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Lobeda. Dort suchte er sofvrt die Ges Avisier Reins- dorf mir und ließ sich das erschütternde Bortomm- nis, das die arme Rena zur Gefangenen der Blin­den gemacht hatte, noch einmal ausführlich er­zählen, um völlig klar zu sehen.

Während Anna Reinsdorf noch bei ihrem Be­richt war, rief *ber Mehrer, der in der Nähe des Fensters gestanden hatte:Dort kommen die beiden Frauen die Straße herauf, Tante Eid Nichte. Sie wollen wohl hinüber zum Friedhof. Das t|t ihr täglicher Gang."

Ter TeutschameriLmer schnellte von seinem Stuhl empor und hastete zum Fenster. Gin Zit­tern, das er nicht zu unterdrücken vermocküe, ging durch seine Gestalt. Alle Farbe war aus seinem Gesicht gewichen, und m fernem Auge glühte etn unbe schreib liä^r Ausdruck.

Magdalene Schumann! Nach fünfundzwanzig Jahren sollte er sie zum ersten Male Wiedersehen und unter welch schrecklichen, für beide Teile lieftrvurigen Umständen!

Seine Hände krampften sich um das Fenster­kreuz, der Atem versagte ihm.

Magdalene Schumann," murmelten seine Liv» ven endlich in zuckender Schmerzensgewa L.Ja, sie isfts! Wenn mitts auch niemand vorher gesagt hätte ich würde sie erfamti haben! Warum ich kann es im Augenblick nicht sagen. Aber mein Herz hätte herausgesckwien: Magdalene"

Da jetzt auch andere Leute die Straße heraus- karnen, trat er unwillkürlich ein paar Schritte Dom Fenster zurück, um nicht gesehen zu werden in seiner schmerzvollen Fassungslosigkeit.

Nach einer Weile stieß er tonlos, wie im Selbstgespräch, hervor:Bin ich ihr g^enübn schuldigt Hotte ich daonals anders handeln können

anders handeln sollen?.' O, ich habe mir die Frage oft ungelegt, seit ich den .Heiinatbvüen wieder betreten und die Antwort hat sich mir nicht klar ergeben wollen! Sie toill es auch hrnte nicht auch in diesem Augenblick nicht, da ihre düster majestätische Ersclieinung in den .'Hallenden T rauer gewändcm an mir vorübe glitt! Aber das fühle ich, daß ich ihr zu Füßen sinken möchte und statt dessen soll ich Var sie hintreten und mit ihr rechten, mit ihr ringen und kämpfm."

Gr warf entschlossen den Kopf zurück.Aber es muß sein ton unser aller willen und be­sonders auch um ihretwillen, damit sie Frieden findet in ihrer schreckliche:: NacriGr griff nach seinem Hut.Und ich werde sofatt mit chr iprecd'n dort drüben aui dem Gottesacker. Denn die Schwelle ihres Hauses zu überso'weiten, lat sie mir ja untersagt, wie ich durch meinen Sohn weiß."

Damit wandte er sich auch schon der Tür zu.

Ten Geschwistern stand deutlich auf den Ge­sichtem geschrieben, daß sie seinem Begannen im voraus jeden Erfolg absprack-en, allein sic ertmmten auch den unbeugsamen Willen, der ihn behcrrsch<e, und so ersparten sie sich iede Ginveüc, die dvch erfolglos geblieben wäre . . .

Walter Hüttich überschritt rasch die Straße und betrat durch die halbostene Tür den Friedhof, der keine anderen Besucher als die beiden Frauen auswiss.

Auch zwischen den Gräberreihen bc' i tt dec Deutscl-amerilauer seine schnell? Gchuxisc bei, als könne er nicht geschvind genug gmn Ziel kommen.

(Fortsetzung folgt.)

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Bfnn? bet$.Tln^ n nlflult8tlobr .^MoeiHrZu tiinitißi hi

<»leOen.

