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Roman von G. W. App le ton.

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Halt eine Minute! bemerkte ich. £hoft bu noch Zeit? Stennft bu den nächsten Zug obiuerteu?

Em halb Dutzend Züge, wenn du willst. Aber itvmmt beim?

Weil ich meine Nvchmitbagsbesuck« ertebtgeu muß. Was ich dir Mitteilen w.ll, Rum ich m nun, in einer halben Stunde erledigen und ich wäre dir sehr verbunden, teeren

Natürlich), altes Daus. Ern oder ZEi Stun­den machen mir nichts aus. Um was handelt sich's denn? Etwas Wichtiges?

Sehr Wichtiges, und ich möchte dich um Hat fragen.

Gut. Vielleicht ist er Goldes wert, ober ich kam für di« Marke nicht garantieren. Liebes­geschichte?

O nein. Viel schlimmer als das. Durch der­artige Lappalien schlag ich mich in der Regel selber l durch. Wo können wir denn die Gesuchte bi» sprechen?

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Hast du ihr die Adresse gegedm? fragte ttti (Fortsetzung folgt.)

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am Elektrizitätswerk sei noch mitge» teilt, daß es sich nicht um Personen handelt, welche etwa aus Not dort die Kohlen stehlen, sondern vorzugsweise um arbeitsscheue, ju^ g-endliche Personen, welche sich das Kohlen­lager am Elektrizitätswerk als Erwerbsquelle ausersehen haben, indem sie dort die Kohlen stehlen und zu hohen Preisen an Private ver­kaufen. Wie selbst eine hiesige Arbeiterfamilie! mitteilte, arbeite ihre erwachsene Tochter nichts, sondern gehe des Abends mit noch an­deren nach dem Kohlenlager des Elektrizitäts­werkes, stehle dort Kohlen und verkaufe diese alsbald wieder zu hohen Preisen. Aus diesen Anlässen war die Sicherheitswache beauf­tragt, nach diesen Kohlendieben zu fahnden bzw. sie abzufassen.

** Ra ubm vrd bei Selters. Der der Mittäterschaft in der Raubmordsache Völlen drin­gend verdächtige Knecht Sandner aus Mün­chen £at im hiesigen Untersuchungsgefängnis einen Selbstmordversuch gemacht, konnte aber noch recht­zeitig gerettet werden. Kuchenbecker derHaupt- desÄlldigte, behauptete, daß er mit dem ermordet«- Bölxen rn eine Rauferei geraten sei, wobei sich der Revolver von selbst entladen habe. Dieser Aussage steht der Untersuchungsbefund kraß gegenüber.

** Bol ksho ch schule. Des neue Semester beginnt am 3. Mai. Alles Nähere ist aus dem Verzeichnis der Arbeitsgemeinschaften, das in allen Buchhandlungen und auf der Geschäftsstelle (Läber- straße 26 II), zum Preise von 50 Pf. zu haben ist, ersichtlich.

Tick Molyneux und ich waren wahrend Karren Zeit mem?§ Ansen khald^ zu Edinburgh Bit)eutreunbe gemewn. Beinahe am gleichen Tage machten rott das Examen und promovterren. Da ihm größte Mittel zur Verfügung standen als «rr, kaufte er sich eine sehr teure Praxis in South Kensington. Er wir p tstchttg tn seinem Serufe, datz, et zweifellos ganz H:rvvrvagendes Parin geleistet haben würde, wärm ihm nicht eines schönen Morgens unvermutet hmiderttausmv Pfund tn Form eines Bermächtni)>s in den Schov g> sollen. Bald ixieaut traf er bet einem Ball eine entrückende kleine Blrmdin', die ein ebenso großes Vermögen in Händen hatte, und verhüte sich Mverzügl tch tn sie. Sic heirate dm sich bald darauf, «nb so kam seine Berufstätigkeit zu eiro:m cairixn Abschluß. Er trieb ein wenig Literatur, ntt ein über zwri Steckenpferd: tOrchideenzuckr w>ir eins davon) und wachte dm allerdings errofgUen V r-

Gemeinden vorgelegt werden.

** Merlau (bei Mücke), 14. April. Zur Versorgung unseres Orte3 mit elektrischem Ächt hat sich hier eine ElektrizrlLtsge nossen- schäft gebikdet, d« die Gießener Firma O ß- «vald Müunich mit dem Ausbau des Orts­netzes beauftragt hat.

