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ihre ferne Zugehörigkeit zum deutschen Vcv-

bcbrütft, in seiner

lbsthilfr Mdyrmit'i, nuift unter

Doll' es mit Grauen.

d Lißberg, 14. Oft. Unter großer Beteili-

Ca frStabe, bd ßtgcffl

________ jer Verstorbene mar eine allgemein beliebte und geachtete Persönlich­keit. Schon längere Zeit leidend machte ein Herz­schlag dem arbeitsreichen Leben des im besten Alter stehenden Mannes ein Ende.

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26ms und Land.

Gießen, den 14. Ott. 1920.

Deutsch da- Land !"

Es ist unbedingt erforderlich, den deut­schen Brüdern und Schwestern in Oberschle­sien, die mit dem Stimmzettel in der Hand

schen Fakultät ber Landes-Universität Gic'en mit Wirkung vom 1. April 1920 an. Überträgen wurde am 8. Oktober dem Schulamtsanwärter Wilhelm Töpfer aus Bersrod , Kreis Gießen) die Lehrcrstellc an der Volksschule zu Hummet- roth (Kreis Erbach).

** Vvm Standesamt. Der, SiShenae stellvertretend-e Standesbeamte ^rlnvibtcmtiiier

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d St reit ha in, 14. Okt Die Ziegelei, he feit J.LHjahr d. I. m Betrieb ist, arbeitet

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\)r A m öneburg, 13. Oft. In der Sonnte$ Nacht nntrbe in der yvcsigen katholischen KirE- eingebrochcn. Den Dieben sielen u. a. bf-r Meßkelchr, Altarsachen und Kerzen in die Hän" Außerdem ist erheblicher Sachschaden angerikD'

mc. Cassel, 13. Oft. Ein zweijährig^ Kind war von Zigeunern Der schleppt worden. Die Eltern wurden nunmetzr von der Polizeiverwaltung in DetmoD b«- nachrichtigt, daß das Kind in einem Zigeui- nerwagen gesunden wurde.

fb. Franfsurt a. M., 18. Oft. Tie SkM stellt den Erwerbslosen neben den berei ü bewilligten Brennmaterialien weiteres Brennh«l! zur Dersüguna: ledige Arbeitslose erhalten w Stelle des Holzes Geld überwiesen oder Beihllten zur Anschaffung von Kleidern.

mc. Frankfurt a. M., 13. Oft. In I* letzten Nacht sank das Thermometer m Maintal stellenweise bis aus 2 Grad Kälte. ziemliche Menge Gemüse ist in Gärten und u' dem Felde erfroren. Auch in Gärtnereien M der zeitige Nachtfrost an Blumen großen Schatod en gerichtet.

mc. Frankfurt a. M., 12. Okt. Düt Frankfurter Wohlfahrtsamt errichtet in I* Hardenbcrgstraße ein Heim für sittlich gefährd gewesene Mädchen. Mit dem Heim ist gleichzeikic eine KrGp'. und eine Kinderschule verbunden.

fd. Bad-Hvm bürg, 12. Okt. Zwisck» der Mtiengesellschaft Bad-Homburg und d.' I

mit bestem Erfolge. Der gegrabene Lehm eignet fick vorzüglich für Ziegel- und Backsteine., spater wird auch die Anfertigung von Töpfen ge­plant. Die Besitzer des neuen Werkes sind bin Herren Ott und Dinges in Glashütten.

Kreis Friedberg.

, Q Pohl-Göns, 14. Oft. Der Landwirt Wilhelm Spies wurde, nachdem die eingcleote Revision verworfen worden war, von dem Kr-i> amte als Bürgermeister der Gemeinde Poll GönS bestätigt und hat mit dem 12. Oktober die Bürgermeistereigeschärte übernommen.

oa. Vilbel, 12. Oft Postsekretar Lotz.uurtw nach 50jähriger Dienstzeit in den wohlverdienten Ruhestand versetzt.

Starkenburg und Rbeinhelsen.

