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Samstag, U- August 1920

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen)

Zweites Blatt

Nr. 190

ftebcn wir aber nicht mehr zurück. Jede Nation

leben. Erheblichen Umfang bat die Schiebung in

ihrer Aufgabe fetzen wird.

M

So ähnlich definiert das Straf

schreibt er.

Fortsetzung 6.

(Nachdruck verboten.)

(Fortsetzung folgt.)

bleiben \"

inen eine grüßen en ob. zu mieten, an dir ©eidicht-

Blinder Hatz.

Roman von Alfred Sassen.

Art ist Schiebung im engeren und eigentlichen Sinne. Ter Schieber unterscheidet sich vom Be­trüger dadurch, daß er nicht bestraft wird. Er spielt gesellschaftlich eine Stelle, tritt elegant auf, verdient ab und zu viel Geld oder macht eine reiche Heirat, von der er einen Teil seiner Schul­den ausgleicht. Er wirdEbelschtebec". Ter Schieber ist eine Erscheinung aller Zeiten und

künftig nach Höhe der Steuerklassen erhoben. Die Beengungen selbst aber einheiilich gestaltet

H Friedberg, 14. Aug Mehrere hundert Friedberger sind ein Opfer des Weltkrieges ge* Nvrden, denen nun ein Gedenk, de in errichtet wer­den soll. In einem 9lusschreiben, das der Bürger meister soeben an weitere Kreise versendet, ist die

drücke praktisch besonders betätigt. Früher adop» tietten die Franzosen mancherlei, was sich auf deutsches Trinken bezieht. Jetzt wollen sie bad WortGbibertajK" gebildet haben." Auf allen Ge­bieten gibt es ^Schiebung, in der Politik und der Tiplomatie wie im Finanz- uitb Gcscllschasts-

vou der Straße getilgt. Ter junge Tentscharneri- faner meint?, lauge keine so genußreiche Fahrt ge­habt zu haben.

Hinter dem lieblich gelegenen Dörfchen Wrn- zerla machte er einen Fund. '

Ta lag mitten auf der Straße ein seines, seidenes Tüchlein, leicht zusamme geTnüIIt, oren- bar von einer Tarne verloren, denn der gestickte Namenszug war ron anmutigem Bluniengerank ein gefangen. Kein auftwinglichcs 'Barium ent­strömte dem Tüchlein, aus den weichen Falten hauchte nur roeirig Lavendelduft, der Geruch, der in beit Wäsck-espinden der Thüringer Hausfrauen heimisch ist.

Fast liebkvsend wog der junge Mann btt zarte, iveiße Seide in der H-and. Wie ein Geschick dieses schönen, licksts u.enden eorattagmjrgcnd Leuchte ihn das Tüchlein.

'Mer natürlich mußte er daran denken, bte Derliercrin ausfindig zu nrachen. 9hir dem zurück- gelegten Weg war er feiner Frauenerscheinung begegnet, der er das Tüchlein hatte zusprechen mögen so befand sich bk Eigentümern wahr­scheinlich vor ihm.

Aus dem genießenden Bummeltempo, das er bisher mit seinem Rad ftruegehalten, verfiel er nun in ein flottes Tahin sagen. Er hoffte nur, daß er seinen Fund in Hände legen dürfte, deren Besitzerin in ihrer Ecsdximmg _ etwas von Len Reichten, Süßen, Zarten des Tüchleins aufweise.

Er war kaum einige Minuten vorwärtsgc- stürmt, als er zwei Rader bemerke, eine Dame und einen ganz jungen Men schm, die er über­holte. Tabei li?ß er, einer fröhlichen Eingebung des Augenblicks folgend, das Tüchlein über fernem Haupt frei in der Hilft flattern.

leit über t ihren Sprachschatz aus dem Fremden wenn das jicmbc Volk bie entsprechenden Ans-

Die Preise für iünftliche Düngemittel haben infolge der gefolgerten Arbeitslöhne, Kohlen- rnäfc, der Auslogen für Rohmaterialien eine Höhe erreicht, die als nahezu unerträglich bezeickjalet wer­den muß und unter keinen Umständen überschritten werden barf.

