Samstag, (5. Mal 1920
Zweites Blatt
Nr. «3
Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)
Frankfurt
Strfin
tibcnb- SLbcnb- Schluß- Schluß-
154,50
205,75
406,
WeN-
Amneldung imb Beschlagnahme
von
39.
Fortsetzung
kNachdruck verboten.)
Uhr?
^Fortsetzung folgt)
249,75 246,75 185,90
48,70
324,65 864,10
824,10
18,73 23,47 85,40 21,97
270,
230,
Kurs 12.5.
79,75
176,- 290,- 288,- 316,- 275,- 200,50
372,
328,
178,
250,25 247,25 186,35
48,30
325,35 865,90 825,90
18,77 23,53 85,60 22,03
259,70 237,25 189,30
49,45 323,65 871,60 824,10
18,73
23,22 86,55
21,97
293,-
Datiue:
Kurs 14.5. 79,75
285,-
14.5.
11,55
5,60
12,50
9,75
469,-
412,-
488,-
374,-
15.
184,-
450,-
237,- 488,- 249,50
Martnotierungen.
Fvr'ch
Amsterdam Kopenhagen Stockholm Wien
170, — 164,- 280,25 269,50 306,- 272,- 189,-
260,30
237,75
189,70
49,55 324,35 873,40 825,90
18,77
23,28
86,85
22,03
292,-
12.5.
11,60
5,72
12,75
9,90
aufiutommen und mich zu schcu, und als ich mich später am Tag anschickte, mcin Sprechzimmer zu verlassen, und Tick Molyneux eben mit uncm teilnahmsvollen Gesicht erschien w b nvnne leuchtenden Augen sah, blieb er erstaunt stehen und nef:
(5i, zum Donnerwetter!
Was ist denn las? fragte ich.
Kannst du mich denn fragen? Ich W* ge» ftern nachmittag ein Telegramm erhalten.
Na ja. Und?
Und? Na, natürlich «'narrtet? ich, daß man dir heute deinen Kummer amchen mürbe. Statt dessen finde ich dich stvahlenv mrd lächelnd vor, mit einer lustigen, grasgrünen Halsbmbe geschmückt, keine Spur von einem Trauer van o am Hut und Marie Lloyds letztes, sehr weltlich's Couplet pfeifend.
Sogleich wurde ich ernst, da mir das Gewissen schlug.
Hör, Tick, sagte ich, laß mich in den nächsten besten Käfig dm'Dcrren, ich hab's wahrlich o*v dient! Gott verzeih' mrr's! Ich hatte es wrrkluh beinahe vcrges'en. Komm mit ich will «r s unterwegs erklärten! Wo sollen w« tarn hin? Ich mutz dir soviel erzählen. Tos Em. Herren kannst du nachher besorgen, nxnn du es für angebracht erachtest.
Tick schlug das Cafe Royal vor. Dorthin fuhren wir, sobald ich meine grüne Halsbinde mtt
Die Gräfin.
Roman von G. W. App le ton.
einer zu den Umständen beffcr passenden vertauscht und meinen Lutlieseronten ausgesucht hatte.
Sobald das Essen bestellt war, begann ich die Ereignisse feit unsere» letzten Zusammentreften zu erzählen. Er hörte mir aufmerksam und gespannt zu. Ich überging keine Einzelheit und rrft beim Kaffee ton ich dazu, ihm den Brief der Gräfin zum Lesen zu übergeben.
Es folgte eine Pause, während er den Bric; zweimal durchlas. Tann schaute er auf.
Tas ist seltsam, mein Junge, meinte er. t
So kommt mir's auch vor, erwiderte ich. Uno jetzt verstehst du vielleicht auch, warum —
Allerdings. Anspielung unnötig. Worüber ich mich wundere, ist nur der Umstand, datz du mit all diesen Gedanken im Kopse nicht aus B-riehen ein paar Patienten vergiftet hast. Ich fürcht'., mir wäre es passiert.