NN. Darmstadt, 13. Oft. Für den zw cf getretenen Stadtv. Architekten L. Schäfer ii' für die Deutsche Aolksparlei der Lehrer flldan Scckor in die Stadtverordnetenversammlung einge- tietcn.

rm. Bens heim, 13. Okt. Heute narbt wurde in der Kammsabrik von Winter u. Co. dahier ent fredjer Einbruch verübt imb baba hatlptsächlich Iertig4abri.'ate in Schi.dpott, Ccllu- lioid, ivi. Kämme aller Art, im Werre von 60 000 Mark gestohlen. Die Firma hat für dte Entdeckung d?r Täter eine Belohnung von 1000 Mark aus- gesetzt. Die Sbaatsanwaltsck-aft stellte bitte (fr- nuttetungen an; man vermutet in y.vei Hute früh von Auerbach abgereiften jungen Sät en die Täter

rm. Worms, 13. Oft. In Pfedders­heim mürbe gestern die 11 Jahve alte Kath. Stahl durch einen Lastwagen überfahren Hirt) getötet.

und Kinder, Mädchen und Knabeic ; 'ä'ändet und misthand lt weroen. Mine militärische lNanueS- zuckt, wie sie auch gehandhabt werben mag, ist tm<= ftanbe, die rvilden Instinkte dieser seit Jahren ihrer Heimat entrissmen imb von Hause aus christ- lickxr Erziclning entbehrenden, nad. Zehntausencen zähl irden Leute in Schranken zu ta ten. Himmel­schreiende Schmach wird unfern Bol'?sgcnoff«r an­getan. Reine Frauen und unschuldige Kinder wer­den an Leib und Seele verseucht, Schwache wer­den zu Fall gebracht. Mund und Feder sträuben sich, die Greuel zu schildern, die alle Kriegsschrecken übertreffen.

Die Wohnungsfrage im neuen Fustizgebäude.

Wie verlautet, sind die langwierigen Verhrmd- fangen über bi; Räumung des neuen Amlsoerichts- aebändes endlich zu einem Abschluß gekommen. TaS städtische Lebensmittelamt wird, wie bereits bekannt, nach Verlegung derBürgermeisterei in den von der Stadt ang.-fauftenSteins Garten" die bish w von biete r Behörde inne-1 gehabten Räum.' beziehen. Tas Finanzamt dagegen hat das zw.ite Obergeschoß derAlten Klinik" gemietet und wird mit Zustimmung bei Stadt einige Räume an den Kommunal-1 verband weitervermietm. Tie Jnstandsttzunas- arbeiten /ollen alsbald begonnen werden, damit der Umzug sobald wfr möglich erfolgen kann.

Es ist mit Freuden zu begrüßen, daß die Unteibringungsfragc dieser Behörden, ine so viele Schwierigkcitm verursacht hat, nun endlich, wie eS scheint, zur Befriedigung aller Beteiligten ge­löst worben ist. Hvffmtlich werden die Arbeiten! so rasch gefördert, daß daS Amtsgericht bald in feine neuen Räume, die eS dringend nötig hat, einziehen kann. Die frei werdenden Räumlich­keiten im alten Justizgcbäude werden unter das Landgericht und die Staatsanwaltschaft, die bis­her ebenfalls unter großer Raumnot gelitten haben, verteilt werden.

Beransteltunqen.

Donnerstag: Neue Aula, 8 Uhr, offen!-1 licher VortragDie Polen und wir". Eafö Leib, 8 Uhr, Konzert und Vorstellung der Medick-Meidinger. Hotel Einhorn, 8 Uhr, Va­rietee und Ringkämpfe. Lichtspieltheater wie gestern.