Kreis Schotten.

= U l f a, 14. April. Ban den Hol )he stä n- ben, die kürzlich von der hiesigen Gemeinde ver­steigert wurden, sind bisher etwa 150 Stämme gestohlen worden.

Kreis Friedberg.

cm. Bad-Nau hei m, 15. April. Wie wir erfahren, roirb der Kurdivaktzor Frech rr oou F r a n te n b e r 9 demnächst in den Ruhestand treten, da für ihn eine jünger: Kraft vorgesehen sein soll.

---Groß-Karben, 14. April. Eine Diebes­bande raubte heute nacht ans den Stallungen des hiesigen Bahnhofsvorstehers sämt iches B i e h u n d Geflügel. Bon den Tätern fehlt jede Srnrr.

Starken-urg und Rheinhessen. Güterwagen räuber.

---Mörfelden, 14. April. Die Frankfurter Ms-enbahnkrimin-alpoliz« ve r h a s t e t e am Diens­tag nickst weniger als 13 hiesige Einwoh­ner, die feit Monaten aus den Eisenbahnstationen Walldorf und Mitteldick Güterwagen systematisch ihres Inhalts beraubt hatten. Die Waren wurden von der Bande nach Frankfurt a. M. in er»? Wirt­schaft geschafft und hter an Dehler um teures Geld weiterverschachert. In der Wirtschaft fand die Polizei noch betracht iche Bestände geraubter An­züge, Stiefel und Lebeitsmittel vor.

Kreis Wetzlar.

a Dornho lzhau sen, 13. April. Nachdem in vergangener Woche der Transformator unserer elektrischen Lichtanlage emgefägt wurde, erstrahlen nun Ortsstraße und Wohnungen in unserer Gemeinde m elektrischem Lichte. Das Orts­netz kommt auf etwa 100000 Mk., bee einzelnen Aiilagen in den Häusern auf 800 bis 1600 Mk., je nach Anzahl und Ausführung der Lampen. Wiederum wie vor 10 Jahren, als die Wasser-

Siehener StaMhest«

Mar imh Msritz.

Nach Wilhelm Busch von Leopold Günther. Gießen. 14. April.

Das war ein Nachmittag für die Kinder. W und Moritz waren aus dem Bitdcrbuche vap M beim Busch herausgestiegen und verübten leib hastig ihre bbfen Bubenstreiche auf der Bühm. Und es ging alles genau so vor sich wie es in der Versen unter den bunten Bildern steht. Die Hühner der Witwe Bolte legten, im Geäst des Apfelbaums hängend, sterbend ihr Ei, bevor der Tod herbeikav. Sie stiegen an der Angel der bösen Buben im Kamin empof. Sckmeider Böck fiel ins Wasser und bekam das beife Bügeleisen auf den kalten Leit' Sebrer Lampet explodierte mit der Tabakspfeife Onkel Fritze kämpfte mit den Maikäfern, Max und Moritz kamen als Brote in den Backofen wL> retteten sich abermals, nur der Schluß war anders: obwohl bee Mühle mit Geknacke ihr tiffe taffe, tilke taffe hören liest, wurden die beiden demwch vorj Tode verschont und konnten ein rreues, besser« Leben geloben. Dasklaa Gezäppel", das bnä Theater bis auf den letzten Platz füllte, flirrte ein Bienenschwarm vor Aufregung und Begei^tt rimg und wird bei den Altersgenossen sicher fevitll von dem Erlebnis erzählen, dah man auf mehre« Wtederholungen mit ausverkauften Hause rechnov darf.

Tie beiden bösen Buben wurden von Hedw« Rupprecht und Li-efel SB inner gestellt, da sich ihrer Aufgabe mit guter Laune anmchmo Ebenfalls im Sinne von Wilhelm Busch wäre, auch die übrigen Figuren: Onkel Fritz (Rudoij Goll), Schneider Böck (Richard Helldor« Lehrer Lämpel (Kuno Erich Weber), der Sätfa (Harry Roebert), Müller (Wilhelm Koch Bauer Mecke (Heinz Be chft ei n), sowie die Bolte (Luise Rammet, ferner Margarethe Ker nicke und Hildegard Schustb«rr. »

zimmer unterzog. Er hatte nur selber ana:baten, mich hie und da M vertreten, und ich zweist' nicht im geringsten daran, daß. er sich dabei köstlich vergnügte.