Nun, sagte ich, ich erinnere mich an das, was du mir treulich sagtest — kannst du mir letzt irgend einen Rat geben?
Nein. In dieser Geschichte mußt du, wv? ich fürchte, dein Schifflein selber firnem.
Nach der Richtung Queens Gate, um fünf
fünf Uhr zu mir zu kommen und bet einer Tasse Tee die erstaunliche Begebenheit mit nur zu besprechen.
Mit bestem Grütze
Maria bi Frangipani.
Immer und immer wieder las ich den Britt durch Es war nicht ganz der Stil, in denr eine Gräfin zu schreiben pflegt. Ich glaubte em unbestimmbares Etwas, eine unverkennbar neund- festliche drote in dem ganzen Zone d?s Brieses zu er rennen, die mir ein angmehrnes Prickeln m allen Glied.ru verursachte. Der Cedanke an em ungestörtes tete-ä-t6te am gemütlichen Ze?tr,<h mit ihr war entzückend. Ich erinnere mich, tafj ich an jenem Morgen meiner Toilette eine d- sondere Sorgfalt zuwandte. Es fiel mir auf, datz ich mir b:e Öaare sckmeiden lafen mutzt^, datz eine neue Binde fein Luxus wäre und day noch andere Kleinigveiteit an meinem äußeren Menschen mit Dorteil für meine allgemein? Erscheinung verändert werben könnten. Ich dachte sogar daran, mir einen neuen Hut zu kaufen, aber tch bc’urdtfde doch, ein solcher Umstand könnte in meiner Nach- barscha't zuviel Erk ä.nngsver uch? le ansfordern. Ich mutzte mich schämen, wollte ich hier a.I b.e narrischen und ff di chen «Ä.drn7en anführen, di? mir an jenem Morgen durch den Kopf fuhren. Tas Zimmermädchen starrte mich mit großen Augen an, als ich pfeifend das Eßzimmer betrat. Selbst die Löchin stuck» einen Vorwand, um Her-
Kürs 12. 5.
79.75 75,90
73,60 75,75
156,50 300,- 210,25 182,- 145,- 152,- 166,50 168,- 270,- 275,- 294,- 265,- 173,— 248,- 400,- 480,- 365.- 338,- 161, - 470,-
221,50 281,- 231,25
Kurs 14. 5.
79,75 75,60
73,80 75,-
155,- 290,- 205,- 182,- 141,50 151,— 174,50 170,- 281,- 280,- 312,- 272,50 198,75 250,25 409,- 485,- 372,- 324,- 188,- 440,- 234,50 293,- 247,-
Tatum: 5e,nT>etiLRTleq*anL 4e,'e'DenL7fetd)sanL 3',De>'t.Re!ch»anl. 4e/e Preuh. flonfol« Darmstädter Bank Deutsche Dank. .. Dteconto» Grsellsch. Dresdener D mk.. Nationalbank f. v. Mitteld.Treditdank H.-Amerik..Paketf. NorddeutscherLloyd Doch. Gußstahlwrk. D.-Luremb.Bergw. Delsennirch.Bergw. Harpener Bergbau Oderschl. Gisenb.- 3. Oderschles.Etsenind. Phönix.Brgb.'Akt. Bad.Anilin» u.5oda Höchster Farbwerk« (tlehir. A. L. G.. Schuckert»Werk«. . FeltenLBuilleaum« Daimler Bud.-Eisenw.-Akt. Adlerwerk« .... 4’/o Hess. SaatsanL Electron Griesheim
Tevtsemmarf«.
Datum.
Amsterdam»Notterd. : Brüssel.Antwerpen . Ehristiania Kopenhagen Stockholm ..... Helstngforr Italien London New-Yort Daris Schweiz Spanien Wien (altes) .... Deutsch»Oesterr. abg. Prag Budapest Bulgarien Konstantinopel. . ..
vörsenlurse.
