nde,
ein
Gottesdienst.
Hessen-Nassau.
mc. Frankfurt a. M., 12. Mai. Der Kleinverkaufspreis für Kartoffeln wird in den nächsten Tagen auf 60 Pfcniig für das Pfund erhöht. Früher bekam man dafür einen viertel Zentner.
mc. Frankfurt a. M., 12. Mai. Nach dem neuen Tarif erhalten die Bureaus- Hilfsarbeiter beim Magistrat der Stadt Frankfurt monatlich 1.200 Mk., ein Assistenzarzt an den loerschiedenen Kliniken der Universität aber erhält bei ungleich schwererer Arbeit das fürstliche Gehalt von 330 Mk.
zuOkarben, Kreis L. U. U niver
Arrs Stadt rind Land.
Gietz en, oen 14. M n 1920.
Eine Voltskammertagung in Gießen?
Die .Liess. Ldztg." in Darmstadt schreibt:
Die Tagung der Kammer wird, wenn Darmstadt noch besetzt sein sollte, nach Pfingsten in Oberhessen sbattfinden. jedenfalls in Gießen. Auch von Bad-Nauheim und Friedberg sollen Einladungen vorliegen. — In Gießen würde die Kammer jeben» falls in der Universitätsaula tagen.
Veranstaltungen.
scheidet heute aus dem Eisenbahndienst aus, um in den ^wohlverdienten Ruhestand zu treten. Er verläßt an diesem Tage auch Gießen. Ter Scheidende 'hat ein Alter von 67 Jahren erreicht. 35 Jähre stand er im Dienste der Eifenbahnverwal- timg, bawn 23 Jähre unter den schwierigsten Verhältnissen aus Bähnhvf Gießen. In Anerkennung dessen fand am 12. ds. Mts. ein kleiner Abschiedsabend im Aquarium statt. Ter Pensionär erfreute sich durch seltene Pflichttreue und seines guten Charakters in allen Kreisen großer Beliebtheit.
** Herbert Eulenberg-Abend. Au
land gegründet.
Starkenburg und Rheinhessen.
rm. Gr.-Heubach a. d. bayr. Grenze, 14. Mai. Als dieser Tage die Gendarmerie bei dem Landwirt Gust. Münch Schlachtvieh zwangsweise ablw-len wollte, gab M. mehrere Schüsse auf die Gendarmen ab, auch diese schossen, und M. wie seine Söhne und auch die Gendarmen wurden verletzt. M. wurde jetzt festgenommen.
Kreis Wetzlar.
Wa. Wetzlar, 14. Mai. Am Samstag rourden die Gebrüder Johann und Karl Jung aus D i l l h a u s e n verhaftet, die sich schon längere Zeit arbeits- und obdachlos hier herumgelrieben haben und ihren Unterhalt von fortgesetzten Enten- und Hühnerdiebstählen bestritten. — Nach ihrem eigenen Geständnis haben sie insgesamt 22 Enten und 10 Hühner gestohlen, meist in Nachbarorten. Abgesehen von einem Einbruchsdiebstahl fin Wetzlar «wurden die Diebstähle am hellen Tage ausgefiihrt, die Enten und Hühner wurden von den Dieben mit Knüppeln oder Steinen totgeschlagen. Als Aufkäufer der gestohlenen Enten und Hühner wurden von Johann Jung die früheren russischen Kriegsgefangenen Leon Jsakowski und Timofei Wir- zilin, die vor kurzem am Eisenmarkt ein Lebensmittelgeschäft eröffnet haben, genannt, bei denen noch leine lebende Ente gefunden wurde.
Der Wahlkampf in Gießen.
Gießen, den 14. Mai 1920.