Jawohl," sagte ich imr,ich werde zu Dia hinaus sichre n und ihn in dieser Sache um Rat fragen."

Er lebte Sommers n*e Winters inüwm schönen, alten Gebäude am Ufer bre Themse, nahe bei Kingston, mit einem prächtigen ausgedehnten Parte am Flusse, nach meinem Dafürhalten einem wahren Paradies ans 'Erden, wo ich stets ein gern gesehener Gast war.

Ms ich aus der Eharrng^Erost-Sbrtirm <rn- langte, begab ich mich über die Hungersord^Brück: zur WaterLvo-Statia», da ich mir dachte, er fei bereits nieder nach Haufe gefahren. Aber als ich gerade über den Bahnsteig ivollte, um mir ein Billett zu boten, ramtte ich eilten Menschen fast über den Haufen, in dem ich niemand anders ernannte als Dick MoliMenx selber.

natbe zramMsweise, tote die von dem Vorredner. (Stürmische Zurufe rechts.) Präsident Jehoenbach rügt diese Worte und verwahrt sich gegen die An­griffe der Rechten gegen meine Geschäftsf-ü^^tg, die in einigen Ztoifchenrusen l«ut wurden.'' Bon dec Affäre Brast habe ich erst durch die Rede des Reichsw^hrnnmist'ers Kenntnis' erhallen. Hochverrat kommt niete in Frage, wegen. Landesverrat werde ich noch heute beim Reich^inwalt die nötigen Schritte tmi. (Bravos Die Verräter sollen bestwaft werden. Gegen gemeine Berteeckxw wird uunsch- sichtlich eingeschriitten toerden. (Beifall.)

Reichskanzler Dtuller erklärt das vom Abg. Braß erwähnte Telegramm des BorsitzendTN der U. S. P. aus Duisburg, dessen Eckstheit der Redner anzweifelte, als echt. .

Abg. Quarck (S.): Die Einwohner des Mauv- gaues Haden die Reichswehr nicht nötig gehabt. Sie werden die französische Besatzung ertraget müssen.

Abg>. B r a b (Ui. S.): Dokumente, die der Re­girrung nicht bekannt gewesen waren, hab: ich den fcanzösischen J-ournalisten nicht ge ebert. Daß ich die Dokumente bei meiner Anwesenheit im Ruhr­gebiete nicht an die Regierung gegeben bafx-, liegt daran, daß sie nicht in meinen Händen waren. Eine Rucksvvach: zwckchert mir und der Hohen Ko n- miffian hat am 7. April, nachmittags 4 llhr, luatitp gefuirden wegen der Unmöglichkeit, die hundert- taus'ende von Flüchtlingen im Wuppertal zu be­herbergen. Im Jntevesse der Ruhe und Ordnung mußte dies erwogen wwden, to.'ttn die Flückstlrnge in das besetzte Gebiet übertraten. Wir hörten, sie l'ontcn hrterniert Norden.

Abg. Falk (Dem.): Wenn Herr Braß schon im besetzten Gebiet war, warum ift er nicht auch zu den dortigen deutschen Behörden gegangen.

Damit schließt die Besprechung. Der Rvtetat wird an den Haushaltsausschuß verwiesen. Das Reichsteimstättengesetz wird an den 24. Mvhnungs- ausschrch verwiesen.

Morgen 1 Uhr: Rest der heutigen Tagesord­nung. ScteM SVt llhr.

fragte ich, während tour über dte WaterloobrüK i fuhren.

Jawohl, altes. Eine Menge Pakieittm, einige sehr merkwütt>ige Fälle besonders einer |m! mich sehr uUerefitert. Aber, ridjha, ich hab's va beinah' vergessen. Ger«ck>.' bevor ich wegging, fiw ja etwas so Seltsames vor.

Etwas 'Ungewöhnliches?

