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roechlhmg warBismarcks F _ I Vcriins-Damen-Topt-elguartess

fd. Frankfurt a. M., 13. Sept. Der ftstrat hat die Arntsftellen ermächtigt.

er durch Verhandssm <vi mii miit>V'bH2x

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Tafeläp^el 2. Sorte Kelterapsel Tafelbirnen 1. Sorte Taselbirnen 2. (Sorte Kochbirnen Zwetschen

wenn der Antragsteller die beiden erforder­lichen Unterlagen mitbringt. Soweit die An­träge vor 10 Uhr vormittags vorgelegt sind, famt die Abholung am gleichen Tage um 12 Uhr erfolgen, andernfalls erst am Vor mittag des folgenden Tages. Der Bevölke rung wird die Einhaltung der bestehenden Vorschriften empfohlen, damit bei den hohen

Die Jiadfahrerkompagme wird am Freitag den 17. d. M. nach Sondershausen in Thüringen ver­legt, so daß nur die 3. Kompagnie hier verreibt.

.Bismarcks Flammenlied", vvm ....... _ __________i stimmungsvoll vorgel rag en. Wer von dm erwachsenen Fesckeil- nehmern noch ein w.'üeres wollte, vergnügte sich beim Preisschietzen, Die Kapelle trug schöne^Wepen vor und |vieLe fleißig zum Tanz auf. Alte Be­kannte saßen in angevegter Plauderei zuiamnien. Erst um 10 Uhr brach man auf, um beim Lampion- chein den Heimweg anzutreten.

Die Preisgestaltung.

Die Kartoffelfrage.

Frie dbe r g , 11. Sept. In der Bertvauens- mrinrrerVersammlung am 10. d. Mts. wurde nach eingehender Verhandlung folgender Beschluß ge­faßt:

Tie Bertvaucnsmännerversammümg des Hes- fischen Bauernbundes für den. Kreis Friedberg steht auf dem Standpunkt, daß die Festsetzung eines Kartoffelp^eches durch die Pveispiüftmgs- stellen zu entern L-atz unter 25 Mk. nach den Verfügungen der Reick^behörden unzulässig und unbeackstlich.

Tie Versammlung beschließt, daß für die mindcrbemittel en Verbraucher in den einzelnen Gemeinden auf 'den Kopf der Familie 5 Zentner Kartoffeln zum Preise von 20 Mk. abgegeben werden. Tie Entscheidung, wer als mindec- bemittelt anzusehen ist, erfolgt durch Vertreter der Ortsgruppen des Hessischen Bauernbundes m Gemeinschaft mit Verbrauch'ern. Im Zweifels­fall gibt der Vertrauensmann des .hessischen Bauernbundes den Ausschlag. Es soll außerdem eine Umlage von 4 Zentnern je Morgen der An­baufläche der Mitglieder erhoben werden. Tie Gesamtmenge der Umlage der einzelnen Gemem- den ist der Geschäftsstelle des Hessischen Bauern­bundes alsbald zu meflben, damit die Kartoffeln in Bedarfsgemeinden und zwar in erster Ihme in solche des Kreises vermittelt werden. Auch

2 Mk. für die der Ortsgruppe und der Geschäfts- stelle entstehenden Auslagen.

In den Vertrauensmäune.-Versammlungen des Kreises Tübingen u n d Gießen w u- den ähnliche Beschlüsse gefaßt, um der ininbcr» bemittelten Bevölkerung Kärtofscln zum Preise von 20 Mk. per Zentner zur Verfügung zu stellen.

TieNeue Friedb. Tagrs tg." schreibt. dazu.'