*

L. U. Immatrikulation für das Wintersemester 1920/21. Studierende, die bereits hier immatrikuliert sind und ihre Studien hier sortsetz.'n wollen, haben sich auf dem Universte tätssekretariat, Bismarckstraße 22 (Zimmer 2), an­zumelden, um die Ausroeiskarte umzutauschen unb chre Wohnung anzugeben. Dies hat in bei Zeit vom 18. Oktobe r bis zum 13. November, vormittags von 9121/? Uhr, zu geschehen. An­meldungen zur Immatrikulation »Der­ben in der gleichen Zeit auf dem Sekretariat an­genommen. Nack dem 13. Nv^emb:. werden An­meldungen nur bann angenommen, wenn die Ver­spätung in genügender Weise entschuldigt wird. Das Sekretariat und die Qu ä stur be­finden sich Bismarckstraße 22. Der Rektor ist im Rektorzimmer (ViSmarckstr. 22, zu sprechen: Montag, Mittwoch und Freitag ll1/?12: Uhr. Eine akademische AuSkunftsstelle bc findet sich in der Universitäts-Bibliothek, Kepler­straße 2, im Erdgeschoß. TaS Geschäft- zimmer der Studentenschaft bcfiit >et im Vorlesungsgebäude, Ludwigstr 23.

* Amtliche Personalnachricht Ernannt wurde am 5. Oktober der äußere' mäßige außerordentliche Professor Dr - Brand zu Gießen zum außerordentlicher' 7-ro sessor für angewandte Chemie bei der pyu'ofoc-:

Hessen-Nassau.

Der Haushaltsplan von Frankfurt.

mc. F r a n k s u r t a. M. 12. Okt. Die heu­tige Stadtverordnetenversammlung galt der großen Generaldebatte über den Haus­haltsplan der Stadt für 1920. Sämtliche Frak- t io neu ließen in großangelegten Reden ihre Wünsche kund tun. Tie Ausführungen der Rednci und Rednerinnen waren mit Ausnahme der Un< abhängigen auf Sparsamkeit und mehr Arbeits­freude gestimmt. Tie Rednertn der Mehrheits- sozialdcmokratie, Stadtverordn. Henriette F-ürth. forderte u. a. von der Reichsregierung in einem Antraa, daß alle nicht Festangeftälten vor­erst den doppelten Betrag der neunzehn« hnndertireunzechni veranlagten Reichs- und Qk- meindceinkommensteuer bezahlen sollen, da fit nahezu von allen Abgaben frei seien, währen! die kleinen Leute die Last zu tragen hätten. S« sieht weiter das Heil der Stadt in verstärstci Sozialisierung, u. a. her Gasanstalt, her Apo­theken und des Schornsteinfegergvvcrbes. Schul- kinderspeifimg unh Theater müßten unter aller Umständen aufrecht erhalten werden. Ter demo­kratische Redner, Stadtv. Dr. Trumpler, nxn etwas pessimistischer und schließt auf einen Fehl­betrag von breiundAvanzig Millionen bei der Stadt. Er befürwortet eine Staffelung der SchulgeldeH nack dem Einkommen, Abbau aller Kriegseinrichtungen, Schaffung tx>n gemeinnützi­gen Gesellschaften, Bereinfachung in der städtisch«' Benvaltung unb schließlich stärkere Arbeitsleistung ber Beamtenschaft. Stadtv. Lutsch als Etatsredner deS Zentrums, halt eine Erchöhung der Real- ftcucm für nnmöglrch. Dagegen müsse in alle Bcrwaltunyszweigen gespart roerden. Die gemein nützigen Einrichtungen seien mit Zuschüssen eh" Au bedenken, wie die Theater. Auch der Arbeiter­schaft müsse klar gemacht werden, daß eS mit der Erhöhung der Löhne einmal ein Ende habe. Dir städtischen Betriebe müssen sich selbst erhalten Stadtv. Landgrebe von her Deutschen Dolks Partei fordert eine wesentliche Einschränkun, bei den städtischen Aemtern. SBHter befürworte! er eure städtische Plakat- und Rcllamestcuer neben einigen anderen weniger ertragreichen Steuern Nur der Stadtv. Plewe U. S. P.. lehnt den Eta! als ganzes ab, da er dem kapitalistischen Staats geb auf en entspreche. Schliesslich ftnxtdym noch die Redner der Teutschnationalen und des Mittel­standes, die alle der Stadtverwaltung bringeitix Sparsamkeit ans Herz legten. Der Etat wurde bann dem Hauptausschuß zur Einzelberatung über- wiesen.