Gewiß. Ern herrschaftlicher Wagen fuhr dem Tor vor: eine prächtig anstehend: Frau In» lns Warte^mmer he elngerauscht und folgte w-t Dotter Perrgord. Dean Assistent erlitt idner 'tw SchtagausaU und stürmte Heren», mir den Besu.it anzumelden. Ich war eben mit dem fteanEm B>iu' einer Marktfrau beschäftigt und sagte:Ist red« Sobald ich damit fertig bin, können Sie he «« lassen!" Ein paar Minuten später trat sie ein Bei Goll, eene stramme Frau! Doktor Perigbs wie ich annehnw? sagte sie. 9t:in, gnädige Frni erwiderte ich höflich. Doktor Perigow ist toto^ gerufen worden wichtige Kvniultation W Sache mehrerer ©tunben, <vi>: ich furchte at»u ich btn fein Stellvertveter, und iwnn Sie V«k nehmen und Ihren Fall befebreib^t «vollen £>»< mtterbrach he mich: O nein! Ich tvmme in

Xus 5taM unb Land.

Gietzen, den 15. April 1920.

Weitere Erhöhung der Brot- und Kartoffclpreife.

Der R e i ch s r a t hat den Entwurf einer Ergänzung zur Verordnung über die Zah- lungvonAblieferungsprämienfür Brotgetreide, Gerste und Kartoffeln vom t& Dezember angenommen. Es handelt sich um eine wesentliche Erhöhung der Brot- und Kartoffekpreise. Für den Rest des Wirtschafts»- jahres wird der Mehl preis auf 102 Mk. für den Doppelzentner erhöbt, außerdem die von den Kommunalbehörden zu zahlende Ver­gütung auf 02 Mk. Die Preise für e i n Kilo­gramm Brot, die infolge des hohen PrL- mienshstems am 1. Januar bereits auf 1,40 Mark gestiegen find, werden eine weitere Er­höhung auf ungefähr 2 Mark erfahren.

Lebensmittel.

* Städtischer Seefischverkauf in den Marktlauk^n. Heute Donnerstag, am Freitag und am Samstag kommen Stabil an rmd Schellfische zum Berkans.

** Freibank. Freitag, 16. April, werden von 13 llhr die Nrn. 19512050 belichtet.

BerasrstLltungerr.

Donnerstag, 15. April: LichtspiÄtheater tote gestern.

** Tas Fest der silbernen Hochzeit feiern am 17. April die Eheleut: Franz Klen ke r.

** T i e Gewerbescheine für 1920 (Patente können von den Gewerbetreibenden der Stadt Gießen das Stuck zu 1 Mark bei der BezirMasse, SencÜenbergstr. 7, in Empfang ge­nommen werden.

** Tas hexische Frnanzamt hat mit Rücksicht aitt die sehr erh:blich vernv^hrten Dienst- geschälte die AmtÄf.ge wie nachst^lMid erweitert: Dienstag 812, 24 Uhr, Donnerstag- 8112,. 24 Uhr, Samstag 812 llhr. An den übrigen Wochentagen ist das Finanzamt für den Verkehr mit dem Publikum geschlossen.

** Die Beitragsh öhe in der I n o a« liden o er sicher Hin g. Tie vecsichnn»6svfl.ch- ttgcu unständigen Arbeiter int hiesigm Stadt­bezirk w5rd.n darauf aufmerksam gemacht, daß die Neufestsetzung der Ortslöhn: mit Wirkung ovm 1. M-*i d. Js. eine Erhö^hung der seitlier o wwen- beten Beitragsmarken zur Jnvalidenv.'rsicherung nach fi^i zieht. Näheres siehe Anzngenteil.

** Stellt Studenten bu den zur Berfügungl Jn^ vierzehn Tagen beginnt das Sommersemester. Hunderte von Sdu- denven werden erwartet, für die zur Zeit keine Wohnungen vorhanden sind. Der Ällgemeine Studentenausschuß. Gießen^ wendet sich daher in einem Ausruf an die Mirgerschaft Gießens, jedes verfügbare Zimmer zur Verfügung zu stellen. An­meldungen nimmt das Universitätssekretariat, Bis- marckstraße, entgegen.

** T i e Ideenwelt des Bvlf che tors-- mus. lieber dieses Thema wird am Sams!»g abend Prof. Tr. Schmoll im Auftrag des D. O. B. im Gaschof Hindenburg sprechen.

Landkreis Gießen.