Das zuständige Reichsministerium für Ernäh­rung und Landwirtschaft ist mit allen ihm zu Ge­bote stehenden Mitteln bemüht, eine Senkung der Preise für künstliche Düngemittel zu erzielen. Es geht hierbei von der Erwägung aus, daß eine Sen­kung der Preise für künstliche Düngemittel eine wekntliche Vorbedingung ist für eine Senkung der Lätensmirtelpreise. Leider mußten die Bemühungen des Neichsministerrums für Ernährung und Land wirtschaft bibber ohne Erfolg bleiben, da die Steige­rung der Kohlenpreise, der Arbeitslöhne und der greife der Rohmaterialien einen noch weiteren Fortgang genommen hat. Unter diesen Umständen wird daher für das laufende Wirtschaftsjahr mit einer Senkung der Preise für künstliche Düngemit­tel, insbesondere für stickstoffhaltige Düngemittel, nicht gerechnet toerben können. Die Bemüljungen ber juftänbigen Stellen müssen sich unter ben ob» maltcnben Verhältnissen vorläufig barmif beschrän-

d-j>n>rr87u Silbe,: lenMnbt Mm "Hnlglasek üfj, (SoenulroJ oben Virilen ms kratz, 'ravdgasse 8,_ tflninptn, bfälle taufffl wM Preis« k MüblHeia Keuitabt 7k*

Eine Erkältung war kein Wunder bei der nichts­würdigen Aprilschärfe, zu der die Temperatur plötz­lich zurückg^angen war. Von der ersten köstlichen Sommerwärme, w. man vom Juni enra ten purste, zitterte nicht ein verlorener Hauch darin.

Heute aber war dieser Hauch da. Nein, ein Hauch war bas nicht. Das war eine volle, reiche Gabe, ein himmlisches Nieder strömen und Turch- einanderfluteu von Licht und Wärme, durch das im Nu die Erinnerung an das kalt?, pfeifende Höhnen der letzten Tage gebannt wurde.

Dazu war es noch ein Lvnntag, der so mit vollen HänLeu Svmmerlerrlichk.it ausstteute, in der auch starke, süße'te des jungen Laubes und der jungen Blumen nicht festen.

Hermann Hüt tick) schlüpfte gleich nach dem Ausstehen in ferne Wadenstrümpfe und den ffeib» fernen Kniehosenanzug, um einen Radausslug zu machen. t _

Wie er so dast-aud, die hohe, femgdiebert? Ge­stalt tadellos umschlo sen von dem gutgearbeiteten Spvrtgewand, den blonden Köpf sorgfältig ge­scheitelt, konnte man recht wohl in ber Eorreien, eleganten Erscheinung den Spröß ing des reichen, transatlantischen Kaufmanns vermuten.

Ta bei genügte aber ein Blick tn die von schwär­merischem und doch errrb ft prü endem Licht erfüllten Augen, um die Zicke zu erfcrmen, denen der junge Mann im Tknste der Wissenschaft zu- ftrebte ...

Er wollte nach dem uralten Städtchen Kahla radeln, dort sein Stahlrotz ein stellen und dann zur Leuchtenburg hiuaufzullimmen.

Turch einen leidrten Regen, der in der Nacht gefallen war, und bk unliebsame, stürmische Kült- iDetrerpenobe abgeschlossen hatte, war jeder ©taub

Gleich fcaramif standen sie vor der Blinden, die die Wvhnstub.' im Erdgeschoß noch gar nicht verlassen hatte. Os.är stammelte der 'JJtutter sein Glück entgegen, in Worten, die sich immer wieder überstürzten, so groß war seine freudige Erregung.

Er schloß mit ber Mitteilung, nun werde er unverzüglich nach Davos abreisen, die )Dtutier möge ihm verzeihen, daß er sich bisher, so reckt wie ein eigensttmiger Junge, gegen ine Werftmg des Arztes gespreizt habe fte begveife nun ia wohl, was ihn zurückqehalten.

Im Antlitz ber Blinden ging em Leuchten auf, ohne daß die geheimen Schmerzensspuren daraus schwanden, und das ergab einen fo er­schütternden Gegensatz, daß die beiden jungen Äten- schvrkinder in heißer Ergriffenheit P ötzlrch vor per stnglücklickjen niedersanken und ftch ihr entgegen* neigten, damit sie die Hände ihnen auf das Haupt lege. z

,^Ja, habt end) lieb/' jagte jte,ich segne euch! Und ich denke, der .3egen einer, die so viel gelitten hat wie idj, wird euch Blüten auf *bea Weg streuen, die ewige Gkreditigfeit erbvbeft das ---nein, nein, nichts U bersch wengliches," brach sie auj einmal fast hart ab,erhofft nichts llnge­wöhnliches! Seid m t einem sch ichten Glück zu­frieden! Ein Körnchen ist schon viel haltet das Körncken fest und hütet es!"

