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Für die vielen Beweise herzlicher Teil­nahme und überaus reichen Geschenke an- läßlich unserer goldenen Hochzeitsfeier sagen wir allen unseren herzlichsten Dank.

Iohs. Nickel und Frau geb. Schiffmann.

Die Kortoffefoerforgung.

nt. Vilbel, 14 Rov. Aus Bilbel wird berichtet, daß schon seit einigen Tagen sämtliche Fuhrwerke mit Kartoffeln aus dem Wege nach Frank u t an gehalten to.rten. 5i: müssen entweder zurückfahren oder aber cm das Lebmsmittelamt Bilbel den Wageninhalt abgebm. Die Anordnun­gen gehen le'ig ich von der Stadtnerwa tung auS. Mit der Durchführung dieser Maßnahmen sind städtische Po. nisten betraut. Die FriedbergerNeue TageSztg." schreibt hierzu: Wir fragen, woher Vi'bel das Recht nimmt, aus eigen» Faust Kar­toffeln anzuha'ten und für sich zu beschlagnahmen. Und gleichzeitig möchten wir wissen, waS die hessische Regierung dazu sagt. Ctrr aber sollte die Stadtrerwaitung zu ihren Maßnahmen von der Regierung beauftragt sein? Gesebwidrigkeit bleibt das Ganze in jedem Fall. Soviel wir wissen, ist auch für Vilbel die Zwangswirtschaft für Kartoffeln ausgehoben, denn wir können unS nicht gut denken, daß ausgevechn?t Vilbel vom Refch besondere Rechte eingeräumt worden sind.

X Hanau, 14. Nov In dem Pnozesie gegen die Eisenbahnräuber hat die Strafkammer argen dir Angek'agten auf Gefängnisst afen von Jahren bis herunter zu drei Monaten erkannt.

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Der neue PrinzScheidemann-Prozeß.

fd. Cassel, 14. Roo. Der Prozeß des hiesigen Oberbürgermeisters Scheidemann ge-

Wrche und Schule.

/ei* Hirtenbrief der deutschen Bischöfe.

«erlin, 14. Nov. (Priv.-Tel.) DieGer- verösfent.icht einen Hirtenbrief der J-tat Bischöfe, der zum Kampf gegen die flffmt* llnsittlichkeit aufruft.

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flrffibrt worden ist. in verdSchsiqer Weise «if dem 9 ur bemerkte, und nach Bekanntwerden des Ti b- stahlS sofort ihn und Sch. im Verdacht batte, sowie nach den übrigen Umständen, die intet Daupt Ver­handlung zu Tage get-.eten waren hatte das Gc- ncht^-rnen Zweifel, daß auch er beteiligt war, daß erschmiere gestanden", während Sch im Zimmer aS Sterke lners dessen Koffer plünderte Sch. gab in der Heu igen Verband uwr überhaupt keine Aus­kunft, erk.arte, er wisse von nichts, obwohl er früher ein unumwund nea Geständnis abge'ojt barte, und versuchte, allerdings sehr ansängerhast, denwil­den Mann" zu spielen Mit Rücksicht auf den gro- B-m Schaden, ter tem OberVchlnt entstanden ist, Sch. hattr d« Sch'nucksachen i:i Hamburg für ennge Tausend Mark verkauft und das Geld verjubelt wurde Sch., der schon mehrfach bestraft ist, zu drei Jahren Zucht laus, £)., der noch jugend ich ist und offenbar von Sch verführt, zu neun Monaten Ge­fängnis verurteilt.

Im Gegensatz zu Sch. ein harmloser Ein- brecher ist der arbeitslose Trust R. ans Dam- Iburg, der bei Grosien^Linden eine Arbntrrschutz- Hütte ausbrach und einen Rock entwendete ter ihm kurz daraus wieder obgenommen wurde Er erhielt bic geringste, gesetzlich zulässige Strafe von drri Monaten Gefängnis.

Wilhelm I. von Klein^Linden hatte Milch- separatoren annonciert, was nach der Ver­ordnung vom 24. März 1917 verbo'en ist Er be­hauptete diese Verordnung des Rrichswnährungs- ministers sei ungültig, außerdem habe er sie ohn? Verschulden nicht gekannt. Tas Schöffengericht hatte ihn zu 60 Mark Geldstrafe verurteilt: die Strafkammer verwarf feine Berufung, in dem es der Begründung des Schösfengerich s teittar, so daß nunmehr das Oberlandesgericht Geloaenhnt Halm wird, eine prinzip'e le Entscheidung über die Gül- tigteit ter angezogenen Derordmmg zu fällen.