(-) Grünbera, 14. April. Hier tmtrbe eine landtoirtfchaftliche Bezugs- »nd Ab­sa tz gen o s > e n schaf t gegrün. et Der Vorf a d setzt sich zusammen ans Landwirt und Metzger Heinrich Bausch, Landwirt Christoph Trinkbus IV. und Landwirt August Frank. Kaufmann Christoph Schweißguth und Ehefrau geb. Jöckel feierten heute das Fest der Silbernen Hoch­zeit.

S G r ü n b e r a, 14. April. Am Anfang dieser Woche wurden hier die Abfuhrscheine für das jeder Haushaltung zugetei.te Holz au 'gegeben. Jeder­mann suchte nun möglichst rasch leinen Anteil heimzubekommen, damit er nicht etwa gestohlen würde. Daher sah man dieser Tage, wie ununter­brochen Wagen hinter Wagen beladen mit Holz der Stadt zurvllte. ZunäM erhielt jede Familie 2 Rm. Hartholz. Der Rest des Hartholzes wird demnächst an dre Biebbesitzer in der gesetzlich be­stimmten Weise zur Berteil'ung kommen, tvährend dann Stöcke und Reisig an alle verteilt werden.

Krei4 Alsfeld.

8. M a u l ba ch, 13. April. Auch unsere Ge­meinde wird demnächst mit einer elektrischen

Reick-sjustizMinister Blunk: Aby. Äcktzl hat sich zu Entstellungen und Berdrebungen hinreihcn taffen, die ich ihm nicht zugetraut hätte. Meine Feststellungen waren durchaus unzutresftnd. (Zn- ftimmung bei der Mehrheit.) Dre K-önigsbevger Allgemeine druckte den Aufruf unter der fetten lleberschriftTie Deutsche Bollspartei erklärt sich sür die neue Regierung" ab. (Gvohe Heiterkeit bei der Me'hrheit.i Sie haben den oerbrecherifchrn Wahnsinn der Kapps nicht bekämpft und tragen mit die Verantwortung für diesen Hochverrat. iGvoher Lärm und wütende Zurufe. Präsident Fehcenbach mahnt zur Ruhe. Bvn seinem Patze aus biete das Haus wirklich kein Bild der Wurde.' Ter bei Schrkitzler Vorgefundene OrganisationspLan bewies, daß die Putschisten mit dem jofortigen Einsetzen des Generalstreiks rechneten. Ich «verbitte mir eine solche niedrige, gemeine, ihren Urheber kennzeich-

Bceeine ««d Veranstaltungen.

Fr iedber g, 11. April. Der Taunus- kl ub Wettera u (Zweigverein FriedbergBah- Rauheim des B. H.-C.). hielt unter dem Borsh von Finanzvat Hoos feine diesjährige Hauptvep fammlung Aftern in B<ü)-däauheim ab. Die Mit­gliederzahl ist nach Kriegsende ganz betrachtlÄ geftteg-n. Tas Bereinsvermögen beträgt 1061 M., der Turmbaufouds zur Errichtung eines Aussicht­turms auf dem ^-teinkops (Winterstein) ist qh 1922 M. an gewachsen. Die Markierungen im Wi» terfteingebiet und die durch die Wetterau nach de» Vogelsberg führenden Linien sollen in dies« Jahre wieder erneuert werden, da sie teiltoeift gänzlich verschwmrden sind. Außerdem plant da Verein die Errichtung einer Schülerherber ge im hessischen. Taunus, jedenfalls in Bodcnw^. Professor Feldner und Lehrer Oßwald-Bad-Ncw- beim, Geometer Ritzert und Prof. Balser-Fried­berg wurden beauftragt, die Vorarbeiten in die Hand zu nehmen und noch andere Körpcrschaftar und Bereüte mit gleichgerichteten Zielen für de» Plan zu gewinnen. Der Wanderplan für 1920/21 umfaßt 12 Wanderungen nach dem Taunus und Vogelsberg.

A Ridda, 11. April. Gestern abend hielt der hiesige Zioeigverein des evangelischen Bundes seine erste diessährwe Versammlung ab. Der Gene­ralsekretär des Evangelischen Bundes, Pfarrer Haupt aus Tarnrstadt, hielt einen Vortrag über ,,Religion und Raturwisftnfcktoft".