IV.

Eine Erkältung hatte Hermann Hüttich für einige Tage an sein Zimmer gefesselt.

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Hkmn. nti ihtr, Schuht, köbtlaü. Ast enzweig, ckn-wkp8/

Minen ^ekher

Hosen zu dieser Arbeit gebrauchen kann. P.

kcn, eine Stabilisierung der Preise für das laufende Wirtschaftsjahr zu erreichen. Nach den im Einvernehmen mit Vertretern der Landwirtschaft und der Industrie getroffenen Maßnahmen ist be» mündete Aussicht vorhanden, daß wenigstens nach dieser Richtung hin ein Grfofa erzielt wird.

Die vielfach in den Kreisen der Landwirtschaft gehegten Befürchtungen, daß die Landwirte bei Anwendung von künstlichem Dünger zu den heuti­gen hohen Preisen Schaden erleiden könnten, sind in jeder Beziehung unbegründet. Unter allen Um­ständen wird dafür Sorge getragen werben, baß die Auslagen für künstlich? Düngemittel bei ber Berechnung der Gestehungskosten und der Fcst- jetzung der Höchstpreise für die landwirtschaft­lichen Erzeugnisse aus der Ernte 1921 entsprechende Berücksichtigung finden. Die Aufwendungen der Landwirtschaft für künstliche Düngemittel werden damit in vollem Umfange gedeckt iverden.

In letzter Zeit hat ein Teil der Landwirt­schaft in dem Bezüge von künstlichen Düngemitteln offensichtlich zurückgehalten in der Erwartung einer Preissenkung. Tics ist um so mehr zu bedauern, als damit bie augenblicklich Verkehrsstilkrc Zeit der Eisenbahn, die eine prompte Anlieferung er­möglicht, nicht in entsprechmder Weise ausgenutzt wird. Es muß damit gerechnet werden, daß die Eisenbahn in der kommenden Herbstzeit infolge Beförderung der Erntcerzeugnisse und der Kohlen ebenso toi? im Borjahre wieder in erheblichem Maße angestrengt sein wird, so daß die erforder- lichen Tüngemittel, wenn sie erst, im Herbst be­stellt werden, der Landwirtsck>aft nicht mehr hin­reichend und rechtzeitig ;ugeführt werden können. Es kann daher ben Lmibtoirten nicht dringend genug geraten werden, ihren Bedarf an künst­lichen Düngemitteln schon jetzt mit tunlichster

bäume zu pflanzen, und zwar so, daß zwischen jeden Lindenbaum cm Apfelbaum zu stehen kommt, die Lindenbäumc noch 68 Jcchre stehen zu lassen und baim zu entfernen. Tie Kosten können nicht in die Wag schale fallen, besonders jetzt, wo so viele Arbeüs.ose da sind und man jeden Arbeüs-

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Die Ablieferung von Brotgetreide.

Berlin, 13. Aug. (Wolff.) Die außer­ordentliche Notlage in der Brotvers or- gung während der letzten Monate vor der neuen Ernte macht den schleunigen Eingang größerer Lieferungen von Brotge­treide zu absoluter Notwendigkeit. Es muß aber leider festgestellt werden, daß die Liefe­rungen hinter den Erwartungen nicht un­erheblich zurückbleiben. Wenn auch die ge­spannte Lage in der Brotversorgung für den Augenblick eine Erleichterung erfuhr, so nah­men die Lieferungen doch keineswegs einen derartigen Umfang an, daß es möglich wäre, Dispositionen für längere Zeit zu treffen. Die Lieferungen sind infolge der Frühdrusch­prämie zwar besser als die außerordentlich geringen Lieferungen des Borjahres, aber sie erreichen bei weitem nicht die Lieferungen aus dem Jahre 1914. Dies erscheint um so bedenklicher, als das Reichswirtschaftsmini­sterium für Ernährung und Landwirtschaft es für unbedingt notwendig findet, größere Bestände an Getreide in die Hand zu bekom­men, um eine Reserve zu schaffen, die auch bann Sicherheiten für die Ernährung der Bevölkerung gibt, wenn infolge unvorher­gesehener Zwischenfälle sich irgendwelche

./Dckm-ören Sie zu dieser Fahne, mein gnä­diges Fräulein?" ries er. Ern B.ick in ihr holdes, blühendes Gesicht hatte ihn zu dem lachenden lieber mut hingerissen.