Im Mai d. Js. muß'e itnerroar'et eine Ab­teilung Rei chsweh r in der Schule in Büdingen imtergebracht werden. Ter ScknUdicner Karl L. er­hielt den Auftrag, daß das Stroh, das ein Guts- Pächter leihwei'e gestellt hatte, wieder an ihn zurück- gegeben werde. Statt dessen tehielt er einen Zent­ner für sich und versteckte ihn im Keller. Tas Schöf­fengericht hatte ihn freigelprochen, in dem .'s seinen Angaben, er habe dieses Stroh zurückbehalten, um ein Pfand ter Gemeinte gegenübw zu haben, daß er für die Reinigung der Schule eine Vergütung er­halte, Glauben schenkte. Die Strafkammer bagegm f idt seine Angaben mit Recht für ein; durch nichts begrüntete, lächerliche Ausrede und terurteitte ihn

vermischtes.

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mc. Heidelberg, 14. Rov. Laut Mit­teilungen in der Heidelberger Presse sind in der letzten Zeit 15 junge Bursch n verschwunden, von denen man annimmt, daß sie Wervrrn von der Fremdenlegion m die Hände gefaPen sind. Im Vorort Landschuhsd-irn tourten zwe. Burschen mittels Auws verschleppt. Dem einen gelang eS, zu entrinnen, während man von dem zweiten seither nichts mehr gehört hat. Tie Nähe dcs tesetzten Gebi.ts erleichtert die Arbeit der Werber natürlich ungemein.

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Dienstag den 16. November iS

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Fußball. B r an gen en Sonntag weilte eine fombinierte Mannschaft tes Ballspiel- k.ub Merkur 1904 in L^rborn, um tert gegen die 1. Mannscha't ter Fußball-Abt ilung tes Turn­vereins £x*rbom ein Gesellscha tsspiel ouszutta- gen. Tas Stiel hatte sehr unter ter sch echten D t- terung zu leiten und tesondns unter der überaus schlechten Boten beschaff.m heil des P atzes. B.-C. Merkur hat Anstoß und geht sofort ftbdn t>or, wobei sich die kornb. Aufstellung gut bewährte. Zunächst offenes Spiel, bann b'eibt B.-C. Merkur wieder ständig im Angriff und ter Torwa.t Dcr- borns hat alle £fänte vv l ru tun. Bereits in ter 10. Minute spielt sich Gießens Sturm schön durch und ter Halblinke, Otto Schmidt, sendet den Ball in Lerborns Netz. B.-C. Mer'ne, welcher nur mit 10 Mann spielt, bleibt weiterhin tm Angriff und bringt das Tor ter Einheimischen oft in Gefahr, welches inteff.-n der fcüter nut ver­teidigt. In ter 30. Minute verw:rkt L»erborn einen Elfmeter, ter jedoch von Gießen verschenkt wird. Halbzeit 1:0 für B. C. M-rTur 1904. Rach Anstoß ist Gießen fofort wieder in Front, nützt aber leider, infolge tes schlüpfrigen Badens vor des (^egnerd Tor manch.' Chance nicht aus. Run geht auck Lerborn etwas mehr aus sich heraus und will sichtlich Erfolg erringen. Alle Angriffe werden aber durch die sich gut verstehende Ver­teidigung unterbunden. In ter 15. Minute wieder schöner Durckchruch B.-C. Merkurs. Di.' Mitte tes Sturmes schießt scharf aufs Tor, ter Torwart wehrt gut zur Mitte ab, ter Mittelläufer, Otto Manenzeil. stoppt den Ball und sendet aus dreißig Meter Gnt cmunq unha tbar ein. 2:0 für B.-C. Merkur. Rach Anstoß geht Lcrdorn mächtig vor, Tann aber fein Resultat erzielen, bis in ter 30. Minute Eckball gepfiffen wird. Dies'r, präzis getreten, wird bet dem nun entsteh-nten Ge­dränge norm Tor eingedrückt. Das Spiel bleibt nun offen und die Mannfcha tm trennen sich bei dem Stande 2:1 für Ballspielclub Markur 1904.

-m. Lungen, 15. Rov. Ein sehr inter­essantes Fußballspiel wurÄe gestern nach­mittag am dem hiesism Sportplatz Kw sck>en V. s. R. 3. Mannschaft, Gi'ßen, und ter h es g.m ersten Mannschaft des Fubball^ubs ausge.ragen, zu dem

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