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Die Abstimmung in ÄSrnten.

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reich. In den Spatzen der Stadt außerMwöhitlrch reges Leben. Alle

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bedeutender BalRtz»tzrtr»inne wie die Geiahr b?6 Äusverklufes der tx*irfd<nibcnnig oor Äugen geführt und die Berechtigung einer zweckmätzrg tnigntTCTtbtücn AvAsith.abgabe txugelegt

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c Entscheidung:

Die tage im Osten.

Der Vsrfriede vsn Riga.

«uZg^arbeiteie Abgabmtcrrif verlangte weniger «r feciale Zwecke ein gezogen werden sollten. Dieier ^as erwies sich jedoch nach der Besserung der teckschen Valuta als unHveckmäßis. de er ein- tine Jndu striez >veig c, die besonders von der Ab-

'tafir. htbas

beflaggt. Wes frrdmt MimNeuen Platz", der von enter viellarrsendckömigen Menschenmenge be­setzt ist. Bon den umliegenden Höhen dröhnen Böllerschüsse: alle Gtockien läuten.

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gemeinsam mit den Mitgliedern der Regierung zunächst eine Besichtigung der z Zt vrn der Re­gierung benützten Gtebiube v,rzu nehmen, wobei feftgefbrilt werden soll, ob nicht noch andere zu Bnv.au zwecken verwendbare Räume oorharrdei' sind.

thif den Antrag Hofsmann bett. bte Ent­schädigung füranMaul-undZtlauenfeuchc gefallenen Tiere Hot die Reg erung mitgeteilt, MS das Iteich einem ab elmenven Standpuufl entnimmt. Ein Regierungsvertreter erstattet Bericht über den Sack'staich der i&itftbäfcig ungen und die Zahl der der Seuche zum Oper gefallenen Tiere, wonach 2 Pv.>z des Rindviehs unb 10 Proz. der Ziegen eingegangen sind. Ter Ausschuß ist mit der Re­gierung der Meinung, daß die Entschädigungen nur in Form eines UmlageversahrenS ern- ftvten können, besonders mit Rücksicht aus die all<pmcine günstig? wirtschaftliche Lage der Lanr- wirtschaft. In wirklichen Fällen der Not müise allerdings die Regierung eotl. durch Avrschüsie eui- greisen. Bon m «derer Seide wird wich bte Zwang > Versicherung »'.geregt und empfohlen, daß die Landwittfckraftstommer sich mit der Frage be­schäftigt und geeignete Vorschläge über eine Vieh- versicherung machen möchte. Der Antrag wird für erledigt ernärt.

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Riga, 13. Oft. rfSalff.) Nach dem friedens- und Waffen st illstandSver

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vrternationale Erscheinung und drückt nicht nur auf die Produktion unseres Landes, sondern auch auf b^i Deltindustrie Amerikas und Englands, die !»tz den weiten räumlichen Ausmatzen eigener ge» schlossener Absatzgebiete schwer unter ihr leiden.

Tic im Frühjahr einsetzende Markbessernng lefi die inzwtsc1>en dem Weltmarkt angepaßten e deutscher Erzugnisse im Moment kurvenzfähig im internatvmalen Wettbewerb Kn. Mit dem Hinweis daraus wurde vielfach Meinung verknüpft, dass die Außenhandels- tatrttte dadurch überflüssig gewcncken sei. Stellt men nun aber heute, nachdem die Markbesserung inm grötztrn Teil illusorisch geworchni ist, di« hege, ob die Außenh^mdelsto', rtrolc ohne Sclra- hen für die Mgernernhrit beseitigt werden tonn, i> ist sie mit einem glatten Nein zu beant­worten. Tic Gefahr der Verschleuderung deutscher AqeuMrsse, wie sie vor einem Jahr be- Imd, ist wieder in greifbare Nahe gerückt. Im löchsten Grade int Flug und schädlich müßte es sein, tte unsichere Weltgeltung unseres Papiergeste? zur cDrmigen Grundlage des Warenaustausches mit teu Auslande ju machen. Tie Schäden toürfrm «'initteslar auf dem Fuße f.stg-en, und die Ver- gangmlfcil hat bereits gelehrt, wie sehr wir d.i- 'utd) in die Schuldabhängigkeit deS Auslandes gi­nnen, ohne salbst einen nennenswerten Vorteil «bei Pi haben Für die Beibehaltung der Außen- !rvidcksft>ntrolle haben sich deshalb mich aus den engebeuLeien Gründen noch letzter Zeit der Reichs- riftfLastsnat und der Bolkswirttchaftsiche AuS- Ültz des Reichstages, die sich ans Männern der hayte zusammen setzen, tote die meisten most- rienben industriellen Verbände rückhaltl^os aus- ehnxben