Nun war ec abgesprungen und trat zu den beiden, die, sich um bte Schultern saftend, ihre Räder gleichfalls zur Ruhe brachten.

Storm ich mir einen Finderlohn verdienen fragte er, noch immer lächelnd.

Mein Tuch wahrhaftig," ries sehr bte junge Tarne.Ich dank-? recht sehr, men Hcrr'L'

Es war Rena Bodenbaä, die diese Wirke sprach. Ter angehende Jintg ing an ihrer L^te, ein strammer Bursch mit blitzenden 9(ug?n in W:n luftgebräunten, kühn gesd-nittenen Gesicht, war ihr Bruder Max. Sie zählten beide zu den eit­rigen Radlern, und an dem wundervollen Sann- tagmorgen war die Sehnsucht in die schöne Gattes-' tont ylnauSzuradeln, gleich mit ihnen ausgsstan ar.

Es machte sich von selbst, daß Hermann Hüt- tich an dec Seile Der Geschwister blieb.

Vorgestellt hatte er sich nicht. Ihm wäre das wie ein falscher, afltäglidjer und nüchterner Ton erschienen, den er domtt in die hübsche 3u» fallöbegegmmg unter dem sonntäglich heiteren Himmel getragen hätte. Er war überzeugt, datz die junge Tarne ebenso ev?p inde und ihm tm Innern keine Form o ig eft rv.we.se.

Er sprach von seiner Absicht, in KAa das Rad zu verlassen und dann zur Leuchtenbnrg hinonzusteigen. ,ri v r , .

Ta schwenkte Max Bodenbach feine bunte Schülermutze und ries in der ihm eigenen lcbl-often Art'Aber dasselbe haben j schwel!ec Rcna und ich auch vor ! Famos! Da können mir jujammen-

Schwierigkeiten im Laufe des Wirtschafts­jahres ergeben sollten.

Nachdem bereits die Zwangsbewirtschas hing für Oelfrüchte aufgegeben ist, hat das Reichsministerium für Ernährung und Land­wirtschaft sich weiterhin entschlossen, weid gehende Anträge für die Aufhebung Der wangswirtschaft hinsichtlich der Kartof- ein zu stellen. Es prüft außerdem gegen oärtig die Möglichkeit, die Zwangsbewirt- chaftung des Schlachtviehs im Herbst aufzuheben. Es kann aber diesen Abbau bei Zsvangswirtfchaft nur unter ber Voraus- etzung durchführen, daß die Landwirtschaft hrerseits mit allen Kräften sich für eine aus­reichende und regelmäßige Versorgung der Bevölkerung einscht. Tie schleunigste restlose Ablieferung des Getreides vor Be­ginn der großeti Kartoffeltransporte im Herbst ist jetzt das Gebot der Stunde. Die Landwirtschaft hat es somit in der Hand, an einem planmäßigen Abbau der Zwangswirt- chaft mitzuarbeiten. Es darf erwartet wer­den, daß die Landwirtschaft das ihr gestellte große Ziel der Sicherung ber Volksernährung Har erkennt und alle Kräfte an die Lösung

Heinrich Topp über.

** Ter Evang. Arbeiterverein ver­anstaltet am Sonntag, den 22. Aug., auf der Licbigshvhe ein Gartenfest. Außer musikali­schen Ta rbielimgcn, Gesangsborträgen ist die Vor­führung von Bolks-änzen durch Kinder in ?lussicht genommen. Zur s-onstigen Unterhaltung ist Preis­schießen, Auffttigen eines Luftballons mit Fall- schirmabsturz, sowie Gartenpost vorgesehen. Arn abenb des gleichen Tages ist ein Faniilicnabend geplant, bei Dem außer Theateraufsührungen, Svlo- szenen, ein von 24 Damen gebotener Reigen be­sonderen Beifall finden dürfte.

Kreis Friedberg.