WklMkNlW nnoMmum1 ttwoch, d. 29. ettii abends 811, Ubt m Berein-baule. a 8 e s o r b n u n a: klrtschr Lichtanlage« W Berein-hauie.

:bmen um zahlreiche! -einen.

Der Vorstand,

Haft, den 17. der, abb8.8'l,llh, Im Poitkeller:

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iluigabe der Tiolon-.t m Bezirks- und ütt- ndSwetischreiben. - iddit über Verband?. rtrclevStrlammiur: Main». »S

Tie Vorstände. HrtdUiSHlffl Seriamwlung beiti nb 8 Ubt ** n Postkellel^ t Trwerlschnsr^n'^? le OrtSverwaltuii

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Nr. 2\1

Zweiter Blatt G-etzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) Ifflttrooc), (5. September 1*120

--- . » ' -- - -I-.. _ ... .... ,,,, ll in iriTT'" JB«

Steuermarten.

DenIrfxi g b m tonnten die Stcncrmnrfen, bte sie für i>m S.<uer«bzug an b:m Gintommen t-er Arbciw-Hmer benlllg.m, bisl/n: be.auerlicher- werfe nid; tn der g.wünsch!eck Mong-, geliefert werx:'. Die Schult) an den entstandenen Schwic- rigkeüen unro m der Oesfentliclckeit vielfach den mit t-er Her.ellung und Berteclung btr Marllm belassen Dien.ntellen beigemos en. 3c; od) mit Un» rwtt. Der f'e.arf war frii.erjrit nach den dcu- maligen Grunolligen wesentlich geringer vermi- stlchrgl, als näe sich numnihr nach den jaMrcidx'n Rack-bci.eliiUigrm crgr-beu Hit Die Rmchsc-ruckerei toi lis Mi tc August 285 Millvonen Steuermarlen gelte "tu. Inzwischen sind roe.tcrc 250 Millionen Lieuermark-m start.ggedruckt worden, die aber zum icif rod) nicht ausgegebcm w.m en können, we:l tos Perforieren dieser Marten mit den oor- txmbcnen Mc.-fchi.ren nur allmählich möglich ist. chs Idirn en (xryu natürlich nur solckie Perforier- Tnaschi.ren benutzt roerbcu. die für das Format bet Marken possen.. Die Maschinen sind Tag, und A'mht in Betrieb, sie vermögen aber die riesigen Mengen der gedruckten Martin neben den gleich i^ing fettigzu.rileiL-en Postfrermarken ,md Ver- ftcherungsmarken nicht »u bcivältigert. Die Be- schrrsmrg iverterer Maschinen, die frühzei ig cin= geleitet wurde, tarnt erst in eim<y*r Zeil eine Bcsstritng bringen. Es bleibt daher, wenn die Arbeitgeber bald in den Besitz der zum Auffielxm nötigen Steuermarken tommcit sollen, nur der Ausweg übrig, die gedruckten Viarken teilweise v. n D a r f o r i e r t an sie abzugeben .Dabei soll so versahen werDen, daß die Abnelmter ganzer Dogen vorerst zwei Drittel davon unper- jvriert empKingen. Gewiß wird dem Arbeitgeber durch tas Auseinanderiremien der Marken eine unerwünsa> e Arbeitsleistung auf erlegt, aber es ist immer befier, unp.-rsorrerte als keine Marken zu haben. Selbstverständlich ist das 2kiheben dar­aus gerichet, ie Stniermarken in möglichst großer Zaht uiti ttmkichst baÜD wieder allgemein perforiert zu liefern. Die 2lusgabe höherwertiger Steuer- toarren i. cingefciiä.