Schlitz, 12. April. Eine Ortsgruppe tei Liga zum Schutze der deutschen Kultur hat sich rsad) einem stark besuchten Vortrag des Pvof. Schlarb- Petersburg über dte bolschewistisch Getzahr, >hier gebildet.

hat ebenso Anspruch auf Dank. Eine parlamen­tarische Kommission müßte zur Untersuchung der Greuel im Ruhrgebiet nach dort gehen, (llner- hvrt!) Greuel sind von der sogenannten roten Ann« verübt worden. Die Reichswehr wird die Scharte rasch wieder auswetzen, die ein kleiner Dell ihrer Angehörigen ihr zugefügt hat. (Beifall.)

Abg. Schwarzer (Bahr. B.): Der Ein­marsch der Reichswehr ins Ruhrgebiet war nach unserer einmütigen UeberMbgung eine absolute Notwendigkeit. Frankreichs Haltung war nicht ge­rechtfertigt. Die anderen Alliierte» scheinen mehr Verständnis für die Lebens Notwendigkeiten Euro­pas zu haben.

Abg. Dr. Kahl (DB.): Dem Reichsiustiz- nthrifter fthlen wesentliche Voraussetzungen für sein Amt. das er gestern mißbraucht hat. Wir weisen seine Angriffe als imricötig zurück. Der Reichs- iustizminister hat die Erklärvng der Deutschen Bolkspartei entstellt. Bon einer neuen Regierung haben auch demokratische Blätter gesprochen. Wer war denn die alte RegieruA? Unverantwortlich und leichtfertig war das Vorgehe» des Herrn Ministers. Es war doch wohl selbstverständlich, daß die Verbrecher Kapp und Genosse» einen Organisationsplan hatten. Ich kann auf Cchre und Gavisseu versichern, daß meine Partei weder mit­telbar noch unmittelbar von dem Putsch gew-ußt hat. Ein Minister, der Amt und Partei durch- eruauder hrirft, der Anklagen ohne Beweise vor- bringt, ist Vorgesetzter unseres Reichsgerichts * Es war die Rede eines Winkeladvokaten. (Präsident Fehrenbach rügt diesen Ausdruck. Ruf: Fvec^- beit!) Wir stehen so treu auf dem 23oben der Verfassung tote irgendeiner. Unsere monarchische Idee wollen wir nur auf legalem Wege durch lieber$cujen verbreiten. (Beifall rechts. Zischen

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läge verfthrn werden. Zu diesem Aveck wurde eine alte Mühte zwischen Homberg imb Nieder-Gemünden an^kaust, welche in ein Elek­trizitätswerk mit Wasserkraft umgewandelt werden soll. Augeschlossen werden die Gemeinden Maul­bach, Bleidenrod, Burg- und Nieder-Gemürrden. Ein Voranschlag wird demnächst den beteiligten

lettimg etngeweiht wurde, bemächtigte sich unserer Bewohner eine große Freude.

Hcssen-Nasiau.

Pastvorschriften im besetzten Gebiet.

Die frartzösischen Paßvorschriften find wef«Mtlich ecteid)tert worden. Zum Verkehr intterhabb des besetzten Gebietes gelten bet deutsche grüne Reisepaß, der braune Paß, der weiß^ Personalausweis uttd der rote Zdew titätsausweis. Zur Reise außerhalb des be­setzten Gebietes müssen diese Papiere das Vi­sum der französischen Behörde tragen.

X Niederscheld, 14. Ap.il. Maz 5t>d) von hier begab sich am 8. d. Mts. auf einer Hamstertour, von der er bis heute noch ntd?t zurückgekehrt ist. Ebenso fehlt bis heut: j<be Nachricht über seinen Verbleib. W:r über den G?^ suchten Nachricht geben kann, wird gebeten, diese an dte Frau sJte Koch Nieixrsck)eld (Dillkreis) zu richten. Ter Vermißte war 29 Jahre alt, schlank, Augen blau, Narbe an der Wange, Haan dun le!blond. Na e gebogen, gestutztw Schnurrbart, bekleidet mit einem braunen Anzug und Hut, Schnürschiuchen und LÄrcrgamaschen. Er war im Besitze eines Rucksackes und rines Fahrrades.

Nachrichten.