Kampf gegen Wohnungsschieber.

fb. Frankfurt a. M., 12. Okt. TaS heim­liche Beziehen von Wohnungen von Famrlior, die ohne Erlaubnis rrach Frankfurt zureisen imb hier durch Wohnungsschieber und gegen Zahlu»! großer Summen Wohnräume erhalten, hat cin<n derartigen Umfang angenommen, bah jetzt bes Wohnungsamt, da eS allein machtlos ist, die ßilic der Polizei in Anspruch nimmt. Wo in Zukum derartige Schiebungen zur Kenntnis kommen, sol­len die unberechtigten Wohnungsirrhaber znxrng-s weise mit Hilfe ber Polizei wieder aus den Räu­men entfernt werden, unbekümmert darum, »i die an bteLuftgesetzten" anbeiiodtig Untertumü finben ober nicht.

mc. Frankfurt a. M., 13. Okt. Oc Obdachlosigkeit nimmt in Franfiurt hr trächtlich zn. Die Asyle sind überfüllt unb ieiw M^end hat die Polizei eine größere Anzahl w Obdachlosen unterzubringen. Ter Rote Naim- kann keine neuen Insassen mehr aufnehmen, ttc er bis zur Grenze mit Obdachlosen belegt ist.

verorlmetewBersammlung vom 8. Juli 1920 rvie folgt benannt worden: Die ber Eisenbahn unb ber .Ziegenzuchtstation entlang nach dem Stadt Wald führende StraßeAnneröder Weg". Die in südöstlicher Richtung in einem Abstand von rund 135 Meter von ber Eisenbahn von ber Lichcv Straße nbzw/igonbe StraßeDoe rin g st r a ße"

** T e r Unterricht in den Fortbil­dungsschule:: unserer Stabt fat gestern sei neu Anfang genommen. In den Sanborten beginnt er Cmde dieses Monats. Unentschultzigte Schul- versäumnissc initertiegen den gesetzlichen Schul- strafe.r: 2 Mark für jede DersaumniS, im Wieoer- holungssalle 4 Mark.

** Ausübung der Jagd im be­setzten Gebiet. Da? ffreiSamt Gießen bittet uns ,daraufhinzuweisen, daß die Rhein- landkommission einige ausführende und er­läuternde Bestimmungen erlassen hat. Was davon ßür Jäger im unbesetzten Hessen von Wichtigkeit ist, wuroe zusammengcstellt und kann in unserem Dienstgebäuoe zu Gießen Erdgeschoß Zimmer 9, werktags, vormit­tags von 912 Uhr, eingesehen werden. Wer mit der Jagd im besetzten Gebiet zu tun hat, muß die.Bestimmungen kennen, wenn er fid) nicht -straffällig machen will.

** Brennstoffbelieferung oer Einzelmieter. Das Brennstoffamt weist Darauf hin, daß die zurzeit in Gießen nicht anwesenoen Einzelmieter, namentlich Studen­ten, ihre BrennstoffbezugSkarten auch nach dem in der Bekanntmachung vom 23. Sep­tember angegebenen Termin (23. Oktober d. I.) bei dem Brennstoffamt in den Geschästs- stunden von 812 Uhr vormittags in Emp­fang nehmen können.

** Hafe rausgäbe. Für Pferde in nicht- landwirtlchaftlichen Betrieben werben von der städtisch-Frittermittolstell«, Steinstraße, 30Pfund Hafer pro Pferd abgegeben. Bezugsck)eine sind au, Zimmer 13 des Lebensmittclamtes erhältlich.

** Freibank. Freitag, 15. Okt., werden von 13 Uhr die Nr. 2801-2900 beliefert.

** Das ReichSverp, legun gSam t Gießen, Bahnchosstvaße, bittet uns im Anschkuß <m eine N»tiz über Amtliche LebenSmitteipreise vl Nr. 239 unseres BlatteS mitzutrilm, baß hier Einerlei Lebensmittel auSgeg^bät ri-erben. ES hat also teilten Zweck, sich an bte hiesige Stelle u wenden.