Welche Riesenmengen die Reichsdruckerei allein an 23ertzeick»en gegenwärtig sertigzuslellen Hai, erhellen folgende Zahlen. Sie Hal täglich außer ctroa 7 Millionen Steuermarken noch 42 Millionen Do stsr ei marken, 900 000 Posttarten, 18 Millionen Tabaksieuerzeichen, 8 Millionen 2Zer- sicheruirgsmarlen, 1 Million Stempelzeickrert vcr- schreoem c Art herzusiellen. Zur Bearbätung der Marken und Steuerlichen ist ein Personal von 2500 ziöpfen eingestellt, das in zwei und teilweise hi orei Schichten arbeitet. Bei der Leistungs­fähigkeit der Reichsdruckerei ist zu ^hoffen, daß nach Abwicklung der in letzter Zeit angefallenen außergewöhnlickren ^Aufträge die Lieferung der Wenzcich-m sich wieder in regelmäßigem SZahnen bewegen kann. Die leitenden Stellen widmen die­sem Zwecke ihve volle AufmerkfamVcit.

Keucs vom Postpatetvcrkehr.

In den Kreisen des Publikums ist nur wenig betanut, daß die Poswerwaltung feit der im Mai ds. Js. verabschiedeten Aendcrung des Pvstgesetzes für Pakete ohne 2Bertangabe im Falle des Ber- lustes dem Absststder bis zu 10 Mark für das Pfund »statt früher 3 Marks Ersatz leistet. Eine Wert­angabe in mäßigem Betrag oder die Einschreibung tat oeslxrlb bei den Paketen in der Regel keinen Zweck, sondern verursacht deut Absender nur ver- vtehttc Kosten.

Um dem Publikum auch die 2Zerscndung von Palettrr mit erheblicherem Wert zu erleichtern, bat die Poskverwaliung in Aussicht genommen, lom 2 0. Septem der an die Pakete mit Wertangabe bis 500 Mark unver­siegelt zur Beförderung anzunchman. Der 2Bert ist bei diesen Senbungeii nicht auf dem Paket, sondern lediglichauf der Paketkarte an- zugebeu. .In gleicher SBeife haben vom 20. Sep­tember ab auch die Einschreibpakete nicht uiehr den 23ermerfEinschreiben" zu tragen; dieser ist vielmehr nur auf die Paketkarte zu setzen.' Post haftet aber für die Sendungen in der bisherigen 28eife, also für TSertpakete bis juc Höhe des angegebenen 2Letts; sie erteilt bei der Einlieferung eine Bescheinigung und händigt die Sendungen argen Qui ttcng an die Empfänger aus. Dadurch, daß dir Pakete selbst feinen Ver­merk über Wertangabe oder Einschreibung tragen und auch nicht durch Siegelverschluß besonders m die 2lugen fallen, entziehen sie sich besser als bisher dem Zugriff unvcklicher Elemente. Die Ändungen müssen aber gut umhüllt und so ver- scklossen sein, daß ohne Oeffnung oder Beschädi­gung des Verschlusses ihrem Inhalt nicht bei- rutommen ist. Der Verschluß kann durch eine gut geknotete Versckxnürung oder, wenn die Hülle aus

Packpapier besteht, mit gutem Klebstoff ober mit Siegel marken h.-rgestellt werden

Zur SidKTintg der Pak.- s -ndnngen vor Dieb­stahl oder Beraubung hat civ Pvstrenval.ung in neuerer Zeit umfassende uxri.ere Vvrtthrm'.gtn g? twssen. Es wird insbesondere ein gegen vish.r verbesserter iltachweis und eine versckiars.e Ucber- wachung des Betnebsdicnstes durchgefsthtt.

Aus dem Amtsverkündillungsblatt.

** Das Amtsverkündigungsblatt Nr. 132 vom 14. September enthält: Orcy über die Entwaffnung der Bevöllerung. Frühdrusch. Höchstpreise für Obst Viehseuchen T lenst- nachrichu-n. Feldbeveinigimg Treis a b. Lda. Schäfereiordnunq der Gemeinde Langsdorf.