Ich hatte feinen bestimmten Grmck, den Mub aufzusuchen, als vielleicht ein Llundchen dort zu verbringen. Möglicherweise haft? td‘ aud) etnen imbestimmten (Scb.uttai, datz rch Davenport trfffen könnte Ich traf indes niemand, der mich sonderlich inttreliicrtr. Daher fuhr balb= wvber nach Hause und kam noch vor ent Uhr ms an.
Mil der ersten Morgenpvst erhalt ich einen Brief folgenden Inhalts:
Geehrter Doktor Pettgord.'
Eben vom Theater zurückgekehrt, find? ich Ihr Telegramm or. Es setzt mich lehr in Erstaunen. Rcatürlich habe ich nacht nach^bnen gesandt. Wenn ich cs getan batte, fmirbetd) Ilmen ein Mar Worte geuhneb?n baden. Was kann d- s bedeut n? Ich konnte nnr Dich ncht ziemlich genau denken, wer dm Wogen genrndt hat, aber warum mein Name dazu benutzt nntrbe, ist mir vollständig unklar. Ste naben sich sehr llug benommen, indem £>te bt* ^^adung nicht angenommen hoben. Ick sitze auf 92a bdn, bis ich Sie sehen und Näheres aus ^hr?m Munde hören kann. Daher wäre es mtr recht, wenn Sie es ernrichlen könnten, morgen um
pflicht für sämtliche amtlich nickt notierten Werde, roelcbe den angegebenen Erfordernissen enliprechen.
Für bie Vöde der im Fall der Enteignung zu gewäbrcnben Entschädigung sind die Besnrnrnuu' gen des Entcignungsgesctze» nebst Nickt inien rnatz- gebend. Für Wettpapn«, die nach S 10 der Anlage zu Artikel 298 des Friedensvv-rträges enteignet sind, ist eme Entschädigung in Höhe des Liauidativnserlöses vorgesehen.
Gleickzeiffg nnrd tnc Anmeldring imb Beschlagnahme von rccktserhebffchen Urkunden aller Art, roie Kaulverträgen, ("esellschastsverträgen. Zionzefflonen, LypolheKnbriefen und Urkunden über dingliche Rechte anderer Art, die sich auf Güter, Rechte und Interessen in dem Gebiet bet oben bezeichneten bisber feindlichen Mächte beite bat. inner halb der gleichen Frist vom 15. bis 31. Mm b. I an geordnet.
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Vereine yiäüiie^ »evereill^
S&ß L E gcy öten.
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K-r
Aus SfaM und Land.
Gießen, Km 15. Mat 1920.
kine Verbesserung im Fernsprechwesen.
Die autzervrdentliche Hebertafnmg der Fernleitungen hat zur Folge, datz em Drittel aller Ferngespräche als dringend geführt werden und einfache Gespräche mitunter nicht nur stunden lang, fbnbem sogar tagelang auf Erledigung war> ten müssen Wegen dec schwierigen Berkehrsver- hältnisse hat sich der Telegrammoerkehr derart vcr- nrehrt, datz die Gesprächsleitungen in höchstem Maße überbürdet sind. Die Reichspvstvernxtltung ist nun damit beschäftigt, zur Abstellung dieser Mitzstände eine Erfindung in den Dienst der Postvecwaltung zu stellen, die es ermöglicht, a u f einem Draht 16 verschiedene Gespräche gleichzeitig zu führen. Berfuche nach dieser Richtung sind bereits gelungen. Diese Vielgesvrächc sind möglich durch Hochspannungsströme verschiedener Wellenlängen, die einander nicht stören. Aehnlich Ivie bei der Funkentelegraphie nur gleiche Wellenlängen einander stören können, werden hier durch besondere Umformer Ströme verschiedener Wellenlängen erzeugt, die nebeneinander in demselben Draht laufen, ohne daß dos eine Gespräch dos andere bceinstuht. Zur