** Deutschlands Gegenwart und Zukunft, lieber dieses Thema sprach am Mittwoch abend im Saale des Einhorn auf Veranlassung der Deutsch-nationalen Volks- Partei Rechtsanwalt Brill aus Kassel. Nach einleitenden Worten, die Herr Kohlhasc sprach, forderte der Redner Mr geschlossenen Einheitsfront aller Parteien gegen den Bolschewismus auf. Die Gefahr werde aus parteipolitischen Gründen geleugnet und der Deutsch-nationalen Partei unter Geschichtsfälschung die Schuld -am Kapp-Putsch auf-erlegt. Im weiteren vertrat der Redner das monarchische Prinzip, das sparsamer gewesen sei .eine andere Autorität besessen habe und von den Parteien unabhängig gewesen sei. Die heutigen Minister zusammen mit der Natio- nalversammlimg hätten gesetzlich längst verschwinden müssen. Sie trälvn nicht ab, weil das deutsche Volk erst durch uni) durch demokratisiert werden Iblle. Die Demokratie gehe aber inzwischen in Trümmer. Versassungsbruch sei verübt worden, um die Kandidatur Hindenburgs zum Reichspräsi- benten zu hintertreiben Gerade dies habe die Reichswehr erbittert und so sei es zum Käpp-Putsch gekommen als natürliche Reaktion auf Begehungs- und Unterlassungssünden der Regierung. Die Entrüstung stehe der Linken schlecht zu Gesicht, beim wie Härte sie über den Verfassungs- und Fahneneid gebacht, solange sie nicht die MaÄ batte. Wenn man auch das Vergehen Kapps genau so verwerfen müsse, wie den Putsch der Revolution, so fei die ganze Aktion Kapps doch mir auf den Schutz der Weimarer Verfassung bedacht gewesen. Es habe i'idj dabei nicht um einen verräterischen Gewaltstreich gehandelt, sondern um einen echt demokratischen Versuch. Bon diesem ^Gesichtspunkt müßten auch Männer wie Traub usw. beurteilt werden.
** D-e r Himmelfahrtstag bewährte «gestern seinen Ruf in jeder Beziehung. Er brachte das herrlichste Wetter, aber auch den unvermeidlichen Gewitterregen. Wer früh auszog und zu mittag wieder zu Hause war, hatte es am besten getroffen. Der Morgen war sommerlich und der Dunst über den Bergen ließ eine örtliche Entspannung unvermeidlich erscheinen. Sie kam in den ersten Nachmittagsstunden begleitet von Hagel- schLossen, die sicherlich manch neuem Frühlingshut zum Verderben wurden. Nach dieser Warnung klärte es sich abermals auf und ließ den Ausstüg- lern Zeit in Ruhe zur Stadt zurückzukehren. Der Strom der „Heimkehrer", die ost in kompagniestarken Gruppen mit Guitarren und Mandolinenbegleitung auftraten, zeigte erst recht, wieviel Menschen den üblichen HimmelfalMtsausslug unternommen haben. Wer sich am Abend noch bei den Tanzfesten der Nachbarorte verzögerte, wird abermals «in die Traufe gekommen sein, denn der Abend brachte endlich den erwünschten .churchttwichenden Regen".
** Am tliche Personalnachrichten. Der Schreibgehilfe Heinrich Wilker aus Alsfeld wurde Mm Bureauassistenten beim Finanzamt Alsfeld ernannt. — lieber tragen wurde am 8. Mai dem Schulamtsanwärter Waldemar Alles aus Kirchgöns die Lehrerstelle an her Volksschule zu Radmühl, Kreis Lauterbach und dem Schulamtsanwärter Gustav Otto ans Beuern eine Lehr erstelle an der Volksschule
rungsparteien willig M dem Putsch hätten kommen lassen, da sie alle Warnungen in den Wind geschlagen batten. Heute könnten die Deutschnatto- nalen mit stolzer Befriedigung feststellen, daß gerade sie aus den Wirren des 13. März die wichtigsten Volksrechte, die Neuwahlen und die Wahl des Reiä)Spräsidenten l)erausgerettet hätten Die Unruhen im Ruhrrevier seien ein bolschäwiswcher Aufruhr gewesen, keine Antwort auf den Kapp- Putsch. Das Programm des Bolschewismus arbeite auf weiter gehende Ziele hin. Der Aufruf zum Generalstreik sei unter diesen Umständen das größte Verbrechen am deutschen Volke gewesen, denn dadurch