Maul -und Klauenseuche. In Saa­sen ist die Maul- und Klauetiseuchc amtlich fest- !Vstellt worden. Es wird ^.-bildet em Sperr­bezirk, bestehend aus der Geinarkimg Saa en und ein Beobach!ung>zebiet, bestehend aus dem Gemar­kung,n Lnidenstruth, Roinhardshain und Winnrod. In den Gemeinden Unterwiddersheim. Kohden, Schwickartshausen, Wal- lcrnhausen, Büches, Calbach, Gr» bacheihof, H o f Oppelshausen und B o r t s h a u s e n ist die Maul- und Klauenseuche ausgrbrochen. In der Gemeinde O d e n h a u s e n ist die Maul- und ft lauen jeuAc amtlich sestgestellt nwrden. Unter dem Viehbestände des Stellmachers Mn ton Rvnz Heimer in Borts Haus en ist st)ic Pbaul- und ftlaiuenseuchc ausgebrochen.

Handek.

Frsnkfurter Warenbörse.

fd. F r a n f ] u r t a. M , 14. Sept. Infolge der jüdischeii Feiertage hi-rrschte nur fcl-wacher Be­such. Aul dem Drogen- und Chemikalienmorlbe kamen Geschäfte nicht zustande, da die Marktlage angesichts der tonte reu Entwertung der Aüark wieder verworren ist. Jedoch war im allgemeinen, besonders aber bei Chemikllien aus dem Ausland,' steigende Preistend?n; bemerkbar. Es wurden an- gebottn: Borar ffriit), Bittersalz, Japan kam phec, Povafin, Stcinkohlenheizöl in erh:blicken Mengen, Oxalsäure, Deutsche Seilen, Gld-nin, Vaseline, Nigrosin (fettlös'.ich), gereinigtes Bvencnwrchs, Bromkali, Lithographie und Lroße Pochm Roh- naphtaliu. Gefragt waren: Salzsäure und Rin- zinusöl. Aus dem elektrotechnischen Markte, b?r wachsende Belebung zffgt.-, waren alle gang­baren Artikel gesucht. Be,anders Glülilarnpen und elektrotechnisches Porzellan. Angeboten: Große Posten Iler Jsolierrohre, Zinkb ell^, 3t'IierrDlrre mit Stahlpanzerrohren. Preise sestb'nibend. Tie übrigen Branchen hatten feine nennenswerten Angebote und 9äachfvagen.

Berlin, 14. Sept. Börsenstimmungs- bil b. In zunehmendem Maße steht die Börse unter dem Eindruck der infolge der Markentwertung hier eingetretenen anhaltenden sprunghaften Erhöhung der Auslandsdevisenprcise. Die unerfreulichen Zu­stande dienen der Spekulation in irr Hauptsache zur Begründung der anhaltenden Kurssteigerungen in den zu Schwankungs- und Einheitskursen ge­handelten Papieren. Daneben setzten auch die Auf­käufe in den bekannten führenden Montanwerten sich fort, so daß bei starken Umsätzen Bochumer Gußstahl, Rheinstahl, Rombacher, Mannesmann und Phönix erneute starke Steigerungen erfuhren. Außerdem erfreuen sich Valutawerte steigender Be­achtung, wobei Deutsch Ueberfee Zertifikate und Mexikaner stark anzogen. UeberHaupt war das Ge­schäft heute größer als gestern. Auf den übrigen Märkten hielten sich die Kurssteigerungen in engen Grenzen und überschritten nur bei Goldschmidt und Höchster Farben, sowie bei Oberkoks und Aschers­lebener Kali 10 Proz. In den zu Emheitskursen gehandelten Jndustriewerten bewirkten weitere Kaufaufträge des Publikums erneute Kurssteige­rungen, so daß die Feststellung der Kurse stch neuer­dings wieder erheblich verzögert.