** Goldene Hochzeit. Die Eheleute Kon­rad G e r t h unb Frau Louise geb. Ulm begehen am Samstag das Fest ber Goldenen Hochzett.

** Reisen nach Oberschlesien. ES kommt fast jeden Tag vor, baß Personen, die außerhalb Schlesiens wohnen und nach Oberschle- sien fahren wollen, nach Breslau kommen und, nicht in letzter Linie von den örtlichen Vereinen heimattreuer Oberschlesier veranlaßt, auf dem Bres­lauer französischen Konsulat die Ausstellung des Visums beantragen. In einigen Fällen ist dem stattgegeben worden, neuerdings aber weigert sich bas Breslauer französische Konsulat, und zwar mit Recht, da es nur für Schlesien zuständig ist. Die Redenden sind bann in die üble Lage versetzt, in Breslau bleiben zu müssen, bis sie von dem für ihren Wohnsitz zuständigen Konsulate bas Visum erhalten haben. Tas ist mit nicht unerheblichen Kosten und Zeitverlust verknüpft. Es sei daher nochmals darauf aufmerksam gemacht, daß bas französische Visum bei dem für den Wohn­sitz z u st än-b i gen sva.iz s j Konsuln b-a.i- tragt werden muß. Wo sich dieses befindet, dar­über ivirs, die den Pas; auöstellende Polizeibehörde Auskunft geben können.

** Ter Wartburg-Verein Gießen feiert Sonntag, den 17. Oktober 1020, sein 33. Stiftungsfest. Wir verweisen auf das reichhaltige Programm im Anzeigenteil unseres heutigen Blatt-tz.

^* Lichtspiele Seltersweg bitten uns mitzuleilcn, baß bas bis morgen vorgesehene Pro­grammDas unbewohnte Hau?" umständehalber abgesetzt werden mußte. Für heule und morgen smd ber nordische FilmSpitzen" nach dem gleichnamige n Roman von Paul Lindau und Flrtterdörtje", der erste deutsche Episoden" film, auf den Spielplan gesetzt. Näheres siehe Anzeige.

Lcinölreis Gießen.