Friedberg, 14. Aug. In der gestrigen Stabtverordnetenversammlung tour* den die Mietverttäge für die Wohiiimgen im alten Postgebäude nach den Vorschlag«! des Rechtsaus­schusses gutgeheißen. Der Schloßgartcn wirb von ber Stadt zu einer jährlichen Pachtsumme von 600 Mark gepachtet: voraussichtlich wird der­selbe für die Folge täglich dem Publikum geöfniet

Aus Statt und Land.

Gießen, den 14. August 1920.

Der Tarifvertrag für kaufmännische und technische Angestellte.

Wie uns Dom Reichöa rbcits Minister tu m mit» geteilt wird, hat die A r b e i t s g in e i n s ch a f t >e r Angestellten in Gießen beantragt, den ztoischen ihr und den Arbcitgeberorganisationen, (Arbeit geberverbanö der Industrie in Ober lassen, Verein ber Tetaillisten E. V Verband deutscher Tetailgescbäftc ber Tenilbranche, Ortsgruppe Me­ßen, ^Zchutzverein der Lebensmittelhändler, Ver­band für Hernen- uiü> Knabeiibelleidung, Verein der Schuhwarenljändler von Gießen und Umgegcnb, Arbeitgeberverband für Handel und Gewerbe) am 1. und 26. April 1920 abgeschlossenen Tarifvertrag zur Regeluiig ber Gehalts- und Anstellungsbe- tingungen der kaufmännischen und technischen An­gestellten geinäß § 2 ber Verardnung vom 23. Te- zember 1918 (Reichs Gesetzbl. S. 1456) für bas Gebiet ber Stadt Gießen für allge­mein verbindlich au erklären.

Einwendungen gegen diesen Antrag kön­nen bis zum 25. August 1920 erhoben werden mtb sind unter Nummer VI R. 1405 an das Reichs ar beiis Ministerium, Berlin, Lui- fenft.ni6e 33, zu richten.

* Tic Ferien ordnung der hessi­schen Volksschulen. Infolge der Gleichstel­lung der hefsischeli Bolksschulferien mit denen der höheren Schulen ist die Gefamtferiendauer ber Voltsichulen gegen früher um zirka 10 Tage ver­mehrt jooeben. Tie LandessckulbcHörde hat ange- ordnet, daß der Unterrichtsausfall an sogenanuten lokalen Feiertagen (Kirchwerhe, Fastnacht, Großes Gebet, Wallfahrt usw.) in ber ZAeise nachgeholt werden muß, daß die betreffenden Tage an den allgemeinen Ferien in Abzug gebracht toeiben. Ebenso sind sogenannte ländliche Nvtferien, d. h. Ferienverlängerungen der ländlichen Volksschulen, an den allgemeinen Ferien (Werhnachts-, Oster­und Pfingstferien) in Ülb-ug zu bringen.

** Besitzwechsel. Tas Frebelsche Lln- wesen. Krosdorfer Straße 10, ging durch Kauf von 51000 Mi. in den Besitz des Werkmeisters

sein, doch sollen darüber nähere Bestimmungen noch l aller Länder, aber cs sckjeint, als ob wir Deutschen Bfkn werden. Tie Gebührenordnung zur jetzt sozusagen an ber Soitz-? liehen,hrüber )hofs- und Begräbnisordimiig wird nach ben haben bie interessanten Völkerschaften Erhebliches chlagen ber Friebhofs-Kommiftion angenom-| m bieser Richiung geleistet. Seil ber /lrotiert Znt men: bie Gebühren für bie Sxr bi jungen werden

Beschleunigung einzudccken.

Ais Beihilfe gewährt zum Beispiel bas Sttck- ßoffspnbikat bei Abnahme m den Sommermonaten sowohl eine SagerbeihÜfe, wie auch eine ange­messene Zinsvergütung. Zu einer Zurückhaltung in Dem Bezüge liegt daher keinerlei Beremlassung mehr vor.

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Bilbuna ?mes Ausschusses vorgesehen, ber aus

Mügliebern der Stadiverorbnetenversammlung unb ...