Das nun die soziale Abgabe angeht, so tfte getrennt van der Außenh-rndriskon trolle zu bsrteilen. Ihr lag die Absicht zu Grunde, erten ydl der ungeheuren Gewinne, die int verginge.uAn Sinter beim Erp.'rt erzielt wardst, zum Nutzen sv Gesamtheit ;u verwenden. Ihre Entstehung >cht am Veraltedungen zurück, bte innerlfalb der iaüral-Arbeirsgemeinscl a't deutscher Arbeitgeber- Tti Arbeitnchmerverbände getrasfen wurden, Ixe dchin gingen, daß etwa 10 Prozent des Aus- '»rverbtts der Waren der von den Behörden

Ätagenfnrt, 13. Oft. (Dolfs.) Heute mittag . bte Lage unverändert günstig und die Spannung der BevSlörrung sehr groß. Abgesel-en von flehten, ganz unwesentlichen Zusammenstößen ist die Lage vollkommen ruhig. Vorläufig dürsten insgesamt 57,2 Prozent Stimmen für Oester-

Außenhandelskontrolle und Aussuhrabgaben.

Halbamtlich wird uns geschrieben:

Die Autzenhandelskantrolle wurde als Abwehr- aütel gegen den Ausoer kauf Deutschlands ins Le­rn gerufen. In ihrer gegenwärtigen Form ist sie msOebaiit auf dem thrmtdsatz der Selbstverwaltung zr Industrien In den Autzenhandelsstellen, die fit Ein - und Ausfuhr mefogi benb regeln, sitzen der Vertreter der Produktion, des Handels und des Konsums der in Frage kommenden Gewerbezweige, farie Regiciurigstt-vollmächtigte. Es ist also der Dille, der sich selbst verwaltenden Gewerbtzweige, der in den wichtigen Fr^cn der Ein- und Aus- fufer entscheidet. Der Aufbau der sogenannten Selbstverwalinngskörper nahm lange Monate in Anspruch, erst in der letzten Zeit dürste er bei dem weitaus grötzten Teile aller deutschen Gcwerbe- Vtoeige vollzogen sein. Ihrer Aufgabe, Hüter der Uhrntten Arbeit und Kaufkraft zu sein, kommen W Selbstverwaliungskörper in der Weise nach, daß « die Ausfuhrpreise unter Berücksichtigung der je­weils gellenden Weltmarktpreise ftstsetzen, um ein verschleudern deutscher Waren zu verhindern, ftt- trr die Aussichr der für den Jnland-markt notwen- rigen Rohstoffe und Bedarfsartikel beschränken bzw. unterbinden und drittens die Einfuhr ans dem Aus- ande nach WirtsckfaftS- und finanzpolitischen Ge- 'ichtSpunften, wie sie sich tmä unserer anormalen Ä» ben, regeln. Daß natürlich durch diese ,'öoüttolle dem Außenhandel, der in der Vorkriegs­zeit leine Schranken kannte, Beschremisse und Be- lÄränbmgen auferlegt werden, ist unbestreitbar, aber es geht dock zn weit, wenn die Anhänger des ungHundenen Außenhandels die Absatzkrise auf dem Weltmarkt und den Rückgang der deutschen Aus­fuhr seit dem Frühjahre dieses Jahres der oben

n^ct- stirtcizl^ t.