Zu dem Preise für die Vertvagstürtoiseln, di.' in erster Linie die Aufregung verursacht h.rben, sei noch bemerkt, daß die Landivirtschaft, sowenig in. an dem' festgesetzten und von der Regierung be­stätigten Preise schuld ist, es auch nichl in ihrer Macht liegt, darin nur irgend etwas zu unter­nehmen. Tenn diese Verträge sind aus Anregung der Reichsregierung getätigt und Regierung so­wohl toi? die Genossenschaften, als ausfühvmdeS Organ, sind daran gebunden, vor allem den Städten gegenüber, die schon vor Wochen zur sicheren Deckung ihres Bedarfes Abschüsse ein­gegangen sind und heute mit vollem Rechte den abgeschlossenen Vertrag als bindende, rechtskräftig« Verpflichtung betrachten. Zudem sind die Ber- tvagsüartosfeln als Notreserve gedacht und wer­den als solche noch sehr segensreich empfunden werden, rvenn wir erst einmal Frühjahr 1921 haben und durch wieder eingetretenen Diangel die Preise naturnotwendig stark an ziehen werden. Weim man aber sdZcm gegen diesen Preis Front macken wollte, so hätte dos vor den definitiven Mschlüs- sen des Vertrages geschehen müssen, also im Mcn L Js. Auch damals wußte die Oeffeittlichkeit gan- genau, was vorging, und hatte noch zur rechten Zeit die Möglichkeit gehabt, ihre Wünsche und Em- wände geltend zu madjen. Heute kann bte Rv- gierung schon deshalb nicht mehr zurück, well sre nicht vertragsbrüchig werden kann. Ihre Autorität würde dadurch einen weiteren schweren Stoß er­leiden, da selbst das Vertrauen auf&tnbenbe R«hts- grundlagm erschüttert würde. Und die kann wayr- hastig nicht mehr viel vertragen.

Die nicht vertragsmäßig festgelegtrn Kartoffel» werden am 15. September frei. Ihren Preis wie­der Markt regeln. Die gute Mittelernte des Jahres bietet eine gewisse Gewähr dafür, daß'bei verstäm digem Verljaltm der Verbraucher der Preis sich in mäßigen Grenzen halten wird. Natürlich dars sich nicht alles, aus Angst, zu kurz zu komme», wie wild aus'die Ware stürzen. Ruhe und Beson­nenheit im Einkauf werden Preistreibereien untre» binden. Tabei sollte den einzelnen Händlern am die Finger gesehen toerben, damit die Spekula­tionsgeschäfte mit diesem wichtigen Nahrungsmittel aufhöven. Tarin könnten die Berufsorganisationen sehr segensreich wirken und sie würden auch dazu die Unterstützung jebeS ehrtid^n Landwirts fin­den. An den Grundsätzen des freien Marktes, wonach Angebot uni> Nachfrage den Preis bestim­men und regulieren, darf im Prinzip aber nicht gerüttelt Werben. Sind die Kartoffeln frei, so wird die Preisbildung durch den Verkehr regu­liert. Das allein bringt uns aus der wirtschaft­lichen Kalamität heraus.

Die Verpflichtung allerdings, den wirtschaftlich Schwachen über die 9ix>t der Gegenwart hinweg zu helfen, bleibt bestehen und ist auch von den Landwirten voll anerkannt und gewürdigt worden. Sie haben aus freien Stücken die Hand dazu ge­reicht und unter scharfer Ablehnung jeglichen Wuchers auch innerhalb fljrer Kreise, den sie mtt bekämpfen zu helfen jederzeit bereit srnd, eine ahnsehnliche Menge Kartoffeln zu 20 Mk. zur Verfügung gestellt. Hoffentlich leben sich die leidenschaftlich hochgegangenen Wogen setzt und machen einer ruhigeren und gerechteren Würdigim- der Mage Platz.

Feuer sprangen die Funken schon mit dem ersten hell in den Saal geworfenen'n Tag?" auf die Zuhörer über, die nun all die märchenhaften Aben­teuer desSeeadler"--Kommandcvnten und seiner verwegenen Jungs in kurzen Stunden miterlebten, so frisch und plastisch, als ständen sie mitten drin. Wie glänzte es besonders in den Äugen der zahl­reichen jugendlichen Hörer, als Graf Suchtet von den schier unglaublichen Fahrten der z,<5eeci/jerv,= Leute berichtete. Wie herzhaft wurde mttgelacht, als Graf Luckner lachenden Mundes all die Listen und Schliche und Lügen und Frechheiten wiedergab, mit denen die Engländer genasführt wurden Wie griff es eisig ans Herz, als der Vortragende von den Zuckithausgucllen ersäht he, die seine Jungs erdulden mußten, um sie Mm Aussagen M zwingen, die sie aber nicht machten. Wie füfflte man sich ergriffen, als Graf Luckner innige Töne fand, um seine Hei- maffehnfucht in der engen Zuchthauszelle auf ein­samer Südseeinfiel zu schlldmn. too ihm die Heimat nie so nah gewesen sei, da er doch so sehr und in allem von den Gütern und Annehmlichkeiten Menschlicher Kultur ausgeschlossen war. Und wie jubelte man ihm zu, als er am Schlüsse mit hoff- nungssvohen Worten sftn-m Glau len A^s.-ruck' ver­lieh, daß das Vaterland aus der schwarzen Gegen­wart den Weg in eine hellere Zukunft finden müsse und werde. Von einer mich noch so kurzen Skiz- Merung des Vortrages sei abgesehen, denn Wort und Mann gehören zusammen wie die Fiedel zur Geige.