Umformung an der Aufgabe- und Empfangsstation sind befonbere Apparate Konstruiert, bie die Ströme für bas Mikrophon geeignet machen: bie ersten 250 Apparate dieser Art sind in Auftrag gegeben und zum Teil schon fertig gestellt. Die Retchsposwerwaltung wird zunächst die am stärksten überlasteten Fernleitungen mit diesen Apparaten ausrüsten. An Aussicht genommen sind die Leitungen von Berlin nach Köln, Düsseldorf, Hannover, Bremen, Hamburg, Sd'ttin, Breslau, Dresden, Frankfurt a. M. und München. Ta die Kvnstruktion dieser Apparate sehr schwierig ist, wird die Umgestaltung imb Erleichterung des Fernsprechverkehrs noch einige Zeit m Anspruch nehmen. *
** Die Gcwerbe-JnspektionDar nist a b t, Hauptverteilungsstelle von Betriebsstoff für Berkehrszwecke, macht die Krastsahrzeugbesitzer baruaf aufmerksam, datz ihr auch für den Mo-mrt Mai wieder größere Mengen Betriebsstoff zur Verfügung stehen. Soweit Anträge um Zuteilung für Mai noch nicht gestellt wurden, sind diese umgehend an obige Behörde auf den bekannten Formularen einzureichen, damit eme evtl. Berücksichtigung noch möglich ist.
** Zum bevor st ehenben Wahlkampf haben sich lt. F. N. in F u l b a zur Durchführung der verfassungsmätzigen Versammlungsfreiheit die Parteileitungen der Deutschnationalen, der Deutschdemokratischen, der Sozialdemokratischen Partei und der Unabhängigen, sonne der Zentrumspartei verpflichtet, auf ihre Anhänger dahin einzumirken, dah Störungen der Wahlversammlungen durch Radauszenen oder Spreng- iingsversnche unterbleiben. Dagegen haben sich die Parteien verpflichtet, jedem Diskussionsredner, gleichviel Melcher Partei er an- gehört, Redefreiheit in Iden durch die Geschäftsordnung gezogenen Grenzen zu gewähren. — In Anbetracht des Verlaufs der letzten Wahlversammlungen in Gietzen wäre ein derartiger Beschlutz and) hier angebracht.
*» W o kommen die von den Ge- ilüael bal te rn abgcHefer ten Eier hin? Dte „Mainzer Zeitung" veröffentlicht eine Zuschrift des stöbt. Wirtschaftsamtes in Mainz, in ber es u. a. bet6t: Zur Klarstellung mutz dar- mif hmgewiesen werden, datz die Eier, die iw den Eirrhandlungen zu haben sind, mit den von den Ok-ilügelhaltcrn abgelieferten Eier nichts zu tun Imbm. Der ®erhandel ist in ber Lage, aus gewissen Teilen Deutschlands Eier zu beziehen imb frei zu verkaufen. Die Eier dagegen, die die Geflügelhalter in Hessen abliefern müssen (10 Stück pro Huhnl gelangen nicht in den freien öanbel. Die Lieferungen an die Stadt Mainz speziell werden von dem städt. Wirtschafts- amt selbst verwaltet. Verwendet werden diese Eier zur Versorgung der Krankenhäuser sowie zur Abgabe an Kranke auf Grund ärztlicher Anträge.
Kreis Lauterbach.
np. Bom unteren Vogelsberg, 14. Mai. Gegenwärtig findet der Anbau des Flachses statt. Seine Kultur, die vor dem Weltkriege auf dem Aussterbeetat stand, Hal fetzt einen neuen Impuls bekommen. Es gibt >r»ohl nur wenig Landlvirte, die keinen Flach-? bauen. Einmal ist der Lein eilt sehr begehrtes und hoch im Preise stehendes Produkt, dann aber auch wird für den Flachs im Umtausd oder Gegenleistung ungebleichtes Tuch geliefert. Die blaue FlacHblute feiert wieder ihre Auferstehung.