Wd? ittwoch mzcheu tm H. llk

reich sein.

Klagenfurt, 13. Oft. (WTD.) 6^0 Uhr nachmittags ertönen vom Stadthausturm 16 Böl­lerschüsse, welche der in der größten Erwartung befindlichen Bevölkerung Detftrnben, daß in einer Stunde das Ergebnis der Volksabstimmung vorn Rathaus bekanntgeg-ben wird. Das Ergebnis ist folgendes: Rosegg für Deutsch-Oesterreich 1980, für Ing>-Slawien 2331, Distrikt Fortach für Oesterreich 64W, für Iuqo-Slatvien 4984, Distrikt Bleivurg für Oesterreich 5140, für Iugv- Slawien 2442, wfommen für Oesterreich 21352, für Ingo-Slawien 15 096 Stimmen, 59,14 Pro^. der Stimmberechtigten stimmten alw für Oester

^bn des?tzirrs<lasts?ateS brtm Reich-wirtschast-'- eifteriun!, später eine Kommission des vorläu-- yn ReichSwirrseaftsrates zusammen mit dem föjmnten Mrristerium unterjog Erne große An- M von Abgalvsatzen wurde hierbei schon ermäßigt, -«rerbings hat der Volkswirtsckaftsicku AuÄchutz Reicks?>»ges eine Entschließung gefaßt, die irr-- jy» für die am schwersien betroffenen 3nbuhrien ülüuw min1 ,iv ^Dgabc vorläufig nicht iu erheben und im

üir ben Ausfuhrtarif «ur eine glettende Skala

(i<.bct ||1,rflo(ini>(ril ^ufhmmcn. Das besagt, daß von dem lewnligm 11 6ber beutidien Währung im Ausland: ab»

fn0ly\llfj:A.|Ö JJöj« gamdtt «mrd, nm? hock- der Ab^abesatz n vcr tzl «t foll. Die Beratung dieses Gleitärrifes ist zur rn^h.-iibfl1 * v U1^er Mitwiriung der zuständigen, stlommn- n Ml.!' iS $'2^ ^_.Neiä>srates unö des Reichstages im . -I inzwischen cingetretaTe Berschte.. -

fifflliF ^aois 00 Mar Kurses hat erneut die Siögiichkeir

trag, der gestern abeno um 7 Uhr unterzeichnet worde-n ist, anerRmnex Polen und Sowjetrußland bte Unabhängigkeit der Ukraine und Weitzrutzlands und verzichten auf gegen­seitige fontrikrtionm. Tie Kommissionsberatun­gen werden fortgesetzt.

Chu Aufstand in Emolentzk.

Paris, 14. Oft. (WTB.> Aus Helsmgfods meldet man, daß aus gut informierter Quelle versichert wird, daß ein neuer Aufstand in Smolensk «ungebrochen ist. Die Roten Trup­pen der QMrrnion, eihxt 8OJ0 Mann, haben ge­meutert. Die Äwogrmg habe auf die Bevölkerung übergegriffen. Tie %iMnbtfd>en hätten sich der Regierungsgebaude bemchchigt und Emmi^sionäre entienbt, um tzie benachbarten äkimiionm eben* falls aufzuwiegeln. Am 2. Ok^ber hätten sich Gonriettruwn der <Äadt genähert, teorauf ein blutiger Kampf fadtgcfimben haben soll Die 69. Schützenbrigade soll über 1200 auf st än- dische rote So ldaten und Tausende von Zivilisten erschossen haben. Wäh­rend 24 Stnnden sei Smolensk von fdjtocrer Ar­tillerie beschossen Worten.

Der D'Annunzio von Wilna.

Königsberg, 13. Oft. (ATB.) yn Wilna wurde von General Z e l i g o w s k i eine neue, aus je zwei Polen, Litauern und Weißrussen be­stehende Regierung gebildet.