K. Kriegerverein. Das am Sonntag vmf Texlvrs Terrasse veranstaltete Sommer» r e st wird allen Teilnehmern noch lange in bester Erinnerung bleiben. Der erste Vorsitzende Land- gerichtsrat Trümpert hielt eine markige An- l'vradie, dann folgten die sehr schönen .Stinberreigen und Kinder'änze, durch deren Einübung Fräulein

gemeinden des Kreises wohnen, im Regie­rungsgebäude zu Gießen (Erdgeschoß, Zim­mer Nr.9) Werktags vormittags in der Zeit zwischen 9 und 12 Uhr er­folgt. Wegen der unter dem Paß erforder­lichen Unterschriften müssen die Antragsteller persönlich erscheinen. Mitzubringen ist ein von der Bürgermeisterei des Wohnorts auf vorgeschriebenem Formular ausgesertig- ter Paßbericht und ein nichtaufge­zogenes Lichtbild (Brustbild in Vrsit- format. Aufnahme ohne Hut). Aus Ausstel­lung des Passes kann nur gerechnet werden,

- . . , . 3 1 Emma Müller sich allgemeinen Dank ernmrb: die

Reisekosten unnötige Reisen an das Krersamt' t icerpalonaifc und odonn bv Io>:n nnnrfc.e vermieden werden | Krügervereffisssretzel. Eine reck, txtrmonifdx Ad-

Alsfeld, 13. Sept. Das Kreisamt veröffenb licht einen Aufruf an die Landwirte des Kreises, in dem es u. a. hnßt:Durch Verordnung, der Reichsregierung sind die mit der Landwirtschaft abgeschlossenen Lieferungsverträge über Kartoffeln mit einem Zentnerpreis von 30 Mk. aufrechterhal­ten worden. Wie sich herausgestellt hat, ist im Kreise Alsfeld offenbar der größte Teil "bet Kar­toffelernte durch die Lieferungsverträge gebunden, so daß die ernjk Gefahr besteht, daß der Bedarf der Versorgungsberechtigten des Kreises nicht ge­deckt werden kann. Es kommt außerdem hinzu, da» der der Landwirtschaft zur freien Verfügung stehende geringere Teil der Ernte von der großer Stenge der einheimischen versorgungsberechtigten Bevölkerung wegen der durch die Lieferungsver­träge hervvrgerufenen hohen Preisbildung nicht gekauft werden kann. Nach eingehenden Beratung« und Besprechungen zwischen den beteiligten Stell« ist man zu der Auffassung gekommen, daß bif bestehenden Schwierigkeifrn und drohenden (Ster fahren nur dadurch beseitigt werden können, dah jeder Landwirt, der nicht seine selbstgezogena Kartoffeln für den eigenen Bedarf benötigt, voii jedem Morgen Kartosfelanbaufläche mindestens dm Zentner zum Preise von 20 Mark der Zent­ner frei Lieferung zur Verbrauchsstelle bzw. zu nächsten Bahnstation zur Deckung des Bedarf! der Versorgungsberechtigten des Kreises zur Ver­fügung stellt. Tie Vertreter der landwirtschaft­lichen Verbände haben sich angesichts der fr stellenden Notlage und schweren drohenden we fahren mit dem vorstehenden Vorschlag etw» standen erklärt." Der Vorstand des Hessisch« Bauernbundes fordert gleichzeitig, alle seine M- glieder zur Beteiligung an vorstehendem Huf»' werke auf.

Nidda, 13. Sept. Tie in Betricht kormM' den Niddaer Landwirte haben sich in einer Bv sprechung mit der Bürgermeisterei, dem allgenm' nen Verlangen nach Preisabbau Rechnung trägem bereit erklärt, die S p ät kar toffeIn 15. Sept. Lb für 20 Mk. pro Zentner M vev kaufen.