Bürgern der Stabt beftebcu soll. Tiefer Ausschuß ber Kunst angenoiniihm.Luftspielbichtcr schreiben wirb sich bcmnächst mit ber Frage beidjaftigen, in Schwänke, bie in alten Schmöleni zu finden sinb," welcher Weise tic Zlusiührung iob als Denkmal, I erzählt Epstein davon.Au? zehn Vossen wird Grabstein ober eherne Tafel) erfolgen soll. Zugleich eine elfte gemacht. Firmen tun fid) auf, bie Unter« wird um Zuwendung von Geldmitteln für biefen Hal tun gs stücke produzieren unb einen nnbv'rn, der Zweck gebeten: ein sulr etwa ergebender Ueberschuß die Autoren b?zahlt, zeichnen lassen. Bcsanitte fall zum Beswn bedürstiger Kriegshinterbliebenen Verfasser, Filmdichter und Th-wterdirektoren taufen vern-andt n>erbcn. Seit einer Woche wurde ein gewerbsmäßig Ideen als Ware ein intb vertreiben in einer hiesigen Gasüvirtschaft beschäftigtes, aus sie in mehr ober weniger veränderter Form mit Wichladt gebürtiges Dienstmädchen v c r-I Nutzen cm das Publikum. Die Posftm wimmeln von mißt: geslern ivurdc es als Leiche in ber NiÄ» Anspielmigen. Man spricht von Tir.ftocen, iw bei Assenheim gdänöct. lieber ben BCax'ggrunb deren Bureau man burdi eine Schiebetür gelangt der Tat ist nrcht-.öelaniü. * und von Dichtern, die sich in ben Entlelmstuhl

Starkenburg und Rheinhessen. 'even. Am tollsten treiben es aber die Kompo»

fb. Neu-J sen bürg, 13. Aug. Ansckjeinend nftlen, besonbcrs bte von ber Operette.'

nach bem Genuß giftiger P i l ze tourbe die

aus fünf Köpfen bcitcbenbe Familie der Arpefters Epielplan der Frankfurter Theater. S 18^- Schauspielhaus Sonntag, 15. August:

bsthrige Tochter sind bereits gestorben. Tie übrigen ' öaimde"twdT 18^

Personen liegen sehr fdjüver krank darnieder. Nur Zehn - "^-UNEle ..htNvoch, 18.

bie butter blieb w>n der Ertränkung verschont, "L^bundert-n-M^hn! 19,-

s. _ r;» hrxmin b+rr Nilum äMpifcn batte I '^iomco und Julia Frettag, . ,, 1 ngmaliOU , da ftc wenig von den Prlzen gegeben patte. ^am-t<xg/ 21.: Hans-Sachs-Abend. 1. Prolog;

Hessen-Naftuu. 2. Sankl Peter vergnügt sich mit seinen Freunden;

gu. Eschwege, 12. Aug. Ter 20jäfrnge 3 Der Roßdieb zu Fünsing: 4. Eulcnspie.i<l mit Arbeiter Tun f e l ton 'lyier geriet heute nach- Blinden. Sonntag, 22 :NeunzelM'lninbert* mittag infolge eigner Unvorsickstigfeit mit lemem neunzehn!" Montag, 23.: Hans sach> l'lbcnd. Kvpfe in die Strohpresse einer im Betriebe be- 1 Prolog: 2. Sankt Peter vergnügt sid; mit scinon ftndlichen T resch maschine und wurde getötet. Freunden: 3. Der Roßdieb zu Fünsing: 4. Eulen«

sd. Frankfurt a. M , 13. Aug. Tre flegel mit den Blinden. Dienstag, 24.:Rausch".

Metallbank stiftete für die Pensions- und Mittwoch, 25.:König Nicolo". Ünterstützungskasse ihrer Beamten eine Mil- -----

lion Mark. Ein der Metallbank befreun- Kirchliche Xlachricflfcit. detes Metallhaus in Nordamerika überwies Evangelische Gemcindc.

jedem der 1500 Angestellten der Metallbank Sonntag, den 15. August, 11. nach Trinitatis, zwei Stiften mit Milch, -Del, Reis und Mehl Stadtkirche. Vorrn. 8 Uhr: Siehe Jo- lastenfrei als Geschenk. hanneslirche. Borm. 9Vr Uhr: Pfarrassistent

fd. Frankfurt a. M., 13. Aug. Ter Ramae.

hiesige Bankbeamte Heinrich GrünwaldI I<>l>anneSk>rche ®orm. 8 Uhr, MgleE» wurde während enter Ferienwande- Chnssenlehre sür bte Weutonfitmtertm au« brr iuu; C U O-, Sufasgemeinbe: Pfarrer Bechäalshelmer

rung bei Triberg^rm Schwarzwald von 9-/,^ (zugleich Militärgottesdienst): unbekannten Tätern ermordet und aus- Ausfeld. Kirchberg, norm. 10 Ulyr.

geraubt. 11 Uhr: Christenlehre für bie männliche Jugend.