fcunterte hinaus mit Rohmaterial versehen, das sich dir Ge.e lscl>aft durch Geläubeankäuse an der -türm* gafte und in ben Turmgärlen gesichert hat. -so war dem Untern-ehmen, das in ben ersten Jahren des Brsteheus und nwhrend des Krieges auch cm* mal Schwierigkeiten im GeschäftSga«.g zu überwin­den hatte, bei den jetzigen vorzüglichen Absatzmög­lichkeiten eine glänzende Zuftmst be-chiedrn, und volkswirtschaftlich ist <4 höchst bkllagenswefr, daß nun mit einem Mai ein so fadeutenber Betrte». der mithalf, die Bauno« und somit, auch ein stücr so­zialer Not zu beheben mtn mit einem Mal auis- lteschaltet ist und zunächst iveuigstens Erötc ber Wefre mehr cryugcii bann, tnc mir sis nötig litr das Hocy- fommen unserer Wirtschaft gebrauchen. Es iv-äre deslxllb zu wünschen, daß das Jndustriewerk nnober nach und nach erstehen möite- Db der Rmgofen nun wirklich wieder aufgebau.i wird, bad tttetß eben noch niemand. Auch die Aktionäre der Ringofen- G-esellschaft, die für beute abend eine Sitzung an» beraumt haben, merhen da iwch zu keinem eild- gültigen Beschluß kommen fönnen. Es ist überdies möglich, da» eine Gen.chmiguug zum Ausbau an ber alten Stell.? überhaupt nicht mehr erteilt wer­den wirb. Dafür hat di? hinter uns liegende auf­regende Nacht doch zu deutlich gezeigt, wie ein der­artiges Industriegebiet zu einer Gefahr für ganze Stadtteile werden kann, wenn er dicht an der Peripl><ric der Stadt liegt. Unsere Stadt hat seit Mensckxngcdr.'.ken ein solches Groft- und Schaden- feiier uich. mehr gesehen So hohe Werte, bte in die Millionen geben sind durch eine Feuersbrunst bei unS auf einmal noch nicht veniichtet worden. Es mar ein Gefühl te? schauderns, das sich der Zlt- schauer be;m Anblick der Feuerstätte bemäckttigte. die tvie ein Vulkan Funken und Rauch in gewal­tiger Feuersäube ausspieh. Die ganze Stadt n»ar taghell erleuchtet. Ter scharfe Nordoft trieb eilte geivaltige dichte Funlleu- und'Rauchwolke zunächst hoch über Häuser und Scheunen der Nachbarschaft hinweg. Zum Glück ging der dichte Funkenregen erst in gänzlich unb molintern Gelände nieder, viel­fach erst in einer Entfernung von mehr als zivei Zfrlometern von der Brandstättc. Die Feuerwehr n>ar dem Fever gegenüber machtlos: sie mußte sich daraus befrfyräiifm. die hinter dem Palais mir etiva 100 Meter vom Ringofen in der Windrichtung stehenden Wirtsck/aftsgebäude zu rette». Daß ihr dies in angestrengtester Arbeit gelungen ist, i)t ein Ruhnlcsblatt in der Geschichte unserer Feuerwehr. Deim ein Ucbergrcifen des Feuers auf die mit Frucht gefüllten Scheunen hätte sick>erlich zu einer Katastropke führen können, indem die engbebauten alten Stadtteile des Liebfrauenbergs und des Schuorrnbergs ein Raub der Flamm-en geworden wäre. Zu noch größerer Gefahr hätte der Brand unserer Stadt bei anderer Windrichtung werden können, etwa bei Nord-West. Dann wäre einer der ältesten Stadtteile, wo Hans an Haus. Sdxante an Scheune dicht gedrängt stehen und wo 1893 die letzte «große Feuerötnrrnst gewütet hat, in den Bereich des dichten Funkenvegens gefallen. Der Sckwden, ?*en der Brand an gerichtet, läßt sich in Ziffern nicht genau angeben. Trotzdem die eigentlichen Oefen, der Schornstein und ein Teil der Maschinen als kläg­liche Ruinen des großen Betriebes noch stehen ge­blieben sind, dürste ber Schaden bei dem heutigen Geldwerte die 2 Millionen vielleicht noch über­steigen. Dazu kommt iwch, daß zahlveick^ fleißige Arbeitslente, die zum Dell fdpii eu der alten Zie­gelei tätig gewesen, arbeitslos geivorben sind. Ganz besonders schtver fällt in? Gewicht ber allgemeine wirtschaftlirl)« Sch-aden, ber darin besteht, daß eine Industrie lahmgelegt ist, deren ^Betätigung für die nächste Zukunft so sehr »tätig wäre. Durch Ber- siclreruna ist bei der Drandtastze nur ein ganz ge­ringer Teil deS Schadens gebetft. ES dürfte nach (itemäbrung deS durch die Geldenllverfana bedingten Äufichlags ehr« die Summe bon 209 000 Mk. aus- ^ezahlt werden. Die gatrze Einrichtimg des ®e» t> icbes war nicht versichert. D.'trächtlichei: Sck»a- ben editten auch zwei hiesige Schreiner meister, die zusammen für etwa 40 009 Mk. Werkholz in einem Nebenraunt gelagert hatten. Die Entstehung des Brandes ist noch nicht aufgeklärt. Das eine ist wohl sicher anztmehmeu, daß nicht Unvorsich-1 leit ber die Heizung unterhaltenden »rächthaben­den Arbeiter die Ursache gewesen sein kamt. Das Feuer hat in einem Nebenbcht begonnen, der räum­lich weit von bte H^izungsanlag'e entfernt ist. Wäre man zeitiger auf das Feuer aufmerksam gewor- ben, wie das vielleicht geschehen wäre, wenn wie ein ft zu Turmwaris Schmidts Seiten die Feuer- tvacht auf dem Stadttnrm gehalten wurde, dann hätte man daS Feuer vom Hauptgebäude vielleicht ttoch abschnüren oder dieses wenigsteirs teilweise retten können. Angenommen wird, daß Brand­stiftung Wtlü-gt. Ein heute früh per haftetet früherer Arbeiter des Ringofens würbe wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Staatsawvaltsckwst weilte heute bereits hier. Zu danken ist ttoch den Feuer­rohren tron (sieben, Birklar und Steinbach, die ihre Hilfe bereitwilligst zur Verfügung stellten.

