der fronzösisck>en GesandtsckwN am 14. Juli Her a b geho l t hat, zu ermitteln und festzunehmen. Der Täter ist geständig.- Es Hande! 1 sich um den 21 iübrigen Montagearbeiter Paul Krzemins ki. Tie eingehende Vernehmung des Taters ist noch im Gange.
Tie Arbeit
der Grenzbestimmun-skommiffion.
Berlin, 16. Juli. (Priv.-Tel.) Wie die Abendblätter melden, hat die Grenzbestimmungskommission nach langen Verhandlungen die Stadt Tirschtiegel, deren Einwohner zu 90 Prozent deutsch sind, Deutschland zugesprochen.
Dir Zahl der Erwerbslosen.
Berlin, 16. Juli. (Wolff.> Aus dem Reicbs- arbeitÄninifteriurn wird uns mitgeteilt, daß oie Zähl ter unterstützten Erwerbslosen im Reiche, wie das infolge bet ungünstigen wirtschaftlichen Lage zu erwarten war, weiter gewachsen ist. Nach den «mtlich^'a Feststellungen betrug die Zahl bec männ- lichen Erwerbslosen am 1. Juli 233 618 und die der weiblick-en Erwerbslosen 78 573, afio insegasrnt 312191 gegen 296183 am 15. Juni und 270 673 am 1. Jmn. Zu ben eigentlichen Erwerbslosen kommen 283 793 Familien rngehörige, die als Zuschlagsempfänger mtterstützt werden. Die Ge^mt- ter .ln.erstützten Erwerbslosen entspricht ettva dem Sban" e vom 12. April 1920.
Ein Pnnd?nstrtich in Oberschtosirn.
Beut he n, 17. Juli. (WTB.) Wie die „Oherschl. 3tg " meldet, besetzt; gestern morgen eine dreißig köpf ige und mit Gewehren bewaffnete Bande den Bahnhof 3m ie! in im Kreise Pleß. Alle in der Richtung nach Myslowitz fahren bat Züge wurden gezwungen, die Station ohne Aufenthalt zu durchfahren. Wie das Betriebsamt Katto- witz n-iiteilt, ist triefe Bande inzwischen wieder von dem Bahnhof entfernt worden.
Aus Hamburg.
Hamburg, 17. Juli. (WTB.) Die Bür- gerfchatt stimmte der Abschaffung derzwei- t e n Wagenklasse auf der Hochbahn zu unb bcnniigtc 2 Brill io neu Mark für Fahrpreisermäßigungen für Kriegsbeschädigte.
Ein sozialistisches MgtorungSprogramm in Braunschweig.
Ams Oefsen.
Aus dem Finanzauöschutz.
rm. D ar m sta dt, 16. Juli. Ter Finanzausschuß der Kammer erledigte heute den Rest des Voranschlags. In Kap. 112, Betriebskrankenkasse an ban Widerstand des Ausschusses ber auf Angliederung ber Kasse an die Ortskrankenkasse an dem Widerstand des Ausschussees der Vetriebskrankeukasse gescheitert und ein zwangsweiser Anschluß nicht zu ermöglichen sei. Damit ist der Hauvtvoranschlag erledigt. Es wird bann noch eine Vorstellung bes Freien Hess. Laubes-^ Verbandes der Kriegsbeschädigten in Bieben in Oberhessen dahin erledigt, daß nach ber Erklärung ber Regierung, wonach sie anßerstande sei, den Gemeinden Vorschriften über die Besetzung von Gemeindeämtern zu machen und twß die Rationierung des Holzes durch Ueberweisung an die Gemeinden erfolge, die Regierung ersucht werden soll, im torliegenden Falle auf die Gemeinde rinzuwirken, damit bei der Besetzung ton Gemeindestellen bei gleicher Fähigkeit den Kriegsbeschädigten ben Vorzug erhalten sollen, auch bei ber Hvlzverteilung möge auf bie Kriegsbesck>ädig- ten geeignete Rücksicht genommen werben. Dann vertagt sich ber Ausschuß.