Im Abschnitte Minsk nahmen die Polen nach wechselnden Kämpfen Kojdanowo und nähern sich weiter südlich dem Sluzk. Im Abschnitt der ukrainischen Armee PetljuraS scheinen sich größere Kampshandlung« in der Gegend von Schmarinka

Die Genfer Konferenz wirklich in Frage geftelt?

Brüssel, 13. Okt. (Wolff.) Nach einer Meldung derLibre Belge" aus London hat Delacroix gestern nachmittag erklärt, er glaube bei der englischen Regierung in der Frage der Wiedergutmachung der Kriegsschä­den seinen Zweck erreicht zu haben. T i e G e w- fer Konferenz werde nicht,statt­find en. Eine interalliierte Kriegsschäden- kommission werde Deutschlands Erklärungen und Vorschläge anhören und, ohne selbst end­gültig zu entscheiden, diese den verschiedenen interessierten Mächten unterbreiten, die dann in einer gemeinschaftlichen Konferenz ihre endgültigen Entschlüsse fassen werden.

Wie derTemps ' aus London meldet, sagte Llovd George bei dem pi Ebren des anwesen­den belgischen Ministerpräsidenien Delacroix ge- gebenrn Bankett, Spaa sei die erste der wirkltäien Bfouferxmieii zwischen den Na wnen, die den schreck­lichsten .Krieg, den die Deltges«hi-hte kenne, gefuhtt hatten. Wenn die Spaakonfere'.lz gescheitert wäre, so wäre das ein völliger Bankrott gerne en. Man hätte sich nachher wieder in einem Zuitand gegen» Intiger Feindseligkeit befunden, anstatt den Ver­such zu machen, tat Weg der Konzessionen zu be- schreitcn. Der belgische Ministerpräsident Delacroix und Llovd George fvünschren den wirtschaftlichen und momlischcn Frieden in g«tz (Sui»5a. W sei

©Ktrabtoutin' in * erläuterten Regelmrg in die Schuhe schieben wol- icrloie 9rnrt)batih,ii. lat. Die Absatzstock'.mg ist, wie angebrutet, eine

. fiditr, klbii in idjite mttkk Itastnlflei g bei der Arbeit, b siteib-, flabkl- nndki wieder mit üiuftm rStag ben 14. Cf

rfllfitff feberloltr labftr. Äa, Televh

Wer flbtrnimmt

Flickarbcil (ÄeuRlcibeno fluiier dem Snuie?

Fron IIum gievbnnlirn!»l!

Ansertigli deponier unb ein füllt- m 1

OV'ß OlTOWlJloon j-csj. Arö'jL übern- iti.&uderiy« dem Hause. W

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Die internationale Konferenz der Liga für den öeltertonb.

Mahnungen itBlienischer Staatsmänner.

Mailand, 13. Oft. (Wolff.) Bei der be- veits gemeldeten ErSssnuno der internatio­nalen Konferenz der Liga färben Völ­kerbund verlas Tittoni eine Botschaft des BölkerbundSrades warm dieser der Kvnferenz seine Symtzatbie unb Ermunterung ausdrückt und be­tont, daß der Bölferbund nicht beabsichtiqe, die ge­setzmäßigen Rechte der Völker zu schmälern, son­dern diese Rechte zu schützen unb ein freundschaft­liches Zusammenwirken aller Völker im Kampfe gegen die gemeinsamen Leiden zu ermöglichen wünsche.