X Hanau, 13. Sept. In einer Versamim limg des Hanauer Kreisbauern verein» in Windecken wurde gestern beschlossen, den Preis der Herbstkartoffeln auf 25 Mk. für de« Zentner ab Erzeuger festzusetzen. Gleichzeitig wur« eine Entschließung angenommen, in der v« zuständigen Stellen in Kassel ersucht werden, den Preis von 25 Mk. als- Richtpreis für die Pro­vinz Hessen-Nassau festzusetzen. .

Eine Hilfsaktivu für Minderbemittelte in Darmstadt.

In den Räumen des Ständehauses tagten hOM unter dem Vorsitz des Regierungsrates Dr. Bedm Vertreter aller landwirtschaftlichen Organrsatwncai aus ganz Hessen, u. a. waren auch der Landtags abgeordnete Fenchel -Oberhörgern, sowie Du«,' tor Berg von der landwirtschaftlichen Zentral genoffenschaft Vertreter. Es wurde eine EnnrgE dahin erzielt, daß durch Vermittelung der Landv-- kartoffelstelle an Minderbemittelte die Kartoffel» zum Preise von 20 Mk. geliefert werden tollen Der Hessische Beamtenbund gibt bekannt, dm

Buchwald. *

** Errichtung einer Kreispreis- f prüfungsstelle. Wie wir von zuständiger Seite erfahren, wird in Kürze eine Krets- p r e i s p r ü f u n g s st e l l e f ü r d i e L a n d- ( gemeinden des Kreises Gießen ms i Leben gerufen werden. Für den Bezirk der i Stadt Gießen ist, wie bekannt, bereits eine Preisprüfungsstelle vorhanden.

** Gemeindeanschlüsse an die Ueberlandzentrale. In allernächst^ Zeit werden in verschiedenen Orten des Krei­ses Alsfeld, Lauterbach und Schot­ten, die noch nicht mit Elektrizität versorgt - sind, Versammlungen abgehackten werden, um die Gemeindevertretungen und die Inter- , essenten über die Projekte der elektrischen Versorgung und ihre Kosten aufzuklären. Die Versammlungen werden durch die Kreisämter rechtzeitig bekannt gegeben. Die Gemeinden werden dringend aufgefordert, jegliche Son­derprojekte für Einzelversorgung vorläufig zurückzustellen. r

** Erhöhung bet Gaspreise. In­folge der Erhöhung der Vetriebsmateriallenpreise und der Löhne ist eine weitere Erhöhung der Gas­preise nötig geworden. Es tostet .ab 1. Sept. d. I. Gas zu Beleuchtungs-, Koch- und Heizzwecken 100 Mk., Gas für Motvre und Jndustnezwecke 0,96 Mk., Gas gegen Vorausbezahlung (Auto- matengas) 1,00 Mk. Die Miete filr die Gasmesser bleibt unverändert bestehen.

** Ueberf ähren. Ein schwerer Unglücks­fall ereignete sich am Samstag nachmittag im hiesigen Bahnhof. Beim frühzeitigen Verlassen seiner einfahrenden Lokomotive geriet der in mitt­leren Jahren stehende Lokomotivführer Eide­neuer aus Betzdorf unter die Räder, .die ihm beide Beine abfuhven. Nach Anlegung eines Not- verbandes brachte man den Schwerverletzten in die Klinik.

** Der Angestelltentarif verbind­lich erklärt! Der Tarifvertrag zwischen ver- ; chie enen Arve itervereiu' gim gen und der Arbeits- gemeiiisdiaft der Angestellten zu Gießen vom l. 26. April 1920 für die kaufmännischen und tech­nischen Angestellten ist für das Stadtgebiet Gießen vom Reichsarbeitsministerium mit Wirkung vom 15. August 1920 für allgemein verbindlich erklärt worden. Darnach gelten die Vertragsabmachungm auch für diejenigen Arbeitgeber und Angestellten, die keinem der vertragschlleßenden Vereinigungen angehören. Ein Nachtrag, wonach den ver- Ijeirateten Angestellten in der Industrie monatlich 50 Mk. Zulage zu zahlen sind, gilt mir für die Arbeitgeber im Kreis Gießen, die dem Arbeitgeber­verband für die Industrie in Ober Hessen angehören.