Braunschtveig, 16. Juli. WTB.) In der Lanbesversammlung leitete Minister Oerter die Beratungen des StaattHaushalts bnrch eine programmatisch^ Erklärung ein, wonach dasStaatsmin sterium s-cb zur s o ; i 0> l i - ftlschenGcs llschasts- - nW lrtch ch a f t - Ordnung bevanu-e. Tas Staatsmunstermm werde im Rahmen dec Verfassung und ber Gesetzgebung bes Rriches im Freßtaat Braunschweig auf rersasiungsmößigem Weg iolgenbe Ausgaben zu lösen oerfuefrn: Umwand, ung der Eotwohne^wehren, ber Sicherheitspolizei icnb der Kolt-eiorgaue zu Eiarichtmtgen zum Schutze des
Seit dem kürzlich veröffentlichten Protest Prinzen Max von Baden find 56 wei- Vergehen farbiger, französischer Trup- r. zu unserer Kenntnis gekommen, nämlich 41 Fälle von Notzucht, Notzuchtversuchen itnb leberfällen auf Mädchen und Frauen, drei Vergewaltigungen von Knaben, elf Körperverletzungen, Bedrohungen, Mißharrdlungen. Die Gesamtzahl der uns bekannten, von beut» chen V-ehö eben eintoanbfrei festgestellten Freveltaten steigt damit auf z to e i u n d a ch t z i g. Wir überlassen der Oefsentlichkeit das Urteil über die französischen Versuche, diese schändlichen Zustände abzuleugnen und zu beschö-
Freistaates unb des ganzen Volkes, Beseitigung ber bureaukratischen Staatsverwaltung wie der buveautratisck-rn Verwaltung in Gemeinde und Kreis, Uebernahme ber Verwaltung bucch das Volk felbft, Umgestaltung der Stadt-, Gcmeinde- unb Kveisorbnulig, Ausbau ber Gemeinde- und Kreisvertretung'en zu vollen Selbstveiwaltuligs- törvern, die zugleich Wirtfchastst'örp.w werben, Ausschaltung aller persönttch.'n und kapitalistiichen Interessen bei ber VenoerttiNg unb Ausnützung der Staatsländereien, Forsten, Bergwerken uiw., Erwerb der in Braunschweig gelegenen Kohlenbergwerke für die Allgeuieink)eit, ebenso ber Kaliwerke, ferner ber Elektrizitätswerke, ber mdu- trieHen Betriebe unb ber Bei kehr Sanstalden, ge- etzliche Reg lung des Wohnungswesens durch den Staat, Sicherung der Ernöh ung des Volkes durch Regelung des Äusbeviies der landimrttchastlichm Produkte, Vichhaltnng für die Bedürfui sc der ' lllgemeinhcit, Ab-ttrierungspflicht aller landwiri- chaftlichen Erzeugnisto an Gemeinde und Kreis, Durchführung der Trennung von Kirch, und Staat nach den Richtlinien des Rciä)es, Schaffung einer Staats- unb Einheitsschule, Bcs-ntigung der Klassenjustiz, vorbildliche Regelung ber Verhältnisse in ben Staatsbetrieben, staatliche Regelung des gesamten WolstsahriSwesens, Armenpflege und bes Gesundheitswesens.
** Personalnachrichten Ter Oberarzt an ber Heil- unb Pflegemista.lt Alzey, Dr. W. S chm e el, ist auf sein Gesuch nach ber Anstalt Gießen versetzt. Dem bisher an ber Heil- unb Pflegeanstalt Gießen als Oberarzt ohne festen Amtssitz beschäftigten Oberarzt Dr. El. Frank ist bie durch die Versetzung frei werdende Oberarzt- tclle mit dem festen Amtssitz in Alzey übertragen. Tie damit verbmrbenen Umzugskosten werden durch die Sb.wtskasse getragen.
** Z u m N 0 t a r mit dem Amtssitz in Gießen wurden am 12. Juli ernannt der.Rechtsanwalt Dr. C. Spohr, der Rechtsanwalt Jmmo A l - brecht.
*♦ Die Bekanntgabe der Wochenration erfolgt im Anzeigenteil unseres l)eu- tigen Mattes. Wir weifen auch an diesen: Stelle baraut hin.
**AusgabevonKohlenbezugskar- ten. Bezirk 10 wird nicht Montag, Dienstag und Mittwoch ausgegebeii, sondern wie folgt: Donnerstag bis Samstag. Näl-eces siche Anzeigenteil.
** Aus dem Stadttheaterbureau. Da sich für das Wiesbadener Operettcn- Gastspiel ein ganz außerordmttiches Jncheresse gezeigt hat, so hat sich die Leitung unseres Stalü- theaters entschlossen, für bie nächste Woche und zwar für Freitag den 23. Juli ein weiteres Gast- piel mit dem Wiesbabener Staatskheater abzu- schließen. Tenrzusvlge wird an obigem Tage Am- bvoife Thomas volkstümliche und überall so beliebte Otor „M i g n v n" zur Auffichrung gelangen. Allererste Besetzung, verstärkter Chor und verstärktes Orcbcfter, diesmal das ÄLanheimer Kur- ord:efter, verbürgen eine besvnbers gute Aufführung. Näheres wird noch bekanntgcgeben, doch können „briefliche" Borbestellungm bereits von heute ab an die Kasse des Stadttheaters gerietet werden. Tie gieservierung ber Plätze erfolgt in ber Reihenfolge der Eingänge.
*♦ Oberhessis cher Kun st verein. Die Ausstellung hesiischer Künstler hat sich fortgesetzt eines regen Besuchs zu erfreuen. Es , sei darauf hingewiesen, daß sie nur noch bis einschließlich 1. August verbleibt. Im übrigen verweisen wir auf die Besprechung im heutigeen Blatte.