Frankfurt a. M., 14. Sept. Börsen- stimmungsbild. Die Aufwärtsbewegung der mexikanischen Anleihen tarn zum Stillstand. 5prvz Goldmexikaner blieben zwar in reger Nachfrage, deren Kurs stellte sich auf 610. 4V?Prvz. Irrig. Mexikaner 421. 5pooz. Tehuantepec 396. Bagdcch- bahn fest 166. Baltimore Ohio schwach 448 ( 12 Prozent). Arn Montanaktienmaftkt war das Ge- sckzäft ruhig. Deutsch-Luxemburg, welche gesucht waren, stellten sich auf 329 plus 4 Prozent. Bu derus blieben mit 430, Gelsenkirchen mit 339 gut behauptet. Ichemstcchl 464 plus 6 Pwzent. Bochumer behauptet 74o. Anil inwerte und die

Blinder Hatz.

Roman von Alfred Sassen.

sttachdruck verboten.) Fortsetzung 31.

Anna Reinsdorf war dicht Mi ihr Heron getreten, ivie um sie zu stützen uni> zu behüten, wenn es nötig fehl sollte. Es war nicht nötig. Sie regte sich nicht, keine Schwäche tarn sie an.

Nur einmal zuckte sie zusammen. Ta war ihr Brudei- Max von der anderen Seite der Tante i4 ihr berührtgetommen, hatte ihnen ,Arm be- rühtt und leise, aber eindringlich gefragt:Warum hast du das getan, Rena?!"

Jetzt stammelte sie wie in Verzweiflung und «üsetzen:Frage nicht nein, nein still Kill'."

Gleich darauf "hatte sie jedoch ihre Fassung teütfgctt'oniieii. Sie starrte regungÄos in die ^te, leere Ferne--

Und um sie her ein unaufhörliches Raunen suü Zischeln der vielen Menschen, die sich kn ieäferc:i Vorgang zu erklären suchten

Ter alte würdige Pfarrer aber, der nun Die pichen stierlichkeit zu Ende führen tonnte, beschloß, l-i seine Rede rin paar Worte ernznflechtenvvn der Liebe, die alles überwindett'.

,Gr war der Vertraute der armen Blinden und ^nßte um ihren Bruch mit Rena, die letzt m Reue Md Liebe an die Seite der Tonte zurückge kehrt war.

Kaum hatte er aber das Wort von der ,xllles überwindenden Liebe"' begonnen, so stockte er und unsicher zwischen Den beiden Frauen hm und her

Kam es ihm zum Bewußtsein, daß er cbeniogut von einem mörderischenblinden Haß" hätte spre­chen Dirnen?! , . . jjjj

Vater und Sohn in Davos empfingen durch den Lehrer Reinsdorf Nachricht von dem jäten Tod Ostar Borows kys Beiden erschien es aber als das Richttge, kein Wort ihrer selbstverständ­lichen Anteilnahme an Rena Bodenbach und ihre Tonte, die schwerbetvoffene Mutter, gelan^n ja lassen.

Die Fassung eines solchen Wortes hätte unter den obwaltenden Umiläubcn zu leicht mißverstanden werden können.

Außer seinem an beide Herren gerichteten Briere sandte Lehrer ReinSdorf noch einen jtoetten ab, der nur für den Vater bestimmt war.

Darin machte er Walter Hüttich die ergrei­fende Handlungsweise Renas rerständlich, durch die das junge Mädchen und ihr Geliebter fortan mehr als je voneinander getrennt waren. Der Mehrer überließ es dem Vater, seinen kranken Sohn jetzt schon von der Nachricht in HLnntuis zu setzen oder sie ihm vorläufig noch bis zu 1 einer vollen Genesung vorzuenthalten.

Walter Hütticki entscLoß sich zum vorläufigen Verschweigen. Dafür wollte er aber handeln, um seinem geliebten Jungen für die Zeit der Rückkehr ins Saaletal die Wege möglichst z>u ebnen. Gr trar sofort ferne Vorbereitungen zur Abreiie, die er dem Lohn gegenüber durch vorgeschüyle Geschäfte in Berlin, die Anlage seines Vermögens betwTTeito, erklärte.