Tovauf hielt Tittoni eine Ansprache, in der er aussührte: Ter Völkerbund will eine hohe unabhängige und unparteiische Behörde fein. Er würde fernen Zweck verfehlen und der allge­meinen Mißachtung anheim sollen, wenn er die (Sortberintereffen einiger Regierungen statt der­jenigen der Menschhert wahrnehmen sollte. Tie migenblickliche Lage Europas ist nicht weniger verhängnisvoll als cs die Lage der Bölftr nach anderen großen Kriegen war, denn sie birgt in den Friedens verträten die Keime zukünftiger Kriege in sich. Ein neues Phänomen taucht am Horizonte auf, das Ettvachen von Unab- hängigk?itsbestvebungen von Völkern, die kolonialer .Herrscsaft unterworfen sind. Die Aufgabe VölkerbmldeS wird hart fein, indessen machen sich schon seine Wohltaten fühlbar! Tittoni zählte dann einige wohltätige Maßnahmen deS Völkerbundes auf und sprach den Wunsch aus, daß die Rcgierun- S' ie Entschließungen der letzten Brüsseler Kon- ausfübren möchten, denn sonst mfl v)cn sie chwere Verantwortung aus sich nehmen. Aber man dürfe nicht bei dem ersten Schritte stehen bleiben. Tittoni erinnerte an fernen Vorschlag auf der Konferenz von San Sebastian, auf die Tagesordnung der Völkerbvndversammlung die Frage der Anwendung des Artikels 23 deS Ver- trapetz zu setzen, der allen dem Bunde angehövenden Staaten emc gerechte wirtschaftliche Be­handlung zu sichert, die unvereinbar sei mit dem Monopol über die Rohsvoffe und mit brr Aus­beutung der Böller durch die großen Trusts. Tittoni schloß mit dem Wunsche, daß dem Völkerbünde Zwangsmittel gegeben würden, um fernen Ent­scheidungen Achtung -u verschaffen.

Der Msiüster des Aeutzeren. Graf Sforza, erklärte, die Form des Völkerbundes würde Gefahr laufen, etwas schlimmenes als eine Utopie zu wer­den, nämlirf) eine Lüge oder höchstens eine 8er- sickerungsgcfettschaft auf G'gew^eitigkeit, wenn der Völkerbund keine andere Mach hätte, als die Pro­tokolle aufzusitzttr.Bor hundert Jahren", so führ der Minister fort, schufen andere Protokolle mit der Heiligen Allianz so etwas wie einen Versuch zu einem Völkerbunde, aber die Bewegung der Na- tim:alisten brachte den Versuch zum Einsturz wie ein Kartenhaus. Ebenso würde auch ^er Völker­bund nicht sicher sein, wenn in der Wett von mor- ern eine Klasse rei*er, blühender Staaten, die alles zum Leben Notwendige besitzen, nicht begriffe, daß ihr Wohlergehen mit dem Do hl ergehen aller ver­knüpft ist, und wenn sie, fei es auch *rnbetonet, schließlich eine Kaste gegenüber den Staaten schaf­fen würden, welche für Proletarier gelten müßten. Zum Völkerbünde brauche der Völkerbund eine andere moralif ebe Atmosphäre. Der Redner betonte die Nützlichkeit der Propaganda, da­mit der Völkerbund sich auf der Gririrdlage er­hebe, bte weit fester fei, als die Blätter des Ver­trages, nämlich auf a-wisie Völker, die nicht mehr wünschen bthlten, bau eine Generation arbeite unb schaffe, damit die andere getötet werde

Ter Redner schloß mit dem Wunsch?, daß die Arbeiten der Konferenz zum V^hle der Menschheit

der Wunsch Belgiens, mitzuhelfen, um die Hin­dernisse zu bcfettigen, die sich der Erfüllung deS Programms noch cntgcgcnfteJen.

Line finigunq int Berliner Zeitttngrzewerbe.

Berlin, 13. Okt. Vom Reichs-Ar­beit s m i n i st e r i u m wird mitgeteilt: Im Reichs-Arbeitsminifterium fanben heute un­ter der Leitung des Ministerialrats Dr. Sitz- ler und in Anwesenheit des Staatssekretärsi Tr. Hirsch vom Reichswirffchaslsmini- sderium zwischen den Vertretern der Arbeits­geber und Arbeitnehmer des Groß-Ber­liner Zeitungsgewerbes Ver­bandlungen statt. Die Verhandlungen führten nach langem, außerordentlich schwie­rigem Verlauf unb durch weitgehendstes bei? berseitiges Entgegenkommen zu einer völligen Einigung. Die getroffe­nen Vereinbarungen unterliegen noch der Zu­stimmung der beteiligten Verbände und Ge­werkschaften, die am Donnerstag vormittag erfolgen dürfte. Es ist zu erwarten, daß in den vom Streik betroffenen Betrieben die Ar­beit noch am Donnerstag ausgenommen wer­den wird.--

Au» Liessen.