*

Z Beuern, 13. Okt. Unser Wasserwerk soll laut Gemeindevatsbeschluß eriveitcrt werden. Es leondelt sich uni die Fassung einer weiteren Quelle und um die Herstellung eines weiteren Sctmmelbel-älterS.

*" Beuern, 12. Oft. Als letzter, der sich in feindlicher Htefangenschaft befand, ist Heinrich Arnold wohlbehalten zurückgekehrt. Gelegent­lich der großen russischen Offensive im Juli 1916 in Galizien geriet er in Gefangenschaft, war darauf beim Bahnbau auf der Halbinsel Kola tätig, um bann von dort nach Turkestan.gebracht zu werben, wo er auch jetzt zuletzt noch weilte. Seine 73jährige Mutter, eine Witwe, hat treu auf die Rückkehr ihres Sohnes gewartet, trstzdcm baß baCb 2 Jahre fein Lebenszeichen mehr kam.

! E : ! t n g S h a ii f e n, 13. Okt. Endlich ist die Nockteicht cingetoofsen, daß. der frühere Vor­steher am hiesigen Bahnhof. Lud^oig Jost, der seit ztvei Jahren als vermißt galt, in o-er (je- fangenMjafi in Frankreich) gestorben ist. Am Sonn- lag fanb in der ftirdje ein Gedächlnisgvttesdienft für ihn statt. '

Kreis Büdingen.

immer wieder zunt Bewußtsein zu bringen, was bei dieser Abstimntuug für Deutschland auf dem Spiele steht. Es gilt aber auch, diesen Abstimmungsberechtigten im Reiche zu zeigen, daß Deutschland, Regierung wie Volk, nicht gewillt ist, sich eine Vergewaltigung der Ab- stimmungsfreibeit durch polnische Willkür bie­ten zu lassen. Es muß mit allen Mitteln da­für gesorgt werden, daß die Deutschen Dbeiv schlesiens am AbstimmungStage ungehindert, unbedroht und unbeeinflußt mit dem Stimm­zettel das Ihre zur Erhaltung Oberschlesiens beim deutschen Heimatlande beitragen füitnen. Darum sorge jeder, daß die Kundgebung des Ostmarkenbereiits und der Heimattreuen Ober­schlesier heute abend in der Reuen Aula (Stiv- dienrat Kriesmann aus Lübben spricht über: Die Polen und wir) zu einem neuen starken Bekenntnis werde: Deutsch das Land! Der Eintritt ist frei. Zur Deckung der Un­kosten werden jedoch am Saaleingang frei­willige Spenden entgegengenommen. Der Ueberschuß fließt der Kasse der Heimattreuen Oberschlesier zu.

Die schwarze Schmach.

Sämtliche bitfig en Fraueuver- cm« Werdnig wie berett- kurz angefünbtgt, ri. den nächsten Axigen bte Giohrner Volke mag »u einer machtvollen Kundgebung aafrufeit, um wtechin vernehmbcnen Protest zu erbeben gegm die noch immer anbaiitenbe Vergeroaltiguag unb B^dr. Huna deutscher F-rauen und Mädchten in fcen bllet-bm Nh iill«7iden durch Frankreichs far­bige Söldner.