sei der Bolschewismus unterstützt roorben. Unsere Demokratie stelle eine Zwangswirtsa>aft bar, wie sie nicht unter dem Zaren geherrscht habe. Jeder Arbeitswillige iverde brotlos gemacht, wenn er nicht nach seiner Parteipseife tanze. Steute hätten wir tatsächlich im Ruhrgebiet mit Genehmigung der Demokratte die Räterepublik, denn der Zentralrat usw. hätten bestehen bleiben dürfen Die Treue der alten Offiziere und alten Beamten eien das einzig Wertvolle, tvas wir aus allen Wirren gerettet hätten. Der Krieg sei verloren gegangen, iveil wir den Willen zum nationalen Selbstbewußtsein verloren hätten. Eine Regierung könne aber niemals staatserhaltend wirken, wenn sie die geschichtliche Entwicklung nicht beachte. Die Mehrheitsparteien hätten die Unabhängigkeit Deutschlands vom Auslande, das höchste Gut, preisgegeben. Ihre Wiedererlangung sei nur durch eine Stärkung der eigenen Macht zu erreichen. Das deutsche Volk habe immer nach einem deutschen Kaiser verlangt, weil die letzte Kräftesammlung nur unter einer Monarchie möglich ser. Dre Deutschnationale Volkspartei erstrebe eine Votts- moiiarchie, da die konstttutionelle überlebt sei. Not tue uns der alte Geist der Ordnung, Sttte unt> Kraft. Der außerordentlich schlagfertige Redner, der jeden Zwischenruf, — und sie waren zettweise sehr erregt, da auch zahlreiche Parteigegnev anwesend waren — aufzufangen wußte, erntete starken Beifall. — In der Aussprache befaßten sich nur Stadtv. Vetters und stud. Meier mit den Ausführungen des Redners. Eine Sonderdiskussion entstand aus äußerst scharf gehaltenen Angriffen von stud. Krämer gegen die Juden, denen die Studenten Meier imb Block entgegentraten. Ein weiterer Student sprach abermals im Sinne des deutschvölkischen Schutz- und Trutzbundes. — Im Schlußwort ging Rechtsanwalt Brill selbst auf die Judensrage ein und fand die Gefahr des Judentums in dessen Streben nach Weltherrschaft. Seine Partei bekämpfe nicht den Einzeljuden, sondern die Auswüchse der jüdischen Rasse.
Das nennt man dann sozialen Ausgleich.
mc. Frankfurt«. M., 12. Mtti. Das Bei- > ujiuy spiel bet Eisenbahn und der Post macht Schale, I tödlich.
tifdien Partei. — Neue Aula der Universität, 8 Uhr, Literarische GesÄlschast, Vortragsabend Herbert Eulenberg. — Postkeller, 8Vs Uhr, außer- orbentliche Ausschußsitzung der All gern. Ortskrankenkasse Gießen. — Lichtspielhaus, „Der Kammerdiener seiner Frau" und „Die Herrin der Welt" 7. Teil. — Lichtspiele, Seltersweg, „Das Herz des Casanowa" u. „Der Galeerensträfling" 2. Teil.
> 8 Uhr in der neuen Aula statt- ttaosabend des Dichters Herbert nochmals hingewiesen. Das reich-
Die Lage in Mexiko.
London, 12. Mai. (Wolff.) Sud Texas wird gemeldet, daß sich unter den in Mexiko durch General M u r a n i a Hingerichteten der Schwreger- wbn Carranzas, ©encral Arguila, befand. Das revolutionäre Hauptquartier erllärt, datz >ich die ueue Regierung tensolidiere. H u e r t a ist tatfach- llch das Haupt der Regierung, General Salvatore übernahm die Finanzen.
Veracruz, 12. Mar. (Wolff.) Reuter. Die Aufständischeii sind nicht im Stande, Carranza aus San Marcus M vertreiben.
Aus Ocm Reiche.
Das Nachspiel des Kapp-Putfches.
Berlin, 12. Mai. (Wolff.) Im Auftrage des parlamentarischen Unterstaatssekre- tärs im Reichswehrministerium begab sick) vom Ausschuß zur Prüfung des Verhaltens der Offiziere während der Märzvorgänge eme Kommission nach Kiel und Wilhelmshaven, um an Ort und Stelle Erhebungen vorzunehmen. Als Mitglieder der Kommission sind in Wilhelmshaven Abgeordneter Krö - ger-Mecklenburg, in Kiel Scherer tätig. Das gegen die.Admiralität vorliegende Material bearbeitet zur Zeit Boldt als Zivih- referent unter Mitwirkung der zuständigen Militärreferenten.