Hermann sollte erst in einigen Wochen Nach­kommen . . .

Ter alte Herr ging aber natürlich nicht nach Berlin, sondern reiste unvevzüglich nach dem Beinen

übrigen chemischen Papiere waren zum Teil ba- fci.igi. Holzvertohlung 460 pliu? 10, 3djei.eanüali 6U5.50 plus 4Vs. Zell> »ff Wal he»s erch^h en ibien fturs and um 10 Pvozeni auf 410. Stärfe.e » dufe bemerkte man in Fränk.sckie Sck>uhsamir 2,5 plus 7, Spiegel und Spi-g lglas 474,50. Maschinenfabriken batten vornst gend ruh ges tzX schäft- Fahrzeug Gienad) 180, büß en 41/. Pivz ein. öunnnunanmi. 'lic.cr 299, zogen 4 Prozent an Im freien Verkchc Den.sch: Pew.'lenm 1410, Ludwig Ganz fest 283, Sük.see Ploiphal 1975, Gebrüder Jahr 307. der 9Lack)börse Säi-ride- anstalt 698, um weitere 3 Prozent gesteigert.

5prvz. Rrichsanleihe 79,50.

mann, eine dvimatische Sz ne von Ren 6 Schickcle und Sonette von Ernst Toller, lernet ,, Schau i pielmio. i zen' von Friedrich M a n ß l e t uno Aufsätze von S. N e st r i e p k e über die Idee der Bolls uh.ie, von Prof. Rcds- l v b, oem neuen üch-k.m.ovirl, über ..BiUme ; und neue Zeit', von Julius Bab aber den Stil des Dramas, von Otto Manlhep Zorn, Pwfesor am Aichurst-Gollege. Masi., über Aiae- rila und die Theaierkullnr, von L u d w i g I u st i, dem Tirekor der 9iajü;:algoLne. üxr die Ein- or nung dieses In i:uts bi di>- o>ial. ftunstpstege, senier eint umsangrtichoRum sch.iu", Bücher- besprechungen usw.

Frankfurt a. M, 15. Sept.

Devisenmarkt.

(Selb Brief (ReD Br'«'

*T)otum: 13. Sept 14. Sept.

flmsterdam.Rotterd. 1748,25 1751,75 1818,15 1851,85

Trüncl-Tlntroerper! 398.60 399,40 409,60 410,40

sshristiania 786,70 788,30 809,15 810,85

Kopenhagen .. 786,70 788,30 811,65 813,35

Stockholm. . 1148,95 1151,15 12)8,80 1211,20

Helslngsor«. . .. 175,89 173,20 130,80 181,20

Italien..... 229,75 280,25 243,75 2! 4,25 |

London. ..... 199,80 200,20 20'3,80 207,201

tnero-TJorfc. 57,19 57,31 59,44 59,56

Taris....... 377,10 377,90 384,60 335,40

Schweiz....... 919,05 920,95 949,05 950,95

Spanien . . 834,15 835,85 849,15 850,85

Wien (altes) . . 26,47 26,53 24,97 25,03

Deutsch-Oesterr. abi. 26,72 26,73 26,84 26,90

Trag. .. ... 82,15 82,35 82,40 82,60

Budapest. . .. 20,73 20,77 19,98 20,02

Bulgarien ....

fionftantirwptL . .

Börsenkurse. Frankfurt Derl'm

Abcich- Abend- Schluß- Schluß-

Kurs

Kurs

Kurs

Kurs

Datum

13. 9.

14.9.

13.9.

14.9.

5°Deut.RriegsanL

79,50

79,50

79,50

79,50

4°,,Deut.Reich2anl.

.

68,40

68,50

3°/,Deut.Reichsanl.

.

.

60,80

62,50

4° ,Dreuß. Konsols

.

.