Kreis Friedberg. .
Friedberg. 13 Mai. Zn der geflogen Stabt vervrdnetcnsitzung wurde abgo»
Frankfurt a. TL, 15. Mai. Geld Brief Geld Brief
12. Mai 14. Mai
1773,20 1776,80 1798,20 1801,80 339,65 340,35 339,65 340,35 909,10 910,90 916,60 918,40 814,20 81530 819,20 820,80 1029,- 1031,- 1036,50 1038,50
hohe )HM
iltbrrur öK
W iült titrlortiL bobeHtlobnuni ihcnerAiWÄ neinerslitho^ ii Sell etwa» ob. zu borgen,» rgBltteodort tSg S&g*
> Hmen 111 »Anm kmeinschaliijch.
btlanni ’>t «chr. Angeb. °be bei Alien an den ®. gn* ^Tcöär; 'eh- oerm. Tarne vaterer Heirat ernen. Strengl» in. Schr.ängeb^ an d.Mb.tznt es naturliebte jnng.Madchei ii »lubemen ar ©Daiierflängeu unternebmen:- tfl. (CDiLntSilbi a. d. Gieh. Anz
aller Schäfer laujchcu gegen Hojdnnd. 0«15 ltcreweg 40.
!lN ift
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papieren.
Berlin, 14. Mat. (Wolff.) Die wir Höven, ergeht nunmehr die Betointmachung deS Reichs- ministers für Wiederaufbau, welche bie Ausführung des 8 10 Absatz 1 ber Anlage zu Artikl 298 des Friedens vertragen Vvrbereiten soll. Nachdia'er Betomtmachung find beim ReickSsinanzmmiste- rium, Stelle für altsländischc A^rrpapiev-, Berlin W, Potsdamer Strotze 122 b, Wertpapterc (Aktien, Genutzschcine, iVuje, Obligationen, Jw- teiimefdieine, Zernjikate usw.) Mizumelden, roeldx Gesellschafter- oder Gläublgerrech.e an Unternehmungen im bis.'er tz-rnblichen Ausland betreffen. Tie Anmelbimgspflicht bezieht sich zunächst nur auf Aktien, Obl.gaffonen usw. derjenigen Gesellschaften, wüche zur Zeit des Jnffasttcelens des Friedensvertrages ihrem Sitz in dem Gebiet folgender Mächte haften und nach den Gesetzen trr beteiligten Macht zugelassen nuten: Bcilisclics Reich, Frank eich, Jbaffcm, Javan, Belgien Bolivien, Bcasilim, Guatemala, Peru, Po.'en, Ssam, Tiä>echo-Slowakei, Uruguay, Cuba, Serbisch-Krv- attsch--Slowenijcher Staat, ®riecEwtlanb und Portugal, einschl b. Kolonien, Besitzungen und Protektoratsländer dieser Staaten — es find dies diejenigen Mächte, welche bisher den Frtcdcns-- Dertrag von Versailles ratifiziert haben.
Nickt betroffen werden Wertpapiere, aus denen diese Staaten oder in diesen Staaten belesene Gemeinden oder andere öffentlich rechtliche Körperschaften als Schuldner haften, auch nicht Wertpapiere, die sich auf Güter, Rechte und Interessen in den durch den Friedensvertrag abgetretenn früher deutschen Reichs- und Schutzgebieten beziehen. Nicht betroffen werden ferner Wertpapiere, die sich zur Zeit ber Ratifikation des Friedensoertrages mit einer beteiligten Macht iimerbatb des Gebietes dieser Macht befanden, oder Wertpapiere, die nach Inkrafttreten des Friedensver- trages mit der beteiligten Macht aus ausländischem in deutsches Eigentum übergegangen sind. Welche von den an deutschen Börsen amtlich notierten Wertpapiergattungen diesen Voraussetzungen entsprechen, wird durch eine den amtlichen Veröffentlichungen beigefügte Liste klargestellt werden. Daneben besteht die Anmelde-
I lroeibm.fd)war 1 zeu oledenl zu . Abzuhol b. m, irck, Praug.LÜ o. Blut-Huiiet $fl. Bel abzugeb Moltkeitr. r v.