Von der Reichswehr.
Berlin, 13. Mai. (Wolfs.) Wir erfahren aus dem Neichswehrministerium: Die zahlreichen Vcr- avschiedungen aktiver Offiziere m , letzter Zeit, sowie bic Fertigstellung der vorläufigen Stellenbcsetzung ermöglichen es, demnächst, und zwar noch im Laufe des Monats Mai, die Beförderungen im Rahmen des zukünftigen Friebenshceres triebec cmrznnehmen unb damit einem lebl/aften berechtigten Wunsche des Offizirrs- Porps endlich, soweit die Verhältnisse es gestatten, entgcgenzutemmen. Soweit die zur Beförderung heranstehcndLN Offiziere für Entstellen des end- gültigen Heeres nicht vorgelehen sind )dcr herüber eine Entscheidung letzt noch mäst getroffen werden kann, werden sie zunächst den Wratter eines höheren .Dienstgrades erbitten, ohne daß ihnen hierdurch bei späterer Uebernahme in das neue Heer ein Nachteil in dem Dienst alter und in der etwaigen späteren dienstlichen Verwendung erwachsen soll. Bon Beförderungen von Oberleut- ucrrtts M Hauptleuten und von Leutnants M Oberleutnants wurde für fetzt Noch abgeleben, da diest Offiziere infolge Beförderungen im Kriege noch immer erheb.'ich günstiger im Dienstalter stehen, als vor dem Kriege.
Keine Herabsetzung der Kohlenpreifc.
Berlin, 12. Mai. (WTB.) Auf Anttag der Regierung eines Landes legte der Reichswirt- fchaftsminister dem R ei chs ko hl en r a t die Frage der Herabsetzung der Kohlenpreise vor. Der Reichskohlenrat saßte in der heutigen Tagung nach eingehender Erörterung der Preisfrage folgende Entschließung: Die Kohlenpreise bestehen zum weil- aus größten Teile aus Lohnkosten und Material- . kosten. Auch die häufigen Preiserhöhungen der letzten Zeit waren, abgesehen von den Zuschlägen l für Bergmannswohnstätten und Beschaffung von . Lebensrnitteln für die Bergleute, verursacht durch * Materialpreissteigerungen. Diese wiederum waren verursackst durch das Sinken der Kaufkraft des Geldes und die Teuerung aller Lebensbedürfnisse als Folgeerscheinung unserer M geringen Güter - erzeugung. Im Interesse der Gesundung unserer Wirtschaft muß die Kohlenförderung als dieGrund- lage unserer Gütererzeugung auf das äußerste gc- fteigert weiden. Infolgedessen durften dem Bergbau die Mittel nicht versagt werden, deren er be- - durste, um Stockungen in der Förderung zu vermeiden und die Produktion nach Kräften M heben. Aus demselben Grunde kann auch, solange sich die preisbildenden Faktoren nicht ändern, eine Herabsetzung der Kohlenpreise nicht erfolgen. Vielmehr müssen alle Maßnahmen darauf gerichtet sein, die Kohlenförderung zu heben, um so von der.Kohle aus durch vermehrte Gütererzeugung unserer Jndusttie und Landwirtschaft den Abbau des allgemeinen Preisniveaus und damit auch die Kohlenpreise einzuleiten und durchzusetzen. — Durch einen heutigen Beschluß des Reichskohlenrates wird in Zukunft bei der Preisfestsetzung der Große Ausschuß des Reichskohlenrates mitwirken, womit der Einfluß der Verbraucher auf die Kohlenpreise verstärkt wird.
Gesellschaft mit. daß die Zahl ihrer Mitglüd«: in der kuzern Zeit ihres Bestehens auf über 200 gestiegen ist und täglich neue Anmeldungen cin- tausen. In Anbetracht der schönen Bestrebungen und der guten Veranstaltungen, die die Gesellschaft bis jetzt gebracht hat und noch bringen wird, ist ihr dies erfreulickv Anwachsen von Herzen zu wünschen. Anmeldungen sind an die Musikhandlung E. Challier M richten, die and) gern zu weiterer Auskunft bereit ist. Der Höhepunkt der literarischen Veranstaltungen für die Sommerzeit wird wohl den für den 25. Juni vorgesehenen Rud. Presber-Abend fein. (Siehe heutige Anzeige.)