Auch der Deutsche Evangelische Air- chenauss cku ß als Vertreter der eoa-igelifch-en Kirckxn Dcutscklrvrds Hal sich auf ferner letzten Tagung in Eßemrch mit einem ?(ufruf a.i bi> ckrisllich- Genteingefühl in allen Länder?: chril- fiefet Gesittung, inSbef-oTrdere <rri bte g aubensrr - (raubten Kircs'.eng<-meinschasten g-mencet In te:n Ausruf heißt cs u. a.:Es handelt sich um das. was unser Volk mit einem Aufschrei feiner Seele bteSchwarze Schm« ch" nennt. Tie Laster itcttig geforbetic Naturvölker, die ivir in unserer MisftonS.rrb'it mit den Wa'fen der JefuSliebe zu b'kimtpfeu, von denen wir jene Völker zu befreien fugten, die siuo mm in voller Zügellosigkeit auf unser Volk losgelasfeu. Bon Hunger mtb Armut

Daö Grotzfcurr in Lrch.

Zum Großfeuer in Lich wird uns zu un­serer letzlcm Mcldirng noch ergärrzend geschrieben:

= Lich, 11. Oft. D-.r R i n g .> re u , dte «gestern in den frühen Morgeirstuuderr ein fltaub brr Flammen geworden, liegt unweit ber Gießener Straße aus d»m Gelände, das durch die Abtragung deS alten Festungswalles geivoimen worden ist, dlchl beim alten Stadtlurm im Norden brr Stadt. Er ilt im Jahre 190? 08 von einer Aktiengesell- lckaft für rund 200 000 Mk. erbaut wvrdm .>nd «alt mit feinen neuzeitlich. :! Ein Achtungen (Ma- samten, Trockenräumen, T^mpfhei^uni usw als einer der vollkommensten berartigen Betriebe im frueiten Uni Freite. Die ErzewMisse des ovrzügiick d Lißberg , 14. Okt. Unter großer geleite:.'« industrielleit llnternefjincne-, ba3 trotz ber 9un9 imirbc hier Mühlenbesiher Karl R durch .dir Maschinen bedingten Ersparte' an Men- Hausen zu Grab: getragen. Der Berstvrbc

«leitellm inbiiftxie

durch )>te Maschinen oeoingttn «ettpamt? an Men­schen kraft, doch immer iwch seittoeütg 30 bis 40 Ar-- 'beitfr beschäftigte, fanden als Bausteine Ziegel Trainageröhren ihren Absatz «ich. nur in her Um- f.rbung, sie turebea auch >. eit hin versandr, pz.B.

«ach tarn Western a!d und dem Industriegebiet. Die Kreis Schotten

Ai.uLae «ach ^umatermuen iiar m letzter Zeit a Glashütten, 14. Okt Auch unsere Ge- ! ,lnl Ausdchmnrg | memde beschloß den Anschluß audie Ueber-

7^-' und die landzeutrale Wölfersheim, obwohl die finan- . '-w "uetung mia) Äielle Lage der Gemeinde nicht die gunstiafte ist.

" l!!I i ^te Arbetten sind schon im Gang, sv oatz zu hoffen zum ift, daß bte Lichtmllage noch in diesem Iah«

dei 'ertis,gestellt wird

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Iv^lbe im Ä. A

fare ferne Zugettorigkett zum deulfchen Vcs- Leib ist auf »ein Nachsuchen durch daSMinisterium terlcntere erkämpfen muffen, zu zeigen, wie; der Justiz ton seinem Am.e entbunden worden, lebhaft die An.teilnahme der übrigen Volks- . Zu feinem 9i<trffolger nmrte b:r unfci'ottac Bei- genossen im Reiche an diesem Kampfe ist. Es i ccortnietc .Kvmme^zieina Adolf Kling^por er- gilt weiter, den Oberschlesiern im Reiche ' Herr Leib t>;t früher tawe Jahre ber

" Stttefaew>.dnctcnversiTMMlupg ang^tzörte, lünr ,ett

dem J<rhrc 1905 Stellvertreter be5 bimstn Stan­des beamte«. Er I>at sein Amt, be-5 er mu grosser Treue versehen, ha,-, weyn seiner geschlväckKen Gesundheit und seines hvh?n Al>erS nicher«teletzt.

** Straßenbenennung. Die Straßen in der Siedelung der Baugenossenschaft 1894 an der Licher Straße sind durch BesMuß der Stadt-

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