silberner leranbängtr lnlagen gesund«' •fib'jlnlaoe 7 X
(Zn einem Teil der Auflage wied?rhrlt.j Auslieferung der ..Möwe".
London, 14. Mai. (WTB0 Ter deutsche Kreuzer „Möve", der mäbvenb des Krieges brn englische Schiffe IxMxrte, ist am TicnStag an bie britische Marinebehörde auSgeliefeN mordat.
Ein PressebeleidigungsprozeF.
Berlin, 12 Mai. (Wolff.) Vor ber 6. Strafkammer des L-anbgerickts 1 wurde verhandelt gegen den Chcfrebatieur der „Neuen Preutzischen Zeitung" (bTreuzzeifttng^, vauptmann a. T. Foertsch, wegen BcleidigungderReichs- regierung, durck den am 17. November in ber „Kreuzzeiffma" erschienenen Attihl „Tic 9tn- beren", ber die Methoden des Untersuchungsaus schusses behandelte. Es wurde darin gesagt, datz sich Kvnnex-ion-swrrtsckafl und politisches Schieber tum in ber Regierung breit mache Eine Negierung, Partei und Presse, die LandeSvervLler ober Schieber unter sich dulde, habe keinen Anspruch mehr an eine loyale Beurteilung. Man greift unwillkürlich nach der Kleiderbürste, um den Rockarmel zu reinigen, wenn man einmal in unfreiwill gt Be rührung mit diesen Leuten komme. Ter Angellagtc beanspruchte den Schutz des § 193 (Walrrnehmung berechtigter Jnteresjeni. Ter Staatsanwalt Ger- lach eiHannte das Recht an, insoweft es sich um wirklich vorhandene Mitzstände handele. Hier wurde aber eine rein politische Gegnerschaft zu sehr weit- gebenden Angriffen mißbraucht Er beantragte eme Geldstrafe tun 300 Mk., da sich der Vlngcflagtc als Redakteur einer oppositionellen Zeitung in einem scharfen, aber von innerlicher Ücberzeugung getragenen Kampfe befände. Tas Gericht erkannte dem Übt trage entsprechend.
Friskurgkhilfenftrtik in Bkrlin.
Berlin, 13. Mai. (WB.) Tie Friseurgehllfm t>aben heute die Arbeit niedergelegt, da ihn?n txc Docherilöhne von 140 Mk. für Herren- mtb 150 Mk. für Damenfriseure mcht bewilligt worden sftck.
Die Tätigkeit der Sinnfeiner.
London, 14. Mai. (WTB.) Im Zusammenbang mit den Vorgängen in Irland befindet sich Lord Fr euch zur Zeit ui London zur Besprechung mit Llohd G«rge. „Evening Standart" sagt, datz die Ereignisse in Irland lebhafte BeunruhiMmg ausgelöst hätten, die sich steigere durch die Mit- teihmgen, datz bei den letzten Angriffen der Sinn- feiner 50 öendarmerieflationen zerstört worden seien. Auch feien mehr als 20 Steuerbureaus angegriffen und die Akten teilweist vernichtet worden.
, Die StreiNage in Frankreich.
Paris, 14. Mai. (WTB.) Die Gewerkschaft der Postbeamten hat gestern abend beschlossen, sich dem Streik anzuschlietzeu, falls die C. G. T. dies verlangen soll.
Die Morgenblätter melden, es sei eine wesent ■ liebe Verstärkung der Arbeitsaufnahme zu verzeichnen. Nur die Bergarbeiter setzten den Streik un Norden und im Pas de Calais fort.