** Das Jubiläumskonzert des akademischen Gesangvereins — Händels „Messias" — findet nicht erst im Juli, wie irrtümlicherweise mügeteilt wurde, statt, sondern Mittwoch, 9. Juni in der Stadtkirche. Herr Ernst Challier (Musikalienhandlung) nimmt jetzt bereits Bestellungen auf das Konzert, welches als Sonderkonzert veranstaltet wird, an.
** Die Reichsvereinigung ehem. Kriegsgefangener hielt am Mittwoch abend bei starkem Besuch eine außerordentliche» Mitgliederversammlung ab, in der unter anderem beschlossen wurde einen Teil des eventuellen Ueberschusses beim Heirnkehrsest am 6. und 7. Juni dem Unterstützungsfonds für die sibirischen Kriegsgefangenen zufließen zu lassen.
**DerFreiehessischeLandes-Ver- b an b Kriegsbeschädigter und Kriegshinterbliebener hielt am 12. b. M. im Vereinslokal Rest. Sauer, Oswalbsgarten, eine gut be- suckste Mitgliederversammlung ab. Unter anderem wurde folgende Entschließung einstimmig angenommen : „Wir verurteilen ganz entschie- ben bic Art und Weise, wie der Reichsbund der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und ehemaligen Kriegsteilnehmer, Ortsgruppe Gießen, unter dem Namen der Kriegsopfer ein zehntägiges Wohltätigkeitsfest abhält. Derartige Wohltätigkeitsrummel sind geeignet, das Ansehen der Kriegsopfer in den Augen der Mitwelt herabzumindern. Wir erllären hiermit, daß wir mit dieser ganzen Veranstaltung nichts zu tun haben."
** Dre Auszahlung der Familienunterstützung für die Zeit vom 16. bis 31. Mai findet am Samstag dem 15. Mai, vormittags von 10 bis 12 Uhr, im Stadthaus, Zimmer 7, statt.
** Freibank. Samstag, 15. Mai, werden von 1—3 Uhr die Nrn. 2801—2950 beliefert.
** Bei der ftädt. Obst- und Gemüse- stel l e, Marttlauben, Kommen morgen und folgende Tage unter anderem Bohnen per Pfund 1.25 Mk., weiße Bohnen 2.50 Mk., grüne Erbsen 3.20 Mk. zum Verkauf. Spargel treffen von jetzt ab täglich frisch ein.
** Gemüseeinfuhr aus Italien. Die Reichsstelle für Gemüse und Obst hat die Hessische Landes-Gemüsestelle zu Mainz ermächtigt, nunmehr auch die Einfuhr von Frühgemüse aus Italien zu genehmigen. Das einzuführende Gemüse muß in Kommission und ohne Preislimit nach unten geliefert werden. Als Sorten kommen nur in Betracht Fruhweißkohl, Frühwirsingkohl, Bohnen, Erbsen und Tomaten. Gesuche um Einfuhrgenehmigung sind an die Hessische Landes- Gemüsestelle in Mainz, Emmerannftraße 23II, zu richten.
Landkreis Gießen.
* H u n ge n , 10. Mai. Auf der dlachbarftation Tveishorloff gelang es der Gendarmerie 600 Eier » u befehl agna hmen, die nach Frankfurt verschoben werden sollten.
Kreis Büdingen.
B Burkhards, 14. Mai. Eine Anzahl Stadtkinder aus Offenbach trafen hier ein, um den Sommer in Burkhards und Kaullstos zu verbringen.
Kreis Lauterbach.
sb. Schlitz, 13. Mai. In der von Lehrer Altstadt am Montag abend im Lesefaal der Volkshochschule einberufenen Versammlung wurde nach einleitendem Vorttag und reger Aussprache
Berlin, 14. Mai. In der Nacht zum Himmelfahrtstage vergiftete sich der 35 Jahre alte Fabrikarbeiter und Portier Werner und dessen 28jährige Ehefrau nebst ihren vier Kindern mit Gas. Werner war fett längerer Zeit arbeitslos und seine Frau war krank. Einzelnen Blättern zufolge soll er sich auch verschiedene strafbare Handlungen haben zu schulden kommen lassen und seine Festnahme befürchtet haben.