** Tie Literarische Gesellschaft Gießen veranstaltete gestern alxitb im großen Hürsaal ber Universität einen Aritglieberobend, zu bem der feinsinnige Dichter Rudolf G. Bin ding auS Buchschlag (bei Frcrnkiurt» geivonnen war. Er las Gehickste, die feine Neutönungen na reu, dafür aber die ganze h.?be Kraft männlicher Kraft in fick bargen Besonders hervor- gchoben sei das Gipfelgespräch II. Von ben an- gcfüribigten Proscistücken wurde eines, ,(SBic Ludwig der Heilige auszog . . der im Saale lferrschenden Hitze wegen ausgesetzt. „Die Legende vom Pcitschchen" erwies abermals Bin- dings starke Begabung zu schlichten, (eg mbären Erzählungen, wie sie aus bem töstlichm Buchr. ..Coelestina, St. Georgs Stellvtttreter" b.'kannt ist. Die Uebersetzung ber „Rede des Perickles für bie G'falleuen" hätte man gerne vermißt zumal da sie bei der gerade hier fchulmeisterlickien Art des Vortrags nicht zur Geltung kam.
** Tie Reichsjugeubkämpfe 1920, die vom deutschen Reichsausschuß für Lrib.'sÜbungen ausgeschrieben find, beginnen in Gießen am heutigen Samstag und gehen am 25. Juli zv Ende. Tie Wettkämpfe werden in zlvei Alters- sinfen ausgetragen. Zur ersten Altersstufe gehören die Jahrgänge 1906 und 1905, zur z'.veiten bie Jahrgänge 1904 und 1903. Die Sieger erhalten tom Deutschen Reichsausschuß für Leib.sübungen Ehrenurkunden. Auf Wunsch weisen wir gerne ixirauf hin, daß die Reichsjugenblamp?e kriues- weas als „Konkurrenzunternehmen" des Kinder- hilsetages anzusehen sind. Die Sammlerinnen bei Kinberhilfe können selbstverständlich bei den Sport- unb Tilinkämpfen ihre Sammeltätigkeit mrgohiw- bert ausüben.
** Der Gießener Mieterverern ver- cmstaltel am Montag ben 19. Juli abends 81/«, Uhr im Saale des Cas4 Leib, Walltorftraße, eine öffentliche Versammlung. Dr. Carl Riemann wird über die vorn Hausbesitzerverein geplante allgt* meine Mietstrigerung und Stellungnahme ber Mieter dazu sprechen.
** Gin Ki rchen-Konzert veranstalti bie Gießener evang. Tbrolog>enschaft Donnerstag, den 29. Juki, abeiüs 8'/-. Uhr, in ber StadtkirqK Näheres siehe Anzeigenteil.
** Wilhelm Schüttlers Schule für höheres Violinsprel veranstaltet Dienstag. 20. Jnli, abenbs 8 Uhr, in der neuen Universttäts- Aula zu Gunsten ber Kriegsblinben ein Wo hl- tätigkeits - Konzert. Das Programm enthält Haydn, Streichguartett D-bnr, mit dem berühmten Largo. (Ausführenbe: 1. Violine W. Schüttler, 2. Violine O. Matthies, Viola PH- Groß, Gdrtc C. Gehbe und Solostücke für Violine von Corelli Schubert, Rode, Beethoven, Spohr, Sitt ito Bohm. Am Flügel: Frl. Lianna Ringenwald uni Herr Friebr. Habenicht. Den Abschlun Inlbet bat Streichquartett in F-dnr von Dvorak, ein feiten schönes, temperamentvolles und mit eigenartig« Rhtithmen ausgestatte es Werk, jtdoch musikalisch ■ hef, so baß fein Satz bem anderen nachstnht. Für Freunde ber ernsten Kunst sei ber Besuch des sorgfältig vorbereiteten Kou'eries unb ber itoöl' tätige Zweck wärmstens empfohlen. Wir v.wweisen auf bie heutige Anzeige imferer Zeitung.
*♦ Eine Gen 0 ralversa mjn l u n g bef Zieger zi'cht-Vereins Gießen ist auf Samstag, ben 24. Juli, abends 8 Uhr, Stadt Kassel arrberaiimt
** Für den Transport von Sperr- Dich nach dem Gießener Schlachlhos Transport- )vagen aus unverfeuchten Gemrinben zu.benutzen, ist verboten. Die Metzgerinnung in Gießen ha> geeignete Transportwag.m, brrcit Benutzung ö$w* rinärtoligri(id) uitbebenklich ist. Die Wagen sust , nach Benutzung aus bem Schlachthofe zu desinsv
SHiirrfArttf or r‘\ x ' w, o um öa#<inmnicn IN aer pjcuui !wen
5 ^V^9U„ | ^kibcanftoÜ, 6 Uhr Rudern am Woog. — Hardt,
sevoch, daß die anderen Stande. 3 Uhr, Sommerscst ber Jugenbgruppe b:r bentsch-
I nationalen Kolkspartei. — Hotel Einhorn, I setzen.