Israel. ReliaianS - GefellfchaM Setobatfeier d. 17. Avnl 1920. Freitag abb. Samstag vorm. 8.00, nachm. 4.30. SnÄ-atzausg«» 8.10. Wochensotlesdienst: morg. 6.30, abts 8.10 llhr.

Reichstoehrminister Gehler: Wir kommen nicht aus den heutigen Verhältnissen l)eraus, wenn nnr nicht die Atmosphäre des Mißtrauens, zer­streuen. Dazu trug die Rede des Abg. Braß nicht bei. Bei den Verhandlungen iw Bielefeld wurde er ersucist, uns d«s Material zu geben. Das hat er nicht getan. Was er heute vorgeb rächt bat, enthält doch wenig SckstMiges. Wie foUett nnr Unter­suchungen ani'telfcti, wenn wir das Material nicht haben? General von Walter hat exE ärt, er habe alles getan, um zu verhindern, daß Freikorps nach Berlin fontmtm. Wenn wir die Reichswehr wieder aufbaueit wollm, müssen wir ihr auch den Rechts­schutz zubilligen, der sedem Deutschen zu steht. Re­formiert werden muß der Nachrichtendienst und der Auf5arungsdienst. Im Nachrichtendienst läuft eine Anzahl E istenzen herum, die allerdings ge­meingefährlich sind. (Zuruf: Auch in dem militä- schen!) Damit habe ich Gottseidank nichts zu tim. Wir wollen die Truppen aus dem, Ruhrgebiet zurückziehen, aber das köiuren wir erst, wenn das Gebiet von Waffen gesäubert ist. Eher kann keine Beruhigung eintreten. Wenn jemand sagt, er sehe lieber die Entente als die Reichswehr einmar- schieren, so kann dieser Deutsche doch nidit ein Tropfen deutschen Mutes in den Adern haben. (Sehr wahr.), Wenn Herr Braß wieder nach Koblenz zur Rhein la ndskommisi-m geht, um über deutsche Tinge AusÄmft zu geben denn er geht nach- .Koblenz (Höri, hört!)> fio soll er doch die Wahrheit sagen und nicht wieder sagen, es ständen nicht 18 000, sondern 80 000 in der neu­tralen Zone. (Unerhört! Raus! Schuft! Ver­brecher!). Herr Braß hat auch Totuinente, die nrir von ihm nicht erlangen Sonnten, an die Entente gegeben. (Andauernde Pfuirufe auf allen Seiten bed- Hauses.) Wem es mit einer Beruhigung bei uns ernst ist, der 'bat die Verpflichtung, alles M-aterial der Regierung zu geben. Tic Wafsen- abtieferung ist bis jetzt ganz unAenüsend. Wir hoffen, daß toir in kurzer Zeit weite Gebiete des Kdustriegebiets militärisch in Ordnung haben. Wer will, daß wir nicht südlich der Rül)r einiüdfen, der sorge dafür, daß dort die Waffen abgefiefert werden Tie politischen Beamten sollen statt der Generäle die «oberste Gewalt haben, aber diese Oberpräiidenten usw. müssen dann a>«ch die ige Zivillvuroye haben. (Sehr xW tch!) Gegen Herrn Ehrhmwt ist Haftbefehl erlassen worden. Wir werden versuchen, die Bri­gade Ehrhardt freiwillig aufzulösen. Wenn das nicht gebt, wird sie mit Gewalt aufgelöst. Die auf Gütern in Pommern sich noch befinbenben Reste von Baltikumtruppen müssen auch fort. Wir müssen bie Reichswehr ausbouen. Die Truppen erwarten von der Nationalversammlung ein Sofort der Anerkennung. (Bravo!) Die Sicherheitswehr

such, ins Parlament zu kommen. Aber ietr.e rri -eren Zuneigungen er?ah:ten nicht. n?nr pf kam zu tebert, mit weich' freunvttcher V'bbritv feit er wer en gefegemtlichen Bitten u trttimg entsprach und mit roeldym Eile der Arbeit in meinem schäbigen, ff .-men

aufzusuchen ! Ein Stückchen Stembutt unb eine tüdrtige Schnttt: h gefahren Lende: do zu eiine Flasche z w iundneunziger mit! 'ssÄt. Martelle. Was sagst du dazu?

vu v nach