Der Minister für öffentliche Arbeiten, le Tn>- quer, wird der Kammer am Dienstag einen Gesetzentwurf über die Umgestaltung der Verwaltung der französischen Eisenbahrnm zugchen lassen. Dieser (besttzentwurf sieht die Einsetzung eines OberrateS brr Eisenbahnen vor, der bestehen soll aus 24 Vertretern der Eisenbahndwektwnen unb 24 Vertretern aus bent Volke Die Autonomie der Verwaltungen der Eisenbahngesellschaften soll durch den Gesetzentwurf nicht berührt werden
Paris, 14. Mai. (WTB.) Tie Direktion der Staaisbahn hat fo'genbc Bekanntmachung an das Personal der Staatsbachnen erlassen: Die Staatsbahn fordert ihre Angestellten zum letzteu- mole auf, bie Arbeit wieder auszunehmen. Die ausgesprochenen Aus> periueigen und Str ichungen bleiben befreien. Tesg eichen die getno femt sonstigen Maßnahmen. Was die Ti'z pluiarinaßnah- men anbetrifft, so verschärfen ste sich je nach der Tauer der Abwesenheit von ber Arbeit.
lehnt, von feitet bet Stabt einen von der Postverwaltung angeforberten Zuschuß $u der vorgesehenen Kraftwagen-Persvnenpost in der Linie nach Butzbach zu bewilligen, und Vovgeschlagen, die Linie nach Ranstadt derjenigen nach Butzbach varzuziehen. — Tie Erhöhung der Tagesgelder und Reisekosten für Stxxdcvwr.4ieir und ftiutiidx? Beamte wurde um 100 Prozent erhöht. — Für Die NeuerükleiLamg ber acht neuen städtischen Schutzleute wurden 7800 Mi veraustZabl; au derbem würben für etwa 6000 Mk. ältere Uni^rrnslücke zur Ergänzung angdauft — Bis zur Regelung ber Gehll.sauioesu?rung wirb nach Vorschlag des Finanzaussckm ses beschlossen, jedem ö-jamren vor- lagsweise einen vollen Monatsgehalt au^-uzahlen. — Ter Finanzai.5chutz tut vvrge chag.n, den städtischen 'Arbeitern eme Zulage von 30 Pf. für bie Stunde, curihmtfienb fcxurt 1. lAprll, |u gewähren, nach sehr lebhafter Tebntte totrb diese Zulage auf 50 Pf. fesiVesetzt.
Aus dem Amtsve»-riindistunqsblatt.
** Da S ArntSverkündigungsblatt Nr. 64 vorn 14 Mai enthält: Reichstagswahl. — Rückführung von Kriegsgefangenen. — Maul- und Klauenseuche m Holzheim.
Wahlscheine. Ein Wähler, der in der Wählerliste (oder Wahlkartei) eingetragen ist, ist auf Antrag mit einem Wahlschein »u versehen. 1. wenn er in Ausübung des Berufs ober zur Erledigung persönlicher oder öffentlicher (Wahl-) Angelegenheftcn am Wahltag außerhalb seines Wohnorts sich aufhält oder ihn so frühzeitig verlassen muß oder an ihn so spat zurückkehrt, daß er innerhalb der Wahlzeit dort nicht mehr wählen kann; 2. wenn er am Wahltag zu Kur- oder Erholungszwecken außerhalb seines Wohnorts sick aufhält; 3. wenn er infolge eines körperlichen Leidens oder Gebrechens in feiner Bewegungsfähigkeit behindert ist.
Die Maul- und Klauenseuche ist in Holzheim amtlich festgestellt worden. Es wird gebildet 1. ein Sperrbezirk, bestehend aus ber Gemeinde HvlFhrim. 2. Ern Beobachtungsgebiet, umfassend die Gemeinden (Stimmten, Dorf-Güll, Eberstadt, Ober-Hörgern, Lang-GönS und Leihgestern. —
Handel.