** Sammlung von Karten undNot- g e l d als Anschauungsmaterial. Aus Lehrerkreisen ergeht folgerrde Anregung:Mit Aufhebung der Zwangswirtschaft fällt auch das Kartensystem. Für spätere unterrichtliche Behandlung der jetzigen Not­zeit wird es von großem Nutzen sein, wenn sin leder Schule die Karten mid das Notgeld der engeren Heimat als Anschauungsmaterial gesam­melt werden. In unbenutzten Bilderrahmen, aus denen veraltete oder wertlose Bilder entfernt wor­den sind, kann die Sammlung übersichtlich aw- georonet und durch Glas geschützt dauernd zu jeder- zeitiger B-cnutzung aufbewahrt werden."

** Graf Lu ckners Fah r ten. Graf Luck­ner löste gestern abend fein Versprechen vom Februar ein, ein zweites Mal nach Gießen zu kom­men und von weiteren Fahrten, und Taten des Seeadlers" und seiner lustigen Piratenschar zu er­zählen. Begeisterter Jubel begrüßte ihn schon, als er den bis auf das letzte Eckchen gefüllten großen Saal der Neuen Aula betrat. Gras Luckner gehört nicht zu den vielMvielenguten" Rednern, deren Worte, eins fein säuberlich neben das andere ge­setzt werden. Auch nicht zu jener Sorte Volks- tribnnen, die, sich an ihren eigenen Phrasen be­rauschend, manchmal ein sehr 'hohles Pachos ras­seln. Graf Luckner redete überhaupt nicht: er er­zählte. Erzählte phrasenlvs in kurzen, schlichten, oft etwas holperigen Sätzen, oft nach dem Ausdruck suchend, oft sich versprechend. Aber man spürte, in demKerl" da droben auf dem Podium glühte das Feuer ehrlicher Begeisterung, des mit allen Fasern Miterlebthabens, des Fiingseins mit der Freude an Abenteuern und Gefahren. Und aus diesem

Magistrat hat die Amtsstel^n ermächtigt, den städtischen Arbeitern einen Vorschuß bis zur Höhe "von 500 Mark für den verheirateten Arbeiter zum Zwecke der Beschaffung von Brennmaterial und Kar­toffeln zu gewähren. Der Vorschuß soll in wöchentlichen Raten von 30 Mark zurück­erstattet werden. Auch die Beamten und An­gestellten können einen gleichen Vorschuß auf ihr Gehalt bzw. ihre Gebühren erhalten. Der Magistrat hat die Beratung des Haus­haltsplans für 1920/21 beendet. Mit Rücksicht auf die am 20. September beginnende Ta­gung des Kvmmunallandtags wird der Etat erst am 30. September der Stadtverordneten­versammlung vorgeleat werden.

rm. Hanau, 14. Sept. Dank und Aner^n- ramg hat der Magistrat an dieTechnische Nothilfe" für die freiwillige aui*mle Tätigkeit ausgesprochen, durch die es möglich tour, während der Unruhen für die Aufrecht er Haltung der Licht- und Wasserwerke im Interesse der ^Gesamt­heit der Bevölkerung zu sorgen.

hl. Marburg, 13. Sept. Eine größere Umgruppierung, in unserer Gar­nison soll im Laufe dieser Woche vorgenommen werden. Em Teil der Mannschaften wird infolge der Heeresverminderung entlassen bzw. versetzt.

hing der Zulassung, soweit letztere nicht be­reits eingeholt ist, ist für die Landgemeinden des Kreises das Kreisamt, für die Stadt Gie­ßen der Oberbürgermeister zuständig.

Zuwiderhandlungen werden gemäß § 17 Zifs. 2 der oben angezogenen Bekanntmachung mit Gefängnis bis zu 6 Monaten oder mit Geldstrafe bis zu 1500 Mark bestraft.

Außerdem unterliegen die unter Ueber- schreituna der Höchstpreise erworbenen Obst­mengen der Beschlagnahme. Sie werden an die Bevölkerung zum festgesetzten Höchstpreise ausgegeben werden.