Die BeraMngen des Finanzausschusses.

rm. Darmstadt, 13. Olt. Zn dm heute fortgesetzten Berarw'gen des FinanzauS- s ch u s i e s der Vvlksuammer wutt« über die Re- yterungsvorlage bett, ten Ankauf des Hauses BiSmarck st raße 58 hier für Burcauzw.cke durch bte Regierung um ben Preis von 110 000 Mark, w?zu weitere 30 000 sJJäar! für ten not­wendigen Umbau kommen, vertändelt. Aus die von verschiedenen Seiten erfolgte Bovnstonduvg über bte dauernde Vermehrung der durch die Re­gierung in Anspruch genommenen Räume teilt bte Regierung mit, daß für das feier zu emd*aibe LandeSftvanMmt allein siebzig Räume not- roenbig sind, bte der hessische Staat zu beschaffen hat, für bte allerdings durch daS Reich eine ent* sprechende Miete zu entrichten ist. Ter Ausschuß kam $u feinem Ergebnis und es wurde bcschiosjen.

1 jMflixhrna (rtroffen waren, zu fdauer belastete. Borwurf, daß die Abgabe, zwar im De- 5.6cr vorigen Zuhces beschlossen, aber erst nach Hf»bnateu, als bte Hachborn unktur bereits stark ab- rl, m «Ebt war, zur Ausführung gebangte, ist nicht ganz vroerechtigr: immerhin, ist baber zu beben Fen, bar, lfleklsi^niska^,, M Organe, bit bte Ansfuhrabgabi- festzusetzen btt- bnlf drr, erst in den S^kbstver.valmngÄLrpcr geschai-

? hxrrbcn mußten. Sa tont c5, daß kaum nid? - Ddsafttteten des Abgabentarifs seine Uebenarbct^ n"( SB nutnmbig luar, ber sich zunäckrst eine Marn- .......

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vom Parteitag der Unabhängigen.

Dalle, 13. Oft. (WTB.) Ter Partei­tag der unabhängigen Sozialdemo­kraten beschoß Hute, ein Protesttelegramm an das AuSwättige Amt Ku richten, da dieses stch noch nicht habe bereitfinben lassen, bte Aufent- halrserlaubnts für bte russische Delegation bi» Montag zu he rt an gern.

Dalle, 13. Ott Nach dem Vorttag bes Ge­schäftsberichts trat bet Patteitag in bie Besprech­ung bet Frage des Anschlusses an bie tont» m u n i ft t f (6 e Intern ationale unb ber Aufnahmebedingungen ein. Zuerst nahm Cri- spien bas Mott: An Stelle einer offenen ehr­lichen Scheidung, so fühtte et au5, erleben wir auf dem linken Flügel unserer Pattei rin Kessel­treiben gegen bie eigenen Parteiführer, zu bem es nicht hätte zu kommen brauchen. Mit aller Schärfe und RüäsichtSlofigkeit ziehen wir den TceTmurlgS- ftnch nach rechts. Die öd« Letze gegen ben Bot» stund mutz zur geistigen Demoralisierung unb nir Zerrüttung des Prolttattats führen. (Lebhafte Zu­stimmung rechts.) Deute benutzen bie Kommunisten schon als Votttupp gegen uns die Arbeitslosen. In der Frage bes Terrors und bet Gewalt find unsere Ansichten nicht »u vereinen. Unser End- kamps wird ohne Gewaltmittel nicht dutchgefühtt werden können, wohl aber ohne Terror. Terror ist bas vetwetstichste Mittel von Despoten, bte nicht befreien, sondern knechten wollen, unb nicht nur bie Bürget, nicht nur bte Bauern, selbst bie eigenen Patteigenosten. Wir wollen bie Diktatur des Proleta­riats als vorübergehenden Zustanb, alS Aus­druck dafür, baß es die polittsche Macht erhalten hat, als Pwvisorium, das vom KapitallSmus zum Sozialismus fühtt. Und nun bte Taktik! Die Kriegspolitik bet deutschen Kommunisten hat verdammte 2lehnlichkeit mit den Bestrebungen un­terer Alldeutschen, die, wie ich mitteilen kann, verschtebenfach an uns feerangetreten sind, gemein­sam mit uns ben imperialistische Kapitalismus der Entente zu bekämpfen. In einer International« muß Gleichberechtigung für jedes Land herrscheu. Für bte deutsche Partei wird der Anschluß an Moskau bie Todesstunde.