Berlin, 14. Mai. Bör sen stim mu n gs- bil d. An der Börse bewirkten dte mäßige Abschwächung der Markvaluta im Auslande unb die daraufhin erfolgte Befestigung der hiesigen Devisenkurse bei ruhigem Geschäft eine Aufwärts- Bewegung auf allen ©dritten des Aktienmarktes. Größere Beachtung fanden Auslandswette, ohne baß jcboch die anfänglichen Besserungen voll auf- ix'chterhalten würben. Canabas büßten den gairycn anfänglichen Gewinn von 15 Proz ein. Schau- timgbcchn stellten sich z?itwei'e gegen vorgestern 20 Proz. hSh?r, büßten aber wieder 10 Proz. davon ein. Sehr dettächtlich stiegen türkische Tabak- aktien, infolge Mangels an Angebot auf eine große Kauforder, nämlich um 200 Proz. Am Montanmarkte erreichen die Besserungen vereinzelt 15 PnH., so für Mannesmannröhren. Bon Spezialpa Pieren stellten sich Adlerwerke 27, Augsburg -Nürickerger Maschinen 11, Deutsche Wafien zcitwillig 15, Wln-Rottweiler 20 und Deutsche Mali 12 Proz. höher. Für Schiffahttsakbien entwickelte sich im Verlause eine regere Kauflust, die die meisten Papiere 6—10 Proz. steigerte. Festverzinsliche Werte waren nur unbedeutend per- ändert. Türkische Sofe stellten sich um 20 Mk. höher.
Frankfurt a. M., 14. Mai Börfen- stimmungsbild. Die feste H>ütmrg, die an der Mittagsbörse vorherrschte, übertrug sich auch auf die Abendbörse, doch war die Kursbewegung bescheidener. Im freien Verkehr erhielt sich die »oei^ere Nackfraoe nach Deutsche Petroleum 695 ä 686, Süd'oor-Phosllhat waren begeht 2500.—, Benz dagegen unterlagen mäßiger Abschwächung 225.—, dessen Bezugsrecht 25 bis 26—, Schau tungbahi' 619.—, Deutsch Uebersee, tvelche gefragt blieben, stellten sich auf 975 bis 970.—, Ccmada 965 ä 980—, sJJix>ntciUx4)'ere blieben geudrt. und fest, Buderus 290.— plus 20, Deutsch-Luxemburg 288.— plus 9 Proz., Harpener 275.— unv., Mannesmann 354—355.—. Don Jndustriepapie- ren gimten um: Elektr. Felben u. Guilleaume 450.— (— 3 Proz ), Schuckert 184.—, Scheide- anftalt 548— (+ 8), Zellstoff Aschaffenburg 586— (+ 121/s), Schuhfabrik Aug. Wessels 10 Prvz. erholt 200.—, Now. Llohd mit 176 — 4*2 Proz. gesteigert. Ausländische Renten lagen in "reger Nachfrage, besonders gesucht waren Mexikaner bei anziehenden Preisht. 5 Proz. Taanau- lipaH gewinnen 10 Prozent, 195.—. 5 Prozent ^Rumänen 157.--V 6Vs Proz. Eine Steigerung
von 40Vs Proz. erzielten Deutsch Asiat. Bonk mit 441.—. .
nxt Haiger, 15. Mai. Tie Stahlwerke van ^er Zhpen haben das gesamte Vermögen der N a s - säuischen Bergbau - Aktiengesellschaft käuflich erworben. Dem Vernehmen nach soll das neue Unternehmen den Namen ^,Ver I einigte StalLwerke van ber Zyven unb Wisiener Eisenhutten-Mtien-Gesellschaft Köln-Deutz, Abtet- 1 hmg Kalkwerk Haiger" führen.
Bei
ärttllcb