71,10

71,40

Darmstädter *Bank

* e

e

140,85

141,-

Deutsche Bank . . .

---- . ----

275,50

274,50

Disconto- Gesellsch.

.

205,50

207,-

Dresdener Dank .

.

178,75

178,-

Raiionalbank J. D.

.

-»

152,-

152,50

Mitteld.Creditband

143,50

---- . ----

144,50

144,50

ff°2lmerik..Paketf.

187,-

--- . ----

187,-

187,-

NorddeutscherLloyd

- .

-- .

180,75

183,13

Doch.Gutzftahlwck.

697,-

745,-

702,50

750,-

D »Luxemb Bergw.

,

329,-

325,-

330,-

Nelsenkirch. Bergw.

339,50

339,-

339,-

338,-

Harpener Bergbau

.

.

377,50

380,-

Obe schl. Eisena.rB.

250,-

253,50

248,-

250,-

Obeischles.Eisenind.

265,-

.

261,-

262,-

Phönix. Brgb.-Akt.

,

.

521,-

521,-

Bad.Anilin-u.Soda

_

470,-

477,50

Höchster Farbwerke

371,50

364,

372,-

Elektr. A E. B.. .

290,50

289,-

288,-

289,50

Schuckett-Werke. .

.

201,85

199,85

Felten - Guilleaume

.

.

445,-

.

Daimler......

207,50

207,-

209,50

209,75

Dud-Eisenw.-Akt.

426,-

430,-

431,50

426,-

Adlerwerke ....

255,-

_

259,-

262,-

4°/,Hess.Staatsanl.

.

.

76,-

76,50

Electron Griesheim

,

329,-

329, -

331,75

Marknotierung»«.

Datum:

13. 9.

14. 9.

Zvrtch........

11,25

10,40

Amsterdam . ....

Kopenhagen.....

13,10

12,70

Stockholm......

8,90

8,50

Prag ................ .

Wien..................

London .................

Büchertisch.

Volksbühne", Zri.schrift für soziale Kunstpflege nennen sich Hefte, mit deren Heraus­gabe die Volksbühne E. V. (Vereinigte Freie und Neue Freie Volksbühne) in Berlin beginnt. Die Zeitschrift stellt sich zur Aufgabe, zu den verschie­denen Fragen der Kunstpolttik Stellung zu nehmen, sowie anregende Lluffätze über Wesen und Geschichte des Theaters und der dramatischen Literatur, wie and? über andere Kunstaebiele zu veröffentlichen, und daneben fortlaufend wertvolle Proben aus dem literarischen Schaffen der Zeit zum Abdruck zu bringen. Da der Verein, der die Zeitschrift heraus­gibt, mit ihr keine geschäftlichen Zwecke verfolgt, ist er imstande, das Einzelheit (23 Sogen > für 1,30 Mk. abzugeben und den Preis des Jahres­abonnements auf nur 6,00 Mk. zu bemessen. Be­stellungen sind zu richten an die Geschäftsstelle der Vollsbühne E. V., Berlin C. 25, Linienswaße 227. Das erste Heft enthüll Bruchstücke aus einem noch unveröffentlichtan Werk von Gerhart Haupt-

13n einem Teil der Aullai- wnd rbrlt.) Sacken und die Tsck>echps!oiviikei.

Prag, 14. Sept. (WTB ' Der An schust der Präger Mustenneff- veniuslal.ete zu ehren keS

in

Glien, an loeldvm i> r Wim, er, Staatss hxtäi Dr. Sckuner, der deutsckie Gesandte u. a. tcilnanncn. lieber die g gensei.i.vm Wirtftbaf t. b< Zieh­ungen zwischen der T s che ch o s l o iv a k e i und Sachsen sprach Dr. Enael. Dr Schwarz danve herzlicki für die Einladimg zuni Besmirc der