In ber NachmitdagSfitzung kam nur noch Daumig mit dem Gegentefer at betOp- position zum Wort. Er führte aus: Wir sind bet Auffassung, daß Rußlands Kommunismus und bie unabhängige Partei nicht vereinbar sind. Eine Partei, bte für bte Diktatur des Prolttattats Eintritt, hat mit reformistischem Sozialismus nichts mehr zu tun. Auch wir berufen uns auf ben wissenschaftlichen Marxismus unb kommen gerade in feiner Konseauenz gu unserm Antrag, uns an die kommunist. Internationale anzufchlteßen. Die Kampfmittel und Methoden, bte Erfolg versprechen, haben sich mit der Zttt geändert. Für das Prolc- tattat ist heute das Parlament in ben Hintergrund getreten. Dir in Deutsch and fragen: Wie erkämpfen wir so schnell tote möglich bte Diktatur deS Pro- letattats ? (Lebhafte Atstimmung bei ber Oppo- filüm.) Für Rußland lautet die Frage: Wie et» Hilten wir bte Macht des Proletariats? unb für Westeuropa: Wte schaffest wir die Voraussetzungen zum Kampf um bte Umgestaltung der Macht? Auf alle bcei Fragen gibt es nteeber nur bte Antwort: Anschluß an Moskau! (Lebh. Sehr richtig! links.) Tte f)-ialvazifistische Richtung in unserer Part« erklärt:Wir wollen ben Bürgerkrieg nichtt' als wenn es auf das Dollen ankäme! (Stürmische Zustimmung lmv, hört! hört! rechts.) Wir wissen es besser, wir haben uns ein zu stellen auf den Bürgerkrieg! (Erneuter lebhafter Briwll linkS.) ES darf uns nicht wieder gehen wre in ben Tagen des Kapp-^LuHches, nx> uns bte KSrnpfe unvorbere.^t trafen unb wir bet GO 000 Gegen red. l uimrären ixm Berlin nur eine lächerlich geringe Zahl van Genossen hätten gegen» überstellen können, len Russen tnacht man den Bttwurf, unseren deutsckxn Berhälmsiten nicht Rechnung zu tragen. Aber Bennen wir berat bte russischen Zustände fo genau? (Sehr richtig! links.) Wir wissen, daß bie 21 Btzdingungen zur Schaffung esi^r großen grmentfamen revolutionären Patt« des gesamten WeltprttttariatS nötig und unent­behrlich find. Wir wisten el«rio, daß nur ernt Zusammentesiung aller marristifchen Elemente m der ganzen W:lt zur Herrschaft des Proletariats führen kann, unb darum treten wir für den An- schtutz an bte Tritte Internationale ein. Stür­mischer, minutenlanger Beifall bet der Opposition unb auf ber Tribüne folgte der Stäbe Tchuni-S»

«s«b nT> ' ' ^rio* °rbehelltel.

Erstes Blatt 170. Zahrgang Donnerstag, U. Dttoder 1920

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GietzenerAnzeiger

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General-Anzeiger für Gberhessen WW

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Der ♦teßtH« myriea fftArint täglich, autz« Sonn, urb Fcertags. v«r"g»p"'|e.

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