Jede wegen Ueberschreitung der Höchst­preise beschlagnahmte Obstmenge ist dem Kommunalverband Gießen sofort telephonisch zu melden, damit von da aus weitere Verfü­gung getroffen werden kann. Ankaufsanae- bote von Händlern dürfen weder durch die Ortsschelle, noch durch Aushang bekanntge­geben werden.

Ausstellung von Paffen.

Das Kreisamt Gießen bittet uns, darauf hinzuweisen, daß die Ausstellung v-on Passen für diejenigen Personen, welche in den Land­

auf, daß der Ernst der Zeit kn weiten Bevöllerungs- greifen anscheinend noch nicht richtig gewürdigt werde, gab der Michskanzler der Hosprung Aus-^ druck, daß die Kraft und die Widerstandsfähigkell des deutschen Volkes auch die schwere Zeit über­dauern würde. Am Nachmittag nahm der Rerch-- kanzler an der kirchlichen Feier des Thüringer Ka­tholikentages teil, der mit einem Pontifikalamt er> öffnet wurde. Anwesend waren u. a. Bischof Dr. Tamian-Sckmidt, Fulda und Assessor Pohaus- Köln. Im Nationaltheater fand eine Feier statt, bei der der Reichskanzler an der Seite des Fuldaer Bischofs saß Die Bühne des National­theaters war in ähnlicher Weise geschmückt wie ge- legmtlich der Na ivnalversanimlung. Ein Sänger­chor verschönte die Feier. Pfarrer Breitimg-Wei- mar hielt die Begrüßungsrede. An den Papst Bene­dikt wurde eine Ergebercheitsadresse abgesandt.

Eine neue Mittelstandspartei.

Berlin, 13. Sept. In Berlin tagte gestern eine von etwa hundert Vertretern der verschiedenen Organisationen des Mittel­standes besuchte Versammlung, in der die Gründung einer neuen Partei beschlossen wurde, die sichWirtschaftsparteides deutschen Mittelstandes" nennt. Die Aufnahme großer Beamtenorganisationen ist nicht geplant, da man davon ein Zurückdrän­gen des gewerblichen und kaufmännischen Mittelstandes innerhalb der Partei durch Be­amte und Angestellte befürchtet. Die Partei soll sowohl die politischen wie die wirtschaft­lichen Interessen des deutschen Mittelstandes wahrnehmen.

Ein Parteitag der S. P. D. OberschleffenS.

Beuthen, 13. Sept. (WTB.) Der heute in Hindenburg abgehaltene Parteitag der S. P. D. O b e r s ch l e s i e n s beschloß, den Willen des oberschlesisckien Proletariats zur Aufrechterhaltung des Friedens in Oberschlefien und der Sicherung der Neutralität des Landes k-mdzutun Die Bres­lauer Ausschreilnnoen wurden auf das schärffte ver­urteilt und die Sicherung der unbeeinftußten Ent­scheidung des ober schlesischen Volkes über ihr Schick­sal gefordert. Der Parteitag lehnte die Autonomie Schlesiens ab, da Oberschlesim nur im Anschluß an ein starkes Gemeinwesen gedeihe. Durch seine Wirtschaftlickxm und ffilturellen Bedürfnisse werde das oberschlesische Proletariat zum festen Anschluß an die aufnäsrtsstrebende Arbeiterklasse Deutsch­lands gedrängt.

Verhaftung eines kommunistischen Abgeordneten in München.

München, 14. Sept. (WTB.) Der kom­munistische Abgeordnete Eisenberger wurde auf dem Ostbahnhvf beim Eintresfen

Trostberg, wo er in einer kommunistischen Versammlung eine Hetzrede hielt, wegen Auf­reizung zum Klassenkampf verhaftet.

Veranstaltungen.

Dienstag: Stadttheater, 7 Uhr, Die Rasch- Hoffs. Württemberger Hoi, 12 W/1 öffentliche Versammlung der Angestellten m Gaft- wirtschasten. Lichtspielhaus, roic gestern. Lichtspiele, Seltersweg,Das Gelfeimnrs des Perlenriffs" undErnst ist das Leben . Daw Leib, 8 Uhr, Konzert und Vorstellwig der MeMck- Meidinger. Hotel Einhorn, 81/* Uhr, Gastspiel

diese Kartoffeln werden zu 20 Mk. geliefert, i er umuj «viyunuuuvivji mu m Hinzu tritt ein Zuschlag von 1,50 Mk. bis | seinen Mitgliedern Kartoffeln z

50 Pf. das Pfund,

25 Pf. das Pfund, 75 Pf. das Pfund, 50 Pf. das Pfund, 35 Pf. das Pfund, 40 Pf. das Pfund.

2. Personen, die als Groß- und Zwischen­händler auftreten, müssen im Besitz der vor- aeschriebenen Zulassung zum Handel mit Le­bens- und Futtermitteln sein. Für die Ertei-

Landkreis Gießen. .