---- Mainzlar, na-chm. IV2 Uhr. Wreseck, Gerichtssaat. wrm. 9l/2 Uhr: Krrck»oeihgottcÄ>iLnst.

rne. Frankfurt«. M., 13. Aug. Der Kani* kxa

mann Gmkiv Rum bler-ouS der Eppstciner Stt. o Sanistag, 14^ Aug., nachm. 5 Uhr uns adds. crlhelt vom Wuchergericht Äöln wegen her- 8 Uhr. Gelegenheit zur W. ?el(^ '7?unta9,

botenen Hand.ls mit Arzneimitteln und Wud?ers io. Aug. 12. ^mtt>ag nach Pnnasleu. ^t Ncanoe sechä Monate unb 40000 Mc. OelNMe. L^ z^Lt'elluL

der hl. K-nnmunion. 9 Uhr: Hochamt mit Predigt.

VermifchtLO. In Uhr: Hl. Messe mit Prsdiyt Nachm. 2 Uhr:

* (fine Kl.ini«.rsteuer Aus Hofbeim Ausnahme neuer Mitglieder ui die Jünglings-, i. T. wird berichtet: Durch Stadwevordnetenbe- ^ngr^^n ^yU^^un^TauCTT.^ngTrga^ schloß lammt hier in den nächsten Tagen bie hmt- 7i^n^ ^9"

Klavier st euer zur Einführung. Für redes V u ngen 9 Uhr. In L ich 7 /g Uhr.

Instrument muß, sofern mit ihm nicht ber Lebens-

, unterhalt erworben wird, eine Jahr es st euer Eing-sanHt.

oon 50 Mark entrichtet werben. (Für Form unb Inhalt aller unter biefer Rubrik

= Sur Na tur g e s chichte des Schic- sehenden Arttkel übernimmt bie Redaktion dem ' e r ic. Kein Wort imrb roohl gefleunjartig im Publiftrm gegenüber keinerlei Verantwortung.) ; Teutsck>en io viel gebraucht als der Ausbruck

Schieber", obgleich bereits bererste unb größte ObstblNNNpflanzung.

Schieber der Wettliterattrr" Mephisto klassisch sagt: Bei der Neuanlage der Straße von Gic*

Ter ganze Strudel strebt nach oben, man glaubt ße n nach Krofdorf wurde diese mit Bäumen zu schieben mtb man roitb geschoben", ist bies bepflanzt und zwar von Gießen bis zur hessischen Wort boch erst in den letzten Jahven so tmgc- Gvcnze mit Lindenbäumen, von dort bie zum Heuer populär gctoordctt. Dabei weiß niemand I Berlin-Metzer Eisenshndamm mit dlyfelbäuiuen. ganz genau, was eigentlich ein Schieber ist. Max I Warum man nicht bie ganze Straße cinheillich Epstein will nun in der von ihm herausgegebenen mit Aepfelbäumen bepshrnzt hat, ist unerklärlich, Freien Deutschen Bühne" etwas Ordnung in I besonders jetzt, wo sich diese Aepfelbäumen so schön dieseSprachschiebung" bringen.Schiebung ist entwickelt haben und zum gwßcii,Tell mtt herr* Bortäuschung einer Wirklichkeit zum eigenen Vor- lick.en Früchten behangen sind. Taß sich der Boden teil," schreibt er.So ähnlich definiert das Straf-1 vorzüglich zu einer solchen Airpslanzung eignet, ist «setzbuch auch den Betrug. Aber Sdnebung ist durch den schnellen Wuchs und durchaus geiundeö mehr als Betrug, ist vor allem der Schwindest der Aussehen der f8äume_ erroieien. Zu etwas Gutem kriminalistisch nicht zu fassen ist. Schiebung dieser soll cs nie zu spät sein, deshalb inöchtc ich beit Act ist Schiebung im engeren unb eigentlichen Vorschlag machen, an bie ganze Straße Apfel-

s fraiu. Konoer , ichl iunfl. Monn g mehr. Jahre In | ich war, die Be- ;« Dam- i d. sran-önschen I ! sFraniönn be- I I. Lchr. Angeb. n " in_ben Gien. Am

eie zweiräderl^ - andkarre eichie Hand'arrr divagen äu trtufdJ-

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