','nstermesse und wi.s daraus Inn, Vx& die ,tnrt- 'ch^ftlick,en^ Vvr ricgsle st h.mgrn zwischm Sochsni und der Tschecl^stowafel so en i waren, daß man manchmal nicht wußte, wo Böhmen anfängl und Sacksen aufhörr. In Deutschland sule man eS gerne, wenn d« früheren Bertniluiis c wieder er­stünden. Tas setze rin ruhiges Letan mit den Nachbarn und der übrigen Well in freundschafilich^n, politisci«u inü> mirtfdxift* licken VezielMnaen vvvaus. Ich tonn ruhig sagen, bemerkte der Arinisver, daß wir über­rascht sind, wie sich ihre erste Messe rcDrä.mricrt. Der Ministrn: wünscht den t'checho-slowaklscheu Bc- ftrebuniTcn besten Erfolg, denn, wenn die Situation in der Tschechoslowakei günstig werde, werde bit-5 auch in Deut sch.'and der Fall sein Der deutsche Ge­sandte betonte die Notwendigkeit guter Bellchungin der tscheckw sll'wakischen Ifep.chlll zu D^itschland. Die Tendenz des Handels müsse zur Verbiüd. .ung der Nationen führen. Namens der Regierung und des Ministtriums für Handel begrüßte Staatssekre­tär Dr. Schuster die deutschen Gäste.

Sozialdemokratie und Regieruirg-

Berlin, 14. Sept. Der .^Vorwärts" hält es für die so z ialdemokrat il che Partei für notwendig, in dem gegenwärtigett Entwickclungs- stadium Nichstrnien zu schaffen, cste für das rtxitcre Vorgehen maßgebrnd sind. Es sei letzt keine Zeit zu Äuseinandcrs.'tzungen. Es gelte, praktisckie Ar­beit zu leisten und sich darüber klar %u wi-rden, was gegenwär.ig durchzusttzcm sei, sowie auch darüber, unter welchen Beringungen die Sozialdemokratie bei einer möglichen Kabinettskrise an lxi Bil­dung einer neuen Regierung teilzuneh­men in der Lage wäre.

Aus der Unabhängigen Partei.

Berlin, 14. Sept. In Leipzig befürwort toten die Unabhängigen, die Stellungnabm zu den Mostauer Bedingungen durch eine Urabstim­mung im Reiche zu ermitteln.

Ausbau von Wohnlauben in Berlin.

Berlin, 14. Sept. Der Ber'tner Magistvtt ersuchte die Stabtverorbnetenversammluitg um B o- willtgung von 3 Millionen Mark zur Schaffung des Ausbaues von SBobnlauben.

Die Verhandlungen in Riga.

Kopenhagen, 14. Sept. (WTB.) Der Warschauer Berichterstatter derBerlingske Ti- benbe" meldet aus gut unterrichteter Quelle: Tie polnische Friedensdelegation reist heute mittag über Danzig nach Riga ab. Der Leiter der pol­nischen Delegation ist Pombski. Die Ofrunb« lagen für die Friedens Verhandlungen wurden im Verteidigungsrat angenommen, während sich der Stabschef Pilsudski auf einer Frontreise be­fand. Daß er bei dieser Sitzung nicht anwesend war, führt man auf die heftigen Angriffe zurück, die von den Konservativen gegen ihn gerichtet wurden.

DerFreistaat" Fiume.

Rom, 14. Sept fWTB.) TerTribuna- zufolge veröffentlicht das BlattOrbüie" in An­cona eine Depesche aus Fiume, wonach die Trup­pen d'Annunzios die Inseln Arbo Eherso und Beglia besetzt haben sollen.

Der Sozialismus in England.

London, 14. Sept. (WTB.) Ter Vollzug». ausschuß der A r be i t er ba r t ei hat den Antng der Freien tammunistischoi Partei um Auftiahme zurückgewiesen, da biefe Partei für das Räto- system, die Diktatur des Proletariats und den Anschluß an die Dritte Internationale in Mos­kau eintritt ''