Berlin, 14. Mai. Dem „Bert. Lokal- anzeiger" Nnrd aus Danzig gedrahtet: Der vielfach vorbestrafte Einbrecher Schroder, der aus einem Zuchthaus entflohen war, gestern durch zwei Sicherheitsbeamte ver- haftet werden. Der Verbrecher feuerte unvermutet mit einem Revolver auf die beiden Beamten, wobei einer von ihnen durch einen Brustschuß getötet wurde; der ande^ Bc ajnte schoß ebenfalls und traf Schröder
vermischte».
Tausendmarkschein-Schieber.
Berlin, 14. Mai. Der „Berl. Lokal- Anzeiger" meldet aus Berlin: Als gestern nachmittag in einer Austernstube der Kronenstraße für V3 Million rot gestempelter Tausend marksche ine, für die mn Ausschlag von 40 Mk. pro Stück bezahlt teer den sollte, einent Käufer übermittelt wurden, wurden alle Beteiligten festgenommen und die Geldsumme beschlagnahmt.
durch Vertreter der Stadt, der Denkmal- und Ur- kunbenpslege, der Lehrerschaft, der Kirchengernrinde, köürger schaff und des Gewerbes ein Verci:: HeimatmuseumfürSchlitzn. Schlitze r-
wie man -aus einem Beschluß der ebibtnepowateMte Versammlung ersehen kann, d'.c ohne Diel Fever- lesens eine Mindest-Tariferhöhung der Straßenbahn von 100 Proz. gut geheißen hat. Tie billigste Zweikllometerfahrl kostet jetzt 50 Pf. gegen die seitherige Fünfkilomriersahrt von 40 Pf. Netzkarten steigen von 60 -auf 150 Mk. monatlich. Ob es allerdings gelingt, mit dieser ganz, ungeheueren Erhöhung ben 6'/»-Millionen-Verlust des abgelmifeiten Geschäftsjahres hereinzuholen, muß abgekartet werden. Mit welcher Leichtigkeit die Stadtvewrdneten-Verfammlung bewilligt, geht aus der Tatsache hervor, daß von 96 Stadtverordneten nur 38 bei diesem außerordentlich wich- tigen Beschluß anwesend waren. Natürlich werden auch die Tarife der Waldbahn entsprechend erhöht. Die Mißwirtschaft im Wohnungsamt soll der Ordnungs-Ausschuß unterfuden, weiter werden der Messe- und AusftellungsgZellschaft Ül/s Millionen vorgeschossen. Wie Stadtv. Tr. Tumpler mitteilte, habe die zweite Frankfurter internattonate Messe mit einem bedeutenden Ueberschutz abgeschlossen. Ein Antrag der Unabhängigen, die Enllas- fintg von Hilfsarbeitern einzustellen, fand «einstimmige Amuchme.
sb. Fulda, 13. Mai. Dieser Tage wurden an bet Rampe des hiesigen Ellgutschuppens über Heben Zentner Fleisch und zwar fünf Zentner Rindfleisch, zwei Zentner Schweinefteisch und einen halben Zentner Kalbfleisch beschlagnahmt. Das Fleisch stammte aus Schwarzschlach- tungen und sollte nach Frankfurt aufgegeben werden.
sb. Hünfeld, 13. Mai. Im Basaltsteinbruch U l m e n st e i n der Mitteldeutschen Basaltwerke wurde der Steinrichter Joseph Dietz aus Rust durch einen herabfallenden Steinblock erschlagen.
rot. Weilburg, 14. Mai. Auf der Grube „Tor" bei Drommershausen verunglückte am Montag morgen der Bergmann Wilhelm Götz von Ahausen dadurch, daß er zwischen zwei Förderwagen abstürzte unb so schwere Verletzungen am Kopfe erlitt, daß seine Ueberführung in die Gießener Klinik notwendig wurde.
tzochschulnachrrchten.