-m. Inheiden, 14. Sept. Der bisherige Flurhüter Kaisner hat sein Amt niedergelegt.

Starkenburg und Rheinhessen.

rm. Darm stadt, 13. Sept. Ein südlich der Stadt im besetzten Gebiet liegendes Lokal wurde geschlossen, da dort seit längerer Zeit ein unsittliches Treiben herrschte und besonders auch durch Angehörige der Besatzungstr u p - >en dort sog. Nackttänze veranstaltet worden ein sollen.

Hessen-Nassau.

Nachttarif bei der Straßeubahu.

fd. Frankfurt a. M., 13. Sept. Zur Deckung des Millivnenfehlbetrages bei der Straßenbahn beantragt der Haupt­ausschuß der Stadtverordnetenversammlung )ie Einführung eines Nachttarifs mit der Maßgabe, daß an allen Tagen von 9VZ Uhr abends bis zum Betriebsschluß von jedem Fahrscheinlöser ein Aufschlag von 25 Pfennig erhoben werden soll. Der Antrag des Magi- trats auf Erhöhung des Straßenbahntarifs wurde abgelehnt.

Einbruch in eine Fürstengruft.

fd. Frankfurt a. M., 13. Sept. In einer der letzten Nächte erbrachen Diebe auf dem Haupt- riedhofe die Gruft der vor mehreren Jahren Der* torbenen Fürstin und des Fürsten von Polignac. Tie Einbrecher öffneten gewisssam den steinernen Berschlußdeckel, stiegen in die 4Vs Näeter trete Gruft mrd öffneten dm mit Blei umhüllten Holz­arg. Eine in dem Sarg befindliche Pelzidecks war herausgezvgen. Bon dem zweiten Sarge hatte man den Holzdeckel abgeschraubt, den darunter be» fachlichen Zinffarg aber unverletzt gelassen. Ob Wertgegenstände von den Leichmrestm des geöff- neten Sarges gestohlen sind, tont nicht festgestellt werden.

Eine neue Siedlung.

X Hanau, 12. Sept. Das frühere Be­kleid u n g s a m t des 21. Reserve-Armeekorps in Hanau ist für die Summe von rund einer Million Mark von der in Berlin gegründeten gemein­nützigen Zentral-Siedelungsgesell- schaftNeue Heimat", welche ftnanzieller Träger aller elsaß-lothringischen Siedeluugsg.sell- schaften ist, erworbm worden. In diesen Baulich- felten werden nun für die elsaß-lothringffchm Flüchtlinge insgesamt etwa 105 Wohnungen von je 24 Zimmern und Küche errichtet. Der Ausbau toird beschleunigt, so daß noch in diesem Jahre dve Wohnungen bezogen werden können. Jeder Siedler erhält auch ein Stück Land in der Größe von 300500 Quadratmetern, das für Meingarlenbau und Kleintierzucht Verwendung ftnden Harnt. Arbeit wird geboten in den eigens eingerichteten, ans genossenschaftlicher Grundage aufgebauten, sowie in selbständigen Gewerbebetrieben. Der Ausbau einer Wohnung stellt sich durcksschnittlich aus 20 000 Mark, so daß die gesamten Ausbau kosten 2 Mill. Dlark "betragen werden.

Aus Statt tiuö Land.

Gießen, dm 14. Sept. 1920.

Höchstpreise für Obst.

Auf Grund der Bekanntmachung oes Reichskanzlers über die Errichtung vonPreis- prüfungsstellen und die Versoraungsregelung vom 25. September 1915 (Reichs-Gesetzblatt S. 607) wird hiermit angeordnet:

1. Als Höchstpreis für den Großhan- i> e l werden folgende Preise festgesetzt:

Tafeläpfel 1. Sorte 60 Pf. das Pfund,