** Ihr 50i ähr igeS Stiftungsfest feierte am 8. Mai die studentische ReformveMn- bung Adelphia. Der Festkommers, der über 200 Teilnehmer zählte, fand im großen Saale bes Gießener Gesellschaftsvereins statt. Außer einer großen Zahl Alter Herren nähmen S. M. der Herr Rettar der Lanoesuniversität, Professor Dr. Kalbfleisch und viele Dozenten an der Feier teil, außerdem ein Vertreter bet Stadt Gießen und eine Reihe anderer Gäste. Nach der Begrüßungsansprache des ersten Chargierten stud. rer. !pol. K ü hn ergriff der Vorsitzende der Alt- jAbclphia, Direkter Dr. Kissinger aus Darmstadt, das Wort und entwarf rin Bild der Ideale unb Ziele, bic bic Adelphia nunmehr seit fünfzig Jahren verfolgt. Der zweite Chargiert«, stud. Phil. Geismar, und der dritte Chargierte, stud. fareft Zimmer, feierten Gießen als Universität unb Stadt. S. Magnifizenz der Herr Rektor beglückwünschte im Namen der Dozentenschaft die Verbindung zu ihrem Ehrentage; bic Glückwünsche der Stadt überbrachte Herr Beigeordneter Dr. Sribi. Der Kommers nahm bei festlicher Stimmung einen glänzenden Verlauf. Bei Gelegenheit des Sttstungssestes erfolgte die Gründung des Verbandes beutscber Burschen (B. T. B.), zu dem sich die Berbiro- düng Adelphia, die freie Burschenschaft Memanm- Leipzig und die akademisch-wissenfchaftliche Verbindung ALarkomanuia-Frankfurt zwecks gemeinsamer Verttriung ihrer Ideale zusammenschlossen. Die Erziehung seiner Mitglieder zu Männern, die sich ihrer sozialen Verantwortung bewußt und ihrem Volke zielbewußte Führer sind, die Pflege vchtbeutsck>er Gesinnung unb bic gänzliche Ablehnung des Zweikampfes sinb die Hauptziele des Verbandes. Sein Sitz ist vorläufig Gießen.
Turnen, Spiel und Sport.
* Aus dem Hüttenbcrg, 14. Mai. Am Spiel Platz-Werbe tag veranstalleten btc Turnvereine des Hüttenberges von Ebersgöns nach Grotzrechtenbachl einen Stafettenlauf. Durchlaufen wurden bic Orte Oberkleen, Nieberkieen, Tom- holzl-ausen, Hochelheim und HörnÄMM, eine Strecke von etwa 20 Klm. — die Zrieisläufe in den Orten mit einbegriffen —, von 178 Läufern in 45 Minuten. Vor dem Bürgermeisteramte in Grotzrechtenbach> hotten sich die Turnvereine der Törfer, die Schuljugend von Klein- und Grotz- rechtenbach, sowie etwa 1000 Zuschauer versammelt. Lehrer Halm von Grotzrechtenbach schilderte die Bedeutung des Spielpla^-Werbctagcs ujö bat ben Bürgermeister, dem er eine Denkschrift ' überreichte, um tatkräftige Unterstützung. — Turnerische Vorführungen, bei denen einzelne Tmmer Hervorragend.s leisteten, fanden reichen Beifall. Tann marschierten die Turnvereine durch die Dörfer. Ten Ortsvorstel-ern wurden nach kurzen M- sprachen gleichfalls Denkschriften überreicht.
Am Sonntag, den 16. Mai 19 20, vormittags II 5/4 U'hr, findet in der Neuen Aula ein Universi ta t s-Ga 11esdien st statt, zu dem in erster Linie die Angehörigen der Untrerfität eingeladen sind. Selbstverständlich hat aber auch jeder andere Zutritt. Es sind keinerlei Plätze Vorbehalten; die Stühle stehen jedem Besucher glrich- mäfng zur Verfügung. Tic Predigt hält Professor Tr. e di i a 11.
** Oberbahnassistent Adolf Kracke
Die Deutsckmationale Bolkspartri habe durch bas ben Vorgehen Kapps nur geschädigt werben können I find imb hätte baher stets jeben gewaltjamen Er.' Cul griff verurteilt. Selbst die damalige Regierung und' Programm, das der Dichter zum Bauer habe ausdrücklich erklärt, daß bic Rechts-1 Dortta bringt, rät alten, bic wieder einige lite- fparteien nicht hinter dem Militärputsch, stänben. 1 rarisch-genußrrichc stunden herbanger roolten, W sei sogar eine Frage, ob es nicht bic Regie-1 zum Besuch des Abends. Weiterhui teilt uns bic


